Ausgabe 
1.12.1903 Erstes Blatt
 
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Gerichtssaal.

Eisenbahn Zeitung.

Landwirtschaft.

Waren. (Worms. Zlg.).

Arbeiterbewegung.

Politische Tagesschau.

Die rujstschen TabatzöÜe.

Ein doppeltes Weihnachtsgeschenk bei einmaliger Ausgabe!

Kleinbahn FrankfurtHomburg. Die Ver­handlungen mit dem Elektrizitätswerk Homburg und der Frank' flirtet Lokalbahn-Aktiengesellschaft wegen der Kleinbahn Frankfurt- Homburg über Bonames sind soweit gediehen, daß voraussichtlich schon im nächsten Frühjahr mit dem Vahnbap begonnen ivird. Tie Eröffnung der neuen Bahnlinie soll im Frühjahr 1905 erfolgen; sie wird zweigeleisig angelegt.

Gießen, 1. Dez Gestern verhandelte das militärische Standgericht gegen den Musketier Otto Friedr. Aterkel von der 6. Komp, des litt.' Infanterie-Regiments wegen ausdrücklicher Verweigerung des Gehorsams vor versammelter Mannschaft, Ver­gehens gegen § 94 des M.-Str.°G. Tie Anklage vertrat Ober­leutnant Stephan. Ten Gerichtshof bildete,t Wicijov v. Schlemmer,

Aus Stadt und Kund.

Gießen, 1. Dezember 1903.

Aus dem Zieichs-Wil.läcetat.

Berlin, 30. Nov.

Im Etat für das preußische Militärlontingent und die kn die preußische Verwaltung übernommenen Kontingente betragen die fortdauernden Ausgaben 451180814 Mark, mehr 3 440 572 Mk., darunter sind folgende Neuer­ungen: Die Oberstleunants beziehen künftig ein auf 7200 Mk. erhöhtes Gehalt, was eine besondere Denk­schrift begründet. Eine zweite Denkschrift betrifft dre in Aussicht genommene Be s s er st e l lu n g und Vermehr­ung der Unteroffiziere. Es sollen 76d neue Stellen für außerhalb ihrer Truppenteile als Registratoren, etats­mäßige Scyreiber und Zeichner verwendeten Unteroffiziere errichtet werden; gewissen Unteroffiziersgruppen sollen die Gebuhrnisje (ein schauderhaftes Wort! Die Red. oes Gieß. Anz.) der Vizeseldwebel gewährt werden, der vierte Teil der Sergeanten soll eine jährliche Zulage von 72 Mk. er­

bau er der unzünftigen Gehalts-Pensionsverhältnissc könne den Ersatz- an Offizieren der Insa n t e ne gefahr den. Sck).on jetzt zeige sich ein großer Andrang zu den anderen Waffen. Es sei daher der Ansatz einer be­sonderen Gehaltsstufe für Oberstleutnants beabsichtigt und der künftig-e Gehalt für Oberstleutnants für höchstens 180 Stellen auf 7200 Mk. bemessen, mit einem Unterschied von 600 Alk. im Hinblick aus die größeren Reprasentations- v lichten der Regimentskommandeure.

Tie Denkschrift bett. die Besserstellung und Vermehrung der Unteroffiziere besagt: Eilte den erhöhten dienst­lichen Anforderungen entsprechende Vermehrung und den heutigen Verhältnissen Rechnung tragende Besserstellung der Unteroffiziere läßt sich tro t dem zurzeit nicht ungünstigen Stande an Unterosfizieren nicht länger ausschieben. ^zn Aussicht genoniinen sind folgende Maßnahmen: Xie dauernde Abtontlnandieruttg der Unterossiztere aus dem Frontdienst bedeutet für die Truppenteile bei dem an und für sich knapp bemessenen Unteroffizier-Etat und bei den gesteigerten dienstlichen Anforderungen eine erlp.dache Be- lastnngt. Es muß danach gestrebt werden, der Truppe die volle Unteroffizierzahl ungeschmälert zum Dienste zu be­lassen. Die etatsmäßigen Schreiber und Zeichner tonnen bisher nach neunjähriger vorwurfsfreier Dienstzeit zu uder- zähtigen Vizefeldwebein usw. befördert werden. Ter vierte Teil der Sergeanten erhält eine jährliche Zulage von <2 Mark. .... ,,

