Ausgabe 
3.7.1903 Zweites Blatt
 
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Z>er Jahresbericht der Kroßh. Kandelskammer

Parteileitung in Mainz soll nach demDarmst. Tägl.

Partei Mißbilligung" erfahren

salzendes

gespielt, fand großen Beifall.

* DaS Verhalten

der nationalliberalen

bildeten im Mittelgange der Kirche Spalier. Einen besonders hübschen Eindruck machte es, daß die äußeren Plätze der Bank am Mittelgang von kleinen weißgekleideten Mädchen besetzt waren, deren duftige Kleidchen rote Schleifen schmückten. Die goldglitzerndcn Uniformen der Offiziere vereinten sich mit den eleganten und vornehmen Toiletten der Damen und dem ernsten Schwarz, in das die Herren gekleidet waren, zu einem sehr eindrucksvollen Bild. Der Groß Herzog, der für jeden Empfang gedankt hatte, war um 9 Uhr 50 Min. auf dem

waltungSbeamten betr.: Antrag der?lbgg. Dr. FrenayI und Genossen, Aushebung der Beiträge zur Großherzoglichen Offizier-Witwen und Waisenkasse, sowie zur Un­terossizierkasse betr.; Antrag der Abgg. SchönbergerI und Genossen, gesetzliche Regelung des Milch Verkaufs betr.: Antrag der Abgg. Schönberger und 22 Genossen, die Nebernahme sämtUcher VolkSschulla sten auf den Staat bett.; Antrag deS Abg. Wolf, die meßbriefliche Wahrung der .zeitlichen landwi rtschaftUchen'Kul­turveränderungen in den Grundbüchern und Cteuerkatastern betr.; Vorstellung des Eisenbahnkommiteek Mücke Ulrichstein, das Bahnprojekt Mücke Ulrich­stein Rirfeld bett.; Vorstellung deS Zugführers Port zu Gießen, "anderweite Feststellung seines Besoldungsdienst' alter« bett.; Vorstellung von Gehülfen im mittleren Eisenbahndienst, ihre dienstlichen Verhältnisse jett.; Wahl eines Mitgliedes in den vierten Ausschuß an Stelle des auSgeschiedenenen Mitgliedes Langenbach: Wahl eines Mitgliedes in den Ausschuß für den Gesetz­entwurf, die Landstände betr., an Stelle deS zurückgetre- jenen Abg. Dr. Heidenreich; Antrag zur Geschäfts- -rdnung, die Wahl eines Ausschußes für den in Aussicht stehenden Entwurf eines L a n d w irt s ch a ftSk am me r- Gesetzes eventl. Wahl der Mitglieder dieses Ausschusies; Regierungsvorlage, die Großh. Offizier-Witwen- und Waisenkasse sowie die Unteroffiziet-Witwen- kasse betr.; Regierungsvorlage, Verkauf des Steuer- kommissatiatSgebäudeS zu Friedberg und Erricht­ung eines Steuerverwaltungsgebäudes daselbst bett.; Regier­ungsvorlage, die Tiefbohrung auf Sool- und Thermalwafler in Bad Salzhausen betr.; Regierungsvorlage, die Ver­äußerung von fiskalischen Grundstücken betr*

* Die Eröffnung deS neuen Friedhofes fand am Mittwoch statt. Auf ihm sollen bis heute drei Personen begraben werden, und zwar beute ein 6 Monate altes Kind, morgen nachmittag ein 2* ^jähriges Kind, und als dritter Tote ein armer Taglöhner, der seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht hat. Die Beerdigung, bei der sich aus Anlaß der Eröffnung deS neuen Friedhofes der Stadtvorstand beteiligen wird, liegt bis jetzt noch nicht vor, da der betr. Verstorbene eine erwachsene Person sein muß, die mit kirch­licher Beteiligung zu Grabe getrageu wird.

