AU
Uhr
«in
be-
yctier des staatucheu WaffecbaueS, narb in allernächster Zeit
Der Kapitän zur See
aus seinem Amte scheiden.
die der
ein
26.
das viel für Tr.
Per llkue Elberfelder MitalbrsremusL-Nrsjkß.
ix.
Elberfeld, 22. April.
Getaufte.
MittbÜusgemeLndr.
Den 14 Avril. Dem Rangiermeisttr Karl August H nrarn ein Sohn, Wilhelm Emst Johannes, ßtloren den 17. Januar.
Denselben. Dem Lchlossermeister Hermann Llyerzapf eine Tochter, Marie Margarethe Johanna Auguste, geboren den 9. März.
Den 17. April. DemSchristsetzrr Wilhelm Lenz ein Sohn, Daniel, geboren den 26. März.
o. Usedom, der bisher dem Stabe des Generalfeldmarschalls Waldersee zugeteilt war, ist abberufen worden, da ein Zu- ammenwirken von Armee und Flotte in China nicht zu erwarten ist.
St. Berlin, 23. April. 12,15 Uhr. In parlamentarischen Kreisen verlautet mit aller Bestimmtheit, daß trotz offizieller Ableugnung die Reichsregierung entschlossen sei, dem Reichstag in der nächsten Session eine Borlage über eine Erhöhung »er Bier st euer zur Deckung der im nächsten Jahre auftretenden Mehrausgaben einzubringen.
St. Kiel, 23. April. 12,05 Uhr. Auf dem Kreuzer .»Jagd- brach Feuer aus, VaS jedoch bald gelöscht werden konnte. Das Schiff hat seine Uebungsfahrt fortgesttzt.
W. München, 24. April, 2 Uhr 10 Min. Der stell- vertretende BundeSratS-Bevollmächtigte, Ministerialrat Ritter von Schnell, ist gestorben.
Aussig aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde.
Getraute.
MarkuügrmeindL.
Den 14. April. Dem Damysbaggereibesttzer Konrad Ratsamen Sohn, Konrad, geboren den 29. November.
LukaSßemeind e.
Dm 14. April. Dem Gloßherzoal. Ober'äister Wtlhttm Schlag Sohn, Karl Christian, Friedlich Ludwig Wilhelm, geboren den
Mannheim, 23. April. Der Mörder Heckmann wurde vom Schwurgericht zum Tode verurteilt.
Berlin, 23. April Gegenüber der Blättcrmeldvr g. daß ne Akten über Weiland in Bremen bereits dem Reichsgericht eingesandt seien, konstatiert die „Natlib. Korresp.", »aß die Voruntersuchung noch nicht abgeschlossen
Im weiteren Verlaufe der heutigen Verhandlung wurde noch über einige verjährte Fälle verhandelt, in denen Bau, mann und Dieckhoff als Freimacher thätig gewesen waren.
Auf Antrag der Verteidigung wurde beschlossen, Regiment in Osnabrück um Auskunft zu ersuchen, wie Einjährige aus hiesiger Gegend von Dr. Schimmel dienstuntauglich befunden wurden. Und wie viele, als Schimmel nicht mehr in Osnabrück musterte.
Alsdann wurde die Verhandlung auf Dienstag 9 vertagt.
17,50 Mk., do. frei hier 17,50 Mk, do. La Plata und Kansas '("ebn ich« Sßeij.-n» 17,60—18 Mk., do. Redwin!« und russische Sorten (flebtueii-er W-.'zen) 17,60 — 18 Mk. Roggen hies. 14,75 Mk. Braugerste, Wlt. rauer gelb und unegal) 16,50 Mk., do. Franken (Ochsenfurter Gau) I .50 bis >7,75 Mk., Pelzer und Ried 17,50-17,75 Mk baser (je nach Qualität, exquis. 25—50 Pfg. über Notiz) 14,25—14,75 Mk. Mac (gesundes nnxeo) per März April 11,40 Mk, Weizenkleie 9,25—2,50 Mk , RvggenNeie 10 10,25 Mk. Malzkeime 9,75—10 Mk. Getrocknete Biertreber 10,50 bis 10,75 Mk. Spelzspreu pr Ztr. ca 2-2,25 Mk Last Hülsen pr. Ztr. —Mk. Roggenstroh (Handdrusch) 2,60—2,75 Mk. Weizen, mehl (automat.) 0 25,50—26 Mk., I 23,50—24 Mk, HI 21,50 bi« 22 Mk., do. exqutl. Qualität pr. Sack 1,50-2 Mk. üb« Notiz, Roggen« mehl 0 22,50 23.50 Mk., 0/1 1.25 - 1,50 Mk. darunter Torsstreu pr. Ztr. 1,25 Mk Die Preise verstehen sich pr. lOOfigr. ab hur, häufig auch loco auswänig« Stationen bei mindesten« 10000 Kgr.
