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Nr. 198
Erster Blatt.
151. Jahrgang
Samstag 24. August 1901
bk der landwirtschaftlich, 3. Juli 1901 gab es 10 iS
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17. Berbaudstag der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften.
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der dem Kunstsinn des Sommerberliners und seiner leeren Lasche zu ihrem Rechte ^verhelfen wollte, pachtete irgend eines der im Sommer geschlossenen Theater, trommelte, ein kleines Heer von billigen Provinztenören und -Bässen re. zusammen, sorgte für ein hohes.E, eine schmachtende Prima donna und eine lustige'Soubrette, und mit'einem kleinem Orchester, aber desto größerem Tamtam ging die ("beschichte los: Natürlich wurden nur Opern verzapft, die keine Tantieme mehr tvsteteu, und alle überflüssigen. Stellen darm wurden sorgfältig beseitigt, zumal wenn sie irgend welche^ Schwierigkeiten in der Besetzung oder Ausstattung freundlich mit sich nahmen. Aber die billigen Eintrittspreise lockten das gute Publikum, das-so gern den „Troubadour" wimmern hört, und die „weiße Dame" spuken sieht, zurual von den Plüschsesseln des Parketts ans, lief hinein trotz, der infernalischen Glut in dem schlecht gelüfteten Hause. Es wurde also ein Geschäft! stein Wunder, daß sich auch bald andere Menschenfreunde fanden, die dem Berliner und sich einen Gefallen thun wollten. So hatten wir dieses Jahr glücklich drei Sommertheater, die natürlich einander das Heben schwer machten. Natürlich wurden Zugmittel aufgeboten, die es dem Uneingeweihten wert erscheinen ließen, sich, in die Schwüle des klingender! Tempels zu wagen, hier gastierte Bötel, der Hamburger Virtuos mit dem beschränktester! aller Repertoire — dort Brucks, der .Kammersänger, mit seinen frischen Bayreuther Lorbeern. Aber wie wenig ernst es diese Sterne mit einem solchen Samoa-Engagement nehmen, hat .Herr Otto Brucks am Dienstag gelegentlich einer Tell-Aufführung bewiesen. Der wackere Teil erschien als Falstaff auf der Bühne, daß nach allerlei Tumulten und nachdem aus dem geduldigen Publikum heraus der Abbruch der unerhörten Sudelei gefordert worden war, der Direktor Zimmermann endgiltig den Vorhang fallen lassen mußte und das Entree zurückHahltel So geschehen in der Sommeroper im Berliner Theater 1901. Und da redet man immer von den Unglaublichkeiten der „Vrovinzschmieren... A. R.
' J * V « I I öl'-*/* W L 1*14 | 1/ l II | 1 Illi 11 o ntvr£9'auf Zentralisierung des gesamten Viehhandels in Berlin sich erstreckt, zurück. Sein so mo- d!f!zlerter Antrag wird dann angenommen. Hierauf schloß öer Vorsitzende, Reichsrat Frhr. v. Soden, um 3 einhalb Uhr die Verhandlungen des ersten Tages.
