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Nr. 122 Zweites Blatt.
151. Jahrgang.
Sonntag 26. Mai 1901
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GiehenerAnzeiger
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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Amtlicher Heil.
In der Zeit vom 18. bis 25. Mai l. Js. wurden in hiesiger Stadt
gesunden: 1 Jagdstock,
verlören: 1 Portemonnaie mit Inhalt und 1 Lorgnette.
Der Empfangsberechtigte des gefundenen Jagdstocks be liebe seinen Anspruch alsbald bei uns geltend zu machen.
Gießen, den 25. Mai 1901.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
I. B.: Roth.
Zum neuen Hypothekenbank-Krach
lvird uns aus Berlin, 24. Mai, geschrieben:
„Bei uns ist so etwas nicht möglich!" heißt es oft, Wenn aus dem Auslande von großen Skandalen bei Finanzinstituten berichtet wurde. Man wird angesichts der tiefbedauerlichen. Zusammenbrüche von deutschen Hypothekenbanken mit diesem stolzen Satze vorsichtiger umgehen müssen. Taß viele tausende von kleinen Sparern durch empörend gewissen loses Wirtschaften jener Banken um ihr Hab und Gut gebracht sind, daß zahlreichie Witwen und Waisen, die ihre .tzypothekenpfandbriefe für gelosicher hielten, dem Ruin überliefert werden, das ist von einer Bedeutung, daß keine Strafe für die Schuldigen zu hart, keine Maßregel zur Verhütung ähnlicher Vorkommnisse zu scharf erscheint. Wenn gegen die verschärfte Ueberwachiung der Hypothekenbanken geltend gemacht wird, das Publikum werde dadurch in seiner irrigen Ansicht bestärkt, der Staat garantiere die Sicherheit dieser Papiere, so ist dem entgegenzuhalten, daß ein solcher Nachteil immer noch eher zu ertragen ist, als die jetzige ganz unzulängliche Kontrolle. Ob es aber richtig war, im gegenwärtigen Augenblick, da schwere Sorge sich fast aller Pfandbriefbefitzer bemächtigt hat, auch derjenigen, welche Pfandbriefe von gut geleiteten Gesellschaften haben, eine Bestimmung zu erlassen gegen die Anlegung von Sparkassengeldern in Pfandbriefen von Hypothekenaktienbanken: das muß ernstlich bezweifelt jberden. Wir hoffen, daß die betreffende Nachricht ein Dementi erfährt. Denn was soll werden, wenn nun auch noch die Sparkassen anfangen würden, ihren Bestand an Hypothekenpfandbriefen zu veräußern, zusammentreffend mit dem kolossalen Angebot in diesen Werten seitens des geängstigten Publikums? Eine Katastrophe von geradezu schrecklichem Umfang! Man muß die ungeheuren Kapitalien bedenken, die in Pfandbriefen angelegt sind. Und nicht nur das, zahlreiche andere wirtschaftliche Gebiete, das Baugewerbe, der Grundbesitz u. s. w., würden in die stärkste Mitleidenschaft gezogen. Nein, in der gegenwärtigen gedrückten Situation muß von den berufenen Seiten alles geschehen, was zur Beruhigung dienen kann! In erster Reihe dürfte es für die deutschen Hypothekenbanken geboten fein, sich zusammenzuthun und nach Kräften dem Unheil zu steuern, das über die Pfandbriefbesitzer hereingebrochen iffc. Dergleichen sollte nickst einigen Großbanken überlassen werden, sondern es ist das eigenste Interesse der Hypothekenbanken, ein Umsichgreifen der Panik, die ihnen selbst gefährlich werden kann, zu verhüten. Wenn ein Hans brennt, wird ein vorsichtiger Nachbar nicht sagen: „Mich geht die Sache nichts an"Hsondern sich am Löschen beteiligen.