Neueste Weisungen.
(Telephon Meldungen des „Gießemr Anzeigert".)
März.
Denselben. D^m Sattler Ludwig Belloff ein Sohn, Reinhard Prtrr Karl Olts, geborm bin 6. März.
Arbeiterbewegung.
Monetäre le§»m1ues, 22. April. Die Streikenden lehnten die Vorschläge der Regierung bezüglich der Unterbringung der Streikenden in anderen Werken einstimmig ab.
Den 13. AprU. August Fr Kor ich Lautb Es-.ntiä^er, cdjreiner Lollar, und^Julia^e Jung, Tochter des verstorbenen Acke^h. anneS Ehrtstoph Jung ll- zu Part^.
8t. Berlin, 23. April. Die Morgenblätter melüen, daß bayerische Regierung für die Frage der E Höhung Getreidezölle einer längeren Prüfung bedürft, und daß sie kaum vor Eude dieses Jahres sich darüber äußern könne. Wie unser Spezial-Berichterstatter aus den Kreisen der bayerischen Gesandtschaft hört, ist Die bayrische Regierung nicht geneigt, einer wesentlichen Erhöhung der Getreidezölle zuzustimmen. — Der Dbecbaudircktor Professor Kummer, der 1. technische
Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Berlin, 22. April. Im Zentralausschusse der Reichs bank erklärte heute bet Bizepräses Gallenkamp, der Bankstatus habe sich wesentlich gekräftigt, sodaß, da namentlich auch der Goldvorrat gegenwärtig groß sei, die Diskontermäßigung aus den seit fast zwei Jahren nicht mehr in Geltung gewesenen Satz von 4 Proz. erfolgen könne.
Berlin, 22. April. Die »Voss. Ztg." ist in der Lage die Gerüchte als richtig zu bezeichnen, wonach der Aufsichtsrat der Diskontogesellschaft am 25. April die Frage beraten wird, unter welchen Modalitäten bte der Diskontogesellschaft vom Hause Rothschild zu überweisende Geschäftsthätigkeit zu übernehmen sei.
Au« Äontur* der Deutschen «rundschuldbank. Rach em« Meldung der „Voff. Ztg." hat der Konkursverwalter Fischer in Sachen der Deutschen Grundschuldbank Frau Oppenheim Cohn zu Dessau, der Tochter und Erbin des verstorbenen Baron Lohn, den Zahlungsbefehl wegen Regreßansprüchen der Bank in der Höhe von 3 Millionen Mark zustellen lassen, um die Verjährung zu unt«brechen. Die Verklagte hat alsbald Widerspruch erhoben. D'e Gerichtskosten für diesen Zahlungs- befehl allein betragen 3000 Mark- In gleicher Höhe ist noch kein Zahlungsbefehl am Berliner Amtsgericht vorgekommen.
View LaMl«, 22. April. Dre Versammlung der Delegierten der Grubenvereme von Northumberland, welche heut- hi« stattfand, nahm eine Resolution an, in welcher der Entschluß ausgedrückt wird, mit den anderen Grubenvereinen zusammenzugehen, um das Kohlengeschäf* Englands zum Stillstand zu bringen, wenn nicht d« Kohlen- ausfuhrzoll roteb« aufgehoben würde.
Märkte.
«letzen, 20. April. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butt« p« Pfd. JO 1.00—1.10, Hühnereier per ©i. 0—0 j), 2 St 10-11 Entenei« 2 St 12—13 Gänse« ei« p« St 10-11 4, Käse 1 St 5-8 «$, Käsematte 2 St. 5-8 d. Erbsen per Liter 22 $, Linsen per Liter 34 4, Tauben per Paar M 1.00—1.20, Hühn« per St. JC 1.50—2 20, Hahnen per Stück M 1.50—2.00, Enten p« St. JC 2.00—2 30, Gänse per Pfd. JH, 0.00 bir e.OO, Ochsenflessch p« Pfd. 68—74 4, Kuh. und Rindfleisch p« Pfund 60—64 Schweinefleisch p« Pfd. 64—74 , Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 78 «j, Kalbfleisch p« Pfd, 60—66 , Hammelfleisch per Pfd
50—66 4, Kartoffeln p« 100 Kilo 6.50—7.60 Jl, Weißkraut per St. 00—00 4, Zwiebeln p« Ctr. JC 6.50—7.50, Milch p« Liter 18 .
