Ausgabe 
31.8.1901 Zweites Blatt
 
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Einziges

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Frankfurt, den 30. August.

Terdeuz fest.

am 28.-29.

August

. 199 20 . 174 80

. 120 00 . 129 10 . 136.20 . 185 00 . 163.00 . 182 50 . 166 00

. 153 20

Höchste Temperatur

Niedrigste ,

101.00 . 91 25 . 100 85 . 91 20 . 98 30 . 98.80

43.50 . 25 75 . 26.60 . 8410 |

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Belohsanlelhe do

KoosoJs , . do

Hessen

+ 16.80 C.

4- 7.00 C.

sehr bedeutendes Vermögen. Bald darauf verheiratete sich die Witwe von neuem, und zwar mit dein Hausarzt des verstorbenen Gatten, und das Paar zag sich in eine kleine Provinzstadt zurück. Tie Neuvermählte war jedoch für das stille Provinzleben nicht eingenommen, verließ nach ein paar Jahren ihren Mann, und wandle sich wieder nach Kopenhagen. Hie? ging es nun schnell bergab mit ihr. Sie suchte die schlechteste Gesellschaft auf, verkehrte bald in den gewöhnlichsten Kneipen, und sank immer tiefer. In diesen Tagen wurde nun die frühere Gräfin .Holstein in einem Wirtshause niedrigsten Ranges in trostlosem und gänzlich trunkenem Zustande angetroffen. Auf Veranlassung ihres Vormundes brachte man sie in einer Heilanstalt unter.

Kreditaktien . . Diskonto-Kommandit Darmstadter Rank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsgut;. Oeeterr. Staats bahn Gotthardbahn . . Laurahütte , . . Bochum ...» Harpener . , ,

Gottesdienst der israelitischen Keligionsgeseüschaft.

«amstag de« 31. August 190L

?amStag vormittags 8 Uhr, nach mittags 4 Uhr, SibbathauSgang 8°6 Ubr.

WochengottrSdi-nst: morgens 6« Uhr, abends 6» Uhr.

Kirchliche Uachrichteu.

Svasqelifche Gemeinte.

Sonntag den 1. September. 13. nach Trinitatis.

kirchliche Feier des Gedaufestes.

Gottesdienst.

m Ju der Stadtkirche.

Vormittags 8 Ubr: Pfarrer Schlot sei.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmterien der MatthSuSgemeinde.

Vormittags 9-/, Uhr: Pfarrer Dr. Grein.

Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäus- und Ma, In'« zemktnde. Anmeldung ro her bet dem Pfarrer jeder Gemeinde etbitc *.

... 2n der JohauneSkirche.

Vormittags 8 Usr: Stehe Sladtktrche.

Vormittags 9«/. Uhr: Pfairaisistent KrauS.

^noiilbS' *C ium besten der Kaiser-Wilhelm-Stiftung für deutsche

Landet und UerKehr. Volkswirtschaft.

S Butzbach, 29 Slug. Ter heutige Schwetnemarkt war stärker alS der letzte befahren, teils von auswärtigen Händlern und teils von Landwirten bet Umgegend. Obgleich daS Angebot die Nach- f 00t übertraf, warm Ferkel doch ziemlich gut im Preis; eS kostete dak Paar, je nach Alter und Qualität, 1040 Mk. Läufer wurden bis zu 65 Mk. bezahlt. Auch heute brachte der Markt unserem Städtchen wieder lebhastm Verkehr.

Hanau. 29. Aug. Der kürzlich von den Einlegern der Spar­kasse des Kreditvereins e. G. m. u. H., unternommene ,R>n" gab dem Borstand und Aufsichtsrat des Kreditoereins Deranlaffung, den Der- bandsrevisor des VerbandeS der Erwerbs« und WirtschaftSgenoffenschaften vom Mittelrhetn, G. Seibert, sowie den hiesigen Kaufmann Heinr. Ott zu ersuchen, behufs Beruhigung deS Publikums eine außerordentliche Prüfung des G.eschäftSstandeS vorzunehmen. Diese Prüfung hat vom 26. bis zum 28. d. Mts. stattgefunden. Die beiden Herren, die die Prüfung vorgenommen haben, geben heute bekannt, daß von chnen sämt liche Geschäftsausfiände, Posten für Posten, durchgesehen und, die Forde­rung an Roos u. Junge-Offenbach ausgenommen, für sämtliche Ausstände die erforderlichen Urkunden und die statutenmäßig Deckung durch Bürg­schaft, Hypothek oder Wertpapiere vorgefunden worden ist. In der dies­bezüglichen Erklärung wird hervorgehoben, daß die in der Bilanz mit 180000 Mk. eingestellte Forderung an Roos u. Junge zu Ende dieses Jahres auf den derzeitigen Wert von 80000 Mk. abgeschrieben und einige ältere kleine Ausstände im Gesamtbetrags von etwa 9000 Mk. auf ein Dubiosen-Konto übertragen werden soll. Die erforderlichen Abschreibungen können aus dem Delkredere-Konto und einem Teil des 1901er Rein­gewinnes gedeckt werden. Wie die Revisoren zum Schluß erklären, haben die Vereinsgläubiger und Mitglieder nach Lage des Geschästsstandes und der Geschäftsführung keinen Anlaß zur Beunruhigung.

