153. Jahrgang
Mittwoch 11. Februar 1 «03
Zweites Blatt.
IVeriitiU.
Z>ie heutige Plummer umfaßt 12 Seiten.
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ige eigentlich die Auffahrt von Kalendern steht allerdings der
4'/, % Oeaterr. bilberrente 101.30
1903.
Tendenz; f-till.
. 102.20
. 103.80
. 51.20
. 32.30 . 30 40 . 133.20
45.80
3-6 Oberheaaen
456 Oeaterr. Goldrente
3u/o Mexikaner . . 4*/e /ü Chineaen . . Electric, bei ackert . Nordd. Lloyd . .
Kreditaktien . . . Diakonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelagea. Oeaterr. Staatobahn . Lombarden . . . Gotthard bahn . . . Laurabütte . . . . Bochum . . , . . Harpener . . . .
. 103.10
. 93.15
. 102.95
. 93.10
. 101.30
. 100.50
. 103.35
37a°/o
3%
3V,% 3°/o 372%
HmchGalt.
Beiträge für unsere AnslaÜ i Erhebung geschieht durch jchen hofmaun, Mau i l»)ebeiii|te auch die i-Wv t ist zur Erhebung
Heer mü> Flotte.
ilafy einer Meldung au_ Straßburg hat der kommandierende General des 16. Armeekorps Her Warth von Bitten feld seinen Ab schied erbeten.
25—30 Paare belief, wurde, soweit schweres Gangvieh in Frage kam, nach der Kölner Gegend verkauft, während die Mittelware für das Siegerland weg ging. Ter Ochsenrnarkt leidet Not darunter, well' cm Teil der Handelsleute nicht weiß, daß wir zwei Mattttage haben und am zweiten Ta, "
Kolonialpost.
Berlin, 11. Febr. Zu Ehren der Gouverneure von Deutsch - Ostafrika und Deutsch - Südwestafrika, Gras G o e tz e n und Oberst Leut wein, fand heute abend ein von der Kolonialgesellschaft veranstalteter Bierabend statt, dem der Direktor im Kolonialamt Dr. Stuebel und hervorragende Kolonialpolitiker beiwohnten.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinde.
Die Bibelstunde im Konsirmandensaale, Kirchstraße 9, fällt Donnerstag Abend aus.
Drieskallen Ser KeSaktian.
(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)
B. 400 Alk. dte erste Liebhaberin, und 350 Mk. der erste Held. — Der italienijche Dichter Gabriel d' Annunzio wurde 1863 zu Pascara geboren.
Reichaanleihe do.
Konaola do. . .
Hessen
456 Ungar. Goldrente .
4°/, Italien. Rente . , .
4*/, % Portugiesen . .
4®/ Portugiesen, . . , 156 C. Türken . . .
Türkenioae ....
4°/o Gneoh. Monopol -Anl.
41.,56 äuasere Argentiner
sefi- WM
1111,1 Depositen-Verkehr, Kündigung mit 3 bis 4%
? von Wechseln, Lröffnuiic laniesten Bedingungen.
i deutschen u. ausländischen isn.
altung von Wertpapieren, i Kursrerlust bei Vtrlosung. >■ oul Dividendenschuine.
1 saß üiedung.
Coupon uogen etc.
gewÄe,
ie Beiträge für ba§ 1. nach Wen der fteunbW
gMiM Md 'yxtunotn u» umdüchsi, uns auch in t- währen zu wollen. Wir h- rer Anstalt zu sorgen, ar 1903.
.jukindtt-BewahranM nimann. __—
Alt., II. Sorte (zwischen 40—50 Pfund schwer) 58 — 62 Mk., III. Sorte (leichter als 40 Pfund) 54—56 Mk. Gangochsen gingen per Paar ab: schwere Waare 850—900 Dtk., mittel Tiere 760—820 Mk., junge Fahrstiere 2 7,—3 jährig 600—660 Alk. Der Markt war früh beendet und wurde geräumt.
