Ausgabe 
28.8.1901 Erstes Blatt
 
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Mr. 201

Erste- Blatt.

Ute

Me-akti»«, Expedition und

Wruckerei: Zchulftrahe 7.

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Eigentümer.

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Namen

Wohnort

August

Marten.

liegenden Falle juristisch sehr schwer war einen CI"L x * ^bronwung mit Der toee zu

ru instruieren so gewinnt man enst erhalten, beweisen die b?rt neuerdings zu tage getretenen

den[emeUS ÄIh Äfl Bestrebungen, einen « - o b scheinhrts w eg von auf Mord Bedenken aufgestiegen, und als habe e? dem M an n h e i rn nach Eßl r n g e n durch entsprechende Ka- Antraae auf Todesstrafe aüswpir-tzp., ^oe /r dem nalrsrerung des Neckars herzustellen. 2te vorn Ko- ULi LEÄLase ausn^^i wollen. Thaffachlich mite zur Hebung der Neckarschiffahrt anaestellten Untersuch-.

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mite zur Hebung der Neckarschiffahrt angestellten Untersuch­ungen, die in einer umfassenden Denkschrift von Professor Huber niedergelegt sind, ergeben, daß der Ausführung des Projekts keine technischen Schwierigkeiten entgegen­stehen :

Adreffe für Drpescheni Anzeiger Stehen.

Fernsprechonschluß Nr.vl.

Gl ün berg Lauter Ettingshausen Atz-nhatn Ktrschgarten Merlau Ober Ohmen Groß-Eichen

Ter neue Großschiffahrtsweg würde eine Länge von etwa 200 Kilometer erhalten und soll unter Einlegung von 40 Staustufen auf eine durchgängige Fahrwassertiefe von 2 Meter gebrach-t werden. Auf dem so regulierten Flusse könnten Schiffe von 600 Tonnen Tragkraft (gleich

.. _ Zu beachten ist, daß ein Verteidiger des Todesurteiles srch bisher noch nicht gefunden hat. Selbst dieKreuzzta " schreibt.' 00

stecht. äSSS'i ach, SW;

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Jrschetnt täglich mit ttuahme de« Montags.

Jtr Gießener Kamilien- lätter werden dem An- yifltr im Wechsel mitHess. Gandwirt" undBlätter Mr Hess. BolkSkunde" vier» Mal wöchentlich beigelegt.

>ur Augenblicke der Aufregung, wie sie das Bekanntwerden solchen Verbrechens begleiten. Würde ^rten auf die Minute alles nachgerechnet haben, daß Gang Tur (SVmn hon or rtu__1- -k. u

, aber keine Thal, die im stände wäre, diese Zölle zu verhindern. Solche Drohungen sindTheater- Donner".

erscheint dem Fernstehenden, der für sein Urteil auf das in Der Presse vorhandene Material an Berichten und Mitteilungen angewiesen ist, die Schuld des Venrrteilten nicht unanfechtbar durch die Beweisaufnahme erhärtet; vielleicht giebt aber der Wortlaut der Begründung des Urteils einen besseren Aufschluß. $

Bekanntmachung.

<..Ä aU 9em^b^$!fTc^intflt£tiiu,S^afeWaU ^6t "uchstehend °-r.-.ch°et-u Zuch.st.ere für Gießen, den 26. August 1901.

GroßherzoglicheS Kreisamt Gieße».

v. Bechtold.

Grimmige Drohungen.

-Kan schreibt uns aus Berlin, 26. August- ni^^^?^^^-Politik hält beim Zolltarifentwurf Nicht L>tich Industrie und Landwirtschaft streben immer

Von der gegenseitigen Rücksichtnahme auf die Zollforderungen, von thatkräftiger Unterstützung und zum Siege Verhelfen ist schon gar keine Rede mehr Sehe ieder wo er bleibe." Im Bunde der Landwirte ist man sogar derart ergrimmt auf den Zentralverband deut­scher industrieller, wegen dessen ablehnender Haltung gegenüber den Getreide-Mindestzöllen. daß man rundweg erklärt, es sei diePflicht der landwirtschaftlichen Ver­treter, die Konsequenzen zu ziehen und sowohl die Er­höhung der Industrie-Zölle als auch neue langfristige Han­delsverträge abzulehnen". Also Kampf statt desVer­eint Marschierens" undVereint Schlagens".