Dauer der Marktzeit von 7 Uhr vormittags bis 1 Uhr mittags.
— Fronkfurter Getreidemarktdericht vom 22. April. Mt Ausnahme größerer Distrikte Norddeutschlands sind die Ernteausfichten auf der ganzen Erde befriedigend, und der in Deutschland in Aussicht stehende Minderertrag ist nicht «heblich genug, um einen wesentlichen Einfluß auf dre Preisbildung im Weltmarkt zu haben. Weizen war trotz schwachen Verkehrs bei mäßigem Angebot fest. In Roggen war das Geschäft m engen Grenzen. Gerste: Die Mälz«eikampagne naht ihrem Ende. In Hafer unwesentliche Schwankungen. Mais verkehrte in ruhigem Tempo. Für sonstige Futterstoffe bleiben Offerten sehr zurückhaltend. In Spelz preu Heu und Stroh wenig Umsatz. Mehl wurde auf dem seithettgen chwachen Niveau gehalten. — Weizen ab uns«« Gegend 17,40 bis
Krieskasten der Redaktian.
Deutsch nationaler Kaudtungsgehilsen-Aervaad, Ortsgruppe Hießen. Da Ihre heute an uns gelangte Erklärung leit e Nam ns- unteischnft trägt, so bedauern wir, die Veröffentlichung ablehnen zu müssen, zumal uni« Berichterstatter Ihren Ausführungen wiederstricht.
lidj, daß Mörschbach damals wegen allgemeiner Körper- schwäche bienfhintauglid) gewesen sei. — Pros. Dr. B o - land (Bonn) vermag sich diesem Gutachjten nicht anzuschließen.
Generalarzt Dr. Stricker: Cs werbe jetzt in Erwäg ung gezogen, das erste Gestellungsjahr in das 21. Lebensjahr zu verlegen, da junge Leute von 20 Jahren vielfach noch nicht die gehörige Muskelstärke haben. Er befürworte diese Einrichtung, diese würde für Westfalen, insbesondere für Gegenden der Eisenindustrie, von höchster Bedeutung sein. Er halte es auch für wahrscheinlich, daß der Zeuge in seinem Gestellungsjahr wegen allgemeiner Körperschwäche für dienstuntauglich erklärt inerden mußte. Im folgenden Jahre wäre der Mann vielleicht diensttauglich gewesen.
Es wird alsdann Fabrikant Waller (Barmen) als Zeuge vernommen. Dieser giebt nach längerem Zögern zu, er habe gehört, daß Baumann in Elberfeld junge Leute vom Militärdienst befreie. Er habe daher dem Walter und auch einigen anderen Leuten gesagt, sie sollen sich an Baumann wenden, er habe nicht geglaubt, damit etwas Unrechtes zu begehen. — Präs.: Ich muß Ihnen bemerken, iuerni die Sache nicht verjährt wäre, dann würden Sie nicht als Zeuge erscheinen, sondern hier aus der Anklagebank sitzen.
fcAjsS I- unb bi, .?*«- L'Etz
Äy «n! nl4t. S8«' '«iS
! F Mt ;.U”IQ6 «forbttliitj, ** M 6000 Ml 7°
«««DeWiiM nad)
« cun 22. rpul 1900
^genommene Sie. ^statteten aussühchchtll nn9 der Bank. - Dir USmtgli?drr:Shrvplti
Fuhr, Ouftij-at uttntamtDtann i.P t.
der am Samstag in 'Hut von dem Lleider. : einen alten schäbigen • Bei der Arretierung benholzstock, sowie htbruder zugestandene:, »der in Großen Linden leit hatte, mügenomm verfiel ein Itbtiit: in
ische Stampft, er
Plaidoyers dürften, angesichts der Fülle des Materials und des Umstandes, daß zwei Staatsanwälte und acht Verteidiger zum Worte kommen werden, tnindestens zwei volle Tage in Anspruch nehmen. Es ist nicht zu erwarten, daß den Plaidohers das Urteil auf dem Fuße folgen wird, zumal der Gerichtshof über die Schuld bezw. Nichtschuld von noch immer 32 Angeklagten zu entscheiden hat. Der Abschluß des Prozesses ist daher kaum vor dem 10. Mai zu erwarten.
