und war sofort tot.
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Dasselbe
den 2400
uns von tatsächlich
sich setdfl abfeuerte. Auch hier taL das Schrot seine Wirkung, Zwetschenkerne verschlucken und hat diesen unüberlegte
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Homburg v. d. H., 30. Sept. Die Königin-Witwe Margherita von Italien traf heute mittag mittels Equipage von Frankfurt hier ein. Sie besuchte nach, bem Frühstück das Kurhaus, den Kurpark und das körngllchz Schloß und fuhr umi 3 Uhr nachmittags mit dem Schnellzug
AolornaLpost.
— Der Plantagenleiter Meyer in Moa ist von seinem schwarzen Diener erschossen worden, nachdem er diesen augenscheinlich in brutaler und ungerechtfertigter Weise mißhandelt hatte. Meyer fuhr leidenschaftlich gern Rad und zwar wegen eines fehlenden Arms Tandem, auf dem sein Boy den vorderen Platz einnahm und stets das Gefährt zu lenken hatte. Bei einem Ausflug in voriger Woche nun fuhr das Tandem infolge der Ungeschicklichkeit oder Unachtsamkeit des Boys gegen einen Baunr an, Herr und Diener stürzten herunter und das vordere Rad wurde bei der Gelegenheit krumnr gebogen, so daß an ein Weiterfahren nicht zu denken war. In erklärlichem Aerger darüber, zumal man sich ziemlich weit voni Hause ab befand und nun den ganzen laugen Weg zu Fuß zurückzulegen gezwungen war, strafte Meyer seinen Boy wegen dessen Unachtsamkeit mit Schlägen und soll auch nicht abgelassen haben, während des Rückweges ihn zu schlagen. Außerdem drohte er dem Boy, ihn zu Hause verhaften mrd an die Kette bringen zu lassen. Jedenfalls schickte Meyer, als er zu Hause angetommen war, sofort zu den nahen Grenzaskaris und ließ die Ausgänge der Plantage von diesen sperren. Der Boy hatte sich unterdessen mit dem Schrotgewehr versehen und wollte sich damit auf und davon machen, fand aber die Ausgänge der Plantage bereits von Astaris gesperrt und eilte deshalb wieder ins Herrenhaus zurück, wo er sich mit dem Schrotgewehr bewaffnet unter der Treppe aufstellte. Meyer gmg nun mit einigen Askäris in das Haus und hatte denselben gerade zu- gerusen „kamata*4 (ergreift ihn!) als em Schuß fiel, der Meyer sofort zu Boden streckte. Die Schrotladung war dem Unglücklichen durch Schulter und Brust gedrungen und führte sofort seinen Tod herbei. Als die Askaris dann gegen den Wlörder emdrangen, siel der zweite Schuß, dm der Boy auf
pflichtige.
** W asserab stellun g. Wir weisen auch an dieser Stelle auf die am Freitag, den 2. Okt. b. I. von 7 Uhr morgens bis gegen 2 Uhr nachmittags slattfindende Wafer ab stellun g des Kreuzplatzes und anliegender 1 Straßen wegen Rohrleitungsarbeiten des städtischen Gas- und Wasserwerks hin.
** Der deutsche Wortlaut der Matrikel, der auf Beschluß des Senates der Landes Universität eingeführt worden ist, ist folgender: Im. Namen Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhein, des Rektor ALagnifizentissilnus der Ludwigs- Universität. Nachdem Herr. . . durch Handschlag feierlich gelobt hat, daß er willens ish den Gesetzen Gehorsam, der Obrigkeit und seinen Lehrern die schuldige Achtung unb Ehrerbietung zu erweisen, sich eines sittlichen Lebens^- waudels zu befleißigen und seinen wissenschaftlichen Studien mit Eifer obzuliegen, ist er unter unsere akademischen Bürger ausgenommen und ihm gum Zeugnis dessen diese Urkunde ausgestellt worden. Der Rektor der Landes- Universität.
•* Ein Ludwig Richter-Abend findet am nächsten Sonntag in der Turnhalle statt. Er wird veranstaltet vom evangelischen Arbeiterverein, jedoch haben auch Nichtmitglieder Zutritt. Nach einem einleitenden Vortrag von Pfarrer Euler wird Professor Ko ob eine Serie Richterbilder, deutsches Volks- und Kinderleben noch bekannten Originalzeichnungen des Künstlers, vorführen. Dazu werden unter Leitung ihres Dirigenten Gernhardt der gemischte Chor sowie der Kinderchor des Vereins Lieder und Deklamationen vorttagen. Dazwischen Harmoniumspiel von Musiklehrer Kasten. Die Installation für das Skwptikon besorgt Ingenieur Mulert, die gärtnerische Ausschmückung Karl Becker. Das Harmonium liefert die Firma Wilh. Rudolph. Die Freunde Richter'scher Kunst, alle diejenigen, welche sich an den Humor- und gemütvollen Zeichnungen des Meisters so ost erfreut haben, werden gerne den 100 jährigen Geburtstag des guten, alten Großvaters Richter mitfeiern. Bezüglich der Eintrittskarten enthüll das heutige Inserat näheres.
