Ausgabe 
25.1.1901 Zweites Blatt
 
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an. Jn einer außer- ^adtverordneten eingeörachte Antrag, lrvahlen von 1200 Mk.' k 2i Stimmen ange- mew von 900 M en, so würden, tom gierung Gnade fände, ?, soweit sie Preußen Berechtigt sein. Tie ch um ca. 4000 ver- nheim) 18 900 Wähler, ß her Magistrat heu ine, ba er nur der rbe. Von national« eingebracht worden, chen. ^tach dm an-

und diretie Dahl igen Ostbahnhos'. Bauer aus hochM iber Wagen, die ihn unglückte verschied tal.

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Kandel und UerKehr. Volkswirtschaft.

Bom Geldmarkt. Nachdem in den letzten 2</, Jahren durch Die enormen Bedürfnisse der Industrie und des Handels der Zinsfuß eine noch selten dagewesene Höhe erreicht hatte, die deutsche Reichsbank Men Diskont nicht unter 5 Proz. sinken ließ und Hypothekengelder durch die allzusihr, größtenteils spekulativ übertriebene Bauthätigkeil im ganzen Lande nur schwer zu beschaffen waren, ist in den meisten Kapitalisten- tteyen immer noch die Ansicht festgewurzelt, als käme jetzt eine lange Penode teueren Geldes. Freilich würde man diese Ansicht ebenfalls m en müssen, wenn man beobachtet, wie viele Sparkaffen noch vor kurzer Zeit den Satz für Einlagen auf 4 Proz. erhöhten und auch Städte und logar zwei deutsche Bundesstaaten ihre neuesten Anleihen mit einem <-prozentigen Zinsfüße ausstatteten. Das sind aber nur noch die letzten Zeichen vor der kommenden Uebergangsperiode. Man benutzt augenblick» nch den überaus flüssigen Geldstand, um schnell und mit großem Erfolge Anleihen zu placieren Das ist für das anlegende Publikum ein zutes und für die die Anleihen übernehmenden Bankhäuser ein glattes rkrxn^1, diese werden solche Papiere am ersten los. Daß aber die Mldflüssigkeit zurzeit ganz enorm ist, beweist die selten dagewesene Uefier- jeichnung der großen badischen und bayerischen Anleihen. Das

Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft.

Sabbatbfeier am 26. Januar 1901.

Freitag abend 4<o Uhr, Samstag vormittag 8si Ubr Feier veS Geburtstages Deiner Majestät des deutschen Kaisers, nachmittags R Uhr, Sabbatbausoang 6 Ubr.

Nachmittag 2« Ubr SchrifterklLrung.

Wochengottesdienst: morgens 7 Uhr, abends 4®o Uhr.

Kapital beteiligt sich augenblicklich am liebsten bei dm 4-prozentigen Emissionen, veranlaßt durch die oben angeführte Ansicht, vergißt jedoch scheinbar, daß mit der weiteren Geldverbilligung gerade die 3>/»prozentigen deutschen Staats- und Städtepapt.-re infolge ihres derzeitigen srhr geringen Standes am meisten zu beachten sind. EL notieren z B. unsere 38/zprozentlgen Hessischen Staatspapiere zurzeit wenig über 93 Prozent, während man dieselben noch vor wenigen Jahren zu lu4 Proz. gerne kaufte. 3'/zprozentige städtische Obligationen sind sogar zu ungefähr 92 Proz. erhältlich. An der Börse weiß man, daß alle Kurse wieder kommen und auch die 3'/,prozentigen Papiere werden einmal ihren alten Stand zurückerobern können. Es scheint uns, als wenn diese Thatsachen bald chren Anfang nehmen könnten.