die künstlerische und finanzielle Entwicklung des verflossenen Jahres Aufschluß geben. Die Ausgaben für das Schauspiel belaufen sich inklusive Billetsteuer aus 499524,78 Mk.; die E,nnahmeu des Schauspiels betrugen 487 181,44 Mk. Die Oper verausgabte 1088 760,24 Mk. und nahm ein 860 014,54 Mk. Der Betriebsverlust berechnet sich aus 259 238,92 Mk., der durch städtische Subvention gedeckt ist. Bon den 268 000 Mk., welche die Stadt als Subvention bewilligt, wurden 8761,10 Mk. gespart. Die Billetsieuer betrug in dem abgelauseuen Jahr für beide Institute 106 794,69 Mk. Für Neu-An- schafsungen, die in den Besitz der Stadt übergehen, wurden von der Gesellschaft ausgegeben 59 658,85 Mk., von denen 14 267 Mk. auf das Schauspiel entfallen, der Rest aus die Oper. Bon den Einnahmeposten verdienen Erwähnung: 296 913,80 Mk. für Abonnements in der Oper und 144 809,71 im Schauspiel. Das Konzert-Abonnement bringt 16 657,80 Die Tageseinnahmen beliefen sich in der Oper ans 428395,53 Mark, im Schauspielhaus aus 288 777,96 Mk. Der Gagen- Etat der Oper erfordert 693 9o4,67 Mk. Was die künstlerische Tätigkeit beider Bühnen betrifft, so gestaltete sich das vergangene Jahr für das Schauspiel durch den Abschied von dem alten Hause und der damit vergnüpfte Cyklus recht ereignisreich; neu ausgenommen in das Repertoire wurden 44 Stücke, die Zahl der Neuem studierungen betrug 27. In dem Bericht des Opern-Jntendanten ist die Acquisition einiger trefflicher Künstler erwähnt, welche dem Repertoire größere Abwechslung sicherten, und auf Uraufführungen Bezug genommen, die, wenn auch nicht immer von pekuniärem Erfolg begleitet, Frankfurt doch in den Mittelpunkt der musikalischen Interessen der Welt rücken. In der Oper gingen 10 Premiören und 14 Neueinstudierungen in Szene.
Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In Bad-Nauheim in der Nähe der Maldzeichen wurde ein junger Mann aufgefunden, welcher seinem Leben durch Erhängen ein Ende bereitet hatte. Derselbe trug einen Metzgerttttel, jedoch konnten seine Personalien noch nicht festgestellt werden. — Wie der „Frkf. Ztg. aus Kassel gemeldet wird, hat auf dem benachbarten Rittergute Elmshagen der Verwalter Konrad Licht die dort bedienstete Anna Bode mit dem Jagdgewehr aus Eifersucht erschossen und sich dann selbst getötet. —
Telephonischer Kursbericht«
Iraukbirt m. 11. Februar i9u3.
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Nr. 35
• rlftetnt tSgkich außer Sonntag?.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit bem hessischen Landwirt die Gießener ZamMeo» blänet viermal in bex Woche bergelegt.
RoianonSDrud u. Verlag der B r ü h l'sehen Unlvers.-Buch- u.Stein- bruderei (Pietsch Erben) Stedakllon, Exvedllu» und *6ruderet;
Schnlstraße 7.
vdresse Mr Depeschen, Anzeiger Gießen.
FkrnsprrchanIchlußNr 51.
Deutsches Deich.
Berlin, 10. F<br. Der Kaiser hat genehmigt, daß die Marinevereine in ihren Fahnen den Reichsadler als Hauptemblem führen dürfen, jedoch mit der Maßgabe, daß die Ordenskette auf der Brust des Adlers in Wegfall kommt.
— Von der Zentrumspartei wurde zum Etat des Reichöamts des Innern ein Antrag eingebracht, in die Gewerbeordnung eine Bestimmung aufzunehmen, nach der für die derselben unterstellten Betriebe die regelmäßige Maximalarbeitszeit ^ehn Stunden beträgt.
München, 10. Febr. Dte „Münch. Post" meldet aus zuverlässiger Quelle, daß die Reichstagswahsen spätestens in der letzten Juniwoche, keinesfalls vor Mitte Juni stattfinden werden.
— In einer von Herren aus aristokratischen und bürgerlichen Kreisen abgehaltenen Besprechung über die Zwecke der im Herbst gegründeten Anti-Duell-Liga unter dem Vorsitz des Fürsten Löwenstein, wurde ein Aktionskomitee mit der Vorbereitung der Bildung einer Ortsgruppe der Liga für München, bezw. Bayern beauftragt.
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tnie* Um tw» bitten dieselben,
Aus Stadt und Land.
Gießen, den 10. Februar 1903.