Auf Seiten der Industrie wird mehr Kaltblütigkeit ge­wahrt. Wenigstens haben die berufenen Organe der In­dustrie noch nicht mit ähnlichenRepressalien" den land­wirtschaftlichen Schutzzöllen gedroht. Nüchtern betrachtet, sind ja alle derartigen Revanchepläne in Bausch und Bogen Zölle abzulehnen, nicht aus sachlichen Gründen, sondern um dem anderen einen Schlag zu versetzen, abso­lut gegenstandslos. Ebenso verhält es sich mit Äußer­ungen wie:Dann lieber völliger Freihandel, Abschaffung sowohl der landwirtschaftlichen wie der Industrie-Schutz­zölle!" wenn nämlich beispielsweise Getreidezölle nicht in Höhe von 7 Mark oder 7.50 Mark zu erreichen sind. Jedermann weiß ganz genau, daß es zu keinem von diesen schreckenerregenden" Ereignissen kommen wird. Tie Zorn­gedanken sind nun einmal nicht zu verwirklichen. Weder ist ein Bündnis,auf Zeit" natürlich, denkbar zwischen der

,inn des nächsten 4m« Sehen Korsos l

November i» rockte dnrtby. [)r. Doemens,

®i bürgerlicher Senat würde über gemeine Verbrechen E -Unbefangener urteilen; kommen spezielle Militaria tatei in Betracht, zieht man Offiziere als Sachverständige fr- wie es in einer Reihe anderer Verbrecherkategorien .i»- Fall ist. Reni militarifche Vergehen möge ein rein

W!it..i risch es Richterkollegium aburteilen; wo es um Leben

^hre eines Menschen und ganzer Familien sich handelt, fidwit dieselbe in den Händen rechtsgelehrter Richter vor- liiiigjer behandelt zu werden. Ter Vertreter der Anklaqe- IHbörbe wies in seinem Plädoyer nach, daß ein Mord Her, vorliegen kann, nur ein Totschlag; trotzdem über-! z x.khkm die Richter, von denen fünf Offiziere sind, seine Aus- f üijiuingen und erkennen auf Mord. Wo bleibt die 5 Itoetgung der Praxis: in dubio pro reo. 'Jhir sechs Mi- iimteni ist die Spanne Zeit, für die Myrten ein Alibi riii^ nachweisen kann; gehen die Uhren der Kaserne und ClerP-ragoiier so übereinstimmend, daß diese sechs Minuten riid1: etwa in der Differenz derselben zu suchen sind Wer toi für gestern seine Anwesenheit von Minute zu Minute imtiMifen; geschweige nach Wochen und Monaten! Und'

Ub' Ubet

Das eine wollen wir noch dazu bemerken: gern würden wir als Verteidiger des Urteils auftreten, wenn wir es vermöchten.

s oldie^ U rteiT ° wi e 1 eS^as $ h; wir ein I die je dock nur von geringer Bedeutung ist. Seine Nachbar-

gefällt hat nicht erwartet haben Ueb^rasck! staaten dagegen besitzen schon lange direkte Verbindung

insonderheit Är^ r^die ^r See indem ihnen die Hauptverkehrsader Deuts^

Anklage auf Mord fallen lassen m miX 5' ? lanlhS, der Rhein mit seinen Nebenflüssen als Bindeglied die Anklaqe auf sLSaae&£ CHxttC ""d bient. Taß es aud) für Württemberg kein Ding her Un- .±?5SA.5W.- es bei dem vor- möglill-keit ist, eine direkte Verbindung mit der See zu

in tntintt Botar .'Mt für (Stnjek/ unl ' .. 5'M

Nach der Zusammensetzung des Reichstags wird auch bei den Zolltarifberatungen ja doch wieder das Zentrum die entscheidende Rolle spielen.Tas Zentrum", sagte der Festredner Abg. Dasbach auf dem Katholikentag in Osna­brück,steht nach wie vor glorreich da." Jedenfalls ist gegen die Stimmen des Zentrums int Reichstag in Fragen der Handelspolitik nichts zu wollen, nichts zu machen. Die rinmal eine Dummheit machen" konnten sie sämtlich alsIwesen während der ^rhan'dwngen^^istHHnt^I al^misa^esckstossen^ ÄA^EAarffni^Är^dEttnvon ^l^?9en" gelten. Unwillkürlich, beeinflußt das Gefühl der lichleit Nicht bekannt geworden, in welcher Verfassung man 17.50 Mark Mindestitarif jemals Gesetz werde Wie weit fei mhtarWn Unterordnung .ene Freiheit des Urteils. hiJI btt für etae P^on/nhÜlse das Fleischschaf G ÄÄ "L FührL