Verhaftung. Den Betrüger, der den Schwindel mit den Drahtstiften zum Nachteil der Spediteure verübt hat, über welchen wir warnend berichtet haben, scheint man gefaßt zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat einen Mann in Hast genommen, der früher Eisenbahnbediensteter gewesen ist und später bei derselben Drahtstiftfabrik im Geschäft war, welche bei dem Betrug als Absender der Ware bezeichnet war. Der beste Beweis, daß man den richtigen Vogel ein­gefangen hat, ist aber, daß deffen Handschrift auf den ersten Blick derjenigen auf ein Haar gleicht, welche auf den ver­fälschten Frachtbriefen sich befindet.

DaS Geschäft in Baumaterialien in unserer Provinz erfreute sich bisher einer überaus günstigen Lage. Die Kalk, und Ziegelwerke m unserer Umgebung haben nicht! nur über mangelnden Absatz nicht zu klagen, sondern befinden sich im flottesten Betriebe und hoffen auch, daß der Geschäfts- gang die Saison über so bleiben wird. Ganz besonders günstig für die Branche ist, daß in diesem Jahre auch auf dem Lande eine überaus rege Bautätigkeit herrscht.

- Unsere Militärkapelle spielte gestern abend im Garten de§ Neuen SaalbaueS mit großem Erfolg vor dem ihr treuen musikliebenden Publikum Gießens. Hatten auch die festlichen Veranstaltungen der letzten Tage veranlaßt, daß die Zahl der gewöhnlichen Besucher der Abonnementkonzerte diesmal nicht vollzählig war, so war doch der schöne Garten recht lebhaft gesellschaftlich belebt. Musikdirektor Krauße hatte sehr interessante, gern gehörte Stücke auf das Programm geschrieben. Ein Teil der Nummern ist gestern schon an dieser Stelle bekannt geworden. Die beiden Wagner-Nummern, Quintett aus denMeistersingern" und Fantasie auSLohen- grin" übten, sehr gut wiedergegeben, ihre alte, nie versiechende Wirkung au§. Ein Solo für Posaunen, von Herrn Trinks

Hießen

für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach ist soeben erschienen. Er umfaßt 97 Seiten und berichtet im All­gemeinen Teil über Handelskammergesetz und innere Angelegenheiten der Handelskammer, sowie über Unter­richts-, Verkehrsverhältnisse, Bankwesen usw., Versicherung, Gericht, Steuern, Zölle, Arbeiter- und Arbeitsangelegen-' hieten und Verschiedenes. Die Berichte über die einzelnen Industrie- und Handelszweige haben einen breiteren Raum im besonderen Teil erhalten. In einer sehr inter­essanten Einleitung ist ein kurzer Bericht, über die allge­meine Lage von Handel und Industrie im Jahre 1902.

LandeSausschuffeS zur Verhandlung gebracht werden. Bekanntlich hat die Mainzer Parteileitung sich entschlossen gehabt, in der Stichwahl zwischen dem Zentrumskandidaten Geh. Posttat König und dem Sozialdemokraten Dr. David keine bestimmte Marschroute abzugeben. Der nationalliberale Landesausschuß hatte dagegen das Eintreten für den Zen- ttumskandidaten befürwortet.

* .Flora und Vegetation deS Vogelsbergs". Unter diesem Titel ist soeben im Verlage von Emil Roth ein 130 Seiten zählendes Schriftchen von Dr. Ludwig Spilger erschienen. Professor Dr. Hansen, der Direktor des hiesigen botanischen Gartens, empfiehlt das Büchelchen den Studierenden und Freunden des Vogelsbergs.

* Ein komischer Kauz. Die Wetterprognose Falbs für die ersten Tage des Juli lautet: 1. bis 7.: Es finden ausgebreitete und sehr ergiebige Regen statt, die nur vereinzelt von Gewittern stammen. Die Temperatur liegt allenthalben tief unter der no rmalen.

