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x Eiskubahnttt-Nk werden >er RimaAn Wirtschaft lilien gebaut, nachdem m :oße Gebäude serüggeftellt : sollen bi» zm Herbst m nrhtiNnnde und D-ZaKu ll der öagtnwetlftatt btx ÄtifflW behandelte er ßufäet mit ben Knatilr‘ । Belehrungen, wie «an M köM. Der Adner dMuaeu und KddÄdungro einen DamO°d.«Mrat über die Dafferhetlkunde^ t doch schlimmere Ochft°. lehtls°lsl«berbeb°m» Defononttn, bie ° . i °°° *<■ ftn, fi- k°> i" *»
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Maiuz, 25. April. Die neuen Pläne für die Eise«. Bahnlinie Mainz — Wiesbaden sind in ihrem wesentlichen Teile vollendet. Die umgearbetteten Entwürfe der beanstandeten Strecken liegen gegenwärtig dem Ministerium in Berlin zur Prüfung vor unb dürften in einigen Wochen zur öffentlichen Auslage kommen. — In Bieber feierte heute der Schneidermeister Kaspar Herbert mit feiner Ehe« frau Susanne, geb. Merz, seine diamantene Hochzeit Die Trauung des Paares fand am 25. April 1841 fiait Das noch rüstige Ehepaar blickt auf 93 Nachkommen, und zwar auf 9 Linder, 51 Enkel und 33 Urenkel.
Rafltl, 25. April. Der Kongreß des deutschen LellnerbundeS beschloß einstimmig, die Staatsregierung am den Erlaß eines Gesetzes zu ersuchen, das die Stellen- »crmittlung gegen Entgelt im Gastwirtsgewerbe verbieten soll. Das System eines ZentralvereinS für Arbeitsnachweis in Berlin wurde freudig begrüßt, daS Endziel solle sein: alle gewerbsmäßige Stellenvermittlung aufzuheben, deshalb ist der Kongreß mit dem eventuellen Anschluß der Kellner Bezirksoereine an den Zentralverein einverstanden.
Vermischtes.
• Siel, 25. April. Urber einen nächtlichen Besuch des Kaisers an Bord des Schulschiffes „Char lotte“ wird folgendes witgeteilt: Die „Charlotte- lag auf dem Strome, nur der eintönige Schritt der Bordwache störte die nächtliche Stille im Srtegshafen. I)a — es war gegen 11 Uhr abends — näherte sich ein Fahrzeug — es war daS kaiserliche BcrkehrSboot „Hulda-. Die Bordwache rief hin. unter „Boot ahoi!- „Majestät au Bord!- erscholl es von der „Hulda- zurück. Sofort stürzte ein Signalgast hinunter, um den in der Kajüte schlafenden Kommandanten, Kapi- tän z. S. Büllers, zu benachrichtigen, der an Deck eilte. Dort bemerkte der Kommandant, daß das Kaiserboot am Fallreep wendete, und glaubte, es handle sich um eine Besichtigung des Schiffes von außen. Er ging deshalb wieder unter Deck, erhielt aber nach kurzem die Meldung, der Kaiser sei an Bord. Nun stieg er schnell wieder hinauf, aber auf der Treppe begegnete ihm schon der Kaiser und begrüßte ihn mit den Worten: „Gute« Abend, VüllerS, wie gehts?- Er ließ sich die Räume des Prinzen Adalbert auf der Kampagne unb die des Gouverneurs KapitäuleutuantS v. Ammon zeige« »ud warf einen Blick in den im Batteriedeck eingerichteten bchlafraum, wo die kürzlich eingetretenen Kadetten in ihren Hängematten lagen und das elektrische Licht erstrahlte. „Ich lann mir kaum denken, daß die Kadetten bei diesem scharfen Licht schlafen können-, äußerte der Kaiser verwundert. „Gewiß, Majestät,- antwortete der Kommandant, „sie sind nad dem strammen Tagesdienst ehrlich müde.- „Wollen doch mal sehen, ob die Leutchen wirklich schlafen-, meinte etwas uu« gläubig der Kaiser. Er rüttelte den in der ersten besten Häugemattte liegenden Kadetten tüchtig, daß er aufwachte. „99a, schlafen Sie hier ebenso gut wie zu Hause?- fragte der Kaiser den verdutzt Dreinschaueuden. Der Kadett erkannte den Ruhestörer sofort unb erwiderte schlagfertig: „Bester, Majestät!- Die Antwort gefiel dem Kaiser fichtlid «nb lächelnd verließ er daS Batteriedeck, um sich wieder an Bord des „Kaiser Wilhelm II.- einzuschiffen.
