Ausgabe 
24.8.1901 Zweites Blatt
 
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des deutschen Kaiserpaare-.

Hier sieht mau König

Kirchliche Uachrich

rillig!

Frankfurt a. M, Natiouals ozialen 2. Oktober hier statt, die Arbeiterschaft und

Bigo, 22. Aug. Bei starkem Nebel stießen zwanzig Meilen von der Lüste der französische DampferKonstantin" und der griechische DampferEmmanuel" zusammen. Letzterer sank. Der französische Dampfer rettete die 21 Mann starke Besatzung desEmmanuel", welche er hierher brachte.

Brest, 22. Aug. Bei dem Bootsunfall in der Nähe von Trsguier, bei dem 15 Personen ertranken, kam auch die ganze Familie des Romanschriftstellers Anatole Boraz ums Leben. Ueber die Ursache deS Unglücksfalles ist uoch nichts bekannt.

'Locarno, 22. Aug. Der RegierungSstatthalter deS MaggiathaleS Dr. Gugliclmoni hat seine Geliebte, die Witwe Filtppini, in deren Behausung erschossen und daun ich ielbst entleibt. Motiv ist Eifersucht.

sprechen.

c- Maiuz, 22. Aug. Mit dem Ende dieses Jahres scheidet ein Drittel der Mitglieder deS hiesigen Stadtoerord neten-KollegiumS aus. Es haben Neuwahlen für fünfzehn Stadtverordnete stattzufinden. ES scheiden aus 5 Mitglieder der freisinnigen Volkspartei, 3 Mitglieder der demokratischen Partei, 2 Mitglieder der uationalliberalen Partei, 2 Mit­glieder der Zentrumspartei und 3 Sozialdemokraten. In dem Kollegium verbleiben nach der Ausscheidung 5 Mitglieder der freisinnigen BolkSpartei, 5 Mitglieder der demokratischen Partei, 8 Mitglieder der nationalliberalen Partei, 5 Mit­glieder der ZenlrumSpartei und 1 Sozialdemokrat. Ob nach den Nachwahlen eine Parteiverschiebung in der Stadtverord »eten Versammlung stattfindet, hängt lediglich davon ab, wie sich die verschiedenen Parteien bei den Ergänzungswahlen zn einander stellen werden. Bei den letzten Ergänzungswahlen vor drei Jahren hat zwischen den Natiouallib<:ralen, den Demokraten und dem Zentrum eine Verständigung statt- gefnnben, die zur Aufstellung einer gemeinsamen Kandidaten, liste geführt hat.

fc. Marburg, 22. Aug. Ju der letzten Zeit find hier fast täglich größere oder kleinere Raubanfälle vorge kommen. Die Räubereien sollen von einer wohlorgauifierten Bande verübt werden, die in den Waldungen deS Lahnberges haust. Schon wiederholt wurden lustig lodernde Feuer ge sehen, bei denen die Diebsgesellen lagen und die gestohlenen Sachen zum Genießen zubereiteten.

en. Flensnugen, 22. Aug. Seit einiger Zeit werden im Seenbach, besonders in den Gemarkungen Weickartshain und Stockhausen, große Mafien verendeter Fische (meist Weißfische) aufgefunden. Von Jnterefienten wird ange lommen, daß das Eingehen der Fische auf schmutziges Wafier, das von der Eisensteinwäsche bei Stockhausen herrührt, zurück zuführen ist. Da jedoch auch stromaufwärts verendete Fische gefunden wurden, ist diese Annahme wohl zu bezweifeln.

Werdorf, 21. Aug. Der Schauplatz einer Messer - f! echerei war unser Dorf heute Nacht. Vor der Wirtschaft Gombel, auf offener Straße, wurde gegen 12 Uhr nachts twr Bahnarbeiter Lenz, Sohn des Ortsdieners Heinrich L-mz, von dem Arbeiter Heinrich Meister durch einen Messerstich in den Leib derartig schwer verletzt, daß der herbeigerufene Arzt die sofortige Ueberführung deS Verletzten i« die Klinik zu Gießen anordnete. An feinem Aufkommen n ird gezweifelt. Der Thäter wurde noch in derselben Nacht verhaftet und in das Gerichtsgefängnis in Ehringshausen elngeliesert.

Homburg, 22. Aug. Der König von England em pfftng heute den Großherzog und die Großherzogin vvn Hessen, sowie den Großherzog von Mecklenburg- Strelitz und den Herzog von Cambridge in Ritters Park hBtel, wo um 1 Uhr für die Fürstlichkeiten Tafel stattfindet. Morgen früh begiebt fich der König in Begleitung feiner Adjutanten nach Schloß WilhelmShöhe zum Abschiedsbesuche

Sonnt«« den 25. August. 12. nach Trinitatis.

Gottesdienst.

In -er Stadtttrche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Dr. Grein.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmterten der MarkuSgemeinde.

Vormittags 9-/- Uhr: Pfarrer Schlosser.

Vormittag« 11 Uhr: Mtlitärgottesdienst. Pfarrer Dr. Grein.

Nächsten Sonntag den 1. September findet im HauptgotteSdtenst Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäus- und Marku»« gemeinde gemeinsam statt. Anmeldungm vorher bet dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

I« der JoharmeSttrche.

Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Euler.

Zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der LukaSgemeind«.

Vormittags 9*/t Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Beichte und hett. Abendmahl für die Lukas- und JohanneSgmeind«.

Nächsten Sonntag den 1. September kirchliche Feier des Sedan- festes: an diesem Tage wird eine Kollekte zum Besten der Kaiser« Wilhelm-Stiftung für deutsche Invaliden erhoben werden.

Gefahr gerieten, wurden sie zum Teile nicdergerissen. Tank diesem energischen Vorgehen wurde die Gefahr beseitigt. An den Rettungsarbeiten beteiligten sich im Hinblick aus die große Gefahr, in der di,' Nachbarhäuser standen, fast die gesamte Einwohnerschaft. Die bedrohten Wohnhäuser wurden geräumt und die Möbel auf die Straße gebracht. Leider wurden bei den Rettungsarbeiten zwei Personen erheblich verletzt; einem jungen Feuerwehrmann, dem Zim- mann Eyriax, fiel ein brennender Balken auf die Brust, einem alten' Manne aus Holzhausen ein Balken auf den Kopf. Tie Bekämpfung des Feuers war dadurch sehr er­schwert, daß anfangs Wasser nicht in genügender Menge vorhanden war. Es mußte Wasser in Fässern aus der Lahn geholt werden.

* Kleine Mitteilungen an» Hessen und deu Nachbarstaaten Zum italienischen Generalkonsul in Frankfurt a. M. ist Graf Lambertenghi, bisher Generalkonsul in Trieft ernannt. Bei Mainz wurde die Leiche eines jungen Mannes im Rhein gefunden. Nach den Papieren, die der Tote bei sich trug, ist er der Sparkassengehilfe Karl Schulz aus Eßlingen am Neckar. Auf dem Rittergute Aldorpsen bei War­burg wurden in einer Mergelgrube vier Arbeiterinnen ver­schüttet, zwei wurden als Leichen, zwei schwer verletzt heraus gegraben. In den Steinbrüchen bei WilhelmShöhe ist der Dr. med. Doehne-Zierenberg, welcher in einer Wasser­heilanstalt untergebracht war, abgestürzt. Der Verunglückte erlag alsbald feinen Verletzungen. In Bingen geriet am Dienstag der 18jährige Taglöhner Heinrich Walter aus Büdesheim, der am Bau der strategischen Bahn zwischen Kempten und Büdesheim beschäftigt war, zwischen zwei mit Grund beladene Eisenbahnwaggons, wobei ihm der Kopf zerdrückt wurde. Der Unglückliche war sofort tot. In Ziegenhain sollte am 19. August Stichwahl stattfinden zwischen LandeSrentmeister Heller und Kreisbote Träbing zu Stadverordneteu. Aber nur zwei Wähler waren erschienen, und sie konnten sich nicht einigen. So mußte das Los ent­scheiden und es erkor Rentmeister Heller. Wie aus Lon don gemeldet wird, beabsichtigt König Eduard, zum Andenken an die Kaiserin Friedrich in Deutschland eine Stiftung ins Leben zu rufen, deren Sitz wahrscheinlich Frankfurt a. M. fein dürfte.

Arbeiterbewegung.

Pirmasens, 22, August. Der Streik der hiesigen Bäcker, der bereits beendet schien, ist aufs neue ausgebrochen. Nachdem die Meister die Forderungen der Gehilfen bewilligt, traten diese mit weiteren Forde» rungen hervor, die jedoch zurückg«-wiesen wurden.

22. Aug. Der Parteitag der findet vorn 29. September bis Lithograph Tifchendörfer wird über die Gebildeten, Prof. Dr. Rathgen der deutschen Kolonialpolitik. Lehrer

der Ehren". Tas anfängliche Staunen löste sich nun bei dein Publikum in unbändige Heiterkeit auf. Noch heute nerrimmt manches biedere Sängerherz, unter jener Sänger­schar, wenn bei ähnlichem Anlaß der Ruf ertönt: Hängt ihn auf!

über die Ausgestaltung

Wolff über die Gemeindewahlen und Pfarrer a. D. Nau mann über den Niedergang des Liberalismus in Deutschland

mit dem hübschen Gruße:Hängt ihn auf? hängt ihn auf! hängt ihn auf!" Ta an der betreffenden Station nicht gehalten wurde, war der Zug dem Blick der Um­stehenden schon entschwunden, als sich die Sänger durch ihren Cantus soweit durchgearbeitet hatten, daß nun die Worte vernommen wurden:Hängt ihn auf! den Kranz

-maischte«.

Bayreuth, 21. Aug. JrnBayr. Tageblatt- steht das nachstehende geschrnack- und stilvolle Inserat:

(5af£ Sammet

Musenheim im kgl. Markgrafen-Schloß der Wagner-Stadt Bayreuth.

Hier treffen sich, bei stets ausverkauftem Haufe, die vornehmste Elitee der internationalen Festspielgäste. Wer wirklich einige Stunden angenehm verleben will, der pilgere zu dem Wagner-Mekka, in dem von berauschender Atmosphäre überfüllten Schloßgarten, des herititär tratitio- nellen Musenwirtes Christian Sammet und genieße die kulinarisch gastronomischen Genüffe und die kühlende Labung bietenden Keller-, nach der eminenten, gestern als für die ganze Welt bedeutend, Meisteraufführung des fliegenden Holländers, meine Holländer-Erquickung . . . . Niemand versäume von dem gestrigen Festtage, 13. August zur Ehrung unseres größten deutschen Meisters Richard Wagner, dem gewaltigen Schöpfer des Bayreuther deutschen Olymp und Königs der Musik, sowie Weiland Sr. Majestät des Königs Ludwig II. von Bayern, unferem zu den Göttern der Walhall Heimgegangenen Schirmherrn des Hortes, zu deren Huldigungen meine diversen Jubiläums Huldigungs (arten als Begeisterter zu übersenden.

Hochachtungsvollst Christian Sammet,

Vergötterer der beiden Meister."

Bamberg, 22. Aug. Großes Aufsehen erregte hier die Verhaftung des reichen Brauereibesitzerssohnes Ad. Müller zum Greifenklau". Derselbe wird beschuldigt, im Winter beim Einbruchdiebftahl in der Marienanstalt beteiligt gewesen zu sein. Durch Verrat eines Frauenzimmers kam die Sache auf. Zwei weitere Beteiligte, darunter ein Klane, wurden ebenfalls ermittelt.

Leipzig, 21. Aug. Ueber die Ursache des so un glücklich verlaufenen Duells Dr. Breit-Oettinger wird jetzt bekannt, daß Breit bemüht war, eine Streitigkeit zu schlichten, in die Oettinger verwickelt war. Bei feinen Bei legungsversuchen ward Dr. Breit schließlich der Feigheit be schuldigt; die Folge war das Duell. Die erst vielverbreitete Annahme, daß antisemitische Rempeleien vorlägen, bewahr­heitet sich nicht, da beide Herren Juden find. Eine von Freunden des Dr. Breit angebotene Kaution in Höhe von 10000 Mark wird seitens der Staatsanwaltschaft wegen Fluchtverdachts abgelehnt.

* Hannover, 21. Aug. Die Kriegsbeute de- Grafen Waldersee ist in Gestalt von vier chinesischen Geschützen Anfang dieser Woche hier angekommen. Die beiden größeren Geschütze find Vorderlader alten Stiles und ruhen auf grün angestrichenen Lafetten; sie scheinen russischen Ursprungs zu sein. Graf Waldersee hat diese beiden Ge­schütze nach dem Gute seines Neffen, des Majors Grafen v. Waldersee, Water-NeverSdorf bei Lützenburg in Holstein, schaffen lassen. Die beiden anderen Geschütze ruhen in blau gestrichenen Lafetten und find kleiner als die beiden anderen. Auf den ungefähr ein Meter langen Läufen sind vorn chine­sische Schriftzeichen angebracht. Mit weißer Farbe sind auf )ie Läufe die Worte gemalt:Für den Generalfeldmarschall Grafen v. Waldersee, Hannover". Don letzteren Geschützen, deren Läufe rot angestrichen sind, hat der Generalfeldmarschall eins dem Königs-Ulanen Regimente zu Hannover und eins einem Feldartillerie-Regimente Graf Waldersee in Itzehoe überwiesen. Die Verschlüsse der beiden kleineren Geschütze, die zu Landungsmanövern verwendet worden zu sein scheinen, ehlen.

* Königsberg, 22. Aug. Wie dieS. H. Ztg." er- ährt, ist dem Stettiner DampferLibau Paket", der gestern abend auf seiner regelmäßigen Tourenfahrt Memel- Stettin von Memel abgegangen war, in der Nacht auf der See unweit Brüsterort ein Le ck gesprungen, und derselbe ist je funken. Die aus 16 Mann bestehende Besatzung Der- ieß auf zwei Booten den Dampfer, ein Boot mit 8 Mann st bei Cranz gelandet, über den Verbleib des andern Bootes fehlen die Nachrichten.

Eduard jeden Morgen in seinem leichten Anzug mit einem wricheu Filzhut, mit zwei Herren seines Gefolges stets pünkt­lich am Elisabethbmnuen erscheinen. Gegen ;baS Geländer bci3 Brunnens gelehnt, schlürft er durch eine gebogene Glas­röhre das wohlthätige Wafier, das er schon seit langen Fahren trinkt. Am ersten Tage ließ er sich zwischen zwei Bichern auf einer Hebelwage wiegen und die Aufseherin gab genau daS Gewicht des Herrschers an, 106 Kilogramm. Noch niemals hat der König so viel gewogen. Am 18. August 1900 wog Eduard VII., damals noch der Prinz von Wales, 104 Kil., am 1. September 102 Kil. und am 9. September 101 Kil., er hatte im vorigen Jahre also während der Kur 3 Kil. abgenommen. Das Leben, das der König führt, ist sehr ruhig. Morgens geht er zum Brunnen, bann läßt er fick von dem Maffeur Dr. Hamel, der den König schon früher behandelt hat, im Kurhaus massieren. Au den Nachmittagen inlemimmt er Automobilfahrten in seinem geschlossenen, einem Omnibus ähnlichen Motor. Bon allen Formalitäten ist Ab- ftamd genommen. DaS Ritter','che Hotel wird nur von einem .Portier" bewacht und ein Schutzmann steht an der Straßen­ecke. Die Abneigung des Königs gegen Maffenansammlungen scheint gewürdigt zu werden. Nur eine Handvoll Leute sehen ho, wenn er vom Hotel abfährt, und die Sorglosigkeit, mit bir er durch die Straßen geht, ist fein bester Schutz. Nach Beenbigung feiner Kur wird der König Schloß Rosenau und btn Großherzog von Hessen in Wols-garten besuchen mb bann geht er auf eine Woche nach FrebenSborg in Däne aanf, wohin fich Königin Alexaubra schon am Freitag be­ieben hat.

Wiesbaden, 22. Aug. Die Großfürstin Alexanbra, -osiphonSna, geb. Prinzessin von Sachsen-Altenburg, trifft am 31. August zu mehrwöchigem Kurgebrauch hier ein. Sei biefer Gelegenheit erwartet man hier auch ben Kaiser lo a Rußland, der, wie verlautet, am 23. August, von Fiaillkreich kommend, in Darmstadt eintrifft.

Biedenkopf, 22. Aug. Ueber das bereits gestern ton uns gemeldete Großsener werden folgende Einzel- kiten bekannt: Gegen halb 12 Uhr mittags erscholl plötz­lich Feuerlärm. In der Untergasse war in der Scheune bes Bäckermeisters Blitt IV. aus noch, unaufgeklärter Ursache ^emer ausgebrochen. In den Erntevorräten fand das ent- iepelte Element reichliche Nahrung. Mit rasender Ge- süiwindigkeit breitete es sich aus und griff auch auf die lacLbarscheunen über. In kurzer Zeit standen weitere acht ^jMunen in Hellen Flammen. Ta auch Wohnhäuser in

igeipSienh Der am 1. 5^ zu beachten: - Her vom ÄiM sen, wenn sie ua s sind, \obalb r. m Vertier Mh Sitaubni.- rtm erecht^l.;^'' lt 'von WW& lbsicht haM, M er dazu tnW aten, die im W igsprüfung w ir eintreten n< r,tobet alle $ enden Trupps mattung "w ; uar 1900 E a-steiwilliS L> tq über das 4 «erteiM* ines noch ^ Gestellung^ unvetzM"

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Krieskasten.

W. Ä. in H. § 571 des BG.B. lautet:$3tb daS vermietete Grundstück nach der Ueberlassung an den Mieter von dem Vermieter an einen Dritten veräußert, so tritt der Erwerber an Stelle deS Vermieters in die sich während der Dauer seines Eigentums aus dem MitverhältniS ergebenden Rechte und Verpflichtungen ein.* Also Kauf bricht Miete nicht. Auf die Pacht finden noch § 581 der Vorschriften über die Miete ent« sprechende Anwendung.

Landet und Verkehr. Volkswirtschaft.

k » AarrdlNrhl, 22. Aug. Die gestrige Generalversammlung 6 e.8,.93 o r schütz Vereins,uLandstuhl beschloß, die Geschästs- av teile pro Mitglied um je 1000 Mark z u erhöhen, um dadurch öen Konkurs abzuwenden. Auch die L-ndstuhler Stadtverwaltung

»» «uSficht gestellt. Jedes Mitglied zahlt also am uT<P*<fcn£er 1000 Mark. Nach diesem T^age eintretende Mit- glieder haben in der bisherigen normalen Weise ihre Stammanteile einzvzahlen. Ferner sind dem Verein von den anderen Genosienschaften und der Genofienschaftsbank 117000 Mark Kredit zugestchert, unter Voraussetzung, daß ein Beschluß der Gmeraloersammlung über Erhöhung des Stammkapitals gefaßt werde.

_ ««leihe der «ladt vinge«. Seitens der Deutschen

Genosienschastsschaftübank wurde die Zulasiung von 500000 Mk. 4proz. Anleihe der Stadt Bingen von 1901 zur Frankfurter Börse beantragt.

«lärlle.

Ha«a«, 22. August. Marktpre'ise. Im Monat Juli 1901 be­trug in Hanau der Durchschnittspreis für 100 Kgr. Weizen 16,70 Mk., Roggen 14,39 Mk., Geiste 14,36 Mk., Hafer 14,78 Mk., Erbsen (gelbe) zum Kochen 26,00 Mk., Speise-Bohnen (weiße) 25 Mk., Linsen 37,00 Mk., Eßkartoffeln 5,03 Mk., Richtstroh 5,67 Mk., Krummstroh 4,09 Mk., Hru 7,81 Mk., Rindfleisch im Großhandel 113,00 Mk.; Rindfleisch im Klein­handel für 1 Kgr. von der Keule 1,44 Mk., vom Bauch 1,20 Mk., Schweine­fleisch 1,55 Mk., Kalbfleisch 1,25 Mk., Hammelfleisch 1,15 Mk., Speck (ge­räuchert) 1,90 Mk., Eßbutter 2,30 Mk. Der Durchschnitt der höchflm Tagespreise für Fourage beträgt mit einem Aufschlag von 5 vom Hundert für den Monat August 1901 in dem Stadt- und Landkreis Hanau für Hafer 8,14 Mk., für Heu 3,97 Mk., für Stroh 3,21 Mk. pro Zentner.

4- Ober Seemen, 22. August. Der hier abgehaltene erste dies­jährige Viehmarkt war in Rindvieh sehr gut befahren. Aufgetrieben waren ca. 400 Stück, meistens Jungvieh Das Paar zweijährige Stiere 350400 Mk., dreijährige Stiere 550600 Mk. Ferner waren eine ziemliche Menge Rinder am Platz. Das Stück wurde einjährig mit 120 bis 150 Mk. bezahlt, zweijährige mit 150200 Mk. Trächtige Rinder kosteten 220260 Mk. Gute Milchkühe waren gesucht und wurden ver­hältnismäßig theuer bezahlt, daS Stück mit 250300 Mk. Andere Kühe kosteten 150200 Mk. Fettes Rindvieh unb Saugkälber waren nicht da. Im allgemeinen war der Handel flott, e8 wurde fast Alles verkauft. Seit den letzten Märkten in hiesiger Gegend sind die Preise etwas in die Höhe gegangen Es wurden vom hiesigen Markt auf die nahe Bahnstation Gedern 15 Waggon Rindvieh verladen. Auch in Schweinen war der Markt ziemlich gut befahren, mit etwa 200 Stück. Am meisten wurden Läufer gesucht, sogen. Einlegeschweine, die sehr hoch im Preise waren. DaS Paar kostete 100130 Mk. Es wurde hierin Alles verkauft, ebenso in Ferkeln, die im Alter von 67 Wochen mit 3338 Mk. bezahlt wurden, An Zuchtschweinen war nichts angefahren. Rur einige fette Schweine waren da, die ebenfalls verkauft wurden. Hier sind die Preise etwas zurück- gegangen. Das Pfund Lebendgewicht kostete 44 Pfg., seither 4748 Psg. Der Handel in Schweinen war ziemlich gut. Der nächste Viehmarkt findet am 17. September statt.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehende« "Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

$ Geber«, 22. August. Auf der Nebenbahn Gedern-Stockheim war bisher für die 4. Wagenklaffe ein recht geräumiger, luftiger Personen­wagen eingestellt. Seit 810 Wochen befindet sich dieser Wagen in der Reparaturwerkstätte zu Fulda. An seiner Stelle läuft seit dieser Zeit ein äußerst unpraktisch eingerichteter Wagen, deffen Benutzung dem Publikum geradezu zur Qual wird; es ist ein Wagen mit fünf EingangSthüren. Auf der einen Seite des KoupeeS sind fünf Sitzplätze, während der übrige Raum des Koupees noch für fünf Sitzplätze bestimmt ist. Bei der jetzigen Hitze ist eine Ueberfüllung, die öfter vorkommt, gesundheitswidrig, und es wäre sehr zu wünschen, daß der erste Wagen endlich wieder aus bet Re- paraturwerkfiätte zurückkehrte unb bem Betrieb übergeben würbe.

Watzenborn, 22. August 1901.

Sehr verehrte Retraktion!

Es muß noch einmal auf die angebliche Rücksichtslosigkeit eines Auf­sehers auf dem Gail'schen Thonwerk, über die in einem hiesigen Blatte Unwahres gemeldet wurde, zurückgekommen werden. Zehn Arbeiter hatten Urlaub, und zwar die folgenden: Jochs. Ruckelshausen, Karl Weiß, Georg Schäfer, Heinrich Fink, Balth. Jung, Jakob Schneidmüller, Heinrich Heß, Ludwig Pitz, Christian Pitz und Johs. Maid. Aus Verabredung der Arbeiter blieben drei an der Arbeit.

Es unterzeichnet sich hochachtungsvoll

Ludwig Pitz.

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Bäder«

Bad Brückeva«, 20 Aug. Die L.nbsrSfin von Hessen. Prinzessin Anna von Preußen, von Schloß Adolfeck bei Fulde, ist mit Gefolge hier etogetreffen unb hat im köaigl. Kurhaus Wohnung genommen. _________ ______