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30.8.1901 Erstes Blatt
 
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Erste- Blatt.

151. Jahrgang

Freitag 30. August 1901

ebaftitH, Expedition und kmderei: Zcholftrahe 7.

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Purpurrot und blau hatten uns die Felsen Capris itfrrm Gruß entboten, als wir vorbeidampften; durch das der Nacht hatten die Lichter Messinas uns zuge- ivomk, als wir die Scylla und Carybdis passierten, ernst rWid kQhl tauchten am zweiten Tage die Berge Cretas vor um auf, und am vierten Tage sonnig, sandig und ftfaikrci) die Flächen am Suezkanal. Tort, d. h. in Port- Smi), trafen wir das deutsche Geschwader, das die müden Trippen aus Osy-Asien der Heimat wieder zuführte, irriäinal, tags daraus, den LlohdTampferGera"'mit

Außer der erwähnten jungen deutschen Braut sind nur zwei ältere portugiesische Tarnen in der ersten Kajüte. Tret Tamen zwischen zirka 30 Männern! Es ist somit ganz ausgeschlossen, daß die üblichen Tänze und Konzerte statt- sinden werden, nicht zu dem Bedauern der älteren Herren. Diese haben, soweit es Engländer sind, ihre Whistpartie und soweit es Deutsche sind, ihre Skatpartie zusammen- gebracht. Nach der Siesta des Nachmittagstisches schwirren die Karten an Teck. Es ist übrigens auch eine Errungen­schaft deutschen Geistes, daß Ausländer sich für das Er­lernen unseres einzigen Nationalspieles, des Skats, inter­essieren. Nicht minder eine Errungenschaft deutschen Geistes ist es, (wenn auch von einem weiniger welterschütternden Werte) die schwarzen Bewohner der Küstenplätze (und zwar nicht nur Afrikas) deutsch radebrechen zu hören. Sprach, uns doch in Port Said der Knabe Hassan mit einem ge­brochenenIch sein very good deutsch" an, dann fügte er mit einem schlauen Augenblinzeln leise hinzu, ob er uns die very best Schönheiten an der ganzen World zeigen könnte". Mgn muß für solche Scherze stets einen geschmei- bigeit Rohrstock zum Prügeln in der Hand haben.

Tie Stille des Meeres ist sein Lächeln", sagt der Hellene. Tas rote Meer, in tieferBläue" und sonnigem Glanz, lächelte uns bis nach Aden, das an der südlichen Küste Arabiens gelegen, keineswegs ein Eden ist. Alle drei Jahre regnet es hier nur einmal, und die berühmten Wasser­behälter, in Felsen eingehauen, die jeden Tropfen Regen in dem Umkreis einer Meile auffangen, sind stets längst geleert, ehe sie wieder neu funktionieren.

Umständen, Aussichten, Hoffnungen. Glücklicherweise ist der TampferKronprinz" nicht geeignet, Grillen oder ähnliches geistiges Ungeziefer aufkommen zu lassen. Luftig, zierlich, gleichsam heiter gebaut, imprägniert er die Passagiere schon in den ersten Tagen mit dem dolce für mente des Tropen­lebens. Die Reisegesellschaft ist diesmal nur klein, fing daher erst spät an, sich zu akkomodieren. Es ist zu komisch: je weniger Mitreisende, um so beschwerlicher eine gesell­schaftliche Verallgemeinerung. Einvoller" Dampfer läßt die Menschen einander schneller näher treten; man ist auf solchen nicht so abwartend, beobachtend, kritisierend, wie auf einem weniger besetzten Schiffe. Vielgereiste erkennt inan u. a daran, daß sie die Mitreisenden an sich heran­kommen zu lassen, anstatt selbst an sie heranzugehen. Ein Neuling im Weltreisen wird sofort rechts uni) links Be­kanntschaften schließen wollen, er spricht schon am ersten Tage einen jeden an. Der professionelle globe trotter ver­hält sich abwartende Vielfache Erfahrungen haben ihn klug gemacht.

r nadjmhtag» für den den Lag «kicheinenden ner bi« norm. 10 Uhr. ftellungen spätesten» abend» »orher.

Adresse für Depeschen» Anzeiger Elchen.

Fernsprechanschluß Nr. 51«

Osnabrück, 27. Aug.

