Erstes Blatt.
Mittwoch 4. Februar 1903
Deutsches Keich
angebracht wie nur möglich. D. Red.)
<**ipre8« 7.
Ähcefie für Depefchen, «hefceiu
FernIprechanIchluß Nr 5L
153. Jahrgang
Politische Tagesschau.
Gegen die geheiwe Wahl, die von dem Grafen Posodowskh als eine „sittliche Pflicht" bezeichnet worden ist, laufen die Reaktionären Tag aus. Tag em Sturm. u
— Zu der neuen Ketzerei in der Sozialdemokratie, dem Agrarprogramm des hessischen Landtagsabg. Dr. David, bemerkt die »Kreuzztg.-: „Wir bezweifeln, daß die sozialdemokratische Presse das David'sche Programm besprechen wird. Das ist nur so ein kleines Nebenprogramm für den Privatgebrauch. Daß darin aber das ganze marxistische Prinzip umgestoßen und die bisherige sozialdemokratische Agrarpolitik für bankerott erklärt wird, kann nicht bestritten werden. Gegen das David'sche Agrarprogramm sind die Bernstein'schen Ketzereien kaum der Rede roert.*
Stuttgart, 3. Febr. Die Kammer nahm die Volksschul-Novelle nach Ablehnung der sozialdemokratischen und demokratischen Anträge einstimmig nach dem Regierungsentwurf an, welcher an der geistlichen Ortsschul- aufslcht fest hält.
Aus Bayern, 3. Febr. Nach einem Bericht der
Aus dem Reichstage.
...... Beniner parlamentarischer Mitarbeiter schreibt
tmttnn 3. Februar:
jjnnfiW O.&Oe.A'* $oni^
r«"'K
M« b. f °be^
m,fuh|,ungen.
Minute.
&01 'urd zu ^orstrqßr, und
1304 r ^orstaub, 4 ta Nl
Herr® p 7,
Nr. 29
t»«Nch auUet Souutagl.
fce» ®tebener An-«g« werbe» tm Wechsel mit bem befftsche, LandwlN btt Gteheoer KamUie». Netter mermal in der EL«che beigelegt
Ro*m«tH>rud u. 8er- kf bei v r ühllche* Nnwerl^Vuch- u. 6t«*» köderet (Pietsch (ixben)
gier: lf°r 3 B°K
0ieße
Ausland.
London, 3. Febr. Es wurde die amtliche Mitteilung bekannt gegeben, daß der König an einem Anfall leichter Influenza leide, die völlig zufriedenstellend verlaufe. Es wird nötig sein, daß der König zwei bis drei Tage das Zimmer hütet.
Paris, 3. Febr. Die Zollkommission der Kammer stnnmle einem Anträge des Berichterstatter Debussy zu, wonach der Zoll auf K 0 hlarten und Sauerkraut aus 1,50 Frs. im Minimaltarif und auf 2,50 Frs. im Generaltarif für den Doppelzentner festgesetzt wird.
Madrid, 3. Febr. B u Hamaraist gefangen. (?) Nach einer Meldung aus Tanger fiel er nach der Schlacht, in der seine Anhänger flohen, in die £>änbe der Sultanskruppen, die ihn im Triumph auf einer Eselin durch die Sttaßen von Fez führten. Der Sultan soll den Verrätern 50 000 Tnros gezahlt haben. Zn Madrid ruft die Nachricht große Befriedigung lstiwor, da man nun hofft, daß wieder Ruhe in Marokko einziehen wird.
Zürich, 3. Febr. i.ebeu das Befinden des ehemaligen Präsidenten des Oranjefreistaates Steijn erfährt man aus Clärens am Genfer See, daß seine Gesundhett sich täglich bessere. <
Konstantinopel, 3. Febr. Die Pforte teilte den hiesigen Botschaftern einen Bericht des türkischen Handelsagenten in Rustschuk mit, welcher meldet, daß sieben bulgarische Banden, 6730 Mann stark, organisiert seien, und welcher die Namen der Bandenführer und Distrikte nennt, in denen sie operieren sollen. Die Hauptoperation oll vom Vilajet Saloniki ausgehen.