Was die staatliche Ueberwachung der Hypothekenbanken betrifft, so fordert mit Recht u. a. die „Boss. Ztg.", daß in. Preußen die Unterstellung dieser Banken unter das Äandwirtschaftsministerium zu beseitigen ist. Als geeignete Aufsichtsbehörde könne nur das Handelsministerium angesehen werden. Tas Ministerium für landwirtschaftliche Angelegenheiten hat sowohl mit den ,stad tisch e n Verhältnissen im allgemeinen als auch mit Mn Verhältnissen des städtischen Grundbesitzes im besonderen wenig Fühlung. Bekanntlich erstreckt sich die Be- 'lechungsthätigkeit der Hypothekenbanken hauptsächlich auf städtischen Grundbesitz. Tie konservative „Kreuzzeitung" erinnert heute abend daran, daß schon i m I u n i v o r i g e n Jahres der Abg. v. Arnim (kons.) sogar mit Namen •auf die verkrachte Preußische Hypothekenaktienbank und die Hommersche Hypothekenbank hingewiesen hat. Ein Ver- treter der Regierung erhob sich darauf, um „auf das bestimmteste zu wiederholen", daß nach Auffassung der land- cko.rtschaftlich^n Verwaltung kein Grund vorliege, -egen die Ge sch ä fts g e b a hrun g der Hypo- stbekenbanken berechtigte Vorwürfe zu erbeben. Also die Aufsichtsbehörde hat von den damals säon umlaufenden ungünstigen Gerüchten über die Pom- ^mecsche Hypothekenbank nichts vernommen, denn sonst, mänt die „Kreuzztg.", wäre diese Behörde wohl vor der Verleihung des Titels „Hofbank Ihrer Majestät der Kaiserin" (ebenfalls im Sommer v. I.) um Auskunft angegangen Morden. Ferner tadelt die „Kreuz-Ztg." die Kreditgewähr- unir an die Pommersche Bank durch die Preußische Zentral- Mwssensckstlftskasse, in Höhe von 7 500 000 Mark, im No- teneber vorigen Jahres. Eine einfache Erkundigung bei Berliner Bankiers oder eine aufmerksame Zeitungslektüre hätte die Behörden über die Minderwertigkeit dieser anscheinend Mit ihrem besonderen Vertrauen beehrten Bank schon im vorigen Herbst aufgeklärt..."
Inzwischen hat die Entwertung der Aktien der Pommerschen und der Mecklenburg-Sttelitzschen Hypothekenbank rapiden Fortgang genommen; die ersteren büßten an der heutigen Berliner Börse 12,75, die letzteren gar 16,50 Prozent ein. Tie vierprozentigen Pfandbriefe der Pommerschen Bank notierten 80, die Pfandbriefe der Stre- titzer Bank konnten wiederum nickst notiert werden mangels Nachfrage gegenüber dem Massenangebot.
Die Lage in China.
Tie Abendblätter melden aus Tientsin von gestern: Die Zerstörung der Taku-Forts durch die Verbündeten vollzieht sich langsam wegen der Gefahr für das angrenzende Eigen tum. Es sind bereits viele Geschütze durch Dynamit zerstört.
Tie Rückbeförderung der ausgedienten Mannschaften der Marineinfanterie von Ostasien findet mit dem Dampfer „Arkadia" der Hambnrg-Amerika-Linie statt. Derselbe verläßt am 18. Juni Taku, am 27. Juni Hongkong, am 3. Juli Singapore, am 24. Juli Portsaid und soll am 8. August in Hamburg eintreffen.
In einer Unterredung teilt der soeben aus China und Amerika zurückgekehrte Generaldirektor der Hamburg-Amerika-Linie Ball in mit, daß er nach dem Ende der. Unruhen eine große Entwickelung des Geschäfts drüben erwarte. Tie Kriegsentschädigung, von der die Rede sei, könne China sehr wohl leisten. Uebrigens seien die hohen Mandarinen, die er gesprochen habe, ersichtlich friedensbedürftig. Auch mit dem Reformwerk werde man schließlich doch vorankommen. Ten Grafen Waldersee hat Herr Ballin in Tsingtau getroffen. Er ist der Ansicht, daß Waldersees Thätigkeit gar nicht hoch genug anzuschlagen sei, darüber herrsche in Ostasien in kompetenten Kreisen, z. B. auch in französischen, nur eine Stimme, daß Graf Waldersee durch seine Persönlichkeit und mehr noch durch seine außerordentliche Gewandtheit ein Zusammenwirken der verschiedenen Heerführer erst ermöglicht habe. Man sei drübep einig darüber, daß ohne Oberkommando und ohne einen Mann wie Waldersee die ganze Aktion einen viel ungünstigeren Verlauf genommen hätte.
Engländer nud Buren.
Aus Pietermaritzburg meldet ein Reutersches Telegramm vom 22. ds.: Ueber die Frage der Verwendung der Zulu durch die britischen Militärbehörden bemerkte der Premierminister, die Regierung von Natal würde nicht ruhen, bis die Verwendung von Zulu auf befriedigende Weise erklärt worden sei. Demnach unterliegt die Heranziehung von Zulu taffem zum Kriege gegen die Buren keinem Zweifel mehr. Da die Regierung und die Volksvertretung von Natal so nachdrücklich gegen dies moderne Barbarentum Stellung genommen haben, so wird man kaum im Mutterlande den Vorfall totschweigen können. Nach englischen Zeitungen wird im Juni eine Milizbrigade zur Ablösung nach Südafrika gehen. Die Brigade besteht aus dem 5. Bataillon Royal Füsiliers, 5. Bataillon Lancafhire Füsiliers, 3. Bataillon East Surrey und dem 5. Bataillon Manchester.
