Ausgabe 
1.7.1903 Erstes Blatt
 
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60 Bitten eingerichtet. ES wird Vorsorge getroffen, das; eine 'twa erforderlich werdende (Srrocitcnmg ohne grobe Betriebs- törung vorgenoinmen werden kann. Der für Frauen bc* Stimmten Heilstätte soll sich eine Kinderstation anschliesien.

**R es orm kleid ung der M u n n e r. Man schreibt un8: Nachdem in diesen Blättern die RefonnkleidungS- frage der Männer angeschnitten ist und dabei allerlei Vorschläge gemacht worden sind, macht Einsender dieses den Vorschlag, zu der in den 20 er und ersten 30 er Jahren des vorigen Jahrhunderts üblichen Weise des Kittels -nrückzukehreu. DieseReform" würde alles in sich be­greifen, was man fid) nur wünschen möchte an Einfachheit und Zweckmäßigkeit. Wohl geborgen unter dieser einfachen Hülle von Leinenzeug (weiß oder grün) kann man sich's darunter ohne viel Umstände so bequem als möglich machen. Und bttAU noch weiß leinene Pumphosen mit einem Gurt und die Sache ist fertig von oben bis unten; und dazu noch obendrein, wie großartig billig wäre solche Som­me r resormbekleiduug, denn für den Winter dürfte sie sich wohl weniger empfehlen. Bemerkt sei noch, daß der Kittel mit einem Gürtel um die Taille zu versehen ist, der hinten angeheftet sei. Zu einiger, noch besseren Rekommandation der nun wieder neumodischen Kittelsache sei noch hinzugefügt, daß der seinerzeit allbekannte edle und originelle Oberpräsident von Westfalen, Freiherr v. Vincke, stets einen Kittel trug und wenn er einem ein rechtes, echtes Geschenk machen wollte, dann verehrte er ihm einen Kittel! Bezüglich dieses prächtigen, hoch, gestellten und hochverehrten hochfreiherrlichen Kittelträgers bemerken wir noch dieses: Ter König Friedrich Wilhelm UL von Preußen kam einst, als der um Deutschland so ver- diente herrliche Freiherr vom Stein Oberpräsident von Westfalen war, nach dieser Provinz. Gelegentlich stellte der Oberpräsideitt Sr. Majestät auch den neuernannten jungen Landrat v. Vincke vor. Ueberrascht von der kleinen, jugendlichen Gestalt des Vorgestellten, sagte der König; Macht man hier Kircher zu Landräten-!"Klein von Ge­stalt, aber groß an Gei st, Majestät", erwcherte der oberpräsidentliche Vorsteller.

s. Üaubach, L Juli. S. K. H. der Großherzog wird am 11. Juli zum Besuche des Grafen Solms hier ein­treffen. Tie Stadt beabsichtigt, dem Landesfürsten einen fest- lichen Empfang zu bereiten. Sonntag, den 12. Juli ge­denken die höchsten Herrschaften nach dem eine halbe Stunde entfernten Wetterfeld zu fahren, um dort den unter Leitung des Lehrers Jakob aufgeführten Lut her festspie len bei­zuwohnen.

k Mainz, 30. Juni. Nach langen Verhandlungen und mehrfachen Anregungen in der Ständekammer in Darmstadt ist bezüglich der Niederlegung der in Kastel freiwerdenden Festungswerke jefrt endlich zwischen dem Militärfiskus und der Gemeinde Kastel ein Vertrag zu stände gekommen, der als erster Schritt zur Entfestig- ung vonKastel anzusehen ist. Nach der unterschriebenen Vereinbarung läßt die Gemeinde Kastel die Feftungsgräben zuwerfen, dre Wälle beseitigen und das ganze Feslungs- rerrain planieren auf Kosten und Rechnung des Militar- jiskus. Wenn diese Arbeiten, mit welchen am ersten Okto­ber nachsthin begonnen wird, geschehen sind, werden Nor­men über die Höhe des Preises des freiwerbenden Bau­geländes festgestellt, dre auf den gemeinsamen Taxationen des Militärfiskus und der Kasteler Gemeindevertretung bemessen werden sollen. Die Kosten für Planierungs- und Zuschuttungsarbeiten ersetzt die Militärbehörde der Ge­meinde Kastel nach Ausführung der Arbeiten in bar. In Sachen der Fäkalieneinleitung in den Rhein ist das Gutachten des Reichsgesundheitsamts in Berlin jetzt bei der hessischen Regierung in Darmstadt. Dasselbe soll sehr zu Gunsten der Einleitung in den Rhein sprechen, so daß die städtische Verwaltung hier bald mit der wich­tigen Frage sich befassen muß, ob für die Folge die Ein­leitung der städtischen Kanäle in den Rhein slattftnden soll. In der Zeit vom 6. bis 9. September hält der deutsche Gewerbeverein und der hessische Gewerbeverein hier in Mainz seine ordentliche Generalversammlung ab, wo­mit eine Ausstellung von Schülerarbeiten verbunden sein wird.

