gang der Sache.
— Ter „Reichsanz." meldet: Vom 1. April bis Ende Mai gelangten im deut sä; en Reich einschließlich der kreditierten Beträge folgende Einnahmen zur Anschreibung: Zölle 76 303 968 Mk., (gegen das Vorjahr mehr 2 532 651 Mark), Tabaksteuer 1 624 359 Mk. (gegen das Vorjahr mehr! 31838 Mark), Zuckersteuer und Zuschlag zu derselben 11381 415 Mk. (weniger 12 388658 Mk.), Salzsteucr 6 735 522 Mark (weniger 171053 Mk.), Maischbottich und Branntweinmaterialsteuer 3 071 730 Mk. (weniger 316 276 Mk.), Branntwein Verbrauchsabgabe und Zuschlag dazu 19 955 269 Mk. ^weniger 215 748 Mk.), Brennsteuer 479 367 Mk. (weniger 188 265 Mk.), Brausteuer 5 708 208 Mk. (mehr 139 846 Mk.),
Ausland.
Madrid, 24. Juni. Gestern fand nach einem Meeting in geschlossenem Raum eine großartige antiklerikale Kundgebung statt. Ein Jesuiten- und ein Redemptoristen- Kloster wnrden mit Steinen bombardiert, bis die Polizei einschritt.
— In Alcoy (Provinz Alicante) kam es gelegentlich einer Prozession zu Ruhestörungen, Eine große Menschenmenge empfing die Prozession mit feindlichen Zurufen, entriß dem Priester das Kruzifix und zerbrach eS. Darauf kam es zu Thätlichkeiten; von beiden Seiten sielen Stocks hiebe und wurden Steine geworfen. Die Gendarmerie mußte etnschreiten. Vier Personen wurden ernster verletzt, einige erlitten leichte Verletzungen.
Wien, 24. Juni. In einer Besprechung der in Berlin abgehaltenen Rechtschreibungs-Konferenz stellt die „Wiener Abendpost" fest, daß die von Seiten Oesterreichs geltend gemachten Wünsche volle Würdigung sanden. Die gemeinsam gefaßten Beschlüsse, schreibt das Blatt, stehen mit den Forderungen der Wiener Enquete in wünschenswertem Ein klänge. Schon jetzt kann als sicher angenommen werden, daß die Einheitlichkeit der deutschen Rechtschreibung in der Schule zur Thatsache wird und daß auch die wissenschaftliche und die TageSlitteratur sowie die Behörden die Schreibweise der Schule nicht weiter unbeachtet lassen werden.
Manila, 24. Juni. Der Führer der aufständischen Filipinos General CailleS hat sich mit seinem Stabe und 650 Mann heute dem General Summer ergeben.
Sidney, 23. Juni. Der französische Generalkonsul erklärte in einer Unterredung, Frankreich, das die Neuen Hebriden in Besitz nahm und kolonisierte, werde die Inseln wahrscheinlich behalten, sich aber sicherlich der Besitznahme derselben durch irgend eine andere Macht widersetzen.
Aus Stadt und Land.
(Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist HUt unter genauer Quellenangabe: Am«" gestattet.)
•* Wegen des Gewitters mußten telephonische Meldungen und auch der telephonische Kursbericht auS- bleiben. „ ,
** Kriegerkameradschaft „H assi a". Unter Ord.-Nr. 18 wurde nach Erfüllung der satzungsgcmäßen
Pflichten der 18 Mitglieder starke Kriegerverein Trais- Münzenberg in den Landesverband der Kriegerkainerad- schaft „Hassia" ausgenommen und dem Bezirk Butzbach
gerichtet ist. , __,
W.N i dda,24. Juni. Bei den Bohrungen nach Th er- m a l s oo l e ist man jetzt auf ziemlich st a r k e S o o l e gestoßen, die frei ausfließt. Dow werden Pumpen angesetzt, um den Strom stärker herbeizuziehen. Ta man jetzt in kalkhaltigem; Gestein an gelangt ist, so hofft man noct Kohlensäure zu gewinnen. — Tie wiederholt veranstaltet^ Konzerte der 116. Kapelle aus Gi eßen erfreuen sich fortgesetzt großer Beliebtheit und eines regen Besuche-. Tie Kanalisations- und Wasserleitungsarbeiten sind nunmehr beendigt. — Tas finanzielle Ergebnis Turnfestes ist günstig. Das wegen Regenwetters au- gefallene Jugendfest wird Sonntag nachgeholt werden. & sind eine Anzahl Preise für die besten Leistungen im Turnen, Klettern usw. ausgesetzt worden.