* Paris, 23. April. Seit dem furchtbaren Gemetzel Trauppmanns, das im Jahre 1869 Frankreich in die größte Aufregung versetzte, hat kaum ein anderes Verbrechen so geivaltiges Aussehen erregt wie der f ü n f fa che Kin dermord, dessen Schauplatz Corancez in der vorletzten Nacht genasen ist. Corancez ist ein Dorf von etwa 300 Einwohnern in der fruchtbaren und reichen Ebene der Beauce, wo Zola seinen Roman „Tie Erde" spielen läßt. Tort wohnte der wohlhabende Ackerbürger Briere, ein 46 jähriger Sßittver, mit fünf Kindern, den Mädchen Germaine, Beatrice, Laura und (Seltne im Alter von 14, 11, 5 und A Jahren, und dem Knaben Laurent, der 7 Jahre alt ist. Das älteste Kind, ein 16 jähriges Mädchen Clara, ist zur Zeit bei Veruxmdten in Paris. Brieres .Haus ist das Letzte des Ortes. Es liegt noch an der Dorfstraße, stößt aber rückwärts an die offenen Felder. In der Nacht zum Montag urar Briere bis gegen ein Uhr morgens bei einem Nachbar, plaudernd und beck>ernd, und ging dann heim. Etwa eine Stunde später hörte man Hilferufe von seinem Hofe ertönen. Einige Nachbarn verließen ihr Lager und eilten hin, um zu sehen, was es gebe und beizustehen, wenn es nötig war. Sie fanden Briere in seinem Hofe liegen und stöhnen. Auf ihre Fragen erzählte er, er sei, kaum über fciiie Schwelle gelangt, von einem Mann überfallen und mit einem Hammer vor den Kopf geschlagen worden. Er habe mit ihm gerungen, doch während er ihn am Halse jeftgefyilten und gewürgt, habe ein zweiter Mann ihm von hinten Messerstiche versetzt und er sei besinnungslos niedergesunken. Wie lange er dagelegen habe, wisse er nicht. Als er wieder zu sich gekommen sei, habe er um Hilfe gerufen. Die Nachbarn bemerkten in der That, daß Briere aus mehreren Wunden blutete. Die einen wuschen und verbanden ihn, die anderen traten in das Haus ein. Hier bot ßich ihnen ein gräßlicher Anblick dar. Alle fünf Kinder, die in zwei Stuben geschlafen hatten, waren ermordet. Vier der Leichen lagen hier in ihren Betten. Sie waren im Schlaf überrascht und getötet worden. Die älteste Tochter allein war erwacht und vom Lager aufgesprungen; sie hatte -sich zu retten und zu wehren gesucht; sie lag am Boden unter einem Haufen Wäsche; ihre vier Geschwister waren alle auf die gleiche Weise hingemordet worden; mit einem furchtbaren Hammer- ober Keulenhieb gegen die Linke Schläfe. Sie allein hatte außer demselben Hieb zwei Messerstiche. Die Mörder hatten ihre Waffe mit grauenhafter Wucht und Sicherheit gehandhabt. Bei ben vier jüngeren Kindern hatte je ein einziger Hieb genügt, das Schläfen- und Stirnbein zu zerschmettern, und ben augenblicklichen Tod herbeizuführen. Bei der ältesten drang einer der beiden Messerstiche durch die linke Brustwand, durchbohrte das Herz und einen Leberlappen. Auch hier trat ber Tod sofort ein. Das Zimmer, wo das älteste Mädchen Ungeschlachtet wurde, war in größter Unordnung. An einer Nommode waren alle Schubläden herausgezogen unb ausgeleert. Briere behauptet, man hätte ihm 1600 Fr. geraubt. Won den Mördern kann er keine Schilderung geben. Sie Hollen von rückwärts, vom Felde her, ins Haus gedrungen ffein und zu diesem Zweck die mittlere Bohle einer hölzernen,