Der landwirtschaftliche O^enossenschaftstag wählte als nächstjährigen Versammlungsort die Stadt Kiel
fomttwmcrc er nicht, wie es sein solle. Er läßt die Frage osten, ob es nicht möglich, sei. bei aller Selbständigkeit t>ks Aufsichtsrätes dem Verbanosrevisor die Befugnis ein- zurüumen, in geeigneter Weise den Aufsichtsrat zu in- jvuieren, ferner daß statt einer zweijährigen Revision all- iShrlich eine solche stattfinde, und daß zu den Aufsichttsrats- jiiningen auch der Verbandsrevisor zugezogen werde. — Aerbandsdirektor Landrat z. D. v. Brockhaus e n -Stettin verbreitete sich über die bisherigen finanziellen und wirt- schaftlicl-en Erfolge des genossenschaftlichen Kornver- Zaufs und die weiteren Maßnahmen zur weiteren Aus- Wtaltung desselben. Die genossenschaftliche Getreide-Ver- Mrtung, insbesondere auch die Getreidelagerhäuser seien 3i’br richtig, je nach den Volks- und landwirtschaftlichen Ärbältnissen, verschieden gestaltet. Wenn auch die Be-
roda, wo sie drei Wochen Furore gemacht hat! Warum nimmt sie nicht einen Möbelwagen und läßt dem durstigen Jünger der Wissenschaft die unzulängliche, in Koffern und Schachteln schier er—trinkende Droschke? Manchmal war sie auch noch nicht einmal an der Lahn oder in Thüringen, sondern auf irgend einem bescheidenen Dörfchen der Mark — der Billigkeit wegen! — und fabelt nun blos von den Herrlichkeiten des rauschenden Meeres und den Wundern des Lahnthales. Aber da giebt es eine unerbittliche Spezialistin, die Madame Lehmann, die solchen Flunkereien rücksichtslos ein Ende macht. Sie unternimmt im Gegensatz zu unseren Gelehrten nicht Forschungsreisen, sondern Reiseforschungen. Mit unheimlichem Eifer erkundigt sie sich nach tausend Kleinigkeiten: ob man Meiers nicht gesehen hat, die doch auch da waren, sechs Wochen sogar; wo man gewohnt und wie man gegessen? Warum man nicht einmal eine Ansichtspostkarte geschrieben? . . . Und wie es eigentlich gekommen, oaß man mitten drin in der fraglichen Zeit einmal in Neu-Ruppin oder Fürstenwalde von Schützens gesehen worden sei? Da nützt kein Stottern und Stammeln von beschränkter Zeit und bösem Kopfschmerz; sie hält Dich, fest wie ein Schraubstock, bis Du Deine aus dem Bädeter mühsam einstudierte Alpenreise reumütig fallen läßt und Farbe bekennst mit Eberswalde, oder Pausiu im schönen Havellande, nicht weit von.Spandau! Diese Reiseforschungen der Frau Lehmann, die auch Müller oder Krause heißen mag und ebenso gut in Hosen und mit einem Schnurrbart herumläuft wie int Unterrock und mit falschen Flechten — bilden eine kleine Genugthuung für die vielen Zurückgebliebenen. Die reinste aller Freuen bleibt eben )och immer die Schadenfreude! Und der Sommer war heiß und lang, trotz- aller Vergnügungen, die man ihnen auf- ;etischt hat. Vergnügungen, die eigentlich ein kleines Fegefeuer bedeuten, uno die inan nicht genießt, sondern erduldet, aussteht, über sich ergehen läßt.
Waren Sie schon einmal in einer Sommer-Oper? Nicht? Ja, dann können Sie auch nicht mitsprechen! Im Kleinen fing die Sache an. Ein menschenfreundlicher Unternehmer,
Staatsmitteln verzinsliche und amortisierbare Darlehen zur Verfügung gestellt werden. Ganz besonders sei durch eine die wirtschaftlichen Verhältnisse berücksichtigende Zollgesetzgebung der inländische Getreidehandel gegen die Konkurrenz des Auslandes besser als bisher zu schützen.
Die in diesem Sinne gestellte Resolution wurde einstimmig angenommen. Der Anwalt wird beauftragt, die Resolution den zuständigen Staatsbehörden und Volksvertretungen mitzuteilen und die Verwirklichung mit allen geeigneten Mitteln herbeizusiihren.
Der österreichische Vertreter, Richter, weist auf die große Gefahr seitens der überseeischen Konkurrenz hin. Er plädiert für eine mitteleuropäische Z o l l u n i o n , für die die Genossenschaften Propaganda machen möchten.
' lieber die bisherigen Erfolge auf dem Gebiete der genossenschaftlichen Vieh Verwertung und die zur Ausbreitung derselben dienlichen organisatorischen Maßnahmen berichtete Landtagsabg. Oekonomierat Ring-Düppel. Referent beleuchtet in eingehender Weise die Schaden des Zwischenhandels. Genossenschaftlicher Zusammenschluß auf allen Gebieten landwirtschaftlicher Produktion könne allein Wandel schaffen. Diese Erkenntnis habe zur Begründung der Zentralgenossenschaft für Viehverwertung geführt, die jetzt 1600 Mitglieder umfaßt, worunter 140 angeschlossene Genossenschaften. Es empfehle sich, auf diesem Gebiete überall genossenschaftliche Organisationen zu schaffen. Im Hinblick auf den stetig ivachfenden Viehverkauf von Süddeutschland nach Norddeutschland sei eine genossenschaftliche Zusammenfassung des Viehhandels in Süddeutschland dringlich erforderlich Alle Viehverwert- ungs-Genossenschaften müßten in der Zentralstelle in Berlin eine gemeinschaftliche Ausgleichsstelle des Angebots und der Nachfrage haben. — Gutsbesitzer Frhr. v. Cetto wendet sich gegen die Zentralisierung des gesamten deutschen Vieh- handels. In Bayern hätten wir bereits eine solche Geschäftsstelle am hiesigen Schlacht- und Viehhvf. Wenn wir auch auf dem Standpunkt sveheu, daß. der Viehhandel ge- nosfeuschaftlich organisiert werde, so treten wir bei der Ausführung dieser Organisation für die Landesverbände ein. — Der Vertreter des Königreichs Sachsen schließt sich den Ausführungen des Freiherrn v. Getto an, während Generalsekretär May, -München, darauf hinweist, daß die
München, 21. August.
Ler Anwalt des allgemeinen Verbandes, Geh. Regier- ungsrat Haas- Darmstadt erstattete den Jahresbericht mit einem Hinweis auf das ruhige, doch stetige Fort- fchreiten des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens auch ntr abgelaufenen Jahre. Die Zahl aller eingetragenen Genossenschaften sei von ca. 17 700 auf ca 19 600 gestiegen, he der landwirtschaftlichen von 13 636 auf 15 033. Am 1. 3uIil901 gab es 10 487 Darlehenskassen, 1294 Bezugs-, 204, Molkerei und 1206 sonstige Genossenschaften. Hieran haben sich 7727 in den allgemeinen Verband zu gemeinsamer Arbeit zusammengesunden. Die Mitgliederzahl beträgt 600000 bis 700000. Die Zentralkassen "des allge- memen Verbandes haben 1900 trotz oer schwierigen Lage des Geldmarktes weitere erhebliche Fortschritte aufzuweisen, •tu Zentralkreditgenossenschaften des Allgemeinen Verban- des erzielten einen Gesamtumsatz von 859 Millionen Mark; Bit isolierten Proviuzinlkassen einen solchen von 144 Mill, ytcirf, die Zentralistischen Zentralkassen (Neuwied, Bund der Landwirte) einen solchen von 484 Millionen Mark. Tie Zentraleinkaufsgenossenschaften haben 1900 für 29.7 Mill.
Waren bezogen, gegen 1899 mehr um 3.7 Millionen. Dte Organifation des gemeinschaftlichen Absatzes der landwirtschaftlichen Erzeugnisse, insbesondere des Getreides, ist wHia gefördert worden. Sicherlich seien mehr als vier Millionen Zentner im Werte von 30 Millionen verkauft. Die freundschaftlichen Beziehungen zu anderen Verbänden haben jicb immer enger und besser gestaltet.
Verbandsdirektor Oekonomierat Johannsen-Han- roifter referierte über die Frage, nach welchen Regeln soll die Zinspolitik der Kreditgenossenschaft sich ridyten ? Das gier erat gipfelte in folgendem Antrag: Der Deutsche land- wjr ischastliche Genossenschastsrag wolle beschließen, den Kreditgenossenschaften folgende Hauptregeln für ihre Zins- politil zu empfehlen: 1. Dem Geldverkehr sind die ortsüblichen Zinssätze zu Grunde zu legen, wobei das Be- sireben auf einen bleibenden Zinsfuß gerichtet sein muß. 2 Zur Erreichung dieses gleich bleibenden Zinsfußes ist van den Kreditgenossenschaften eine selbständige Zins- Miiit zu treiben. 3. Zur Deckung der Geschäftsunkosten zur Schaffung von eigenem Vermögen (Reserven) muß ziyißchen den Zinsen für Einlagen und für Darlehen eine entsprechende Spannung vorhanden fein. Der Antrag fand Unstimmige Annahme.