Daß wir mit unseren Ausführungen recht behalten wexb-n, ersehen wir daraus, daß die Industrie, die seither jahrelang groß Ansprüche an den Geldmarkt ftcUte, in letzter Zett bit^m sogar größere Summen zur Verfügung htngtbt, ein Zeichen, daß der wiru schaftltche Niedergang leider und die dadurch entstehende Luft lostgkett zu neuen Unternehmungen Thatsache tft Ein zweiter Fakta zur seitherigen Geldverteuerung ist ebenfalls gänzlich beseitigt, nämlich die Spekulation in Jndustckk-Aktten. Nachdem das Publikum sich seine Finger an diesen ©petula'ionm verbrannt hat, legt es sein Geld jetzt nur noch in guten festverzinslichen Werten an. Wie abnorm flüssig das Geld zurzeit ist, zeigt der Privat-Dttzkontsatz von 3V» Proz. Tätliches Geld ist zu 3 Proz. Angeboten.

Gegenüber allen diesen Vorgängen bleibt Hypothek en gelb gesucht und teuer. Es ist sogar oft recht schwer erhältlich. DaS ist sehr leicht erklärlich: Die Hypothekenbanken sind zurzeit wenig als Geldgeber zu haben und Kapitalisten durch die Vorgänge in letzter Zett gegen Hypotheken etwas voreingenommen. Auch die zu Anfang besprochene zu lebhafte Bauthätigkeil und deren event. schädlichen Folgen geben zur Vorsicht auf dem Hypothekenmarkte Veranlassung, sodaß daS Gros der Kapitalisten seine Gunst dem Effektenmarkt für deutsche festverzinsliche Werte zuwendet.

H. Hypotheken-Bankerr. Nachdem die bekannte Kampagne gegen die Spielhagen G uppe ihre Wirkung gethan bat, setzt sich jetzt auch der Angriff gegen die Pommersche Hypotheken Bank reg-l- recht fort. Unter diesen Umständen ist es sehr unwahrscheinlich, daß dieses Institut, das feinen ersten drei Quartalen nach zum fünften Male eine Dividende mit 7 Prozent für möglich gehalten hat, diesmal überhaupt für seine Aktionäre etwas übrig hat. Vor allen Dingen haben zu vteU Obligationen zurückgekauft werden müssen, die einst­weilen noch unverkäuflich bleiben und somit die Baarmittel der Bank in großem Maße in Anspruch r ehmen. Aber jedenfalls sind weitaus mehr Obligationen zurückgekauft worben, als der Betrag der Divt- benbenfumme ausmachen konnte. Jn welcher Weise sich die Bank hier geholfen bat, wird hoffentlich später bekannt gemacht werden, womit dann auch die Gerüchte verschwinden buiften, mit welchen die B8r>en- phantaste gestützt von einer van vornherein vorurteilsvollen Kritik auch diese Hypotheken Bank umgibt.

- Reichsbank. Am 1. Februar wird in Meiderich (Nieder­rhein) eine von der Reichsbankstelle in Duisburg abhängige Reichsbank- Nebenstelle mit Kaffeneinrichtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden.

Dem Geschäftsbericht derWestdrirtscherr Bobenkredtt- anfiali* in Köln entnehmen wir folgendes: Der Pfandbriefumlauf weist eine stetige Zunahme auf. Auf 1691 Schuldner verteilen sich die Hypotheken. Wie in den vergangenen Jahren, so ist auch diesmal kein Zinsrückstand zu verzeichnen, auch war dieWestdeutsche Bodenkredit­anstalt" an keiner Zwangsvollstreckung beteiligt. Von den Hypotheken Pfandbriefen befanden sich int Umlauf: 4proz am 31. Dezember 1900 für 22372100 Mk.; die Zunahme beträgt in diesem Jahre 3822900 Mk. 3i/zproz. am 31. Dezember 1900 29 796000 Mk. Die Abnahme beträgt in diesem Jahre 1566400 Mk. Zur Deckung der umlaufenden Pfand­briefe von Nom. 52168100 Mk. sind in das Hypothekenregister Hypotheken von 58004 582,93 Mk. eingetragen, mithin ein Ueberschuß von 5 836482,93 Mark. Es haben sich die dauernden Einnahmen aus dem Ueberschuß der Hypothekenzinsen über die Pfandbriefzinsen derartig gestaltet, daß der Vorstand der »Westdeutschen Bodenkreditanstalt" ihren Aktionären 6pC. Dividende in Vorschlag bringen kann.

