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Zum Schluß:
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abends von 8—10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Von 8—10 Uhr im Saale Tanz. — Samstag, nachmittags von 4%—6% Uhr und abends von 8—10 Uhr auf der Terrasse Konzett der Kurkapelle. — Sonntag: Konzert der Kurkapelle mit Einlagen des Kölner Solo- Quartetts.
Darmstadt, 5. Sept. Eine stark besuchte Gewerkschaftsversammlung beschäftigte sich gestern abend mit dem bei der hiesigen Bierbrauerei Heß ausgebrochenen Streik. Die Forderungen der im Ausstand befindlichen Brauer gehen im wesentlichen auf Lohnerhöhung, Verkürzung der Arbeitszeit und wöchentlicher, statt bisheriger monatlicher Lohnauszahlung. Die Versammlung erklärte sich mit den Streikenden solidarisch und beschloß, über die Firma Heß den Boykott zu erklären. — Seit einigen Tagen trieb im Roßdörferwalde in der Nähe dec Stadt ein Men s ch i m Adamskostüm sein Wesen und versetzte die vorüber-
Aus MM Uttd Land.
Gießen, 7. Sept. 1903.
— Personalnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 5. September die Geh. Oberforsträte Gustav Dittmar und Ludwig Frey auf ihr Nachsuchen unter Anerkennung langjähriger, treu und ersprießlich geleisteter Dienste, mit Wirkung vom 1. Oktober ab, in den Ruhestand zu versetzen und ihnen das Komturkreuz II. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen, und die Forstmeister Dr. Heinrich Grünewald zu Jugenheim und Friedrich Joseph zu Groß-Gerau unter Verleihung des Amtstitels Oberforstrat mit Wirkung vom 1. Oktober an zu vorttagenden Räten in der Abteilung für Forst- und Kameralverwaltung des Ministeriums der Finanzen zu ernennen; den Oberförster der Oberförsterei Friedberg Oberforstmeister Karl S ch n i t t s p a h n auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen, treu geleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. Oktober in den Ruhestand zu versetzen, und ihm das Ehrenkreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen, den Oberförstern Karl Heyer zu Beerfelden und Ludwig Hämmerle zu Raunheim den Charakter als Forstmeister zu verleihen, den Forslassessor Otto Hoffmann aus Stockhausen mit Wirkung vom 1. Oktober zum Forstasfislenten, und den Hauptsteueramtsassistenten Heinrich Krug zuOsfen-
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bach zum Ministerialreorsor bei der Buchhaltung des Ministeriums der Finanzen zu ernennen.
** Ein verlorener Tausendmarkschein. In vergangener Woche hatte ein Lehrling der Firma Gebrüder Rosenbaum in der Bahnhofstraße einen Tausendmarkschein verloren. Am Samstag übergab die ehrliche Finderin, die Witwe Leithner aus Treis a. d. Ldcu, den Schein der Polizei, die ihn dann dem glücklichen Verlierer wieder zustellen konnte.
6-. Wies eck, 6. Sept. Heute nachmittag halb 4 Uhr brach un Schuppen des Eduard Schmidt Feuer aus, das sich rasch auf die nebenan liegende Scheune der Wittwe Theodor Nüchel übertrug. Die Wiesecker Feuerwehr riß alsbald die brennende Scheune nieder, in der Sttoh und Frucht aufgespeichert war. Bei der Scheuer war auch ein Viehstall, aus welchem die darin untergebrachten Tiere noch rechtzeitig entfernt werden konnten. Da die Brandstelle im alten Dorf gelegen ist, wo viele zusammenhängenden Scheunen und Wohnhäuser einem ausbrechenden Feuer reichliche Nahrung geben würden, ist der heutige Brand durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr verhältnismäßig sehr gut bewältigt worden. Die Witwe Michel ist jedenfalls versichert. Ueb- rigens ist die Hochzeit ihrer Tochter, zu der sich im Hause eine große Gesellschaft zusammengefunden hatte, durch das Feuer recht unliebsam gestört worden.
Bad-Nauheim, 6. Septbr. Unterhaltungen. Dienstag den 8. September, nachmittags von 4,/2—Q1/2 Uhr und abends von 8—10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung: Gastspiel des Herrn Franz Ludwig: „Die Ehre". — Mittwoch, nachmittags von 4—6i/2 und abends von 8—10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kapelle des Nass. Pionier-Bataillons Nr. 21 aus Kastel. Eintritt wie Sonntag. Abends von 8—9*/2 Uhr im Saale Symphonie-Konzert der Kurkapeüe unter persönlicher Lettung des Kapellmeisters W. Bruch. — Donnerstag, nachmittags von 4J/2—6 /2 und abends von 8—10 Uhr auf der Terrasse Konzert der Kurkapeüe. Abends 8 Uhr Theater-
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Gestern griff ein Schlossermeister den Mann auf und übergab ihn der Polizei, die den völlig Unbekleideten mit einem Anzug versah und in das Krankenhaus schaffte. Der sonderbare Naturmensch giebt an, Karl Micke zu heißen, 34 Jahre alt zu sein und aus dem Kreise Pleß zu stammen. Wahrscheinlich hat man es mit einem Geisteskranken zu tun, der aus einer Irrenanstalt entwichen ist.
