Ausgabe 
29.8.1901 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Im äs SW- den, ln der (C ';

9 äu t

ft ! r^iotba^

S iu^ Wantin J

^onietttgk^ " C

M.den * der von k rj«s4 '*, £ auI die ^nsbad), Woeibo')?

lms-Braun^: Mu hunger. dletz dasM-

lEntlassungen .an der (& W fpartr.

L August r der Lehrer 7 tut fein NchJ. dem Staat*

Uebernahme.

und 4 des Ges-. nfteKung der & Smfyenamtes i erbracht wrix

'n Theologie En Ketzer in fttti , Otto hvrsi nrdorMeisiii^ Dorheim unb f- er tatiplitypr luheim, fc'

aus Tiedm aler

,en. hefdandsverscku. r an der Aemk Zvhamres Gr» n 1. Mi er her ^emÄiD .tU aui;?r vc mgjährigen tri. , bis zur Wt im wurde bcr tobt, im M: !' ein Mi* en Dienste rr stand versetz

Mittelrhckis^ bereits gewcl!: Die genannte 1 ^Deutschen 8r ährend btx h- en mehr mit gw x^Wenunhi t Zmigmenir ti osevrE' e der jerben von 6® lefit prE^ nunblldnt^ sein werde!' n sE lortrog n einen 8*- ieitieil-'r #*** er «S len de« 9*!b ! 8oH»bal"-1 lag aus .

Rdaß HjJJ

Wer verd'td -

UKdet-L UsrbM 1% fc.r%: I 'L^

ie«iÄ8M Ufli

gierungsbezirk Kassel soll die Gewäßming eines TarlehnS aus koinmunalsränbrschen Mitteln (aus dem Nebenbahn- oder Meliorationsfonds) zu 11 cinhalb Prozent Zinsen mit mäßigen Amortisatiousbedingungen erstrebt und in einer (Eingabe an den Minister des Innern das Ersuchen gestellt werden, zu genehmigen, daß der durch Ausgabe von In- haberpapleren aufzuuehmenden städtischen Anleihe von etwa 1 Mill. Mark der Typus einer reinen Rentenschuld verliehen werde oder daß wenigstens die Tilguugsperiode wesent­lich über die durch die Erlasse vom 1. November 1870 und 28. Februar 1880 vorgeschriebeue Bemessung ausgedehnt werde. Schließlich soll'der Landkreis Hanau auch um eine Beitragslcistuug angegangen werden. Gegen die Auf­hebung von S o il n t a g s k a r t e u hat die Handelskam­mer in einer Eingabe an die Frankfurter Eiseubahudirektiou Stellung genommen. Im Hanauer Handelskammerbezirk sollen folgende Sonntagskarten in Fortfall kommen: Bon Hanau-L'stlbahnhof nach Sachsenhausen, Frankfurt (Haupt­bahnhof und Ostbalmhof >, Klein-Ostheim, Mainz und Bingen: von Hanau-Westbahnhof nach Frankfurt (Ostbahn- hos . Klein Ostheim, Mainz und Bingen; von Fulda nach Eichenzell, Schmalnau, Hettenhausen, Gießen, Eisenach und Wilhelmshöhe: von Gelnhausen nach Gießen. Ferner wendet sich die Eingabe gegen die Aufhebung von Rundreise- und Sommerkarten, wonach beispielsweise die sämtlichen sogenannten Tourenkarten für Ausflüge in den Taunus, Odenwald, Spessart. Vogelsberg und Rhön in Fort- fall kommen sollen, ferner die Sommerkarten nach Bädern.

Aufmerksamkeit wird er ein geschickter Mensch; 3. durch das Bestreben des Lehrlings, seinen Lehrherrn zusrreoen zu stellen, werden Sitte und Anstand gefördert; 4. die erkannten Fort schritte in der Ausbildung stärken das Selbstgefühl des jugendlichen Arbiters; 5. ein Facharbeiter erzielt höheren Lohn und findet eher dauernde Beschäftigung; dies gilt be­sonders in schlechten Geschäftszeiten; 6. das Verhältnis des Lehrlings zu seinen Eltern ist ein viel besseres als das so mancher junger Leute, die infolge deS frühe verdienten Geldes nur zu häufig dem Elternhause den Rücken kehren; 7. für die Entbehrungen, welche Eltern sich während der Lehrzeit manchmal auferlegen müßen, werden sie nachher durch den höheren Verdienst des K ndeS reichlich entschädigt."