Grotz-Dteinheim, 22. Jan. In der Konkurssache des Zigarren fabrikanten Bruno Werner hier wird in den nächsten Tagen eine zweite Abschlagszahlung an die Konkursgläubiger in der Höhe von 10 Prozent erfolgen. Die Summe der bei dieser Verteilung zu berücksichtigenden Forderungen beträgt 163035.90 Mk. und der zur Verteilung verfügbare Maffenbestand 17433,48 Mk.

selben Erfolg herbeizuführen. Das Gericht verurteilt den Angeklagten in eine Gesamtgefängnisstrafe von sieben Monaten, von denen einer durch die Unter­suchungshaft^ als verbüßt angesehen wird. Als zweiter Angeklagter nimmt auf der Anklagebank Platz der 23jährige AdolfBeckert von Schlitz, dem die Anklageschrift einen Diebstahl im Sinne der §§ 242, 244 St. G. B. zur Last setzt. Unter Zubilligung mildernder Umstände erkennt das Gericht gegen den im allgemeinen geständigen Angeklagten unter Einbeziehung einer gegen ihn durch Urteil Großh. Schöffengerichts Schlitz vom 13. Dezember 1900 erkannten Gefängnisstrafe von 2 Monaten auf eine Gesamtgefängnis­strafe von fünf Monaten. Gegen den Wilhelm Lenz in Burkhards ist das Verfahren eröffnet worden ebenfalls wegen Diebstahls und zwar aus § 242 des Str. G. B. Das Gericht erhält die.Ueberzeugnung von der Schuld des Angeklagten und verurteilt ihn zu neun Monaten Gefängnis, abzüglich eines Monats, der durch die erlittene Untersuchungshaft verbüßt ist. Der in dieser Sache geladene, aber erst sehr spät erschienene einzige Zeuge wird, da seinetwegen eine Unterbrechung der Ver­handlung nötig wird, in eine Geldstrafe von 20 Mk. ver­urteilt, die ihm jedoch später, da er hinreichende Ent- stlmldigungsgründe vorbringt, durch Gerichtsbeschluß er­lassen wird. Als vierter Angeklagter wird vorgeführt der Georg Stark von Ettingshausen, der eine außerordentlich lange, auch reichhaltige Vorstrafliste sein eigen nennt, sich insbesondere rühmen kann, schon neunmal wegen Betrugs vorbestraft zu sein. Auch diesmal hat er sich wegen Betrugs zu verantworten, der darin zu er­blicken ist, daß er den Jakob Steinmetz in Nieder-Eschbach um einen Geldbetrag geschädigt hat, außerdem wegen Ver­suchs dieses Delikts, begangen gegenüber dem Philipp Fritzler non da. Er wird beider ihm zur Last gelegten Strafthaten schuldig erkannt und mit Rücksicht auf seine Vorstrafen in eine Gefängnisstrafe von einem Jahre verurteilt. - Als letzte Strafsache steht diejenige gegen den O t t o E r b m Frankfurt a. M. wegen Diebstahls. Der Ange­klagte wird beschuldigt, sich, als er in Friedberg in Arbeit stand, gegen das Eigentum seines Meisters, Jordis mit Namen, als Dieb und als Sachbeschädiger vergangen zu haben. Er wird jedoch, da das Gericht nur bezüglich eines Diebstahlsfalles den Beweis seiner Schuld als erbracht an­sicht, gemäß § 242 in eine verhältnismäßig niedrige G e- f^ä n g n i s st r a f e verurteilt, während im übrigen seine Freisprechung erfolgt. - Alle Angeklagten er­kennen die sofortige Rechtskraft der gegen sie gefällten Urteile alsbald an, in gleicher Weise die Großh. Staats­anwaltschaft. Eine Ausnahme macht der zuletzt Verurteilte, der eine diesbezügliche Erklärung nicht abgiebt. Verhandelt wurden am selben Sitzungstage noch zwei Strafsachen, die die Einziehung falscher Geldstücke, eines Ein- und eines Zwei- P1 £um Gegenstand hatten; die Einziehung wurde bezüglich beider Exemplare ausgesprochen. Den Vorsitz führte Landgerichtsdirektor I ö ck e l, die S t a a t s a n w a l t- schaft wurde vertreten durch Staatsanwalt Koch.