Kreissäge zurückgeschleudert wurde. Der Verunglückte wurde alsbald in das Krankenhaus in Hungen verbracht, wo er die erste ärztliche Hilfe fand.

r. Odenhausen b. Lollar, 2. Juli. Wie wir hören,

Anz." ,in weiten Kreisen der haben und in der nächsten Sitzung des nationalliberalen

wird unser allverehrter Pfarrer Lindenborn am nächsten Sonntag seine Abschiedspredigt halten. Bereits längere Zeit trug sich der geliebte Seelsorger mit dem Gedanken, in den wohlverdienten' Ruhestand zu treten. Heber 30 Jahre hat er hier gewirkt. Es waren 7 Bewerbungen für die hiesige ------- , , ,

Pfarrstelle eingegangen, wovon die Pfarrer Harn ei- Zentralbahnhofe eingetroffen, begleitet von Generaladiutant Barmen und Sproedt, zur Zeit in Cappeln bei Moers, in u. Röder und Oberstallmeister v. Riedesel. Als der Großherzog die engere Wahl kamen. Die vereinigte Kirchengemeinde in die Vorhalle der Kirche gekommen war, blieb er stehen und Odenhausen-Salzböden entschied sich zuletzt für Pfarrer schaute gespannt in das Innere der Kirche, wo auf dem Altar Sproedt, welcher längere Zeit als Synodalvikar zu Wetzlar die elektrischen Lichter erstrahlten. Prälat Walz hieß lhn wirkte und daher bereits in vielen Landgemeinden als ein willkommen. Dann überschritt der Großherzog langsam, ge- beliebter Prediger hinreichend bekannt ist. folgt von der glänzenden Suite, die Schwelle des Gottes-

G-.-D. Darmstadt, 2. Juli. Dem Vorstande de§ Hauses. Sowie der Großherzog das Gotteshaus betrat und Darnistadt'er Journalisten- und Schriftsteller-VereinS sind aus durch die Menge, die sich erhoben hatte, schritt ertönte macht- Anlaß der vorgestrigen Einweihung des Darmstädter Goethe- voll von 32 Posaunisten:Ein feste Burg ist unser Gott", den km als eine große Anzahl GlückwunschdepeschenDie Weiherede verlas Prälat D. Walz, die Festrede hielt und Begrüßungsschreiben zugegangen. So telegraphiert Pro- Kirchenrat Frohn Häuser. Nach Schluß der Feier fuhr fessor Dr. Erich Schmidt in Berlin kurz und bündig: der Großherzog mit Begleitung unter freudigen Begrußungs- Griiß und Heil!", während ein anderer berühmter Goethe- rufen der Menge zu dem Provinzialdirektor Gehenne- forscher, Geh. Hofrat Prof. Dr. Suphan, der Direktor des rat Freiherr von Gagern, um dort das Frühstück emzunehmew Goethe- und Schiller-ArchivS in Weimar, u. a. schrieb:In- Die Abreise nach Darmstadt erfolgte kurz nach 3 Uhr. dem ich meinen aufrichtigen Dank für die mich höchlich ehrende w. Dutenhofen, 2. Juli. Gestern nachmittag kamen Einladung ausspreche, bezeuge ich zugleich den freudigen An- die ausgedehnten Gemeindegrasflächen zu beiden Seiten teil den ich an dem Gelingen deS edlen Werkes nehme, und der Lahn zur Versteigerung. Da die durch die Gunst der l sende zu der festlichen Stunde herzlichen Glückwunsch von der Witterung so rasch beendete Heuernte hier und tu der ganzen Stätte meines Wirkens mit meinen Archivgenoffen!" Von Umgegend gegen frühere Jahre verhältnismäßig knapp aus- dem Deutschen Journalisten- und Schriftsteller-Verein für gefallen ist, so war die gestrige Heugrasverlteigerung von Mähren und Schlesien traf folgende Depesche ein:Wir auswärtigen Käufern sehr stark besucht, die die Preise auf senden Ihnen zu der schönen Feier die herzlichsten Grüße eine hier zu Lande nicht gewohnte Höhe trieben. Dadurch Möge das Denkmal den Beschauer nicht bloß an den großen hat unsere Gemeinde einen nicht geahnten Erlös erzielt, zu- Dichter erinnern, sondern ihn auch immer wieder zu dem mal der diesjährige Stand des Grases sehr zu wünschen ewig frisch quellenden Born seiner Dichtungen zuriickführen. übrig ließ. Allein die anhaltende Trockenheit, infolge deren Professor Emil Söffe, Präsident." Ihr Nichterscheinen bei sich fast überall ein Mangel an Grünfutter bemerkbar macht, - der Feier hatten u. a. entschuldigen lassen: Wirkl. Geheime- mögen diese erhöhten Preise wohl mit veranlaßt haben; denn rat Dr v Knorr Exz., Generaladjutant General v. Wachter was an Grünfutter fehlt, muß bei der alltäglichen Fütterrmg Erz., der Rektor der Landesuniversität Gießen, Profeffor D. das Dörrfutter ersetzen. Unserer Gemeinde, die in ihren Ge- Krüger, Kammerpräsident Geh. RegierungSrat Haas, Ge- meindeeinnahmen in erster Linie auf ihre Gememdewlesen an* heimerat Dr. Kittler, Profeffor Christiansen, KreiSrat gewiesen ist, da der Wald fast gänzlich fehlt, ist der gestrige o. Hahn in Oppenheim, Gymnasialdirektor Profeffor Dr. Erlös wohl zu gönnen, zumal da sie im laufenden Jahr Löbell in Friedberg, Profeffor Dr. Schleierinacher in Karls- bedeutende Ausgaben zu machen hat. Wir wollen nur an ruhc :c< die Errichtung der Güterverladestelle, die Beschaffung eines