e. Bad-Nauheim, 27. August. Szenen, die stark an Landesfriedensbruch erinnern, spielten sich am letzten Sonn­tag in dem sonst sehr friedlichen Dorfe Nieder-Mörlen ab. Am Nachmittag hatte dort eine Krankenkasse-Versammlung stattgefunden, in der es so stürmisch herging, daß die Parteien am Abend handgreiflich werden wollten. Da kamen von einem Radfahrerfest in Eransberg zwei Bad-Nau­heimer Radfahrer-Vereine in daS Dorf. Die Mann­schaft zündete die Laternen an ihren Rädern an und man trank in aller Ruhe Acpfelwein in dem GasthausZur Rose". Als dann die Radler durch das Dorf heimwärts fahren wollten, wurden sie plötzlich von einer großen Anzahl Ein­wohner überfallen, z. T. von den Rädern gerissen, mißhandelt und mit beschädigten Kleidern aus dem Dorf gewiesen. Als die Radler den Bürgermeister um Schutz ersuchten, wurden fle erst recht mißhandelt und durch die Dorfgasse tönte der Ruf: ..Die Mistgabeln raus!" Hätten sich die Radfahrer, f,twa 20 Mann und lauter kräftige Leute, zur Wehr gesetzt, sio wäre alsbald die blutigste Schlägerei mit den aufgeregten Einwohnern Nieder-MörlenS im Gang gewesen, man zog über vor, den Heimweg anzutreten. Am anderen Tage (gestern) machte man aber von dem merkwürdigen Vorfall An- z.eige bei der Staatsanwaltschaft und beim KreiSamt zu Friedberg. Polizeiliche Vernehmungen sind bereits vor- genommen worden. In Bad-Nauheim wird die Angelegen­heit lebhaft besprochen.

V HartmauuShaiu, 25. Aug. Der hier vor kurzer Zeit gegründete Sciegerveresin hielt heute an der Straße nach VolkartSham zu ein Preisschießen auf dem neu hergerichteten Schießstand ab. Als Sieger gingen hervor: 1. Preis -Richard Landmann aus Gedern (ein Bierkrug); 2. Preis Heinrich Schäfer II., Gastwirt aus Volkartshain (ein Spazier- jßock); 3. Preis Karl Rühl von Hartmannshain (ein Porte- ronnaie); 4. Preis August Hofmann aus Grebenhain (eine Ä ernstein-Zigarrenfpitze.

Laubach, 27. Äug. Mit dem 1. September siedelt Post- Verwalter Klesius von hier nach Seligenstadt a. M. über. Ner fein Nachfolger wird, ist noch nicht bekannt. Eine größere Anzahl der am Bau der Eifenbahn beschäftigten Italiener stellte im Laufe der letzten Woche wegen Lohn- ftreitigfeiten sie sollen Erhöhung von 30 auf 40 Pfg. pi o Stunde verlangt haben die Arbeit ein.

Mainz, 27. Aug. DemMainz. Journ." zufolge werden bet Großherzog und die Großherzogin nebst Gefolge den Eröffnungsfeierlichkeiten der allgemeinen deutschen Gartenbau- Ausstellung am 14. September beiwohnen.

Mainz, 27. Aug. Wie aus zuverlässiger Quelle ver- laitet, toirb die Angelegenheit wegen der Erbauung einer tliktrifchen Nebenbahn MainzWiesbaden in allsernächster Zeit zu einem definitiven Abschlüsse gelangen. §i. Bezug auf die Konzessionserteilung für die Erbauung bet: Bahnlinie MainzWiesbaden wird die Stadt Mainz bcfionbere Wünsche bei ber StaatSregierung nicht stellen. Schon zu Lebzeiten des verstorbenen Finanzministers Küchler Würrbe ber Süddeutschen Eisenbahn-Gesellschaft das ganz be- fhrimte Versprechen gegeben, daß sie die in Rede stehende Zouzession erhalten werde und zwar auf Grund anderer Ver- pslichtungen, welche die S. E. G. bei ber Erbauung flerabe nicht rentabler Nebenbahnen dem Finanzminister gegenüber übernommen und auch ausgeführt hat.