-sch. Darmstadt, 22. Jan. Die hiesige Strafkammer ver- hanvelte beute gegen den 53jähr. Landwirt und Milchhändler Adam Del p II. von Hüttenfeld bei Lampertheim, dessen 1 6 jähr. e o b n und dessen 1 7 jähr. Tochter wegen Betrugs und Milch falfchung. Der früher als Taglöhner arbeitende D. hat es durch

Fl-'ß' aber anscheinend besonders durch die Jahrelang fortgesetzte Milchfälschung zu einem gewißen Wohlstand gebracht, sodaß er heute drei Pserde und einige Kühe, etwa 20 Morgen eigenes Feld rc. besitzt. Der Sohn oder die Tochter fuhren täglich mit ca 250 Liter Milch nach Mannheim. Man hatte schon einige Zeit Argwohn gegen denselben und es wurden eines Tages Proben entnommen. Die Untersuchung ergab eine starke Entrahmung und führt zum Geständnis der Ehefrau und der Kinder, daß die Entrahmung allabendlich stattgefunden und die Milch mit Morgenmilch gemischt und entsprechend Wasser zugesetzt wurde. Es wurde festgestellt, daß täglich ca. 10 Schoppen Rahm abgeschöpft wurde, sodaß D. pro Woche ca. 10 bis 15 Pfd. Butter verkaufen konnte, dabei war der eigne Bedarf frei. Der Vorstand des Stadt-Untersuchungsamtes in Mannheim Dr. Kanzler stellte in einem ausführlichen sehr intereffanten Gutachten die Fälschung ausdrücklich fest. D. erhielt 6 Wochen Ge­sang n i s und Mk. 1 000 Geldstrafe während Sohn und Tochter je Mk. 10 0 Geldstrafe erhielten.

Mainz, 22 Jan. Die 19jährige Ladnerin Anna Elisabeth Kerz, deren 15 jähr,ge Schwester Katharina aus Hechtsheim sind des Diebstahls und deren Mutter, die 42jährige Ehefrau des Fuhr- mannes Nikolaus Kerz 4 , der Hehlerei angeklagt. Die Anna Kerz hat der Firma Kopp und Kling während des letzten Jahres eine Reihe von Wäschegegenständen, seidene Strümpfe rc. im Werte von 100 Mk Sohlen. Bon da aus kam sie zu der Firma Schmelzle in Pirmasens, woselbst sie das Stehlen im Geschäfte fortsetzte. Nun kam sie zu der Firma Schmoller in Mannheim. Dort betrieb sie die Diebstähle in Masse Hunderte von Taschentüchern, Unterkleidern, Handschuhen rc. rc. stahl sie nach und nach. Sie hatte sich zur Verbergung der gestohlenen Gegenstände m ihrem Unterkleide eine recht lange und breite Tasche angefertigt und auf diese Weise die Sachen hinausgeschleppt. Von Zeit zu Zeit sandte sie ihrer Mutter die gestohlenen Sachen. Im vorigen Jahre kam die Anna Kerz von Schmoller zu der Firma Poulet in Wiesbaden. Dort stahl sie mehrere Gegenstände im Werte von 70 Mk Die zweite Ange­klagte, ihre 15 jährige Schwester, kam im vorigen Jahre in das Mode­warengeschäft von Joseph Scheppler hier in die Lehre und stahl in kurzer Zeit Putzmacherartikel, Federn rc. im Gesamtwerte von 330 Mk. Die Mitangeklagte Mutter erklärte zu ihrer Entschuldigung, daß sie in der I letzten Zeit ihrer älteren Tochter öfters geschrieben habe, sie solle das weitere Stehlen lassen und statt Sachen Geld schicken Die Angeklagten haben keineswegs aus Not gestohlen. Ueber die Motive ihres verbreche­rischen Treibens geben sie keine Auskunft. Das Gericht verurteilte die Anna Elisabetha zu 1-/ Jahren Gefängnis, die Ehe- ® u zu 1 Jahr Zuchthaus und die Katharina zu

8 M o n a t e n G e f ä n g n i s.N. M. Anz."

Leipzig, 22. Jan. Im MajestätSbeleidigungsprozeß Harden erkannte der zweite Strafsenat des Reichsgerichts heute auf Verwerfung der Revision gegen das auf 6 Monate Festungshaft lautende Urte-l des Berliner Landgerichts vom 8. Oktober v. I.

