Ausgabe 
29.3.1901 Erstes Blatt
 
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der Feldbereintgung erforderlichen

veranschlagt zu:

5191,

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2257

2394

591

J. M. Schulhof

153,38

1567,75

162,

Maurerarbeit zus. Chan si-rarbeiten Pflastcrarbeit

Prüfung Dtr Rechnung

Ersatzwah'.

Vereins weiden hiermit aff Grur-d Satzungen ergebenst ein elaien.

Der Borftand: Schlosser.

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Einsicht offen liegen.

Friedberg, den 26. März 1901. Dec Großh. Krcisbauivspek or. Schnitzel, Baural.

2.

3.

Die Mrglreder des der §§ 4, 5 und 7 der 2209

c) Allgemeine?. Gießen, am 20. März 1901.

Reparaturen, Umänderungen, Vj alle Ersatzteile, 7 Glocken, Laternen, Pneumatiks re. Karl Graf, Kirchenplatz II, Eingang Sohlostgasse. Zräymaschlaeu- u. Kahrradhandkung.

Umlageverfahren verlaffeu und die Kaffe allmählich auf den weit sicheren verficherungStechnischeu Grundsätzen aufgebaul werden soll. Außerdem plant der Verband die Errichtung einer Jnvalidenkaffe, in der sich jeder eine seinen Vermögens Verhältnissen entsprechende Rente sichern kann. Anmeldungen zum Verband nimmt der Vorsitzende dcS hiesigen Bezirks- Vereins Herr Albert Schufst entgegen. Das Vereinslokal ist Hotel Schütz.

-i- Londorf, 26. März. Der hiesige Gesangverein Frohsinn- veranstaltet aus Anlaß seines 40jährigen Jubiläums am 23. und 24. Juni ein Sängerfest. Als Festplatz ist die große und schön gelegene sog. Bettwiese unterhalb des Bahnhofs in Aussicht genommen. Etwa 40 Vereine sollen Einladungen erhalten. Wenn man nach den früheren, vom VereinFrohsinn" abgehaltenen Festen ur­teilen darf, so kann man wohl erwarten, daß er alles auf­bieten wird, um eine recht schöne und genußreiche Feier zu begehen.

-s- Hungen, 26. März. Sonntagnachmittag 3 Uhr hielt die hiesige Molkerei-Genossenschaft (w. u. H.) ihre Generalversammlung im GasthausSolmser Hof- ab. Der Direkoc O. Klingelhöffer eröffnete die Versammlung, worauf der Buchhalter die Bilanz des Jahres 1900 verlas. ES ergab sich ein Reingewinn von 6430 Mk. Nach längerer Diskussion wurde beschlossen, den Reingewinn für den Rest der auf der Molkerei lastenden Schulden zu ver­wenden. Im letzten Jahre war der Reingewinn bedeutend höher. Die Verarbeitung der Vollmilch war 61 000 Liter geringer. Die Molkerei hat gegenwärtig 330 Mitglieder.

Gensingen, 25. März. Noch immer ist unser Dorf nicht aus dem Zustande des Hangens und Bangens in schwebender Pein herausgekommen, obwohl sogar an Ort und Stelle durch Sachverständige die Unterschlagungen von Schertel festgeftcllt werden sollten. Aber die Bücher zeigen sehr viele Unrichtigkeiten auf, von denen viele voraussichtlich durch richterliches Urteil erledigt werden müssen, sodaß heute alle Behauptungen über die Gesamtunterschlagungen sich nur auf Vermutungen stützen Der Fall Schertel zeigt genau, daß nie Postagentur und Kassenrechnung in der Hand eines Mannes liegen soll, weil in diesem Fall der Postagcnt alle Briefe an die Kasse in seiner Eigenschaft als Postbeamte er­hält, und sie dann, wie es leider hier vorkam, bei vorhandenen Unregelmäßigkeiten in einer diese verhüllenden Art beant­worten kann, selbstredend durch Fälschungen, wie denn Schertel auch Wechsel im Betrage von 15 000 Mk. fälschte. Nicht verstehen kann man cS überhaupt, daß hier eben noch Leute für den Flüchtigen eintreteu, der sogar die Schandthat be­ging, ein nicht in sonderlich guten Verhältnissen lebendes Mitglied zum Einhändigen der Kaution zu veranlassen, die 4000 Mk. betrug, eine Summe, die jetzt im voraus schon zu entrichten ist. Vielleicht hilft die Regierung durch Gewäh-

Der Vorstand:

Ed. Hanau. F. Helfrich. Jean Kirch.

rung von unverzinslichen Darlehen oder auf andere Weise, damit viele Mitglieder unter diesem Schicksalsschlage nicht allzuhart zu leiden haben.

Mainz, 26. Mürz. Ein bereits mehrfach bestrafter junger Arbeiter hatte sich gestern betrunken, ihm wurde in einer Wirtschaft der Neustadt erklärt, daß er kein Ge­tränk mehr erhalte. Daraufhin zog der Arbeiter sein Messer und bedrohte die Kellnerin. AIS diese flüchtete, begab sich der Arbeiter in den Hof, öffnete einen mit wertvollen Kaninchen besetzten Stall, zog drei der schönsten Tiere heraus, schnitt ihnen erst die Hinterbeine ab, worauf er den Bauch aufschlitzte, sodaß die Tiere unter den gräßlichsten Schmerzen elend verendeten. Der rohe Mensch begab sich dann in die Wohnung der Wirtin, riß daS 2</a Jahre alte Kind aus dec Wiege und drohte, es abschlachten zu wollen, wie die Kaninchen. Die verzweifelte Mutter entriß dem Menschen ihr Kind und lief davon. Herbeigeholte Schutz« leute nahmen schließlich die Verhaftung des Menschen vor.

Kleine Mitteilungen au8 Hessen und den Nachbarstaaten. Auf dem Bahnhose in Vilbel wird seit einigen Tagen die Kaffe revidiert; dabei soll sich ein Manko von etwa 700 Mk. ergeben haben. Vor etwa zwei Jahren wurde schon einmal ein Fehlbetrag von mehreren hundert Mark konstatiert; der damalige schuldige Beamte wurde zu mehreren Monaten Ge- fängnis verurteilt und seines Dienstes entlasten. Montag abend kam in Griedel eine Wette zum AuStrag, die, in guter Laune entstanden, einen tragischen A.iSaang nahm. Ein Mann ist nämlich an einem weißen Käse erstickt, den er ganz verschlucken wollte, ihm aber in der Kehle stecken blieb.

Vergebung

der Arbeiten und Materiallieferungen zur Her ftellung vou Abfahrten.

Allg. Verein für Ameu- und Krankenpflege. Freitag den LS. März, nachmittags 5 Uhr, Generalvrsammlung im Haate des Schwesternhauses (Johanmsstraße).

Tages-Ordnung: 1. Jahresbericht.

lieserungen, 1. 2. 8. 4.

Telephon 119. Prompt«» Versandt nach au-wärtr-

Nadelholzstämme:

Groß-Rechtenbach: 97 8. und 4. Kl. 30,01 fm, sowie Stangen 1. bis 3. Kl. und 61 rm Nutzholz.

Hörnsheim: 14 rm Nutzholz.

Lützellinden: 2 2 Kl. ----- 2,94 fm, 86 3. und 4. Kl. = 40 79 fm, sowie 18 Stangen 1. und 2. Kl. und 24 rm

_. Materiallieferungen

sollen auf dem Wege des schriftlichen Angebot« vergeben werden. Die Angebots müsten getrennt inch bei Bezirken der Kreiestraßenmeister Metzger und Zörb erfolgen und sind versiegelt mr postfrei bis Donnerstag den 11. April d. I., vormittags 10 Uhr, auf dem Bureou des Unter­zeichneten, Hatngrabenstraße 21, einzure ch n, woselbst Vor­anschlag und Bdingungen in den üblichen Bureaustunvrn zur

Frische Fluß- und Teesische. «t»

Die zu den Abfahrten in der Gemarkung Ostheim infolge Arbeiten und Material-

Graft MhftlMftigNW

Moutag bttt 15. und Dienstag den 16. April d. I, Beginn jedesmal punkt 10 Uhr vormittags, im Saale des Wirtes Am end (Zum grünen Baum) hierfelbst.

Gicheustämme:

Groß-Rechtenbach: 4 1. Kl. = 5,79 fm, 41 3 Kl, = 29,49 fm, 2 4. Kl. 0,54 fm und 11,5 rm Nutzholz.

Hörnsheim: 5 1. Kl. = 17,54 fm, 1 2. Kl. = 1,43 fm, 2 3. Kl. 0,72 fm und 9,25 rm Nutzholz.

Lützellinden: 2 1. Kl. = 7,16 fm, 5 2. Kl. = 9,47 fm, 12 3. Kl. 6,64 fm und 4 rm Nutzholz.

Münchholzhausen: 10 2. Kl. = 16,29 fm, 49 3 Kl. = 32,29 fm, 25 4. Kl. ----- 5,40 fm, sowie 13 Stangen 1. und 2. Kl und 28 rm Nutzholz.

Dornholzhausen: 2 1. Kl. = 5,72 fm, 1 2. Kl. 2,19 fm, 4 3. Kl. = 3,22 fm.

Hochelheim: 1 1. Kl. = 4,08 fm, 3 2. Kl. = 5,43 fm, 6 8. Kl. = 4,70 fm, 2 4. Kl. ------ 0,52 fm, sowie 13 Stangen 1. bi» 4. Kl. und 43,50 rm Nutzholz.

Klein-Rechtenbach: 3 2 Kl = 4,79 fm, 5 3. Kl. = 3,78 fm, 2 4. Kl. ----- 0,40 fm und 3,24 rm Nutzholz.

Vollnkirchen: 1 1. Kl. = 2,54 fm, 5 2. Kl. = 8,38 tm, 11 8. Kl. ---- 8,25 fm, 5 4 Kl. = 1,07 fm und 9 rm Nutzholz. , ä .

Weidenhausen: 3 2. Kl. = 5,46 fm, 4 3. Kl. = 3,20 fm, 2 4. Kl. = 0,40 fm und 0,9 rm N -tzholz.

ftnfautnrtt: 11 1. K'. = 37,04 fm, 35 2. Kl. = 59,23 fm, 134 3 Kl. = 92,29 fm, 89 4. Kl = 8,40 fm, 26 Stangen 1. br» 4. K>. und 108 rm Nutzholz.

Lützel ind.n: Buchenstämme: 6 3. Kl. = 6,38 fm, Vollnkirchen.: Weichholzstamm: 1 4. Kl. ----- 0,07 fm.

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besonderen Verhältnissen, wie z. B. in Mainz, von dev Bestimmung keinen Gebrauch gemacht wird.

Präsident Buchner stellt fest, daß die Bestimmung nicht fiskalisch, sondern nach Grundsätzen der ausgleichenden Gerechtigkeit ausgeführt werden solle. Damit sei die Mög­lichkeit gegeben, solchen besonderen Verhältnissen Rechnung zu tragen.

Prof. W e i f f e n b a ch tritt für den Antrag Wahl ein und regt, um event. eine Bindung des Konsistoriums zu vermeiden, eine dahingehende Resolution an.

Synodale Wahl-Schlitz ist mit dem Grundgedanken des Wahlschen Zusatzes einverstanden, und ist namentlich dagegen, daß dem erweiterten Konsistorium derartige Be­fugnisse übertragen werden.

Pfarrer An thes-Bensheim glaubt, daß die Grün­dung der 2. Bensheimer Pfarrstelle und der Heppenheimer Pfarrstelle nicht möglich werde, wenn der Antrag Wahl angenommen würde.

Pfarrer E ck - Offenbach wünscht die Vorlage einer Ueber- sicht der in Frage kommenden Verhältnisse.

Synodale Hager-Friedberg tritt für den Vorschlag des Oberkonsistoriums ein.

Ter Antrag wird gegen 4 Stimmen in der Fassung des Ausschnstes angenommen. Auch dieses Gesetz tritt am 1. April d. I. in Kraft. Nächste Sitzung Donnerstag früh 9 Uhr.

Ans Stadt und Land.

Gießen, den 28. März 1901.

J. Siebener OmniioS Gesellschaft. Auf die am Freitag abend 8</a Uhr in der Feidel'schen Restauration stattsindende Generalversammlung der OmnibuS'Gesellschaft (siehe Inseratenteil) seien unsere Leser nochmals besonders aufmerksam gemacht. Außer der Vorlage des Geschäfts berichtS und der Bilanz werden auch allgemeine Anträge oder Wünsche zur Verhandlung kommen. Wie wir erfahren, nimmt der Streckenverkehr von Jahr zu Jahr zu und das finanzielle Ergebnis kann al» zufriedenstellend bezeichnet werden.

Der deutsche Werkmeisterverband, der auch in unserer Stadt einen Bezirksverein hat, veröffentlicht soeben feinen Geschäftsbericht für die Jahre 1899 und 1900, nach dem der Verband zur Zeit 662 Bezirksvereine und 39 200 Mil- glichet zählt. 3200 Witwen, 1000 Invaliden und 170 Ganzwaisen erhielten während dieser zwei Jahre 738 000 Mk. an freiwilligen Unterstützungen, die aus den Ueberschüssen bestritten wurden, ohne daß sich die Erhebung besonderer Beiträge erforderlich machte. In diesen Jahren wurden an Sterbegeldern 901 000 Mk. gezahlt. Insgesamt kamen wäh­rend der 17 Jahre des Bestehens 5 422 000 Mk. an Unter- stützung und Sterbegeldern zur Auszahlung, außerdem jedoch vermochte der Werkmeisterverband noch ein Vermögen von 2 580 000 Mk. anzusammeln. Der Verband ist jetzt bestrebt, seine Sterbekaffe insofern umzuwandeln, als das seitherige

Gieftm Onmilm-GkskWfl.

E. G. m. b. H.

Freitag de« 2». März l. I., abends 8V2 Uhr:

General -Ansammlung

im Caf6 Bavaria (Felde!)

Taget'Ordnung: a) Geschästrbericht.

b) Wahl des Vorstandes und de» Aufstchtsrates.

Franz Neumeier

Louueuftratze 22 empfiehlt Touueustrafte 22 M Konfirmanden-Stiefel

tn großer Aurwayk; für Knaben von 4.50 bis 6.- und höher, sowie alle Sehnhwai^n wn 2046

feinsten in nur guten Qualitäten zu äußerst billigen Preisen.

hMn.l^nnid)t j naM £ Aden. L bebauer- ebenso wie

:it wohl bas Migen, * sei klar, M ihnen m sie eine

Mder Bor- :

Lachend

übet bie Schanden. V machen, Bezugnahme ^gung noch wrden. Man n »ein lassen. {zeigen, in- jes gutheiße, |t derartiges

ch Oder-Kon- gante tton» n persönliches Vaas.

hrungen Golb- llhe unb Lach. Achen worben, gerechtfertigt, sie nicht nach ' oberste ^ist- lüffen, dessen ind habe im Schritt, der res anders da 1 erklärt war­st hatte; man den die Geist- ch in einigen inbnis gefehlt ation" nenne, »tigt, das Lolk gen näher zu hen, unb frisch

ben Äusfubr- lärt, daß ihm bekannt sei.

etwas gespürt )t für so groß nißbilligen, be- isse sei verwerf-

angenommen. innig ange* eöigl unb die

Sehalte der .5 angeftestten rd in die Be- Entwurfes, reten. Tie Be- es Gesetzes bet en. Ebenso bie

1 modifizierten teilen nicht die uch ist er nut terte

anden mb» ein Drittel der

die vorge-

rt nrst.dm höchstens einem der 3*'* W'blb!i

Nutzholz.

Münchholzhausen: 44 3. und 4. Kl. ----- 7,53 fm, sowie 398 Stangen 1. bis 4. Kl. und 27 rm Nutzholz.

Dornholzhausen: 2 2. Kl. 2,88 fm, 79 3. und 4. Kl. =

31,08 fm, sowie 6 Stangen 1. Kl. und 114 rm Nutzholz. Hochelheim: 90 3. und 4. Kl. = 18,16 fm, sowie 95 ©taugen

1. bis 3. Kl. und 86,50 rm Nutzholz.

Klein R chtenbach: 53 3. unb 4. Kl. = 23,39 fm, 99 Stangen

1. bi» 3. Kl. und 59,8 rm Nutzholz.

Vollnkirchen: 64 3. und 4 Kl. = 9,87 fm, 83 Stangen 1. bis

4 Kl. und 33 rm Nutzholz.

Weidenhausen: 24 3. und 4. Kl. 7,53 fm, sowie 6 Stangen

2. und 3. Kl.

Am ersten Tage wird alle» Eichenholz und vom Nadelholz soviel, wie die Zeit erlaubt, unb am zweiten Tage der Rest des Nadelholzes verkauft.

Groß-Rechtenbach, den 25. März 1901.

Der Bürgermeister. 2391

Vermischtes.

Triest, 26. März. Das mit Holz beladene Segel- schiffLueeiels" aufl Cittannova ist unweit der Küste b i Umago gesunken. Der Kapitän unb ein Matrose würben gerettet. Bier Matrosen sind ertrunken.

* Ein Student erschossen. In Kiew wu bc am 9./22. März der ins Militär gesteckte Student Pir al off erschaffen. Ein Osfizier seines Regiments hatte ihn näml ch mit den unflätigsten Redensarten beschimpft, die Piratoff mit einer Ohrfeige beantwortete. Vor ein Kriegsgericht gestellt, wurde er zum Tode verurteilt und am 9/22. März ei- schoffen. Zwei andere Studenten Soldaten, Rybokoff unb Lanzetnik, sind ebenfalls in einen Militärprozeß verwickelt und sitzen vorläufig in der Festung.

Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.

r. Limburg a. d. Lahn, 27. März. Fruchtmarkt (Durchschnittspreis pro Malter.) Roter Weizen Mk. 13 82, weißer Wetzv, Mk. 00.00, Korn Mk. 10.80, Geeste Mk. 8.80, Hafer Mk. 6 71.

Weppeimann* Emser Tabletten zu haben in der Privil. Pelikan-Apotheke, H. Dornberger.

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