R. B. Darmstadt, 3. Juli. Wie aus sicherer Quelle weiteren SchulraumeS sowie die Anstellung eines dritten verlautet, hat der Kais'er von Rußland die bestimmtesLehrers und den Umbau unserer Kirche erinnern. Mitteilung hierher gelangen laffen, daß er mit der Zarinj dem Großherzoglichen Hofe schon Anfang September **

§ Holzheim, 2. Juli. Heute nachmittag brach in der Hofraite der Witwe Georg Grieb II. ein Brand aus, welcher bei der herrschenden Dürre von der Scheuer aus rasch um sich griff. Da wegen der Trockenheit auch Waffermangel ein* getreten war, enstand Großfeuer, dem bis 7 Uhr etwa Tagen ihren Anfang nimmt, so seren unsere Leser hiermit dustrie und Handel günstige und langfristige Handels- 10 Scheunen und 3 Hofraiten mit Nebengebäuden zum Opfer auf diesen letzteren Umstand ganz, besonders aufmerksam vertrüge abzuschließen bestrebt sein werden, 'so sehr muß fielen. Die Besitzer haben nur teilweise versichert. Ueber die gemacht. . man doch anoererseits Besorgnisse hegen, ob die neuen

Entstehungsursache des Feuers ist Bestimmtes noch nicht " ........... ~ .......

festgestellt.

b. Langd, 1. Juli. Auf der durch den hiesigen Zimmermeister Hübner vor einigen Wochen hier errichteten Holzschneiderei verunglückte heute nachmittag 4 Uhr der erst 15 Jahre alte Lehrling Wilhelm Knorr von hier, indem ihm beim Lrttcnichneiden mrch die Kreissäge die linke Hand mitten durch den Handteller vollständig abgeschnitten ivurde. Das Unglück soll oadurch geschehen sein, daß das von dem Sßerunfllücften auin Durchziehen angefaßte Stück Holz von der

einen längeren Besuch abstatten werde.

R. B. D a rm st a d t, 3. Juli. (Tel.) Den vielen gemein­nützigen Griindungen, die sich in den lebten Jahren in unserem Großherzogtum vollzogen, hat sich soeben eine neue hinzugeseUt: Ein hessischer gemeinnütziger Verein zur Vermittlung von Kur- und Land­aufenthalten". In der konstitutterenden Versammlung, die gestern abend im Palais-Restaurant stattfand, gab Ober­bergrat Prof. Chelius im Namen des provisorischien Aus­schusses einen Ueberblick über das, was der neue Verein erstrebt. Er will dafür eintreten, daß die wunderschönen Punkte in unserer hessischen Heimat, und deren Umgebung, im OdenwaU), Vogelsberg, Main- und Neckartal und ^hein-i^^^ heißt es' Hessen mehr und mehr dem Verkehr erschlossenund durch Beginn des Berichtsjahres vielfach gehegten

Verbesserung der allgemeinen Untx?T^unft§nel:f)a^tnlffe in (?rtüarhm5ßen, Faß der wirtschaftliche Rückgang, den vielen sck>onen Land- und Kuraufenthalten dem er-1 ^r dem Industrie und Handel seit dem Jahre 1900 holungsbedürftigen Publikum zugänglicher gemacht werden, Teiben nunmehr sein Ende erreicht und daß

als dies bisher der Fall ist. ^n unserem nerbofen ßci bereits eine Besserung begonnen habe, haben sich alter sei ein längerer oder kürzerer Sommeraufenthalt aus ^ider nicht erfüllt. Wenn sich auch am Anfänge dem Lande ein Bedürfnis für jedermann, doch nahmen tnelc be§ gaf)re§ 1902 in einzelnen Industriezweigen eine Besser- davon Abstand weck es an dem notigen Nachweis zweck- bemerkbar machte, so war diese doch nicht stark genug entsprechender, billiger^ Erholungsorte ehlc- und weil diel ^wn hinreichender Dauer, um gegenüber der all­letzteren meist so primitiver Natur hinsichtlich der Unter- n Stand zu halten. Von größeren

kunft und Verpflegung seien, daß man es vorziehe^ den tmc sie das Vorjahr brachte, blieb zwar

Schwarzwald oder die Schweiz, den Harz oder den Thüringer Berichtsjahr verschont, doch wurden jetzt auch Jn du- Wald aufzusuchen. Der von Oberfmanzrat Fuchsi ange- ftr . c . * öon be^ Rückschläge ergriffen, die regte Gedanke zur Bildung eines ^oprechenden H vorhergehenden Jahre hiervon nur relativ wenig be- Vereins sei von der preußisch-hessischen Eisenbahndirektton l^rl worden waren, wogegen wieder andere Erwerbs- Mainz, der hiesigen Stadtverwaltung, der Handelskammer . au§ ber ungünstigen Lage des Wirtschaftslebens usw. mit großer Sympathie ausgenommen worden, und aucv Urteil ziehen konnten. Verschärft wurde die rückläufige der Vorstand des Odenwaldklubs unddes Verkehrsvereins Regung in einzelnen Industriezweigen dadurch, daß die hätten sich zu eifrigster Forderung bneit erklärt Ober- taugftistigen Abschlüsse zu Beginn des Berichtsjahres ab- finanzrat Dr. Fuchs gab hrerzu noch nähere Dusführ- Iiejcn unb neue Aufträge nur zu sehr niedri- ungen und bemerkte, daß der Verein auch die Bestrebungen Reifen erlangt werden konnten.

zur Gewährung von Erholungsurlaub an die männlichen Ueber bie Neugestaltung der Handelsverträge und weiblichen Angestellten fördere und mit Hilfe eines L {rb bcm bricht folgendes ausgeführt: Mit größerer größeren Kreises von Verttauensmannern gewillt sei, leder- Besorgnis (als dembeispiellosen Aufschwung der Ver- mann unentgeltlich Auskunft zu erteilen und gute, preis-1 Diäten Staaten" und dem drohenden Konkurrenzkampf werte Unterkünfte, nicht nur Erholungs-, sondern auch für e{n ^oßer Teil unserer Industrie der

Kuraufenthalte, nachzuweisen. Herr Schneider, ..(.it- ^bnaestaltung unserer Handelsverträge mit dem Auslande glich der Eisenbahndirektion Mainz, begrüßte die. Bildung ^tqcgen. Wenn auch der einheimische Markt den wich- eines solchen Vereins mit großer Freude; gerade die Eisen-1^^» Abnehmer für die Erzeugnisse unserer Industrie bahnbehörde habe ein großes Interesse daran, ihren falb et, so darf doch nicht verkannt werden, daß wir auch

Tausenden zählenden Beamten und ''.lrbeitern Nivglichst I aut ben Absatz nach dem Aus lande angewiesen günstige Erholungsorte nachzuweisen. Auch Beigeordneter si^b^ cfas unsere Industrie nicht schwere Schädigungen Dr. Glässing sicherte dem Verein namens be§ Ober» Reiben. Wir bebürfcn daher günstiger Msatzverhältnisse bürgermeisters und der Stadtverwaltung eifrige Unter- nacf. b^ Auslande und langfti'stiger Handelsverträge, und stützung zu. Die nun erfolgte Statutenberatung ging glatt faerzu ist erforderlich, daß auch dem Auslande geeignete von statten, ebenso die Konstituierung des 23cmn3. errnäßwungeit unserer Tarifsätze geboten werden können, hatten sich bereits 68 Mitglieder im voraus angemeldet, Ermäßigungen sind aber für die wichtigsten land- sodaß mit den gestern abend Hinzugekommenen schvn das wirtschaftlichen Artikel durch die MiuimalzöNe ge- erste Hundert erreicht sein dürfte. Die Versammlung wählte vnnhen, und an vielen Jndustriezöllen hat schon die Kom- noch einen aus neun Personen bestehenden Vorstand, dar- Mission des Reichstags, deren Beschlüsse infolge der en bloc- nnter Oberfinanzrat Dr. Fuchs, Oberbergrctt^Professor Annahme des Zolltarifs im Plenum des Reichstags bei- Eh elius, Rechtsanwalts S ch n e eb erg er, Geh. Ober- vehalten wurden, solche Abstriche vorgenommen, daß sie forsttat Sey d ii. a. Sämtliche der genarmten Herren «ohne die betreffenden Jndusttiezweige ernstlich zu gefähr- wie auch der Geschäftsführer, Sekretär der ^ctrrebskranken- b^n, nicht oder nur wenig ermäßigt werden können. So lassen Harth, erklärten sich sofort zu jeder Auskunft- sifa man daher auch das Verttauen zu den Verbündeten | erteitung bereit Da bte ErholungsMt gerade in diesen Regierungen babcn kann, daß sic für Deutschlands In-

' . _ , _ .. ... - , I »null VVU) UHUCLVL City yvyvn, uv Uiv uvuvit

Mainz, 2. Jul. In feierlicher Weise ist heute morgen Handelsverträge dem heimischen Gewerbefleiß die erfvr- die Weihe der evc^ngel ischen ChristuSkirche in^Mainzberlichen Msatzmärkte im Auslande gewähren, vollzogen worden. Der Festlichkeit wohnten bei der Groß-! . ----- ----

Herzog von Heffen, die Minister und Ministerialräte, die 311 prIlliffhtPG

Generalität der Garnison und die Spitzen der Behörden. Die ~ l *

Kirche, zu deren Baufonds der Kaiser 25 000Mk. spendete, * Hamburg, 2. Juli. In einer Herberge de§ Stadt­macht einen prachtvollen Eindruck. Zwei kostbare, mit Gold teils St. Pauli wurde heute nacht ein Schmiedegeselle namens und Edelsteinen gezierte Decken der Kanzel sind eine Spende Deutschmann verhaftet, der einer schweren Bluttat des Großherzogs^ DemM. Tgbl." entnehmen wir noch beschuldigt wird. Deutschmann konnte erst nach heftiger Unteroffiziere des 117. Infanterie-Regiments I Gegenwehr überwältigt werden; er ist verdächttg, den Bild-