§11. Tor Zeitpunkt, mit welchem dieses Gesetz in Kraft tritt, wird durch kaiserliche Verordnung mit Zustimmung des Bundesrats bestimmt. Mit demselben Zeitpunkte trete das am 24. Mai 1885 veröffentlichte Zolltarifgesetz nebst zugehörigem Zolltarif, sowie die späteren Abänderungen und Ergänzungen desselben, sowie der § 44 des Branntweinsteuergesetzes und § 80 des Zuckersteuergesetzes mit der Maßgabe außer Kraft, daß die bisherigen Vorschriften über die Ueberweisung eines Teils des Ertrags der Zölle und der Tabaksteuer an die Bundesstaaten so lange in Wirksamkeit bleiben, bis darüber durch besonderes Gesetz ander- weit bestimmt wird. (Schluß im 2. Bl.)
Vermischtes.
* Ein Autogramm Kaiser Wilhelms wurde auf der „Viktoria Luise" gelegentlich ihrer Nordlandsreise versteigert. Für die Schiffsmannschaft war eine Wohlthätig- keitSvorstellung angesagt, zu der der Kaiser, der sich in unmittelbarer Nähe auf der „Hohenzollern" befand, eine Menukarte gestiftet hatte. Der Monarch hatte darauf geschrieben: „Zur Auktion der „Viktoria Luise". An Bord der „Hohen- zollern" Wilhelm I. R." Unter allgemeiner Spannung begann die Auktion, deren Teilnehmer fast ausschließlich aus Deutschen und Amerikanern bestanden. Das erste Angebot belief sich aus 50 Mark, um bald die Höhe von 500 Mark zu erreichen. Nun aber begann erst der eigentliche Kampf. Ein Duell entspann sich zwischen einem Stettiner und einem amerikanischen Dollarmillionär. Hatte sich vorher das Angebot nur immer um zehn Mark gesteigert, so gab sich der Amerikaner mit solchen Lappaleien jetzt nicht mehr ab, und es dauerte nicht lange, so klang ein „3000" von den Lippen des Auktionators. Der „sparsame" Deutsche hingegen be- schränkte sich nach wie vor darauf, immer zehn Mark mehr zu bieten, als sein Rivale. Schließlich ist der zähe Amerikaner bei 3500 Mark angelangt. Der Auktionator ruft: 3500 zum ersten, zweiten — und schon will der Hammer zum letztenmale niederfallen, schon malt sich eine gewisse Enttäuschung in den Gesichtern der Deutschen, als wieder das monotone „und zehn" ertönt. Der Stettiner hat den Sieg errungen; denn sein überseeischer Rivale giebt das Rennen auf. Vergnügt empfängt die Tochter des Stettiners das Autogramm des Kaisers, das in so heißem Kampfe errungen ward, und die 3510 Mark fließen in die UnterstützungS- kaffe der Mannschaft.
* Eine Badereise mit Hindernissen. In diesen Tugen erlebte man auf dem Potsdamer Platze in Berlin um die Mittagszeit das seltene Schauspiel, daß eine aus der Königgrätzerskraße kommende Droschke plötzlich auseinanderbrach. Bei einer Biegung am Jnselperron gab es einen Ruck, und als der Kutscher sich nachf seinem Fahrgast umsah, bemerkte er mit Schrecken, daß dieser samt dem Hinterteil des Wagens festzsaß, während das Pferd mit dem Vorderteil dem Ziele, dem Potsdamer Bahnhof, zustrebte. Ob dieses Malheurs, das von schlimmen Folgen für die Beteiligten nicht begleitet war, hagelte es natürlich gute und schlechte Witze in Fülle. Das Schönste ist jedoch, daß dieser viel belachte Kladderadatsch in gewissem Sinne der Kulminationspunkt einer Reihe von Widerwärtige feiten bildete, der den betreffenden Fahrgast veranlaßte, die beschlossene Badereise nicht anzutreten. Herr B., ein bekannter Fabrikant in Nordweshen, hatte schon vor Wochen seine Gattin nach Harzburg geschickt, und ihr das Versprechen gegeben, daß er in einigen Tagen nachkommen wolle. Damit hatte es jedoch gute Wege. Die Ankunft eines Geschäftsfreundes und der damit verbundene Besuch Berliner Sehenswürdigkeiten, die ungünstigen Nachrichten vom Börsenmarkte und verschiedenes andere brachten es mit sich, daß Herr B. seine Mreise immer wieder verschieben mußte. Die so oft getäuschte Gattin wurde eines Tages wütend, und erklärte ihrem Gemahl kategorisch, daß sie ihm so lange depeschieren werde, bis er in Harzburg sei. Nun stürmten die Telegraphenbolen förmlich das Haus, der Fabrikant geriet in Verzweiflung und entschloß sich kurzerhand, sofort abzureisen. Der Kutscher freute sich schon, das ihm für .schnelle Fahrt versprochene Trinkgeld einheimsen zu können, als der Knalleffekt aus dem Potsdamer Platz alles zu Nichte machte. „Ich komme nicht!" drahtete der etwas abergläubische Fabrikant an seine Gattin, und begab sich geraden Weges in sein Stammlokal, wo ihn keine Depeschen erreichen konnten.
