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Schmerzerfüllt machen wir hierdurch die traurige Mitteilung, daß unsere innigst geliebte, gute, unvergeßliche Gattin, Enkelin, Schwester, Schwiegertochter und Schwägerin
»t’iiii Lina Frank, geb. Leib, gestern in noch nicht vollendetem 24. Lebensjahr plötzlich verstorben ist.
Um stille Tellnahme bitten:
Di-' trauernden Hinterbliebenen.
In deren Namen: Heinrich Frank.
Lollar, den 24. Dezember 1901. 8366
Die Beerdigung findet am 1. Weihnachtstage, nachmittags 7,2 Uhr, statt.
Kunst und Wistenjchasi.
Frankfurt a. M., 20. Dez. Es bestätigt sich, daß Aloys B u r a st a l l e r unsere Oper verläßt und sich ganz Bayreuth und Gastspielen widmet. Das Repertoire Burgstallers war für unsere Oper zu klein.
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Die Beerdigung des verstorbenen Kameraden
Karl Pimper, Tchneiderinslr.,
Zum Weipnachtsfeste.
O schöner Zeiten schönste!
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Lbartreö, 23. Dez. Der Landwirt Brierre, der im April
IS. in (Zoranccj seine fünf Kinder er m o r d.e t hat,wie nach- gewiesen würbe, m der Absicht, eine zweite Ehe nut emem reichen Atäbchen einzugehen, wurde heute nach fechstagiger ^yanblung zum Lode verurteilt. Spuren au, semer ^gegrabenen Weste rührten den Sachverständigen zuwlge zweifellos von Men schon- uNb nicht von Kanincheiiblut her, wie -Bnerrc behauptete. (5s war ein nervenerschütternbes Schauspiel, den Mann mit semtt Kinber Kleibunqsstücken, bie überall blutrote siegel trugen, ange>- than vor bem Gerichtshose und ben Geschworenen über bie litt der Blutspuren mit ben Sachverständigen unb ben, ^orsttzenben Herumstreiten zu sehen. Der Angeklagte wurde verschiedentlich von seinen Empfindungen überwältigt, als er Bruder, Schwest«, Onttt und sonstige Verwandte hervortreteu sah unb teils nut festen, teils mit schüchternen unb versagenden Stimmen erklären horte, ]tt hielten ihn der Lhat fiir unfähig, da er sich lederzett ab braver, unermüdlicher Arbeiter, liebevoller Vater, Gatte, Bruder und Lrohn erwiesen hätte und sogar der Stolz der Familie gewesen wäre. Tief ergreifend war besonders der Tloincnt, als die enizia über» lebende Tochter Brierres, die 15jährige Germaine, vor die schranken trat, auf die Knie sank und nei, ivahrend die hcroorquellenben Thräneu ihre Stimme beinahe erstickten: „Mein Bater ist unschuldig ; sprechen Sie ihn frei! Ich flehe *öic darum an. Der Blick Brierres in diesem Augenblicke zeugte von einer -tiefe der Empfindung, deren Eindruck sich selbst die Voreingenommensten' nicht zu entziehen vermochten. Zweien der Geschworenen rollten Helle Thronen bie Wangen herunter . . . Wenn man ahnen konnte, was in bem Hirne unb Herzen bieses Mann es mit den harten Zügen unb den brennenden Augen arbeitete und tobte ! Es wurden ben Geschworenen 30 Fragen vorgelegt, bie sie sämtlich bejahten. Brierre hörte bas Verbikt mit Ruhe an. Rach der Vertunbigung des Todesurteils sagte er zu den Geschworenen gewendet: Wohlan, meine Herren, ich versichere, daß i c einen U n s ch ul - bigen verurteilt haben. Brierre unterzeichnete den Ka„a- tionsantrag. Um Begnadigung will Brierre nicht nachsiichen, wett er den Tob der Zwangsarbeit vorzieht.
