Nr. 28Ä
Erscheint täglich außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Siebener Familien» blätter viermal in der Woche deigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brü h i'schen Univers.-Buch- u. Stein- drucke cei (Pretsch Erben) Redaktion. GrpedMon und Druckerei:
Dchutstratze 7.
Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.
FerniprrchanschlußNr.bl.
Dienstag L. Dezember 1903
Erstes Blatt
153. Jahrgang
jmmmwwy Ä BezagspretSr
monatlich7 b Pt, viertel«
GletzenerAnzelgers
General-Ameiger
w den pottt und allgem.
Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MWZ
zeigenteilr Pans Beck.
■
KeKanntmachung.
Betr.: Das Meldeweseu m der ProvinzialhaupLstadt Gießen.
Nach pos. III, 2 der Melde-Ordnung für die Provinzial- Hauptstadt Gießen vom 10. Mai 1890 haben die dorten des Näheren bezeichneten Meldepflichtigen, mit Ausnahme der Dienstboten, die vorgeschriebenen An- und Abmeldungen versönlich oder schriftlich zu erstatten.
Für schriftliche Meldungen sollen vom 1. Dezember L Js. ab eigens dazu eingeführte Formularien zur Verwendung kominen.
Wir ersuchen die Meldepflichtigen, sich dieser Formularien bedienen zu wollen, und machen darauf aufmerksam, daß solche außer auf unserem Meldebureau auch an den Oktroierhebestellen des Selters-, Neustadter- und Wallthors unentgeltlich verabreicht werden.
Gießen, den 26. November 1903.
Großherzogliches Pollzeiamr Gießen.
Hechler.
Amtliche Nachrichten über Viehseuchen.
Bei einem Schweine des Fuhrunternehmers Prätorius zu Biedenkopf ist die Notlausseuche in Form von Backsteinblattern festgestelt worden. Es ist Gehöstssperre an- geordnet^_____________
Ier neue hessische Kausyattsrtat.
Der Entwurf des Hauptvoranschlags für das neue Finanzjahr 1904 ist jetzt den Mitgliedern der 2. Kammer übersandt worden. Er ist, genau wie im vorigen Jahr, am 24. November zum Abschluß gebracht worden und unterscheidet sich auch in seiner äußeren Form wenig von seinen Vorgängern. Um so interessanter und bemerkenswerter aber ist sein Inhalt. Im vorjährigen Finanzbericht war in der Einleitung gesagt worden, daß der auf dem gesamten Erwerbsleben lastende Druck noch immer andauere und naturgemäß auch in den Einnahmeposten des Verwaltungsetats zum Ausdrnck komme, ja daß sogar bei einer größeren Anzahl wichtiger Posten die bisherigen Ansätze zum Teil um ein Beträchtliches ermäßigt werden mußten. Der diesjährige Finanzbericht konstatiert dagegen:
„So wie allenthalben im Reich schon seit einiger Zeit die Anzeichen einer Besserung der geschäftlichen und wirtschaftlichen Lage sich mehren und danach der Höhepunkt der Krisis überschritten zu sein scheint, so zeigt auch der vorliegende Etat für 1904 im Vergleich zum lausenden; Etat eine deutliche Wendung zum Besseren. Insbesondere die Haupteinnahmeposten unseres Staatshaushaltes, das Einkommen aus dem Staatseisenbahnbesitz und der Ertrag der direkten Steuern und indirekten Auflagen, konnten mit wesentlich höheren Beträgen, mit zusammen rund 2 300 000 Mk. mehr, als im laufenden Hauptvovanschtagi eingestellt werden."