Marburg, 27. August. Dr. med. Steffau macht in fein erRatstitel" Sachezur Aufklärung der Prefie und drS Publikums" folgende Mitteilung:

Die Bekanntmachung imReichs- und Staatsanzeiger", htt. Zurücknahme des mir seinerzeit erteilten Patentes als 6amität8rat wird nur dann verständlich, wenn man die Bor

geschichke kennt. Nachdem mein Prozeß gegen den königl. preußischen StaatSfiSkuS in letzter Instanz dahin entschieden war, daß ber P<ivatmavnMediziner" für Verleihung des TäelS SanitätSrat eine Stempelsteuer von 300 Mk. zu entrichten habe bekanntlich erfolgt die Der leihung des ganz analogen Titels Iustizrat an den Privat mannJurist" stempelsteuerfrei führte rch meinen längst bestehenden Entschluß aus, nach Ablauf dcS ProzeffeS, gleichgiltig, ob er zu meinen Gunsten oder Ungunsten ent schieden würde, ans freien Stücken auf den Titel SanitätS rat Verzicht zu leisten und das Patent an die Regierung zurückjuerstatten. Am 17. Oktober v. IS. schickt- ich das patent an das königliche Polizeipräsidium za Frankfurt a. M. mit dem beifolgenden Begleitschreiben ab:

Marburg a. d. L., 17. 10. 00.

An verehr!, kg!. Polizeipräsidium zu Frankfurt a. M.

Nachdem mein Prozeß gegen den StaatSfiSkuS durch das Urteil dcS Reichsgerichts zu Leipzig feine cndgiliige Elledigung gefunden hat, und damit ber Zweck deS Pro zefieS:vor dem ärztlichen Stande bie bei Bei leihung des Titels SanitätSrat zurzeit obwaltenden, bisher unklaren Verhältniffe offenzulegen", erreicht ist, sehe ich mich hier mit veranlaßt, aus freien Stücken auf den Titel SanitätS­rat Verzicht zu leisten und zugleich das betreffende Patent an verehr!. Regierung zurückzuerstattev.

IHochachtungSvollft ergebenst . ßgDr. med. Steffan. f ^ Seitdem habe ich über die betreffende Angelegenheit nichts mehr gehört, bis die jetzige Bekanntmachung imReichs und Staatsanzeiger" erfolgt ist. Eine Zurückerstattung ber seinerzeit von mir unter Protest erfolgten Stempelsteuer zahlung im Betrage von 300 Mk. ist blS jetzt trotz Zurück nähme beS Patentes nicht erfolgt.

Frankfurt a. M, 26. Aug. Seit einigen Wochen hielt sich hier ein ältlicher Mann mit grauen Haaren von milt- tärischem Aussehen auf, ber sich für einen yolläubischen Major a. D. und Plantagen-Besitzer zu Kuripan (Java) auSgab. Er verkehrte nur in feineren CaseS und Restaurants und suchte junge Leute zur Ueberfiedeluug nach Batavia zu bestimmen, indem er ihnen eine glanzende Zukunft mit großartiger Bezahlung für ihre Dienstleistungen im kauf mäunischeu Betriebe in Aussicht stellte. Jede Person, welche dazu bereit war, ihm zu folgen, hatte bad UeberfcchrtS-Geld von 465 Mark zu hinterlegen. Eine große Anzahl hiesiger junger Leute ließ sich bazu verleiten, das Ueberfahrts Geld zu bezahlen und sich für die neue Heimat entsprechend aus zurüsten. Die Engagierten besorgten ihre Auslandspässe und harrten auf den Ruf zur Abreise, die jedoch von Woche zu Woche hinausgeschoben wurde. Diese Woche sollte endlich abgedampft werden. Bevor eS dazu kam, wurde den Be? teiligten von dem Polizeipräsidium die Mitteilung, daß der Major" verhaftet und ein gemeingefährlicher Hochstapler sei, ber in Wiesbaden, Hannover rc. die gleichen Schwindeleien verübt habe und deshalb vor 10 Jahren schon bestraft worden sei.