ck. Mainz, 30. Juni. Die Einweihung der evan­gelischen Chriftuskirche findet Donnerstag, de n 7. Juli statt. Die neue Kirche ist ein Monumentalbau, der sich den altehrwürdigen katholischen Gotteshäusern würdig zur Sette stellen kann. Tas Mainzer Stadtbild ist durch den mächtigen Bau völlig verändert und verschönert worden. Wie wir bestimmt vernehmen, beabsichtigt der Großherzog, an den Einweihungsfeierlichkeiten tettzunehmen.

den ist. Aber dasselbe sollte man auch für solche Bauten erwarten, die für reichsfiskalische Zwecke errichtet werden, also für Postbauten, Kasernen und ähnliches. Doch ist dies leider nicht der Fall. In Wiesbaden wird ein Postgebäude, in Mainz eine Infanterie-Kaserne er­richtet, denen durchweg mit Hilfe von Kalkputz das archi­tektonische Gepräge erteilt werden wird. Daß solche Bei­spiele, welche die Bauverwaltung des Reiches giebt, Private nicht ermuntern können, chre Bauten aus echtem Material zu errichten, ist einleuchtend. Bauten, die ihrer Bestimmung gemäß auch erzieherisch auf diejenigen ein­wirken sollen, die genötigt sind, sie zu besuchen, sollten in allererster Linie in echtem Material zur Ausführung gelangen, so also die Gerichtsgebäude und vor allen Dingen die Schuten; aber dre Gerichtsgebäude, welche augenblicklich in unserem Großherzogtum geplant sind, nämlich die zu Wöllslein, Dieburg und Darmstadt sind, wie unser Gewährsmann schreibt, als Putzbauten geplant. Viel bedauerlicher ist es, daß ein neues Schul­haus, dessen Bau in Mainz geplant ist, ebenfalls in Putz zur Ausführung kommen soll. Soll dies vielleicht die Schüler dazu erziehen, sich selbst und andere zu be­lügen? Der Außenwelt will man doch vortäuschen, daß das Schulhaus aus mächtigen .Hausteinquadern gebaut ist, während nur ein dünnes Mörtelhäutchen, durch dessen baldigen Abfall das nackte Mauerwerk zum Vorschein kom­men wird, die Architektur vorgaukelt. Ganz unverständlich ist es uns, daß selbst Kirchenverwaltungen Kirchen­neubauten nicht rn echtem Material, sondern in Kalkputz ausführen lassen, wie dies augenblicklich bei der katho­lischen Kirche in Groß-Zimmern der Fall ist, deren Äeußeres aus Kalkputz hergestellt wird. Ta der Mörtelputz nach einer ziemlich kurzen Zeit wieder erneuert werden muß, wenn das mit solchemgeschmückte" Haus nicht als Ruine wirken soll, so werden die Unterhalt­ungskosten erheblich, und dies allein schon sollte cm u/runo sein, an stelle falschen Mörtelputzes echtes Bau­material anzuwenden.

Bretzenheim, 29. Juni. Ein Gesangverein von hier unternahm gestern einen Ausflug nach dem Arenberge und sollte mit dem Dampfer abends zurückkehren. Der Dampfer fuhr bei Bingen auf Sand auf und konnte nicht wieder flott gemacht werden. Der ganze Verein mußte in Bingen über­nachten, da die Bahnzüge alle abgegangen waren. Hier herrschte nachts große Aufregung. (M. I.)

sc. Frankfurt a. M., 30. Juni. Die im Walde er­drosselt Aufgefundene gehörte nach den angestellten Er­mittelungen den Kreisen der öffentlichen Dirnen an. Ob Mord oder Selbstmord vorliegt, ist noch nicht festgestellt.

sc. H ö ch st a. M., 30. Juni. Gegen die Wahl des Land­richters J t schert (Ztr.) wird von sozialdemokratischer Seite P rote st erhoben.

Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Die Gemeinde Watzenborn-Stein­berg beginnt demnächst mit dem Bau eines vierklassigen Schulhausneubaues. Die Rohbauarbeiten sind zu 23 000 Mk. veranschlagt und sollen bis zum Spätherbst voll­endet sein. In Wiese ck findet am 19. und 20. Juli das Bezirksfest des Kriegerbezirks Gießen statt, womit der dortige Kriegerverein sein 30. Stiftungsfest verbindet. In Frankfurt erschoß sich der 2bjähr. Techniker Ewald Munscheid aus Braunschweig aus unbekannter Ursache. Ein hinterlassener Brief wurde von der Polizei beschlagnahmt. In Oberrad findet eine Blumen-, Obst- und Gemüse- Ausstellung der Gärtnervereinigung vom 3. bis 6. Oktober, in Homburg v. d. H. eine Obstausstellung vom 5. bis 10. Oktober z. Z. der Hauptversammlung des Naffauischen Obst- und Gartenbauvereins statt. Der ordnungspartei­liche Wahlausschuß (Th. Böhm) in Offenbach erläßt in fetter Druckschrift folgendes Inserat: ,Hundert Mark Be­lohnung. Wer über den Burschen, der Donnerstag abend vor dem Schützenhof Herrn Dr. Becker mit einem Schlag­instrument tätlich angriff, solche Angaben macht, daß der Berüber der Tat gerichtlich zur Verantwortung gezogen werden kann, erhält obige Belohnung.

Vermischtes.

Berlin, 30. Juni. Im Grünewald sand heute zwischen einem Schriftsteller und einem Studenten der Chemie ein Zweikampf auf Säbel statt, wobei der erstere zwei leichte Stiche in die linke Seite und zwei Hiebe über die linke Wange, letzterer zwei Hiebe über die Stirn und linke Wange davontrug. Als Grund des Zwei­kampfes wird ein Mißverständnis angegeben.

* Schmalkalden, 30. Juni. Das gestern abend in Floh ausgebrochene Feuer hat nachts noch weiter um sich gegriffen. Insgesamt sind 41 Häuser mit Neben­gebäuden abgebrannt Im Lause des Vormittags ist es gelungen, das Feuer zu löschen.

Stockholm, 30. yunt DenStockholms Tid- ninaen" zufolge ist in Wiborg in Finland der schwedische Feldjägerleutnant Lindgren wegen Betrüge­reien im Umfange von einer halben Million Mark fest­genommen worden. Als Mitschuldiger sei der Di­rektor der dortigen Aktiengesellschaft Hardesvog t ver­haftet worden.

Paris, 30. Jun?. Das Musikkorps des 89. Infanterie-Regiments in Neuilly ft reift. Der Oberst batte das Korps für einen besonderen Dienst ab­kommandiert Dasselbe weigerte sich jedoch, dem Befehl nachzukommen und verließ für einen ganzen Tag die Kaserne. Die Mitglieder des Korps wurden deswegen zu 30 Tagen Stuben-Arrest verurteilt Das Musikkorps hatte sich beim Kriegsminister über zu st r e n g e n Dienst be­klagt Die Antwort des Ministers steht noch aus.

Paris, 30. Juni. Bei der Kirmes in St Denis wurden gestern die Pferde einer Equipage scheu und gingen durch. Zehn Personen wurden überrannt, welche meist schwere Verletzungen davontrugen.

* Agram, 30. Juni. Nach hier eingetroffenen Meld­ungen ist es bei Sopremitz zwischen Bauern und Militär zu einem blutigen Zusammenstoß gekommen, wobei fünf Bauern getötet und zahlreiche verwundet wurden. Eine große Anzahl Verhaftungen wurden vorgenommen.

* New-P ort, 30.Juni. Durch schlagende Wetter sind in Hanna im Staate Wyoming fast 200 Bergleute getötet worden. /

Brände. Das Dorf Prutz im oberen Jnntale wurde durch Feuer eingeäschert Von 82 Häusern sind nur zwei übrig geblieben. In Herstal (Belgien) zerstörte eine Feuersbrunst ein Warenhaus. Der Schaden betragt 50 000 Fr. Der Besitzer ist nicht versichert

* Furcht vor dem Abiturientenexamen war der Grund zu dem Selbstmord des Oberprimaners S. in Berlin. Nachdem der junge Mann mit den Eltern und Geschwistern zusammen das Mittagessen zu sich genommen hatte, stand er plötzlich auf und begab sich in sein Zimmer. Gleich darauf siel ein Schuß. S. hatte sich eine Revolver­kugel in das Herz gejagt. Auf einem Zettel, der aus einem Tisch gefunden wurde, teilte der Unglückliche mit, daß er mit oer Prüfung nicht durchkommen würde, und deswegen aus dem Leben scheide. Die Leiche verblieb in der Wohnung, weil die Schuld eines anderen ' aus­geschlossen ist.

* Rechtsanwältin und Schiffsärztin. Dieser Tage hat sich der erste weibliche Rechtsanwalt Pommerns in Falkenberg niedergelassen und dort seine Praxis er­öffnet. Es ist ein Fräulein Dr. jur. Johanna Ditt- rich, Wie aus Marseille berichtet wird, wurde eine junge Aerztin, Mlle. Sarah Broido, als Schiffsarzt auf einem Dampfer angestellt, ber zwischen Marseille und Algier fährt. Es ist das erste Mal, daß eine Frau diesen Beruf ausübt. Außerdem haben sich, wie dieVoss. Ztg." mitteilt, noch zwei andere Damen um einen Posten auf Dampfern beworben.

* Die teuer st en Zigarren der Welt sind, wie Newyorker Blätter erzählen, 1500 Stück Havanna-Zigarren, die jüngst das Zollhaus Newports passierten. Sie kosten 18 Mark das Stück. Der für die kostbaren Glimmstengel verwendete Tabak ist im Vuelta-Abajo-Distrikte in Kuba gewachsen und stammt von seit Jahren mit großer «Sorg* falt gezogenen Pflanzen. Selbstverständlich werden für diese Zigarren nur vollständig fehlerfreie Blätter der besten Qualität verwendet, und die Zigarren werden von er­fahrenen Arbeitern hergestellt, die nicht mehr als acht Stück im Tag fertigstelleu. Diese Zigarren sind 16 Zoll lang, und das Tausend wiegt etwa 30 Kilogramm. Hede Zigarre ist in japanisches Papier gehüllt und befindet sich in einem luftdichten Kästchen aus parfümiertem Holze.

Gerichtssaal.

Kassel, 30. Juni. Treber-Prozeß. (Siebenter Tag) Hermann Sumps erklärte, nur der Arbeit und der Pflicht gelebt zu haben und nie wissentlich von der Wahrheit abgewichen zu sein. Er hatte wohl Zweisel über Schmidts Angaben, dieselben seien aber immer wieder zerstreut worden. Sumps sowohl wie Schultze- Dellwig sagen, für sie seien die Angaben der Sachverständigen be­stimmend gewesen. Schmidt erklärt, er habe die Herren des Aus­sichtsrats stets an die Sachverständigen verwiesen. Als Zeuge wird sodann uneidlich der Kaufmann Friedrich Bollmann, srüher Prokurist der Trebergesellschast, vernommen. Derselbe war ursprünglich der Mittäterschaft bei dem Betrüge in diesem Prozesse angetlagt, aber außer Verfolgung gesetzt, weil man annahm, daß er nicht selbst­ständig gehandelt habe. Als Zeuge giebt Bollmann Auskunst über seine Kenntnis der finanziellen Borgänge bei der Trebergesellschast. In den letzten 6 Jahren waren die täglichen Gelderfordernisse sehr bedeutend. Bollmann hatte darüber zu disponieren. Diese hohen Beträge waren hauptsächlich der vielen Neubauten und Neu- anschaffimgen wegen nötig. Durch eine Fusion mit den Tochter­gesellschaften würde das Unternehmen aussichtsvoll geworden sein. Bollmann sagt ferner aus, es sei ihm bekannt gewesen, daß den Tochtergesellschaften Geld überwiesen worden sei, woraus diese ihre Dividenden zahlten. Auch Bollmann glaubt, daß Schmidt aus die Güte der Unternehmungen baute. Kaiserlicher Rat Auspitzer-Wien, der seit 1900 als Syndikus der Trebergesellschast mit der Organi­sation der Fusionsangelegenheit betraut worden war, ist überzeugt, daß die Fusion einen glänzenden Erfolg gehabt haben würde. Durch den Weiterbetrieb einer Reihe von Fabriken würden große Summen für die Gläubiger erhalten ivorden sein. Zeuge hält Sch m i d t tue einen idealen Optimisten, der eine Beute sürTechniker und Erfinder war. Konkursverwalter Frieß erklärt, die Aufrechterhaltung der Werke sei am finanziellen Punkt gescheitert. Nachdem zum Schluß noch einige Zeugen vernommen waren, welche Aktien kauften, dieselben auf die beruhigenden Er­klärungen der Direktion der Treber-Gesellschasten behielten, und infolgedessen Geld verloren haben, wird sodann die Sitzung aus morgen vertagt.

Sport.

Das Ergebnis der E ms er Regatta war folgendes: 1) Junior-Achter, Staatspreis. Mainzer Ruderverein 1; Frankfurter Rudergesellschaft Sachsenhausen 2. 2) Vierer: Wander­ehrenpreis Kaiser Wilhelms, Nebenpreis eine große silberne Medaille. Ludwigshafener Ruderverein 1* Frankfurter Ruderverein 2. 3) Einer für Junioren, Damenpreis. Bonner Ruderverein 1; Offenbacher Rudergesellschaft Undine 2. 4) Vierer, Preis der Stadt Eins. Offenbacher Ruderverein 1; Akademischer Schwimm- und Ruder­verein Münster 2; Frankfurter Ruderklub 3. 5) Doppelzweier ohne Steuermann. Mainzer Ruderverein 1; Offenbacher Rudergesellschaft Undine 2. 6) Vierer, Lahnpreis. Wetzlarer Ruderklub 1. Offen­bacher Ruderverein 2. Offenbacher Ruderverein Hellas 3. 7.) Zweier ohne Steuermann. Frankfurter Ruderverein 1. 8) Junior- Vierer. Preis der Kurverwaltung. Alainzer Ruderverein 1. Frank­furter Ruderklub 2. 9) Einer. Frankfurter Ruderverein 1. Mainzer Ruderverein 2. 10) Vierer, Preis von Nassau. Akademischer

Schwimm- und Ruderverein Münster 1. Heidelberger Rudergesell­schaft 2. 11) Achter, Wanderpreis des Deutschen Ruderverbandes. Frankfurter Rudergesellschaft Sachsenhausen 1. Frankfurter Ruder­gesellschaft Germania 2.

Eckernförde, 30. Juni. Bei der Regatta Kiel-Eckerniörde passierte die JachtHamburgs um 1 Uhr 52 Minuten das Ziel, /Uletcoi-* um 1,55. Die »Hohenzollern" mit der Kaiserin ist ein- getroffen.

Von Mittelbachs Verlag in Leipzig gehen uns soeben zwei Karlen-Neuigkelten zu, die aus ein allgemeineres In­teresse rechnen dürfen, und zwar: 1. Mittelbachs Sl uto mobil« karte von Mitteleuropa, ein sehr großes^ Blatt in 1:1500000, umfassend Deutschland, Oesterreich-Ungarst, Schweiz, Holland und Teile des anderen Auslandes, Preis in Umschlag Mk. 2.50; 2. Mittelbachs Neueste H a p d- und V e r k sch r s k crr t e von Deutschland, schönes, großes Blatt in 1:1500 000. P«p-> in Umschlag 9Jlf. 1. Alan kann die Karten nur empfehlen; zu haben find sie in allen Buchhandlungen.

Akisen. - -1Jii

Kleine Scheidegg, 29. Juni. Die neue Station der Jungsraubahn, Eigerwaiid, wurde gestern eingeweihü Eine kleine Gesellschaft geladener Gäste, darunter der Regierungs­präsident von Bern, besichtigte die Anlage, die hohes technisches Interesse bietet. Von der neuen Station bietet sich eine wunder­volle Fernsicht. Auf der Station Eigergletscher fand nachher ein Bankett statt.

Reisende nach der Schweiz dürfte die Mitteilung interessieren, daß in den Monaten Juli, August. September ab Luzern über das Netz der ^Schweizerischen Bundesoahnen" Sonder­fahrten nach dem Genfersee (via Interlaken) stattfinden, sowie gleichfalls ab Luzern weitere Sonderfahrten über dieGotthard- bahn" dis zu den drei oberitalienischen Seen. Im Anschluß hieran werden Spezial-Rundfahrten nach Mailand (italienische Atittel- meerbahn) veranstaltet. Auch für eben solche Ausflüge nach Venedig (mit der .adricttischen Bahn") bei Gelegenheit der inter­nationalen Kunstausstellung und für das Nachtfest in Venedig am 18. Juli ist Vorkehrung getroffen. Die ausführlichen Programme können von der Geschäftsstelle der Touristen-Vereimgung für die Schweiz, m Basel, bezogen werden.

Familien-Nachrichlcn.

G e st o r b c n: Herr Albert Bauer in Frankfurt a. M.

Zwan7i<y Pfanniff gespart und iür 10 Mark Wäsche W uU«l§ 1 Ivliilijg ruiniert, das i|t das Resultat des billigen Einkaufs eines Waschpulvers, für welches der be­treffende Fabrikant nicht einmal seinen Namen hergiebt, weil es meist Soda, wenn nicht noch schärfere Stoffe, wie Ehlor 2C. enthält. Tie wertvollere Sparsamkeit liegt im Erhallen der Wäsche, und dies kann nur durch Anwendung eines ivirklich guten_ Seifenpulvers geschehen, wie Gioths gemahlene Kernseife mit Salmiak und Terpentin, für welche der Fabrikant, I. Gioth, Hanau, durch seine Firma auf jedem Packet garantiert. Preis per Packet 15 Pfg.____________________________________3735

Miwrhrtfh (Hessen, zw. Darmstadt u. Heidelbg. Hotel z. Krone. Pens. v. Alk. 3.50 ab. Prospekt il. Führer gratis. G. Diefenbach.

Wohin reisen Sie?" Tlese Frage ist jetzt an der Tages­ordnung. Und mein erfahrener Freund giebt mir den Rat:Ver­gessen toie nicht, ein Fläschchen Maggi's Würze rnitzunehmen. Sie sind dann sicher, auch auf dein Lande immer schmackhafte Suppen und Speisen zu haben, aber nicht zu viel davon nehmen! Aiaggi's Würze ist sehr ausgiebig und darf nicht vorschmecken: ein paar Tropfen genügen. Ist das Fläschchen leer, so können Sie es bei jedem befieren Kaufmann nachfüllen lassen. Vergnügte Ferien!"

Verkehrte Sparsamkeit

ist es, wenn man beim Einkauf von Pneumatiks gerade desjenigen Teiles des Fahrrades, der naturgemäß der größten Beanspruchung und Abnutzung unterliegt, sich durch einen billigen Preis verlocken läßt, eine der jetzt so vielfach unter allen möglichen Namen neu aufgetauchten Reifensorten zu wählen.

Die Erfahrung ivird zeigen, daß diese Reisen bei weitem nicht die an einem erstklassigen, bekannten Fabrikat gewohnte Haltbarkeit besitzen und steter Merger und Verdruß mit den Reifen das Rad­fahren verleiden. Die (Garantie steht meist nur auf dem Papier, beim von einer Koulanz, wie sie renommierte Gummifabriken ausüben, kann natürlich, zumal bei heutigen enorm hohen Roh^ gummipreisen, bei diesen minderwertigen Fabrikaten keine Rede sein.

Sticht der billigste im Eiiikauf, aber un Gebrauch ist der seit über 10 Jahren nicht durch übermäßige Reklame, sondern durch seine vorttigliche Konstruktion und Haltbarkeit bestens bekannte Excelfior-Pneumatik, Fabrikat der Hannoverschen Gnmmi-Kamm'' Eoutpagnie, A.-G., Hauuover-Limmer.