Vermischtes.
Bedeutung erscheint. I
Budapest, 30. Sept. Abgeordnetenhaus. Nach Erledigung des Emlaufs erhebt sich Graf Khuen und erklärt, daß er infolge der gestrigen Abstimmung sein Erlllafsungs-1 Gesuch eingeÄcht habe. Kosiuth drückt sein Befremden darüber aus, daß das Ministerium strebte. Er drückt den Wunsch aus, daß ein Ministerpräsident ernannnt werde, der die Uebergrifse des österreichischen Ministerpräsidenten von Körber entschieden zurückweise. Kakovsley kritisiert Ausführungen von Körbers. Er bezeichnet dieselben als Verstoß gegen das! ungarische Gesetz. Nachdem sämtliche Parteiführer ihre Stellungnahme gegen die Aeußerungen Körbers über die Armeefrage dargelcgt haben, führt Geza Kubinyi (Regierungspartei) aus, daß er, ohne einen Auftrag seitens der liberalen Partei erhalten zu Haden, erklären müsse, daß die liberale Partei kein Kabinett unterstützen werde, das nicht ermächtigt jein werde, die die Rechte Ungarns verletzenden Aeußerungen v. Körbers aus das entsprechende Maß zu reduzieren.
Yeues vom ZLalLau.
Der türkische Botschafter in Berlin Tewsik Pascha ist plötzlich vom Sultan nach Konstantinopel berufen worden und bereits heute morgen von Berlin abgereist.
Die Stadt Mehomia ist durch türkische Truppen in Brand gesteckt worden. Bei dem nahegelegenen Dorfe Radschwo finden blutige Gefechte statt.
Aus Sofia wird der „Fckf. Ztg." telegraphier^ daß nunmehr auch Italien zu der türkisch-bulgarischen Spannung! Stellung genommen hat. Nach einer Mitteilung des dortigen Vertreters schließt sich Italien den Erklärungen Rußlands und Oesterreich-Ungarns an, doch verspricht es, ähnlich England, emen Druck auf die Türkei wegen einer energischeren Durchführung der 9ieformen. Da Frankreich die russische und die österreichische Erklärung ohne Vorbehalt akzeptiert, so er- giebt sich, daß die Hoffnung auf eine englisch-französisch- italienifche Sonderattion gescheitert ist.
Bäder verabfolgt wurden.
E. B. Darmstadt, 1. Oktober. (Eigener Drahtbericht.) Zur Teilnahme an den Hochzeitsfestlichkeiten trafen in diesen Tagen noch folgende Persönlichkeiten ein: Heute vormittag Prinz Ludwig von Battenberg, morgen vormittag Prinz und Prinzeffin Heinrich von Preußen. Großfürst und Großfürstin Sergius werden morgen nachmittag erwartet. Mit dem König von Griechenland und der Königin von England trifft am Montag nachmittag auch der König von Dänemark hier ein. — Aus Anlaß der Vollend- i ung der russischen Kapelle hat das Zarenpaar dem Architekten FriedrichOlberich eine prachtvolle, mit Edelsteinen besetzte Tabatißre verliehen. Dem russischen Maler, von Frolofs, wurde das Ritterkreuz II.Klasse des Ordens Philipps des Großmütigen verliehen. — Der Großherzog hat am 30. September dem Amtsrichter bei dem Amtsgericht Gießen, Fritz Zimmermann, und dem Amtsrichter in Langen, Dr. Karl Langsdorf, den Charakter als Amtsgerichts- rat verliehen.
Darmstadt, 30. Sept. Die Braut-Ausstattung für die Prinzessin Alice von Battenberg ist, wie wir dem „D. T. Anz." entnehmen, zum guten Telle hiesigen! I Firmen übertragen worden, was gewiß als eine ehrenvolle Anerkennung für unsere heimischen Geschäfte umsomehr betrachtet werden darf, als derartige Lieferungen bisher zumeist !von auswärts und namentlich auch aus dem Auslande bezogen wurden. Es ist hiermit ein gutes Beispiel gegeben, i das hoffentlich auch in anderen Kreisen Nachahmung findet. JSo wird das Brautkleid der Prinzessin-Braut in der
• Berlin, 30. Sept. In der Kaiser Friedrich- Ged ächtniskirche im Tiergarten ist ein Einbruch verübt worden. Wertvolle Abendmahlsgerätschaften sind gestohlen worden, zwei große Kannen, zwei Kelche, em Bibo-
Ausland.
London, 30. Sept. Das vom 15. September datierte Schreiben des bisherigen Finanzministers Ritchie an den Premierminister Balfour, in welchem ersterer demissionierte, I ist heute veröffentlicht worden. Er sagt in demselben: Nach dem, was gestern im Kabinettsrate geschehen ist, ist es mir unmöglich, Mllglied der Regierung zu bleiben. Ich sympathisiere durchaus mit dem Wunsche, Mutterland und Kolonien enger zu verknüpfen; aber ich weiß von keiner anderen Methode, den Kolonien eine Vorzugstx l andlung einzuräumen, als derjenigen, die der Kolonialmu.'.^er angeraten hat, nämlich! den Zoll aus Lebensrnittel, welcher eine Vermehrung der Besteuerung bedeutet. Dagegen bm ich entschieden.
London, 30. Sept. Der vertraute Rat des Sultans non Marokko, Sir Mac Lean, welcher seit einigen Tagen sich m London aufhält, erklärte in einem Interview, er glaube, der Sultan sei berell, ftauzösische Offiziere mll der Leitung der marokkanischen Polizei zu betrauen, lieber die Frage des französischen Protektorats m Marokko erklärte er, er glaube davon kein Wort. Er sei zwar nicht eingewecht in die Jntensionen der Ministerien von London, Paris, Madrid und Rom, aber eine solche Lösung der marokkanischen Frage sei unmöglich, da sich die Marokkaner dagegen mll aller Kraft widersetzen würden.
Ostenbe, 30. Sept. Die königliche Yacht Victoria and gHfcrt, an deren Bord sich König Eduard befand, ist gestern beim Auslaufen aus dem Hafen mit einem Dampfer! zusammengestoßen. Dieser erlitt schwere Havarie, während die Yacht unbeschädigt blieb.
Paais, 30. Sept. Der sozialistisch-revolutionäre Kongreß in Reims hatbie Einigung der Partei beschlossen. Die französische Arbellerpartei wird sich nunmehr als sozialistische Partei gruppieren. Dieser Beschluß wurde angenommen. Hierauf wurde mit der Beratung des Parteiprogramms begonnen.
Wien, 30. Sept. Wie verlautet, wird der König oon Rumänien auf der Rückreise nach Bukarest in Wien eintreffen und eine neuerliche Begegnung mll Kaiser Franz Josef haben, die mll Rücksicht daraus, daß sie unmittelbar nach dem Besuche des Zaren erfolgt, nicht ohne polllische
bürg bei Berlin gestorben.
* Berlin, 30. Sept. Der Buchhalter Mieraß wurde heute früh mit seiner Frau in seiner Wohnung tot aufgefunden. Der Tod ist infolge Gasvergiftung eingetrcten. Ob das Ehepaar freiwillig aus dem Leben schied oder ob ein Unglücksfall vorliegt, ist nicht festgestellt.
• Elberfeld, 30. Sept. Der bei der hiesigen Staatsanwaltschaft beschäftigte Gerichtsassessor Dr. Meyer erschoß sich aus unbekannten Gründen in seiner Wohnung.
* London, 30. Sept. Die Leiche einer Frau, die mir mit Strümpfen und Schuhen bekleidet war, und iSchnittwunden an Hals und Beinen hatte, wurde heute früh bei der Waterloobrücke in der Themse gefunden. Tie Frau hatte starkes blondes Haar und war anscheinend über 45 Jahre alt. Tie Leiche scheint zehn Tage im Wasser gewesen zu sein.
* Eine Massenerkrankung. Wie der „grff. Ztg.* aus Budapest berichtet wird, sind im dortigen Armenhause aus bisher noch nicht aufgeklärter Ursache nach dem Mittagessen 150 Personen schwer erkrankt, wovon eine bereits gestorben ist.
* Einen hübschen Rückblick aus den Dresdener Parteitag wirft der Kladderadatsch. Er schreibt: Misthaufen, Lügner, Quasselpeter, Pestbeulen, Stänker und Verräter — So rief man sich in Dresden zu, Doch störte das nicht Singers Ruh'.
Nur emmal ist er aufgesprungen
Aus Stadt und Kund.
Gießen, den 1. Oktober 1903.
L.U. Heute hat Herr Prof. Dr. Reinhardt Brauns! die Rettoratsgeschäfte an unserer Landes-Universität übernommen.
** Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Darmstadt I, Carl
worden sind, eine ihrer Bedeutung entsprechende Verwertung ürrden. ~ , •
Nürnberg, 30. Sept. Der Zar nahm (rftcrn bet der Durchrnf- aus dcm Lahnhof bie Vorstellung der Offi. yrn und Bcamtui seines Cheoa^legers-Reguneuts entgegen und verlieh dem Kommandeur und mehreren Offizieren Ordensauszeichnungen.
München, 30. Sept. Das Namensfest des Königs Otto wurde heute in der herkömmlichen Men Weis« be- amlqeii. Ju dem Befinden des kranken Königs ist seit aeraumer Zeit keine Veränderung eingetretrn. Der König hot für einige Zeil an einem Adszesfe am Fuße zu leiden gehabt, dessen Heilung sich bei der Natur der Erkrankung des Königs, d. h. bei der Schwierigkeit, chm ärztliche Hilfe in der wünschenswerten Form angedcihcn zu lassen, etwas verzögerte. In dem geistigen Zustand des Königs hat sich keine Besiermig ergeben und eine solche ist auch bet der Natur seines Leideiis nicht zu erwarten. Wenn das Wetter irgendwie geeignet ist, hält sich König Otto stets im Freien, m dem schönen, bei Schloß Fürstenried gelegenen Parte auf. Er ist noch immer ein leidenschaftlicher Raucher und bevorzugt Zigaretten, die er meist nach ein paar kurzen, hastigen Zügen wegwirft. Auch Heuer wurden ihm, da er dies liebt, zur Erdbeerenzell, wie in den Vorjahren, Körbchen, gefüllt mll diesen kösllich dufteiiden Kindern des Waldes, als Aufmerksamkeit gereicht. König Otw, der seinem unglücklichen Bruder am 13. Juni 1886 auf dem ^hron nachfolgte, steht nunmehr im 56. Lebensjahre.
Kunst und Wissenschaft.
Berlin, 30. Sept. Die anläßlich der Enthüllung des Richard Wagner-Denkmals geplanten Festlichkeiten sind heute mit einem Empfangsallend im Reichstagsgebäude eingeleitet worden. Anwesend waren u. a. Staatssekretär Frhr. v. Richthosen, Kultusminister Dr. Studt, Staatssekretär des Reichsschatzamts Frhr. v. Stengel, Prinz Friedrich Heinrich von Preußen, Militärs, Finanziers und Künstler. Rach einigen Konzertvortrügen hervorragender Künstler und Künstlerinnen des In- und Auslandes wurde bis zum Schluß ein Promenadentonzert des philharmonischen Orchesters aus Leipzig ausgesührt.
— Neue, neunte Ausgabe von Stielers Hand-Atlas, 100 Karten in Kupferstich, herausgegeben [ von Justus Perthes' Geographischer Anstalt in Gotha. (Erscheint in 50 Lieferungen, jede mit 2 Karten, zu je 60 Pfg.) 19. bis 22. Lieferung. — Die in den letzten Wochen heraus- gegebenen vier Lieferungen behandeln Frankreich, Spanien, Portugal und Rußland. Besonders eindrucksvoll sind die i Uebersichtskarten von Frankreich und Portugal; auf, der
durch Geschenke.
— Von der Jagd. Im Großherzogtum ist vom 1. Oktober an die Jagd aus den Dachs wieder offen.
** Besitzwechsel. Frau Constantine Heintz e verkaufte ihre Hofratte verlängerter Asterweg Nr. 53, an Makler I Samuel Katz hier zum Preise von 24 000 Mk.
** Verlaus der Witterung von Dienstag bis! Mittwoch. Die Wetterlage weist nur sehr wenig Aenderung auf- das Hoch behauptet trotz des von Westen her andrangenden Tiefs seine östliche und südöstliche Lage. Jnsolgedeyen nutzen meist südöslliche und südliche Winde, unter deren Einfluß im Verein mit der kräftigen Sonnenstrahlung die Temperatiir für die Jahreszeit höbe Beträge erreicht (20-22 Gr.». Tie Tie,'s rusen öfters dünne Bewölkung hervor, auch wird stellenweise ganz germger Regen gemeldet (in Grünberg und Umgebung gestern mit Gervittererschem-1 unaen), ohne daß der Witterungscharakter hierdurch wesentlich geländert wurde. Ein Witterungsumschlag ist also vorderhand noch hingeschoben. 21. e p p 1 e r.
§ Griebel, 30. Sept. Em junger Mann von hier, der vcrflosiene Woche an Diphtherie erkrankte, zu der sich noch Genikstarre gesellte, starb infolge derselben. Er war 21 Jahre alt und wollte jetzt zum Militärdienst em- treten.
I. Bad-Nauheim, 30. Sept. Heute war der offizielle Schlußtag für die diesjährige Saison. Das herrliche Wetter lockte eine große Menschenmenge am Nachmittag sowohl wie am Abend auf die Terrasse und m die Park-! anlagen. Das Kaiser-Wilhelm-Jnsanterie-Regiment Nr. 116 aus Gießen konzertierte unter Leitung des Musikdirektors Krauße. Am Abend fand ein kunstvolles Feuerwerk statt, das I ber diesjährigen Saison einen glanzvollen Abschluß gab. Die I Frequenz unseres Bades zeigte in diesem Jahre ein besrte- I digendes Ergebnis, denn zirka 24 000 Kurgäste weilten hier und rund 320 000 Bäder wurden abgegeben. Im Vorjahre besuchten 22 000 Kurgäste unseren Badeort, denen 295 000
Kolb, zum O ~ -—— —,— • r
Oberförster in Beerfelden, Forstmeister Karl H eg er . feiben, in gleicher Diensteigenschaft in die Ob^försterei Iugw- beim, den Oberförster in Dorn berg, Forstmeister Karl Ruths ru Dornberg, unter Belassung seines seitherigen Gehalts und in gleicher Diensteig en schäft in die Oberförsterel Groß-Gerau und den Oberförster in Münster, Forstmeister Ludwig Spieler zu Dieburg, in gleicher Diensteigenschaft in bte Oberförsterei Friedberg versetzt. —Dem Forstwart der abnormalen Domanial- forstwartei Ober-Sensbach, Heinrich Wilhelm zu Ober- Sensbach, wurde aus Anlaß seiner Versetzung m. den Ruhestand der Charakter als Förster verliehen.
** Hcssisch-Thüringischc StaatSlotterie. Bei der heute stattgefundenen Schluß-Ziehung der 6. Klasse flel die Prämie von 100 000 Mk. auf Nr. 83501 (nach Alzey), vier Prämien ä 50 000 Mk. auf Nr. 28249 (nach Oberstein), 41538 (nach Oppenheim), 53455 (nach Mainz) und 78487 (nach Gotha), ein Gewinn von 40 000 Mk. auf Nr. 489151 (nach Oldenburg), acht Prämien von je 25 000 Mk. fielen auf Nr. 17043 22214 35953 54035 58952 75846 81966 84379, drei Gewinne von 2000 Mk. fielen auf Nr. 53288 I 72928 83158. (Ohne Gewähr.)
** Der frühere Direktor unseres Staot- tHeaters, Herr Kruse, hat sich mll Herrn Ge^ch I assoziiert und wird, wie uns mitgeteilt wurde, demnachft in I Neuwied eine Reihe von Vorstellungen veranstatten.
** Aus dem Stadtheater-Bureau. Der Freitag bringt uns Stobitzers historisches Lustspiel ^Liselotte", ba§ bei der sorgfältigen Vorbereitung, die ihm hier zu teil wird, wohl dieselbe Zugkraft ausüben dürste, wie an allen größeren Bühnen, über die es gegangen ist. Liselotte ist die historische Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte, die, durch Heirat an den Hof des Sonnenkönigs verschlagen, dort durch ihre deutsche Derbheit und drollige Natürlichkeit einen amüsanten Aufruhr her-1 vorrust. Frl. Margarethe Hohl, die in der Eröffnungsvorstellung den Prolog sprach, hat die Titelrolle mne; sie bars Rollen dieses Genres als besondere Domäne betrachten. ! Diese Vorstellung ist die erste Freitags-Abonnements-Vor- stellung. Es sei bei dieser Gelegenhell nochmals darauf hingewiesen, daß die Inhaber von Abonnementsbillets nur das 1. Billet ihrer Blocks abends vorzuzeigen hallen und fein Tagesbillet einzutauschen brauchen. Die Direktion beabsichtigt, auch in den Sonntagsvorstellungen ein gewähltes Programm zu bieten, wovon Interessenten auf Sonntags- Abonnements gefälligst Kenntnis nehmen wollen. InKm'"einV PÄ'en^'ein^Teller mit kleinen Löffeln. Größere
" Der Prolog, den fei; ber Eröffnung des Stadt- ^^^eie Silb-rgegenstände blieben unberührt. Der D-eb. theaters Fraulem Margarethe Hohlwirkungsvoll oortl:u3' f ( an|^eüienb ®on Persönlichkeiten ausgeführt worden, hat, wie wir jetzt hören. Herrn DwektorHerm. Sterng oetter stahl^rst °»>^Een genau bekannt waren"
zum Verfasser. * Berlin 30 Sevt. Der durch seine Wetterprognosen
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jubiläum. 15 Jahre war er als Schutzmann tätig, 10 Jahre lang widmete er dem Bauamt seine Dienste. Die Beamten des Hoch- und Tausbauamts ehrten heute morgen den Jubilar
Und hat die Glocke jäh geschwungen, Als ein Genosse wutentbrannt Den andern meuchlings „Herr" genannt.
* Humor des Auslandes. „Warum nennt man denn unsere "Sprache die Muttersprache?" — „Weil der Vater doch nie zum Sprechen kommt." Scherzfrage. Frage: „In welcher Stadt gab es den ersten sozialdemokratischen Zeitungsredakteur?" Zlntwort: „In Lystra in Kleinasien, denn Apostelgeschichte Kap. 14, V. 8 heißt es: „Und es war ein Mann in Lystra, der mußte sitzen." — Aut—Aut. Lehrer: „Lehmann, was heißt auf Lateinisch „sowohl . . . als auch"?" — Lehmann: „et ... et." — Lehrer: „Und was heißt „entweder . . . ober?" Lehmann schweigt. — l Lehrer: „Du kannst dabei an Automobil denken." — Lehmann: „Töff . . . töff." — Aus dem Aufsatz einer höheren Tochter. „Lessings Gram über den Tod seiner Frau war ein so tiefer, daß er überhaupt erst nach Italien gehen mußte, um dort die Wunden zu hellen, die ihm semc Frau geschlagen hatte."(„Münchener Jugend.")
*• '‘tra». SSÄ”*S SÄTvMM.
' ' - Crepe de Chine; Form und Ausführung desselben erfolgt in einfach.jugcndlichcm Stil. Den Hauptpntz an dem kostbaren Kleide werden die wundervollen echten Spitzen sein, welche dem Familienschatz der Eltern der Braut entstammen und die auch schon das Brautkleid ihrer Mutter sowie das,emge der verstorbenen Großherzogin Alice schmmckten. Der Braut- schleier ist aus denselben echten Spitzen w,e die Verzierungen des Kleides. Die Myrtenzweige zum Brautkranze sind auf der Terrasse des Heiligenbcrgs gewachsen (und stehen zur Zeit noch dort), während die Orangenbluten aus England bezogen werden. Einzelne Zweige des Kranzes werden später in die neu- He-mat der Prinzessin, nach Griechenland, «versandt, um dort eingepflanzt zu werben. Von Interesse dürfte wohl sein, daß nach dem Tode der Großherzogin Alice keine fürstliche Hochzeit hier in Darmstadt abgehalten wurde, als die der ältesten Tochter ber Großherzogin, ber "nnzesttn Viktoria von Battenberg, unb nun jetzt diejenige ber ältesten Tochter der letzteren, ber Prinzessin Alice.
ss Marburg, 30. Sept. Gestern mittag würbe bet Cölbe ber 60 Jahre alte Arbeiter Vornam aus Unterrosphe vom Schnellzuge zermalmt. — Exzellenz Geh. Mat Professor Dr. v. Bshrtng ist heute zu einem mehrwöchentlichen Aufenthalt nach Italien abgereist.
Kleine 9Ji i 11 e i i u n g e n aus Hessen und den Nachbargebieten. Die Turner in Lollar haben ihr Abturnen auf Sonntag den 4. Oktober verschoben. Daß ein rühriger Berichterstatter aus einem Nachbardörschen Gießens bereits einen vervielfälttgten emgehenden Bericht über den Verlauf der Veranstaltung an mehrere hessische Blätter schickte, war die Tat blinden Eifers im Dienste der Oeffentlichkeit. — Wegen Beleidigung des Kaisers wurde am Dienstag in Kassel gerichtlich die Donnerstagsnummer des sozialdemokratischen hessischen Volksblattes beschlagnahmt. — Der 16jährige Schüler der Dillenburger Präparandenschule Edmund Lehr von dort ist seit dem 21. September unter Mitnahme seiner Sachen verschwunden.