** Auszeichnungen. S. K. H. der Großherzog haben Allerguädigst geruht, dem Professor H. Fechner in Berlin das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen. — Durch Entschließung vom 21. Januar d. I. ist dem Dienstknecht Konrad Lechens zu Hof Güll, in Diensten des Oekonomierats Hofsmann daselbst, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für treue Arbeit" zum 10. Februar l. I. verliehen worden.
** Der Gabelsberger Stenographen-Ver- ein Gießen veranstaltet morgen abeuo in Steins Saalbau eine Unterhaltung mit Ball. Am Sonntag findet ein Ausflug nach dem Jagdschlößchen Dutenhofen statt.
** Kaufmännischer Verein. Der für den 16. ds. Mts. angekündigte Vortrag des Herrn Rudolf C r o n a u, Newyork, über „Die Vereinigten Staaten von Nordamerika und ihre Bewohner" mutz wegen Verhinderung des Redners leider aus fallen. Ms Ersatz dafür ist Herr Gustav M ö ck e l, Berlin, gewonnen worden, welcher über „Deutsche National-Denkmäler" sprechen und solche in zahlreichen großen Lichtbildern vorführen wird. Die Kosten des Vortrages tragen der Geweroeverein und der Kaufmännische Verein, und hat jedermann, also nicht nur die Mitglieder mit ihren Angehörigen, vollständig freien Eintritt.
** Kriegerkameradschaft „H a s s i a". Seit dem Bestehen der Ernst Ludwig Viktoria Melitta-Stiftung erhielten 700 Waisenkinder von Kriegervereinsmitgliedern Liebesgaben in Geld zur Konfirmation. — Laut Beschluß der vorjährigen Delegiertenversammlung in Grünberg erhalten Kameraden, die mindestens 15 Jahre dem Vorstand eines Vereins, Bezirks usw. ununterbrochen angehörten, eine Gedenktafel.
** Jagdverpachtung. Gestern wurde in Queck- born die Gemeindejagd an den Höchstbietenden, Forstassessor Eckstein in Butzbach, für 795 Mark jährlich verpacktet. Die Jagd brachte bisher 445 Mark das,Jahr. Mit- Päcyter der Queckborner Jagd ist eine Frankfurter Jagd- 9eiT$erprob, 9. Febr. Gegen die am 6. d. Mts. stattgefundene Bürgermeisterwahl, aus der Landwirt R e u s ch l i n g mit nur einer Stimme Majorität siegreich hervorging, beabsichtigt die Gegenpartei Berufung einzulegen.
(:) L u m d a, 10. Febr. Heute wurde der Bürgermeister Schultheiß, welcher dem hiesigen Gemeindewesen seit 18 Jahren vorsteht, einstimmig wiedergewählt.
() Eichelsdorf (bei Schotten), 11. Febr. Der hiesige Krieger verein hat Herrn Fr. Hewel, Bildhauer in Gießen, den Auftrag erteilt, ein Kriegerden km al zu errichten, in der Form eines Obelisk von schwarzem schwedischem Granit, Unterbau von Odenwälder Granit, mit einem Adler gekrönt.
)( Frankfurt, 11. Febr. (Eigener Drahtbe- r i ch t.) In der Möbelfabrik von S. Langenstein, hier, wurde in der vergangenen Nacht ein Einbruch verübt. Als ein dort wohnender Schreiner aufwachte, und den Einbrecher ergreifen wollte, gab dieser auf den Schreiner drei Revolver schüsse ad und verletzte ihn leicht an der Wange. Darauf flüchtete der Einbrecher und entkam. Gin „Schmiere stehender" Genosse des Einbrechers wurde verhaftet.
F r a u k f u r t a. M., 10. Febr. Soeben ist der Geschäfts- Lericht der neuen Theater-Aktiengesellschaft mit Len Berichten der beiden Jnteicdanten erschienen, die über
ilrutju MMmMii.
Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.
K. B. Darmstadt, 11. Febr. (Or ig.-Tel. d. Gieß. Anz.) In der morgigen Landragsfitzung wird der 3. (Wahi) Ausschuß die Gütigkeit der Wahlen der oberhessifchen Abgg. Dr. Gutfleisch, Reh, Stapler und Weidner beantragen. Die Wahl Ulrichs ist bisher noch nicht für gütig anerkannt, vielmehr die Anstellung neuer Erhebungen beschlossen worden.
