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31/08/1901 Zweites Blatt
 
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Kr. 204

Zweites Blatt

1K1. Jahrgang

Samstag 31. August 1901

Expedition und

Mruckerei: rchulßratz« 7.

en war, und dann wie

Mrioncn kam heute die Frage der Konfession der Ober -

tums wurzele. Mit der Sozialdemokratie habe die christliche

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de, hatte einen Kveuzzug 82000 Menschen hatten in

Osnabrück, 28. August.

Aus den geschlossenen B e r s a m m l u n g e n.

Adrkffr für Drpkschent Anzeiger Sichen.

FrrnsprrchanschlußNr.ül.

Tie letzte offen t l i ch e Gen e r a l v e rsa mm lung, der wiederum die Bischöfe von Osnabrück und Kopenhagen, sowie auch der Regierungspräsident v. Gescher beiwohnten, wurde durch den ersten Präsidenten Justizrat Karl Trim^ born [geleitet. Bevor der erste Redner, Professor Tr. Müller aus Straßburg, das Wort ergriff zu einem Bor­trage über die neueste Philosophie und die christliche Welt­anschauung, stellte der Präsident Trimborn fest, daß Pro­fessor Tr. Müller der erste Elsässer ist, der je auf einer Katholikenversammlung in Deutschland gesprochen hat, was Lei der Versammlung stürmischen Beifall hervorrief. Nach einem geschichtlichen Rückblick auf die Entwickelung der modernen Philosophie entwickelte Prof. Müller die unver­söhnlichen Gegensätze zwischen moderner und christlicher Welt­anschauung an den verschiedene philosophischen Systemen. Nur die. vom Lichte des Christentums geleitete Wissenschaft I sei im stände, die großen Welträtsel und den Ausgleich der anderen Gegensätze herbeizuführen.

Als der tosende Beifall, der nach der Rede erklang, sich etwas gelegt hatte, erklärte Präsident Trimborn, er sei überzeugt, daß dieser Beifall im Elsaß und besonders in Straßburg lebhaften Widerhall finde, und daß noch recht viele Redner aus dem Elsaß auf späteren Katholikenver- sammlungen sprechen werden.

Von nicht minderem Beifall begrüßt, bestieg daraufhin Abg. Tr. Lieber die Rednertribüne, um über: Ter Ka- ! tholizismus eine Knltnrmacht zu sprechen. Anknüpfend an das jüngste päpstliche Rundschreiben über die christliche Te- nrokratie gab Redner eine Erklärung des Begriffs christliche Temokratie. Weder zwischen christlicher Demokratie und Christentum, noch zwischen christlicher Demokratie und Aristokratie sei ein Gegensatz vorhanden. Es handele sich darum, die gesamte christliche Gesittung vor dem Unter­gänge zu bewahren. Auch wenn der gesamte demokratische Zug mtferer Zeit nicht so hervorstechend wäre, müßten alle Volkskreise initwirken an der Erreichung dieses Zieles, und diese Notwendigkeit zuerst erkannt zu haben, sei das Ver­dienst der deutschen Katholiken. Was in dem päpstlichen [Rundschreiben christliche Temokratie genannt werde, das I fei in unsere Sprache übersetzt der Volksverein für das katholische Teutschland. Alle Kräfte des Volkes sei der Volksverein zu sammeln bestrebt, und etwas anderes sage auch das päpstliche Rundschreiben nicht. Leo XIII. habe das große Kulturproblem der Gegenwart erkannt, und den Weg zu seiner Lösung bezeichnet. Er habe dem Worte Temokratie diejenige Bedeutung gegeben, die ihm im Zusammenhang mit christlich allein gebühren kann. Es könne sich nur um eine Temokratie handeln, die in dem Boden des Christen-

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Realanstalten in Berlin, .Hannover, Dortmund, Ham- »«rg wnd andern Großstädten für ein dringendes Bedürfnis." " . Antragsteller führte dazu aus: Man kann fragen, ob

>n Recht darauf haben. Gewiß, wir haben ein unver- «-Mrnrches Recht dazu. Berlin hat sechs höhere staatliche AiMlllen; daran wirkten 221 evangelische Oberlehrer, kein eMigier Katholik. Ferner hat Berlin 32 städtische höhere An-1 fttnlteni; an ihnen sind 470 Oberlehrer evangelisch, 32 jüdisch rmid mur 14 katholisch. (Hört, hört!) In den Anstalten der >