* Lord Rüssels Gefän gnis ein Idyll. Die Gefängnishaft, die dem wegen Bigamie verurteilten Lord Russell zu teil werden wird, wird in Londoner Blättern in den schönsten Farben geschildert. „Man kann Lord Rüssel gratulieren, sagte W. T. Steatz, der Herausgeber der „Review of Reviews", „er wird eine gute Zeit vor sich haben. Man ist von dem Alp der sozialen Verantwortlichkeit erlöst, es ist Ruhe und Frieden". Die Lord Russell gewährte Behandlung ist wenig mehr als Freiheitsentziehung. — Er wird in einem besonderen Teil im Gefängnis zu Holloway untergebracht. Seine Zelle ist mehr ein Zimmer mit einem Fenster und Kamin, er kann es auf seine eigenen Kosten möblieren lassen mit Lehnstuhl, Bett, Tischen, Büchern usw. Er kann sich auch aus den Restaurants in der Nähe beköstigen lassen, die die drei Mahlzeiten, Frühstück, Mittag und Thee-Abendbrot, zu mäßigen Preisen liefern. Spirituosen und Tabak sind verboten. T-er Uebelthäter trägt seine eigenen Kleider und kann seine geschäftlichen Angelegenheiten besorgen. „Ich bewahre ein oder zwei Bücher, die ich schreiben will, auf, bis ich wieder ins Gefängnis komme", sagte Stead. „Russek ist Ingenieur; er könnte keine bessere Gelegenheit zu seinem Studium als in Hollowah Castle haben, das so prächtig auf den nördlichen Höhen Londons gelegen ist. Er kann seine sogenannte Zelle mit dem größten Luxus ausstatten, seine Freunde können ihn besuchen, seine Briefe sollen der Prüfung durch den Direktor unterliegen, was aber nicht der Fall ist Er darf nur nicht die Thür öffnen und ausgehen, aber für fleißige Leute bedeutet das wenig. Ich habe die „Pall Mall" von einer Zelle aus geleitet, und Lord Russell kann seine Studien nach Wunsch fortsetzen, — ich gratuliere ihm also!"
Universitäts-Nachrichten.
— Dem a.-o Professor Johannes HoopS in Heidelberg wurde das neuerrichtete Ordinariat für Analistik übertragen. — Aus Heidel: berg wird ferner berichtet: Die juristische Fakultät der Ruperto-Carola ist die einzige, die während der Ferien Vorlesungen und Uebungen ver- anstaltet. kommende Sommerserien, vom 12 August bis 12. Oktober, hat jetzt a.-o. Profeffor Dr. v. Kirchenheim ,Deutsches Strafrecht" und a.-o. Profeffor Dr. Affolter „Repetitorium des Bürgerlichen Gesetzbuchs" in täglich je zweistündigem Kursus angekündigt. — Die Großherzoglichr
Badanstalten-Kommission zu Baden-Baden hat beschloffen, theoretischpraktische Kurse der physikalisch-diätetischen Heilmethoden und der Balneo- theraphie für Aerzte und Studierende der Medizin in Baden-Baden ein zurichten. Vorträge haben u. a. Geheimrat Prof. Dr. Erb und Geheimer Bergrat Prof. Dr. Rosenbusch-Heidelberg zugesagt. Der Beginn der auf ca. 8 bis 10 Tage berechneten Kurse ist auf den 14. Oktober festgesetzt. — Dem Wiener juristischen Dekanat ist seitens der Professoren Dr. E. Haeck-.l (Jena), Dr. I. Conrad (Halle) und Dr. E. Fraas (Stuttgart) eine Zuschrift zugekommen, worin diese bekanntgeben, daß ihnen die Summe von 30 000 Mk. zur Lösung einer Preisaufgabe überwiesen worden 'ei, und alle wissenschaftlich Gebildeten zum Wettbewerbe einladen. Die !reisaufgabe lautet: „Was lernen wir aus den Prinzipien der Descen- denz Theorie in Beziehung auf die inner politische Entwickelung und Gesetzgebung der Staaten?" Die in deutscher Sprache zu verfassenden Manuskripte sind bis spätestens 1. Dezember 1902 unter der Adresse: „An die Direktion des zoologischen Instituts (Profeffor Dr. E. Haeckel), Jena", einzusenden. Das Schiedsgericht bestehl aus den Professoren Dr. I. Conrad (Halle), Dr. D. Schäfer (Heidelberg) und Dr. H. E. Ziegler (Jeno). — Nach der Deutschen Medizinischen Wochenschrift ist der Lehrstuhl für pathologische Anatomie an der Universität in Sydney vakant. Das jährliche Gehalt beträgt 18 000 Mk.; nach 20jähriger Dienstzeit erhält der betreffende 8000 Mk. jährlich. Als Reisekosten (von Amerika ober Europa) werden 2000 Mk. bewilligt. Die Bewerber dürfen nicht älter als 40 Jahre ein. Zeugnisse rc. find bis zum 14. September an den Generalagenten üt Neu-Südwales, London S.W., Viktortastreet 9 einzusenden. — Pro- essor Dr. Julius Heidemann, der älteste Professor am Grauen Kloster- Gymnasium in Berlin, ist in Friedrichroda gestorben.
Mteratur, Wissenschaft und Kunst.
Der zweite Tag für Denkmalpflege Wirtz am 23. und 24. September d. I. in Freiburg i. B. stattfinden. Au dem zur Vorbereitung dser Versammlung des Gesamtvereins tzer deutschen Geschichts- und Altertums-Vereine, die am 25. September beginnen wird, gebildeten Ortsausschuß ist für den Denkmalspflegetag ein Sontzeraus- chnß gewählt worden. Tie Beratungen sollen als Haupt- gegenstände umfassen: 1. Gesetzgebung über Denkmalschutz und Denfmalpflege in ihren neuesten Ergebnissen, 2. Praktische Tenkinalpflege, 3. .Herausgabe eines Hantzbuches der tzeutschen Denkmäler. Zu 1. wird der Geh. Oberregierungsrat v. .Bremen (Berlin) über den preußischen, Ministerialrat v. Biegeleben (Turmstadt) über den hessischen, Geheimrat Loersch (Bonn) über den Berner Gesetzentwurf berichten. Konservator Wolff (StraWurg) wirtz die in den Reichslanden geltende Einwertung der Denkmäler untz ihre praktische Wirkung besprechen. Zu 2. werden Provinzialkonservator Haupt (Eutin) und Museumsdirektor Meier (Braunschweig) über Hilfsmittel der Tenkmalkunde, insbesondere über Wert und Einrichtung tzer Tenkmäler- archive untz verwandter Sammlungen Bericht erstatten. Zu 3 wirtz Prof. Dehio einen genaueren Plan vorlegen untz über die beim Reichsamt des' Innern eingereichte Bitte um eine Geldbewilligung seitens des Reiches berichtet werden.
London, 26. Juli. In der Schlußsitzung des Tuberkulose- Kongresses, der Lord Derby präsidierte, wurde eine Reihe von Resolutionen einstimmig angenommen, in denen der Kongreß u. a. gegen das AuSspeihen auf den öffentlichen Plätzen sich ausfpricht und den Hospitälern und Polikliniken empfiehlt, jeden Phtifiker mit einer schriftlichen Anweisung über fein Verhalten zu versehen und aus den Gebrauch von besonderen Spucknäpfen hinzuweisen. Ferner empfiehlt der Kongreß die Anzeigepflicht für Schwindsuchsfälle, sowie die Errichtung von Sanatorien und Schwindsuchsstätten. Er legt den Regierungen dingend ans Herz, so- ort die Untersuchung der Koch'schen Theorie zu veranlassen, inzwischen aber in den Vorsichtsmaßregeln gegen infiziertes Fleisch und infizierte Milch nicht nachzulassen. Des Weiteren empfiehlt der Kongreß die Ein- etzung eines ständigen internationalen Ausschusses, welcher Material ammeln und darüber beraten soll, Mittel zur Bekämpfung der Tuberkulose zu empfehlen. Schließlich wurde beschlossen, daß auf dem nächsten Kongresse die Frage der persönlichen Schwindsuchtsanlage, sowie die Mittel, dieser Anlage entgegenzuwirken, zur Beratung gestellt werden soll.
Sport.
Homburg, 25. Juli. Im hiesigen Tennisturnier um den Kaiserpreis siegte Viktor von Mueller, Oberleutnant im Garde-Feldartillerie- Regiment, trotz einer Belastung von 30 Points gegen Trapp, Oberleutnant auf dem Schiff „Carola".
Wichtig für Ratzfahrer! Die Polizei-Verordnung tzes Ober-Präsidenten der Provinz Hessen-Nassau, die den Verkehr mit Fahrrädern auf öffentlichen Straßen, Wegen untz Plätzen regelt, bedroht mit Strafe den, der während der Dunkelheit, sowie bei starkem Nebel auf einem Rade fährt, ohne daß es mit einer hellbrennenden Laterne versehen ist. Die gleiche Bestimmung gilt für das Großherzogtum Hessen. Auf Grund derselben erging eine Strafverfügung gegen einen Radfahrer, der bei Mondschein, während dessen auch die Straßenlaternen nicht brannten, gefahren war, ohne an dem Rad eine brennende Laterne zu führen. Gegen den Strafbefehl trug der Radfahrer auf richterliche Entscheidung an. Tas Schöffengericht wie das Landgericht erkannten auf Freisprechung. Beide Richkerhielten nach Maßgabe des Wortlauts der Polizeiverordnung die Radfahrer nicht für verpflichtet, bei Mondschein mit brennender Laterne am Rabe zu fahren. Die Staatsanwaltschaft focht das Urteil des Landgerichts mit der Revision an. Der Strafsenat tzes Kammergerichts hat dasselbe aufgehoben, und den Angeklagten, da auch die Oberstaatsanwaltschaft die geringste gesetzliche Strafe für ausreichend erachtete, zu einer Geldftrafe von 1 Mark verurteilt. Der Strafsenat sprach aus, daß der Vorderrichter den Begriff der Dunkelheit im Sinne der fraglichen Bestimmung verkannt habe. Unter Dunkelheit sei die Zeit zu verftehen, in tzer das Tageslicht fehlt, also die Zeit von Sonnuntergang bis Sonnenaufgang. Demgemäß entbinde das Fahren bei Mondschein einen Radfahrer nicht von der Verpflichtung, eine brennende Laterne an dem Ratze mitzuführen.
Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft
Kasseler Treber-Trocknungsgesellschaft. Zu dem Rückverkauf der Lebensversicherungpolize durch den Direktor Schmidt an die ausstellende Gesellschaft erfährt man, daß Schmidt zwar den Vertrag mit der Gesellschaft wegen des Rückkaufs geschlossen hat, und notariell hat beglaubigen lassen. Er hat dann angeordnet, daß der Betrag (26 000 Mark) einer Verwandten übersandt werde. Am folgenden Tage bereits fand die entscheidende Sitzung, in der nächsten Nacht die Flucht statt. Tas Geld traf ein, und «ward dem Verwalter des Schmidtschen Konkurses, Dr. Arnthal, ausgeliefert, der es der Masse zuführte, sodaß das Gerücht, als ob Schmidt die Summe mit sich genommen, falsch ist. Dagegen soll Schmidt ca. 26 000 Mk- antzerweite Gelder mit sich genommen, und dadurch den Gläubigern entzogen haben, weshalb auch in dem Steckbrief „betrügerischer Bankerott" als Grund seiner Verfolgung angeführt wird. Zur Bewältigung der durch den Treberzusammenbruch außerordentlich angeschwollenen Arbeit ist neben dem bisherigen Konkursrichter, Assessor Wagner, der Gerichtsassessor Liflauer, aus Fritzlar nach
Kassel versetzt, dem speziell die Bearbeitung der seit 1. Juli angemeldeten Konkurse obliegt. Zu der in der Versammlung der Gläubiger der Leipziger Bank in überraschender Weise an die Oessentlichkeit getretenen Thatsache, daß öarth infolge von Meinungs-Verschiedenheiten in der Jusdlzrat Barth „wieder"' in den Gläubiger-Ausschuß der Trebertrocknung eingetreten sei, erfährt man, daß Thal aus dem Gläubigerausschuß geschieden war, sein Wiedereintritt aber schon nach wenigen Tagen durch den Konkursrichter telegraphisch genehmigt wurde. Rechtsanw. Dr. Bartels ist aus dem Gläubigerausschuß des Siimps'schen Konkurses ausgcschieden. Wie man jetzt hört, soll Direktor Schmidt große Grundstückskomplexe in Hamburg und Berlin besitzen, die größtenteils aus den seinerzeit lebhaft besprochenen Geschäften mit dem Spielhagenkonkern herrühren, und vielfach hoch belastet sein sollen. Auf einigen dieser Grundstücke habe er vor über Jahresftist zu Gunsten seiner Tochter als Schenkung unter lebenden Hypotheken einen Beitrag von etwa eine Viertel Million Mark eintragen lassen.
Hannover, 26. Jutt. Tie Sparkasse und Kavital- versicherungsan^alt wird feit geRtrn von Hunderten bestürmt, die ihr Geld zurückoerlangen. Die Beunruhigungen waren bisher nutzlos. Die Direktion läßt jeden Betrag gleich auszehlen, ohne auf die Kündigungsfrist sich zu berufen. Der „Hann. Kour." fügt hinzu: Wir können b*8 Publikum nur dringend warnen, den haltlosen Gerüchten, die über die Anstalt umlaufen, Glauben zu schenken. Wir ofouben ohne weiteres er klären zu können, die Spat kaffe ist unbedingt sicher. Heute Vormittag erklärten hiesige Banken und Bankfirmen sich bereit, jede« Sparkassenbuch der Anstalt zu diskontieren.
feien darauf hingewiesen, daß es sich UvfltjvV für alle Interessenten, welche sich wäh« rend bet jetzigen Krisis durch Abhebung ihrer Depots gezwungen sehen, ihre Bestände an Effekten u. dergl. zeitweise selbst auszubewahren, recht empfehlen dürste, eine Versicherung gegen Einbruch und Diebstahl abzuschließen. Die Haupt-Agentur der Aachener und Münchener Feuer-Ver- sicherungs-Gesellschaft (Louis Wittich, Bahnhofstraße, Wolkengasse Eck- Nr. 27) nimmt Anträge und Anmeldungen entgegen. Zu empfehlen ist ferner, sich bei Aufgabe geschlossener Depots zu vergewissern, ob das betreffende Bankhaus für Diebstahl aufkommt oder ob die geschloffenen Depots seitens der Bank gegen Diebstahl versichert sind. 5212
Gerichtssaal.
Königsberg i. Pr., 25. Juli. Im vergangenen Winter hat die Arbeiterfrau Johanna Müller aus Labiau, als ihr Mann krank lag, aus der Forst von Klein-Poppeln etwas trockenes Reisig geholt. Der Förster bekundete als Zeuge, das Holz habe einen Wert von zwei Pfennigen gehabt. Die alte Frau, die fortwährend weinte und beteuerte, nur ou8 größter Not gehandelt zu haben, wurde von der Ferien-Strastammer zu >rei Monaten Gefängnis verurteilt.
Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater.
Opernhaus. Sonntag, 28. Juli*): „Margarethe". Montag, 29. Jutt, abends «,8 Uhr: „Die GeiSha" Dienstag, 30 Juli. „Undine". Mittwoch, 31. Juli: „Die BetUerin vom Pont des Arts . Donnerstag, 1. August: „Zar und Zimmermann". Freitag, 2. August, abends Vi7 Uhr : „Loben grin". Samstag, 3. August: „Tell . Sonntag, 4. August: „Der Tromprter von Säkktngen". Montag, 5. August: „Der Bettelstudent".
*•) Anfang, wenn nicht anders bemerkt^un^7^Ubr^^^^^^^
Auszug ms de« SlMdeggmtsreMkm der Stabt Bitfitn.
Aufgebote.
Jutt. 18. Peter Friedrich Heinrich Eastrtn, Commis dahier, mit Mathilde Johanna Auguste Garn hierselbst. 19. Karl Mm tin Georg Peter Jakov Reit, Buchhalter dahier, mit Auguste Wilhelmine Elisabeth Westhof in Dortmund. 20 Johanne« H-rget, Sergeant dahier, mit Margarethe Sommerlad in Beuern. 23. Johann Theodor Loder, Taga löhner dahier, mit Katharine Schneider hterfrlbst.
Eheschttetzirngen. ä ,
Juli. 20. Adam Menz, Maurer dahier, mit Sophie Kravig hierselbst. 20. Josephat Brähler, Sergeant dahier, mit Anna Barbara Herber in Herbstein. 15. Georg Heinrich Emil Ritzel, Kaufmann da« hier, mit Wilhelmine Otter hierselbst.
Geburten. c
Jull. 15. Dem Eisenbahnwerkmetster Rudolf Larbig ein Sohn, Paul Albert. 18. Dem Kaufmann Karl Köhler Zwillinge, ein Sohn und eine Tochter. 18. Dem Kaufmann AloyS Spengler ein Sohn, Wilhelm Adolf AloyS. 20 Dem Kutscher Heinrich Prinz eine Tochter, Anna Maria. 22. Dem SchlachtbauSdtrektor Arthur Liebe eine Tochter, Maria Clara Anna Ru'h. 22. Dem Bahnarbeiter Johanne« Hofmann eine Tochter. 22. Dem Taglöhner Balthaser Jung eine Tochter, Anna. 23. Dem Brauereidirektor Anton Vonhausen eine Tochter. 23. Dem Maurer Heinrich Müller eine Tochter. 23. Dem Fr feur Georg Lotz eine Tochter. 24. Dem Küfermeister Leonhard Dö.flein ein Sohn, Fritz Andreas. 24. Dem Regierungsbaumetster Hugo Jaekel ein Sohn.
Gestorbene. , ä
Juli. 22. Margarethe Elise Katyarine Lina Rausch, 10 Monate alt, Tochter des Taglöhners August Rausch dahier. 22. Heinrich Dörr, 1 Monat alt, Sohn de- Stationsportiers Heinrich Dörr dahier. 23. Elisab.ryc Hahn, 5 Monate alt, Tochter des Schneiders Htturtch Hahn dahier. 24. Johannes Hormann, 60 Jahre alt, Geflügel- und Wlldprethändler dahter. 25. Eltsabethe Franz, 57 Jahre att, dahier.
Schisssnachrichten.
Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch den «aenten S.LooS.
Bremen, 26. Jutt. sver transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrauben Postdampfer „H. H. Meter" Kapitän O. Volgn^, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 9 Uhr morgen« wohlbehcllten in Newyork angetommen.
Sfomafol empfohlen für mund- und Zahnpflege
in (diwediiehen Kliniken 30.000 Liter in einem 3ahre verbraucht und durch ßoffieferanten-Titel ausgezeichnet. . .
Leichte Sommer-Zlammerir.
Wenn die warmen Tage kommen, schwinden die heißen Puddings Leichtere Speisen, die das Mut nicht erhitzen, sondern kühlend nnd erfrischend sind, werden dann bevorzugt. Eine der aesüntzesten von diesen, den Kindern wie auch Großen immer willkommen, ist ein Milch- oder Frucht-Flammeri aus Mondamin. Die Verwendung gekochter Früchte wird hierdurch erfreulich vermehrt. Siehe Akzepte aus den Mondamin-Paketen ä 60, 30, 15 Pig.
Broten & Polfons
Mondamin
Anerkannt das beste Mittel für wohlschmeckende Flammeris rc.