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Telegramm de- Gießener Anzeiger-.
Durban, 24. Mai. (Reuter-Meldung). 300 Burengefangene gingen heute an Bord des Dampfers „Hawaden Castle" nach der Insel Bermudo ab.
Politische Tagesschau.
Ueber die Verwundung des Kaisers in Bremen hat sich bekanntlich jüngst General v. Spitz in Aufsehen erregender Weise geäußert. Jetzt lesen wir in den „Berl. Nachr.-:
Die Sache liegt so. ThatsLchlich ist ein hiesiger Kaufmann, der damals zurzeit des Attentat» gegenüber der Buchtstraße vor Niemeyers Filiale gestanden hat, von einem Gegenstände am Aime getroff-n worden. Er hat geglaubt, derselbe sei vom Dache oder von dnea. EtagengesimS heruntergefallen. Er hat wohl einen leichten Schmerz aespürt, aber gar nicht» weiter darauf gegeben, auch nicht geahnt, daß Welland auf den Kaiser geworfen und daS dazu benutzte Eisenstück eS gewesen ist, welches zuletzt noch seinen Arm getroffen hat. Ihm ist der Zusammenhang noch nicht einmal klar geworden, alS er später an demselben Abend von dem Attentat hörte. Erst al» er erfuhr, wo sich daS Attentat ereignel habe, konstruierte er sich ben Zusammenhang Rach seiner Ansicht ist die Lasche wohl mit ziemlicher Kraft geschleudert gewesen, an seinem Arm ist aber nicht einmal ein blauer Fleck zu sehen geraden, trotzdem er, entgegen der Behauptung in der Rede des Herrn v. Spitz, keinen dicken Winterpelz getragen hat, son- >ern einen gewöhnlichen Ueberzieher ohne Pelzfütterung. Die Dar- tellung deS Herrn Geneial o. Spitz ist danach zu modifizieren. Was dem betreff enbm Kaufmann damals begegnet ist und auch von diesem später vor der Polizeibehörde und vor dem Untersuchungsrichter des Reichsgerichts bezeugt worden ist, war für die Sache an und für sich völlig belanglos. Daß der Wurf mit der Lasche unter Umständen ür den Kaiser viel schlimmere Folgm hätte zeitigen können, als eS cht der Fall ist, wurde auch schon ftüher ausgeführt und bezwdfelt fern Mensch.
In einem Teil der Presse, besonders auch von agrarischer Seite, ist in letzter Zeit die Frage der Auflösung des preußischen Abgeordnetenhauses weitlänfig erörtert worden. Im Hochsommer, so hieß es, werde Gras Bülow ans Volk appellieren mit der Parole: Mittellandkanal. Deshalb sollten sie Freunde im Lande das Pulver ttocken halten u. f. w. Die offiziöse Preffe schwieg feierlich auf der ganzen Linie,
und wer schweigt, scheint bekanntlich zuzustimmen. Doch soeben versichert die „Nat.-Ztg.", das Auflösungsgerücht sei grundlos. Ob Exzellenz Möller, der ehemalige national- liberale Parlamentarier und jetzige HandelSmiuister, der Informator gewesen ist, weiß man nicht. ES ist aber nicht unwahrscheinlich. Im übrigen kennt man die politische Natur ces Mintsterpcäfidenten doch tnfotoeil, daß man chn allen Ueberstürzungen abhold weiß. Gut Ding will Weile haben. Die Kanalfrage Überstand eine zweijährige „Ablagerung"; sie hält dies auch wohl noch länger aus. DaS kleinere Uebtl gegenüber einer Wahlniederlage der Regierung, die immerhin im Bereiche der Möglichkeit liegt. So mag Graf Bülow erwägen, und er hätte nicht ganz unrecht.
3m Mariueausschutz der ungarischen Delegation erklärte kürzlich Admiral v. Syrun, Aufgabe der Kriegsflotte werde stets nur der Schutz der Küste fein. Damit ist die Marinepolitik Oesterreich-Ungarns vorgezeichnet. Sie bewegt sich auf der Defensivlinie, entsprechend der geographischen Lage des Habsburgischen Reiches. Da dieses auch keine Kolonialpolitik treibt, kommt auch die Notwendigkeit, eine Kreuzer- flotte halten und Flottenstationen im Auslande besitzen zu müssen, hier nicht in Betracht. Der Sicherung seiner See- interesien glaubt Oesterreich-Ungarn durch periodische Auslandsreisen von Panzern, Torpedokreuzern oder Kanonenbooten zu genügen. Diese Seeintereflen sind fteilich bei weitem nicht so bedeutend und vielgestaltig, wie diejenigen Deutschlands. Ebenso ist Oesterreich Ungarn außer Stande, seine überseeischen Absatzgebiete wesentlich zu erweitern. Auch daran läßt sich die Wechselwirkung zwischen Seewehr und Seehandel erkennen. Anderseits ist nicht zu bestreiten, daß Oesterreich-UngarnS Marine in dem ihr gezogenen Rahmen sich befriedigend entwickelt hat.___________________________________
Deutsches Reich.