innen mit einer eisernen Querstange versck)lossenen Thür ausgehoben und die Stange entfernt haben Im Felde wurden Fußspuren entdeckt. Im Hofe vor dem Hause wurde ein als außerordentlich bösartig bekannter schwarzer Hund, wegen seiner Gefährlichkeit „Ravachol" genannt, ebenfalls lot aufgefunden. Er war, wie die Kinder, durch einen Schlag vor ben Kopf getötet worben. Im Dorfe gehen sonderbare Gerüchte um. Es fällt den Nachbaren allerlei auf. Briere« -Wunden sind sehr leicht und man begreift nicht, baß er eine Stunbe lang bewußtlos bagelegen haben soll. Nie manb hat den bösen Köter anschlagen hören. Wenn er nicht bellte, so kannte er doch offenbar ben ober bie Männer, bie auf ihn zugingen. Man wundert sich, daß die Mörder sich die Mühe nahmen, ein Brett der Hinter- thür auszuheben, statt über die niedrige Mauer zu steigen Man glaubt nicht, daß Briere 1600 Fr. baares Geld be sessen hat, und man betont, daß das Bauerngut der vor drei Jahren verstorbenen Frau gehört hatte, deren Erben die Kinder waren. Briere hatte nur ben Nießbrauch. Kurz, die Nachbarn haben Briere im Verbuchte, seine fünf Kinder felbft nieder gemetzelt zu haben, um sie zu beerben. Hoffentlich ist dies nur boshaftes Gerede. Von den Mördern fehlt bis jetzt jede Spur.
UniversMs Nachrichten.
Bon«, 25. April. Aus dem Kommerse der Bonner 8. C. übernahm der Kaiser nach der Eröffnung das Präsidium und kommandierte die Lieder. — Generaloberst Gras 2oe begrüßte den Kaiser im Namen der Korpsstudenten und gedachte der Begeisterung der Studierenden im Juli 1870, welche die besten Soldaten geworden seien. Er übernehme namens der Versammelten die Bürgschaft, daß, wenn der Kaiser sich an die Nation wenden werde, die Studentenschaft für das Vaterland kämpfen werde Lol- schloß mit einem Hoch auf den Kaiser. Hierauf hielt der Kaiser bb gemeldete Ansprache, die brausenden Wiederhall fand. Stud. v.AlvenS- leben begrüßte den Kronprinzen im 8.0. und gab der Freude und dem Stolz Ausdruck, wieder einen edlen Sproß dec Hohenzollern willkommen zu heißen. Der Kronprinz erwiderte und der Kaiser kommandierte den Salamander, dann einen zweiten auf die alten Herren. Hierauf dankte Kultusminister Ds- Sludt in schwungvollen Worten, in denen er zu Aufopferung voller Pflichterfüllung mahrftc. Im weiteren Verlaufe kommandierte der Kaiser ein Semesterrriben und brachte ein Hoch auf das 120. Semester drs erblindeten Notars Laufs, des Vaters des Dichters, aus. Der Monarch kommandierte sodann dm Landesvater, den der Kronp'inz wie andere Gäste unter Benutzung des BorusftnstÜrmerS mitstach, unb zwar mit dem Grasen Lo«. Der Kaiser und btt Kronprinz verließen ben Kommers nach 12*/s Uhr unter brausenden HurcahS der Anwesenden unb den Klängen des Preußenmarsches.
Professor Ernst Haeckel, der von seiner Forsch'ngSreis- nach Java zurückgekehrt ist unb sich dieser Tage in Baden-Baden aufhielt, wird Ende dieser Woche seine Tbätigkeit an der Universität Jena wieder aufnehmen. — Prof. Dr I. Barth, der an der Berliner Hochschule das Fach der semitischen Philologie vertritt, feierte sein 2bjährigeS Jubiläum als Universttälslebrer. — Aus Heidelberg wird geschrieben: Bei der naturwissenschaftlich-mathematischen Fakullä der hiesigen Universität wird sich r.m 27. ds. Dr. Curt Herbst aus Meuselwitz mit einer Probevorlesung: „Einführung in eine Aus- lösunastheorie der tierischen Embryonalevtwickluvg" alS Privatdozent dec Zoologie habtltttren. — AuS Marburg wird geschrieben: An Stelle des bemtaubtm Professors Koschwitz wird der Professor der klassischen Philologie Dr. Maoß biS auf weiteres dte Leitung deö hüfigm romanischen Seminars üdernehmm. Da die Vechandlungen über die Nrubesttznng des hiesigen nationalökonomischen Lehrstuhls noch nicht zum Abschluß gelangt sind, wurde der Greifswalder Extraordinarius, Professor Schmäle, der schon im oorigm Semester vertretungsweise hier thätig war, auch für das Sommersemester mit ber Vertretung beauftragt. — Die erlebigte Funktion etneö Direktors bet tat Hebammenschule in Erlangen würbe bem o. Proftssor ber Geburtshilfe unb Gynäkologie unb Direktor ber Frauenklinik an der W.ioersität Erlangen Dr. Adolf Geßner übertragen. — D«r bisherige Privatbozent in der theologischen Fakultät ber Universität Göttingen Prof. Lic. theol. Dr. phll. A. RahlfS ist zum a. o. Vrofeffor in derselben Fakultät ernannt worden. — Der £>beringenieur Camillo Budil in Königgrätz ist zum o. Proftffor für Maschinenbau I an der böhmischen Technischen Hochschule in Prag ernannt worden.
— Der Zentrat-rru-schutz für Bolts- und Jugendspiele in Deutschland und seine Freunds in den Lehrkörpern der Hochscbulen v-rbffentlichen einen Aufruf an die deutsche Studentenschaft, in dem es u. a. heißt: Schon seit mehreren Jahren verfolgt der 1891 ins Leben getretene Zentral Ausschuß auch das Ziel, die studentische Jugend Deutsche lands zu den körperlichen Spielen, wozu er auch Schwimmen, Rudern, Radfahren, Wandern, Eislauf u. a. zählt, heranzuziehen. Dies Vorgehen erschien, um Erfolg zu haben, bisher noch nicht vorbereitet genug. Nachdem im Laufe der letzten Jahre daS Jugendspiel aber in allen höheren Lehranstalten fast ausnahmslos durch alle Klaffen gepflegt wird, und jeder zur Hochschule abgehende Student darin also vorgeblldet worden ist, und nachdem die körperlichen Spiele auch in den breiten Schichten des Volkes weiter Verbreitung gefunden haben, erschien in der Entwickelung der Dinge der Augenblick gekommen, wo auch die akademische Jugend berufen ist, sowohl sich selbst allgemeiner der Segnungen der körperlichen Spiele zu erstellen, als auch mit in die Reihen derer einzutretm, die für die Hochhaltung dieses wichtigen Gutes deutschen Volkstums kämpfen. Soll die geistige Kultur mit der Volksgesundheit wieder in Einklang gesetzt werden, und sollen Lust und Freude am Streben wie am Dasein unsere treuen Begleiter im Lebenskampf werden, so muß jeder einzelne die volle Leistungs kraft seines Körpers mit Ernst anstreben. Was unserer Zeit notthut, ja, was daS unentbehrlichste Gegengewicht gegen jene Einwirkungen deS heutigen Kulturlebens bildet, das ist vor allen Dingen ein Ausgleich aller jener schädlichen Einflüffe durch regelmäßige Leibesübungen und durch Einfachheit der Lebensgewohnheiten. Seit Friedrich Ludwig Jahn ist diese Mahnung, damals aus Rücksicht auf die Förderung der Wehrstaft, die für ihn gleichbedeutend mit der Volksstast war, ost genug an das deutsche Volk ge richtet worden, und unausgesetzt wirken Staatsbehörden, Schulverwaltungen, Aerzte, Volkssteunde, die deutsche Turnerschaft und andere auf gleiche Ziele gerichtete Vereinigungen auf eine Hebung der leiblichen und geistigen Gesundheit im Volk hin, aber noch immer fehlt ihm jene starke und lebendige Neigung, welche regelmäßige Leibesübung als eine VolksfiUe anerkennt und als ein Pfiichtgebot achtet. Kommilitonen! Eure Arbeit wird ein Verdienst um daS Vaterland sein. Unsere Zeit bedarf eines an Leib und Seele gesunden Volkes, wenn daS in schwerer Zeit Errungene erhalten werden, wenn der Fortschritt unb die weitere Entwickelung der Kultur gewahrt, wenn die Zukunft BlldeutschlandS gefichert sein soll! Pro Patria 68t, dum ludere videmur! — Unterzeichner des Aufrufs sind u. a.: E. v. Schcnckendorff-Görlitz, Vorsitzender. Dr. med. F. A. Schmidt, stell, vertretender Vorsitzender. Direftor Prof. Raydt-Leipzig, Geschäftsführer. Prof. Dr. Koch-Braunschw-ig, Schatzmeister. Turnmspektor Hermann- Braunschweig, Beisitzer. Wirklicher Rat Weber-München, Beisitzer. Prof. Wickenhagen-Rendsburg, Beisitzer. Staatsminister, Oberpräsident Dr.v Goß ler-Danzig, Ehrenmitglied des Zentral-Ausfchuffes. Geh. Baurat Prof. O. Berndt Darmstadt. Geh. Baurat Prof F. Lincke-Darmstadt. Prof. Dr. H. Meyer-Marburg. Prof. Dr. G. Sticker Gießen.
— Studierende auf der Landes Universität zn Gießen im Winterhalbjahr 1900/100L Rach Studienfächern. Evangel,sche Theologie 81 Studenten, davon 55 Hessen und 6 Nichtheffen; Rechtswissenschaft 189, davon 169 Hessen und 20 Nichtheffen; Medizin 152, davon 69 Hessen und 83 Nichtheffen; Tierheilkunde 126, davon 17 Heffen und 109 Nichtheffen; Zahnheilkunde 6, 3 Heffen und 3 Nichtheffen; Kameralwiffenschast 6 Heffen; Forstwissenschaft 33, davon 25 Heffen und 8 Nichtheffen; Mathematik 45, davon 40 Heffen und 5 Nichtheff n; Naturwissenschaften 33, davon 22 Heffen und 11 Nichtheffen; Klassische Philologie 31, davon 29 Heffen und 2 Nichtheffen; Neuere Philologie 61, davon 48 Heffen und 13 Nichtheffen; Philosophie 12, davon 2 H-ffen und 10 Nichtheffen; Geschichte 10, davon 8 Hessen und 2 Nichtheffen; Phar- macie 20, davon 2 Heffen und 18 Nichtheffen; Chemie 62, davon
30 Hessen und 32 Nichtheffen. Zusammen 847, davon 525 H ff r. u b 822 Nichtheffen. Außerdem aufgenommene Hospitantinnen 2, nicht ■ ma» uckulierte Hörer 48, nicht immatrikulierte Hörerinnen 21. Gesamtzahl 918.
— Französische Un«vrrstlätsftal>st t. Der sra zo ' che U.iterrtch sminitter velöff.ntlicht soedeu die jährliche Staftsi - > r 'ran;o>i«chen Universiiä en. ES gibt geaenuärOfl in Fi ar. .'eich Studenten und Studentinnen aller Nationalitäten. Von di-ftn t. v 9786 Jurisikn, 8393 Med.z ner, 2868 Ptzalw.c ulen, 3762 Siu- bri trn it. l iNraturwissenschaftlichen Fakultäten, 3164 Stubent."' bet F.ckuUäitu der 2ßtRenviat;en. Paris zählt fast b e Hälfte aller S u- tnererben in Franki»'ch, 12289 a'Sdann kommen Lyon rdr 2458, Bordeaux M't 2119, Tvu o.is mit 2040, endlich Montpellier, R>nneS, Lille, ’Jtcuci) 2C. S)iu- G s«mtt" l d r studierenden Frauen in ben lranzöftsch-n UiuDtifitflLn ui 942 600 Franiöstnnen um 3-»2 «utlänDe tnnn. zehlreiä. sft, ft ob die NussttNen, von b-’titn 237 in Fron! eich «übtet en, 131 irr Paris, 75 tu Montpellier unb 27 in Lyon.
Kunst und Wissenschaft.
— Däs rönigi. Theater in Wiesbaden wird die Reihe ftst- lich^r Vorstellungen in ter zweiten Hälfte April durch eine geschloffene Aufführung von Wagners ,Rrng des Nibelungen^ etnleitcn. Neben dem „Oberon", deff-n Anziehungskraft sich stetig steigert, dürfte sich daS Hruptftfter-sse auf Nicotar's „Lustige Weiber von Windsor" konzentrieren. Diese Oper wird am 15. Mai in völlig neuer Ein- r-chtung und historisch getreuer Eigenart in Szene gehen. Auch bk Oper .Othello" wird zum Andenken Berdi's in n-uer Gewandung aus dem Sptelplan erscheinen. Wir geben nachstehend die Taten: „Das Rhetngold" 18. April, „Dft Walküre" 21. April, „Siegfried" 25 April, „Götterdämmerung" 28. Avril, „Oberon" 5., 8., 12., 16., 19., 23, 26., 30. Mar, „Oberon" zick» zwc.mal wöchenckich im I ni, „Tristan und Isolde" am 2. und 10. Mai „Die lust-gen Weibe» von Windsor": Erstaufführung am 15. Mai, ferner 21. Mai und 1. Juni. Außerdem vom 15. April biS 15 Juni Werke von Ander. L)ry-r.g, Rl>sst i, TyomaS unb Verbi in bt' WftScadtner Einrichtung, feine' von Otto Ernst, Fulba, Halbe, Josff Lauff, von Schönthan u: b rtoppd SUfelö 2C.
— AusRothenburgo.Tauber schreibt man uns: Dashrstorstche Festspiel „Der Meistertrunk" wird, wie im vorigen Jahre, mit darauf folgendem Festzug und Feldlager am Pfingstmontag den 27. Mai zur Aufführung kommen.
— Man schreibt uns aus Gera: Am 10. Mai soll auf dem „Steinertsberg" bei Gera der Grundstein zu einer Bismarcksäule, der -rsten in den Thürinigschen Staaten, gelegt werden.
Grrrchtssuai.
Darmstadt, 25. April. Strafkammer I. Der Großh. Burger meister und Ortsgerichtsvorfieher Wilhelm Lehr von Georgenhaus'n mar beschuldigt, im November v. I. vorsätzlich rechtlich erhebliche Thalsochen falsch beurkundet zu haben. Dieses Vergehen gegen den § 348 des Strafgesetzbuchs ist im Minimum mit einem Monat Gefängnis bedroht, mildernde Umstände stnd gesetzlich nicht zugelaffen. Das Gericht nahm an, daß zwar in objektiver Beziehung der Thatbefiand des § 348 des Strafgesetzbuchs »orlicge, der Angeklagte sich jedoch objektiv dieses Thatbestandes nicht bewußt gewesen sei und sprach chn frei.
Heidelberg, 25. April. Auf ber Anklagebank saß ber 22 Jabre alte stad. med. Adolf Hauck von Mannheim, ber sich wegen vorsätzlicher und erschwerter Körperverletzung zu oerantwortta hatte. Hauck gehört der Landsmannschaft „Cimbria" an. Al» stud. Tönn-ssen aus ben Wunsch seines Vaters seinen AuStrüt auS der „C'mbrta" nahm, sollte er, ber „Mavnh. DolkSstimun" zufolge, nach oeu Verbindungsregeln (?> „zusammengehauen" me-beu. Am 4. Mä-z, nachtS zwischen 2 und 3 Uhr, lauerten drei seiner ehemaligen Bundesbrüder, Hauck, stad. Hummel unb Dr. jur. Rücker, nachd'M sie wegen ungebührlichen BenehmerS in einem Casä durch den Wirt an die Luft befördert worden waren, dem Tönmsse.", von dem sie wußten, daß sein Heimweg ihn am Marktplatz bald voröei. führen mußft, an der Ecke oes Rathauses aus und überschütteten ihn mit S4tmpsreden. Als Hauck thätlich werden wollte, suchte Corbaz abzuwehren, erhielt aber von Hauck sofort mit einem schweren Spazierstock einen Schlag über den Kopf, und einen zweiten, der fein ltnkeL Auge traf. Obgleich Corbaz laut auf schrie: „Mein Auge ist fort, schlug Hauck noch mehrmals auf den Verletztcn ein. Die Beschädigung des AugeS erwies sich als sehr schwer, dte Sehkraft war vernichtet unb auch ber Augapfel mußte nach mehr« wöchentlicher Behanblung tn bir Augenklinik entfernt werden. Der SraatSarlwaft beantragte als Sühne für den brutalen Roheitsakt c*ne Gffäng isfirafe von mindestens einem Jahre. DaS Gericht verurteilte Hauck zu einem Jahr Gefängnis.
Jagd und Sport.
F. Gießen, 26. April. Internationale Hundeausstellung, 12. und 13. Mai, zu Gießen. Das Großh Hessische Ministerium ^ssat für die hiesige Hundeausstellung zwei Staats-Ehrenpreise für beste Zuchtleistung deutscher Schäferhunde gestiftet. Meldungen für die Ausstellung werden noch bis Sonntag den 28. April, vormittags, angenommen; es wollen sich die hiesigen Aussteller danach richten und ihre Hmide so schnell wie möglich anmelden.
Arbeiterbewegung.
Madrid, 25. April. Sämtliche Angestellte der Straßenbahn sind in den Ausstand getreten; lein Wagen verkehrt. Abteilungen von Poliz'sten überwachen die Bahnhöfe und Geschäftsräume der Straßenbahn- Gesellschaft.
Amdel und Mrkehr. Volkswirtschaft.
Araukfurt, 25. April. Die (jetzt durch Feuer zerstörte) Chemische Fabrik Griesheim Elektron hat 16 Proz. (wie im Vorjahr) vorgeschlagen.
Kirchliche Nachrichten.
S»as,elifche Ve»ei«tze.
Sonntag den 28. Aprll. Jubilate.
Gottesdienst
In der StadMrche.
Vormittags 91/, Uhr: Professor D. Stamm
Vormittags 11 Uyr: Ktnderktrche für dte Matthäusgeneinbe.
Pfarrasfistent ft raut.
Nächsten Sonntag den 5. Mai: Frühgoftesbtenst um 8 Uhr nebst Christenlehre für bie Neukonfirmierien ber Matihäusg- .--.Moe.
Die nächste ftinbeikirche der MarkuSgemeinbe finbet ©onrieg ben 5 Msi, vormittags 11 Uhr, statt. Vorbereitung: Donnrrsiag den 2. Mat, nachmittags 3 Uhr.
In der JohimUeSttrche.
Vormittags 91/» Uhr: Professor D. DrewS.
Vormittags 11 Uhr: Kinberktrche für bie Johannesgememde.
Pfarrer Dr Naumann
Nächsten Sonntag ben 5. Mai: FrühgotteSdienst um 8 Uhr nebst Christenlehre für bie Neukor'.firmiertrn der Johannesgemcin^.
Dte nächste Kinberktrche ber LukaLgemeinbe findet Sonntag de» 5. Mat statt. _________
Gottesdienst in der Synagoge Südanlage. Isrartttische Religiansgrmemde.
Samstag den 27. Aprll ISO».
Vorabend 7“ Uhr, morgen« 8” Ubr, nachmittags 4 W$r Schrick- Erklärung, Sabbathausgang 8* Uhr.