Hanau, 11. Febr. Weg.n Verbrechens aus § 176 Absatz 3 resp. § 182 wurde der hiesige Gastwirt Wilhelm Roth und dessen Bruder, der Goldarbeiter Roth sowie ein Kaufmann Stadl er in Hast genommen. Zwei in die Affäre verwickelte Goldarbeiier Pfad und Siebenhühner haben sich durch Flucht der Verhaftung entzogen. Weitere Verhaftungen in dieser Sache stehen bevor.
Berlin, 11. Febr. Eine hiesige Korrespondenz will wissen, daß die Unterzeichnung des Protokolls in Washington unmittelbar bevorsteht und daß der Abschluß der Verhandlungen in einigen Tagen zu erwarten ist. — Nach einer Washingtoner Meldung des „Daily Telegraph" nimmt man daselbst an, daß das im deutschen Protokoll Verlangte für die Amerikaner nicht annehmbar sei und daß, wenn Deutschland darauf bestehe, Bowen eventuell die Angelegenheit dem Staatssekretär Hat) unterbreiten müsse. — Als Termin für die Neuwahlen zum Reichstage wirb jetzt mit großer Bestimmtheit die Zeit vom 14. b i s 16. Juni genannt — Mit der Aufstellung der sozialdemokratischen Kan-
7°' A*-e«d: BacWltags 5i, nL Bude: Uhr.
Vermischtes.
• Danzig, 10. Febr. Der hiesige Arzt Dr. Wittig veröffentlicht in Bezug auf eine neue Spur m der Konitzer Mordaffäre in der „Danz. Ztg." eine Erklärung, in der es heißt: Nach den bisherigen Feststellungen liegt weniger denn je Anlaß vor, von der am 7. Februar von den Danziger Zeitungen gebrachten Notiz auch nur das Geringste zu widerrufen. (Die fragliche Notiz besagte, daß ein Danziger Arzt neues Material in der Winter'schen Mordsache von einem bisher nicht vernommenen Zeugen erhalten habe, und der ,,93er!. Lok.-Anz." hatte mitgeteilt, daß „die Gerüchte von einer neuen Spur als völlig unzutreffend sich herausgestellt" hätten. Wie die „Staatsb.-Ztg." übrigens mitteilt, wurde heute vormittag bei Buchhändlern und Kolporteuren das vor Kurzem erschienene Druckheft des Rechercheurs Gustav George: „Enthüllungen zur Konitzer Mordaffäre" beschlagnahmt. Die Beschlagnahme erfolgte, der „Staatsb.- Ztg." zufolge, wegen Beleidigung der Konitzer Untersuchungsbehörden, nicht aber wegen Beleidigung der in dem Druckheft des Mordes beschuldigten Herren Weichet und Plath. D. Red. d. Gieß. Anz.)
* Dortmund, 10. Febr. Der Oberstaatsanwalt gab der Beschwerde des zum zweiten Mal verhafteten Bankier Wulfs Folge, der daraus frei gelassen wurde.
* Straßburg, 10. Febr. Der Univer sitäts- Sekretär Dr. Sebastian Hausmann aus Straßburg wird seit fünf Tagen vermi ß t. Er war zuletzt mit Erholungsurlaub in Rosenheim (Südbayern) und wollte von dort nach München und Ulm, später nach Straßburg zurück. Es fehlt jede Spur von ihm. Man nimmt Erkrankung ober Unglücks fall an, ba der Vermißte seit Monaten schon leibend war. Er ist von auffallend großer stattlicher Figur, hat großen schwarzen Vollbart, parke Glatze und trägt einen Kneifer.
* Paris, 10. Febr. Ein neuer Justizirrtum ist entdeckt worden, es handelt sich um einen 70 jährigen Mann, der fett 30 Jahren nach Caleb onien wegen Ermordung einer Frau verschickt war. Ein früheres Tienst- mäbchen ber Frau gab aus dein Sterbebette die Erklärung ab, daß der betreffende Mann an bem Tobe der Frau völlig unschuldig sei.
* Rom, 10. Febr. Der Bautenausschuß in Como beschloß die Abtragung des berühmten Campanile von San Fidele, roeldjer einzustürzen droht. 5)ei> selbe soll genau wieder hergestellt werden.
MoerltlütsUachrichten.