Darmstadt, 6. Sept. S. K. H. der Großherzo'g empfingen am 5. September den Pfarrer Linck von Nieder- Moos in Oberhesien und den Steuerkontrolleur^Regierungs- affessor Hofmann von Friedberg, nahmen das Frühstück bei dem Prinzen Franz Josef von Battenberg und kehrten sodann nach Jagdschloß Wolfsgarten zurück.
Darmstadt, 5. Sept. Am Dienstag mittag wird sich S. K. H. der Groß Herzog, wie die „Darmst. Ztg." mitteilt, zur Eröffnung der internationalen Ausstellung für Photographie und graphische Künste nach Mainz begeben. — S. K. H. der Groß Herzog empfing heute vormittag in Privataudienz die Vertreter des Komitees zur Veranstaltung ärztlicher Studienreisen, Dr. P. Meißner und Dr. A.Oliven aus Berlin, die den ersten und zweiten Studienreiserwericht überreichten. Der Großherzog äußerte bei dieser Gelegenheit lebhaftes Interesse für die der Fortbildung der Aerzte gewidmete Einrichtung der Studienreisen.
Mainz, 6. Sept. Wie einige Sensationsblätter noch mit breitem Behagen zu der Hinrichtung erfahren, ist der Kopf des Mörders Detrois, nachdem sich die Leute aus dem Hofe entfernt hatten, vollständig vom Rumpf abgetrennt und dabei festgestellt worden, daß das Fallbeil im Kinnbacken des Gerichteten stecken geblieben war. Jedoch ist der Tod auf der Stelle eingetreten, da das Genick durchschlagen war. Die Leiche, der der Kopf zwischen die Füße gelegt wurde, kam, wie wir im „Mainz. Tgbl." lesen, auf den Friedhof und ist dort begraben worden. — Von dem bei seiner Verwandten geraubten Gelde, etwa 5000 Mk., hatte Detrois sich verschiedene wertvolle Gegenstände angeschafft, u. a. auch ein Motorzweirad für 750 Mk. Diese Gegenstände kommen nun in Bingen durch Notar Dr. Weisfenbach zur gerichtlichen Versteigerung.
Frankfurt a. M., 6. Sept. Gestern wurden am städtischen Schlacht- und Viehhofe vier Leichen geländet, Mann und Frau und zwei Kinder. Die Ellern sind offenbar mit ihren Kindern in den Main gesprungen und können etwa 9 Tage im Wasser getrieben haben, bis sie hier angeschwemmt wurden. Die Körper sind aufgeschwollen und vom Wasser stark angegriffen. Alle vier Leichen waren, die Gesichter gegeneinander, zu einem Bündel zusammengeschnürt; sie hatten einen festen Jutestrick um die Hälse. Vater und Mutter hatten je ein Kind auf dem Arm, das nochmals mit dem Strick festgebunden war. Georg Lauterbach entdeckte die Leichen im Fluß.
Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Die Kapelle des Infanterie-Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 gab am gestrigen Sonntag im Kur- garten zu Wiesbaden ein Konzert. — In Zahmen im Vogelsberge wurde der Hütejunge des Bürgermeisters durch Blitz getötet. Ein anderer Strahl fuhr in einen Stall und
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Mau glaubt jetzt ein neues Mtttel gefunden zu haben, die auf die Zerstörung der Reichsarmee gerichtete Obstruktion zu beschwören. Die Regierung hat das Recht, noch dreijähriger Dienstzeit die Soldaten gleich zum Reservedienst ein viertes Jahr einzubehalten. Freilich wird auch diese Waffe sich asts stumpf erweisen, da man die Soldaten nicht entgelten lassen kann, was die Parlamentarier gesündigt haben, ohne den zwischen Regierung und Obstruktion bestehenden Kriegszustand nur noch weiter zu Verschärfen. Die Aussichten auf Beilegung der ungarischen Krise sind heute noch immer so trostlos wie jemals. Eine Budapester Korresporrdenz wurde inzwischen Von kompetenter Seite ermächtigt, die Meldung, daß bei einer Hebung des 44. Infanterieregiments unter den Soldaten eine Revolte ausgebrochen sei und die Soldaten die Waffen von sich geworfen hätten, worauf auf Kommando von einem anderen Regiment auf 'pcie 44er geschossen und mehrere Soldaten verletzt worden seien, als unbegründet zu bezeichnen. — In den am Samstag stattgehabten Audienzen hat übrigens der Kaiser Franz Josef in voller Würdigung der Gründe", welche Finanzminister Luka cs vorbrachte, davon Abstand genommen, ihn mit der Kabinettsbildung zu beauftragen. Durch das Scheitern eines Kabinetts Lukacs ist eine völlig veränderte Situation entstanden. Als Hauptaufgabe der nächsten Zett wird nun die Deklarierung des notwendigen Zusammenhaltens und der Einheitlichkeit der ungarischen Liberalen Partei erklärt. Auf die direkten Wünsche d'es Kaisers-Königs hin wird die Liberale Partei in einer in den nächsten Tagen abzuhaltenden Konferenz eined ezimierte Stellung zur Militärfräge nehmen und sich für das Programm des Königs, d. h. für die vom König bewilligten Konzessionen, die die ungarische Kommandosprache ausschließen, aussprechen. Erst nach der Konferenz soll der neue Kabinettschef designiert werden.
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