Wenn nur der Reichstag aus dernicht ungünstigen Situation nicht den Schluß zieht, diese Gehattsauchesserung rönne im Interesse der Finanzen doch noch vertagt werden. Gesuchte preußis^-e Provinzen dürften allmählich für Lehrer, Postbeamte, Militärs Po.en unb Westpreußen tverden. Denn oie sogenannteO st m a r k e n z u l a g e", zum Ausgleich ju*. Die Er.chwernifje des Zu-ammenlebens mit oen Polen, ent­fällt nach dem MUiraretat aus die Unteroffiziere. Offi­ziere uiid höhere Militärbeamte erhalten Erziehungsbei- hilfen.

Guntersblum, 28. Nov. Der hiesige l a n d w i r t * s ch a i t l i ch e Konsumverein ist einer der bedeutendsten im Grobherzogtum Hessen. Erst vorgestern bestellte er wieder bet der Zentralgenosfenschast in Darmstadt jür 70U00 Mt. Futterartikel und Wembergsdünger. Ter Verein wurde vor 26 Jahren von dem derzeitigen Vorsitzenden gegründet, zählte anfangs 13 Mitglieder, jetzt nahezu 140 und bezieht jährlich iür 180 000 DU.

ft ex in in des Innern, betragen die Einnahmen 4 652 500 Mk., die Ausgaben 15 335 700 Mk., sodaß ein Zuschuß von 10 683 000 Mk. d. i. 82 700 Mk. mehrm als rm vorigen Etat, erforderlich wird. Die darin zum Aus­druck kommende Rücksichtnahme auf die Finanzlage des Großherzogtums hat - so heißt es in der Denkschrift - in diesem Restort sich ebenso betätigt m Verzicht aus manche zwar envünschte, aber doch nicht unerläßliche Mehraus­gabe, wie in dem Bestreben, der Steigerung der Aus­gaben entsprechend auch die eigenen Einnahmen einzelner Zweige zu vermehren. pljM £ u

& So lvird bei der Landesuni versita t (Kap. 36), beabsichtigt, vom Sommerhalbjahr 1904 an ein mastiges Studiengeld für die Umversilätskasse zu erheben, wovon man eine Einnahme von 10 000 Mk. erhofft; es wird hier- durch ermöglicht, den neuen Etat mit nur 53o0 Mr. Mehr­bedarf abzuschließen.

Bei der Technischen Hochschule ist vom Winter­semester 1904/05 ab eine Erhöhung der Unterrichtsgelder usw. vorgesehen, durch welche man eine Mehreinnahme von 58 000 Mk. erwartet. Es wird dadurch ein verminderter Zuschuß von 29 800 Mk. erforderlich.

Auch der Etat der Gymnasien, Realgym­nasien, Oberreal- und Realschulen zeigt un­geachtet einer Vermehrung der akademischen Lehrerstellen um 12 und der seminaristischen um 2 nur einen Zuschuß- bedarf von 873 721 'Mark, d. i. 34 986 Mark weniger als im Vorjahre, was namentlich auf eine beabsichtigte Gleich­stellung und teilweise Erhöhung der Schulgeldiätze an den höheren Lehranstalten zuruckzuführen ist. Der Bedarf für die Volksschulen mußte wieder um 8b800 Mart erhöht werden und wurde auf 2164 000 Mark angeje^L Tie seit 1901 festgesetzte Gehaltsordnung für die Volts- schullehrer gilt nur bis 1. April 1904, von da ab sollen bie Gehaltsbezuge von neuem geregelt werden. Mit Rück­sicht auf die Finaiizlage muß vorerst, noch die letzige Gehaltsordnung in Kraft bleiben.

Ter für Kap. 47a, Hofmusik, eingestellte Betrag von 12 100 Mart konnte mit Rücksicht auf die Geneigtheit der Stadt Darmstadt abgesetzt werden.