Ein Äaisertommcrs deutscher Studenten in Fraukreich. Seitdem die Alliance tfrancaüe den Ferienkursen, die sie 1894 m Paris einrichtele, 1896 auch solche in Nancy, Caen und Grenoble folgen lief?, haben die deutschen Studenten und Lehrer auch die Vorzüge der französischen Provnuuniversitälen kennen und schätzen gelernt und so wenden sie sich leit einigen Jahren auch für das regelrechte Studium mit Vorliebe den Hochschulen der freundlichen Provinzslädte zu. Unter diesen scheint Grenoble besonders anziehend zu wirken. In diesem Winter sind 50 studierende Deutsche dort dar-unter eine Anzahl von Gymna|iallehrern. Emer von diesen sendet der „Köln. Ztg." einen Bericht über den Feslkommers, der die deutschen Studenten in Grenoble am Geburislag unseres Kaders in dem mit dem Bilde des Monarchen und den deutlchen Farben qeschmücklen Saale des Cajv Tebon vereinte. Stach Ab- stngunq deS Liedes „Was i]t des Deutschen Vaterland" sprach Oberlehrer Dr. Breuer-Duren den Laijerjpruch. Ter glänzende Lai ser- ko m m e r S, der erste, der auf Frankreichs schöner Erde von
Ochsen erst slatlsinden soll. In den . ,
zweite Markttag nicht verzeichnet. Es wurden gehandelt: Kühe, (rischinelkend und tragend pro Stück 1. Sorte 450—480 Mk., einzelne schwere Tiere sogar zu 500 Mk., 11. Sorte 860—420 Mk., 111. Sorte 275—320 Mk., alle Abmelkkühe 150—180 Mk. Ferner wurden verkauft: pro Ztr. Schlachtgewicht fette Rinder 64 bis 66 Mk., Kälber I. Sorte (über 50 Pfund wiegend) 65—79
. . 26.10 . . 92.90 . . 105.90 . . 98.20 . . 220.30 . 197.70
. . 140.10 . . 160.00 . . 161.60 . . 160.20 . . 15.80 . . 188.80 . . 217.50 . . 184.75 . . 173.00
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen ZMZ
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deutschen Studenten nach deutscher Studentenatt gefeiert wurde, solle nicht auch der letzte sein Einen Tnnkjpr-uch auf die gast- freundliche Stadt Grenoble brachte Oberlehrer Dr. Höhne-Greiss- wald. Diesem Trinkspnrch folgte als vlerhändiges Rlaoierftüd die Marseillaise, die stehend angchörl wurde. 8tud. jur Meyer ließ die deutschen Damen an der Unwersiläl leben, die durch das Nähen der Fahnen und die Ausschmudung des Saales sich um die patriotische Feier verdient gemacht haueiu Aiit dem Liede: „Wenii mir durch die Straßen ziehen" schloß der offizielle Teil, dein eine bis in die frühen Morgenstunden forkgejetzte urgemütliche Fidelitas folgte. __
Handel und Verkehr. Volkswirtschasl.
Eine neue Unterschlagung. An der Börse in Berlin war das Gerücht verbreitet, daß in einer der Depositenkassen der Deutschen Bank eine größere Unterschlagung vorgekommen sei, wie es hieß, sogar im Betrage von 460000 Mk. Der Defraudant hätte, jo wurde erzählt, sich bereits das Leben genommen. Wie weit diese Atitteilungen begründet sind, läßt sich nicht ersehen, da von der 9lächstbeteiligten, der Deutschen Bank, bisher eine Erklärung fehlt.
Märkte.
et. Gießen, 10. Febr. V i e h m a rk t b e ri ch t. Auf dem gestrigen Viehmarkt standen ca. 1300 Stuck Rindvieh sowie etwa 250 Kälber zuni Verkauf. — Zahlreich war die Kundschaft vom Rhein und Alain sowie aus dem Slegerland nach hier gekommen und zelgce lebhafte Kauflust, infolgedessen die Preise für alle Vieh- gatlungen gegen die des letzten Alarkies in die Höhe gingen. Die Nachfrage nach guten Milchkühen war sehr stark, jo daß der Vorrat nicht genügte Ein Posten aller Schlachlkühe, der am Markt ivar, ging allerdings zu geringen Preisen nach Koblenz hin fort. Auch die nur mäßig vorhandenen fetten Rinder waren bald unter- gebracht. Ter Kälbervorrat war ebenfalls schnell geräumt, dabei mußte für schwere und mittlere Ware mehr bezahlt werden als beim letzten Markt, obgleich unsere Gießener Metzger nur wenig auf dem Markt kauften. Der Vorrat an Gangochsen, der sich auf