New York, 3. Febr. Der Senat nahm eine Bill an, derzufolge eine geheime Herabsetzung der Bahnrach ten verboten ist. Diese Bill ist gegen die Trusts gerichtet, ebenso eine vom Justizkomitee befür- wartend vorgelegte, wonach Prozesse gegen Trusts die chnellste Erledigung finden sollen.
London, 3. Febr. Eine Verordnung des Ackerbauamtes hebt das V i e h c i n f u h r v e r b 0 t aus Argentinien und Uruguay auf.
C a r acas, 3. Febr. Die Truppen des Führers der Aufständischen Matts unter Tucharme erlitten eine neue Niederlage, wobei 200 Aufständische, darunter 50 Offiziere gefangen genommen seien.
„Wie kommt die Regierung — schreibt in ihrer Wochenschau die ,Lreuzztg." — dazu, das müssen wir wiederholt fragen, gerade jetzt, wo mit dem allgemeinen ^."^r^recht der schändlichste Mißbrauch getrieben wird, m-e<.j®a^run3 Wahlgeheimnisses für eine „sittliche Mtcht" zu erklären? Unser großer erster Kanzler hat immer den entgegengesetzten Standpunkt vertreten. Offen vor aller Welt soll der Mann seine Meinung sagen: nur bann hat sie den Wert, kann sie ihn haben, den man jetzt der Verheimlichung ^schreiben möchte. Das war deutsch gedacht tm besten S'nne des Wortes. Die heutige Auffassung schmiegt sich den Interessen der Internationale an. ^as aber können wir weder für sittlich, noch für politisch klug hatten." ' 1 7/ J '
Gewiß ist die öffentliche Abgabe der Stimme der
Aus Stadl und Land.
Gießen, den 4. Februar 1903.
•* Geheimrat Haas. Wir meldeten vor einiger Zeit, Gel iinrat HaaS beabsichtige, in BenSheim-Erbach für den Reichstag nicht wieder zu kandidieren. Dieser Meldung wurde bald daraus von den ,N. Hess. Volksblck widersprochen. Jetzt wird unsere damalige Nachricht indeß von der „Köln. Volksztgck bestätigt. Dem genannten Blatte wird aus Bensheim geschrieben:
Der bisherige Vertreter des hessischen Wahlkreises Bensheim- Erbach, Geh. Regiernngsrat Haas, wird nicht mehr zum Reichstag kandidieren. In den 70er Jahren brachte es die Zentrumspartei aus eine ganz erhebliche Stimmenzahl, schwankend zwischen 3000 und 3800; 1884 aus 3081. Mit Ausnahme von 1890 wurde kein eigener Zenlrumskandwat mehr ausgestellt, sondern für andere Parteien im ersten Wahlgange gestimmt. Auf dem vorigjähriqen hesstichen ^acholikentage m Mainz bemerkte der Zentrumsaba. -tr. Schmitt: »Wir zählen nur dann, wenn wir uns zeigen, sonst nimmt man ferne Rücksicht auf uns/'
Tas bleibt abzuwarten.
LU. Der ordentliche Professor der klassischen Philologie an der Universität Basel, Dr. Erich Bet he, hat
„Münch. Zig." hat Dr. Heim in der geschlosicnen Delegiertenversammlung auf dem Zentrumsparteitag in München folgende, in den offiziellen Berichten allerdings nicht enthaltene, aber bislang unwidersprochen gebliebene Aeußemngen gemacht: Er bedauere, daß einige Blätter die Friedensschalmei in Bezug auf Minister v. PodewilS gc- blasen hätten; PodewilS sei für ihn keine andere Nummer als die Feilitzsch und Konsorten; wer in ein solches Ministerium gehe, müsse sich mit ihm hängen lassen; man werde PodewilS die schärfste Opposition zu machen haben.
Heer und Flotte.
Mit einer bemerkenswerten Neuerung wird jetzt ein Versuch in der Verwaltung der MilitLr- werkstatten gemacht. Die Direkttonen sämtlicher Fabriken der Militärverwaltung, die doch rein industrielle technische Betriebe sind, bestehen lediglich aus Offizieren. Diese Einrichtung rührt daher, daß in diesen Werkstätten bei ihren ersten Anfängen meistens Militärmannschaften arbeiteten, wie heute noch in den Bekleidungsämtern. Im Laufe der Jahre sind nun gegen die rein militärische Zusammensetzung der Leitung der königlichen Fabriken, insbesondere hinsichtlicb des Verkehrs mit den Arbeitern, Bedenken entstanden. Tie schon seit längerer Zett bestehenden Erwägungen wegen zeitgemäßer Umgestaltung der Direktionen haben nun dazu geführt, eine Probe zu machen mit einer anderweiten Zusammensetzung des Jn- stituttvorstandes. Es ist zu diesem Zweck auf Anordnung der Feldzeugmeisterei in das Direktorium eines Artillerie- konstruktwnsbureaus in Spandau ein Zivilbeamter aufgenommen worden, der, wie die Offiziere, Sitz und Stimme in der Leitung hat. Von dem Ergebnis dieses Versuches wird es abhängen, ob eine ergreifende Umgestaltung in den Leitungen der Militärwerkstätten zur Durchführung kommt.
'erein,
7 ’• »«bn,«:
Verhandlungen mit sichtlichem Interesse folgte.
Beim Etat des Reichs kanzlers schnitt der Führer de» Zentrums, Abg. Dr. Spahn, die Diäten- und die die Jesuitenfrage au, in dringlichen Worten Aus- kunst vom Reichskanzler heischend. Mit Ersolg. Graf Bülow war in der Lage, dem Zenttum wenigstens die teilweise Erfüllung des Wunsches bett, die Jesuiten in Aussicht stellen äu können, nämlich die Aufhebung des § 2 des Jesuitengesetzes, der die Aus w ei su n gs be fu g- nis enthält. Bestehen bleibt somit in Zukunft nur das Verbot der Niederlassung von Jesuiten in Deutschland. Abg I Dr. Spahn beeilte sich, dem Reichskarrzler den Dank des Zentrums und des katholischen Volkes zum Ausdruck zu bringen, vergaß aber nicht, hinzuzufügen, daß eitel Zu- ftiedenheit nur platzgveisen werde bei völliger Aufhebung de. Jesuttengesetzes. Sehr viel weniger befriedigte, was Graf Bülow bezüglich der Diäten mttteilte oder richtiger nicht mitteilte. Er erklärte nämlich, heute nicht sagen zu können, ob der Bundesrat dem Reichs tagsbeschluß über die Diäten zu st im men werde. Was der Reichskanzler über die Bedenken der verbündeten Regierungen ausführte, aus dem Gebäude der Reichs- Verfassung einen Stein herauszunehmen, das läßt nicht erwarten, daß der Bundesrat in absehbarer Zeit zur Diätenbewilligung im Sinne des Reichstages sich verstehen werde. Abg. Basser mann (nl.) bezeichnete es als höchst wünschenswert, daß die Regierungen angesichts der Neuwahlen nochmals in Erwägungen über die Gewährung von Diäten eintteten, während Abg. Fürst Bismarck (wild) sich be- müljte, den Reichskanzler gegen dtt Tiätenbewttligung ^Berlin, 3. Febr. Der Kaiser sprach heute wieder „scharf zu machen", da diese nur geeignet sei, das Parla- beim Reichskanzler vor. Später hörte er im Schloße die wr^I-L^ri^eren' rechts. Daran, Vorträge des Chefs des Militärkabinetts und des Chess des
- - «* 4SSS D.^Vo^m^r (Soz^tttt, dann"wuw er^b« Kc^ienmg ~ ^us Wunsch des Kaisers unternimmt, wie die „Schl, in irgend einer für diese bedeutungsvolle Frage ©iitgegen- 3*9-" ^tdet, Negiernngsprapdent Dr. Holtz aus Oppeln kommen bezeigen müssen. „Wenn Du hoben willst, so m nächster Zeit eine Studienreise nach Amerika.
gib!" Leichten Kaufes läßt Graf Bülow dieses Aequioalent — Die „Post" erfährt an maßgebender Stelle, daß die Jedenfalls nicht aus der Hand, so, wenig er persönlich der Nachricht von der (Ernennung des Herrn v. Prollius zum Zwectmaßrgkeit der Diäten sich verschließt, wie er auch heute G esandten in Venezuela auf einem Irrtum beruhe ^Uvertt)tgkett der Neuemteilung Designiett für diesen Posten ist seit längerer Zeit wie ander.' ^°ch wA--..d «bgÄch^/r ®rS'^t8®)afrine jÄf nK’™" wird der Generalkonsul P-lldram. <Eine Mg. Fürsten Bismarck richtet- und dt/H-!ltung les Ä ^r l-^gen Zett war- ja auch so un.
ueichrkanzlers in der Diätensrage „ins rechte Licht rückte" 1”"r mAnhA' ® 1
Aufs nachdrücklichste oposttophierte Richter die süddeutsche n Regierungen, die ein wett größeres Interesse an der Diätengewährung hatten, als die preußische Regierung, da die su-ddeutschen Abgeordneten am weiften den Sitzungen jetzt fernblieben. (Das ist leider nur zu wahr! Aber die Wählerschaft braucht ja tvuch nur solche Männer in den Reichstag zu wählen, die sich zu regelmäßiger Teilnahme an dessen Sitzungen voiher voerpflichten. D. Red.) Die Verfassung sei überdies schon «Ländert worden bei Einführung der fünfjährigen Legis- l»üturperiode, diese Bedenken könnten also nicht entscheideiid fiein. Dem Bedauern der Nattonalliberalen über das Ent- uegenkommen der Regierung betreffs der Jesutten aab wm Schluß Abg. Dr. Hasse Ausdruck. ü
monat
sietzenerAnMger«
W General-Anzeiger ” **
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
in..... __-elqenleit: Han« veck
661| An Will roub vor )|iem ab bei mDzem fil . ßeu^niguteHerpiltgungiLtii'' lchij genommen. Ääh. i d. ir.
wllnichl stfsttj»«,k, IvUfli fjdus/. erz. nuileiic. amt m. grvfc. tkniHflei. . ptrrei (aud) oijnt Hem./ m.) ifanßlfclittenr, Btrlls S. 42. j*
»llub ern te.- vrtadcht Der ialM (r-
■en dem 12. Dez. M ,
nemipausvenvallerro»!^ Braune Briefer Zeichner mit H. J, W ^zugebm gegen gute B ; lmkchipta^aß.-----
am., “ Mtz
La
^ife? o^eichuete Kriegsschiffs tob elle m der Won^halle des Reichstags Ausstellung ge- en. Sie enthält eme vergleichende Zusammenstellung Linienschiffe Deutschlaiids und Englands, die das bedeutende llebergewicht des Jnselreichs veranschaulicht. Die Tabelle war Geaenstand deS lebhaften Interesses der Par- Um en tarier, und nicht wenige glaubten, hierin ein An- -ercyen für das baldige Erscheinen einer neuen Marinevorlage sehen zu sollen. Muli gab hie und da der Vermutung Ausdruck, daß der Venezuela-Konsiikt auf die Forderung der Ausland schiffe beschleunigend einwirken könnte. Wir erinnern bei diesem Anlaß, daß wir bereits rm Sommer vorigen Jahres die Möglichkeit andeuteten, es werde seinerzeit der Ausbau der Auslands flotte nicht durch Vermehrung der Kreuzer, sondern durch ein neues -ch^nschiffsgeschwader erfolgen. Nun, dieser Oicichstag
SftI,a mii I h ’V’Ua« Abgabe ber Stimme de,
„häuslichen Sorgen", mit sttnem eigenen Etat. Da tourS bcSnauiiQ11 ^b^'e 1°^ unerIdJ3n.^e
den mancherlei Wünsche laut: nach Besser stelluna der ^^ung -die soziale U u a b hangigkeit der Hilfsbeamten des Parlaments, hinsichtlich der ?r-reifabr- X' e folgen dieses Uebelitandes soll durch die
karten, des Verkehrs zwischen Publilum und Abaeordne- ^^pOntgegengetreten werden, und die Tatsache,
ten - der zur Zeit aller Dinge aufs äus^rste ettck^ der geheimen Wahl vielfach illusorisch ge-
ist — und in Bezug auf die Geschäflsordnmla. Lier kam wird, zwingt dazu, das Wahlgeheimnis mit noch es zu einem Zusammenstoß zwischen den §'bg. Sinacr ™ ift ber ^fofier-
(Soz.) und Dr. Bachem (Ztt.i. Tie Leeren faaten lirfi häßlichste daran ist doch seine
gegenseitig „Aufrichtigreiten" wegeii des Verballens Lr I gewaltige Unwille der Reaktionäre
Majorität und Minorität bei den Zolltariskämpfeii. Auch Maße^^bEmen ^twendigkeit in doppeltem
Mrg. Dr. Pachnicke (fr. Vg.) gedachte der stürmischen De- U 5 bestätigen. _______
frembertage und wünschte eine Ausgabe der Gesckiäfts- k 9 <>. r r , 3
ordnung in dn: Art eines Handbuchs der parlamentarischen Man sckweib^um^ ^tengeseheS.
Praxis^ aus dem sich ein sicheres Urteil gewinnen läU S V ö-euruar;
über die Auslegung der verschiedenen Besttrnmnngen n’k Ueberraschungen reichen Zett
ein nicht unberechtigter Wunsch. Als Abg. Beckh-Koburg LftüHnr?^
(fr. Vp.) darüber klagte, daß das Reichsägsgebäude nlit ^^o^^ ^i Reichstag verkündigte: chie 2lu,Hebung seinen ttiegerischen Emblemen wie ein Zeughaus aus sehe ^rur ^llusweiiungsbefugnis). Daß
betrat Prinz Heinrich von Preußen in Admiralsunifvnn Ävn9 ^"ttengesetzes eine Mehrheit
mit feinem^ Wuta7ten bic^öoiLae (Sofort beaab firf^^u^e3r^ei:ungen bered Trnben werde, das mußte
Vizepräsident Graf Stolberg zu dem hohen (tofl 9ber den langer Zett durchaus zweifelhaft erscheinen.
Berbandlunaen mit firhttiM oen d«: Kamps um den Zolltarif wogte, tauchte eines
Tages das Gerücht aus, das Zeittrum habe sich für seine Hilfeleistung die Aufhebung des § 2 des Jesuitengesetzes I ausbedungen. Wir gaben damals die sehr bestimmt lautende Aeußerung aus Zenttumskreisen wieder, daß nicht mit einem Wort dies Thema ztvischen der Oiegierung und den Zentrums führ etn, bei (Megcnljeit ber Tarifverhandlungen, erwähnt worden sei, und daß das Zentrum zudem nur die Aushebung des ganzen Gesetzes ats befriedigend betrachten könne. Diese Information tourde kurz daraus von Zentrumsblättern bestätigt. Wie man sieht, hat Graf Bülow Gedanken zu erraten verstanden, beim wesentlich auf seine Bemühungen dürste die Beseit.gung der Schwie- rigfeiten zurückzuführen fein. „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft". Von einer stolzen Zurückweisung dieser Gabe, gewissermaßen als eine Zumutung, wovon auf Katholikentagen und in Zentrumsversammlungen die Rede gewesen ist, so oft man • sich mit dieser Forderung be- schäftstzte, war heute im Reichstag nichts zu bemerken, sonst hätte der Abg. Dr. Spahn nicht so warmen Dank für das katholische Volk abgestattet. Immerhin betrachtet das Zenttum die Aufhebung bad § 2 des Jesuitengesetzes aucy nur als eine Abschlagszahlung. Es scheint allerdings, wie die Tinge liegen, und in der sicheren Voraussicht, daß das Zentrum noch für eine gute Wette die ausschlaggebende Partei bleiben wird, die Aufhebung des gan- zen Gesetzes nur eine Frage der Zeit zu sein.
Offenen unter Nr. M du Lxped. d. Bl, iki» Lchumrcparaior^ . «luhlstecht. Geschäft IW sich jeyi i-tL 16* iNeajtabt li.
vrau H. Htyer.
wasche HrdU a^eu. atbü^tu und aiiie» essen Lrednepir. 33, lll,^(: H-s. Lehrer, j« Uubüöuuö (einer slchr W, n bet Äadl wohnen chmde BeschMhunL litiU. mL 91t. 934 tt. o. {rrp. etteu;.


