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24.10.1901 Erstes Blatt
 
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ischen Seite hin haben, mit allen Kräften für die Hebung des Zeichen-Unterrichtes einzutreten.

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Kirchliche Kachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Donnerstag, 24. Oktober, abends 8 Uhr, Bibelstunde im oberen Konfirmandensaal Kirchstraße, Psalm 27.

Pfarrer Dr. Grein.

aufzunehmenden .Füchse" vorlegen und strich eine ganze M enge derselben, sodaß die Borussen im vergangenen Sommev. semester mit ihrer Zahl 13 Aktive die bei den Bonner KorpS übliche Starke nicht üverschritten.

dem Thäter vorgefunden worden.

"Typhus. Wie gemeldet wird, ist in drei verschie­denen Straßburger Kasernen der Typhus ausgebrochen. Es sind einzelne Todesfälle vorgekommen. Am schwersten betroffen ist das Regiment Nr. 126. Mehrere Kompagnien sind nach Hagenau in die Baracken ausquartiert.

Lüneburg, 22. Okt. In der benachbarten Ortschaft M . . . wurde dieser Tage ein Pferd verkegelt, das seinen Reiter vor 30 Jahren mutig in Feindesland getragen und manches Mal im heftigsten Kugelregen gestanden hat. Das ehemalige Husarenpferd wurde kürzlich an: Stammtisch eines hiesigen Gasthauses mehr aus Ulk als im Ernst für 18 Mark versteigert. Sein Erwerber wurde cs bald wieder los. Es wurde zum Hauptgewinn auf der Kegelbahn. Nun hat es der glückliche Kegelbruder für 7 Mark verkauft. Hoffentlich hat der jetzige Besitzer ein fühlendes Herz und giebt dem alten Schlachtroß den Gnadenstoß.

* Paris, 22. Okt. Prinz Roland Bonaparte, der Vor­sitzende des Luftschiffer-Klubs, hatte gestern Abend eine Unter­redung mit dem Stifter des Hunderttausend-Francs-Preises Bankier Deutsch. Es wurde beschlossen, den Preis Sartos Dumont definitiv zuzuerkennen.

* Madrid, 22. Okt. Ein schwerer Automob il- unfall hat sich nahe dem Escurial zugetragen. Ein Automobil, dessen Bremse versagte, fuhr gegen die Wand eines Hauses. Der Anprall war so furchtbar, daß von den Insassen 2 sofort tot waren, 2 andere schwer verwundet wurden.

* New-York, 22. Okt. In Lowell haben zwei Kassierer der Massachusetts-Bank 1 Million Dollars ent­wendet. Ihre Frauen erzielten bei den Bankdirektoren einen Vergleich, indem sie durch Zusicherung der Straf­losigkeit 800,000 Dollars zurückgaben.

*Gabrieled'AnnunziosDuell. Aus Rom wird berichtet: Es ist möglich, daß Gabriele d'Annunzio ein Duell haben wird; der Thatbestand ist folgender: Kürzlich lud der Dichter, der sich gegenwärtig in San Gemignano befindet, einige Freunde zu sich ein, um ihnen sein neues Werk Francesca da Rimini" vorzulesen. Einer von ihnen beging nun die Indiskretion, einem Redakteur desResto del Ear- lino" eine Inhaltsangabe des Werkes zu geben, die dieser schleunigst veröffentlichte und andere Blätter nachdruckten. Darob geriet d'Annunzio in die höchste Wut und richtete an dieTribuna" einen giftigen Brief, in dem er sich über die Indiskretion bitter beklagte. Der Redakteur desResto del Carlino", Testoni, stellt sich dem erzürnten Dichter sofort zur Verfügung, weigerte sich jedoch, ihm den Namen des indiskreten Freundes anzugeben. Aber dieser letztere wollte, nachdem die Sache diese Entwicklung genommen hatte, seine Anonymität nicht länger bewahren und bestimmte auch seinerseits die Zeugen. So weit ist die Asfaire gediehen. Mag nun das Duell stattfinden oder nicht, in jedem Fall bedeutet diese Geschichte eine neue kräftige Reklame für baä Werk des Herrn d'Annunzio. . .

*AberHerrMaier! Nachfolgende Anzeige erschien thatsächlich in der amtlichenVorarlberger Landes-Zeitung" vom 5. Oktober d. I.:Erklärung. Das Gemeindeblatt für Höchst, Fußach und Gaißau enthielt eine Bekanntmachung des k. k. Bezirksgerichts Dornbirn, daß qm 2. Oktober 1901 in der Finanzwach-Kaserne Fußach 18 Bände MeyersKonver- sations-Lexikon zur Versteigerung gelangen. Hier und in Umgebung sind, wie ich aus eigener Erfahrung weih, viele Leser der Ansicht, weil das Werk den Namen Mayer fiihrt, es betreffe mich. Ich erkläre hiermit, daß mich die ganze Sache in keiner Weise betrifft, daß eine Pfändung bei mir noch nie nötig war und daß die Kredit Beanspruchenden ja ohnehin genügend bekannt sind. Fußach, 3. Oktober 1901. Joh. Georg Maier, Finanzwach- Oberaufsehe r."

Vermischtes.

* Berlin, 22. Okt. In der Löfflerschen Angelegen­heit ist der Agent Tomaschke unter dem Berdacht, den Wucherer, dem er als Schlepper diente, ermordet und beraubt zu haben, verhaftet worden. Der 65jährige Geld­verleiher Eduard Löffler wurde, wie wir seiner Zeit mit­teilten, am 1. d. 9)L um 9y2 Uhr vormittags in seiner Wohnung todt aufgefunden und hatte anscheinend Selbstmord durch Gift (Strychnin) verübt. Da aber, weil allerlei Wert­sachen fehlten, die Möglichkeit eines Raubmordes nicht aus­geschlossen war, hatte die Kriminalpolizei alle Spuren ver­folgt, die zur Entdeckung eines etwaigen Thäters führen konnten. Bekannte Löfflers hatten eine Beschreibung seiner gotdenen Uhr und Kette geliefert. Da fiel es dieser Tage auf, daß Tomaschke, der kurz vor seiner Verheiratung mit einer Wittwe steht, genau so eine Uhr und Kette trug. Gestern darüber zur Rede gestellt, gab er an, daß er die Uhr mit der Kette schon lange besitze und nicht uichr wisse, wo er sie gekauft habe. Kriminaliuspektor Braun wies ihn: jedoch nach, daß er sie erst in der letzten Zeit erworben und wo er sie gekauft hat. Eine genaue Betrachtung zeigt aber, daß diese Ühr und Kette nicht die Löfflers war. Es fehlten gewisse Merkmale, die nur der alten Uhr eigentümlich waren. Tomaschke hätte also gar keine Ursache gehabt, über den Erwerb falsche Angaben zu nwchcn, wenn nicht irgend ein Zusam­menhang mit der alten Uhr bestände. Es zeigte sich denn auch bald. Tomaschke hatte zunächst die Uhr Löfflers ge­tragen, sie dann aber, als in den Zeitungen auf deren Ver­schwinden aufmerksam gemacht wurde, sich ihrer entäußert und sich eine ganz ähnliche neue gekauft. Die alte Uhr mit Kette ist bereits ermittelt. Dazu kommt, daß man in der Wohnung Tomaschkes auch Strychnin gefunden hat und zwar in derselben Papierhülle, wie eine vor dem toten Löffler lag. Nach amtlicher Darstellung hat Tomaschke nach hartnäckigem Leugnen sich schließlich zu dem Geständnis bequemen müssen, daß die bei der Leiche gefundene minder­wertige Uhr ihm gehört; er will sie am 30. September mit Löffler gegen dessen goldene Uhr eingetauscht haben, angeblich t weil Löffler Pfändung befürchtete. Die geraubte Uhr ist bei

Schiffsnachrichten.

Red Star Linie" Antwerpen.

Der PostdampferZeeland" der Red Star Linie, in Ant­werpen, ist laut Telegramm am 21. Oktober wohlbehalten in Nerv- York angekommen.

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

Gerichtssaal.

Köln, 22. Okt. Der 68 Jahre alte Hvsgoldschmietz Gabriel Harmening von hier, Inhaber verschied.ner Ordew wurde wegen Verbrechens gegen § 218 des StrafgesetzbuchL zu acht Aüonaten Gefängnis verurteilt. Ein Mädchen imX eine Ehefrau wurden wegen Beihilfe zu 4 und 6 SJtonote® Gefängnis verurteilt.

Berlin, 21. Okt. Der Zigarrenhändler Oska, W i tz k e war im Februar 1900 in Rixdorf angezogen. BM darauf erhielt er von der Polizeibehörde die Aufforderung^ Rixdorf freiwillig zu verlassen, andernfalls hätte er fein« Ausweisung zu erwarten. Da Witzke der Aufforderung nicht nachkam, erhielt er am 5. Mai 1900 vom Regierungspräsi­denten eine Ausweisungsverfügung, da er als ein für die öffentliche Sicherheit gefährlicher Mensch im Sinne des § 2 Nr. 2 des preußischen Gesetzes über die Ausnahme neu. anziehender Personen vom 31. Dezember 1842 anzru sehen sei. 9cad) fruchtloser Beschwerde erhob Witzke Klage gegen den Oberpräsidenten. Er beantragte, die Verfügung aufzuheben. Witzke war 1889 wegen Störung einer gottesdienstlichen Verrichtung zu drei Mo< nuten Gefängnis verurteilt worden, ferner war er 1893 wegen Aufreizung zu Gewaltthätigkeitev mit neun Monaten und 1895 wegen Majestätsbelei. digung mit drei Monaten Gefängnis bestraft worden. Rechtsanwalt Liebknecht rvies vor dem Oberverwaltungs­gericht darauf hin, daß Witzke feit 1895 keine Strafe mehr erlitten habe, er sei Familienvater und ernähre sich und seine Familie auf anständige Weise. Das Obcrverwaltungs- gericht wies jedoch die Klage als uubegrünoet zurück, da die Polizeibehörde Witzke für einen Menschen halten konnte, welcher für die öffentliche Sicherheit oder l'Noralität ge­fährlich sei; die Ausweisung erscheine daher gerechtfertigt.

Universitäts-Nachrichten.

Bonn, 22. Okt. In einem Aufsatz über den hiesigen Aufcnt- halt des Kronprinzen liest man: Tie Zahl der fangen Aristokraten, die im Hinblick auf den Eintritt des Kronprinzen in das KorpsBorussia" ausgenommen zu werden wünschten, war sehr groß. Der Kaiser ließ sich jedoch die Liste der eventll.

Der Aeichen-ZLnterrichL.

Man schreibt uns von geschätzter Seite:

Obgleich Fachmänner nicht müde geworden sind, die ideelleundpraktischeBedeütungdesZeichen- Uuterrichts zu betonen, wird doch der Zeichen-Unter­richt in den Erziehungsanstalten unserer Jugend immer noch als Nebensache behandelt. Viele Autoritäten auf allen Gebieten menschlicher Geistesthätigkeit haben sich schon in demselben Sinne geäußert. In der Kunst, der Wissenschaft und der Technik haben sich gewaltige Veränderungen voll­zogen, die mit Naturnotwendigkeit ein allgemeineres Verständnis der Zeichnung als Ausdrucksmittel neben demjenigen der Sprache fordern.

Das Handwerk steht heute vor der Wahl, sich ent­weder der Maschine auszuliefern, ober sich durch starkes Hervorkehren des Individuellen zum Kunsthandwerk empor­zuschwingen. .

Die Vorurteile über den geringen Wert und Nutzen des Zeichenunterrichts, sowie die Ansichten über das erforder­liche Talent, das zum Zeichnen gehören soll, sind heute leider noch so stark vertreten, daß es noch längerer Zeit bedürfen wird, bis man zur Einsicht kommt. Wenn man nur bedenken wollte, daß der Schüler für das Verständnis der Mathematik und der Sprachen mindestens dasselbe Ta­lent wie für das Zeichnen braucht, so würde dem z. Z nebenbei behandelten Zeichenunterrichte sicher bald die ge­bührende Bewertung widerfahren.

Es ist deshalb Pflicht aller Freunde des Zeichenunter­richts, immer und immer wieder auf deng e iftb ild en­den" Wert und die praktische Bedeutung des Zeichenunterrichts hinzuweisen.

Man nimmt allgemein an, ja, es ist sogar ein durch die Schul-Pädagogik sanktioniertes Dogma, daß der Mensch erst durch die Sprache zum wahren Menschen wurde, daß die Sprache erst ihn zu einem folgerichtigen Denken be­fähigte. Ein Gedanke wird in uns um so klarer, je mehr wir uns bemühen, ihn in treffende Worte zu kleiden.

Genau denselben Vorgang aber können wir beim Zeich­nen beobachten und verfolgen. Beim Zeichnen unterrichtet man sich über die Größe, Beleuchtung und Farbe der ein­zelnen Teile eines Gegenstandes; mit Rücksicht auf den je­weiligen Zweck ordnet man das Unwesentliche dem Wesens lichen unter; man zerlegt den Gegenstand in seine Teile und verschafft sich Klarheit über die Beziehungen dieser zu ein- ander und über ihren besonderen Zweck; man legt ,ich Rechenschaft ab, warum diese oder jene Linie f ound so verschoben, biese un b jene F<"l> e so un o so abgetönterscheint; man prägt sich wahrend des Zeichnens die gezeichnete Form dem Gedächtnisse viel nachhaltiger ein, als man es durch bas b loße Be­trach t e n aethan haben würbe. Durch vieles Zeichnen bereichert man nach unb nach sein Gehirn mit einer gvoß^u Anzahl von Vorstellungen, bie beim Betrachten unb Wür­digen von Kunstgegenstänben rc. als Vergleichsochekte bienen.

Das ästhetische Ernpfinben verfeinert sich badurch und bildet zugleich die Elemente für eigne Neuschopfungen. Ist doch allesNeue" nichts anderes als die Hervorbringung neuer Verbindungen unb scheinbarer Trennungen in dem Vorstellungskreise jebes Jnbivibunms. Diese Startup der Phantasie aber ist von gleicher Bedeutung für den Kunstt ler, ben Hanbwerker, ben Erfinder, den Gelehrten Tas Zeichnen, d. h. das verständige Zeichnen, ist daher für die Erziehung des Menschen von gleicher Bedeutung wiedas Studium der S p rache. Ter §«4«ben Unterricht sollte daher an allen Erziehungs-An- ön'tit unftre Jugend den anderen Unterrichtsgcgen- sänken vöttiq gleich gestellt werden; die Leistungen « q eich neu sollten -beuso wie die der anderen Unter, richtsgegmstände "a l s Wertmesser s ü r d i e Geistes- heifasiuna des Kindes dienen. Wer das Zeichnen hrnftän^iaer Weise beherrscht, wird als Beobachter scharf Unterscheiden? und das .Bmbachtete plasttsch gestalten, mit ehtem Worte: er wird untersuchen und erforschen können.

Es ist somit Pflicht aller, die eut warmes Herz für die Vertiefung des Kunstverständnisses im.Volke und für die Veredelung des Gewerbes na^ der kunstter-

Der Wert der öffentlichen Bieinung kann heutzutage im öffentlichen Leben nicht mehr entbehrt werden. Gegen was sich die öffentliche Meinung richtet, das ist am Fort­kommen gehindert, wofür sie sich aber erhärt, das blüht und gedeiht. Letzteres ist nun im weitgehendsten Maße der Fall mit einem Hausmittel, das im Kampf gegen Hals- und Brustleiden merkwürdige Heilerfolge gehabt hat. Der von Herrn Ernst Weidemann in Liebenburg a. H. hergestellte russische Knöterich-Brustthee hat sich jetzt in Palast und Hütte eingebürgert; er ist wie Tausende von Anerkennungsschreiben dokumentieren, das wirksamste Mittel bei den Erkrankungen' der Respiratwnsorgane, wie Kehllops- und Luftröhrenkatarrhe, Heiserkeit, Husten, Asthma, Lungenkatarrh, Atemnot, Blutspucken. Lungenaffektumery Brustbe­klemmungen rc. und folgerichtig hierdurch der beste Schutz gegen die mörderische Lungenschwindsucht. Man versäume nicht, obenge­nannten Herrn um Zusendung einer diesbezüglichen instruktiven Broschüre zu ersuchen, die gratis und kostenlos erfolgt. Die öffent­liche Meinung hat sich ganz entschieden, wie wiederholt sei, für den Knöterich-Thee ausgesprochen. , , .

Um den Patienten den Bezug dieser Pflanze m wirklich echter Form zu ermöglichen, versendet Herr Ernst Weide mann den Knöterichthee in Packeten ä 1 Mk. Jedes Packet tragt eine Schutz­marke mit dem Buchstaben E. W. und sind diese sowieWeidc- maniis russischer Knöterich" patentamtlich geschützt worden, sodaß sich Jeder vor wertlosen Nachahmungen schützen kann. Man weise daher jedes Packet ohne Schutzmarke und den Namen E. Weide- mann zurück. Um im Piiblikum Vertrauen zu erwecken, haben sich auch Nachahmer gesunden, ivelche die Weidemann scqe Broschüre teilweise abgedruckt haben (I) und damit ihren angeblich russischen. Knöterich in den Handel bringen wollen.__

richte verkauft. Das Gericht erkannte deshalb auf Freisprechung, fand aber in einer spater von Srbrnann^ börfjer veröffentlichten Briefkastennot lZ m de"Deutsch- 9iab S3L" in' Leipzig, in bet Grbmannbborffer SBerncr öffentlich aufforberte, ihn doch wegen Beleidigung zu bea> tlagen, eine Verletzung bes § 185, also eine persönliche Beleidigung, unb erkannte bemgemäfj.

~ Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. ImZentralanzeiger für den Odenwald" finden wir folgen c gemütvolle Anzeige:Warnung. Ich warne jeberrnann, meiner Frau Katharina Reeg, geborene (l) Dosch, zu Vie brunn etwas auf meinen Namen zu leihen, noch zu borgen, indem ich für nichts aufkommen werde. Meine orau ist mir entlaufen, der, wo sie findet und ^bhält, be­kommt 100 Mk. Belohnung. Zell, den 21.Olt.1901. B. Reeg." Lehrer Ernst Müller aus Hörnsheim ist vom 1. November ab zum Lehrer an der eoangel. Lchulc zu Wißmar ernannt worden. Unter den Aufgcbotcnen des Frankfurter Standesamts-Registers finden wir: gramem Anna Clara Hedwig Schacko, die Franlfurter Opernsoubrette, mit Rittmeister a. D. Gust. Ed. Paul Roßbach in Hanau. Aus Fried berg wird geschrieben: Der erste Kammermusik- Abend der Frankfurter Quartett-Vereinigung brachte durch zwei Streich-Quartette (Dvorak unb Beethoven) erlesene Ge­nüsse. Bei dem Vortrag von Rubinstein's Violin-Sonatc hatte Hr. Hock in Hrn. Eckel (Frankfurt) einen trefflichen Partner. Aus Marburg wird berichtet: Der Konservator der hessischen Altertümer Dr. Bickell ist im 68. Lebensjahr gestorben. Im Wald bei Diez ist an einer einsamen Stelle die Leiche des Lehrers August Walczuch aus Babziontau bei Breslau gefunden worben, der eines Nervenleibens wegen nach Ems zur Kur gekommen unb feit Anfang August von dort verschwunben war. Er hat offenbar Selbslmorb verübt; die Wertsachen, wie Uhr, Gelb usw., waren noch vorhanben. Der Postrat Wachcnfeld ist zum Geh. Posttat unb Vortragenben Rat im Reichspostamt ernannt worden. Er ist erst feit Februar d. I. in der Postverwnltung thatig, nach­dem er vorher der Justizverwaltung angehört hatte. 1886 zum Referendar im Bezirk Kassel ernannt, wurde er 1890 Gerichtsasseffor Und war dann bis 1895 im Justizministerium beschäftigt. Itachbem er bann einige Zeit beurlaubt gewesen war, würbe er im September 1898 Lan brich ter in Frank­furt a. M. Seit Februar b. I. war er Hilfsarbeiter und feit Mai d. I. Posttat unb stänbiger Hilfsarbeiter im Reichs­postamt.

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