In der gestrigen Sitzung wurde u. a. auch zum Je­suitengesetz Stellung genommen durch einstimmige An- nahme folgenden Antrages:Tie Generalversammlung for­dert als unveräußerliches Recht der katholischen Kirchs die freie, ungehinderte Thätigkeit ihrer Ordensgenossen- schäften. Im Augenblick, wo der Staat das Fürsorgegesetz für ine verwahrloste Jugend erläßt, weiset sie mit beson-, berent Nachdruck hin auf jene Ordensgenossenschaften, die sich der Seelsorge und der Erziehung widmen und dadurch dazu beitragen, daß der Jugend und dem Volke die Re­ligion erhalten bleibe. Insbesondere verlangt sie, daß das den.Grundsätzen des natürlichen Rechts und der von der Verfassung allen Staatsbürgern verbürgten, bürgerlichen Freiheit widersprechende Ausnahmegesetz gegen die Jesuiten, den wiederholten vom Reichstag gefaßten Beschlüssen ent­sprechend, unverzüglich aufgehoben wird."

Osnabrück, 29. August.

In der heutigen letzten, unter dem Vorsitz des zweiten Vizepräsidenten Frhrn. v. Thünefeld stattge­habten geschlossenen Generalversammlung wurde die von Redakteur Feige begründete und von dem Präsidenten des Zentralkomitees Grafen Droste befürwortete Einladung der Katholiken Mannheims, die nächst­jährige 49. Generalversammlung in ihrer Stadt abzuhalten, angenommen. Mit gleichem Beifall wurde der Antrag des Kölner Katholikenkomitees angenommen, die 48. Generalversammlung wolle beschließen, daß die 5 0. Katholikenversammlung in Köln stattfinde. Der noch unerledigte Rest der Anträge des zweiten Ausschusses wurde mit einigen wenig erheblichen Abänderungen ange­nommen.

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daß die römisch-katholische Kirche unter allen Religions­gemeinschaften allein diese vier Eigenschaften besitze, und deshalb auch allein die wahre Kirche sei. In diesen Vor­trag streute Gröber verschiedene Zeitfragen ein, so Graß- manns Schrift, die persönliche Würde des heiligen Alfons von Liguori, die Evangelisationsgesellschaft, die Los von Rom-Bewegung, die Beichte, das Cölibat und anderes mehr. Herr Grüber führte u. a. aus: Tie Kirche muß eine heilige jein. Auf welche Religionsgemeinschaft paßt dieses Merk-

Ruftland, Deutschland, Frankreich.

Auch heute liegen Aeußerungen Petersburger Blätter vor, derNowosti" und desGrashdanin", die sich mit ^m Thema Rußland, .Deutschland, Frankreich beschäftigen. Wiederum wird dargelegt, die drei Reiche wünschten den Frieden, die Aufrechterhaltung des Bestehenden. Treue Freundschaft verbinde das russische Herrscherhaus ebenso mit dem Hause der Hohenzollern wie mit dem französischen

rascher vorweg kommt. (Stür-

hielten noch Lberpsarrer Dram IN er - Aachen nolt-aRN?^'w^^Er,iehung. Er gab ein lebens- volles Bild der Erziehung der Knaben in der Familie, wies auf die Mangel und Schäden dieser Erziehung in den in­dustriellen Zentren hin und forderte auf, mit allen Mitteln unb aller Hingabe da bessernd mitzuwirken. Pfarrer eVS ^5 Quakenbrück knüpfte an das Lebensbild eines Osnabrücker Volksmannes Vorschläge und Malmunaen zur Mäßigkeit und Enthaltsamkeit gegen geistiMGetÄnk? Auch der 1860 verstorbene Osnabrücker Kaplan Matthias Senng, der zuerst Spinnräderarbeiter, dann unter Napo­leon strammer Sergeantmajor gewest Kolping ein Apostel des VolkeH^ourd, gegen das Trinken geführt.

feine Hände das Gelübde abgelegt, von gebrannten Ge­tränken sich ganz zu enthalten und gegorene Getränke nur mäßig zu genießen. Präsident Trimborn knüpfte an diese Rede Grauerts, der den Vornamen August führt, und deshalb heute seinen Namenstag feiert, unter Beglück­wünschung aller Auguste der Versammlung die launige Bemerkung, daß der Alkobolgenuß bei den Namenstags­feiern des heutigen Abends nicht zu reichlich ausfallen möge. Ter Bischof von Kopenhagen Tr. v. Euch hielt heute eine ähnliche Schlußansprache, wie gestern der Stockholmer Bischof.

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Augenscheinlich liegtSystem" in diesen Auslassungen pihrender russischer Blätter: es läßt sich annehmen, daß ven Ortungen von oben her der vertrauliche Wink ge- 8 toor^^n ist, in diesem Sinne zu schreiben. Tie

GietzeimAnzeiaer

General-Anzeiger " -w

Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen

Erscheint täglich mit uina^me beS Montags.

Mir Gießener Familien« llfitter werben bem An» »>t«er im Wechsel mit,,Heff. «nbroirt" undBlätier Mr heff. BolkSlunbe" vier» »ckl wächenllich beigelegt.

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§ enden Zag erscheinenden tmm»r kiB Bonn. 10 Uhr.

»eftellungen fpdttfienB eitnbB vorher.

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Vorstädte wie Ch<xrlottenburg, Schöneberg ist kein einziger katholischer Oberlehrer. Tabei hat Berlin mehr als 200 000 katholische Einwohner und 1900 waren auf den höheren Lehranstalten mehr als 700 katholische Schüler. In Hanno­ver ist an den staatlichen höhern Lehranstalten kein einziger katholischer Oberlehrer, in den städtischen ein einziger, und dabei hat Hannover mindestens 30 000 Katholiken. Dort- munb mit etwa 142 000 Einwohnern, wovon mindestens die Hälfte katholisch ist, hat auf seinen höhern Lehranstalten 61 evangelische und nur 3 katholische Oberlehrer. In Ham­burg sind alle Oberlehrer evangelische Tie Leiter der höhern . , z ____ ____________ Anstalten in diesen vier großen Städten sind alle evange-

rrV-t. ist, in diesem Sinne zu schreiben. Die I ljjLl). In Elberfeld-Barmen, mit zusammen 297 000 Ein

Regierung wünscht jedenfalls von vornherein aus wohnern, leben mindestens 50000Katholiken. In Elberfeld! 0EM Zarenbesuch in Frankreich jegliche irgendwie demon- find 67 Oberlehrer evangeliscy und nur 5 katholisch: in limtiöe Kundgebung auszu scheid en, jede noch so zarte An- Barmen giebt es 60 evangelische und keinen einzigenkatho- ung zu verhindern, daß die Republik auf Rußlands Aschen Oberlehrer. Tas Bedürfnis liegt hier auf der Hand, ^llgefuyl rechnet im unauslöschlichen Sck)merz um das! Tie Anträge wurden einstimmig angenommen.

-berlorene^ Ta wird denn von Petersburg schon jetzt kühl . Bpm Fürsten Karl zu Löwenstein, der bekanntlich r gegeben: Keine Ueberschwänglichkeit, keine!feit einigen Monaten eine Bewegung gegen das Tnell in

< yoryeit.Loch in den Vogesen" existtert für Ruß-! den gebildeten katholischen Kreisen eingeleitet hat, lag ein *ü nPr r^lndet Euch damit ab, so gut Ihr könnt. Antrag nach dieser Richtung vor. Äbg. v. Grand-Ry l? Revanchegedanke total gleichgiltig. Was empfahl einige.Aenderungen und nach kurzer Befürworttmg vr-Iteht soll bleiben, wie es ist. . . Deutlicher kann kaum durch den Grafen Stolberg wurde der Antrag in folgender DDr Illusionen gewarnt werden. Tie französische Regier- Fassung angenommen:Tie Versammlung bezeugt hiermit ivurde nun wohl auch ohne diese Mahnung in ihren öffentlich ihre grundsätzliche Verwerfung des Duells .lRisprachen uiid Trinksprüchen Worte vermeiden, die der als einer Einrichtung, welche den Geboten Gottes, der Ver-

U2- lcl"c Begleitung nicht zu vernehmen wünscht, «unft und dem Gewissen, den Forderungen der christlichen Iber die heikle Aufgabe ist, die leicht erregbare Bevöl- Zivilisation und den bestehenden Gesetzen, dem Wohle der lerung, die nur zu gern auf ein Stichwort wieRe-I Gesellschaft und des Staates zuwiderläuft. Sie erklärt es r* I * * 4 5 * * * * etnfaUt, und sei es aus Vergnügen am Lärm, von für ein leeres, ungerechtes Vorurteil, daß, wer sich nicht

ve cartigen Temonstrationeii zurückzuhalten. Es ist sicher, Zweikampfe schlägt, darum den Vorwurf der Feigheit do y sich ettichePatrioten" mit der Absicht tragen, den I ferbiene, und betrachtet die Verweigerung ' ~ ~

0 ,1 ^^"schlagen, der in Frankreich noch immer so außer-! lleberzeugung als eine Handlung würd viSentlich populär ist. Herr Loubet und seine Leute werden mannes und wert der vollen Achtung. In unverkürzter , Aufgabe gestellt, ein wenig den Bühnenregisseur! Aufrechthaltung des Rechts, Beleidigungen auf jede gesetz- zu jpielen, indem sie dafür sorgen, daß enthusiastische mäßige Weise von sich abzuwehren, und wenn die Umstände ^r cyrufe auf den Verbündeten Frankreichs jede andere nicht I ks erheischen, für dieselben Genugthuung zu verlangen, Plwgrammgemäße Aeußernng übertönen. In Paris läßt erachtet sie die Errichtung von Ehrengerichten für nnbe- |ici das schwer machen; von diesem Gesichtspunkte aus!dingt geboten, deren Entscheidung dem Beleidigten wirk­te! rächtet, möchte es der französischen Regierung vielleicht liche Genugthuung verschafft, sodaß derselbe nicht mehr ganz angenehm fern, wenn das Zarenpaar nicht der Ein- verleitet wird, sich dieselbe selbst auf zweifelhafte und un- larung zum Besuch der Hauptstadt folgt, zumal auch die erlaubte Weife mit der Waffe zu suchen. Im gesellschaft- -Ucb antiuortuitg für die persönliche Sicherheit des Herrschers! lichen Verkehr wie im öffentlichen Leben wollen alle Katho-

große ist. " liken thätig fein für Beförderung der Bewegung, welche

Was am meisten in Frankreich verdrießen wird, sind die endliche und gänzliche Absck>affung des Duells wm Die wiederholten Hinweise der russischen Blätter, daß sich Zwecke hat." eine Annäherung zwischen Frankreich und Deutschland voll- Tie übrigen heute erledigten Anträge befaßten sich mit zvgien habe. DieNowosti" stellen dies alsunzweifelhaft" der Mitwirkung bei Ausführung des Fürsorgegesetzes, mit hu,:, ^n Deutschland denkt man nicht so sanguinisch Man der Pastoration der Italiener in D-eutschland , mit Haus Ija! beobachtet, daß eine große Zahl von Aufmerksamkeiten haltungsschulen für Mädchen der Arbeiterbevölkerung, mit wiii deutscher Seite in Frankreich nur vorübergehend Ein- dem Verbände kaufmännischer Gehülfinnen usw. dlmck inachten. Tie kleine Schaar der Gebildeten und ver-! Tritte öffentliche Versammlung, iniiistig die Thatsachen Anerkennender, was will sie be- Dem Abg. Landgerichtsrat Gröber mar das Thema jagten gegen die Masse derUnversöhnlichen"? Zwischen zugefallen:Eine einige, heilige, katholische den Regierungen sind die Beziehungen ja seit längerem «p o st o l i s ch e Ki r che". Er hatte den Nachweis zu führen' durchaus korrekt gewesen, aber von Wärme wird man auch'~ - 1

da nicht sprechen können. Die Annäherung bat von deut­scher Seite stattgefunden, nicht von französischer Seite. Äieüber wird keine Täuschung gestattet sein, daß, wenn ftnrnfreid) sich stark genug fühlte und des russischen Ver­bau deten sicher wäre, der Rufa Berlin" denselben Wider­hall fände wie vor 31 Jahren. Wir glauben nicht an ein demlsch-französisches-russisches Bündnis; wir halten die Mög-, Ichüeit für ausgeschlossen, daß irgend eine französische Re- . . _____o____o........

jicrung es wagen würde, auch nur die Aufrechterhaltting mal? Ich will nicht von den Heiligen der katholischen des Bestebenden offiziell anzuerkennen. Eine solche Regier- Kirche reden. Das ist sicher, daß die Gründer anderer ung wurde alsbald hinweggefegt sein. Religionsgemeinschaften hochbegabte Männer, aber sicher-

