Die heutige Wummer umfaßt 16 Seiten.
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Ortsgewerbevereins Gießen: Otto Bergen.
Adele Kreutz in Bellersheim, dahier, mit Magdalene Ludwig in
BefichtiDU der tailifatteiiiilage in Marburg.
Zufolge freundlicher Einladung verehr!. Magistrats Marburgs werden die Mitglieder unseres Ortsgewerbevereins nächsten Montag den 30. September unter kundiger Führung eine Besichtigung der interessanten Äanalisations- anlage in Marburg vornehmen. Die Abfahrt dorthin erfolgt um 1" Uhr nachmittags (Schnellzug 3. Klasse). Auch Nichtmitglieder, welche sich für die Anlage interessieren, sind zur Teilnahme freundlichst eingeladen.
Namens der Exkursionskommission des
hindern können. Die an der Unfallstelle auSgelegien Wrack- Leuchtbojen werden ausgenommen und nach Kiel gebracht.
* Kopenhagen, 27. Sept. Der dänische Dampfer .Beira" meldet, er habe am 22. ds., 4 Uhr nachts, in der Nordsee 25 englische Mellen nordöstlich von East Goodwin einen sehr großen Ballon mit dem Namen „La Patrie" etwa 300 Ellen über der Wasserfläche mit 6 Meilen Fahrgeschwindigkeit der englischen Küste zutreiben sehen. In der Gondel saß ein französischer Offizier, der alles wohl meldete.
'London, 27. Sept. Der deutsche Dampfer „Mathilde", von Archangel nach Dublin beftimmt, geriet bei Tranbe (Norwegen) auf Grund, kam aber ohne Hilfe loS, nachdem ein Teil der Deckladung über Bord geworfen war. Der Dampfer traf in Lödingen ein.
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Am 16. September. Johann Heinrich Giller, Eisenbahnarbeiter dahier, mit Bertha Haupt in Erbenhausen. 22. Karl Lindenstruth, Regierungsassessor dahier, mit Karoline Thekla Anna 2" _;. Kreutz in Bellersheim. 23. Jakob Keller, Gerichtsassessor gin Lorsch. Philipp Sebastian Braun, Wilhelmine Neckermann in Frankfurt
skraßenwart Heinrich Hahn HL
Kaufmann Friedrich Eccarius , ,
20. Dem Taglöhner Philipp Velten ein Sol
Schneider Johannes Brandau ein Sohn, ■
Eheschließungen.
Am 21. September. Wilhelm Thiel, Schmied dahier, mit Gertrud Elisabeth Gerhards Hierselbst. Heinrich Schraner, Schlosser dahier, mit Pauline Zink Hierselbst. Johann Georg Scholl, Metzger- meisler in Offenbach a. M., mit Emilie Noll dahier. 26. Wilhelm Schutt, Bäcker in Dorheim, mit Margarethe Earl dahier. Philipp Otto Lenz, Psarrassistent in Wackernheim, mit Anna Marie v. Düring dahier. Dr. Karl Christian Kratz, Chemiker in Fechenheim auf der Mainkur, mit Emma Johanna Stade dahier.
Geborene.
Gerichlssaal.
D. Gießen- 27. Sept. (Strafkammer.) Hinter verschlossenen Thüren wird gegen den Johann Heinrich Duchardt, Tagelöhner in Alsfeld, wegen Versuchs des Verbrechens des § 176 3 und Beleidigung verhandelt. Das Urteil lautet gegen den vielfach vorbestraften Angeklagten unter Einbeziehung einer durch das Schöffengericht Alsfeld erkannten Gefängnisstrafe auf eine solche von insgesamt 4 Monaten 14 Tagen. Ein Monat der erlittenen Untersuchungshaft wird dem Angeklagten aufgerechnet. — Ter Johannes Hämmel III. von Vadenrod war durch Urteil des Schöffengerichts Alsfeld vom 29. Juli 1901 wegen qualifizierter Körperverletzung, begangen gegen seinen Schwiegervater, in eine Gefängnisstrafe von zwei Wochen verurteilt worden. Gegen diese Entscheidung verfolgt der Angeklagte Beruftmg. Die Staatsanwaltschaft beantragt heute selbst gegen den Angeklagten nur auf eine Geldstrafe zu erkennen, und zwar wegen einfacher Körperverletzung, da daS qualifizierende Moment der schweren Körperverletzung nicht als gegeben angesehen werden könne. T-ie Strafkammer erkennt demgemäß gegen den Angeklagten auf eine solche in Höhe von 50 Mk. Die Kosten der zweiten Instanz werden der Staatskasse zur Last gelegt. — Ter Landwirt Johannes Krug von Udenhausen war wegen Beleidigung des dortigen Försters Schmidt genta)} §§ 185, 196 St G. Bs. in eine Gefängnissttafe von 3 Wochen durch Entscheidung des Schöffengerichts Lauterbach, vom 19. 2lug. 1901, verurteilt worden. Gegen das verurteilende ErkNint- jtißi hat der Angeklagte Berufung eingelegt, um feine Frei-
Gestorbene.
