Ausgabe 
31.1.1901 Erstes Blatt
 
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Von Börne findet sich folgende Einzeichnung: Tie größte Freiheit ist in Rußland; es hat sie aber einer. Je größer die Zahl der Teilnehmer, desta

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Fische n. Geflügel täglich frische Zufuhren.

schmückungen usw. gedacht haben, wird durch keine Kund­gebung besser bewiesen als durch ein viel zu wenig bekanntes Sch. eiben Friedrich Wilhelms I., das er in betreff der Huldigungsfeier in Königsberg am 11. September- 1714 an die Regierung richtete. Seines Balers, Fried' ichs I., Krö- nuugSfeier daselbst, mit allen den über sechs Monaten aus gedehnten Festen und Reisen hatte den ungeheueren Kosten aufwand von sechs Millionen Tyaler erfordert; eine Summe die doppelt enorm erscheint, wenn man bie Kleinheit und Armut des damaligen Preußen bedenkt. Friedrich Wilhelm I wollte von KrönungS und Einzugsfeierlichkeiten, als er zur Entgegennahme der Huldigung der preußischen Stände nach Königsberg kam, nichts wissen. Ja dem Reskript, in welchem er daS aussprach, sind folgende goldene Worte enthalten, die ihm zu ewigem Ruhme gereichen:Es ist Unsere Willens Meinung ganz nicht, daß das Land oder die Städte Königs berg bei Unserer Ueberkunft große Zeremonien machen, und wegen Unseres Einzuges konsiderable unnötige Kosten an­wenden sollen, weil Wir ganz nicht in dergleichen Ceremonial dingen und Solemnitäten, sondern in dem Wohlstände, Flor und Aufnehmen des Landes Unser einzig Platsier und Ver­gnügen finden." Die ganze Huldigungsfeier, einschließlich der Reise von und nach Berlin (zurllck), kostete dem Staate nicht mehr als 2547 Thlr.

Ter überschäumt, nur binden. So wird er das verlorne Gut, Tie Freiheit, wieder finden." denMünchener Leuchtkugeln" schreibt ein

Und des Trauerspieles letzter Akt, Wie erbärmlich er zu lesen!

Tre Franzosen werden qecavaignact, Und Deutschland wird bald verwesen." (Anspielung auf die Reichsverweserschaft.)

Langsdorf, den 26. Januar 1901. Grobherzogliche Bürgermeisterei Langsdorf. Köhler.

kalt und zu verständig, aber schelt', er ist zu heiß, Junge, zu unbändig:

Junge noch, doch hoffnungsvoll allen tollen Streichen;

Tagesordnung: 1) Berichterstattung, 2) Rechnungrablage, 3) Wahl der Rechnungs-Prüfungs-Kom- mission, 4) Ersatzwahl des Vorstandes, 5) Antrag auf Statutenänderung 17), 6) Verschiedenes. Der Vorstand.

Versandt nach auswärts sehr prompt, da nur 4 Minuten von d. Bahnhöfe« und Hauptpostamt.

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Generalv ers ammlung Donnerstag den 31. Januar, abds. 8 Uhr, in der Restauration Bourgeois, Brandgasse.

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Ein Parlamentsalbum von 1849.

Unter den vielen Schätzen der Veste Koburg liegt ein sehr rnertwürdiges Denkmal der Erinnerung an das Frankfurter Parlament, ein Autographenalbum, mit dessen Entstehen es folgende Bewandnis hat. Ter Abgeordnete und Schriftführer der Nationalversammlung Mareck er- krautte während der Tagung lebensgefährlich. Ein Frank­furter Arzt, Dr. Kellner, behandelte ihn ein halbes Jahr lang mit großer Aufopferung. Mareck war zu mittellos, ihn entsprechend honorieren zu können, und so kam ihm der Gedanke, seine Kollegen vom Parlament zu bitten, ihm zu einem Album Beiträge mit ihren Unterschriften zu geben; diese Blätter schenkte er seinem Arzt als Honorar. Tas Januarheft derT e u t s ch e n Rundschau" (Verlag von Gebr. Paetel in Berlin) bringt die bemerkenswertesten Ein­tragungen mit kurzen Bemerkungen über bie Verfasser. Tie Blätter stammen zum allergrößten Teil aus den März- tagen 1849: Ter Reichstag von Kremsier war aufgelöst, die neue österreichische Verfassung verkündet worden, die Oesterreich als unteilbaren und unauflöslichen Einheits­staat promulgiert hatte, und Schwarzenberg hatte in einer berühmten Note an das Reichsministerium in Frankfurt den Eintritt Gesamtösterreichs in den deutschen Bund ge­fordert. In Frankfurt war man mitten in den Verhand-

20 Derbstangen mit 3 fm.

Der Anfang und die Zu­sammenkunft ist des Morgens 91/2 Uhr am Bersröderweg, zunächst der Schäferschneise.

Reiskirchen, 28. Jan. 1901. Gr. Bürgermeisterei Reiskirchen.