höchst wicktiae Scklüss!» C£'arau^ ^te ^an des Bundes der Landwirte zurückgeblieben. Könne jemand

w.-. L, Z40hen können. im Ernst glauben, der Bund werde im nächsten Winter Über

T n oars wohl annehmen, daß hier eine schwere Unter-1 die Mehrheitverfügen"? Die konservativeKreuz-Ztg."' Lnc.t>cr Untersuchung nicht begangen worden ist, I verfährt taktisch geschickter, als es die Preßorqane des Bunds !S^,ern Gerichtsstelle auf das genaueste dar-I der Landwirte thun; sie legt auf das Zusammenhalten

ierS1 verwunderlich aber bleibt es, daß! der Rechten mit dem Zentrum Wert, weil das eben der

S 6 bie Oeffentlichkeit ge- praktische Weg ist, wenigstens eine mäßige Erhöhung der

^b?Kbie Verhandlungen bereits gar nichts landwirtschaftlichen Zölle zu erlangen.

^bracht haben. I Die Stellungnahme des Zentrums zum Zolltarifent-

, sollen vorläufig die Hoffnung noch nicht auf-I wurf ist vorläufig behutsam und abwartend; auch der geben, daß es gelingt, den Thäter so zu ermitteln, daß! Katholikentag dürfte in dieser Hinsicht keinen genauen Auf- er restlos der That überführt wird. Dann erst würde von,schkuß geben. Aber man erfahrt vielleicht, was das Zentrum gesamten Volke der Mb weichen, das unleidliche, n i ch t bewilligen will. Und damit werden die änderest Oeftlyl daß das neue Militärgerichjtsverfahren in dem, Parteien wohl oder Wel zu rechnen haben.

erfteu hervorragenden Falle, der ihm unterbreitet wurde" so wenig bewährt habe. Jeder Familienvater, der ^TrrlftfTdlr> flTrtrtf>^rrhlTn

sein Kind m den Dienst des Königs giebt, kann verlangen, V11111UjV UU.

ln- so ^r.?ur'9cn Fällen dem Sohne dieselbe Rechts^, Die Württemberger wünschen sich einen Was- sicherheit gewährt sei, wie ihm selber; daß nicht zweier-,s e r w e g zum Meere und meinen, von den Kosten, die lei Recht in Deutschland bestehe. , sie auf 50 Mill. Mark veranschlagen, solle Hessen ein

Sechstel tragen. Württemberg ist der einzige der süd­deutschen Staaten, der eigentlich noch keine schiffbare Was­serstraße besitzt. Gegenwärtig besteht zwar Kettenschlepp­schiffahrt auf dem Neckar von Heilbronn bis Mannheim,

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Sonnens^ + 25.6« C. + 9.8« C.

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<T s. IE. z. itia. 8.

Bekanntmachung

Öetr.: Schweinerotlauf.

3« Reuzendorf und Manlbach, Kreis Alsfeld, iftInacygerecynet yaoen, Maet0,,aUf -"-«-brech» und G-höftsp-rr- °ng.°rdn°. ,mdkg°r^S°nL °d°?Ü^7m^JE»um°hEusL-l7 ... I" L-Hrbach «iS Alsfeld. Ist der Schw°In«°.lnus er. 3 der^r'LeTS ÄX&Z nnb ist die. Sperre wieder aufgehoben worden. iede Minute sich notiert haben, ein'Unschuldiger denke Tn ©legen, den 23. August 1901. solchen Momenten nicht an solche Rechenaufgabe! Daß in

Großherzogliches Kreisamt Gießen. Ammer alles so wohlgeordnet war, als die Haus-

v. Bechtold. I luchungskommission eintrat, wurde zu seinen Ungunsteni x , - - ----

------------------------------- ausgelegt; er war vorbereitet, daß man bei ihm^Haus- Rechten und den Freisinnigen und Sozialdemokraten, zu suche. Hätte man alles wie Kraut und Rüben durcheinander hbm Zweck die Jndustwie-Zollerhöhungen samt und son- #OUUlimiUUiyUlig, gefunden, Ware das vielleicht auch für ihn ungünstig auf- zu Fall zu bringen und langftisttge Handelsverträge

Gelegentlich des Biehmarktes zu Hungen am 16. Sep» worden: das böse Gewissen hätte sich ja in der We Snje für sich im stände sein,

teviber dS. IS wird zum Zweck der Anköruna eine öffent I U^,n5 ö^gen können. ^e. Schutzzölle zu vernichten. Um im

H*e ^afelfAau burtfi bie QBrrnmmiffinn nbn^nTtP» .Weil man hier vor einem Rätsel steht, behauptet man Reichstag etwas auszurichten, bedarf es einer Mehrheit.

Oll aufzutreibenden ^a el ^müffen fiAer aelffelt ^n 0 SetJfer' in der zweiten Verhandlung nicht alles zur In beiden Fällen reicht die Unterstützung nicht zu. Auch U au^urrelvenDen Fasel müssen ficher gefesselt fein. l Aussage gekommen ist, so erörtert worden ist, wie in Mr11 die Einführung des absoluten Freihandels glaubt im Gießen, den 26. August 1901. l ersten, ^a, hat die zweite Verhandlung den Ermorb>/ten Ernst! kein einziger Politiker.

Großherzogliches Kreisamt Gießen. I etwa schonen wollen ? Wozu also solche erregte Ankündigungeii, die nicht ernst

v. Bechtold. | E*" sehr wesentliches Moment ist aber, so viel wir, nehmen sind, weil nicht die Spur einer Wahrscheinlichkeit

~-----' [ 'm«sen, bei allen Erörterungen der unerquicklichen Ange-, vorhanden ist, daß der Feldzugsplan Erfolg haben könnte?

Qttm ^^ybit anyer acht gelassen worden. In dem ganzen Wenn 60 oder 80 oder etwa 100 Mitglieder des Reichstags

im+ x * ® | , iProzeß ich wenigstens den vorliegenden ausführ-1 geschlossen gegen die Jnduftrie-Schu^ölle sttmmen würden,

_ 'st Mit eine der traurigsten Seiten des unseligen lachen Berichten zufolge, niemals die Rede gewesen, woher dann ist esauch noch so". Weiter nichts als eine T>e- Prozes es: ans Uebereifer im Interesse der so notwendigen der Mörder, wenn er unter den Soldaten zu suchlen ift, nu>nftratü>n, aber keine That, die im stände wäre, diese Lzsziplin im Heere und um diese zu wahren, hat man me scharfen Patronen hergehabt hat. Daß in der Zölle zu verhindern. Solche Drohungen sindTheater- ber Glauben an eine unparteiische Rechtsprechung in der Reitbahn nicht scharf geschossen worden ist, bedarf keiner Armee aufs tiefste erschüttert. Man sagt sich, wenn solche weiteren Erwähnung. Ist per Mörder ein Angehöriger des Urteile im neuen öffentlichen Verfahren möglich sind, was! Regiments gewesen, so muß er sich vorher in den Besitz man früher hinter den verschlossenen Thüren vorgekommen von scharfen Patronen gesetzt haben, er muß sich solche skir! Gewiß zweifelt niemand daran, daß die militärischen vom Schieß-Unteroffizier besorgt oder irgendwo gekauft keifttzer des Gerichts nach bester Ueberzeugung, nach haben, er hat also die Absicht der Erschießung lange bcstern Wissen und Gewissen ihr Bottim abgegeben haben, vorher gehabt und einen Plan vorbereitet. Bon dem Kara- nott-bem von demGerichtsherrn" der Ausspruch befamtf btner des Dragoners Weber, mit dem der tätliche Schuß geworden war:Warum soll nicht auch ein Kriegsgericht abgegeben worden ist, ist nur vorübergehend die Rede ae-

LSI. Jahrgang. Mittwoch Ä8. August 1901

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General-Anzeiger v L-LL-K

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Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

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tot rot Falbscheck G-Ibsch.ck Hellfalb Hellfalbscheck Gelbrotscheck Hellfalbscheck Falb

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flut flut gut gut flut gut gut gut 0*1