Tie 9. Hauptabteilung, Ministerium der Justiz, schließt in Einnahme mit 2123 000 Mark, in Ausgabe nut 4 489 000 Mark, d. i. 57 700 Mark mehr als im Vorjahr. Das Mehr ist in der Hauptsache auf eine Steigerung der Ausgaben für Schreibhilfe und Bureaukvsten zuruckzu- führen. Aus der 10. Hauptabteilung, Ministerium der Finanzen, ist nur hervorzuheben, daß man es mit Rücksicht auf das im Vergleich zu andern Beamtenkate- gorien so sehr ungünstige Verhältnis der Zahl der Hoch- bauaufseher- usw. Stellen (35) zur Zahl der in Verwendung befindlichen Bauaufseher- usw. Aspiranten (91) dringend geboten erachtete, fünf neue Stellen einzurichten. Die Einnahme dieser Hauptabteilung beträgt 310 700 Mark, die Ausgabe 1940 000 Mark.

Bei Titel 11, Ausleihu ngen und Staats­schuld wird mitgeteilt, daß die Verzinsung der eigent­lichen Staatsschuld 10067 000 Mark erfordert, uiid bei Titel 12, Pensionen, beträgt der Zuschußbedarf 3 087 000 Mark, indem die Einnahmen 603 400 Mark, die Ausgaben über 3 691000 Mark betragen. Titel 13 endlich!, Ver­hältnis zum Reich, weist nennenswerte Abweichungen gegen das Vorjahr nicht auf.

Ter zweite Teil des Hauptvoranschlags giebt die üb­liche Uebersicht über die Einnahmen und Ausgaben des Vermögens des hessischen Staates.

für das Wintersemester 1903/04 verzeichnet einen Bestand von 32 ordentlichen Professoren, 8 Honorarprofessoren, außer- ordentltche Professoren und Professoren im Nebenamt, 36 Lehrern und Privatdozenten und 37 /Assistenten. Die Ge­samtzahl der Studierenden und Hospitanten beträgt 1968, gegen 1882 im Sommersemester 1903. Davon stammen 400 aus Hessen, 1023 aus anderen deutschen Staaten.

g. Romrod, 1. Dez. Die Ober-Postdireltion beab­sichtigt seit langem, hier ein neues Postgebäude zu errichten. Die Genehmigung ist inzwischen erteilt worden und der Bau dem Maurermeister ' Völz in Oberbreidenbach übertragen worden. Das erforderliche Gelände ist bereits angefauft, und in aller Kürze wird mit der Ausführung be­gonnen werden. Das Gebäude, das bis 1. April 1905 vollendet sein muß, koinmt dem Großh. Jagdschloß gegenüber zu stehen.

Darmstadt, 30. Nov. Eine eindrucksvolle Ueberraschung wurde nach denN. H. Vbl." Sr. Königl. Hoh. dem Großherzog zu dessen Geburtstag zu teil. Die kleine Prinzeß Elisabeth hatte, um ihrem Vater eine rechte Freude zu bereiten, sich einige Wochen vor ihrem Tode von dem damals hier weilenden Maler Kaulbach malen lassen, mit der Weisung, daß das fertig gestellte Bild ihrem Vater an dessen Geburtstag übergeben werden solle. Die kleine Prinzeß sollte nämlich am 25. November, welcher auch der Geburtstag ihrer butter ist, bei dieser in Coburg weilen, und gedachte durch das Bild ihrem Vater eine liebe, finnige Ueberraschung zu bereiten. Nun starb das Pnnzeßchen plötzlich, doch das Bild wurde fertig gestellt und vor turzem Herrn v. H e y l übersandt, welcher es Sr. Kgl. Hoh. dem Großherzog am GeburtstagSmorgen überreichen ließ. Welche Gefühle den vielgeprüften hohen Vater beim Anblick des fast in Lebensgröße dargestellten Portraits seiner so innig ge­liebten Tochter bewegt haben mögen, wird jeder Mitempfinden.

halten ic. t ...

Von erheblichen Mehrfordern ngen sind zu er- ( wähnen: Bekleidung und Ausrüstung ber Truppen er­fordern 2913133b Mk. (mehr 908 559 Mk.), Garni'.onsver- < waltungs- und Serviswesen 55 417 463 Mk. (mehr 1174 338 Mark), Reisekosten, Tagegelder,/Vorspann- und Transport- ; losten 9 316 665 Mk. (mehr 909 365 Mk.), Artillerie- und Waffenwesen 41570 560 Alk. (mehr 778 880 Mk.), Festungeii, Ingenieur-, Pionier- unb Verkehrswesen 5 434 596 Mk. (mehr 2 355 876 Mk.). .

Während die einmaligen Ausgaben des vrdent- liehen Etats uni 2 387 000 Mk. geringer sind, im laufenden Etatsjahr, werden im außerordentlichen Etat 1441000 All. mehr verlangt, davon eine halbe Million für Feldbahnmatertal, über 19 Millionen zum Aus­bau der Festungen. Tie Kosten für bie Naturalver- pfleaung der Truppen sind um rund 21/2 Millionen niedriger angesetzt, die Kosten der Geldverpsleg- ung um 686 293 Mk. , n

Der außer ordeni licke Etat erfordert 21 122400 Mart (mehr 1441300 Mk.h darunter 25 800 Alk. zur ersten Anstellung von neuen Formationen und Verstärkungen, 19 164 400 Mk. zum Ausbau von Festungen, 200 000 Ack. als erste Nate für Ersatz baut en in Mainz und Kastel, deren llmwallungen aufgelaften werden sollen.

Trifft eine soeben verbreitete Meldung aus Esstn a. R. zu, daß die Kruppsche Fabrik mit der Umänderung der Geschütze in solche mit Rohr ck l a u f endgiltig beauf- traot 1 ei, daun wird noch eine Spezial-Vorlage mit ber^Forderung einer Anzahl von Millionen zu erwarten sein.

Tie dem Etat bi gegebene Denkschrift, betreffend die Feftfetzung der Gebührnisse für den Dienstgrad der nicht in' Regimentsbommandeurstellungen befindlichen Oberst- leutnants führt aus: Die Veförderungsverhaltnisse in den drei Hauptwaffen hätten zu Ungleichheitett und Härten für die Ooerstleulnants der Infanterie geführt, weil diese nur den Bataitlonst0mmandeuren g.eichstehen, während vie Oberstleutnants der Kavallerie und Der Feloartickerie durch- mea 'in Stellungen mit den Gebührnissen der Regiments- Lmmandcure sich befinden Dieser Nachteil gelte auch bei der Pensionierung' usw. Nach der^dienstlichen ^atigkeit könnten die Oberstleutnants beim Stabe der Infanterie- reaimenter in den Gebührnissen mit den Regimentstom- mandeuren Äeick^ oder ähnlich) gestellt werden. Die Fvrt-

** Der Bazar zum Besten der Aliceschule inj Gießen. Man schreibt uns: Einige Wochen sind ver­gangen, seitdem sich die Schreckenskunde von dem jähen Ab­

leben der kleinen Prinzessin Elisabeth verbreitet und ganz Hessen in die tiefste Trauer versetzt hat. Unter diesem Ein­drücke war es selbstverständlich, daß alle für jene Tage vor­gesehenen festlichen Veranstaltungen hinausgeschoben wurden;

so vor allem der zum Besten der ^llieeschule geplante Bazar. Die nahezu vollendete Ausfchniückung des ^c|tfaa(e§. mußte wieder abgenommen, die bereits fertiggestellten Verkaufsbuden abgebrochen werden. So war es ein trübes Bild, das die Räume des neuen Saalbaues am Nachmittag des 16.Ngvember

boten, und doch entsprach es der Stimmung aller beteiligten

Anwesenden. Die Ueberzeugung aber mußte man aus dem Anblick der noch nicht einmal vollendeten Zurüstungen ge­

winnen, daß man wenn der Bazar mit Hilfe der opser- 1 Lyon, 29. 9Ldo. Nach einer Versammlung in der Arbeits» willigen Unterstützung aller Mitwirkenden und des dankens- hürse veranstalteten mehrere Tausend Arbeiter und Angestellte werten Entaeaenkommens der Herren Trescher u. Schrödel abends eine Straßenkundgebung gegen die Stellen- O n . 1A nun mirflicb abaebalten merben oermitHer. Ein Gendarmerie-Sergeant wurde verwundet. Em

am 8., 9. und 10 Dezember nurt wir uq^ ^gey^n weroen . ^len-Kleinhändler wurde von einem Revolverschuß, den ein wird imstande fern durfte, dem Publikum Eindrücke nicht P^^eibeamter abgab, getroffen und ft ar b alsbald.

gewöhnlicher Art zu bieten. Was lange wahrt, wird gut' --------

mit dieser Versicherung können die Veranstalter getrost dem

Beginne des Festes entgegensetzen. Ende gut,- alles gut

f)offen st- beim Abschlüsse den Besuchern sr°hen Herzens 8u=. m^mbm @voB

rufen zu dürfen. I und Klein, Alt und Jung Freude bereitet, ist das nur unentgeltlich

** I N der Privatklagefache P r 0 fe f f 0 r I erhältliche Myrrholm-Welt-Panorama Album I Europa! In diesem Nutz land gegen Professor Biermer ist, aus-1 prächtigen, dauerhaft gebundenen Album ist iür 400 Bilder Platz märfiaen Blättern zufolge, die Hauptverhandlimg auf den mit beschreibendem Text. Die Bilder sind nach und nach zu sammeln warligen : ^A^ffrnneriAt Berlin l anaefcht unb betreffen photographische Ausnahmen europäischer ^ehens-

29. Dezember vor dem Schofsei g ) 9.' p Würdigkeiten. Wer sich in Apotheken, Droguen- oder Parfümerie"

Es handelt sich, wie bekannt, um die orage, od Proseffor ^^schästen zwöls Myrrholin-Seise, Myrrholm-Glyeerin oder 6 Biermer in seiner aeaen Rahland gerichteten Broschüre diesen I Schachteln Myrrholin-Puder für M. 6. oder 6 Flae. Myrrholim hf'lf'ihint habe ! Mund- und Zahnwasser für M. 7.50 kauft, erhält für die jedem

. DC Ja x M o fp;f Apfiern an lieaen 211 bleiben I Präparat beigefügten Gutscheine das für sich allein einen Wert

S e r e ä) n e e sangt seit gestern an liegen zu vteiven dou Vi. 4,_ repräsentierende Album Europa und 30 Bilder losort ; Heute früh hatten wir 1 Grad Halte, und es^ gab bereit-- und franko übersandt. Dian lese hierüber den Prospekt. Da Arbeit, die Straßen für die Passage vom Schnee frcizu- die Myrrholin-Präparate bekanntlich in ihren Eigenschaften für die mnrivn io leb wKßem Gewände präsentieren sich unsere Gesundheits- und Schönheitspflege der Haut, des Mundes und bei machen. ZN picg f i i j i unübertroffen und durchaus nicht teurer als andere Par-

^trotzen viel jchoner a s seither bet Jiagc und Schmutz. kümcncu finbf |0 kann man kaum ein praktischeres Weihnachts- Das am 16. JIoü. d. ^5. obg«. ichlogene Personal---! gescheut kaufen. Das Album liegt in der Erpedition des Blattes Verzeichnis der Groß. Technischen H 0 ch j ch u l e,zur Einsicht auf- 7917

IN deutschen Jnterefjentenkreijen ist wiederholt der Wunsch geäußert worden, daß bei den schwebenden Ver­tragsverhandlungen mit Rußland auf eine Ermatzigung der russischen Tabakzölle, vor allem des Ein g an gs zo l l e s

von Tabak und Tabakfabritaten fclgetioe Zolle. Mannschastsstube eingetreten, mo die Kameraden sich zum Aus-