Du überstrahlest alles Mit deinem Glanze! Wenn Schneegestöber wirbelt In lust'gem Tanze, Grüß' ich die Boten, Tie mich zum Christbaum führen Dem lichterroten.
O Weihnachtszeit, du holde! Tu hauchest Leben Dem S8.ooen ein; er atmet, Und leise schweben Vom Reisgestände Aus Nacht und Frost die Engel Der Weihnachtssreude.
Die Erde wird verwandelt;
Tie Herzen schlagen
So nicht von frohem Jubel An Frühlingstagen. In sel'gem Triebe Tie Menschen jauchzend feiern Tas Fest der Liebe.
Ter Kinder reiner Glaube Füllt alle Herzen;
Von Jilgeudglück erzählen Die Weihnachtskerzen. In süßem Traume Sieht sich verjüngt das Alter Am Weihnachtsbaume.
Du wecktest einst die Erde Zu neuem Leben;
Ter Menschheit bie Erlösung Hast du gegeben, Tie rechte Nichte;
Die Welt hast du erleuchtet Mit deinem Lichte!
O schöner Zeiten schönste! Im Jahreskreise Gleicht keine deinem Zauber! Es klingen leise Mir im Gemüte Die Zeiten, wo das Herz mir In Jugend glühte.
August Ammann.
Montag den 23. Dezember, abends 6 Uhr, entschlief nach kurzem, schwerm Leiden unser lieber Ältersgerwsse
Karl Pimper.
Wir verlieren in demselben einen aufrichtigen, treuen Freund unb Kollegen und werden ihm allezeit ein freunb- liches Andenken bewahren.
Die Altersgenossen werden gebeten, sich bei der am 2. Feiertag, vormittags 11 Uhr, stattfindenden Beerdigung vollzählig zu beteiligen.
I. A.: Emil Schmall.
In der JohauucSktrche.
Vormittags 9'/, Uhr: Professor D. DrewS.
Deichte und heil. Abendmahl für Lukas- und JohanneSgemeinde Anmeldungen vorher bei bem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.
Nachmittags 5 Uhr: Siehe Stadlkirche.
Nach sämtlichen Gottesdiensten wird eine Kollekte für die Armen erhoben werden.
Freitag ben 27.. Dezember, abends 8 Uhr, im Konfir- tnanbenjaal: Weihnachtsfeier der Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Matthäusgemeindc.
Katholische Gemeinde.
Dienstag ben 24. Dezember.
Nachmittags um 5 Uhr unb abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur heil. Beicht.
M i 11 w o cf) den 25. Dezember.
Weihnachtsfest.
Vormittags von 5 Uhr an: ^Gelegenheit zur heil. Beicht.
„ um 5 Uhr: Christ mette.
„ 6 und 7 Uhr: Heil. Messen.
In der Christmette und in jeder hl. Messe wird die heil. Kommunion ausgeteilt.
Vormittags um 8 Uhr: Heil. Messe. Militärgottesdienst m. Predigt.
„ um 9'/, Uhr: Hochamt mit Predigt.
Nachmittags um 2*/s Uhr: Fest-Andacht mit Segen.
Nachmittags um 5 Uhr unb abends um 8 Uhr ist Gelegenheit zur heil. Beicht.
Donnerstag den 26. Dezember.
Fest des heil. Llephauus.
Vormittags von 61/- Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht.
„ um 7 Uhr: Die erste heil. Meße;
vor unb in derselben Austeilung der heil. Kommunion
„ um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Militärgottesdieu!:. „ um 91/, Uhr: Hochamt.
Nachmittags um 2'/, Uhr: Andacht.
Männer-Turnverein
liessen.
Hierdurch die traurige Mit- tettung von dem Ableben unseres langjährigen treuen Mitgliedes ßmn Karl Pimper
Schneidermeister.
Die Beerdigung findet Donnerstag den 26. Dezbr., vormittags 11 Uhr, statt unb bitten wir um zahlreiche Beteiligung unserer Mitglieder. 8368
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