Tie bemerkenswerteste Rede hielt heute der Abg. Dorn- bipitular Tr. Sch ädl er-Bamberg über das Thema:Der Katholik und die moderne Zeit mit ihren Nnforderun ' " ' ' ------

48. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands, ni.

Zweite öffentliche Versammlung.

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ßkscheint täglich mit La-oahme deS Montags.

5ie Gießener Kamillen« Hitler werden dem Lln- nizer im Wechsel mitHess, benbroirt" undBlätter |Lr Hess. Volkskunde" vier, hat «Schenllich beigelegt.

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Seutniß, "SeijÄ it für meine hanölunfl. 6d)tipLL - an üeJMlL

a MiwUmfomr kleidete ihn aut; nur erschien mir seine ar.i miib für sich nicht große Gestalt noch kleiner geworden.

^uach den Suez-Kanal! Es ist jetzt das vierzehnte M'«I, d» ich ihn durchschiffe, und jedesmal unter anderen

wenigen Tagen, war ich zum Umsinken müde; um mich! aber am Deck niedersetzen äu können, mußte ich mir für den einen Tag Genua nach Neapel für eine Mark einen Stuhl verschaffen. Ich finde diese Einrichtung geradezu ungeheuerlich. Eine reiche, vornehme Schiffsfahrtgesellschaft, die Hunderttausende für Anzeigen ausgiebt, und die den Reisenden den möglichsten Comfort und Luxus verspricht, die auch thatsächlich, was Küche und Kabine anbetrifft, den übrigen Schiffahrtsgesellschaften voraus ist, giebt keine Ge­legenheit, sich an Deck niedersetzen zu können! Man wird einwenden, die Reisenden wollen nur ihre eigenen Stühle oder solche benutzen, die während der Reise ihnen gehören. Kommt es aber nicht vor, daß Reisende durch den Zwang der Extra-Ausgabe in Verlegenheit geraten können? Laßt doch Leute sich Stühle anschaffen, die sich welche anschasfen wollen, stellt aber auch denjenigen bequeme unentgeltliche Sitze zur Verfügung, denen Ihr versprochen habt, auf der Reise Häuslichkeit und Comfort des Hotels zu ersetzen. Was würden wir sagen, wenn ein Hotel in Deutschland seine Gäste mitallem" Luxus zwar, aber mit keinerlei Sitzen, bequemen oder unbequemen", versorgt?!

Weltreisebriefe.

Sfen dem nach Süd-Afrika entsandten Spezial-Korrespon-, denten der WochenschriftKurz und Bündig".

Ai Bord desKronprinz" (Deutsche Ostz-Aftika-Linie) vor Aden.

Vorbericht.

Tie ReiseRund um Aftika" trat ich von Berlin am tLemd des 14. Juli an. Hatten auch die Hitzwoche und H erschöpfenden Reisevorbereitungen die Kräfte etwas ge- t impft, im Koupee des D-Zuges hatte ich Zeit auszu- rihcri. Glückliche Vordeutungen erhöhen den Reisemut. Saß mir Loch die ganze Nacht (bis Frankfurt) ein junges Braut- -H*h' gegenüber; dieses genierte sich vor den Mitreisenden 'stfoluck nicht, und störte damit auch meinen Nachtschlaf; ftmerhin Pflegen Verlobungsringe Reiseglück anzuzeigeu. ; 2115ern, am Table d'hote, saß neben mir ein weiteres Brautpaar mit obligater Schwiegermutter in spe. Und in (Kicma, wo ich den Norddeutschen Lloyd-DampferWerra" c Gißte, um auf ihm nach Neapel zu fahren, schifften sich Ihm inngverheiratete Paare ein, die der alten Welt iwb scheinbar auch aller Welt den Rücken zukehrten 'm' "nach Amerika reisten. Auf dem Postdampfer der Ost- cfrka-LinieKronprinz", den ich in Neapel bestieg, führen rrii eine jugendfrische deutfche Braut ihrem zukünftigen (hinten nach Tar-es Salam in die Arme. Wenn das alles El .genügende Anzeichen einer fruchtbarenReise um die sind, so giebt es eben keine.

Beamte, katholische Richter. (Stürmischer Beifall.) Hier -!!, besondere Aufgabe für unsere Orden. Und

>chou von diesem pädagogischen Standpunkt aus wollen .UTm>-e injb unsere Jesuiten zu rück hab en. Und '^uge doch endlich gebrochen werden mit dem 2&n- mtcü, daß berjemge, der auf der Universität einem andern «tudium uls der Th^»logie sich zuwendet, schon deshalb seinen Beruf verfehlt hat. Ich gebe zu, daß bei so man­chem lIin)QtteIu minder bedeutsame Äkotive mitspieleu unt> daß demselben manches Erdenhaste anklebt, aber das kann man doch nicht von vornherein als Regel hinstellen Zch habe manchen gekannt, der diesen Schritt qctban, und diese stnd nachher Muster und Beispiele katholischen Lebens und Wirkens geworden. Der Gedanke der katholischen freien Universität kann und darf nicht ersterben, er ist erstrebens­wert und aller Opfer wert. Aber über die Zukunft dürfen wir die Gegenwart nicht vergessen. In der Gegenwart brauchen wir Kräfte, weil jene die Vorschlagsrechte haben, die gleich dem vulgären Liberalismus die Freiheit im Munde führen und Intoleranz praktizieren. Hier tritt eine Aufgabe heran an die Schar unserer Studenten an den Universitäten. Wir hegen die Hoffnung, daß diese junge Schar mit dem Prinzip des Katholizismus das Banner der Wissenschaft erhebt in treuer, strenger Arbeit, damit ein Ersatz gegeben ist, wenn ein Abgang eintritt, auch in der Fakultät. Es beginnt jetzt der wahre Kulturkampf des katho­lischen Volkes für sein heiliges Recht, der Kampf für die Wissenschaft. Feinde ringsum, es ist Generalmarsch ge­schlagen. Die rohe Gewalt haben wir abgewandt. Mit dem Rezept Julians des Apostaten will man uns jetzt vernichten. Da scharen wir uns zusammen, unb aus dem Kampf des Geistes werden wir siegreich* hervorgehen, und auch die Gegner werden wie Julian rufen: Galiläer, du hast gesiegt!

Abg. Herold sprack) über:Die wirtschaftlichen In­teressen und ihr Ausgleich". Bedeutung haben in dieser Rede die Auslassungen üb.^r Zölle und Handelsverträge. Herold sagte: Eine mäßige Erhöhung der Zölle für landwirtschaftliche Erzeugnisse wird nicht nur für die Landwirtschaft, sondern auch für die Industrie und die industriellen Arbeiter von Vorteil fein. Selbst wenn em kleiner Nachteil für die industriellen Arbeiter kommen würde, ist das Zentrum bemüht, das aus­zugleichen. Schon jetzt ist die Erklärung abgegeben, daß Mehreinnahmen, die diese Zölle ergeben sollten, für Wohl- fahrtsemrichtung für die Arbeiter verwandt werden sollen. Eine schwere, wichtige Aufgabe liegt dem Reichstage für ferne nächste Tagung ob. Hier werden wir als unverrück­bares Ziel im Auge behalten müssen, zu neuen Han­delsverträgen zu kommen, weil diese für die Industrie von großem Nutzen und weiOsie nötig sind, unsere Ausfuhr­industrie aufrecht zu erhalten. Aber wir müssen im Auge behalten, daß andere Staaten dasselbe Interesse für Han­delsverträge haben wie wir. Ein Zollkrieg ist immer eine chlimme Sache. Denn ein Zollkrieg wird immer beendet ourch einen Vergleich, den man ebenso gut vorher hätte er- Sielen können. Diejenigen, die darstellen, als ob Deutsch-