a. Tabak in Blättern und Bünoeln, Tabakstengel 23.10 mQC)C^ nis Gelände bereit machten, um draußen Schieijübungen Rubel pro Pud plus 50 v. H. Kriegszuschlag, b. geschult- vorzunehmen, als der Gefreite, jetzige Unteroffizier, Ochsenhirt dem teuer Raucktabak, geriebener Schnupftabak, Tabak in Angeklagten den von diesem nicht ausgefuyrten Besehl gab und Rollen Stangen und Karotten 78 Rubel pro Pud plus zwar nm folgenden Worten: Merkel! xu nimmst Ijeutt; bie .3eil« -(! 2 vripa?infdüaa c Zigarren aeschnitlener inTabak- pickel, worauf dieser, allerdings m ruhigem Toiie, somit ermtbertc. oO b. H. Kr legvzuschlag, e. Big , Q 1 ) ; e & , ^cl) uQbe jd)on 90 scharfe Patronen und das Schanzzeug zu tragen, blutter emgewickelter Tabat, Z.gart.ettrn 132 Rudel pro Betlpickel nicht, die kann auch em Anderer nehmen,

Pud plus 50 V. H. Kriegszuschlag. bet. sonst nichts hat. Ter Gefreite erklärte daraus: Aterkel! Du

Im neuen russischen Generaltarrs sind die seit 1900 ninut'xft bie Beilpickel doch, Tu fällst jedes Aial auf. ('Uiertel ist stehenden Kriegszuschläge gleich mit in den Zollsatz ein- r^on mehrfach wegen unsauberer Kleider und schlecht geputzter

gerechnet sodaß für a. ein Zoll von 34.65 Rubel, für b. von lassen bestraft). Ter Aiustelier ist darauf sofort dem Befehl nach-

117 Rubel für c. von 288 Rubel vorgesehen ist. Wie außer- gekommen. Ter Ankläger erklärte, er müsse aus schuldig der aus-

ordeutlich hoch diese Sätze im Vergleich zu den deutschen drücklichen Gehorsamsverweigerung plädieren, er tonne aber die

1,5c101 * .« W;-» <«««> ffSÄftSÄS?

für 1 Kg. Rohlabak . . . . 0.8o Mk. 4.o6 Mk. bte^er ^erdings an jenem Atorgen für den Aiarfch durch die für 1 Kg. Zigarren oder Zigaretten 2 <0 Mk. lUCt. Patronen und das Schanzzeug gegenüber den anderen Kameraden,

Zn Rußland ist also der Rohtabakzoll 5V2 mal unb ber öie nlcI)ts trugen, sehr belastet mar. Es komme weiter mildernd Zigarren-Uiid Zigaretienzoll 14 mal so hoch als in Deutsch- I m Betracht der Umftand, daß der Angeklagte und der Gefreite land Deutschlaiid erhebt von Zigarren und Zigaretten Ochsenhirt einige Wochen vorher noch Kameraden waren und im einen dreimal so hohen Zoll als von Rohtabat; m Ruß- Range gleich standeii, und da woge Merkel fälschlich geglaubt einen dreimal w ijogen jwu uw v « Zigaretten haben, er brauche den erteilten Befehl des Vorgesetzten nicht ernst

land h^gegen ist der Zoll auf Zigarren uru 49 net)meil. Wie der Fall liege, müsse aber Bestrafung erwlgen,

mehr als achtmal so hoch alsi derauf und er bitte, auf die niedrigste zulässige Strafe von 14 ^.agen

ein Beweis, m welchem Maße der russ-fche Zoll als Schutz- Arrestes zu erkennen. Tas Standgericht erkannte

zoll für die Zigarren- und Zigaretten sabrikalion to-ucn. .b : uuc auj 7 2aße sirengen Arrestes, es hielt den § 98 des

Trotz dieses hohen Satzes findet ein Nicht unbedeutender M.°Str.-G. für gegeben, wonach der Angeklagte in gereizter

handel in Zigarren nach Rußland statt. Aus Zigarren Stimmung sich befand, als er den Gehorsam verweigerte. Aierkel

deutscher Fabrikation kann dieser 5>andel aber nur daun erkannte das Urteil sofort an.

ausgedehnt werden, wenn eine erhebliche Ermäßigung der ' - - - - 1

Abgaben erfolgt