Am 22. September. Johanna Kann, geb. Lion, 79 Jahre alt, Witwe dahier. 23. Katharina Leichtweis, 30 Jahre alt, Kleidermacherin dahier. 27. Jacob Michel Schneider, 67 Jahre alt; Privatmann dahier.
Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Berlin, 27. Sept. Der in der heutigen Aufsichtsratssitzung der Deutschen Bank vorgelegte Rechnungsabschluß für bas erste Halbjahr 1901 weist eine Zunahme der Umsätze von Alk. 62 Mill, aus (Mk. 25,614 Mill, gegen 25,552 Mill, im ersten Semester des Vorjahres). Der Betrag der Debitoren, Vorschüsse auf SSaien- verfchiffungen, Accepten usw. weist nur geringe Veränderung gegen den Status vom 31. Dezember 1900 auf. Emer Vermehrung der Depositen und Kreditoren um rund 38,5 Mill, steht eine gleich große Zunahme der flüssigen Mittel (Wechsel, Bankguthaben, Reports und deutsche Staatspapiere) gegenüber. Die von öer Direktion gemachten Mitteilungen über das Gesamtresultat der Bank im ersten Semester sowie über den Geschäftsgang seitdem wurden mit grover Befriedigung ausgenommen. Der Äufstchtsrat wählte Herrn ^udwig Roland-Lücke, der im vorigen Jahre aus Gesundheitsrücksichten aus der Direktion ausgeschieden war, neuerdings zum Mitgliede des Vorstandes. „
sprechung zu erzielen. Da die Beiladung tollerer Zeugen sich a ls notwendig erweist, wird die Verhandlung auf den 15. Oktober vertagt. — Der Erdarbeiter Paulo Fien o von Italien ist beschuldigt, am 29. Juni 1901 dem Bauunternehmer Ernst S o h r e in Grebenhain gehörige Explosivstoffe im Werte von 1 Mk. rechtswidrig sich angeeignet zu haben, am 30. Juni 1901 in der Gemarkung Herbstein im Besitz von Explosivstoffen, ohne eine polizeiliche Erlaubnis gehabt zu haben, betroffen worden zu sein, am selben Tage in der Gemarkung Herbstein unter Anwendung explodierender Stoffe unberechtigt gefischt oder gekrebst zu haben (Vergehen gegen § 246 St. G. Bs.; § 9 des Sprengstoffgesetzes vom 9. Juni 1884). Tie Vernehmung des Angeklagten erfolgt unter Zuziehung eines Dolmetschers, des Cand. med. M ü l l e r von Gießen. Der Angeklagte leugnet die ihm zur Last gelegten strafbaren Handlungen. Die Beweisaufnahme erbringt jedoch den Beweis seiner Schuld. Die Staatsanwaltschaft beantragt gegen den Angeklagten — indem sie jedoch anstatt des der Anklage zu Grunde liegenden Delikts der Unterschlagung, Diebstahl als vorliegend annimmt — auf eine Gesamtgesängnissttafe von 3' Monaten 8 Tagen zu erkennen, unter Aufrechnung von 2 Monaten 14 Tagen erlittener Untersuchungshaft. Das Urteil lautet auf eine Gesamtgefängnisstrafe von 3 Monaten 5 Tagen. Die seit dem 1. Juli d. I. erlittene Untersuchungshaft wird dem Angeklagten ganz zur Anrechnung gebracht. — Ter Großh. Bürgermeister Johann Konrad Rosenbecker von Steinfurth ist angeklagt, sich gegen § 69 des Gesetzes über die Beurkundung des Personenstandes und die Eheschließung vom 6. Februar 1901 vergangen zu haben. Da es sich um einen außerordentlich milden Fall handelt, auch die in Betracht kommenden, zu beurteilenden Perhältnisse von ziemlich schwieriger Natur sind, so beantragt die Staatsanwaltschaft nur auf eine Geldstrafe in Höhe von 10 Mk. zu erkennen. Tie Kammer erkennt auf eine solche von 5 Mk. — Die von dem Konrad Karl Rack, Tagelöhner zu Friedberg gegen ein Urteil des dortigen Schöffengerichts vom 13. August d. I., das gegen ihn auf eine Haftstrafe von 3 Tagen wegen Uebertretung des § 360 pos. 11 erkannt hatte, eingelegte Berufung wird wegen Ausbleibens des Angeklagten kostenfällig verworfen. — Ein falsches! Einmarkstück wurde durch Urteil der Kammer eingezogen.
— eine interessante Entscheidung fällte am 23. September das K r i e g s g e r i ch t der 10. Dwiswn in Posen. Reservisten, die zri einer Kontrolversammlung einberufen waren, gerieten nach derselben am gleichen Tage in einem Gastlokale in Streit mit einem Unteroffizier der Reserve, der gleichfalls an der Kontrolverfammlung teilgenommen hatte, und prügelten ihn. Alle Teile waren in Zivil. Die Reservisten wurden wegen thatlichen Angriffs auf einen Vorgesetzten angeklagt, ein Delikt, welches das Militär-Strafgesetzbuch sehr streng bestraft. Das Reichsgericht hat in einem Falle, in welchem Reservisten nach der Kontrolversammlung den in Uniform befindlichen Bezirksoffizier beleidigt hatten, der an der Kontrolverfainmlung beteiligt gewesen war, dahm erkannt, daß die Reservisten während der ganzen Dauer des Aage§ im aktiven Dienst seien und deshalb den Militärgesetzen nnd auch der Militärgerichtsbarkeit unterliegen. Das Kriegsgericht der 10. Division hat jedoch für ben Fall, daß es sich um das Verhalwis von nicht uniformierten Reservisten handelt, die Anwendbarkeit der Militärqesehe abgelehnt und sich für unzuständig erklärt. Es wird nunmehr das Reichs-Militärgericht sich mit der Frage zu befaßen haben. ,
— Der „Prinz «Mntonio, Herzog von Siano" hatte sich wegen in Charlottenburg begangener Schwindeleien vor der ersten Straffammer am Landgericht II in Berlin zu verantworten. Der „Herzog" ist früher Fahrstuhlwärter gewesen und dann Bademeister geworden; fein richtiger Name ist Anton Pflüger. Er war des
Am 16. September. Dem Taglöhner Philipp Balser ein Sohn, Heinrich. 18. Dem Kaufmann Ludwig Loth ein Sohn. Dem Kreis - skraßenwart Heinrich Hahn III. ein Sohn,' Heinrich Ludwig. Dem Kaufmann Friedrich Eccarius ein Sohn,^Ollo August Heinrich, ibn, Friedrich. Dem v ..... , , Victor Hugo. Dem
Direktor an der höheren Mädchenschule Dr. Adolf Stoeriko ein Sohn. 21. Dem Zahnarzt Wilhelm Koch ein Sohn. Dem Buchbinder Wilhelm Keiner ein Sohn, Karl Ernst. 22. Dem SDlaürcr Konrad Spies eine Tochter. Dem Locomotioheizer Friedrich Peil ein Sohn. 24. Dem Weißbinder Adam Dsirr eine Tochter, Elise Auguste Luise. 26. Dem Pvlizeigehilfen Heinrich Weller eine Tochter.
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vollendeten Betrüge? in zwei Fällen beschuldigt. Nach erfolgter Beweisaufnahme wurde der falsche Prinz und Herzog zu einem Jahr Gefängnis wegen der Betrugsfalle und außerdem wegen Spielend in einer auswärtigen Lotterie zu 15 Mark Geldstrafe verurteilr Mit Recht hob der Verteidiger zur Entschuldigung des Angeklagten hervor, daß dieser bei seinem gänzlichen Mangel an Schliff sind Bildung nicht seine Opfer hatte bethoren können, wenn es nicht immer noch Thoren und Thörmnen gebe, die vor einem klingenden Namen heillosen Respekt hätten.
Posen, 26. Sept. Frau RosaLuxemburg ist angetlagt, wegen Beleidigung des - Kultusministers; der Staatsanwalt beantragte drei 'Monate Gefängnis, der Gerichtshof erkannte auf 100 Mk. Geldstrafe.
Auszug eus den Atlm-esumtsregiftra der Studt Sießes.
Gottesdienst in der Synagoge, Südanlage. Israelitische Aeligionsgemein-e.
Samstag den 28. und Sonntag den 29. September 1901 Laubhüttenfest.
1. Tag. Vorabend 6 Uhr, morgens 8’* Uhr, nachmittag? 4 Uhr.
2. Tag. Vorabend: 7 Uhr, morgens 8°° Uhr, nachmittags
4 Uhr, abends 7 Uhr. '
Gottesdienst -er israelitischen Keligionsgestllschast.
Samstag ben 28. und Sonntag ben 29. September 1901. Laubhüttcnfest.
1. Tag. Vorabenb 5", morgens 800, nachmittags 4V.
2. Tag. Vorabenb 666, morgens 8°°, nachmittags 400, Festes-
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