ausgestattet auf die Welt kommen. Wir müssen es auch aus einem praktischen Grunde, damit die Früchte, die au uns kommen, nicht von andern verspeist werden. (Lebhafte Zustustimmung.) Da ergiebt sich aber die Frage: Haben wir auf diesem Gebiete immer unsere Schuldigkeit gethan? Wir Katholiken sind das Beichten gewohnt (Heiterkeit), wir beichten manchmal sogar öffentlich. Was unsere Gegner uns hohnlachend entgegenhalten, haben wir selber schon gesagt, und mit die besten unter uns sind es gewesen, die den Finger auch auf diese Wunde gelegt haben. Ja, wir ge­stehen es, wir sind auf w i s s en s chaf t li che m Ge b i e t e in das Hintertreffen geraten, allerdings nicht in dem Sinne, als ob wir Katholiken minder befähigt wären. Schon Windthorst hat einmal im Reichstage gesagt: Schauen Sie uns an, sind wir wirklich lauter so dumme Kerle? (Große Heiterkeit.) Wohl aber sind wir dadurch ins Hinter­treffen geraten, daß wir uns von n i ch t k a t h 0 l i s ch e r Seite an höherer Bildung überholen lassen. Unsere Zahl in den sogenannten Gelehrtenberufen ist zu gering im Verhältnis zu unserer Bevölkerungsziffer. Wenn man auch mit den Resultaten des Professors Lossen nicht in allen übereinstimmt, so sagt er doch mit Recht an der Spitze seiner Schrift:Die Zahl der katholischen Dozenten an preußischen Universitäten steht in einem auffallenden Mißverhältnis zur Zahl der katholischen Staatsangehörigen." Während die Bevölkerung 34,5 Prozent Katholiken zählt, waren während 25 Semester, von 1885 bis 1897, von 1856 Dozenten, einschließlich der Theologen, nur 13 Prozent katholisch. Der Redner geht ausführlich ein über die sog. Paritätsziffern an Universitäten und Mittelschulen in Preußen, Sachsen, Bayern und Baden. Ziffern sind lang­weilig, aber diese Ziffern rufen uns alle gellend ins Ohr hinein: diese Scharte muß ausgewetzt werden. (Stürmischer Beifall.) Wir wollen den Lehrer der Wahrheit an der Uni­versität haben, aber nicht den Hypothesenmann; wir wollen den Philologen, aber nicht den, der über der antiken Form den christlichen Geist vergißt; wir wollen den Mediziner am Krankenbett, aber nicht den, der den kranken Menschen als Versucheskranken behandelt, sondern auch der unsterblichen Seele gedenkt. (Stürmischer Beifall.) Wollen wir aber das, dann müsserrwir auch darnach handeln. Klagen ist unmänn­lich, und die Hände in den Schoß legen, ist ein sehr be­quemes Ruhekissen für die Faulheit; aber der Gefahr in die Augen sehen, Vorkehrungen treffen, sie abzuwehren, ist Sache des Mannes und besonders des katholischen Mannes. So giebt es für uns für die nächste Zeit keine andere Auf­gabe, die fortgefeht werden muß, als die, auf dem Boden des Glaubens Förderung der Wissenschaft. Aber wie? Ka­tholische Männer, katholische Eltern, schreckt nicht davor zurück, eure Söhne auch andern» Studium als der Theologie zuzuführen. Grade auf den Realschulen fehlt es dabei ganz bedeutend. Gewiß, es i]t ein erhebender Gedanke, für Väter und Mütter, einen Sohn zum Altar führen zu können. Aber das kann gepaart werden mit der Hochachtung vor den übrigen gelehrten Ständen. Nicht blos Priester brauchen wir, wir brauchen auch tüchtige christliche Aerzte, katholische

erungen au f wissenschaftliche m Ge - . ---- Dr. Schädler legte dar: Wenn ein liberales Blatt

tu Bezug auf katholische Angelegenheiten einmal nicht in va- gewohnte Horn stößt, darf man sich darüber freuen. 60 erging es wenigstens mir, als über eine gewisse Kon- dcrsion verschiedentlich sehr viel gezetert wurde. Da war es Jic otrafjb. Post, die ein ganz vernünftiges Wort gesprochen n. indem sie sagte:Wenn jemand, bei dem äußerliche tzrirchtspunkte gar nicht in Frage kommen, aus einem 1 ü üben in einen andern übertritt, bei dem er sein Seelen- h'U besser zu finden glaubt, soll man die Freiheit des Jn- vwiduums achten, mag letzteres nun ein Handwerker oder eine Prinzessin sein. (Zustimmung.) Aber die Freude dlnnert gewöhnlich nicht lange, sondern bald springt die liste auf die alten Füße. So hat gerade die Straßb. Post, wie ihre Mutter oder Schwester, die Köln. Ztg., ich bin ui der Verwandtschaft nicht zu Hause (Heiterkeit) die Dichtung wiedergefunden. Sie sind auf einen saftigen »raten ubergesprungen und au gelangt bei dem Bildungs- rutfgang der Katholiken. Ausgehend von falscher Auffassung >r katholischen Rechtfertigungslehre, finden sie ein Bil- MNsisdefizit der Katholiken in der vollständigen Unselbst- itanöigfeit der Katholiken, die bis über das Grab hinaus nur RgLngelt würden. Eigentlich muß man der Straßb. Post und "fr, . -o^ß- recht dankbar sein, denn es ist wenigstens ein