ElstiibahiiZeitung.

Gedenkblatt. Auf Anordnung des Ministers wird an Unterbeamte und Arbeiter der Preußischen Staatseisen­bahnen als Anerkennung für treue Dienste das Gedenkblatt an das 200 jährige Bestehen des Königreichs Preußen von Professor Doepler in Berlin verteilt.

fe. Die preußischen Staatseisenbahnen er­zielten im Jahre 1899 einen Betriebsüberschuß von 563 418 000 Mk. Die Betriebsausgaben beliefen sich auf 776 336 000 Mk. Für das laufende Rechnungsjahr (1900) wird der Betriebsüberschuß auf 571 Millionen Mark ge­schätzt, währenä die Betriebsausgaben auf ca. 810 750000 Mark stiegen. Im Jahre 1899 warfen die bayerischen Staats­bahnen nur eine Rente von 3.70 Proz., die sächsischen Staats­bahnen eine solche von 3.92 Proz. und die württernbergischen Staatsbahnen eine solche von 3.11 Proz. ab. Dagegen ver­zinsten die preußischen Staatsbahnen im selben Jahre ihr Anlagekapital mit 7.30 Proz. Zu anderweitigen Staats­ausgaben wurden im Jahre 1899 von dem Betriebsüber- chnsse der Preußischen Staatsbahnen 268 075 000 Mark verwendet.

Zur Aufbewahrung von Reisegepäck auf Bahnhöfen. Nach neuen Vorschriften werden von jetzt ab nicht nur kleinere, sondern auch Gegenstände aller Art, vorausgesetzt, daß sie sich zur Beförderung als Gepäck eignen, also auch größere Koffer, Körbe, Kisten usw. zur Anfbe- wahrung zugelassen. Ans größeren Bahnhöfen sindAmt­liche Aufbewahrungsstellen für Reisegepäck" eingerichtet wor­den. Auf allen anderen Bahnhöfen erfolgt die Aufbe­wahrung unter Verantwortlichkeit eines Eisenbahn-Be­diensteten. Im ersteren Falle haftet die Eisenbahn un­mittelbar für Verlust, Minderung und Beschädigung, im letzteren Falle hierfür der verantwortliche Bedienstete.

sc. Telephon in den Bahnhöfen. Der Reichs­postverwaltung ist von den Preußischen Staatsbahnen die Aufstellung von Fernsprech-Antomaten in den Bahnhofs­wirtschaften gestattet worden. Die in den Eisenbahndienst- räumen vorhandenen Fernsprecher sind der öffentlichen Be­nutzung nicht mehr zugänglich.

Gottesdienst in der Synagoge, Südanlage. IsraeKtische Wekigiousgemeiude.

Samstag hen 26. Januar 1901.

Vorabend 4<5 Ubr, morgens 9 Uhr GebrrrtstaaSseiek Seiner Majestät des deutschen Kaisers Wilhelm II., nachmittags 3 Ubv, Sabbathausgang 5 Ubr.

Auszug aus -en Kirchenbüchern

-er Kta-t Gießen. Evangelische Gemeinde. Getraute.

Mat thäusgemeinde.

Den 12. Jan. Heinrich Koch, Knecht zu Gießen und Margarethe Hofmann, Tochter beß Taglöhners Heinrich Hofmann zu Geilshausen.

Getaufte.

Mat thäusgemeinde.

Den 13. Jan. Ein unehelicher Sohn, Karl Georg Wilhelm, ge­boren den 20. Dezember.

Markusgemeinde.

Den 13. Jan. Dem Maurer und Weißbinder Ernst Hauser ei» Sohn, Georg Hermann August, geboren den 26. Oktober.

Lukasgemeinde.

Den 13. Jan. Dem Bierbrauer Heinrich Weber Zwillinge, Wil» helmine Elisabethe und Heinrich, geboren den 26. November.