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lungen über das Reichsoberhaupt, und auf die Botschaft Sck)warzenbergs antwortete Welckert auf Antrag: die zur Beratung stehende Reichsverfassung en bloc anzunehmen und den König von Preußen zum erblichen Teutschen Kaiser zu wählen. Am 27. März 1849 wurde er Beschluß. In jenen bewegten Tagen ist das Album entstanden. Titus Mareck war Abgeordneter für Graz, er erfreute sich allgemeinen Vertrauens, war eine warme, liebenswürdige Natur. Er hatte sich durch einen Antrag bekannt gemacht, Deutschland olle feierlich erklären, es würde niemals zur Unterdrückung irgend einer Nationalität die Hand bieten und würde allen Staatsbürgern eines mit Deutschland verbundenen Staates, die nicht zum deutschen Volksstamm gehören, alle Rechte der deutschen Staatsbürger zukommen lassen Marecks Antrag gab den Impuls zur Anerkennung der Rechte der slavischen Volksstämme und gelangte in einer allerdings durch Dahl­mann gemilderten Form zur Annahme.

Tie vorliegenden Blätter mit ihren Aussprüchen in Prosa und Dichtung geben uns so unmittelbar, wie es kein Geschichtswerk vermag, die weit auseinander klaffen­den Meinungen der Volksvertreter aller Gruppen und Parteischattierungen wieder. Neben den bekanntesten Füh­rern und sonst hervorragenden Männern stehen die Namen und Unterschriften von Personen, die lange der Vergessen­heit anheimgefallen sind: neben E. M. Arndt, Bieder­mann, Fr. L. Jahn, Dahlmann, Sylvester Jordan, Jtzstein, Heinrich Laube, Lette aus Berlin, Ang. Lewald, Fr. von Raumer, Radowitz, Ang. Reichensperger, Fr. Bischer, Karl Vogt, F. Raveaux, Moritz Hartmann, Jul. Fröbet u. a. viele Namen, die uns kaum noch einen bekannten Klang zu haben scheinen. Andere bekannte Namen allerdings, wie Wilhelm Jordan, Uhland, vermissen wir.

Ernst Moritz Arndt schreibt: e

Man schilt mein Deutschland einen Greis,

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Franz Bresgen aus Ahrweiler schreibt: Doch denk' ich, es kehren noch einmal zurück Tie Träume von Deutschlands Einheit und Glück, Und stellen sie wirklich sich nochmals ein, So wird auch der Deutsche wohl klüger fein." Tr. H. Neugebauer schreibt:

Tas ganze Deutschland soll es fein, Sonst schlag' das Donnerwetter drein."

Mit derbem Humor ruft Adolf Herzog, genannt Tschitschkow, aus Regensburg aus:

Oes Demo und Büreau und Aristokraten,

Meratur.

Bei Beginn der «arnevalszeit wird eS Vereine und Prlvat- aesellschasten intereisteren, tu ertahren, datz vonFamoS! Der neue BereinStzUMorist^ (Verlag von L?vy u. Müller in Stuttgart. PcelA pro Hcst 90 Pfg. im Einzelbezug, 75 Pfg. im Abonnement) soeben ein neues, das 58. Heft zur Ausgabe gelangte. Aus der reichen Fülle de» hier Gebotenen möchten wir hervorheben die Geüllfchasts-ustäb'ung Dido" oderDie Trojaner in Karthago", ferner das Lustspiel Die Theaterprobe" (für 4 Herren und 2 Damen) und den Scher» "Prosit Neujahr!" für 2Herren und 3Damen. Auch bk übrig« kleineren Piecen des HesteS müssen als gelungen bezeichnet werd«. Die bisher erschienenen 58 Heste vonFamoS" mit dem reichen Mate­rial an Lustspielen, Gesellschaftsaufführungen, Duo- und Solo-Szen«, Kauplet« ?c. haben sich in humoristischen Vereinen und Gesellschastm so gut eingeführt, daß auch diesem neuesten Hefte eine freundliche Auf­nahme gestckert ist. _____________________

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, die Ernte inr Ein- MM Wien, b Äussuhr nicht ganz bleiben. Es mangelt lästigen kernigen La­ila und Partido: 0000 Ballen nur zum en. Der Pr°r-M egen ihres Hellen gr gering. 11Hjme-

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Dienstag den 5. Fe­bruar l. I., nachmittags 2 Uhr, soll auf unterzeichneter Bürgermeisterei die der Ge­meinde Daubringen zustehende Jagd, bestehend in 258,25 ha Feld, 78,89 ha Wald, auf weitere 6 Jahre verpachtet werden.

Daubringen, 26. Jan. 1901. Gr.BürgermristereiDaubringen. ________Walter. 940

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Kmniöus Hesellschast E. G. m. b. H. 936 Die seither vonMaggi" innegehabten Seitenschilder un­serer zehn Omnibusse sind zu Reklamezwecken zu verpachten.

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Freitag den 1. Februar l. IS. soll im hiesigen Ge- meindewald, Distrikt Walberö- berg, nachverzeichnetes Holz versteigert werden.