Berlin, 24. Mai. Tie von mehreren Blättern gebrachte Nachricht, daß der Kaiser einen Jagdbesuch beinr Erzherzog Friedrichen ALohacs in Aussicht genommen fyabe, ist, wie von zuständiger Seite mitgeteilt wird, nicht begründet. Ebensowenig thatsächlichen Hintergrund hat die Meldung eines englischen Blattes, wonach der Kaiser kürzlich in einem Schreiben an König Eduard für das laufende Jahr einen neuen Besuch in England angekündigt: l)aben soll. — Auch eine Meldung aus Wien, daß ber Kaiser dem dortigen Bildhauer Zumbusch zu einer überlebensgroßen Marmor st atue gesessen habe, die den Kaiser in Helm und auf den Säbel gestützt im Ornate des Schwarzen Adlerordens darffelle und ihren Platz vor ber Straßburger Universität finden solle, kann als vollkommen aus der Luft gegriffen bezeichnet werden. Wenigstens ist in Straßburg von einer solchen Statue nichts bekannt- Jedenfalls aber sei es unrichtig, daß der Kaiser Herrn Zumbusch zu ihr gesessen habe.
— Tie Maßregeln, welche verhüten sollen, baß Worte bes Kaisers in anderer, als in der durch die offizielle Veröffentlichung approbierten Gestalt in die Öffentlichkeit kommen, sollen auf bie Einweihung ber Alexanberkaserne zurückzuführen sein, bei welcher es, trotz sttenger Isolierung, doch gelungen war, bie Rebe bes Kaisers zu veröffentlichen. Ter Kaiser soll darüber sehr ungehalten gewesen sein und geäußert haben, baß bas, was er als oberster Kriegsherr zu seinen Soldaten spreche, die große Oeffent- lichkeit nichts angehe. Etwaige Berichterstatter, die zu Veranstaltungen, denen der Mai) er beiwohnt, zu gelassen werben, sollen verpflichtet werden, über die Reden des. Kaisers nichts zu veröffentlicken, da alles Erforderliche der „Reichsanzeiger" und Wolffs Bureau erhalten. Im all- gemeinen sollen aber die Berichterstatter nur in den seltensten Fällen zugelassen werden.
— Ter Mais er hat ein Modell der Hoh-Königs- bürg, deren beabsichttgter Wiederaufbau' die Oeffentlichkeit vielfach beschäftigte, anfertigen lassen. Tas aus Gips gebildete Modell ist im Maßstab von 1 : 100 gehalten. Es zeigt die Burg in dem heutigen verfallenen Zustande. Das'; Modell ist vom Kaiser dem Zeughause überwiesen, wo es im Lichthofe aufgeftellt ist.
— Freiherr o. H a m m e r st e i n, der neue preußische Minister des Innern, soll während seines 18jährigen Aufenthalts in Metz, wie der „Allg. Ztg. des Judentums" geschrieben wird, viel mit Juden in Berührung gekommen: «ein und sich ihnen gegenüber „gerecht, human und wohlwollend" gezeigt haben. Er ließ es sich angeblich besonders angelegen sein, sich über die Verhältnisse der lothringischen, Juden eingehend zu unterrichten.
Potsdam, 24. Mai. Zur heutigen Feier des 70. Geburtstages des Wirklichen Geh. Rats Tr. v. LucanuS Erachte heute früh auf Allerhöchsten Befehl die Kapelle des Ersten Garde-Regiments dem Jubilar ein Ständchen. Ter Kommandeur des Hauptquartiers des Kaisers, Generab v. Plessen, überbrachte die Glückwünsche Seiner Majestät- Kultusminister Dr. Studt überreichte eine von Hartzer ge- chaffene Büste von Exzellenz Lueanus, die später, tu Marmor ausgeführt, im Kultusministerium Aufstellung: inden soll.
Bonn, 24. Mai. Die Kaiserin ist hier eingetrofferr. Sie besichtigte das Korpshaus der Borussia, den Sportplatz und bie Casselsruhe auf dem Venusberge und kehrte sodann:


