Ausgabe 
1.7.1903 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt.

ISS. Jahrgang

Mittwoch 1. Juli 1903

Nr. 151

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Dem (Siebener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gießener Kamillen» blätter viermal tn der Woche beigelegt.

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MommernöanK und Kressrkluö.

Aus Berlin, 30. Juni, wird uns geschrieben:

Der endlose Pommernbank-Prozeß hatte die Oeffent- lichleit, abgesehen von den durch den Krach dieser Bank in Mitleidenschaft Gezogenen, nur im mäßigen Grade beschäs» trgt. Durch einen Zwischenfall, Pommernbank-Berliner Presseklub, sind mit einem Male diese VerhandlungenGegen- stand des allgemeinen Interesses geworden. Linunver- zinsliches und unkündbares Darlehn" von 25 000 Mk., das sich der Presseklub von den Direktoren der Pommernbank hatte geben lassen, ist einem Geschenk ähnlich wie ein Ei dem andern.

Abgelehnt wurde von den Empfängern der Summe die BezeichnungGeschenk" und dasür die Form des Darlehns gewählt. Daß es sich um ein Leihgeschäst handelt, geht schon daraus hervor, daß nicht Zinsen berechnet und ent­richtet worden sind.Nicht um der schönen Augen willen", so sagte einer der Angeklagten, ist die Hergabe des Geldes erfolgt. Man hat offenbar stillschweigend Gegendienste er­wartet, mindestens in einer gewissen Duldung der Pom- mernbank gegenüber, mit deren Ruf in der Finanzwelt es schon seit Jahren nicht gut bestellt war. Nun ist aber keineswegs der Berliner Presseklub eine Vereinigung aus­schließlich von Journalisten und Schriftstellern, sltach der Kreuzztg." gehören dem Klub Großkausleute und Bankiers, Parlamentarier, hohe Staatsbeamte an und andere Männer, denen an einemguten persönlichen Verhältnisse zur Presse" etwas liegt. DasStert Dagebl" meint, es wäre Sache des damaligen Kassenwarts des Klubs gewesen, die geschäfts­unkundigen Herren Sudermann und Dr. Fulda über die Persönlichkeit des Gebers aufzuklären.

Der Angeklagte Ramick erläuterte die Absicht der Ge- Keit dahin, daß die Anbahnung einer persönlichen ntschast mit den Herren des Kesseklubsdoch na­türlich erwünscht sein mußte."

Nun sollte sich möglichst bald die andere Seite zum Wort melden, und 'das ist der Presseklub. Es wäre das Einfachste gewesen, Ludwig Fulda hätte als Zeuge dar­gelegt, . wie der Klub dazu gekommen ist, mit der Pom- mernbainL. in Verbindung zu treten. Eine Bank ist keine Privc-tpevson. Daß eine Privatperson, im Besitz von reichen Mit Mn, ^als Mäcen auftritt, ist nicht ungewöhnlich und niettiand etwas an. WekÄ- Tatsachen aber, oder welche Erwägungen konnten zu der Annahme berechtigen, däß die Direktoren einer Bank, nur um einem edelmütigen Drange zu, genügen, ein solches Kapital zur Verfügung stellen, obendrein einer Vereinigung, zu deren Mitgliedern recht potente Leute zählen? Wie gesagt, dieser Punkt bleibt aufzuhellen, und je eher und je vollständiger dies geschieht, umso besser.

Die Prozeßverhandlung hat noch weitere unerfreuliche Enthüllungen gebracht: in dem Buch für sekrete Aus­gaben sind größere Posten aufgeführt, von 1000 bis 3000 Mark, an Personen, die durch Buchstaben bezeichnet sind. Der Angeklagte Schultz lehnte hierüber jede Auskunft ab. Die betreffenden Empfänger seien für Arbeiten, die sie für die Bank angesertigt, honoriert worden. Vom Richter­tisch aus war ein Name genannt worden in Verbindung mit der Bemerkung, verschiedene Lausendmarkscheine seien nachweislich einzelnen Vertretern der Presse von Zeit zu Zell durch die Angeklagten zugeflossen. DieNational Zig." fchreibt, die gesamte Presse dürfe die Aufforderung erheben, in öffentlicher Sitzung alle die einzelnen Ver­treter der Presse" namhaft zu machen, die llgendwelche Beträge von dem Angeklagten Romeick ober sonst von der

Pommernbank erhalten haben sollen. Es scheint, nach der Kreuzztg.", daß derVerein Berliner Presse" in diesem Sinne berüts vorstellig aeworden ist, um näheren Aus­schluß zu erhalten. Bei der Weigerung der Angeklagten, Namen zu nennen, wird aber wohl wenig Authentisches festzustellen sein.

Politische Tagesschau.

DaS ÄeichStagswahlrecht des Kaisers.

Wiederholt ist ux oen letzten Wochen die Frage aufge­worfen woroen, ob der deutsche Kaiser rein theo­retisch betrachtet zum deutschen Reichstag wählen könne: da jeder Deutsche, der das 25. Lebensjahr voll­endet habe, wahlberechtigt sei, so stände auch der Wahl­berechtigung des Kaisers kein Bedenken entgegen. Es seien einige kurze Rechtsausführungen über die aufgeworfene Frage hier gestattet.

Auf Grund des Artikels 20 der Verfassung des deut­schen Reiches vom 16. April 1871 werden die Wahlen zum deutschen Reichstag noch heute nach dem Wahlgesetz für den Reichstag des norddeutschen Bundes vom 31. Mai 1869 vollzogen. Hiernach ist jeber Deutsche, der das 25. Lebens­jahr zurückgelegt hat, aktiv wahlberechtigt. Von dieser Be­rechtigung ist eine Reihe von Bürgern ausgeschlossen, die aus irgend welchen, in ihrer Person begründeten Verhält­nissen in ihren Rechten beschrankt sind-: zum Beispiel Be­vormundete; Personen, die sich im Konkurse befinden, die Armenunterstützung beziehen, die nicht im Besitz der staats­bürgerlichen Ehrenrechte sind.

Ist nun jeder Deutsche, bei welchem nicht eine der vorgenannten Beschränkungen Platz greift, wahlberechtigt, so müßte es als erster Deutscher auch der deutsche Kaiser sein.

Gleichwohl ist der Kaiser nach unserem Dafürhalten nicht zur Ausübung des Wahlrechts befugt; § 2 des Wahlgesetzes schreibt nämlich vor:FürP erfoncn des Soldaten st andes, des Heeres und der Marine ruht die Berechtigung zum Wählen so lange, als dieselben sich bei der Fahne befinden", und § 49 des Reichsmilitär- gesetzeS vom L Mai 1874 bestimmt:Für die zum aktiven Heere gehöriger Militär Personen, mit Ausnahme -?er M illläröramter:, - ru uk Berechtigung' zum Wär-len sowohl in Betreff der Reichsvertretung wie in Betreff der einzelnen Landesvertretungen." Aus Grund dieser Be­stimmungen ruht unseres Erachtens das Wahlrechtdes Kaisers; denn der Kaiser muß als Oberbefehls­haber der Kriegsmarine und der gesamten Landmacht des Reiches als eine zum aktiven Heere gehörige Militärperson angesehen werden. Die Auffassung, oer Kaiser gehöre nicht zum aktiven Heere, sondern stehe als Oberbefehlshaber über demselben, erscheint gekünstelt; er gehört vielmehr als vnmus inter pares zum aktiven Heer; daher ruht das Wahlrecht des Kaisers, er kann es nicht auSüben. Ebenso steht es mit dem Wahlrecht des Kronprinzen, oa er ja in der Regel auch dem aktiven Heere angehört.

Daß der Kaiser passiv nicht wahlfähig ist, das heißt nicht zum Mitglied des Reichstags gewählt werden kann, ergiebt sich indirekt aus verschiedenen Bestinimungen der Reichsversassung, so zum Beispiel aus Artikel 24, wo­nach der Reichstag nicht ohne Zustimmung des Kaisers aufgelöst werden kann; es erscheint über begrifflich ausge­schlossen, daß ein Mitglied des Reichstages über dessen Auf­listung zu bestimmen hat. Dagegen ist die Wählbarkeit des Kronprinzen zum deutschen Reichstag in keiner

Weise beschränkt, da nur das aktive und nicht daS passive Wahlrecht der Militärpersonen ruht.

Der neue Reichstag und die Kolonien.

Aus Kolonialkreisen wird uns geschrieben:

Die Hoffnung, welche von Kolonialfreunden auf die Neuwahlen zum Reichstag gesetzt wurden, sind im großen und ganzen unerfüllt geblieben. Daß die strammen Agrarier aus der Volksvertretung hinausgewählt sind, wird fteilich in kolonialen Kreisen mit Genugtuung emp­funden. Denn diese Politiker stehen allem Ueöerseeifcben mit größter Kühle gegenüber. Im übrigen aber hänat das Wohl und Wehe der nächsten kolonialen Zukunft wiederum vom Zentrum ab, und hier wieder vom Abg. Müller- Fulda, dessen Stellungnahme %u kolonialen Forderungen für den überwiegenden Teil des Zentrums maßgebend/ ist, während der kolonialfreundliche Zentrumsmann Prinz Arenberg nur eine geringe Gefolgschaft unter seinen poli­tischen Freunden hat. Ermarkiert" sozusagen das In­teresse des Zentrums am kolonialen Gedanken. In der neuen Legislaturperiode wird der einflußreiche Herr Mill- ler-Fulda für die Kolonien wohl nur dann mehr übrig haben, wenn die Reichsfinanzen sich bessern. Andernfalls werden auch die nächsten fünf Jahre die Segel der Kolo- nialpolitik nicht schwellen.

Aus Stadt und Land.

Gießen, 1. Juli 1908.

L. ü. Promotionen. Im Monat Juni 1908 wurden an der Landesuniversität promoviert: Zum Dr. med. Kurt Laubenheimer, approb. Arzt aus Höchst a. M., Alfred Hellmann, approb. Arzt aus Siegen; 311m Dr. phiL Richard Heuerling, cand. chem. aus Wimpfen; Hermann T Hümmel, cand. rer. nat. aus Barmen. Zum bOjähr. Doktorjubiläum wurde erneuert das Diplom als Doktor der Medizin dem Medizinalrat Dr. Rouge in Hungen.

L. U. Der ordentliche Professor in der juristischen Fakultät der Landes-Universität Dr. Karl Heimburger hat die von ihm aus Gesundheitsrücksichten erbetene Entlassung auS de» hessischen Staatsdienste aniu Anerkennung seiner er­sprießlichen Dienste mit Wirkung vom 1. Oktober d. I. er­halten.

* Humoristische Vorträge. Das beliebte Künstler^ paarEickermann". welches heute abend imStahttheater- saal hier austritt, bereiste in letzter Zell Ostpreußen, wo eS in Königsberg, Stettin und Danzig an vielen Abenden mit größtem Erfolg austrat. Jetzt kommen die Künstler aus Siegen, wo sie aus die Dauer eines Monats sich aufhielle» und viel Beifall errangen. Aus allen diesen uns vorliegenden Nachweisen und Zeugnissen geht hervor, daß unS heute kein gewöhnlicher Abend bevorsteht.

8. Heilstättenverein für das Großherzogtum Hessen. Am 29. Ium wurde das für die Heilstätte für weibliche Lungenkranke benötigte Gelände in der Gemarkung Winterkasten von dem Vereinsvorstand angekauft. Die Bau­projekte und Baupläne sind fertig gestellt, und e5 wird sich in Kürze entscheiden, welches Projekt zur Ausführung kommen soll. Der Bau soll sobald als möglich in Angriff genommen und so gefördert werden, daß die Heilstätte im Jahre 1904 schon eröffnet werden kann. Die Heilstätte wird zunächst für

Enthüllung des Darmstädter Koethe-Aenllmaks.

R.B. Darmstabt,30. Juni.

Zur feierlichen Enthüllung des auf Veranlassung des Darmstädter Journalisten- und Schriftstellervereins errich­teten Goethe-Denkmals im Herrengarren hatw sich heute nachmittag dort ein sehr zahlreiches, illustres Publikum eingestellt. Wir bemerkten neben Se. Kgl. Ho hell dem Gr oßh erzog und den Gräflich Erbach-Schönbergschen Herrschaften Staatsminister Rothe, Justizminister Dittmar und Finanzmini,ier Gnauth, den Divisions­kommandeur Generalleutnant Frhr. v. Gall, den Stadt­kommandanten Generalmajor v. Lynker, Oberbürger­meister Morneweg, den Rektor der Technischen Hochschule u. v. a. Auch die Angehörigen der Famllie Merck, Nach­kommen des bekannten Goethefreundes Johann Heinriche Merck, der Vorsitzende des Freien dentsch>en Hochstifts, Dr. Heyer re. wohnten der erhebenden Feier bei Dieselbe begann beim Erscheinen des Großherzvgs mit einer Be- grußungsfanfare, worauf eine von Prof. Arnold Mendels­sohn komponierte F e st k a n t a t e nach den Worten Goeches: Einmal nur in unferm Leben, Was auch sonst begegnen mag, Ist das höchste Glück gegeben, Einmal feiert solchen Tag!" re. Die vom Akademischen Gesangverein an der Tech­nischen Hochschule unter Leitung des Privatdozenten Dr. Nagel vorgetragene Komposition schließt jich eng den philosophisch poetischen Worten des Dichters an und er­höhte die feierliche Stimmung. Der Vorsitzende des Denk- malsausschu^ses. Oberstleutnant a. D. Gad, begrüßte dar­aus die Versammlung mit einer längeren Ansprache, in dec er auf die bei der 150jährigen Jubelfeier Goethes im Jahre 1,899 entstandene Idee hinwies, auch in der Goethe­stadt Darmstadt ein Denknial für den Geistesheros zu er­richten. Der Darmstädter Journalisten- und Sck)riftsteller- verein nahm diese Jdee^nit Begeisterung auf und sand den eijrigsten Förderer in Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog, ferner in oer Stadtverwaltung, in Publikum und Presse. Nach herzlichem Dank an alle, die an dem Gelingen des schönen Werkes mitgeholfen, bat Redner den Großherzog,

den Befehl zum Fallen der Denkmalshülle zu geben und doS Denkmal in seine Obhut yu nehmen.

Als die Denkmalshülle gefallen war, trat Prof. Dr. Otto Harnack vor und rief:Offenbare Dich uns, Genins der Poesie, der Du hier emst m glücklichen Jugendjahren des unvergleichlichen Sängers waltetest. Erfülle uns mll einem Hauch oes Geistes, der hier im Freundeskreise be­lebend, begeisternd, entzückend und schafsensgewalttg seine Flügel entfaltete! Wir feiern Dick in dem erhebenden Be­wußtsein, daß Du nicht erstorben bist, daß Du in Deinem Volke, in der Dich ehrenden Menschheit lebst und wirkest, und auch im Entstehen dieses Werkes uns hast erkennen lassen, daß Du noch der unsere bist!" Der Redner warf dann einen Blick auf die jugendlich aufstrebende Zeit, da unter der Aegide der großen Landgrüsin Carolina, die wenige Schrille von dem Gorthedenkmal entfernt ihre letzte Ruhestätte fand, sich ein reiches, Poesie- und geistersülltes Leben hier entfaltete, da in dem glänzenden Sturm- und Stegesgang der deutschen Literatur unsere Stadt, eng ver­bunden mit der Geburtsstadt des großen Dichters, frisch und freudig mit voranschritt. Wir erblicken am Sockel des Denkmals links das Antlitz Johann Heinrich Mercks, rechts das Bild der alsPsyche" besungenen Freundin Karoline F l a chs l a n d und in der Mitte den Dichter selber, das jugendliche Antlitz mit dem Augenpaar Zaubernde Augen voll Göllerblicken, gleich müchiia zu schrecken und zu entzücken", ihn, den damaligen LieMng, den Herrscher und den Abgott seiner Freunde. Der Redner gab nun noch eine kurze Würdigung der unsterblichen, unerschöpflichen Schöpfungen des Dichters und schloß .mit dem Wunsche, ba& er immer unter uns heimisch und vertraut bleiben, daß der Hauch seines Geistes immer durch unsere Bäume, über unsere Fluren wehen möge!

Das neue Denkmal stellt, wie hier noch kurz bemerkt sei, einen jungen, sinnenden Genius dar, der, in Broitze gegossen, auf hohem Marmorsockel sich erhebt, umgeben von den leichten, lichten Formen eines griechischen Säulen­baus. Das Ganze erscheint nicht in fremder Vereinsamung, sondern wie natürlich ernmchsen ans seiner Umgebung, hineingepslanzt in die 9tatur wie sich der Festredner

ausdruckte mit der er so innig vertraut war, in deren Busen er wie in den eines Freundes zu schauen liebte und in welcher der Ursprung seiner Kunst lag, so sehr sie sich auch über die Natur erhob. Wahrend der allgemeinen Besichtigung des Denkmals sprach der Großherzog den beiden Künstlern, Prof. Habich und Baumeister Zeller größte Anerkennung über das ideal schöne Kunstwerk aus. Die ganze Feier vollzog sich in würdigster Weise und bei schönstem Sonnenschein, nachdem kurz zuvor ein Gewitter niedergegangen war.

HessischeBauten einst und jetzt. Man schreibt uns: In der deutschen Geschichte des Mittelalters und der vormittelalterlichen Zell nehmen unsere hessischen Lande einen hervorragenden Rang ein. In Hessen spielt die Nibelungensage, der Dom zu Worms erinnert an den Streit der Königinnen, dort residierten die ftänkischen und hohenstausischen Kaiser, deren Psalze sich durch Großräu­migkeit und Schönheit auszeichneten. Zwar sind viele dieser stolzen Burgen im Laufe der Jahrhunderte zerstört tvorden, namentlich durch die französischen Einfälle Lud­wigs XIV., aber auch in den Ruinen lassen sie ihre ehe­malige Schönheit erkennen. Daß dies der Fall ist, ist ausschließlich dem Umstand zuzuschreiben, daß das Material, aus denen diese Bauten errichtet worden sind, echt war und nicht aus Stoffen bestand, die ein anderes Bau­material Vortäuschen. Die Kaiserpfalz zu Gelnhausen, die Dome zu Worms und vor allen Dingen in dem gol­denen Mainz, zeugen noch heute von der einstigen Pracht. Es wäre dies aber nicht möglich, wenn die Äu- meister der fränkischen und hohenstaufischen Zeit statt echten Bausteins Putzmörtel zur Herstellung der architek- tonischeii Gliederungen genommen hätten. Die glänzende bau geschichtliche Vergangenheit, die gerade jener gesegnete Landstrich aufweift, sollte doch Grund für die heutigen Architekten sein, auch die neuen Bauten aus unvergäng­lichem Material auszuführen. Unsere neue Sen, die Bau­meister Ernst Ludlvigs verstehen es wohl, Bauten auszu­führen, die sich dem würdig an die Seite [teilen, wa­nn ter den berühmtesten deutschen Kaisern geschaffen wor-