Märkte.

S Gedern, 28. Aug. Der hier abgehaltene erste diesjährige Vtehmarkt war in Schweinen gut b-sahren; aufgetrieben waren gegen 500 Stück. Besonders entwickelte sich schon frühzeitig ein sehr lebhafter Handel In sogm. Etnlegeschweinen, die in kurzer Zeit ver­krust waren, sodaß viele Käufer leer ausgingen. Da« Paar kostete durchschnittlich 90100 Mk-, bessere Qualität 100-120 Mk. Ferner warm ziemlich junge Sommerferke! am Platze, wckche ebenfalls sebr gesucht waren. Da« Paar, 5-6 Wochen alt, wurde mit 30-36 Mk. bezahlt, 79 Wochen alt mit 3645 Mk. Auch hierin wurde fast alles verkauft. Fette Schweine waren wenig angefahren. DaS Pfund Lebendgewicht kostete 47-48 Pfg., Schlachtgewicht 58-60 Pfg Der Markt darin wurde geräumt. Eine Zuchteber wurde für 100 Mk. oertauft. Zuchtschweine kosteten 65-80 Mk. daS Stück und wurden ziemlich verkauft. Im allgemeinen war der Handel sehr gut. Es waren Händler und Metzger auS weiter Ferne anwesend. Anders dagegen stand eS mit dem Handel in Rindvieh, der ftbr gedrückt war. Der Austrieb war verhältnismäßig gering, etwa 150 Stück. Ein­jährige Stiere kosteten daS Paar 180200 Mk., zweijährige 250 bis 100 Mk, dreijährige 320370 Mk. ES wurde hierin wenig verkauft. Rinder waren nur wenig am Platze. Das Stück kostete: einjährig 90-100 Mk., zweijährig 130-150 Mk. Trächtige Rinder wurden mit 220250 Mk. bezahlt. Im Ganzen war daS Geschäft hierin ziemlich gut. Fettes Rindvieh war nicht am Platz-, nur einige junge Saugkälber wurden noch vr. kauft und zwar daS Pfund Lebendgewicht mit 3536 Pfg. Der nächste Biehmarkt findet Dienstag den 17. September statt.

Meteorologische Beobachtungen

_________der Station Gietzeu.

Sport.

Baden-Baden, 29. Aug. Bei ben heutigen Rennen um den Großen Preis von Baden (Goldpokal), gegeben vom Großherzoz von Baden, und garantierte Preishöhe von 80000 Mark, wurden erste Sieger Baron SchicklersSeinendria", Freiherr FürstenbergsNicus and ManSkes Slanderer".

Krurste Meldungen.

Elbing, 30. August. Auf der Haltestelle ArnShagen wurde der pensionierte Lehrer Gillewit vom Zuge über- fahren und getötet.

Lehrte, 30. August. In einem Hotel tötete sich bet Gesandtschaftsattache Graf Oeynhausen.

5% Ital en. Rente , .

4% Grleoh. Mnnop.-Anl.

8 % Portugiesen , .

8 °/o Mexikaner . . .

<Ve 8/o Chinesen . . .

Katholische Gemeinde.

* DamSiag ben 31. August.

nachmittags um 4V, Uhr ur.b abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heu. Beicht.

Sonntag den 1 September. 14. Sonntag nach Pfingsten»

Vormittags von 6«/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.

* um 7 Uhr: Die erste bell. Meffe;

Dor und in derselben Austeilung der heil. Rommmior.

um 8 Ubr: Die zweite hell. Mesie.

a> * "... » um 9'/, Uh,: Hochamt mit Predigt.

Nachmittags um 2«/, Uhr: Andacht mit Segen.

Vermischtes.