T arm st a d t, 24. Juni. Der Großherzog und die Groß Herzogin empfingen heute auf Jagdschloß Wolf- garten den Fürsten und die Fürstin zu Solms-Lich und bei Kammerherrn Kreisrat v. tzouibergk nebst Gemahlin, die sodann zur Frühstückstafel zugezogen wurden. Ter G rotz» he rzog und die Großherzogin, der Prinz und die Prinzessin Ludwig von Battenberg nebst beiderseitigem Gefolge werden sich Mittwochvormittag mit Sonder- zug zur Einweihung der neurestaurierten evang. Stadtkirci<- nach Friedberg begeben und um 1 Uhr nach Wolfsgarä» zurückkehren.
Uebergangsubgabe von Bier 648'520 Mk. (weniger 29 798 Mark). Zusammen 125908358 Mark (gegen das Vorjahr weniger 10 605 463 Mark). — Ferner Stempelsteuer für Wertpapiere 2 533 7.31 Mk. (weniger 689 545 Mk.), für Kaufund sonstige Anschaffungsgeschäfte 2 595 445 Mk. (mehr 243 Mark), für Lose zu Privatlotterien 1 074 162 Mark (mehr 306 772 Mark,, zu Staatslotterien 2 585 345 Mark (mehr 1306 487 Mk.), für Schifffrachturkunden 128188 Mk. (mehr 128 188 Mark), Spielkartenstempel 227 694 Mark (weniger 4447 Mk.), Wechselstempelsteuer 2 307 632 Mk. (mehr 189997 Mart), Post- und Telegraphenverwaltung 68 764 633 Mk. (mehr 4 113 764 Mk.), Reichseisenbahnverwaltung 15010000 Mark (mehr 237 000 Mark).
— Zum Gum bi nn er Mordprozeß schreibt Rechtsanwalt Horn in Insterburg, der von Amts wegen bestellte Verteidiger des Sergeanten Riefel, der „Rat. Ztg.", daß ihm von „neuen Thatsachen und Ermittelungen", welche die neue Untersuchungshaft gegen Hickel rechtfertigen sollen, nicht das Geringste bekannt isl. Tie Strafanzeige/ gegen die beiden Generale wegen Freiheitsberaubung ist bei der Staatsanwaltschaft in Insterburg eingebracht worden. Nach § 153 der Militärgerichtsordnung ist diese Anzeige von der Staatsanwaltschaft an die vorgesetzte Tienstbehörde der Beschuldigten abzugeben; gemäß § 21 der Militärstrafprozeßordnung und § 4 des Einführungsgesetzes dazu bestimmt zunächst der Kaiser einen Offizier, der die gerichtsherrlichen Befugnisse gegenüber den beiden Generalen auszuüben hat.
— Für die G e n e r a 1 v e r s a in m l u n g der Katholiken Deutschlands in Osnabrück werden die umfangreichsten Vorkehrungen getroffen. Das großartige Vereinshaus bildet den Mittelpunkt der Veranstaltungen. Tas Programm ist endgiltig sestgelegt; es sind elf Themata bestimmt. Tas Vereinshaus erhält eigene Post-, Telegraphen-, Telephon- und Sanitätsstationen. Es finden außer den Hauptversammlungen zahlreiche Nebenversammlungen statt, Kommerse der katholischen Studentenvereinigungen Deutschlands, Feste der katholischen kaufmännischen Vereinigungen u. a. m. Man rechnet auf eine Beteiligung von etwa 10—12 000 Personen. Sonderzüge werden in der Versammlungswoche nach allen Richtungen abgelassen, um den zu erwartenden kolossalen Verkehr zu bewältigen.
Leipzig, 24. Juni. Ter Ehr en g e r i chtsh of für A e r z t e der Kreishauptmannschast Leipzig hat die während des Streiks aus Berlin zugezogenen Kassenärzte, welche vom Ehrenrat des Bezirksvereins Leipzig-Stadt mit schweren Disziplinarstrafen belegt worden waren, von der Anschuldigung, die Standesehre verletzt zu haben, einstimmig freigesp röche n.
10 Mann, darunter der Kapitän, gefallen, 11 ver - wundet und 66 gefangen genommen worden. Reuter 1 meldet darüber noch folgendes: Eine Erkundungsabteilung |i -er Midland Mounted Rifles, die zur Verfolgung des Kommandanten Malan ausgesandt war, schlug am Mittwochs bei Waterkloof ein Lager auf. Als der Buren-Kommandant I. .Kruitzinger davon Nachricht erhalten hatte, eilte er herbei, ! wartete aber mit dem Angriff bis Tagesanbruch, gerade L als die englische Truppe sich' zum Aufbruch anschickte. Tiel^ Buren überschütteten das Lager mit Geschossen. Tas Gefecht!' dauerte zweieinhalb Stunden. Der Verlust der Engländers betrug zehn Tote und elf Verwundete.