Gewiß eine hocherfreuliche Botschaft beim Beginn der parlamentarischen Wintersaison I
Als im Herbst verflossenen Jahres bei der Vorlage des Etats sür das laufende Finanzjahr das Zweimillionen- Tefizit bekannt wurde, da erging man sich in lauten Befürchtungen darüber, daß Hessen in finanzieller Hinsicht trüben Zeiten entgegensetze. Ja man ging sogar so weit, in der auswärtigen Presse die Meinung zu verbreiten, als sei unser Großherzogtum schon ganz und gar in die ärgste
Defizitwrrtschaft hineingeraten und stehe vor seinen: finanziellen Ruin. Die ängstlichen Gemüter, die solche Ammenmärchen in die Well setzten, übersahen aber dabei die Hauptsache, nämlich die recht tröstlichen Ausblicke, die unser doch gewiß sehr vorsichtige Finanzminister für die nächste Zukunft aab. Er hatte trotz der allgemeinen ungünstigen Lage oer Erwerbsverhältnisse und des trägen Geschäftsgangs die Steuererträgnisse um 300 000 Mark höher ar^esetzt, und zwar auf! Grund der genauesten Ein- schätzungserg^nisse und sprach auch seine feste lleberzeug- ung dahin aus, daß eine Reihe von rückläuftgen Eiw- nahmeposten, wie die Eis en b ah nüb erf chsts s e und die sür Hessen sehr wichttgen Holzerträgnisse, in nicht ferner Zell wieder in die Höhe gehen würden. Vor allem übersah man auch, daß das Rechnungsjahr 1901/02 nicht, wie etatsmäßig angenommen, mit einem Defizit von 2198000 Mark, sondern nur mit einem solchen von 1142000 Mark, also um über eine Million günstiger abschloß.
Die Druckschrift führt nun weiter aus:
„Trotz der Annahme, daß fid), die finanziellen Be- ziehungen zum Reich sür 1904 noch nicht besser gestalten: werden als in 1902/03 und 1903/04, das Großherzogtum somit an das Reich wiederum einen Betrag von rund 480 000 Mark ungedeckter Matrikularbeiträge zu entrichten haben würde, ist es durch Betätigung strengster Sparsamkeit bei Einstellung und Veranschlagung aller Ausgaben und Zurückstellung aller nickt unbedingt dringlichen Mehr- sorderungen möglich! geworden, unter Beibehaltung der seitherigen Vermögenssteuersätze den voranschlagsmäßigen Fehlbetrag in der Verwaltung des laufenden Jahres von 2360061,42 Mk. für 1904 zu ermäßigen aus einen solchen von 1304 311,26 Mk., was immerhin einer Besserung des Abschilusses um 1055 750,16 Mk. entspricht.
Erfreulicherweise hat aber auch die Rechnung des Gtatsjahres 1902/03 weniger ungünstig abgeschlossen als im Voranschlag für jenes Jahr angenommen war, sodaß darin zum Ausgleich der Verwaltungseinnahmen und -Ausgaben nur ein Bettag von 161304,49 Mk. aus dem Vermögen entnommen werden mußte, während der Haupt- voranjchlag dafür 671028,24 Mk. vorgesehen hatte.
Dieser mW einige andere, später zu erörternde Umstände haben auch den Vermögens stand immerhin wieder derart verbessert, daß auch nocy für 1904 der obengenannte, im VeLwaltungsteil des neuen Haup Woran schlag es sest- gestellle Fehlberrag von 1304 311,26 Mk. dem Vermögen entnommen werden kann.
Rach Einstellung dieses, zum Ausgleich der Ausgaben und der Einnahmen für die Verwaltung erforderten Bettages in die Einnahme der 1. Hauptabteilung: Reste aus ftüheren Jahren des Verwaltungsetats und in die Ausgabe der gleichnamigen Hauptabteilung des Vermögens- etats schließt in Einnahme und Ausgabe der Etat sür die Verwaltung mit 58 508 268,36 Mk., der Etat für das Vermögen mit 18 203 905,99 ML. ab, der Hauptvoranschlag balanziert sonach in Einnahme und Ausgabe mit insgesamt 76 712 174,35 Mk."
Der vorjährige Etat belief sich auf 76 792 000 Mark, der diesjährige weist also trotz zahlreichen erhöhten Anforderungen eine Verminderung von 70 000 Mark auf.