Heute erscheint zuerst als Zeuge Handlungsgehilfe Ernst Morsbach (Barmen). Er habe das Zeugnis für den einjährig-freiwilligen Dienst. Er beaab sich zu Baumann. Dieser verlangte 1500 Mk. und fuhr mit ihm nach Osnabrück. Dort sei er von zwei Merzten untersucht worden. Er gab an, daß er an Rachenkatarrh leide. Er wurde für dienstuntauglich erklärt. Er zahlte dafür an Baumann 1500 Mk. - Präsident: Bei Ihrer Vernehmung vor dem Unter» suchungsrickter haben Sie gesagt, Baumann äußerte, er wolle in die Privatwohnung des Arztes zunächst gehen.
Zeuge: Wenn ich das gesagt haben sollte, dann war das nicht richtig, ich hatte nur die Vermutung, daß Baumann in die Privatwohnung des Arztes ging.
Generalarzt Tr. H ex t e r : Von dem Generalarzt der Armee sei ihm mitgeteilt worden, daß im Jahre 1885 an das Kriegsministerium ein amtlicher Bericht eingegangen sei, der besagt: In dem Bochumer Prozeß sei festgestellt worden, daß Freimacher, um ihrer Zbundschaft zu imponieren, vorgaben, mit Militärärzten in Verbindung zu stehen. Diese Leute begeben sich mit ihren Kunden vor das Haus des Militärarztes, lassen die jungen Leute vor dem Hause warten und fomnien nach einiger Zeit mit dem Bemerken zurück, sie hätten die Sack)e mit dem Arzt abgemacht. Es wurde jedoch schließlich festgestellt, daß diese Freimacher die Wohnung des Arztes nicht betreten und niemals mit diesem gesprochen hatten. — Präs.: Ter Bochumer Prozeß hat mit dem vorliegenden Falle nichts zu fljun. — Generalarzt Dr. Werter : Ich hielt es für nötig, dies hier mitzuteilen, da es ein Bericht des Kriegsministerin ms ist. — Präs.: Für den gegenwärtigen Fall hat es aber feine weitere Bedeutung. — Verteidiger Justizrat Kranz: Tie Verteidigung ist der Meinung, daß diese Mitteilung des Herrn Generalarztes von sehr großer Bedeutung ist.
Baumann bemerkt auf Befragen des Präsidenten, er fei vor etwa drei Juhren auf dem Bahnhof in Osnabrück gewesen, die Stadt Osnabrück habe er niemals betreten, der Fall Morschbach sei ihm vollständig unbekannt.
Untersuchungsrichter Landgerichtsrat Spieß: Ich weiß mich ganz genau zu erinnern, daß der Zeuge sagte, Baumann erklärte, er wolle in die Privatwohnung des Arztes -ehen.
Oberstabsarzt Dr. Schimmel erklärt, daß dieser Fall chrrakteristtsch für das Vorgehen Baumanns ist. Er weiß genau, daß der Mann zur reitenden Artillerie nicht tauglich ist, deshalb fährt er mit demselben nach Osnabrück und giebt vor, er gehe in die Privatwohnung des Arztes, um mit diesem Rücksprache zu nehmen. Wenn Baumann mit mir in Verbindung gestanden hätte, dann brauchte er nicht selbst nach Osnabrück zu kommen, dann hätte eine Empfehlung genügt. — Präs.: Baumann soll zu dem Zeugen gesagt haben: er wolle in die Privatwohnung 'des Arztes gehen; heute sagte allerdings der Zeuge, .er habe nur vermutet, daß Baumann zum Militärarzt gehe. — Dr. Schimmel: Die Freimacher wenden alle möglichen täuschungsmittel an, um ihren Kunden zu zeigen, daß flie für das viele Geld etwas thun. Ich habe vorgeschlagen, Las Dienstmädchen, das acht Jahre bei uns war, zu vernehmen Wie ich. gehört habe, ist aber das Mädchen nur vmeidlich vernommen worden.
