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7.9.1903 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt.

E3

153. Jahrgang

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Mr. SOS

iLgktch außer Sonntags.

Dem GiestenerAnzeiger werben im Wechsel mit dem Sesfischen Landwirt die Gießener KamUieu. blätter viermal in der Woche beigelegL

-totattonSdruck u. Ver­tag der Brüh l'sch«, Unweich-Buch- u.Estein- druckerer (Pietsch Erben) Kedaktton. Expedition und Druckerei:

Schnlstratze 7.

Adresse für Depeschent Anzeiger Gießen.

Fernfprcchanschluß Nr. 5L

Montag 7. September 1903

Vezngdprersr monallich75Ps^ viertel- täbrlid) Mk, 2L0; durch

SietzenerAnzeiger

General-Anzeiger v '06a?

Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Giehen

Politische Tagesschau.

Der Tabak als Steuerquelle.

An den Wechsel in der Leitung des Reichssch,atzamts hat sich eine ausgedehnte Erörterung über die Reichsfinanz- resorm und die Aussichten auf eine stärkere Betastung des Tabaks geknüpft. Offenbar herrscht noch immer in den­jenigen politischen Kreisen, die eine neue Täbaksteuervor- lage kaum noch erwarten können, eine übertriebene Vorstellung von der unversiegbaren Gold quelle, die angeblich der Tabak für die Finanzen des Reiches dar­stelle. Zunächst befindet sich das Tabakgewerbe schpn seit Jähren in einer andauernd ungünstigen Lage und dieAussichtenaufBesserungsindnochsehr »venig greifbar, wie erst neulich die Gießener Disser­tation des Ulmer Handelskammersekretärs Ke h m bewies, die wir cm dieser Stelle ausführlich besprochen haben. Wohl aber müssen Beunruhigungen oder gar positive Neu­belastungen bezw. Hemmungen die Ertragsleistungen des Objekts für das Reich dauernd schwächen. Die Finanz- kundigen sind in ihrer großen Mehrheit ohnehin darüber einig, daß der Tabak, wie immer man ihn steuerpolitisch anfasse, dem Deckungsbedar s gegenüber schwer- lij.ctz mehr als ein gutes Trinkgeld ab werfen kann.

Wer, bemerkt hierzu dieDtsch. Tagesztg.", die Be­strebungen, welche auf ernstliche Herstellung des Gleich­gewichts in den Finanzen äbzielen, näher verfolgt hat, wird wissen, daß sdkie künftigen Handelsverträge für sie ganz anders mitsprechen, als augenblicklich zu erkennen ist. Tas Thema steht heute im Hintergründe, die Re­gierung hat ihren keineswegs unberechtigten Einwand, daß stetes Treinreden nur schade, der öffentlichen Meinung zur Richtschnur gemacht. Den realen Dingen wird aber auch durch die beste Taktik kein anderer Wert verliehen, als sie besitzen, und so würde die RubrikTabak" künftig ein enttäuschungsreiches Kapitel im Reichshaushalt sein, wenn man nicht bei guter Zeit davon Abstand nimmt, ihm die Eigenschaften einer unversieglichen Goldquelle zu­zumuten. Sie ist dem sonst trostreichen Kraute nicht ver­liehen. ________

Nationalsoziales.

In derHessisch. Landesztg.", deren Verleger der Reichstagsabg. v. Ger lach in Marburg ist, wird in einem Leitartikel über denGöttinger Aus gang" ausgeführt, daß der Widerstand innerhalb der nationalsozialen Beweg­ung, wenn auch nicht zahlenmäßig, so doch moralisch zu stark gewesen sei, um einen Parteibeschluß aus den An­schluß an die Freisinnige Vereinigung empfehlen zu können. So habe der Vorschlag eines Gegners der Fusion gesiegt, den Naumann und der Vorstand akzeptierten und den der Vorstand unmittelbar vor dem Parteitag zu seinem An­trag machte. Man verzichtete daraus, eine bestimmte gemeinsame Parole für bie parteipolitische Zukunft der bisherigen Nationalsozialen auszugeben. Tarin gab man von feiten des Vorstandes den Fusionsgegnern nach. Diese aber haben damit erreicht, was für sie überhaupt noch er­reichbar war, nachdem eine Fortsetzung der national- sozialen Parteipolitik im bisherigen Rahmen ausgeschlossen erscheinen mußte; denn sobald der Parteitag als solcher nicht den Anschluß an die Freisinnigen empfahl, wurde dieser Anschluß eine Privatsache derer, die dazu Lust hatten, nicht eine offizielle Parteiparole der bisherigen national­sozialen Bewegung, wie es der eigentliche Wunsch Nau-- manns und der anderen Fusionsfreunde gewesen war.

Allerhand Neues von Bebel und vomVorwärts".

Bebel veröffentlicht in derLeipz. Volksztg." zwei vomVorw." abgelehnte Erklärungen zur Vice- Präsidentenfrage und richtet die heftigsten An­klagen gegen den Vorwärts, Auer und Ge­rts et). Er erklärt, man habe ihn mundtot machen wollen, und stellt in Dresden eine gewaltige Gene- ralabrechnun g in Aussicht.

Wie der ,Morw." mitteilt, ist der wegen der Kaiser- rnselasfaire vor etwa 14 Tagen verhaftete Redakteur Leid gestern aus der Unt er) uchun gsh ast ent­lassen worden. Ferner meldet derVorw.", es ging ihm vor einigen Wochen ein Bries eines bei einem Ber­liner Regiment dienenden Soldaten zu, in welchem sich dieser in zum Teil erregten Worten über Mißstände in einer genau bezeichneten Kompagnie beschwerte. Es wurde Klage geführt über einen Hauptmann, unter dessen militärischen Anordnungen die Mannschaften schwer litten. Es wurde insbesondere ein Fall bezeichnet, in welchem die Lienstuberanstrengung zur Folge hatte, daß ein Soldat wegen Tiensluntauglichkeit entlassen werden mußte. Da bei der Redaktion desVorw." die Richtigkeit dieser An­gaben nicht kontrolliert werden konnte, machte ein Bericht­erstatter dem betreffenden Kommando Mittellung von der Beschwerde des So Daten, ohne dessen Namen zu nennen. Ter Oberst des Regiments erwiderte, daß eine Untersuchung nicht eingeleitet werden könne, weil der Beschwerdeführer nicht bekannt sei. Nach einiger Zeit wurde Rehbein vor oas Militärgericht geladen, wo er erfuhr, daß in der Tat der Soldat, dessen Name im Briefe genannt war, wegen Krankheit entlassen werden mußte. Tie Ueberanftreng- ungen seien aber nicht unmittelbare Ursache seiner Dienst- lntauglichkeit gewesen. Er sei vielmehr schon krank in die Armee eingetreten. 8iehbein wurde dringend nach dem Namen des Briefschreibers gefragt, lehnte aber jede Aus- kunst ab. Wegen der Zeugnisverweigerun g wurde Rehbein zu 10 Mk. Geldstrafe verurteilt und außerdem gestern morgen aus dem Bette heraus in seiner Wohnung verhaftet.

Deutsches Keich.

Berlin, 5. Sept. Die große Anlage vor dem Bran­denburger Tor mit den Denkmalen des Kaisers und der Kaiserin Friedrich soll nach einem jüngst vom Kaiser aus­gesprochenen Wunsche bestimmt am 18. Oktober, dem Ge­burtstage Kaiser Friedrichs, enthüllt werden.

Der Groß Herzog von Hessen trifft in Kiel zum Stapellauf des auf der Germaniawerst erbauten Linienschiffes£" am 17. d. M. ein. Da die Schwester- schisfe dieses Neubaus bereits die SchiffsnamenMecklen­burg",Braunschweig",Elsaß" rc. führen, darf es als feststehend betrachtet werden, daß der NeubauL" den NamenHessen" führen wird. Mit diesem Stapellaus wird das erste der für das Rechnungsjahr 1902 bewillig­ten Linienschiffe zu Wasser gebracht werden; der Schwester­neubauK", den der Stettiner Vulkan in Arbeit hat, soll erst im Lause des Winterhalbjahrs folgen. Am 22. Sep­tember soll dann der kleine KreuzerErsatz Zieten^, den die Danziger Marinewerft baute, gleichfalls von Stapel lausen. S. K. H. der Großherzog begiebt sich vorher zum Besuche des Prinzenpaares Heinrich nach Hemmelmark. In seiner Begleitung wird sich Generalmajor v. Wachter be­finden.

In einert allgemeinen Betrachtung hat diePost" die Zuschrift eines Lesers mitgeteilt, der aus angeblich sicherer Quelle erfahren haben will, daß Minister v. Mi­quel kurz vor seinem Tode folgendes geäußert habe:Es sei ihm früher die der französischen Regierung vor der Revolution nachgesagte Schwäche unbegreiflich er­schienen; jetzt, wo er sehen müsse, wie die deutsche Reichsregierung verfahre, sei er anderer Ansicht geworden."

Damaschke schreibt, er habe nicht die Absicht, den Bund der Bodenreformer, der politisch durchaus neutral sei, zu einer besonderen politischen Partei zusammen- zusühren. Eine solche Absicht sei daher auch nicht der Grund, weshalb er sich von der Fusion mit der Freisinnigen Ver­einigung ausschließe.

Tie Fortsetzung der Verhandlung des deutsch­russischen Handelsvertrages soll im November in Berlin stattfinden.

TieZukunft" teilt folgenden Vorfall mit:

Als neulich den Offizieren eines deutschen Schiffes im Hafen von New-Orleans die Zig- garren konfisziert wurden, die sie in Mexiko für ihre Verwandten eingekauft hatten, ging eine Beschwerde an Herrn Speck von Sternberg und an den Kanzler des Deutschen Reiches. Der Botschafter antwortete, ein Schiff müsse die Gesetze des Landes kennen, das es anläuft (in diesem Fall also eine seit Jahrzehnten obsolete Bestimm­ung von 1859); und aus Berlin kam der Bescheid:Der Reichskanzler wünscht, daß diese Angegen- t)eit fallen gelassen wird." (Welch ein Deutsch!) Kurz vorher hatten Engländer, die von demselben Mißgeschick betroffen worden waren, durch einen energischen Eingriff des Londoner Ma­rineamts ihr Eigentum zurückerhalten. Wo­mit denn wieder bewiesen wäre, daß Großbritannien mit den Vereinigten Staaten nicht so intim befreundet ist, wie das von Specky, dem Tüpfelchen, vertretene Reich.

Tie Verantwortung für diese Geschichte überlassen wir derZukunft".

DieVoss. Ztg." schreibt in einem Artikel:Das Wachstum der Sozialdemokratie auf dem Lande":Es gehört kein großesMaß von Intelligenz dazu, um einzusehen, daß gerade die Erhöhung der Agrarzölle auf dem Lande und in der Kleinstadt den Sozialdemokraten Wasser auf die Mühlen geliefert hat." Im Gegensatz zu dieser Ansicht steht eine Erklärung, die auf der Parteikonferenz für den Wahlkreis Friedber g-Bü­dingen der dort führendeGenosse" Bus old abge­geben hat:Der Zolltarif war in dem meist ländlichen Wahlkreise keine zugkräftige Wahlparole".

Dresden, 5. Sept. Der deutsche M i e t e r k o n g r e ß, der von Vertretern der -Stadt begrüßt wurde, sprach sich gegen private Mietschiedsgerichte, aber für Einigungs­ämter aus.

Leipzig, 5. Sept. Ter Beschwerde der wegen Maje - stätsbeleidigung verhafteten drei sozialdemo- kratischenRedak teure Lüttich, Hellmann und Schöps- lin wurde keine Folge gegeben. Unter dem Verdachte der Mittäterschaft wurde nun auch der Metteur derLeipz. Volksztg.", Max Schmidt, verhaftet.

Ausland.

Paris, 6. Sept. Nach Meldungen aus Algier wurde bei Elmungar ein Konvoy von Räuberbanden überfallen. Bei dem blutigen Kämpfe sind mehrere Offiziere und Sodaten getötet und verwun­det worden. Der Konvoy war von einer berittenen Kom­pagnie der Fremdenlegion begleitet. Einige Kaufleute, sowie zwei Frauen, die ebenfalls an dem Zuge teilnahmen, wer­den vermißt. Sie sind jedenfalls entführt.

Petit Journal" teilt mit, sowohl das Ministerium des Auswärtigen wie die russische Botschaft hätten erklärt, daß von einer nahe bevorstehenden Reise des Kaisers von Rußland nach Frankretch nicht die Rede sei.

Madrid, 6. Sept. Der Ministerrat ermächtigte die Bank von Spanien, die Zinsen der garantier­ten Anleihen der öffentlichen Schuld auf 4i/s Prozent zu erhöhen und genehmigte auch die Zu­lassung der mit Garantie spanischer Bankiers ausgestatteten marokkanischen Obligationen zur Notierung an free Börse

Wien, 6. Sept. Wie dasN. W. T." erfährt, wird

GrafBülow sich n i ch t in der Begleitung Kaiser Wil­helms auf dessen Reise nach Wien befinden.

Das Reiseprogramm des Zaren hat insofern eine Aenderung erfahren, als derselbe nach Beendigung der Hochwildjagden in Steiermark nicht mehr nach Wien zurückkehrt, sondern die Fahrt von dort direkt nach Darm­stadt fortsetzt. Ende Oktober wird der Zar in Begleitung der Zarin von Darmstadt nach Rom reisen.

Sofia, 5. Sept. Finanzmini ft er Manuschew ertrank am Lanvungssteg des Euxinograder Palais in­folge bewegter See und trotzdem Hilfe geleistet wurde.

S e m l i n, 6. Sept. Hier aus Nisch eingetroffene Meld­ungen bestätigen, daß auf König Peter ein A11en- ta tsversuch gemacht worden sei. Als er am Nachmittag in offenem Wagen das Palais verließ, wurhe der Wagen mit Steinen beworfen. In der Nähe des Palais wurde aus einem Hause ein Revolver schuß abgefeuert, der aber nicht traf. Der König wurde durch einen Steinwurs an der Wange verletzt.

New York, 5. Sept. Ein geistesgestörter deutsch-ame-- rikanischer Photograph wurde wegen Bedrohung des Lebens des Staatssekretärs Hay verhaftet. Er bat seit zehn Jahren das Staatsdepartement, ihm gegen die deutsche Regierung zu seinem vermeintlichen Recht zu verhelfen.

Iic Kauptvelsammtung des Kewervevereins für das Krotzyerzogtum

hat in Mainz jiattge-furuoen und wurde, wie uns von dort geschrieben wird, durch den Vorsitzenden der Zentralstelle für die Gewerbe, Regierungsrat Noack mit einer Begrüßungsanspracye der Gäste und Mit­glieder eröffnet. Als Vertreter der Regierung waren an­wesend Oberregierungsrat Dr. Holzinger-Darmstadt und Reg.-Assejsor Dr. Muller-Darmsradt, für die Provinzial­direktion Regierungsrat Kreisamtmaiin Steeg-Diainz.