Besonders hervorzuheben zu werden verdient, daß für 1905 immerhin noch ein Vermögensrest von an - nährend 400000 Mark übrig bleibt, und es darf angenommen werden, daß hiermit bei anhaltender Besserung der Erwerbsverhältnisse und strenger Zurückhaltung in der Uebe'rnähme
neuer dauernder Lasten auf dieStaatskasse auch diefolgendenEtatsohne Umwandlung außergewöhnlicherMaßregelnindasGleich- gewicht gebracht werden können.
Aus den einzelnen Kapiteln des Etats sei folgendes hervorgehoben: Die 1. Hauptabteilung „Reste aus früheren Jahren", die eine rechnerische Aufstellung oer verschiedenen Positionen gibt, schließt mll einer Einnahme von 1606 000 Mk. ab. In der 2. Hauptabteilung, „Domänen des Großh. Hauses", wird eine Gesamteinnahme von 5 711000 Mk. und eine Gesamtausgabe von 5 022 000 Vit. erwartet, sonach ein Ueberschuß von 689 000 Mark oder 13 000 Mk. weniger als im laufenden Voranschlag. Ter Fällungsetat sür Holz wurde auf rund 400 000 Festmeter bestimmt, deren Erlös jedoch, nachdem im Vorjahr statt der angesetzten 9,50 Mk. pro Festmeter durchschnittlich nur 8,98 Mk. gelöst wurden, nur auf 9,16 Mk. an gesetzt, deren Gesamteinnahme mit 3,662800 Mk. um 13 700 Mk. gegen das Vorjahr zurückbleibt. In den Weinbau-Domänen werden von den zurzeit lagernden 307 Halb stück voraussichtlich im Frühjahr 1905 120 Halb stück zur Versteigerung gelangen, die mit 120 000 Mk. sür 1904 eingestellt sind. Dieser .Ertrag kann zwar noch nicht als ein normaler bezeichnet werden, weil ein erheblicher Teil (beinahe i/c) des Gesamtbesitzes noch Jungfelber u:rd Wust- feit)er sind, immerhin aber werden, da die Ausgaben der Weinbaudomänen nur zu rund 102 000 Mk. veranschlagt zu werben brauchten, diese voraussichtlich sür 1904 schon zirka 20000 Mk., also eine mäßige Verzinsung des Anlagekapitals, abwerfen.
Die Einnahmen bei der 3. Hauptabteilung, Staats* domän en, sind mit 13 068 000 Mk., die Ausgaben mll 1430000 Mk. angesetzt. (Im Vorjahr 12 396 000 Mk. Ein- nahrne und 1332 000 Ausgabe). Ter Ueberschuß von 1477 600 Vit. mehr gegen das Vorjahr ist saft ausschließlich auf die Staatseisenbahnen zurückzuführen, die erhöhte Einnahmen erwarten lassen; man glaubte mit Rücksicht auf die Ergebnisse für 1902/03 den Anteil Hessens für 1904 mll 11600 000 Mk. um 1 500 000 Mk. höher als im Vorjahr ansetzen zu können.
Für Einrichtung eines neuen Bettiebes auf Grube Lud w ig sho s fnun g, der nicht in Melbach, sondern beim Bahnhof Wölfersheim erfolgte, wurden statt der bewilligten 930 00O Mk. nur 815 900 Mk. gebraucht. Die Einnahmen find hier auf 246 300 Mk., die Ausgaben auf 185 900 Mk. berechnet, sodaß ein Minderüberschuß von 33 000 Mark gegen das Vorjahr verbleibt.
Bei Saline und Bad Nauheim wurden für Bäder- Preise und Kurtaxe je 55 000 Mk. mehr eingestellt. Die Einnahmen des Bades sind mit 910000 ML, die Ausgaben mit 699 440 Mk. berechnet, an die HauptstaatsLasse sollen 100 000 Mk. abgeführt werden.
Bei der 4. Hauptabteilung, Lotterie, ist der dem Staat zufallende Ueberschuß auf rund 1000 000 Mk. berechnet, Lei der 5. Hauptabteilung- direkte Steuern, Regalien, indirekte Auslagen re. schließen die Einnahmen mit 16 850600 Mk., die Ausgaben mit 1692 000 Mk. ab; aus direkten Steuern allein wird ein Mehr von rund 433 000 Mk. erwartet; der Gesamtertrag der Einkommensteuer auf 9 089 000 Mk. und der Vermögenssteuer auf 3142000 Mk. geschätzt; für die indirekten Auslagen (Erbschasts- und Scheukungssteuer, sowie Stempel rc.) ist ein Mehr von 410 000 Mk. vorgesehen.
In der 6. und 7. Hauptabteilung, Land stände und Staatsminifteriunt, sind keine nennenswerten Aen- derungen zu verzeichnen. In der 8. Hauptabteilung, ‘XR.ixiv*
Feuilleton.
— Meyers Historisch-Geographischer Kalender für 1904. 6. Jahrgang. Mit 12 Planetentasein und 345 Landschasts- und Städteansichten, Porträten, kulturhistorischen und kunstgeschichllichen Darstellungen, sowie einer Jahresübersicht (auf dern Rückdeckel). Zum Aufhängen als Abreißkalender eingerichtet. Preis 1,75 Mk. Verlag des Bibliographischen Jnstttuts llr Leipzig und Wren. — „Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen" lautet das den Kalender ellrlellende Motto nach den berüh^ntten viel zitierten Worten, die im Vorspiel auf dem Theater im „Faust" Goethe den Theaterdirektor sprechen läßt. Es ist lvirklich ein Welttheater, das sich vor uns beim Durch-- blättern des Kalenders entrollt. Da ziehen in bunter Reihe an uns vorüber die Selben der Geschichte, der Wissenschaft unter der Literatur, im Wechsel mit Völkerthpen und Landschaften aller Zonen, Werken der Natur und Kunst, den staunenswerten Errungenschaften des Geisies und Fleißes. Prächtige Neprodukttonen von Holzschnitten und anderen Kunstblättern geben uns guten Begriff der Ktmst ihrer Zell, daneben prangen üi lebenswahrer Klar hell vorzügliche Nachbildungen von Photographien. Jeder Tag hat sein besonderes Mld; kurze, aber übersichtliche Geleitworte weisen auf die Bedeutung des Bildes hin. Es sind saft durchweg neue Bilder in deri Kalender anfgenommen, eine stattliche Reihe, bic mancher wohlgeordnet seiner Sammlung einverleiben a>ird. Sehr willkommen ist auch die auf der Rückwand angebrachte Tafel der geographischen Breiten aller wich^- tigen Orte, die Erklärung, zu oen monatlichen Planeten- taseln und der Festkalender.
— Münchener Kalender 1904. (Druck und Verzag der Verlagsanstalt norm. G. I. MjanA, Buch^ und Kunstdtuckerei, Att.-Ges., München-Regensburg.) Preis IMk. Nunmehr ist er bereits zum Abschlüsse des 2. Dezenniums seines Bestehens gelangt, der Münchener Kalender, und
damit ist der Beweis geliefert, daß mit der Gründung dieses literarischen Unternehmens ein glücklicher Gedanke zur Ausführung gebracht wurde. Der 20. Jahrgang 1904 schließt sich, sowohl was künstlerische Form und Ausstattung, als was Originalität deö Jichalts betrifft, würdig an seine Vorgänger an und bildet iusbesottdere mit jenen seit 1895 erschienenen zusammen ein in seiner Art geradezu einziges deutsches Wappenwerk. Beginnend mit dem Staatswappen und der Stammtafel der Großherzoge von Sachsen, bringt der Jahrgang 1904 als 10. Serie der Mappen der deutschen Dy-nastien und des Uradels die heraldisch richtigen, künstlerisch ausgeführten Wappen der Geschlechter