Biedenkopf, 27. Aug. Der Sonntag brachte uns schon wieder eine Feuer s brunst, ber dieses Mal zwei Wohn­häuser zum Opfer fielen. Gerade während einer Kindtauf feier brach im Hause des Anstreichers Walter ein Feuer aus, daS sich auch dem benachbarten Hause des Taglöhners Wegener mitteilte. Obwohl die Feuerwehr rasch zur Stelle war, waren beide Gebäude nicht zu retten. Das Nötigste konnte gerettet werden, der Schaden ist trotzdem groß beide Häuser waren nur mit je 720 Mk. versichert.

Hanau a. M., 26. August. Bezüglich ber der Stadt auferlegten Bedingung, bei Fortführring ber Main-Kana­lisation einen Sicherheitshasen zu errichten, hat nun­mehr die hiesige 5>andelskammer einen Antrag ausgearbeitet, wonach zunächst der preußische Staat einen Beitrag ge­währen möge in Ansehung dessen, daß der Ausbau eines Verkehrshafens zu einem Sck)utzhafen allgemeinen, über das lokale Verkehrsinteresse erheblich hinausgehenden Schiff­fahrtsinteressen dienen wird. Ferner lautet der Antrag auf die Einräumung vollständiger Parität 5)anaus mit Frankfurt bezüglich der Befreiung des Umschlagsverkehrs von Mainkanalgebühren und der für die Rhein- und Aiain- hafenstationen bestehenden eisenbahntarisarischen Begünstig­ungen, Erteilung der Privattransitlagerberechtigung und Gewährung der Berechtigung für gemischte Transittager. In einer Eingabe an den Kommunallandtag für den Re-

Gerichtssaal.

Düssekdorf, 26. August. DaS Kriegsgericht hat daS Verfahre« gegen den Oberstabsarzt Dr. Schimmel vom hiesigen 11. Husaren- Regiment, der bekanntlich der Bestechung und Freimachung beschuldigt worden war, eingestellt. Wie eS heiht, wird Dr. Schimmel nun noch ein ehrengerichtliches Verfahren über sich ergehen lassen müßen.

Sandel und Uerkehr. Volkswirtschaft.

GerrrSheim, 27. Aug. Wie dieWorms. Ztg." au6 sicherer Quelle erfährt, werden nächsten Monat 65 Prozent der salltrten Zuckerfabrik GernShetm ausbezahlt. Bei Einigkeit der Teilhaber wäre es möglich gewesen, ähnlich wie In Landstuhl, dm Krach zu verhüten. _________

Sport.

Wetzlar, 26. Aug. Vom herrlichsten Wetter begünstigt, konnte gestern der Ruderklub sein Ruderfest abhalten Mit dem Parade, fahren nahm das Fest seinen Anfang. Daran beteiligten sich dre hiesige Mannschaft in sechs Booten und außerdem die Gießener Rudergesell­schaft und der Limburger Ruderverein mit je einem Boot. Es folgte das Wettfahren. Zu dem ersten Rennen (Skiff) starteten die Herren Thomas und Winter. Ersterer fuhr allein durchs Ziel, seinem Gegner war beim Wenden das Boot umgckippt. In dem zweiten Rennen (Vierer) standen sich ebenfalls Mannschaften deS hiesigen Vereins gegen­über, und zwar W. Kuhn, Steuer, Kindt, Kitterle I., Kitterle II. und Gchrke gegen K. Waloschmidt, Steuer, Zak, Heimbach, Bepler und Weckmüller. Beim dritten Rennen starteten gegen den L.mburger Ruder- vecein Mitglieder des hiesigen Ruderklub«. Vom Start übernahmen die Limburger die Führung und behielten sie bis zur Wollspinnerei; hier wurden sie von den Wetzlarern überholt, die auch als Erste durchs Ziel gingen. In dem vierten Rennen (Vierer) startete in einem Dollenboot Glieder der Wetzlarer Mannschaft gegen einen Gig der Gießener Ruder- aesellschaft. Die Wetzlarer Ruderer durchsuhren mit vielleicht einem Meter Vorsprung als Sieger das Ziel. Die nächste Nummer des WetsfahrettF bildete das Skiff-Rennen zwischen Groß uno Weckmüller. Groß hatte bis fast ans Ende die Führerschaft, aber er war seinem Gegner ins Fahr­wasser gekommen. Weckmüller fuhr deffen anderen Skiff an und errang dadurch den Sieg. Nunmehr fuhren nochmals im Vierer Wetzlarer gegen die Gießener Rudergesellschaft. Auch dieses Rennen endete mit einem Sieg der Wetzlarer Mannschaft, indem sie die Gegner um eine Bootsläntze schlug. Nach einer kurzen Pause wurde mit den Wafferspielen, rote Schifferstechen, Büttenfahren, Wettschwimmen usw. begonnen. Am Abend fand auf dem Waffer und an den Ufern bengalische Beleuchtung statt, welche einen prachtvollen Anblick gewährte.

Das deutsch französische Rudermatch auf der «eiue hei Paris fand am Sonntag statt. Den deutschen Ruderern, der Mann­schaft der Frankfurter Ruder-GesellschaftGermania", war ein Erfolg leider nicht beschieden, da sie sich vor den Parisern beugen mußten. In Asniöres war trotz des hestigrn Gewitters, das sich in den ersten Nach- mittagvstunden entlud, ein sehr zahlreiches Publikum versammelt. Die deutsche Kolonie war stark vertteten. DaS Marineministerium hatte den Schiffsleutnant Kaves entsandt. DieGermania" erhielt durch das Los die Userseite. Die ersten 700 Meter bis zur Bineau-Brücke wurden Bord an Bord zurückgelegt, aber 200 Meter weiter erzielten die Franzosen einen Dorsprung von einer halben Länge. Nach wetteren 300 Metern waren sie den Deutschen zwei Längen voraus und schaffen dann mit drei Längen Vorsprung als Sieger durchs Ziel. Die Zeit der Franzosen für die 2600 Meter betrug 8 Minuten 17*/® Sekunden. Stürmischer Jubel erhob sich beim Erfolge der Pariser Mannschaft. Die Franzosen hatten als Steuermann die weitaus tüchtigste Kraft deS Landes, Mr. Lagoguedte. Am Abend vereinte ein gemütliches Festmahl Sieger und Besiegte. Namens der deutschen Rudererverbände sprachen die Herren Ladmburg und Wtelenberg. Das Revanchematch findet tut nächsten Jahre in Frankfurt a. M. statt.

Bekanntmachung.

Aus der Stiftung der Daniel Moog Witwe ju Gießen sind am 2. Oktober bie diesjährigen Zinsen an Hsige bedürftige, unbescholtene, im Witwerstanbe lebende 'kLrger und Witwen von Bürgern zu verteilen.

Anmeldungen hierzu können dis znm IO. September ms dem Armenamt erfolgen.

Gießen, am 26. August 1901. 6822

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

I. 93.: Wolff.

»,l. - Regiment Kaiser Wilhelm : Hrohh. £eff.) Ar. 116. Steckbrief.

9?4>en die unten beschriebenen

' D.:k^tiereEugenHotel,3.Komp., BiUjtlm- Nappier, 4. Komp.

. H^rüerie-RegimentS Kaiser Wil- 1 Hi Nr. 116, welche flüchtig sind, i ifi tia Untersuchungshaft wegen - NekrchtS der Fahnenflucht ver- Itffajt. ES wird ersucht, dieselben z M lrvhaften und an die nächste £ MiächehördezumWeitertranSporl h Hsfyr abzuliefern.

ließen, den 26. August 1901.

(gez.) von Dewitz, fiDM il RegimentS-Kommandeur.

vefchreihrrng.

Musketier Katet.

Uten: 22 Jahre, Größe: 1 m cm , Statur: schlank, Haare: dltml-lbclond, Augen: braun, Nase: .mtDtimilid), Mund: gewöhnlich, tiot: Schnurrbart, Gesicht: voll,

Gesichtsfarbe: gebräunt, Sprache: deutsch (elsäff. Accent) und fran­zösisch. Besondere Kennzeichen: Tätowierung, auf der Brust ein Pferdekopf, rechte Hand ein Herz, linke Hand einen Anker. Kleidung: Civil, Militürhemd.

Musketier Liappter.

Alter: 27 Jahre, Größe: 1 m 708 cm, Statur: gesetzt, Haare: schwarz, Augen: grau, Nase: ge­wöhnlich, Mund: gewöhnlich, Bart: Schnurrbart, Gesicht: schmal, Ge­sichtsfarbe: blaß, Sprache: deutsch (elsäff. Accent) und französisch. Be­sondere Kennzeichen: Tätowierung, auf der Brust, Krone, Kreuz, Fahne, Buchstaben K. W., auf beiden Armen Mann und Frau. Kleidung: Civil, dunkelblauer Rock, im Besitz dunkelblauer Hose, grauer Hose, grauer hellgestreifter Hose.

Die Rickttgkeit obenstehender Ab­schrift bescheinigt

Ziegler, 5801 Oberleutnant und Gerichtsoffizier.

Saatgut-Offerte.

Von unseren auf der Landesausstellung in Darmstadt mit 3 Preisen ausgezeichneten Gelreibesortimenten verkaufen wir, soweit Vorrat reicht:

Petkiiser Rvggeii, per 6fr. 10 Mk., 10 6tr. 95 Mk.

Derselbe zeichnet fich durch starken Halm und großartige Körnererträge aus.

schwe-ischer Schueeroggell per 6tr. 10 Mk., 10 6fr. 95 Mk. Derselbe verträgt späte Saat, besitzt starkes Bestockungsvermögcn und liefert hohe Erträge in Stroh und Kern.

Kirsches Thcrrijs-Weizeil per 6tr. 12 Mk., 10 6tr. 115 Mk. wird hier 2 Jahre gebaut und winterte hier nicht aus, sehr widerstandsfähig gegen Lager und liefert bei entsprechender Düngung koloffale Erträge.

Dni-eahkil-Weizell per 6tr. 11 Mk., 10 6fr. 105 Mk.; er verträgt späte Saat und giebt befriedigende Erträge.

Unser Saatgut ist doppelt gereinigt, in Höhenlagen ge­wachsen und deshalb zum Saatwechsel empschlenswert. Der Versand geschicht per Nachnahme. Säcke berechnen wir mit 60 Pfg. pro Stück. Bei größerer Abnahme findet Ermäßig­ung nach Vereinbarung statt.

Freiherrlich Riedesel'sche ßntiiitrwoltnng,

Stockhausen (Hessen). 6806

\ Ikrlh'-tarrniHieii

Douükrstag den 12. Sept. 1901,

Rach«. 8 Uhr, werden auf hiesigem Ortsgerickt die dem Wild. Sckmall Hl. und Kindern zugeschriebenen Liegen­schaften 5580

Flur 36/2062/10 508 qm Hofraithe auf die Eichgärten und die Wieseck,

38/2062/10 159 qm Grab- garten daselbst,

36/206-/10 129 qm Grab- garten daselbst,

36/206®/io 806 qm Grab' garten daselbst,

86/2O6/10o 45 qm Wiese daselbst . .

öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 14. August 1901. Großh. Ortsgericht Gießen. _______GroS__

Donnerstag, 19. September, nachmittags »'/- Uhr, sollen auf hiesigem OrtSqerrckt die den Wilh. Schwall III., Adolf Sckmall, Eduard Sckmall, Emil Sckmall und Phil. Sckmall zu- stehenden Liegenschaften hier, jedoch nur die dem W. Sckmall III. zu­stehende ideelle Hälfte an denselben, öffentlich meistbietend versteigert werden. [5297

Gießen, 30. Juli 1901.

Großh. OrtSgericht Gießen. GroS.

Donnkrstag, 26. Srptembe^ nachmittags 27s Uhr, wird auf hiesigem Ortsgericht die dem Konrad Karl Loth in Gießen an dem Grundstück der Gemarkung Gießen

Flur 1 Nr. 902 94 qm Hof- rotte in der Brandgaffe zustehende ideelle Hälfte öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 14. .August 1901.

Großh. Ortsgericht Gießen.

_____ GroS_________ Gras-LerßeigerlW

Dienstag den 3. Sep­tember d. I., vormittag» 8 Uhr anfangenb, soll das Grummetgras von den dem Marirnstift Lich zustehenden, etwa 100 Morgen Wiesen in oen Gemarkungen Lich, Rieder- und Ober-Beffingen versteigert werden.

Der Anfang ist hinter dem Kirchhof, an der Straße nach Grünberg.

Lich, den 26. August 1901.

Minheim. 5830

Ratten, Mäuse l tötet,KLerro^.Gefadrl.f.Menscke» u. Tiere. Paket 60 Pfg. u. 1 Mk. PhHippSchwagerWw.,®rog ,W?arft8