Nach der Frühstückspause referierte Berbandsdireftor Laugratz, Landau, über die H a f tp s l icht der Aufsicksts- ratsmitglieder ber eingetragenen (Genossenschaften. Ter Aufsichtsrat sei das Rückgrat der Genossensschaft; ilidessen
Feuilleton.
Wtaudereien aus der Kaiserstadt, tztimkehr vou der Sommetreise. — Frau Lehmann und ihre Akiseforschuugen. — Die Berliner Sommeroperu. — Tell in Not.
Ich muß immer an jenen fidelen Bruder Studio denken, dw die leidige Angewohnheit Witte, seiner Wrrtin dio Miete schlldig zu bleiben unb deshalb endlich mit Sack und Pack Md Hab und Gut ausziehen mutzte aus dem alten Quartier in £*cr Marienstratze, um in der Luisenstraße — „gleich um Irt Ecke 'rum", wie der Berliner sagt — seiner schlimmen Weißung weiter au frvhnen. „Sack und Pack und Hab und Ätt" aber bestand in einer langen Pfeife, einer Zigarren- Si'* voll Tabak, vier oder fünf Büchern und einem Papier- tio^ert; denn seine Wäsche gab die resolute Waschfrau nur g-sen Bar heraus. Für diese stolze Ausstattung hatte er einen riefengroßen Möbelwagen bestellt, auf dem er Wstselbst dein Transport beiwohnte, ein glücklicher Habe- nihtd, der ber alten biederen Wirtin lustige Kußhände'zum dufter hinauswarf, so lange er ihr entrüstetes Gesicht zu l'etiTt vermochte. An den also muß ich immer denken, wenn i § in den Straßen Berlins, die von den Bahnhöfen herein- "Ähren, die kleinen Droschten den Weg herunterkommen pkhk. aus denen däs Reisegepäck einer Berlinerin herum- »Mnziert. Ein paar Reisekoffer ode» Reisekörbe'nehmen Ben Kutscherbock ein, sodaß bei* biedere Rosselenker wie ^ckainmengequetscht erscheint: auf den Kissen im Fonds und iiem schmalen Sitzbrett gegenüber aber ruht ein Gebirge tloii Hutschachteln, Ledertaschen, Pappkartons und Papier- iMeten, verschnürten Sonnen- und Regenschirmen, Kissen, LMiteln und halbwelken Blumen. Und mitten aus diesem Ulaos lugt ängstlich und verkümmert, womöglich mit einem Ifl’tfn Mops auf dem Schoß die Besitzerin aller dieser Herr- Ildtei len. Ein Naturmensch glaubt vielleicht, daß sie mit! Sitönien am Nordpol gewesen sei und ein Jahr unterwegs iipar; aber sie kommt nur vom Gleiberg ober aus Friedrich-
Tie Rebe desPrinzen Ludtvig von Bayern, die er in ber et steil Versammlung des Genosseuschaftstages gehalten hat/ und die wir schon im Auszüge mitteilten, lautete wörtlich:
„Sie wissen, baß im großen und ganzen die LandN'irt- schäft 9Zot leidet, unb daß für die Beseitigung ber Not alle möglichen Vorschläge gemacht werben, unb es besteht kein Zweifel, baß durch bas Vorgehen des Reiches unb ber Einzelstaaten, insbesondere durch Zölle, durch die Art der Besteuerung unb vor allem durch entsprechendes Tarif wesen auf den Eisenbahnen vieles zu Gunsten unb zu Unauuften der Landwirtschaft geändert werden kann. Das biofroenbigfte für die Landwirtschaft ist das, daß jeder Landiwirt selbst sich bestrebt, vorwärts zu kommen, unb die Pflichten, die jedem geboten sind, erfüllt, uni vorwärts zu kommen. Was strebt der Landwirt an? Nichts anderes als wie jeder, ber ein Gewerbe treibt: nämlich so viel zu verdienen, daß er mit seiner Familie ein anständiges Auskommen findet. Seine Aufgabe besteht in dieser Beziehung darin, seine Produkte teurer oder jedenfalls nicht billiger zu verkaufen als die Herftellung derselben ihm selbst kostet. Wir wissen, daß Dank' des Fortschrittes der Wissenschaft und insbesondere der großen Entdeckungen, die auf