Brandeitüurg> Alten, Cltz, Frankenberg, Freien- Seiboltsdorf, Jngelheün, Kageneck, Kuefstein, Opersdorf, Oertzen, Stubenberg und Isenburg-Wied, und zwar sämtliche mit neuen, ganh eigenartigen, in vielsarbigiem Trucke hergestellten Umrahnrungen. Als Tllelbild schmückt den Münchener Kalende': 1904 das. Mappen der Stadt München, wie es seit dem 15. Jahrhundert in Gebrauch und Aufnahme gekommen ist und wie eine ähnliche in Farben ausgeführte Darstellung desselben in einem Eod. Urb. Monae. des Münchener Stadtarchibes, sowie auf den Tart- sck,en der Münchener Bittgerwehr sich erhallen hat. Von Otto Hup, welcher seit 20 Jahren seine Kunst in den Dienst des Viünchener Kalenders sind sämtliche Originalzeichnungen, und von Dem Geh. Kanzleirat Gust. A. Seyler, Scyristführer des Bereis „Herold" in Berlin, die beglei- etnden Texte zu den Wappen. — Gleichzeitig ist von dern- jelben Verlage auch der „Kleine Münchener Kalender 19 04" audgegebeu worden. (Preis 50 Psg.) Den vielen Freunden, welche sich dieses Dademeeum berells im In- und Auslande erworben hat, werden sich Heuer sicherlich noch zahlreiche weitere beigesellen; bringt er doch aus der Feder des Münchener Dichters Ernst von Testouches, einen originellen poetischen Vertrag: 9Ronats-Sport-Sprüche, denen eine jynrpathische Ausnahme insbesondere in allen Sportskreisen sicher sein wiÄ.
— Ein e richtige Zeitung für die reifere Jugend, welche derselben in leichtverständlicher Weise über die wissensioertesten Vorgänge der Gegenwart auf den Gebieteri der Politik und Tagesgeschichte, der Kunst und Wissenschaft, der Literatur und des Handels berichtet, erscheint mit dem 1. Oktober unter dem Namen: „Deutsche Jugendposü' lln gleichnamigen Verlage, Berlin W. 35. Das neue Unterrrehmen mutet einen im ersten Augenblick etwas keck an; wenn man aber den Jnhall der vorliegen- oen Nummer prüft urrd erkannt hat, daß es die Leiter und Mitarbeiter des Blattes mll der ihnen gestellten Aufgabe, das Interesse sür das öffentliche Leben bei unserer Jugend in zweckmäßiger Weise zu wecken, sehr ernst nehmen, dann müssen wir zugeben, daß eine solche Zeitung heute ganz am Platze ist. Tie Jugendpost wird von einem Gymnasialoberlehrer im Sinne der Schule geleitet, zählt Pädagogen, Jugend- und Volksschriftsteller, Geistliche, Aerzte, Naturforscher,,:e. zu ihren Mitarbeitern, und ist für die Jugend im Alter von etwa 12 bis 16 Jahren, vor allem für Knaben gedacht. Auch weniger bemittelte Familien fonnen ihren Kindern dies-Ä .anregende Selbstfortbildungsmittel hallen, da das Abonnement vierteljährlich^ 1 Mk. betrügt.
— Masern, Scharlach, Diphtherie sind die- jenigerr unter den ansteckenden KranLheinn, welche vorzugsweise das Kindesalter befallen und Jahr für Jahr eine große Anzahl von Opfern fordern. Es dürfte für viele Eltern angebracht er.cheinen, die Ursachien, den Verlauf und die Eigentümlichkeicen dieser Erttankungen recht zu erfahren und zu würdigen, um später ihre Kenntnis über das Wesen und die Behandlung bei der Pflege ihrer lieben Kleinen richtig ausnützen zu Ebimcn. In dem soeben erschien erwn, sehr empfehlenswerten Buche „Masern, Scharlach, Diphtherie" voll Dr. Herrn. Braun findet man eine ausführliche Beschreibung aller wohl zu beachtenden Momente in dem ^Verlaus der betr. Krankheiten. Preis IMk. (Deutscher Verlag, Berlin SW 11.)


