Ausgabe 
25.9.1901 Erstes Blatt
 
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Landwirtschaft

1885 beendeten

em

oder 119,4 Proz.

und

Ha.

oder 29,8 Proz.

und

Ha.

oder 11,3 Proz.

und

Ha.

stellte sich

stellte sich

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Wetter

September

s

s

8

1

2

2

924

+ 22,5

+ 14,4

+ 13,6

65

99

97

23.

23.

24.

13,2

12,1

11,2

-5

2037

393

114

13

26

1584

209

73

9

10

742,9

743,7

743,1

bei Sommerweizen um 169 626 stellte sich auf 311 719 Ha.,

bei Sommerroggen um 40 303 stellte sich auf 175 611 Ha.,

bei Sommergerste um 188 709 stellte sich auf 1858 613 Ha.,

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2

bei Hafer um 286 525 Ha. oder 7,0 Proz. und auf 4407 546 Ha.,

bei Kartoffeln um 97 693 Ha. oder 3,0 Proz. und auf 3315 851 Ha.,

bei Wiesen um 26 299 Ha. oder 0,4 Proz. und auf 5936 280 Ha.,

1582 833 Hektar -j- Spelz 314 671 Hektar -j- Roggen 5 807 658 Hektar = 7 705162 Hektar gegenüber 8 318799, Hektar des Vorjahres. Die Gesamtabnähme der Brot- getreibcfläche beträgt demnach 7,4 Prozent. 9tach der hier vorgelcgten Anbau-Statistik stellt sich der bei der butschen Brotgetreide-Ernte in diesem 3afyre 3U erwartende Ausfall zwar als recht beträchtlich heraus, aber doch weniger erheb­lich, als ihn die von den Saatcnstands-Berichterstattern um die Mitte Mai angcstellte Schätzung der Auswintcrungs- und Umpflügcprozente annehmcn ließ.

Sonnenschein bew. Himmel Sonnenschein

bei Hopfen um 408 Ha. oder 1,1 Proz. und stellte sich au 37 599 Ha.,

bei Reben um 311 Ha. oder 0,3 Proz. und stellte sich au 119 560 Ha.

Die Abnahmen bei den Wintergetreidearten, Winterraps und -Rübsen, Klee und Luzerne sind fast ausschließlich eine Folge der Frostschäden des vergangenen Winters. Die Neubestellung der umgepflügten Flächen mit Sommer­getreide oder Kartoffeln vermehrte deren Anbau um zusammen + 782856 Hektar. Zwischen der bei der Winterung nach- gewicsenen Abnahme von 851344 Hektar und der hier ausgewiesenen Zunahme von nur + 782 856 Hektar besteht noch eine Differenz von 68 488 Hektar. In der Haupt­sache werden jene 68 488 Hektar mit Früchten bestellt worden sein, über welche die jährliche Anbaustatistik nicht be­richtet, etwa mit: Futtermöhren, Futterrüben, Sommerrübsen, Mais, Futterhirse, Tobinambur, Lein, Dotter, Senf, Grau­wicke und anderen Futterpflanzen, oder auch mit Zuckerrüben. Richtet man sein Augenmerk allein auf das Brotgetreide und faßt man Zu- und Abnahme bei Sommer- und Winter­getreide zusammen, so zeigt sich gegenüber dem Vorjahre bei Weizen eine Abnahme der Anbaufläche um 465 051 Hektar oder 22,7 Proz. der vorjährigen Fläche, bei Roggen eine solche um 145 937 Hektar oder um 2,5 Proz. Hierzu kommt noch der Spelz. Bei ihm zeigte sich infolge der Frostschäden eine Minderung ver Anbaufläche um 2649 Hektar oder um 0,8 Proz. Es stellt sich demnach in diesem Jahre die Brotgetreidefläche auf: Weizen

die Preise für lsbera bei Der

bleiben wird.

te Darmstadt, 22. Sept. Bei der am 20. in den Darm­städter und Beffunger Waldungen stattgchabten Exkursion des heff. Forstvereins wurde in Gegenwart der Ministerialbehördc eine von dem Großh. Forstwart Stendal in Weickartshain erfundene Baum-Druckmaschine, die den Zweck hat, ungerodete Baumstämme nach einer bestimmten Richtung zu werfen, in Thattgkeit besichtigt. Die Maschine erregte wegen ihrer einfachen und praktischen Konstruktion und leichten Hand­habung das allgemeine Interesse der Anwesenden. Es wur­den Bäume verschiedener Stärke, in ebenem und unebenem Terrain, nur durch zwei Arbeiter mit geringem Kraftaufwand geworfen. Diese Baum-Druckmaschine, deren Anschaffungs­preis gegenüber den Vorteilen, die sie gewährt, gering zu nennen ist, dürfte eine große Erleichterung für die Arbeiter bringen, sow'.e zur Verhütung von Unglücksfällen viel bei­tragen. Mit der Maschine kann man die Fallrichtung des zu fällenden Baumes in jedem Terrain bestimmen.

Mainz, 21. Sept. Die General-Versammlung deS Alice-Frauenvereins für Krankenpflege fand gestern nachmittag hier unter dem Vorsitze der Prinzessin Viktoria statt. Auch Provinzialdirektor v. ®agern sowie Frau Staatsminister Rothe waren anwesend. Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes hervorzuheben: Der Verein be­steht jetzt 31 Jahre. Die Zahl der Pflegerinnen des Vereins ist auf 18 gestiegen. Sie erfreuten sich in allen Kreisen der Bevölkerung der größten Achtung. Ihre Ausbildung ist unter der Leitung des Medizinalrats Dr. Reisinger im hiesigen Rochushospital erfolgt. Im abgelaufenen Jahre hatten die Pflegerinnen 4456 Tag- und Nachtpflege ausgeführt. Das Vermögen beläuft sich heute auf 111,144 Mk. Die Ein­nahmen beliefen sich im letzten Jahre auf 35,024 Mk., die Ausgaben auf 19,000 Mk., mithin ergibt sich ein Ueberschuß von 16,024 Mk. Einem längst gehegten Wunsche, ein eigenes Heim in Verbindung mit einem Krankenhause zu erbauen, steht jetzt nichts mehr im Wege. Sobald die Pläne ge­nehmigt, wird in Verbindung mtt dem rothen Kreuz an die Errichtung des Baues herangetreten werden. Der bisherige Vorstand und die Revisoren wurden wieder gewählt. Den Pflegerinnen Frl. Eberhard, Hedderich und Schneider wurden durch die Prinzessin Viktoria Auszeichnungen und Diplome für ihre langjährige Thättgkeit überreicht, dann wurde die Generalversammlung geschlossen. Die Wieder­holung des großen Blumenfestes ist auf Mittwoch den 25. September, abends 7 Uhr, festgesetzt. Der Eintrittspreis ist ermäßigt. Es werden eine größere Anzahl von Sitzplätzen gegen eine mäßige Zuschlagsgebühr reserviert. Der Vorver­kauf der Karten zum Blumenfest wurde gestern eröffnet.

Mainz, 22. Sept. Großfürst Kyrill von Rußland ist heute nachmittag 6 Uhr 42 Min. nach Paris abgereist. Im Gefolge befindet sich Oberst Tatischeff.

m. Aus dem Rheingau, 22. Sept. Welche enormen Preise für die seinen Rheingauer Kabinetweine bezahlt werden, dafür liefert der neueste Preiskourant der Flaschenweine des Fürstlich Metternich'schen Schlaffes Johannisberg einen sprechenden Beweis. Da ist verzeichnet 1893 er die Flasche, s/4 Liter, mit 80 Mk. Nächst diesem wertvollen Tropfen kommt ein 1886 er, für den ein Preis von 40 Mk. per Flasche angesetzt ist. Weiter folgen 1886 er und 1893 er zu 30 Mk., 1890 er und 1893 er zu 15 Mk., 1895 er zu 12 Mk. 1895 er zu 10 Mk., 1893 er und 1895 er zu 8 Mk. und 1892 er und 1895 er zu 6 Mk. Der billigste Flaschenwein von. Schloß Johannisberg mit Original-Ettquette, Siegel und Korkbrand kostet 4,50 Mk. Bei den alljährig auf dem Schloß Johannisberg stattfindenden Wcinversteigerungen kommen derarttge Weine nicht zum Ausgebot, vielmehr werden von den guten Jahrgängen immer die auserlesenen Sorten zurück­behalten, um wenn sie flaschenreif sind als Kabinetsweine'in der Flasche verkauft zu werden.

* Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Zum Leiter des Görlitzer Stadttheaters ist der Oberregisseur Brehm aus Mainz von Oktober 1902 ab gewählt worden. Der Mainzer Weinhändler Gustav Hirsch, der in Kon­stanz, wo er zur Kur weilte, gestorben ist, hat der Stadt Mainz 100000 Mark für wohlthätige Zwecke vermacht. Ein Fuhrwerksbesitzer von Züschen bei Battenberg war im Walde mit Berladen von Baumstämmen beschäftigt. Hierbei brach eine Winde, ein Baumstamm schlug zurüc und traf den Mann so unglücklich, daß er auf der Stelle tot blieb. In Drommershausen bei Weilburg nahm sich der Bergmann Blank dadurch das Leben, daß er eine Dynamitpatrone in den" Mund steckte und sie anzündete. Der Kopf wurde ihm vom Rumpfe gerissen. In Darm­stadt ist der Stadtverordnete Heinrich Möser gestorben.

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

bei einem Landwirt ein kurzes Debüt als Knecht gegeben, war nach seiner Entlastung nachts zurückgekehrt und in die Wohnung der Leute eingebrochen; es fielen ihm dabei zirka 1000 Mk. zur Beute. Diese That soll jetzt in Gießen ab­geurteilt werden.

-1- Heuchelheim, 23. Sept. In den Gemeinderat wurden gewählt: Ludwig Neidel, Landwirt, mtt 178 Stimmen, Heinrich Gilbert, Pumpenmacher, mit 174 Stimmen, Jakob Schleenbecker, Spenglermeister, mit 162 Stimmen. Die Wahl verlief äußerst ruhig. Die Bürgermeisterwahl, die ebenfalls vor der Thür steht, wird ein stürmischeres Bild zeigen.

-f- Kirchgöus, 23. Sept. Gestern Nachmittag gegen 5 Uhr gingen zwei junge Leute, der eine im Alter von noch nicht 25 Jahren, auf die Jagd. Der hitzige Jagdhund des einen sprang vor. Der Schäferhund des unweit des Dorfes hütenden Schäfers lief ihm nach, worauf der junge Jägers­mann seine Büchse anlegte und auf den Sohn des Schäfers, der seinen Hund zurückrufen wollte, Schüsse abgab, durch die dieser am Kopf und Arm verletzt wurde, jedenfalls nicht mit der Absicht, denselben zu verletzen. Dann schoß der Jäger auch auf den vorspringenden Schäferhund. Er schoß ihm das Bein entzwei, sodaß das Tier erschaffen werden mußte. Eine schöne Sonntagsjagdbeute! Der Schäfer kommt noch mtt einigen Schmerzen und bem Schreck davon, da die Ver­wundungen nicht gefährlich sind. Der eine Schuß traf ihn in der Nähe des Auges, das aber voraussichttich erhalten

bestellen.

Von dem Ohlauer Tabakbau wirb berichtet, daß der Anbau in diesem Jahre bedeutender gewesen ist als in den Vorjahren. Es wurde in dem zum Ohlauer Stadtbezirk gehörigen Gelände eine Fläche von 2060,15 Ar von 97 Tabakpflanzern bebaut. Die Ernte kann als eine gute Mittelernte bezeichnet werden.

Anbauflächen der hauptsächlichsten Fruchtarten.

In bem 3. Vierteljahrsheft zur Statistik bes Deutschen Reiches, 1901, werben bieAnbauflächen ber hauptsächlichsten Fruchtarten im Juni 1901" für das Gebiet bes Deutschen Reiches nachgewiesen.

Der 1901er Anbau nahm gegen bas Vorjahr ab: bei Winterweizen um 634 687 Ha. ober 33,3 Proz. unb stellte sich auf 1 271114 Ha.,

bei Winterroggen um 186 240 Ha. ober 3,2 Proz. und stellte sich auf 5 632 047 Ha.,

bei Winterspelz und -Emer um 2 649 Ha. oder 0,8 Proz. und [teilte sich auf 314 671 Ha.,

bei Klee um 2 341 Ha. oder 0,1 Proz. und stellte sich au: 1 806 115 Ha.,

bei Luzerne um 6 528 Ha. oder 2,8 Proz. und stellte sich auf 222 872 Ha.,

bei Winterraps- und -Rübsen um 18 909 Ha. ober 27,0 Proz. unb stellte sich auf 51185 Ha.,

nahm gegen bas Vorjahr zu:

lanb" zusammen, wahrend sich eine große Anzahl Personen auf derselben befanden. Sechs Personen fielen ins Wasier, konnten aber gerettet werden. Bei der Rettung der Ver­unglückten zeichnete sich besonders der russische Marineleutnant Drakonoff aus, ber allein brei berselben in Sicherheit brachte.

* Lonbon, 23. Sept. Wie berGlobe" vernimmt, i't bieCobra" nicht burch einen Irrtum in ber Steuerung gesunken, ba burch Lvthungen bie Thalsache festgestellt würbe, baß bas Schiff auf sieben Faben Tiefe sank unb bort kein Felsen ober eine anbere gefährliche Stelle vorhanben ist. Tie Bergungsarbeiten werben leicht von statten gehen.

Kallünbborg (Seeland) 33. Sept. In der hie- igen Sägerei nnb Holzlagerei Aktiengesellschaft Kallündborg- Holzhanbel brach mittags eine große Feuersbrunst aus, bie, vom Winbe angefacht, sich über bie Stabt verbreitete unb gegen 2 Uhr mehrere Häuser ber Hauptstraße in Asche legte. Die Einwohner ber Stabt verließen ihre Wohnungen nnb schafften ihre Mobilien fort. Von Kopenhagen ist be­reits eine Dampfspritze zur Hilfeleistung abgegangen. Um 3 Uhr würbe bie Telegraphen-, Telephon- unb Eisenbahn- verbinbung mit Kallünbborg abgebrochen, ba ber Bahnhof von ben Flammen ergriffen worben war.

vermischtes.

Dünkirchen, 24. Sept. Im hiesigen Hafen brach die Lanbungsbrücke zu bem russischen KreuzerSviet-

8E. Still NE.

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

w. Friedberg, 21. Sept. Die hiesige Mtien-Zuckerfabrik Wett er au" bat in ber letzten Campagne 931200 Ztr. Zuckerrüben von rd. 5000 Morgen verarbeitet. Ter DurchschmttSerttag betragt demnach 186 Ztr. für den Morgen. Diese Rübemnenge wurde m 89 Tagen verarbeitet. Es wurden barand gewonnen 102700 Ztr. erstes, 10340 Ztr. zweites Produkt und 23800 Ztt. Melasse. D> Erlös betrug hierfür pr. Zentner 11,30 Mk., 8,7f

§ Vom nördlichen Ausgang der Wetterau, 21. Sept. Ta es in der eigentlichen Wetterau wenig Obst, ast gar keine Aepfel gegeben hat, waren V" Aepfel gerade zwischen Wetterau und Vogelsberg bei kürzlich erfolgten Versteigerung sehr httch. In der Gemeinde Ortenberg wurde für Aepfel nur am Viehmarktplatz bie Summe von 3680 Mk. gelöst^ während in früheren Jahren durchschnittlich nur 2000 Mk. für diese Fläche herauskamen. Bei der Gemeindeäpfel-Versteigerung in Gläshütten und Ober-Lais brachten mitunter Aepfelbäume 3640 Mk. In Eichelsdorf hat ein Landwirt von einem Baum 10 Malter gebrochene Aepfel geerntet. Pro Malter erhielt er 20 Mk., zusammen also 200 Mk. Tazu kommen noch 3 Malter ge- chüttelte Aepfel zu je 12 Mk., so daß er 236 Mk. löste.

)( G l a u b e r g, 23. Sept. Obwohl die Aktienzuckerfabrik Stockheim an unsere Gemarkung grenzt, fährt man doch seit Jahren noch mit dem Anbau der Zwiebeln fort. Gegen- loärttg ist man bei dem schönen Herbsttvetter damit be- schafttgt, die Zwiebeln, die bisher zum Trocknen auf den Aeckern ausgebreitet lagen, auf die Böden und Speicher zu bringen. Tie Ernte war gut, die Zwiebeln sind infolge des trockenen Sommers sehr fest, besonders ist die schwefel­gelbe Sorte gut geraten. Ter Preis ist bei dem reichlichen Ertrag nicht hoch, 3 Mk. für den Zentner; bei alledem lohnt sich die Zwiebelzucht noch, wie denn auch umliegende Dörfer wie Mockstadt, Florstadt ganze Fluren mit Zwiebeln

Konkursverfahren betrafen:

Physische Personen . . Nachlässe . . . » . Hanoelsgesellschasten Genossenschaften . . . andere Gemeinschuldner

Seid. Bluse &

unb höher 4 Meter sowieHenneberg-Seide" in schwarz, weiß und farbig, v. 95 Psg. bis Mk. 18.65 p. Met. An jedermann franko u. verzollt ins Haus. Muster umgehend. Doppeltes Briefporto nach der Schweiz. G. Henneberg, Seiden-Fabrikant (U k. Holl.) Zürich.

Zur Straßensprengung. Man muß es unserer Stadtver- wallung zum Lobe anrechnen, daß sie die Sprengung ber Straßen im Sommer gehörig in die Wege geleitet hat. Unseres Erachtens aber müßte das nur aus die heiße Jahreszeit beschränkt bleiben, resp. müßte die Jahreszeit berücksichtigt werden. Es ist wenige Tage her, daß Gott Pluvius seine Schleusen geschlossen hat. Auch unsere Straßen beherbergen noch Feuchtigkeit genug in Menge, unb wenn das Sprengen wir verfemten das nicht auch jetzt durchaus seinen Nutzen hat, so bitten wir doch, die Kutscher der Sprengwagen anzuhalten, es in bescheidenen Grenzen zu besorgen. Es ist nichts weniger als angenehm, wenn man einige Zett nachd. der Sprengwagen vorbei ist, die Sttaße entlang kommt, unb förm­lich im Wasser waten muß.

Mehrere Bürger.

UmorrsMs Nachrichten.

Am 15. Oktober feiert der Nestor ber Professoren an bet Breslauer Universität, Geh.-Rat Dr. G. Galle, das fünfzig­jährige Jubiläum seiner akademischen Lehrthätigkeit. Man schreibt aus Heidelberg: Der Direktor der Sternwarte auf dem Königstuhl. Prof. Dr. Wolf, hat den an ihn ergangenen Nuf an die Sternwarte in Göttingen ab gelehnt. An der Uni­versität Erlangen sanden im letzten Studienjahr 181 Prom o- t i o u e n statt. Davon erfolgten 1 in der theologischen Fakultät (zum Lie.), 66 (worunter nur 11 Bayern) in ber juristischen, 37 in der medizinischen und 77 in der philosophischen. Den Dr.phil. er­langten u. a. 11 Philosophen, 29 Chemiker und 20 Botaniker. Das Ausland stellte 8 Dr. Aus Leipzig wird mitgeteilt: Am Neu- städter Gymnasium unterzogen sich 9 D a m e n der außerordent­lichen R e rfeprüfung, von denen 8 das Privatgymnasium von Frl. Käthe Mndscyeid in Leipzig absolviert hatten, während eine,Dame durch Privatstudium sich vorgebildet hatte. Sämtliche Prüflinge bestanden das Examen. In Moskau ist vor einigen Tagen die neue Universitätsbibliothek eröffnet worden. Die Einrichtung der Bibliothek ist dieselbe wie in ben Unwersttätsbch- liotheken zu Halle und Straßburg. Die Zahl der Bände, die in dem neuen Gebäude untergebracht sind, betragt 400 000. Die feier­liche Einweihung der Bibliothek findet Bütte Oktober statt. Aus Athen wird der Tod des Prof, der Chirurgie an der dortigen Universität, G a l v a n i s, gemeldet. Galvanis Wirken war es be­sonders zu verdanken, daß das SpitalEvangelismus", eines der besten in Achen, eine überaus segensreiche Thätigkeit entfaltete. Der Professor der Theologie an der philosophisch-theologischen Lehr­anstalt zu P a d e r b o r n Dr. K l e f f n e r ist zum Domherrn bei der Kathedrallirche daselbst ernannt worden.Der bisherige Pri­vatdozent Dr. Hermann Simon zu Göttingen, zur Zeit Do­zent des Physikalischen Vereins zu Franksurt a. M., ist zum außer­ordentlichen Professor in der philosophischen Fakultät der Untuer- sität zu Göttingen ernannt worden. In Berlin i|t der Uni­versitäts-Professor Geh. Justizrat Lothar Perniee ist im Alter von 60 Jahren gestorben. Perniee war fett 1881 Professor in Berlin und vorh er in Halle und Greifswald.

und 3396,74 Mk. auf neue Rechnung vorgetragen.

Konkursstatistik. Nach ber vorläufigen Mitteilung des Kais er­lichen Statistischen Amts zur Konkursstatistik gelangten im zwettett Vierteljahr 1901 im Deutschen Reich 2583 neue Konkurse zur Zäh­lung, gegen 2145 im zweiten Vierteljahr 1900. Es wurden 275 Anträge auf ^Konkurseröffnung wegen Mangels eines anch nur die Kosten des Verfahrens decketiden Massebetrages abgewiesen und 2308 Konkursoersahren eröffnet; von letzteren hatte der Gemeinde- chuldner in 1449 Fällen ausschließlich die Konkurseröffnung bean­tragt. Beendet wurden im zweiten Vierteljahr 1901: 1885 (2. Vierteljahr 1900: 1689) Konkursoersahren, und zwar durch Schluß­verteilung 1273, diwch Zwanasvergleich 429, infolge allgemeiner Einwilligung 39 und wegen Massemangels 144. In 642 beendeten Konkursverfahren war ein Glaubigerausschuß bestellt. _

Bon den 2583 neuen und den lt ------

Eingesandt.

(Für Form und Matt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

te Temperatur am 22.-23. September 4- 25,4° C.

«rigste o n - n+9/60 0.

________Ztt. Melasse. Der

______a yierfür pr. Zentner 11,30 Mk., 8,75 Mk. unb 8,35 Blk. Ter Zuckergehalt der Rüben schwankte zwischen 13 und 15 pCt. Die Verarbeitung war in den letzten Wochen durch den den Rüben anhastenden Schmutz sehr erschwert, die Bettiebssteuer war vermehrt uno der Steuerzuschlag auf das Ueberkontingent über 30 000 Mk. sehr bedeutend. Das alles wirkte ungünstig auf das Betriebsergebnis. Auch die Preise für die gewonnenen Produkte waren geringer als im Vor­jahr. So verblieb nur ein Gewinn von 75026,88 Mk., und für den Zentner Aktienrüben konnten nur 85 Psg. und für spater gelieferte 95 Psg. bezahlt werden. Von dem Gewinn wurden 39398,14 Mk. iu Abschreibungen verwandt, 29232 Mk. als Dividende verteilt, JOOO Mk. wurden als Tanttömen und Gratifikationen verbraucht