z Vorn Lande, 30. Sept. Während man aus verschiedenen Städten von einem Brotabschlag um 5 Pfg. für den vierpsündigen Laib berichtet, scheint unseren Landbäckern diese Verbilligung des Brotes noch unbekannt zu sein. Wenn aber die Backer der Städte abschlagen, bann können das unsere Landbäcker erst recht. Immer wieder die alte Erfahrung, daß das Aufschlagen so rasch und das Abschlagen so langsam geht. Eine ähnliche Erfahrung hat man mit dem Zucker gemacht, der jetzt erst ansängt, auf die Preisstufe herabzugehen, die er in den Städten schon seit beinahe einem Monat eingenommen hat. Ueberhaupt verschieben sich in neuester Zeit die Preisverhältnisse der Lebensmittel und Haus- haltungsbedürfnrfse zwischen Stadt und Land in geradezu iimgekehrter Weise, sodaß die ländlichen Preise über den städtischen stehen.
?Aus dem Ohmtal, 30. Sept. Bei der Gießener landwirtschaftlichen Ausstellung war eine Molkerei bei der Preisbewerbung leer ausgegangen, oder hatte doch nicht den 1. Preis erftritten, während eine Konkurrenz-Gesellschaft besser
Rostock, 30. Sept.
Gegen 71/2 Uhr begaben fick die Fürstlichretten ins Hotel „Fürst Blücher" zum Festdiner. Im ersten offenen Vierspänner fuhren der Großherzog und der König von Dänemark, im zweiten der Kronprinz von Dänemark unb Prinz Heinrich der Meb erlaube. Die deutschen Festteilnchmer sind darin einig, baß der Empfang in Gjedser bänischersetts von einer solchen Herzlichkeit unb Großartigkeit war, baß er den angenehmsten Eindrua hinterlassen hat. Die dänische Jacht „Danebrog" hat auf der hiesigen Reede festgemacht und am Abend prächtig illuminiert.
Bei dem Festmahl im Hotel „Fürst Blücher" hiett der G^roßherzog von Mecklenburg eine Rede. Er sprach von der ungeheuren Bedeutung, die die Fährverbindung in handelspolitischer B^iehung habe. Der Großherzog wies weiter darauf hin, wie sehr dies Werk geeignet sei, die Freundschaft zwischen beiden Völkern zu fördern, und schloß mit einem Hurra auf den König. Hierauf wurde die dänische Nationalhynme gespiett. König Christian erwiderte in deutscher Sprache: „Es ist mir eine besondere Freude, mich in vollem Maße den von Ew. Königlichen Hoheit geinachteu Darlegungen anschließen zu können, unb nochmals meiner Freude Ausdruck zu geben über die so glücklich hergestellte neue Verbindung zwischen unseren von dem gleichen Meere bespülten Ländern. Das teure Band, welches unsere Häuser vereint, macht es mir doppelt lieb, diesen bedeutungsvollen Tag an der Sette Ew. Königlichen Hohett zu begehen. Ich erhebe das Glas unb trinke auf bas Wohl Sr. Königl. Hoheit bes Großherzogs und des gesamten Groß herzogliche Hauses." Die Musik spielte die mecklenburgische Nationalhymne. Durch. Orden wurden u. a. folgende Persönlichkeiten von König Chriscian ausgezeichnet: der mecklenburgische Staatsrnttttster Graf Basfewitz-Levetzow erhiett das Großkreuz des Dane- brogordens, Mttttsterialrat Baron Brandenstein das Kom- mandeurkrenz zweiter Klasse König Christian und die übrigen deutschen Fürstlichretten verweilen die Nacht an Bord des „Danebrog".
Wir hatten demnach als Kirchenvorstand das Recht, unsere vor mehr als zwei Monaten gewaltsam verhinderte Friedhofsweihe endlich auf vorigen Sonntag anzusehen. Dem steht auch nicht Ein Wort aus unserer „Friedhofsordnung" entgegen, wie man unrichtiger Weise gemeint hat; denn diese sagt einfach: „Der Friedhof dient als allgemeiner Begräbnisplatz". Wie dabei die einzelnen Konfessionen, auch vorher oder nachher, mit ihren kirchlichen Gebräuchen es hallen wollen, das ist Sache der Kirchen, auch der Leidtragenden, aber nicht der Stadt, deren Wohl dadurch nicht im geringsten gestört wird.
Wir hatten damals bei Großh. Kreisamt und Ministe«- rium des Innern in 4 Punkten Beschwerde erhoben wider Herrn Oberbürgermeister Mecum; wir hatten aber dabei nicht die Bitte ausgesprochen, uns die Friedhofsiveihe zu erlauben, denn diese Erlaubnis bedurften wir n'.cht und bedürfen wir nicht. Nur um Schutz gegen etwaige neue Störungen der Weihe hatten wir Großh. Kreisamt gebeten. Trotzdem hielten wir es für richtig, vorerst mit dieser Weihe zu warten, bis eine Entscheidung über unsere Beschwerde getroffen worden sei. Dies zog sich aber allzu- lange hinaus; ivir erfuhren, daß noch im Juli unsere Bc- schiverde an den Oberbürgermeister zuni Bericht gegeben worden sei, später auch die Zuschrift des Oberkonsisioriums. Dort, auf der Bürgermeisterei liegt alles feit zwei Monaten, während man doch hätte erwarten dürfen, daß Herr Mecum, wie er ohne Stadtverordnetenversammliing sein Verbot und seine Gewaltandrohung sich erlaubt hatte, so auch ohne Stadtverordnetenversammlung seinen Bericht und feine Recht- ferttgung schnellstens erledigen werde. Das Großh. Ministerium weiß amtlich heute noch nichts von unserer Beschwerde. Zudem ging die gute Jahreszeit zu Ende, im Oktober beginnen die Abendgottesdienste. Deshalb bestimmten wir die Friedhofsweihe auf Sonntag, den 27. September. Als darauf Großh. Kreisamt, bem wir Anzeige hiervon machten, uns anheim gab, erst die Beschlußfassimg der Stadtverordnetenversammlung abznwarten, so blieben wir dennoch einstimmig bei unserer Anordnung und erließen die öffentliche Einladung. Denn wir wahren uns und unserer evangelischen Gemeinde aufs beftimmtefte das Recht, daß wir mit unserer Weihe von keinerlei Beschluß der Stadtverordnetenversammlung oder des Kreisamts abhängig sind.
Den Mitgliedern unserer Gemeinde bin ich noch vor .er Friedh'ofsweihe am nächsten Sonntag, dem 4. Oktober, eine Rechtfertigung unb Erklärung schuldig.
Die Vorwürfe, die mir von vielen Seiten gemacht wurden darüber, daß ich nicht auf der für vorigen Sonntag angesagten Friedhofsweihe bestanden, sondern daß ich nachgegeben hätte, sind an sich allerdings sehr begründet. Denn wir haben als Evangelische Gemeinde ein volles, durch Staats- und Reichsgesetz verbürgtes Recht, den neuen Friedhof, der Eigentum der Stadtgemeinde Gießen mit ihren 22000 Evangelischen ist, und der als allgemeiner Begräbnis- ilatz dient, zumeist also für die 22 000 Evangelischen, zu weihen nach unseren kirchlichen Lehren und Gebräuchen. ~ zu tun nach ihren Lehren und Gebräuchen, steht Katholiken Gießens frei.
Dieses Recht wollen und dürfen wir niemand nehmen lassen. Es ist uns aber durch gesetzwidrige Gewaltandrohung unterdrückt worden; und dagegen haben wir Beschwerde erhoben.
Auch unsere oberste Kirchenbehörde, das Großh. Oberkonsistorium, schreibt in diesem Sinn an dal' Großh. Kreisamt Gießen: „Eine jede anerkannte Religion^ gemeinschaft hat die volle Freiheit der Ausübung ihres Kultus, soweit nicht direkt Staatsgesetze entgegenstehen. Welche einzelne Kultushandlungen vorzunehmen sind, ist eine innere Angelegenheit ber betreffenden Kirche; weder Staat noch bürgerliche Gemeinde und ihre Organe haben sich da einzumischen, sondern die Entscheidung steht einfach und ausschließlich bei den maßgebenden kirchlichen Behörden, und wir, als hier zunächst maßgebend, erklären: die kirchliche Einweihung eines Friedhofs gehört, wie sich dies auch aus unseren Akten ergibt, zu den herkömmlichen Kultushandlungen unserer hessischen evangelischen Landeskirche."
Hierzu bemerkt Großh. Oberkonsistorium noch insbesondere: „ob die durch Herrn Mecum am 10. Juli verhinderte Einweihung nachzuholen sein wird", darüber „wird der Gesamt-Kirchenvvrstand das entscheidende Wort zu sprechen haben."
ß'm N«aes deutsch-dänisches Serkchrsmittel.
Warnemünde, 30. Sept.
Zur Eröffnung des deutsch-dänischen Tra- iektS traf um 10 Uhr vormittags der Sonderzug mit ben aus Schwerin kommenden Fürstlichkeiten ein. Die Hafenanlagen waren in mecklenburgischen, deutschen und dorischen Farben geschmückt. Der Großherz0g vvu Mecklenbur g-Schwerrn, dre Furstlrchkerten und die übrigen Herrschaften, unter denen sich Elsenbahnminister Budde, Staatssekretär des Reichs Postamts Krätke und llnter- staatssekrrtitt Schultz befanden, begaben sich in die Warte- räunrc des Bahnhofes, wo ein Imbiß eingenommen wurde. Iirzwischen wurden die Wagen über das bewegliche Geleis in die große Fäch-e „Friedrich Franz 4" übergeführt, welche am Mast die Gcoßherzogllche Standarte und am Bug den Danebrog führte. Um 10 Uhr 30 Minuten setzte sich die Fahre unter den Klängen der Mustt in Bewegung. Vom Ufer wurde Salut geschoffeu. . .
Um 12 Uhr lief die Dampffähre „^rredrrch Franz IV." bei Nebel in Gjudfer ein. Dort hatten sich der König von .. .cmc: . :, bee . -inz und Prinz Waldemar von Dane..-.eck, ^a.10 C ci.. .ai Griechenland mit Gefolge, sowie die dnnischeil oic— mträger eim
gefunden. Es fand ein ?. uhstück statt, bei. rod jem zunächst der König von Dänemaei in feierlicher Re^ c neue Fährverb' r.ng für eröffnet erklärte.
In . ...r zweiten Rede toastete der König auf den Großherzvg, trorcuf letzterer in einem Trttckspruch erwiderte.
Ter König r. .icfi u. a. etwa folgendes: Es ist meine feste Ueberzeugung, daß biefe Verbindung einen ganz besonderen Fortschritt zu bem bebeutungsvollen Ziele, den Verkehr ztvischen unserem Vaterlaude und bem Auslände zu fordern, bildet. Es ist mir eine große und auftichttge Freude, bei bieser Gelegeuhett unter uns ben Großherzog von Mecklenbur^Sehw er in zu sehen, dessen Gegenwart mir um so größere Beftiediguug gewährt, als dies mir einen neuen Beweis von bem warmen unb lebendigen Interesse gibt, mit dem der Großherzog dieses aus fruchtbarer Zu- sammenarbett hervorgegangene Lullurwerk erfaßt hat.
Tie Rückfahrt der Fahre fand bei außerordentlich günstigem Wetter statt. Die' Fürstlichketteu benutzten zur Rückfahrt das dänffche Fährboot „Prinz Christtan", während ein Tett der Festgesellschaft auf der deutschen Fähre „Friedrich Franz IV." Platz nahm. Die Führe wurde beglettet von dem dänischen Kreuzer „Geyser" und der Königsjacht ^Danebrog". Gegen 5 Uhr nachmtttags liefen die Fährbote in Warnemünde ein unter dem Salut der Schiffe und leb- hchteu Zurufen des Publikums. Die Fürsttichkeiten, welche große Uniform trugen, besichtigten eingehend die Haftn- anlagen und begaben sich mittels Sonderzuges nach Rostock.
Aus Stadt und Aaud.
Gießen, 1. Oktober 1903.
** Einkommensteuer 1. Abteilung in der Stadt Gießen. Nach den Mitteilungen der Zenttalstelle für die Lcmdesstattstik haben in der Stadt Gießen ein Einkommen von 2600 Mk. 231 Personen, 2900 Mk. 166, 3200 Mk. 159, 3600 Mk. 111, 4000 Mk. 116, 4500 Mk. 103, 5000 Mk. 68, 5500 Mk. 55, 6000 M. 59, 6500 Mk. 46, 7000 Mk. 30, 7500 Mk. 30, 8000 Mk. 30, 8500 Mk. 19, 9000 Mk. 16, 9500 Mk. 11, 10 000 Mk. 31, 11 000 Mk. 27, 12 000 Mk. 22, 13 000 Mk. 6, 14 000 Mk. 11, 15 000 Mk. 8,
16 000 Mk. 5, 17 000 Mk. 5, 18 000 Mk. 6, 19 000 Mk. 4,
20 000 Mk. 3, 21 000 Mk. 6, 22 000 Mk. 3, 23 000 Mk. 6,
24 000 Mk. 4, 25 000 Mk. 5, 26 000 Mk. 2, 27 000 Mk. 4,
28 000 Mk. 1, 29 000 Mk. 2, 30 000 Mk. 2, 32 000 Mk. 3,
35 000 Mk. 2, 38 000 Mk. 1, 40 000 Mk. 2, 45 000 Mk. 1,
4 7 uuO Mk. 1, 48 000 Mk. 1, 62 000 Mk. 1, 63 000 Mk. 1,
68 000 Mk. 1, 72 000 Mk. 1, 74 000 Mk. 1, 82 000 Mk. 1,
97 000 Mk. 1, 101 000 bis 1 679 000 Mk. 4 Steuer
abschnitt. Als man deswegen ein Mitglied dieser Molkerei befragte, sagte es: „Uns Butter rooar die best'; beim Probieren hott se so geschmeckt, deas se all' foat rooar, roäi se je prämieren wollte tun!"
R. B. Darmstadt, 30. Sept. Nachdem die erste Etappe des Zarenbesuchs in Darmstadt vorüber ist, schreiten allmählich auch die Vorbereitungen für die Ver- mählungsseierlichketten rasch voran. An der Ludwigssäule auf bem Luisenplatz vor bem Lllteu Palais werden jetzt die toeiteren Festdekorationen vollendet unb auch sonst sieht man überall die letzte Hand ans Werk legen. Inzwischen kommen auch schon die Festgäste aus Wetter Ferne herbei. Heute ist der russffche Oberzeremonienmeister §enboitof; eingetroffen unb morgen werben der Kronprinz und die Kronprinzessin von Griechenlanb hier erwartet, die gestern von Athen ab gereift sind. Ferner trifft demnächst der griechische Gesandte unb bevollmächtigte Minister, Exc. Ran- gäbe, hier ein. Die Königin von England unb ihr Bruder, der König von Griechenlanb werden am Montag, ben 5. Oktober, von Kopenhagen kommen, in Frankfurt a. M. mit ber aus Petersburg kommenden Königin von Griech-en- lanb §u jammen treff en, unb am selben Tag hierherkommen, sodaß bereits für die am Ädontag ab mrd an gesetzte Gala- Vorstellung im Hoftheater, in welcher Delibets große Oper „Lakrne" zur Aufful)rung kommt, die Hochzettsgäste vollzählig versammelt [ein werden. Heute vormittag unternahmen die beiden älteren russischen Prinzessinnen unb Prinzessin Elisabeth wieder kleine Reittouren unb am Nach^- mittag würbe ihnen im Neuen Palais durch eine Vorstellung von Miß Graziella, die mit ihren breffierten Pratchvögeln z. Z. im hiesigen Orpheum gastiert, eine große Freube bereitet. Heute abend besuchten die Zarin, der Großherzog und die übrigen Fürstlichketten wieder, wie gestern abend, das Hoftheater, wo ber „Hochtourist" zur Aufführung gelangte.
Frankfurt, 29. Sept. Wegen einer unsinnigen W e11e hat der 14 jäi)rige einzige Sohn des Metzgermeisters Seifert in Eschersheim fein Leben lassen müssen. Er hatte mtt gleichgllrigen Jungen gewettet, er könne acht
nach Frankfurt zurück.
• Vermischtes.
* Braunschwerg, 30. Sept. (Amtlich.) Aus den Landkreisen des Herzogtums Braunschweig sind in der Woche vom 20.. bis 26. September folgende Typhus falle gemeldet: Im Kreise Gandersheim 2 gegen feinen in ber Vorwoche, im Kreise Holzminden 1 gegen 3 und im Kreise Braunschweig 7 gegen keinen in der Vorwoche.
* Breslau, 30. Sept. Wie die „Schles. Ztg." meldet, ind fünf weitere Personen ermittelt, die an dem Land - riedensbruchinLaurahütte beteiligt gewesen sind, rarunter auch diejenige, die den Amtsvorsteher mit einer Latte geschlagen hatte. Alle fünf kommen in einer neuen dritten Verhandlung vor das Schwurgericht. Beide Kor- anty meldeten gegen das Urteil ber Strafkammer Berufung an. — Wie die „Brest. Morgenztg." aus Kattoroitz meldet, ist ber Verleger der Gleiwitzer polnischen Zeitschrift „Iskra", Sollys, auf Szelodze-Zollkammer mit einem Arbeiter, als beide Nummern der Zeitschrift nach Rußlarw einführen wollten, verhaftet und in die Warschauer Zitadelle ge- bracht worden. O
Eiugesund!.
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