Ter Vorsitzende gab zunächst einen kurzen Bericht aus der vielseitigen Tätigreit des Vereins. (Der ausführliche Be­richt ist uns bereits zugegangen. Wir werden davon einen Auszug bringen. D. Red.) Als Ort der nächsten Haupt­versammlung wurde hierauf mit großer Majorität Nidda gewählt. Lieber die Pensionskasse selbständiger Gewerbe­treibender berichtete hierauf der "Vorsitzende der Alters­und Invalid itätsversicherungsanstalt Darmstadt, Regier­ungsrat Tr. Dietz Der Redner führte u. a. folgendes aus: Versicherungstechniker hätten eine Anzahl Vorschläge zur Erleichterung der Versicherung gemacht, doch gebe es nur ein sicheres Mittel, die Z w a n g s v e r s i ch e r u n g, die man zwar nicht gern aceeptiere. Damit fei der Anschluß an die vorhandene Anstalt gegeben, wenn man in erster Linie die Invaliditäts-Versicherung und nicht die Altersver­sicherung ins Auge fasse. Durch das damit verbundene Heil- versahren, das keine andere Anstalt bieten könne, seien besondere Vorteile geboten; die Anstalt habe z. B. im Jahre 1902 1295 Personen mit einem Kostenaufwand von 380 000 Mk. das Heilverfahren zuteil werden lassen. Nötig sei hierbei auch, daß das gesamte Handwerk eingeschlossen werde, schon um das Gefühl der Zusammengehörigkeit aufrecht zu erhalten. An der anschließenden Diskussion beteiligten sich die Herren Heiles-Osfenbach, Engelbach- Darmftadt, Kahl-Darmstadt, Marvurg-Michelstadt, Mach­weit-Alzey, Petri-Gießen. Es geht daraus die all­gemeine Ansicht hervor, daß es wohl schwer sei, einen Staatszuschuß, der unbedingt erforderlich sei, zu erhalten, daß damit aber die Versicherung stehe oder falle. Dabei sollen bei Einkommen bis zu 2000 Mk. die bisherigen Lohn- rlassen zur Anwendmig kommen, lvährend bei Einkommen von 20005000 Mk. neue Lohnklassen gebildet werden müßten. Schließlich werden nachstehende Leitsätze mit großer Majorität angenommen:

Tie Hauptversammlung der Mitglieder des Landesge- werbevereins am 6. September zu Mainz beschließt:

1. Die Vereinsvorftände zu ersuchetl, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln dahm zu wirken, daß die selb­ständigen Handwerker von dem Rechte der Selbstversicher­ung beziehungsweise Weiterversrcherung gemäß § 14 des Jnvalidenversccherungsgesetzes Gebrauch machen.

2. An den Herrn Reichskanzler (Ministerium des Innern) die Bitte zu richten:

a) Die Frage der Erstreckung der Jnvalidenversicher- ungspflicht auf alle selbständigen Handwerker einer ein­gehenden Prüfung zu unterziehen uno die zu ihrer Herbei­führung erforderlichen Maßnahmen in die Wege zu leiten, indem durch Gesetz das Jnvalidenversicherungsgesetz auf alle selbständigen Handwerker ausgedehnt wird.

b) Für den Fall der Ausdehnung der Versicherungs­pflicht auf selbständige Handwerker ferner in Erwägung zu ziehen, ob nicht durch Schaffung weiterer Lohn- klassen (§ 32 des Jnvalidenversicherungsgesetzes) auch Renten von höhereni Betrage gewährt werden können.

Durch Gewerbeschulinspettor M e y e r - T a r m st a d t folgen hieraus Mitteilungen über den Stand des gewerb­lichen Unterrichtswesens in Hessen, aus denen hervorgeht, daß im Schuljahr 1902/03 in 114 Handwerkerscyulen 7900 Schüler unterrichtet wurden, also gegen das Vorfahr eine Zunahme von 600 Schülern. In den 42 gewerblichen Fort­bildungsschulen wurden 1119 Lchüler mehr wie Dori)er unterrichtet. Tas Gesamtresultat beträgt 12 769 Schüler und 64 Schülerinnen. Es ist ersichtlich in allen Schulen mit großem Fleiß gearbeitet worden.

Ter Vorsitzende Reg.-Rat Dr. Noack dankte dem Redner und hofft, daß durch rastloses Weiterstreben es bald gelingen werde, daß die dem Verein durch das Ber-