^reiswundarzt Dr. Wolff (Elberfeld) hält es für mög-
ita hielt am Sonntag in etwa P/, stündigen icheruniftgefthund ib btt Referent einen serer sozialen Gesetz, nbtt Weise dos Gesetz auf die Arbeiter.
inte hierbei auch bit in ttt Arbeitelwohnhäuser ein wirbt bertDunfä r Belehrung der Ler« n
Mlschch „Schweizer aal sehr schwach besetzt den die meisten großen t werden muhten. M - Stimmen, namentlich sie Vorzügliches. heM rtt Wir verweisen au, e bewegte sch ein * It dem am H. *PnI ™ ,rei stiftet verunglück sen. Die Beteiligung m L(n Bediensteten W & »«Ä Lkbevsstiinden W
Hirt#***
äV eW* wie sch°" ' Mutende a^Ä'li4
* '“““»il««a,f otet g°«! “ „it bi« Lkss
i i«h6i« t °«rb- ' * 'L-
SJtrW“" b<« ie * ,, fitffr
StA«**
Tas Ende des Militärbefreiungsprozesses, der nun reits anderthalb Wochen lang sich im hiesigen Landgerichtsgebäude abspielt, ist noch kaum abzusehen. Bis einschließlich den 2. Mai sind von Amts wegen Zeugen geladen. Da dem Vernehmen nach die Verteidiger noch eine Anzahl Entlastungszeugen vorzuschlagen gedenken, so dürfte die Beweisaufnahme kaum vor dem 4. Mai beendet werden. Tie
übrigens ganz zahm zu sein scheint, vertritt die rote Rasse dieser Raubtierart. Tie afrikanische Riesenschlange, die am Freitag eintraf, ist ein ungewöhnlich großes Exem plar der „Assala". Ein Tapir aus Amerika wurde jetzt dem lange vereinsamten Weibchen zum Genossen gegeben, und ein Helmkasuar mit prächtig siegellackrotem und hhacinthblauem Halse stammt von der Gewürzinsel Eeram Ein junger Molukkenhirsch hat das gleiche Vaterland, das mit dichtem Urwald bedeckt ist, und da in solck)er Umgebung ein weit ausgelegtes, vielverzweigtes Geweih hinderlich wäre, so treibt der Kopfschmuck der Molukkenhirsche, »viewohl er beträchtliche Schwere erreickst, nur je 3 Enden. Unter den neuen Papageien befindet sich die kleinste Art dieser Tiergrnppe, der Sperlingspapagei, der kaum Meisengröße, also noch nicht die eines Jnseparabel erweist Unter den Tieren, die zum ersten Male in Frankfurt ausgestellt sind, sahen wir ein paar Riesenreiher, über meterhohe Vögel, mit gewaltigen Schnäbeln, Die eine Respekt einflößende Spitze tragen. Ein Schlag mit dieser Waffe genügt, ein kleines Säuyetier sofort zu töten. Auf ganz andere Weise ist der brasilianische „Wehrvogel" geschützt, dem aus dem Flügelgelenk zolllange Hornzapsen »vachsen, die er durch kräftig ausgeführte Flügelschläge dem Angreifer ins Fleisch zu treiben sucht. Ein schönes Paar dieser etwa gänsegroßer Vögel wurde vorläufig neben den Känguruharten untergebracht.
•• (Weine Mitteilungen aus Hessen und den NachSarssaateu. Bor einigen Tagen feierte Bürgermeister Rausch in 3eil« dach sein 25jährigeS Dienstjubiläum. KreiSrat Dr. Melior überreichte bei dieser Gelegenheit dem Jubilar in seiner Wohnung unter Anwesenheit des Gemeinderats die ihm vom Großherzoz in Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste verliehene Dekoration. Da der Jubilar durch einen ihm vor einiger Zeit zugestoßeuen Unfall sich nicht ganz wohl befindet, persönlich zu danken, so ergriff sein Sohn, Lehrer Rausch, daS Wort und dankte im Namen seines Bakers. — Am Sonntag wurde der Hofmöbelfabrikant Philipp Bechtold aus Darmstadt, der eine Tour der AipenvereinSfektion Darmstadt mitmachte, beim Mahle in Jugenheim von einem Schlaganfall betroffen und war sofort tot.
JobOuneSgemriad:.
Den 14. April. Dem Schneider fceinri# Müller eint Tochter, Marie Elise Katharine, geboren den 9. September 1900.
D<nselben D'-m Schritts tzrr Arnim Bötlg« eine Tochter, 6a- ole geboren den 9. Dezember 1900.
Beerdigte.
Matthäu-k -meinoc.
Den 13. April. Doro'bea Bau«, geborene Franz, Wbw' te« Türmers und Musiklehrtrs Phil pp Bauer, 70 Jahre alt, (la b den 11. April.
Den 14. April. Anton Henrich, Geometer, 83 Jahre alt, starb den 12. April.