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Telegramme deS Giesterrer Anzeigers.
London, 25. Juni. Lord Kitchener telegraphiert aus! Pretoria: Seit meinem letzten Berichte sind 41 Buren gelötet, 27 verwundet, 160 gefangen worden; 70 ergaben sich. Große Mengen Muniti ni, 264 Wagen, viele Pferde und Vorräte wurden erbeutet.
Kapstadt, 24. Juni. Oberst Pilcher operiert mit Erfolg im Westen des Oranje-Freistaates. Eine fliegende Kolonne hat am 17. Juni Bullfontein besetzt, ohne auf Widerstand zu stoßen. Während der Operationen wurden acht Buren gefangen, 500 Pferde, eine Anzahl Rindvieh und Wagen erbeutet.
Deutsches Reich-
Berlin, 24. Juni. Aus Kiel wird gemeldet: Ter Kaiser begab sich heute mittag auf dem „Sleipner"! 3iad) der Außenrhede, um den Verlaus der Regatta der! Sonderklasse zu beobachten. Nachmittags drei Uhr wohnten -er Kaiser und die Kaiserin an Bord der „Hohenzollern"! -em Wettrudern der Fähnriche, Seekadetten und Schiffs-1 Zungen bei. Abends sechs Uhr fand zu Ehren des Kaisers! und der Kaiserin bei dem Prinzen und der Prinzessin. I Heinrich im Schloßpark ein Gartenfest statt, zu welchem die! Hier auwesenden Fürstlichkeiten, die Spitzen der Zivil- und! Militärbehörden, die Offizierdorps mit ihren Tamen usw.l geladen waren.
— Heute teilt ein hiesiges Blatt „aus ganz authentisd^r unanfechtbarer Quelle über die vom Kaiser Herrn Direktor Ballin gezollte Anerkennung seiner Leistungen Folgendes mit:
Ter Kaiser hat Herrn Ballin allerdings niemals ein Reichsamt oder Ministerium zugedacht oder zu ihm von einer derartigen Absicht gefprodjen, dagegen hat er ihm den Adel angeboten. Als Herr Ballin diese Ehrung unter Geltendmachung verschiedener Gründe ablehnte, die aber der Kaiser sämtlich als hinfällig zurückwies, rückte Herr Ballin endlick) mit dem Argument heraus, daß er Jude sei. Tarauf that dann der Kaiser die Aeußer- ung, es sei dies kein Hinderungsgrund, nahm indessen von seiner Absicht Abstand und verlieh Herrn Ballin die hohe Ordensauszeichnung. Tas ist der wirkliche Her
hielt die Weiherede, worauf Herr Weist die Festgäste und besonders auch Kommerzienrat roeyligenstaedt begrüßte. Der; Verein sang hiernach das Weihelied: Fahnenschwur von Th. Mohr. Bis gegen Abend konzertierten 12 Mann dec hiesigen Regiments-Kapelle. Am Abend gelangte der musikalische Schwank „Sangesbrüder in Algier" zur Aufführung. Für den Gesangverein (er singt erst ungefähr zwei Jahre) war dies kein kleines Unternehmen und doch gelang es ihm vollständig dank der Hingabe des Dirigenten Schönhaber und der Ausdauer der Mitglieder. Gegen 11 Uhr war der Schwank beendet, und es begann der Tanz. Erst in später Stunde trennten sich die Mitglieder des Vereins. Montagnachmittag versammelte man sich im Philosophen- wald wiederum zum Tanz. Auck) wurden einige Volkslieder vorgetragen. Kommerzienrat Heyligenstaedt erschien auch hier und wurde von seinen Arbeitern mit Hurra begrüßt. In einer kurzen Ansprache gedachte er der glänzend verlaufenen gestrigen Feier, dankte den Damen für ihre Mitwirkung und schloß mit einem Hoch auf die Damen. — Die neue Standarte des Vereins ist von der hiesigen Firma Schulze hergestellt. Auf weißem Grunde zeigt sie einerseits das Wappen des Vereins, aus der anderen Seite den Wahlspruch: „Einigkeit bleibt Machst. Demnächst gelangt sie im Schaufenster der Firma Schulze zur Ausstellung.
s. M a st k a l b! Heute wurde von Metzgermeister Julius Rosenbaum, im hiesigen SchlaclUhof ein Kalb geschlachtet, das das Lebendgewicht von 302 Pfund hatte.
§ Lang-Göus, 24. Juni. Unser Gesangverein „Ger mani a" beging Sonntag und Montag die Feier seines zehnjährigen Bestehens. Unter Beteiligung der hiesigen Vereine und 12 auswärtiger Brudervereine fand gestern nach mittag ein Umzug mit Musik durch den schön geschmückten Ort statt, wobei die Festjungfrauen durck) ihre kostbare Landestracht allgemeine Bewunderung erregten; sie bildeten den Hauptanziehungspunkt für die zahlreichen auswärtigen Besucher unserer Feier. 9Z(id)i einer Festrede des Präsidenten Müller und Ueberreichung einer Fahnenscksteife hörte mau herrliche Gesangsvorträge, darauf gab's Tanz und Volksvergnügen. Heute wurde eine kleine Nachfeier gehalten
-i- Hungen, 24. Juni. Am letzten Sonntag feierten die vereinigten freiwilligen Feuerwehren Oberhessens ihr Verbandsfest in unserer Stadt. Der Festort war dies- mal dadurch gegeben, daß die hiesige Feuerwehr in diesem Jahr auf eine 25jährige Thätigkeit zurückblickt. Der am SamStagnachmittag abgehaltene Delegiertentag, zu dem ein Vertreter des KreiSamteS und die Feuerwehrinspektoren Ober- heffenS erschienen waren, endigte mit einem Kommers. Iw Laufe des SamStagS hatten sich die Hauptstraßen unserer freundlichen Städtchens in ein reiches Festgewand gekleidet. Da der festgebende Verein am Sonntage den GolteSdienf! besuchte, fehlte in diesem auch nicht ein Hinweis auf seine im Dienste der Nächstenliebe stehende Thät'gkeit. Nach be> endigtem Gottesdienste legte das hiesige Korps eine von tüchtiger Schulung und geschickter Leitung zeugende Probe seiner Leistungen ab. Nachmittags 3 Uhr bewegte sich unter den Klängen von verschiedenen MufikkorpS ein gewaltiger Festzug, bestehend aus den Vertretern von 47 Wehren, den Schulkindern, Jungfrauen und Vereinen der Stadt zu den- nahe gelegenen, geräumigen Festplatz. Hier begrüßte der Hauptmann der hiesigen Wehr, Schreinermeister Bach, die Vertreter der fremden Vereine, dann hielt Dekan Hainer die Festrede. Ausgehend von der großartigen Entwickelung der Löschwerkzeuge und der Feuerwehren, erinnerte er an die beiden Herren, die sich um die Gründung und Ausbildung der hiesigen Wehr besonders verdient gemacht haben, den verstorbenen Regierungsrat Snell hier und den am Feste teilnehmenden Gerichtsvollzieher Vetzberger zu Nidda. Er gedachte hierauf der 7 dem Vereine seit 25 Jahren angehörenden Mitgliedern und des wiederholten, erfolgreicher Eingreifens der hiesigen Wehr bei Bränden in der Nachbarschaft und in der Stadt. Der Redner schloß unter Betonung der hierfür gefundenen Anerkennung und Förderung mit der Mahnung, auch fernerhin dem Wahlspruche gerecht zu werden: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr." In das auf der. Großherzog, den hochherzigen Förderer und Protektor der Feuerwehren ausgebrachte Hoch stimmte die ganze Versamm- lung begeistert ein. Auf dem mit Volksbelustigungen aller Art ausgestalteten Festplatz herrschte bald ein munteres Treiben. Die auswärtigen Vereine kehrten am Abend wieder nach Hause zurück, der festgebende Verein hielt am Montag eine Nachfeier. Das vom schönsten Wetter begünstigte Fest nahm cimm allseitig befriedigenden Verlauf.
a. Melbach, 24. Juni. Gestern hielt der hiesige Kriegerverein ein Preisschießen auf dem im Frühjahr angelegten neuen Scheibenstand ab. Treser befindet sitz an dem Wege nach Steinfurth. — Nachdem hier nn vorigen Jahre ein neues Schulhaus erbaut ist, da.- einen Schulsaal und eine Lehrerwohnung enthält, zeigt cs sich schon jetzt? daß es besser gewesen wäre, wenn man ßleid zwei Schulsäle erbaut hätte- da der alte Schulsaal in feiner Beziehung mehr den gesundheitlid)en Anforderungen gerecht wird und die alte Lehrerwohnung sehr unpraktisch ein
liegenden Kriegsschiffe ab. Sie hat zunächst neun Tage! direkte Fahrt bis Batavia.
S. M. SS. „Gefion" und „Irene" treffen, nach Anlaufen einiger .Häfen auf der ostasiatischen Station, voraus- sichtlich am 11. Juli in Singapore ein und treten an demselben Tage von dort gemeinsam die Heimreise an. Reise- plan : Ab Singapore 11. Juli, an Penang 13—14. Juli, ab 18. Juli, an Colombo 22. Juli, ab 28. Juli, an -Seychellen (Port Mähe) 4. August, ab 8. August, an Aden 14. August, ab 16. August, an Suez, Port Said 22. August, ab 24. August, an Messina 27. August, ab 3. September, an Cadiz 8. September, ab 12. September, an Tartmouth 16. September, ab 18. September, an Wilhelmshaven 20. September.
Dem Beispiele der übrigen Großmächte folgend, hat aud) die österreichisch-ungarische Regierung die Vernnnder- ung der Seestreitkräfte in Ostasien angeordnet. Tie Schiffe ^Kaiserin Elisabeth" und „Zenta" treten demnächst die Heimreise an, das Detachement in Peking wurde auf 100 Mann vermindert. Tie Schiffe „Maria Theresia" unb „Aspern^ verbleiben bis auf weiteres in den chinesischen Gewässern._________________________
Engländer «nd Buren.
Man hat sich von der Uebertragung des Oberkommandos in der Kapkolonie an General French in England große unb schnelle Erfolge versprochen. Tie Ereignisse, bic sich seither dort abgespielt haben, bestätigen inbessen tiefe Erwartungen keineswegs. Freilid) sinb die Verhältnisse, wie sie Frenchdorfand, schwierig. Mit der englischen Operations- ■armee ist es traurig bestellt. Reguläre Truppen sind nur spärlich vertreten; die Hauptmasse besteht aus Miliz- bataillonen, die zur Bewachung der ausgedehnten Etappenlinie verwendet werden, unb aus südafrikanischen Freiwilligen, bie, sich wesentlich' darauf beschränken, ihren -eigenen Stabt- und Landbezirk zu beschirmen, und deren militärische Erfahrung und Leistungsfähigkeit außerordentlich gering ist. So machen denn bie Operationen der Engländer in der Kapkolonie nach wie vor ben Eindruck der Zerfahrenheit. Ein neues Beispiel dafür liegt gerade jetzt wieder vor. Von Tarkastab her brängen Munro unb Bethune Kritzinger nach Westen über bie Bahn Cradock-Middelburg Lei Baroda. Rein zufällig laufen sie bem Obersten Crabbe in die Arme, der von Süden heranzieht und fick; nun nn ihre Fersen heftet, sie gegen Middelburg treibend. Inzwischen zieht Malan, der sich! von Kritzinger getrennt 'ba-U ebenfalls von Osten her am 16. südlich von Cradock bei Roodehoogte über die Bahn. Gegen ihn wird am 20. (nickst 6. Juni) von Upsal Zwagershoek eine Abteilung der Midland Mounted Rifles unter dem Kapitän Spandau entsandt, und diese geht natürlich schnurstracks in die Falle, die ihr der gesckstckte Malan bei Wat^r- k 1 oof (30 en gl. Meilen westlich von Cradock) legt Kein Mann entkommt daraus, denn, wie schon gemeldet, sind
unterstellt. . p .
u. Turnerisches. Bei dem am 23. Juni auf dem F e l b b e r g veranstalteten volkstümlichen Wettturnen, Vierkampf d. i. Hochfpringen, Weitspringen, Stabhock)- springen unb einarmig Stemnien, erhielten vom Turnverein Gießen bie dorthin entsandten vier Turner folgende Preise- ben 9. Preis Karl Müller mit 36 P., den 17. !Preis Karl Erb mit 32 P., den 21. Preis H. Pieper mit 30 P., den 33. Preis Eger mit 24. P. Es waren insgesamt 585 Wettturner angetreten, von denen 370 mit Preisen bedacht werden konnten.
**$. Der Maschinenbauer-Verein beging am Sonntagnachmittag in Steins Garten sein Fahnenweihfest, verbunden mit bem 17jährigen Stiftungsfeste. Um 3 Uhr wurde an dem Vereinslokale, Lonys Bierkeller, ein kleiner Festzug aufgestellt, bestehend aus den Festjungfrauen, die an Kränzen die neue Fahne trugen, und den Mitgliedern des Vereins nebst ihren Familien. Der Zug bewegte sich I durck) bic Sck>anzenstraße, bie Neustabt, Marktplatz, Schul- stratze, Neuenbäue und über den Ludwigsplatz nach Steins ! Garten. Nach einigen Konzertstücken fand hier die Ueber- sreichung der prächtigen Standarte statt. Fräulein Frank