iMtschntt eingetreten feit 1896. Damals machte die Bad. oanvesztg. die famose wissenschaftliche Entdeckung von den billig tob fen und Rundköpfen. (Große Heiterkeit.) Ter Pro- leitaiit hat einen langen Kopf, ist deshalb gescheit; der Alh olik hat einen runden Kopf, ist deshalb dumm. Nach -?cu otrafjb. Post und der Köln. Ztg. ist es jetzt aber ein hcizensfehler geworden, es ist jetzt nur noch die Erzieh­ung Nichts deftoweniger bin ich der Straßb. Post dankbar K den Rippenstoß, den sie gegeben hat. Denn er ist mit Hkraiilasfung zu einigen Aendemngen bei dem Thema, mir gestellt ist; es muß klipp und klar anerkannt wer- «n, daß nicht die wirklichen Ergebnisse der Wissenschaft, ssndorn nur Hypothesen in vielen gebildeten LVreisen die chipliche Weltanschauung erschüttert und untergraben Jibcii. Es ist unsere Aufgabe, soweit es an uns ist, auch sie Wissenschaft wiederum zurückzuführen zu dem, der allein ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. (Stürmischer Mq»ll.) Wir müssen unfern berechtigten Teil auf diesem «Miete nicht blos fordern, sondern wir müssen uns ihn zililickerkämpfen. Wir haben ein Recht dazu, weil wir gleichberechtigt sind mit jedem andern, und können es auch, fwhui gc wir nicht wissen, daß die andern mit bessern Gaben

Die sprichwörtliche Hitze im roten Meer verleugnete sich auch diesmal nicht. Für den Juli war sie aber immer­hin noch bescheiden: Nur an einem Tage hatten wir drei Ohnmachtsanfälle an Bord. Tas Fatale ist, daß auch die Nächte nicht ab kühlen; 32 bis 33 Grad Reaumur am Tage verringern sich nach Sonnenuntergang nur um 1 odev 2 Grade. Tie Hitze, die sich während des Tages aufspeichert, wird in der Nacht wieder von den äußeren Wänden des Schiffes, von Teck, vom Zeltdach und allen von ihr durch- drungenen kleinen und großen Gegenständen ausgestrahlt. Erschöpft liegt man in seinem paradiesischen Kostüm an xed, sieht die Sterne und den Mond an und schlürft Eislimonade.

Glücklicherweise hat derKronprinz", abgesehen von den Stühlen in Privatbesitz, auch bequeme Sitze an Tech, auf die man sich ausstrecken kann. Tieses Lob wird manchem sonderbar klingen, denn Sitze an Teck verstehen sich doch eigentlich von selbst. Fehlgeschossen, lieber Leser! Tie reichste und vornehmste deutsche Schiffsgesellschaft z. B. bietet nahezu keinerlei Sitzvorrichtungen an Teck, weder Bänke noch Stühle. Willst Tu Tich hinsetzen, so mußt Du Dir einen Stuhl auf dem Schiffe mieten! Es ist eine amerikanische Gesell­schaft, die die Stühle durch den Tecksteward vermietet, und ich weiß nicht, ob der Norddeutsche Lloyd davon einen Vorteil genießt. Jedenfalls zwingt der Lloyd seine Passa­giere, für Geld sich einen Sitz zu verschaff en, indem er ihnen selbst keinen Sitz anbietet. Auf derWerra", vor

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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

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LES afte dicht an das Gelände der unteren Wchnsrbrücke mit militärischem Gruße, unsere Musikkapelle Ml. 7^1intäniiertc einen militärischen Marsch, die Flaggen satu- o tränten., wir schwenkten Mützen und Taschentücher und

rv-r'irn Hurra! Waldersee sah wohl aus und die weiße '^-^^orm kleidete ihn gut;nur erschien mir seine

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