Johannesgemeinde.

Den 18. Jan. Dem Kaufmann Adolf Geisse ein Sohn, Albert, geboren den 10. Januar.

Beerdigte. Markusgemeinde.

Den 15. Jan. Christian Zimmer, Kupferschmied, verheiratet, 52 Jahre alt, starb den 13. Januar.

Neueste Meldungen.

Loudon, 24. Jan. Aus Bloemfontein wird gemeldet: Die Klage gegen den Bürgermeister von Fauresmith wegen Verrats ist zurückgezogen worden. Der Bürger­meister ist vorläufig noch Kriegsgefangener. AuS Matjesfontein wird gemeldet: Zwei Mitglieder der Suther- lander berittenen Polizei sind wegen Verrats vom hiesigen Militärgericht zum Tode verurteilt worden. Beide sind überführt und geständig, den Buren Mitteilungen über die Bewegungen der englischen Truppen gemacht zu haben.

London, 24. Jan. Aus Durban wird gemeldet: Ein fürchterlicher Orkan, der viele Menschenleben forderte, verheerte die Stadt und Umgebung. Eine Kirche in Botha- ville stürzte zusammen, zahlreiche Häuser wurden ab­gedeckt. Der Schaden ist bedeutend.

Loudon, 24, Jan. Die neueste Verlustliste des Kriegsamtes Über den südafrikanischen Krieg umfaßt einen Toten, 11 an Krankheit Verstorbene und 7 Ver­wundete.

Paris, 24. Jan. Eine der größten Papierfabriken Frankreichs ist in Ängoulöme abgebrannt. Der Schaden wird auf eine Million Franks geschätzt. 400 Arbeiter sind brotlos geworden.

Rom, 24/ Jan. Der Unterrichtsminister erhielt in der Nacht ein Telegramm, nach welchem das Ableben Verdis jeden Augenblick zu erwarten ist.

Börsennachrichten.

Berlin, 23. Januar.

4%

Deutsche Grundsohuld-Bank 1 u. 2

49.50 M.

4O/o

do.

8. 5/6 unk. b. 1904

49 50

w/

do.

8. 7/8, unk. b. 1906

48.00

40/0 D. Hyp.-Bank (Berlin) S. 10 unk. 1908

97 30 »

3V,%

do

. unk. 1905

89.50

4=>/o

Preuss.

Hyp'-A.-Bank 8. 8-12

83 50

4O/o

do.

8. 15-18 unk. b. 1900

83 50 M.

4(7o

do.

8. 19-20, unk. b. 1905

00.00

st , O/o

do.

8. 13, 14

76.50

8V8%

do.

8. 21, 22, unk. b. 1905

76.50

Telephonischer Kursbericht,

Frankfurt, den 24. Januar.

84/i % Reichsanleihe . . 97.10 3 O/o do . . 87.00 3*/i % Konsole .... 97.10 3 '7c do . . . . 86.60 3Vao/o Heesen .... 93.40 5% Italien. Rente . . . 95.75 4o/o G riech. Monop.-Anl. 42.00 3 % Portugiesen . . . 24.35 8°/o Mexikaner .... 25.30 4*/i % Chinesen .... 81.50

Teadenz

Kreditaktien..... 209.00

Diskonto-Kommandit . . 179.20

Darmstädter Bank . . . 132.00

Dresdener Bank .... 146 00

Berliner Handelsges. . . 149.80

Oesterr. Staatsbahn . . 143.20 Gotthardbahn .... 157.80

Laurahütte.....195,50

Bochum ...... 177 50

Harpener......171 20

ruhig.

Zustand

ahnen.

zurückznführen

Kathreiners Er kommt

ohne den

fortgesetzten Genuß von Bohnen-

dem Bohnenkaffee nahe, schädliche Wirkung zr

Malzkaffee im Geschack ohne deffen besitzen.

608

kaffee und Hier tritt rettend ein.

Kunst-Ausstellung. ausstell ung im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags mit Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 3 bis 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Ubr ununterbrochen. Eintritt für Nichtmitglieder an Werktagen 50 PEg. an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg.