m einem Briefe über die Streitfrage, die infolge der Er
st osten in den Südstaaten entstanden ist, erklärt, er könne
glerchgittig ob diese bejahend oder verneinend laute, Aufklärung darüber geben, was der Vertrag enthält oder nicht enthält. Da der Vertrag aber geheim sei, könne er keine Antwort auf die Frage Eirmenis erteilen.
VergrößerungOestcrreich-Ungarns gleichwertige territoriale Kompensationen für Italien im Gefolge
Reichstages find von ihr« Kasseler Inspektionsreise zurück- gekehrt und werden in der nächsten Sitzung über die Ergeb- niffe der Lokalbesichtigung berichten.
Nach Durchberatung des Postetats und des Etats
-er Reichsdruckerei wird der Reichstag die zweite Lesung des Etats der Reichseisenbahnverwaltung und des Auswärtigen
haben solle und bittet die Regierung um Aufklärung. Minister Baceelli erwidert, er würde, wenn er eine Antwort gäbe,
nennung von Farbigen für Bund esbeamten-
Washington, 2. März. Präsident Roosevelt hat
besteigung gekräftigt zu sein.
— Deputierten kämm er. Eirmeni bringt das Gerücht zur Sprache, wonach gemäß den Bestimmungen des Dreibund-Vertrages jede eventuelle territorische
Schwurgericht.
P. Gießen, 3. März 1903.
Gestern vormittag wurde die diesmalige Tagung, des Schwurgerichts der Provinz Oberhessen durch den Vorsitzenden Landgerichtsrat Dornseiff eröffnet. Verhandelt wurde gegen den Arbeiter Wilhelm Pfeil von Rieder-Ofleiden, der des Wilderns und des versuchten Verbrechens des Tot-" schlages beschuldigt wird. Tie Anklage wurde vertreten durch Oberstaatsanwalt Theobald. Tie Verteidigung führte Justizrat Metz. Es waren Mehr wie 40 Zeugen, und als Sachverständiger der Büchsenmacher Dickore-Gießen zu hören; die Verhandlung ging infolgedessen erst abends gegen 9 Uhr zu Ende. v
wart verübten Mordversuchs, der ihm vorgeworfen wird, giebt der Angeklagte an, daß er am Tage der Tat, also am 30. Dezember nachmittags, um die Zeit, wo das^Verbrechen verübt sein soll, gar nicht in der Nähe des Tatortes gewesen sei. Er will an diesem Tage bis 2 Uhr nachmittags sich in einem Steinbruch bei Rieder-Ofleiden, und von 2 Uhr an bis zu seiner um 5 Uhr erfolgten Rückkunft in der Kieselgurgrube bei Rieder-Ofleiden aufgehalten haben, an letzterer Stelle um nach Str beit zu fragen. Der Angeklagte erklärt, wenn Zeugen aussagren, er sei am 30. Dezember in dem Steinbruch Hermanusberg, der in der Nähe des Tatortes liegt, gesehen worden, so müssen sie sich irren; in diesem Steinbruch will er am Tage zuvor, also am 29.
nirr cm mvjrujt uvjxTjtw, ivtraju- npn war. Auf dem Wege nach S?aufc fiel ihm dann ein, daß er den Menschen beim Steinklopfcw an der Herrenmühle an getroffen habe, und nun erinnerte er sich auch, daß man ihn den Steinklopfer als den Will). Pfeil bezeichnet hatte.. Der Zeuge hat den Vorfall im Walde sofort seinem Vorgesetzten gemeldet und auch der Gendarmerie angezeigt, und dieser gegenüber den Angeklagten als den Täter angegeben. Ter Verteidiger fragt den Zeugen, ob es richtig sei,,daß er gleich nach der Tat anderen Personen gegenüber sich geäußert habe, er wisse nicht, wer auf ihn geschossen. Jäger erklärt, dies sei richttg, er habe aber doch aus dienstlichen Gründen den Namen des Täters nicht sagen wollen. Mehrere^andere Zeugen bekunden, daß der Angeklagte am Tage der -tat den Steinbruch bei Meder-Osleiden statt um 2 Uhr mittags, wie er an gebe, schon um halb 12 Uhr vormittags verlassen Hobe, l Weiter sagen Zeugen besttmmt aus, des Angeklagten Pfeils Behauptung, am 30. Dezember in der Kieselguhrgrube bet Rieder-Ofleiden gewesen zu sein, sei unwahr, denn fie hatten ihn dann sehen müssen. Die Zeugen Lenz, Wilhelm und Fischer bekunden dann auf das Bestintmteste, daß Pfeil am 30. Dezember zwischen 3 und 4 Uhr in dem in der Nähe des Tatortes gelegenen Steinbruch am permannsberg gewesen ist und daß er von dort in der Richtung, wo die Tai geschehen, sich entfernt habe. Der Onkel des Angeklagten, welcher ebenfalls am Hermannsberg im Steinbruch beschas- Hat ist, bekundet aber, die drei Leute, welche aussagen, daß der Angeklagte im Steinbruch nakfy ihm gefragt habe, müßten sich im Datum irren, es sei dies am 29. Dezember gewesen. Die drei Zeugen bleiben indes dabet, daß Psetl am 30. Dezember am Äermannsberg gewesen ist.
Die beiden Söhne Mei' von der Aumühle bekuuden, daß sie den Angeklagten am 30. Dezember durch die Muhle haben gehen sehen. Der ältere von den Zeugen sagt aus, les sei am Rachmtttag gegen 3 Uhr gewesen, als Pfeil die Mühle passiert hat. Als er, der Zeuge, am nächsten Tage von der Tat hörte und erfuhr, daß Psell verhaftet sei, da habe er zu seinen Verwandten gesagt, es müsse der Pfeil am Tage vorher von der Mühle aus direkt nach dem Tatort geeilt fein, um den Schuß auf den Forstwart abzugeben. Der Zeuge kann jedoch keinen Anhaltspunkt I dafür angeben, daß er au cd sicher sei, daß es 3 Uhr gewesen wäre, als der Angeklagte die Aumühle passiert hat. Es wird nämlich festgestellt, daß es von dort bis zu der Stelle, wo der Schuß gefallen ist, ein Weg von 1—l1/* Stunden tst.
Der Fuhrmann Schlosser bekundet, daß Forstwart Jäger ihm erzählt habe, im Augenblick, in dem der Schuß ge fallen, fei er ganz erschrocken gewesen, das Gesicht des 1 Schützen sei ihm bekannt vorgekommen, und als er am Abend das Gesicht des Pfeil gesehen (bei dessen Verhaftung), da habe er gewußt, dieser sei der Richtige, der den Schuß abgegeben. Forstmeister Otto Bär-Homberg a. d. Ohm schildert, wie Jäger ihm gleich am 30. Dezember die Mel düng gemacht und dabei gesagt habe, an den Augen habe er den Täter erkannt, er glaube, es sei Pfeil, der aus ihn । geschossen habe. Forstmeister Bär hält den Forstwart Jager ; rür einen wahrheitsliebenden Menschen, der als Beamter Jim Dienste sehr gewissenhaft sei. Mehrere Zeugen bekunden übereinstimmend, daß sie den Schuß im Walde gehört haben, und kurz darauf sei der Forstwart Jäger zu ihnen ge kommen und habe ihnen den Vorfall erzählt, aber dabei erklärt, er habe den Menschen nicht erkannt. Dieser Bekundung gegenüber verweist der Vorsitzende darauf, daß Jäger aus dienstlichen Gründen geschwiegen habe. Rach der Ansicht des Büchsenmacher Dickors, der an Ort und Stelle die Wirkung des Schusses festgestellt, bestand die Ladung aus gesacktem Blei, das in Kugel- ober Schrotform gebracht und etwa 8—9 Millimeter stark gewesen fein müsse. Rach dem ganzen Befund hätte der Schutz unbedingt tödlich fein können, wenn er den Forstwart getroffen hätte. Die dem Sachverständigen vorgelegte Flobertpistole, welche beim Angeklagten vorgefunden wurde, sei sehr wohl, so begut achtet dieser, eine zur Jagdausübung geeignete Waffe. Dickoro erklärt ferner, daß die Auswahl der oorlieaenden Munition rc. für jemand, der nicht die Jagd ausübe, ein ungewöhnlich stattlicher Vorrat sei.
Rach geschlossener Beweisaufnahme werden den Gc- schworenen folgende Fragen vorgelegt:
„Ist der Angeklagte schuldig des Jagdvergehens?" „Ist der Angeklagte schuldig des Totschlagsoersuchs Auf Anttag des Verteidigers: „Liegen mübembe Um-
Amtes im Plenum vornehmen.
— In der Angelegenheit der Pensionsvers icherung der Privatbeamten wurde dem Komitee, welches sich in Aachen zur Verfolgung der Angelegenheit gebildet hat, sowie dem Verband reisenderKaufleute Deutschlands in Leipzig, welcher seinerzeit diese Versicherung zuerst in Deutschland anregte, eine Audienz im Reichsamt des Innern auf Verfügung des Staats- w fekretärs Grafen Posadowsky bewilligt. Den Vertretern Der Angeklagte, der 19 Jahre alt ist und schon einmal wurde eröffnet, daß die Regierung der Sache sympathisch wegen Körperverletzung vorbestraft worden ist, beftreitet die aegenüberstehe, zunächst aber folgendes von den Verbänden ihm zur Last gelegten Straftaten. Als Beweismittel ist .InonMeSung "'il dcc schon bchch-nd-n Jnoolch-nonsichowns 2°r'DE'csto'nd ■
denke, der schon zahlreiche Beamte angehoren, und 3. das fo(gcnber: Wilhelm Pfeil stand schon längere
statistische Material, bei dessen Beschaffung ihnen das Reichs- -ni D^trncht des Wilderns, er hat auch mit dem schon amt Unterstützung angedeihen lassen werde. ! häufig, zuletzt im September 1902 wegen Jagdvergehens
— mit i/3 Jahr Gefängnis bestraften Heinrich Wißner von!
Dannenrod verkehrt. Die Anklage wirft dem Pfeil vor, j^USlUllU* daß er im Jahre 1902 mehrere Male an Orten, an denen
Varis 2. März. Kriegsminister Andree plant die er zu jagen nicht berechtigt war, so in der Gemarkung Oberer <bpn Abteilung im Ofleiden und in den Wäldern der benachbarten Gemark-
Emrichtung einer k rie g s g e s ch i ch t ch 9 ungen die Jagd ausgeübt habe, und daß er ferner am 30.
großen Generalstabe nach preußischem Muster. Dezember 1902 zwischen Homberg niid Schabenbach ben
— Kammer. In der Fortsetzung der Beratung be§ 0emein^e|or|ttoart Johannes Jäger IV. von Homberg an Finanzgesetzes nimmt das Haus den Artikel 26, welcher eine | ^er ^hm zu töten versucht habe. Der Angeklagte gesteht Preiserhöhung für den in gewissen Grenzgebieten verkauften mehrfach im Besitz von Gewehren gewesen zu sein. Er sogenannten Zonen-Tabak bestimmt, an. habe immer Vergnügen an Waffen gehabt, fyabejiber nie
— Der frühere Präsident der Kammer, Deschanel, hielt damit gewildert; er wolle zugestehen, daß er Sonntags fleftem in Ghettos bei einem Gedenksest zu Ehren des wohl ins Few urck in den W-Ui> gegangen sei, er hnbe aber Generals der Reoolulwn Mareean eme Ansprache in der eü nn^aus Vögel schossen.,, H-Mrchtlich^e^geg^n den ,-orst- gegen die jüngste Rede des sozialistischen Deputierten Iaurss polemisiette und im Gegensatz zu dessen Erklärungen mehrere Aeußerungen DantonS und Lazare Carnots zitiette, welche für Frankreich die natürliche Grenze des alten Galliens mid Vereinigung mit den ehern. Brüdern fordern. Der „Temps" weist diese Stelle in der Ansprache Deschanels scharf zurück und sagt, diese Wotte könnten zu gefährlichen Auslegungen Anlaß geben. Die Theorie der natürlichen Grenze habe Frankreich nach Waterloo und die Theorie der Rationalität nach Sedan gefühtt. Wir brauchen eine starke Armee, aber es wäre strafwürdig, wenn wir nach einer
furchtbaren Lektion, welche die letzten hundett Jahre Dezember, gewesen sein.
uns erteilt haben, nach weit ausgreifenden Ideen Hierauf wird in die Zeugenvernehmung eingetreten: jagen würden. Das Gallien Eäsars ist nicht das heutige!Der Zeuge Klapp erklärt, er habe beim Angeklagten im Frankreich. Dieses hat bestimmte Pflichten. Man möge das vergangenen Jahre ein Flobertgewehr gesehen. Er und Volk lieber zur Erfüllung dieser Pflichten ermahnen, anstatt Pfeil seien mit der Waffe mindestens 7—8 Mal Sonntags in revolutionären Erscheinungen das Beispiel eines eroberungs-1 draußen in Feld unb Wald gewesen, es sei jedoch nur nach süchtigen Kosmopolitismus zu suchen, welches alles Mtß° Vögeln geschossen morden. Atld habe man me angetroffen tränen rechtfertigt und M-deAagen °°rb°r°itete woll^de/Wl "'When' Pfeil ^habk das öÄ'Bei
Slenne, 2. Marz. 800 Arbeiter ber n i I liefen Gängen unter dem Rock getragen. Der Oberstaats- nalen Waffenfabrik wurden gestern benachrichtigt, baß anroalt weist darauf hin, daß Zeuge Klapp in der .Vornnter- fie am 1. April entlassen werden. Es sind beim Kriegs- ^chung ausdrücklich deponiert habe, daß Pfeil auch dem minister Schritte unternommen worden, um denselben zur Wild nachgegangen sei. Es wird dies auch durch den Vor- Aufhebung dieser Maßregel zu veranlaßen. Die Angestellten sitzenden betätigt Der Zeuge erklärt auf eindringlichen der Waffenfabrik werden Mittwoch abend eine große Ver- Vorhalt, wenn es in seinem Protokoll stehe, so sei es richtig, inmmluna abhalten bann aber zieht er dieses Zugeständnis wieder zuruck, indem
Madrid 2 Märi Das Blatt Jmparcial" veröffent-!br meint, er könne nicht sagen, daß Pfeil dem Wild nachge- w ”:ä* ÄKÄtt » «sk KTäSSäSS fÄÄS des Sultans feien geschlagen und der Kriegsminister un^ Mittäter anzusehen sei. Der Landwirt
getödtet worden. Ein anderes Blatt behauptet, der ^-hron- Aionrad Bieker von Ober-Ofleiden deponiert: Er habe Prätendent fei bei dem Angriff verwundet worden.Lerere Gewehre geerbt und einen Toppelläufer an den (Der marokkanische Kriegsminister ist von spanischen Blättern Angeklagten für 5 Taler verkauft. Dieser habe bei bem schon mehrfach erschossen und der Prätendent schon mehrfach Handel seiner, Biekers Frau, gegenüber angegeben, er habe ertränft worben, so daß man auch der Meldung keinen einen Mann für die Waffe, bem er sie verkaufen wolle. Der nationalen Verbandes plane, der alle Arbeiter der ganzen .j von Wißner aus Ta.menrob gewesen. Er wisse nur noch, Wett angehören sollen, um auf em gegebenes Zeichen den I demselben gestanden hat, Wißner habe das Flobert-1 Generalstreik zu inszenieren. Der Ausschuß stehe augenblick- gewehr im Sttoh nicht finden können, er, Pfeil, der es ver- lich in Verbindung mit den spanischen Arbeiterverbänden, die steckt habe, solle es holen und zu Wißner bringen. Zeugin sich bereit erklärt hätten, dem internationalen Verbände bei- Margarethe Wolf erflärt, sie fei am 30. Dezember v. I. mtreten Im nächsten Ministerrate werden Mittel und Wege! gegen 5 Uhr in die Rühe des Tatortes gekommen, ba habe vorberaten werden, um die Ausführung eines solchen Planes sie einen Menschen gesehen, ,der nach Meber-Ofleiden zu „ hL.rn ' geeilt fei, fie glaube, der Groge nach fei es der Angeklagte
zu Dcrmrwcuu y, . r - mrtnftp2 ist n-r- gewesen. Hieraus wird der 60 Jahre alte Forstwart Jäger
Rom, 2. Marz Da^ BeNnden des Papstes rst ver- g^ufen. Der Vorsitzende, Landgerichtsrat
^altmsmaßlg gut. Cr schlief die vergangene Rächt olemuch Dornseiff ermahnt den Zeugen, unter dem Hinweis, daß er I ruhig. Heute überredete ihn Lappom, das Bett zu hüten, einzige Mensch sei, von dessen Aussage das Schicksal
um für die morgige Feier der 25 jährigen Thron- Angellagten abhänge, ja recht gewissenhaft mit seiner
Bekundung zu sein. — Jäger sagt aus, er sei gegen halb 2 Uhr am 30. Dezember in den Forst gegangen, um nach den Holzmachern zu sehen. Che er von den Holzhauerii fortgiug, wurde er gefragt, wie spät es sei und er habe sich überzeugt und die Antwort gegeben, daß es 10 Minuten vor 4 Uhr wäre. Hierauf habe er auf bem von Ho mb er A nach Schadenbach führenden Wege (der alten Grünbergerstraße) I nach Homberg zurück gehen wollen. Er könne etwa 10 Mi-^ nuten gegangen sein, da blieb er einen Augenblick stehen und vemahui nebenan im Gestrüpp des Waldes ein Geräusch. Er sah dann einen Menschen in gebückter Haltung sich bewegen, der ettvas in der Hand hatte, welches er für ein Beil gehalten habe. Zeuge bemerEt, daß. er bei der ganzen Situation au einen Holz.revel dachte und nicht im | geringsten vermutete, es mit einem Wilderer zu tun zu haben. Der Mensch sprang, als er seiner ansichtig wurde, zurück in die Buchenrausche, er eilte nach unb rief jenem . v . .. r . .. iu „Halt, was giebts ba". In diesem Moment habe er
die Farbe nicht mehr als den Glauben ober die Herkunft als ^er biden <gud}c, der Verfolgte etwa 18 bis 20 Schritte Schranke für die Bekleidung von Aemtern ansehcn. Die entfernt Hüller einem dicken Lärchenbaume gestanden. Tas Haltung vieler Bürger des Südens überrasche ihn, veranlaffe Gesicht auf der linken Seite hervorsleckend, halu: b.r Mensch ihn aber nicht, Haaresbreite von der Politik, die er sich vor- ihm §ugerufen: „Keinen Schritt weiter, oder ich schieße", gesetzt habe, abzugehen. «Er habe bann noch einen Schritt vorwärts gemacht und
— Der Senat hat nunmehr das Gesetz über bie| gerufen: „s)hir zu, ich fürchte mich nichtt, da trachte ein Einwan berung, das bereits von ber Kammer angenommen -chuß, dessen Feuer und Rauch er auch wahrgenommen wurde, ratifiziert. Das neue Gesetz verbietet die Landung ^^e-. ^^r Schutz ist. Wie er überzeugt l,,chg ) c von Arbeitern, deren Kontrakte im Auslande abgeschlossen ^chtt'da fd ihm^aber^von dem Gegner zugerufen: „Keinen wurden, ferner die Landung von Anarchisten unb die weiter, sonst schieß ich Dich tot." Der Zeuge erllärt, Landung von solchen Personen, die von gewissen Krank- er lv ; C<V1- / Dng ver Angeklagte es gewesen sei, heiten befallen sind unb von mittellosen Personen, sowieIva\ c ilm abgegeben habe, cr habe ihn er-
von Vorbestraften. Dagegen verbietet das Gesetz nicht trnni, schon an i ui Auge und an s. inem Gesicht Erhübe die Einwanderung von Personen, die weder lesen noch-schreibcn dann von dem Sc»!üneu abgcLiffen. Im ersten Moment habe können. | den Namen dcs Schüßen u-cku gleich gewußt, er habe
stände vor?" c ..
Nach erfolgter Rechtsbelehrung unb nachdem bie Ge. schworenen ca. 30 Minuten beraten, verkündet der Obmann bereit Wahrspruch, der auf Bejahung der beiden Schuldfragen lautet, aber auch bie Frage wegen ber mildernden llmftänbe bejaht. — Der Oberstaatsanwalt Theobald beantragt darauf, auf 3 Jahreund9 Monat Gefängnis zu erkennen. Demgemäß erkennt auch der Gerichtshof.
Bon dem Uuwettcr der letzten Tage das sich auch hier in Gießen sehr bemerkbar gemacht hak, liegen aus Nah unb Fern eine Reihe von Berichten vor, bie manigsachen Schaben melden. So wurde von dem heftigen Sturui in Worms der Fabrikschornslein bei der Schach'schen Mühle und die Einfriedigungsmauer am Bittel- ! scheu Besitztum niedergerissen, fenter wurde der Wetterhahn vom Turme der Anbreaskirche in Worms heruntergeweht und eine große Anzahl Dächer beschädigt.
Aus dem Rodgau wirb gemeldet, daß der schwere Südweststurm in den Wäldern Hunderte von Bäumen gefällt und in den Ortschaften besonders die Dächer vielfach beschä- digt hat. In Koblenz wurde die Turmkuppet der^ Bar- barakirche so beschädigt, daß sie einzustürzen droht. In der Nähe von Heddesheim wurde durch die Gewalt des Sturmes sogar em Eisenbahnzug zum Stehen gebracht. — Hm Kreise M arienbcrg (Westerwald) tobte am Samstag nachmittag em fürchterliches Gewitter. Am „Stoffel" stauten sich die Wolken. Blitz folgte auf Blitz, Schlag auf Schlag. Am Fuße des „Stoffel" hielt der Fuhrmann Adolf Geißler aus Büdingen mit seinem zweispännigen Fuhrwerk. Plötzlich ein Heller Strahl, ein furchtbarer Donnerschlag — und der Fuhrmann und seine zwei Pferde^ lagen am Boden. Während die Perde tot waren, kam der Fuhriitann nach einigen Stunden wieder zu sich.
Aus Hamburg wird geineldet: Der hier angekomiitem | Dampfer „Eiavering" rettete am 28. Februar auf hoher cce einen in einem Boot befindlichen Mann, welcher 24 Stunden nut dem Boot umhergetrieben worden ist. Er sagte aus, daß er der Zimmermann des von Liverpool gefommenen englischen Schiffes „Gambrian Prince" sei, das am Tage vorher bei orkanartigem Sturme gekentert sei. Die übrige Besatzung ist wahrscheinlich ertrunfen.