Ter Zarenbesuch m Teutschland undän Frankreich wird lich keine Heilige gewesen sind. (Lebhafter Beifall.) Im nch l mehr als das Resultat haben, daß der europäische I vorigen Jahrhundert finden wir viele Heiligsprechungen snede eine Befestigung erfährt, weil eben Rußland anfsldarunter auch die des jetzt so verunglimpften Alfons von neu® erklärt, daß es an kriegerischenAbrechnungen" sich Liguori. Unbestreitbar waren alle, die diesen Mann ge- Nlht zu beteUigen gedenkt und die Freundschaft mit kannt haben, von seiner Heiligkeit überzeugt. Nie hat es Autjchland nicht ininder sck)ätzt wie die Bundesgenossen- jemand gewagt, die sittliche Lauterkeit dieses Mannes zu Mfft mit Frankreich Und diesewohlthättgen Folgen"! bezweifeln, nur ein halb oder ganz verrückter Mensch dieser ller Zusammenkünfte sind geeignet, vollauf zu befriedigen. I Tage hat es gewagt, das Andenken dieses Heiligen zu be-!

- ~ " I sudeln. (Stürmische Pfuirufe.) Viel schlimmer sind aber

IS» Generalversammlung der Katholiken voch die Tausende, die an die Wahrheit dieser Schmutz- geglaubt haben. Ten Namen dieses Mannes will ich nicht in das Protokoll dieser Versammlung bringen.

I (Stürmischer Beifall.) Es ist in den letzten Monaten eine

I eigene Evangelifationsgesellschaft gegründet worden, die ' s.' '---- - r ' ~ » | nicht etwa das Evangelium den Ungläubigen in den eigenen

Hno^^^ung der vorliegenden Anträge und Re-! Reihen überreichen möchte, sondern den Katholiken. ' Tas, ^er ^fufeffiort ber 6 e r * lift ja sehr freundlich, wir hatten aber das Evangelium schon!

Vs-11 h r a n jt a l t e n zur Sprache. 16 Jahrhunderte vorher, wir verzichten auf diese Schriften Gründung von jtaatlichen oder und geben der Gesellschaft den Rat, ihre Bibel zunächst ^ttmnajien oder Realanstalten in ge- bei den Professoren der deutschen Hochschulen unteren J >'m^Äl^ov ^efordert der andere beschäftigt sich mit bringen. (Beifall.) Wenn sie sich aber nicht begnügen ' j* ^L ar^katholischen Kandidaten des höheren Lehr- sollte, von ihrem Bestreben abzugehen, dann möchte ich Kandidatenniangeflautet:Tie «einige Fragen an sie richten. Welches Evangelium wollen ^n,r. katholischen Abiturienten die Herren uns bringen, dos Evangelium des Professors i dllngiend, sich in größerer Zahl dem Studium der Philo-1 Martin Luther oder das von Calvin oder von .Häckel oder! Ifc,Thematik usw. zu widmen. Begründung: Der von Harnack? Darauf möchte ich die Herren aufmerksam! * thrmnr"C 'Re^tsoi^wo.^^daten des höhern machen, damit sie ihre Bibel darnach einrichten und ihr 1 i.(nh^n Wii'trnn sy? i Eer - Kiel brachte fol- Geld nicht umsonst ausgeben. (Stürmischer Beifall.) In

5 .n Der!amrnlung erklärt die Gründ- den letzten Jahren hat im benachbarten Oesterreich eine Los

u Cn « ^vdtljchen katholischen Gymnasien! von Rom-Bewegung begonnen. Ich behaupte, politische Mo-

ttltttr in Wort --- . 'mente liegen da vor, und wenn man die Parole richtig ins

Reichsdeutsche übersetzen wollte, dann müßte man die Parole Los von Rom!" übersetzen inHin nach Berlin.'" (Stür­mische Heiterkeit.) 1872 hat der Papst einer Abordnung gesagt, die Angriffe gegen die Kirche hätten das Gute,

daß die Spreu vom Weizen gesondert werde. Die Leute also, die sich abmühen, die Kirche zu bekämpfen, haben die

Rolle von Straßenreinigerii (stürmische Heiterkeit); sie

haben den allgemeinen Kehricht abzuführen, damit man

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