technischen Gebieten gemacht wurden, es uns möglich gemacht worden ist, aus ber Scholle Erde besser und mehr zu produzieren, als es früher möglich war. Eine weitere Ausgabe besteht aber auch darin, daß das, was wir produzieren, auch zu entsprechenden Preisen verkauft lverben kann, besondere wenn wir gut produzieren. Schwer ist es ja für uns nur, unsere Produkte auf den Markt zu bringen, und zu entsprechenden Preisen zu verkaufen. Ta sind die Genossenschaften mit in erster Linie eines der besten Mittel, *in dieser Richtung weiter zu kommen, besonders die Verkaussgenossenschaften. Ich gehöre ja selbst einer solchen an, nämlich der Münchener dRolkereigeuossen- schäft, der ich natürlich nur in der Voraussetzung beitrat, daß es vertrauenswürdige Leute sind, die sich da zusam- mentboten in dem Streben, nur das Beste für die Versorgung der Stadt zu liefern. Das ist es ja, daß die Genossenschaften den einzelnen unb besonbers den kleinen Landwirten ermöglichen, zu erreichen, was die große Landwirtschaft leichter machen kann, d. h. direkt einkaufen die Produkte, die der Landwirt braucht. Tann, wenn ber Landwirt nicht auch von auswärts bezieht, kommt er nicht vorwärts, ober et wird doch wenigstens in Kürze seinen Boden aussaugen. Aber es soll doch nickst nur ein momentaner Vorteil gewonnen werden, sondern man soll den Boden vielmehr verbessern im eigenen und im Interesse des ganzen Landes. In vielen Singen ist der Großgrundbesitzer, wenn mein von Latifundien ab sieht — die ja doch nur selten, ist Bayern fast gar nicht Vorkommen ■*— ebenfalls auf die Vermittelung ber Genossenschaften angewiesen. Tie Genossenschaft dient über besonders auch dazu, den kleineren und mittleren Landwirten Kapitalien: zu schaffen, und zwar nicht nur auf Hypotheken - denn
GietzenerAnzeiger
General-Anzeiger
Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen
teiligung seitens der Landwirte noch nicht bedeutend sei I bayerische Organisation Anklana mib volle Qu Fr i eh en bei f- und daher die stosteu sich noch ziemlich hoch stellten, so gefunden habe. Ter Herr^^efe?eaM!e^
seien doch die finanriellen und wirtschaftlichen Erfolge zu- <• '« A1.^ oatausyin feinen
friedenstellende. Ueberall sei. es gelungen, das Getreide im Lokalverkehr zu besseren Preisen zu verwerten. Durch die Getreidelagerhäuser werde insbesondere die finanzielle Abhängigkeit des Landwirtes von dem Zwischenhandel beseitigt, ber im Herbst hervorgerufene Preisbruck eingeschränkt und durch Reinigung, Mischung und Sortierung eine gute gleichmäßige Ware hergerichtet, die erst zu geeigneter Zeit von einer Hand zum Verkauf gestellt werde. Ten größten Vorteil von ber genossensck)aftlicheu Getreideverwertung hätten die kleineren und mittleren La.ubwirte. Um die Mißstände im lokalen Getr^idehandel überall zu beseitigen und den Landwirten den ihnen gebührenden! Einfluß auf die Preisbildung ihrer Erzeugnisse wieder zu verschaffen, fei die genossenschaftliche Getreideverwertung weiter aiiszugestalten. Hierzu sei erforderlich, daß alle Getreidelagerhäuser die deutsche Kornhouskommissivn oder' tic an ihre Stelle tretende Zentralorganisation als ihre Beratungsstelle ansehen, überall, wo der Absatz über den Lolalbedarf hinausgehe, ber Verkauf durch eine Landesoder Provinzialstelle geregelt wirb, an allen geeigneten Orten Getreidelagerhäuser errichtet unb eventuell aus
Rebettlen, Expedition und Druckerei: 5chulprahe 7. jg—