* So wün schen siees. Aus New-Vork lvird- berichtet: Tas Dien sh boten- Problem hierzulande ist in ein neues Stadium getreten. Pastpr Sheldon befürwortet die Behandlung der Dienstboten als Mitglieder der Familie, u nd obgleich es heißt, daß seine Frau die praktische Aus- fLlhrung dieser Theorie sehr schwierig findet, unterliegt os keinem Zweifel, daß die Tienstboten selbst sich von den Argumenten des Pastors sehr sympathisch berührt fühlen. Auf jeden Fall hat sich die National Servant Girls Union off America mit ihrem Hauptquartier in Chicago gebildet und die folgenden Statuten werden von ihr den Herrschaften gegenüber aufrechlzuerl-atten gesucht: 1. Tie Arbeit dar «nicht vor fünf Uhr morgens beginnen, und hört auf, sobald dts Geschirr fürs Abendessen abgeräumt und gewaschen fit. Zwei Stunden jeden Nachmittag und wenigstens zwei- iral in der Woche den ganzen Wend können die Dienst- boten für sich beanspruchen. 2. Wenn die Dienstboten wmnschen, Klubs beizutreten, darf die Hierrschaft nichts da­gegen haben. Gesellschaften für Freunde in mäßiger Zahl birfcii nicht verboten werden, vorausgesetzt, daß die Tpenstboten die Cßwaren usw. selbst liefern. 3. Befreundeten Personen darf iveder die Küche, noch der Korridor zur bi nterthür verboten werden. Mitglieder der Familie dürfen tir Unterhaltung bei solchen Gelegenheiten nicht unter­brechen. 4. Tienstboten sollen am ^)Nontag genügend freie Zeit haben, um die Ausverkaufsläden zu besuchen, und sol len dort dieselben Privilegien wie ihre Herrinnen haben. Stenn Herrschaften sich weigern sollten, diese Bedingungen ar,zunehmen, so werden sie von sämtlichen Mitgliedern der S'Utional Servant Girls Union boykottiert.

* Die Gattin eines dänischen Minister-Prä- iifrenten ... Vor einigen Jahren erregte es in Kopen- hGfen allgemeines Aufsehen, daß der frühere Minister- Lrüsident Graf Holstein-Holsteinborg mit einer jungen, sehr hübschen Tarne, deren Vorleben jedoch keineswegs ohne Wefef war, eine Heirat einging. Der Graf war zudem ein ige 60 Jahre alt, Wittwer und hatte mehrere Söhne unb Töchter, was unter solchen Umständen die Sache nur , noch peinlicher wachte. Er legte alle seine Aemter nieder, ' ?og sich vom Hofe und selbst von seinen Verwandten gänz- .lick zurück, um nur seiner Liebe zu leben. Wenn der alte : r4rnf in seiner eleganten Equipage mit der jungen Frau ! dltt ch die Hauptstraßen Kopenhagens ftihr, waren die Augen altr'r auf das Paar gerichtet, und die chronique scandaleuse lüuyte damals von den Wendgesellschaften der jungen Ötiifin, von ihren nächtlichen Ausflügen gar wundersame Tiinge zu erzählen. Der Graf starb, ein wahres Glück für ihn, nach kurzer Zeit, und hinterließ der Gräfin ein

Darmstadt, 29. August. Bou zuverläsfiger Seite wird bestätigt, daß der für Ende September geplante Besuch des Zarenpaares am hessischen Hofe wahrscheinlich nicht stattfindet. Prinz und Prinzessin Ludwig von Battenberg, die in jüngster Zeit beim Besuch der russischen Majestäten in Peterhof weilten, sind von dort am Montag nach Schloß HeUigenberg bei Jugenheim zurückgekehrt. Der Prinz wird nächste Woche zur Uebernahwe des Kommandos des Linien­schiffesJmplacable" sich nach England begeben und geht dann zum Mittelmeergeschwader nach Malta ab, wohin ihm seine Gemahlin Ende Oktober zu folgen gedenkt.

Frauksurt a. M., 29. Aug. Jo Bad Kösen bei Naum­burg a. d. S. ist heute Profeffor Ewald Böcker, ehemals langjähriger Lehrer an der hiesigen Elisabethenschule und mehrere Jahre lang Vorsitzender des hiesigen Journalisten- and Schriststeller-vereins, gestorben. Erst vor einigen Jahren trat er wegen eines Herzleidens aus dem Schuldienst and verließ Frankfurt, um in Thüringen seinen Lebensabend zu verbringen. Geboren zu Solingen 1844, erreichte Prof. Böcker nur ein Alter von 57 Jahren. Von feinen Dicht­ungen nennen wir das Festspiel zur Jordanfeier (1889).

August

Barometer aus Oo reduziert

Temperatur der Lust

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

Windrichtung

Windstärke

Wetter

29.

9»

750,7

+ 11,5

7,6

75

SW.

2

bew. Himmel.

30.

7«

752,9

+ 7,9

6,8

86

E.

1

Nebel, Sonnens

30.

2«

751.1

+ 19,4

7,7

46

W.

2

schein

lcht. bed. Himmel

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