Den 19. Ap>il. Elisabeth Bauer, geb. Bömberg, E^stau les MustkcrS und Instrumentenmachers Ferdinaud Bauer, 48 Jahre alt, starb den 17. April.
Die Stadt SLckngen <at den Beschluß grsatzt, elektrische Beleuchtung einzulühren unb eine elektrische Slromqutlle zu ftboff-r, . m dem stets wachsenden Bedürfnis nach Kleinmotoren für die Betriebe der m'hr und mehr stch auf Maschinenbetrieb einrichtenden Gewerbe der Bäck«, M<tzger, Schreiner rc. zu entsprccheru Es routb< nun kürzlich ein Vertrag wegen Lirfnung des «forderllchm Strome» mit der bekannten Drehstrom Ueb«Unb Centrale Rheinfelden gttchl' ssen. Dcr namhafte Auftrag auf bte Lieferung unb Herstellung b« sämt- lichln Leitungen in ben Straßen von Sackmg«, unb die A»s' lüffe für bt< Licht-Kraft-Abnehmer romden ber F rma Ktektrizitäts-Mtien- geselkfchaft varm. tz. Auchuer tu Wiesbaden zu Teil, welche in Säckingen ein Baubüreau errichtete. Die Anlage soll möglichst noch in bteiem Jahre hem Betrieb übergeben werben._____________________
Anter den Aaeumatics, bt< alljährlich auf ben Matti gebracht werden, nehmen die Fabrikate ber 93eteinigten Gummiwarer Fabttten Harburg-Wien einen ganz hervorragenben Platz ein. Dank fJn« vorzüglichen Eigenschaften hat sich bieser Pneumatic sehr schnell Bahn gebrochen, sobaß er zu ben ersten derselben gezählt werbrn kann. Die Vereinigten Gummiwaren-Fabrikm Harburg-Wien gelten cid die be- beutenbften ber Branche auf dem Stontinert, da durch sie allein 3500 Arbeiter sowie Hunberte von Beamten in ben brei Fadriken Ha.b^rg a. Elbe, Hannover'Linden unb Wlen-W>mvasstng KeschZsttgt m? b n.
Vermischtes.
^Altenburg, 21. April. .Hier läßt der böse „F l a ch s- mann" die Gemüter nicht in Ruhe. Einer ^nnstanstalt, die in ihrem Schaukasten eine Ansichtspostkarte mit der Phowgraphie des Flachsmanndarstellers, Regisseur Albert am Hofthcater, und dem zugehörigen „Jawohl, Herr Schulrat" aufgestellt hatte, ging seitens eines Rektors das Ersuchen zu, die „Flachsmannpostkarte" unverzüglich aus dem Kasten zu entfernen, widrigenfalls bei der Polizei Beschwerde geführt würde!
* Freiburg i. B., 22. April. Hier ist ein Terti. an er des Gymnasiums verhaftet worden unter dem Verdacht, den Brand im Musikzimmer des Gymnasiums aeleat zu hab»n.______________
Gerichtssaai.
Düsseldorf, 22. April. Wegen Entfernung aus dem Heer und Gehorsamsverweigerung wurde heute vom Kriegsgericht der 14. Div.sion der Leutnant v. Bielitz vom 16. Jnf.-Regiment in Köln zu 4 Monat Festungshaft verurtellt.
Dresde«, 22. April. Graf Walther Pückler, der bekannte Antisemit, sollte sich heule vor dem hiesigen Landgericht wegen eines Der gehens gegen § 130 des Strafgesetzbuchs (Aufreizung zum Klaffenhaß) ««antworten. Er blieb jedoch ohne genügende Entschuldigung dem Te>min fern, weshalb das Gericht einen Haftbefehl gegen ihn beschloß.
— Der Stuttgarter Kuppeltiprozeß, der, wie bekannt sein dürfte, für den würltembergischen Ministerpräsidenten Schott v. Schottenstein so verhängnisvoll geworden ist, hat am Samstag ftattgefunben. Angeklagt war der frühere Gastwirt Wiedmayer und seine Frau. Auf di« Zeugenvernehmung des früheren Mintstnpräsidenten und Kriegs mmlst«s sowie zweier in die Angelegenheit gleichfalls »«wickelt« Justizreferendare hatte Vie Verteidigung endgiltig verzichtet. Unter diesen Um- ständen bor die V«handlung des ganz gewöhnlichen Kuppeleiprozesses keme besondere Bedeutung mehr. Wirt Wiedmayer wurde zu 4 Wochen, seine Frau zu 3 Wochen Gefängnis verurteilt.


