Ausgabe 
23.11.1901 Erstes Blatt
 
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Nr. 276 Erstes Blatt.

151. Jahrgang.

Samstag 23. November 190 J

Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.

Die- Siebener Familien, blätter werden dem An­zeiger im Wechsel mit «emHess. Landwirt" und denBlättern für hessische Volkskunde" viermal wöchentlich bei­gelegt.

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Kernsprechanschluß Nr.51.

GietzeimAnzeiger

General-Anzeiger v

Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen

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Rotattonsdruck u. Ver­lag der Brüh l'schen Universitäts - Druckerei (Pietsch Erben).

Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Wtttko: für den An­zeigenteil: Hans Beck.

Kelmnntmachung.

Der Auftrieb von Vieh zu dem am 26. und 27. d8. Mts. stattfindenden Viehmarkt beginnt vormittags um 8 Uhr.

Gießen, 21. November 1901.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen.

Hechler.

Zweite hessische StändeKammer.

31. Landtag. 72. Sitzung. Donnerstag, 21. Nov. 1901.

Beginn der Sitzung 9.30 Uhr- Am Regierungstisch: Geh. Rat Emmerling, Ministerialräte Dr- Breidert, Braun, Geh. Obermedizinalräte Dr. Neidhardt und Dr. Krause, Lan- desökouomierat Müller, später Staatsminister Rothe. Als erster Punkt steht aus der Tagesordnung die Wahl Laines dritten Präsidenten.

Abg. Jöckel bittet, die Wahl bis nach der Pause zu verschieben.

Abg. Köhler-Langsdorf widerspricht dem, da alles vorbereitet sei; man habe genug Zett zur Ueberlegung gehabt. .Es seien wahrscheinlich, Turchireibereien beabsichtigt.

Abg. Molth an spricht sich für den Antrag Jöckel aus-

Abg. Ulrich tritt für die Ansicht Köhlers ein, und bezeichnet es als feststehend, daß Durchtreibereien! allerdings gemacht wurden.

Präsident Haas weist das WortDurchtreibereien" zurück.

Schließlich wird der Antrag Jöckel angenommen. Man geht dann zur Beratung der Regierungsvorlage über die Regelung der Gehaltsverhältnisse der Landwirt- schastslehrer und der Vorstellung der zwetten Land­wirtschaftslehrer über. Der Vierte Ausschuß hat zu der letzteren beantragt, die zweiten Landwirtsckastslehrer defi­nitiv staatlich anzustellen, sowie eine gründliche Umgestalt­ung des gesamten öffentlichen landwirtschaftlichen Unter» vichtswesens zu veranlassen und damit die Vorstellung für erledigt zu erklären.

Abg. Wolf: Die Landwirtschaft sei ein Gewerbe, über das sich fein Leitfaden schreiben lasse. In jedem Dorfe seien andere Verhältnisse. Es sei Thatsache, daß ein Lehrer,, bet seine Ausbildung rechts der Elbe erfahren habe, minder- toerfiger sei als der, der bei uns sich vorgebildet habe. Das gelte besonders für den Weinbau. Es müsse darauf gesehen werden, daß nur solche Bewerber gewählt würden, die ihren Kursus in hessischen Betrieben durchgemacht hätten. Er habe früher schon den Vortrag der Landwirtschaftslehrer bemängelt, ohne diesen einen Vorwurf zu machest. Das thue er auch heute noch. Er begrüße es freudig, daß die Re­gierung bezüglich der Gehälter die Landwirtschaftslehrer nicht als volle Akademiker ansehe, was sie dadurch doku­mentiere, daß sie den Höchstgehalt auf 4600 Mk. festgesetzt habe. Seiner Ansicht nach hätten sie die Stellung eines Bereinigungsgeometers. An dem Höchstgehalt wolle er auch nicht rütteln.

Abg. M o l t h a n weist die Agitation, die man außerhalb des Hauses in Rheinhessen gegen ihn wegen einer Aeußerung in der letzten Session getrieben habe, als ungerechtfertigt zurück.

Abg. Dr. Heidenreich erklärt seine Uebereinstimm- ung mit der Regierungsvorlage und bittet um Annahme des Ausschußantrages. Dagegen stimme er nicht mit dem Vierten "Ausschuß bezüglich der Anstellung der zweiten Land- wirtschaftslehrer überein. Er würde bedauern, wenn die Regierung sich bestimmen ließ, die zweiten Landwirtschafts­lehrer anzustellen. Die zweiten Lehrer seien die, die von der Hochschule aus direkt prakttsch verwendet würden. Ehe die Regierung einen solchen Mann anstelle, müsse sie doch prüfen, ob er auch im hessischen Staatsdienst verwertbar sei.

Es würde eine Schädigung der landwirtschaftlichen Be­völkerung sein, wenn man jeden zweiten Lehrer anstellt.

Ministerialrat Braun hebt hervor, daß die Regierung die Anstellung der zweiten Lehrer wiederholt ersttebt habe. Es sei 1900 im Budget eine dahingehende Anforderung ein­gestellt worden; der Ausschuß habe aber damals gesagt, er könne die Anstellung nicht empfehlen und die Mittel feien deshalb nicht bewilligt worden. Um aber die Lehrer, die nicht mehr jugendlich seien, sicher zu stellen, habe im Budget 1901/02 die Regierung die Anstellung von 3 älteren zweiten Lehrern beantragt. Sie sei dazu durch ein Vorkommnis in Alzey veranlaßt worden. Dort sei ein alter zweiter Lehrer plötzlich durch Krankheit für immer dienstunfähig geworden und habe sich dadurch dem Nichts gegenüber ge­sehen. Dieses Vorkommnis habe die übrigen zweiten Lehrer in Unruhe versetzt und sie hätten sich gesagt, dasselbe könne auch ihnen jeden Tag zustoßen. Durch diese Erwägung habe sich damals die Regierung veranlaßt gesehen, von den Ständen die Mittel für Anstellung von wenigstens drei älteren Lehrern zu fordern. Dieses habe aber den Beifall des Hauses nicht gefunden. Nunmehr habe man die That­sache vor Augen, daß der Vierte Ausschuß einstimmig die Anstellung sämtlicher zweiter Lehrer verlange, obwohl er noch im März, wie das gesamte Haus, gegen die Anstellung von drei Lehrern gewesen wäre. Er nehme den jetzigen Standpunkt des Vierten Ausschusses an, aber nicht ganz so weit gehend. Dr. Heidenreich habe recht; es befänden sich, unter den zweiten Lehrern so junge, daß sie einen Anspruch auf Anstellung noch nicht erheben könnten. Und selbst wenn der Antrag des Vierten Ausschusses zur Annahme käme, so würde er doch nicht daran denken, nun alle 9 zweite Lehrer anzustellen, sondern nur die drei ältesten.

Abg. Weidner: Was er zu dem Antrag des Vierten Ausschusses habe sagen wollen, sei durch die Ausführungen des Ministerialrats Brann erledigt. Cs bedürfe keiner weiteren Erwägung mehr, daß der Antrag zu weit gehe insofern, als er allgemein die Anstellung der zweiten Lehrer wolle. Andererseits biete aber auch die Annahme des zweiten Punktes Garantie dafür, daß die Regierung nicht jeden Lehrer anzustellen brauche. Im übrigen müsse er auch etwas zu den Vorträgen der Landwirtschaftslehrer sagen. Auch er habe seinerzeit die Ansicht ausgesprochen, daß die Vorträge nicht ihrem Kostenaufwand entsprächen. Braun meine, sie mären im Irrtum, und er würde zunächst nicht davon abgehen, daß die Vorträge gehalten würden. Er, Weidner, wünsche, daß am Schlüsse des Jahres ihm die Mitteilung werde, daß jetzt das Land zufrieden sei; er glaube aber, daß es doch nicht der Fall sein werde,. Die Vorträge feien seiner Ansicht nach, viel §u theoretisch­er mache damit keinem Lehrer einen Vorwurf. Wenn aber ein junger Lehrer einen Vortrag halte, so wüßten die Bauern, daß sie doch nichts dabei lernen würden, und gingen gar nicht zu dem Vortrag. Er wünsche also, daß die Borträge von alten Lehrern gehalten würden, damit sich die Anschauung Bahn breche, daß das Geld nicht unnötig ausgegeben sei.

Abg. Köhler-Langsdorf teilt mit, daß der Vierte Ausschuß seinen Antrag dahin rektifiziert habe, daß nur drei zweite Lehrer angestellt werden sollten. Er nimmt dann das Thema der Vorträge auf und meint, aus allen Kreisen der Bevölkerung höre man, daß man mit den Vor­trägen unzufrieden sei. Das komme daher, daß es den Bauern an der nötigen Vorbildung fehle. Tie Lehrer könnten ihre Wissenschaft nicht los werden, da die Bauen: nichts davon verständen. Es liege nicht an den Lehrern. Man müsse von unten anfangen, und den Bauern schon in der Schule auf das Verständnis der Vorttäge vorbe­reiten. Er habe in seinem Heimatdorfe den Versuch mit einer landwirtschaftlichen Fortbildungsschule gemacht. Dr. v. Peter aus Friedberg habe die Leitung übernommen.

Mit Zuhilfe der Volksschullehrer hoffe er bald günsttge Resultate zu erzielen. Er werde dann die Regierung ein­laden, damtt sie sich ein Beispiel nehme.

Ministerialrat Braun: Weidner wünsche die Vor« träge praktischer gehalten, und Köhler sage, aus der Praxis bräuchten die Lehrer den Bauern nichts vorzutragen und schiebe die Schuld den Zuhörern zu. 'Dieser Widerspruch lasse erkennen, wie schwierig es sei, den Wünschen des .Hauses zu entsprechen. Wäre die Unzuftiedenheit der Be­völkerung wirklich so groß, so wäre der zahlreiche Besuch der Versammlungen nicht zu erklären. Er habe schon ftüher gesagt, was für die ganze Landwirtschaft gelte, wenn man etwas an den Vorträgen auSzusetzen habe, so solle man der Regierung davon Kenntnis geben. In den Landeskon­ferenzen werde auch den jungen Lehrern immer gesagt, wie ein Vortrag nutzbringend zu gestalten sei. Es werde auch nur über das ein Vortrag gehalten, was die Bezirks- Vereine verlangt hätten. Das Thema werde den Lehrern vorgeschrieben. In der Ausführung könne also ein Vor­wurf nur dahin gemacht werden, daß der Vortrag im allgemeinen zu hoch gehalten sei. Generell gegen das In­stitut einen Vorwurf zu erheben, halte er nicht für ge­rechtfertigt. Er könne es auch nicht als recht er Hären, daß man nur alte Lehrer Vorträge halten lasse. Einmal müßten die jungen doch auch anfangen; man könne dabei auch sehen, ob er sich wirklich eigne. Wenn im Einzel­fall Anstände $u erheben seien, so würde er dankbar sein, wenn ihm Mitteilung darüber gemacht würde.

Abg. Korell spricht sich für den Ausschnßanttag aus.

Abg. Schönberger glaubt, den Kardinalfehler bei den Lehrern darin zu suchen, daß sie oon der Hochschule aus direkt verwendet würden. Man solle ihnen doch erst in einem großen landwirtschaftlichen Betrieb eine prak­tische Ausbildung angedeihen lassen.

Abg. Dr. Heidenreich spricht sich gegen die pos. 2 des Ausschußantrages aus, da man nicht gesagt habe, worin die Umgestaltung des Unterrichtswesens bestehen solle.

Abg. Köhler- Langsdorf: Ministerialrat Braun habe mit der Konstruierung eines Gegensatzes zwischen ihm und Weidner nicht recht, denn sie seien einig. Auch er meine, daß ein anderer Modus für die Vorttäge gefunden werden müsse. Das wisse Ministerialrat Braun auch (Braun: Im Gegentett!) Er spreche nicht gegen die Lehrer, schätze sie vielmehr hoch; aber was sie sagten, das dringe nicht rn das Volk hinein, und das komme daher, daß das Volk nicht genügend vorgebildet sei. Die Regierung solle endlich einmal die Hand dazu bieten, daß das, was dem Volke öorgetragen werde, auch in das Volk hineindringe, und; der Regierungsvertreter solle nicht nur Späße machen.

Präsident .Haas: Es sei nicht angängig, daß ein Abgeordneter einem Regierungsvertteter Den Vorwurf mache, daß er Späße mache; er weise den Ausdruck des Abg. Köhler zurück.

Abg. Köhler-Langsdorf: Wenn er gesagt hätte, der Regierungsvertreter wäre ironisch gewesen, so hätte er den Verweis nicht erhalten. So aber habe er deutsch gesprochen.

Präsident Haas: Dann solle er in seinen deutschen Ausdrücken vorsichtiger sein.

Landesökonomierat Müller: Unsere Lehrer seien nicht nur Theoretiker; sämtliche hätten eine praktische Durchbildung genossen. Ihre Arbeitspläne seien auf Grund Verhandlungen mit den landwirtschaftlichen Verbänden auf- gestellt. Für gewisse Spezialzweige seien besondere Lehrer da. Wenn trotz dieser Einrichtung Wünsche bestanden, so solle man sie zu Ohren der Regierung bringen, die abhelfen werde.

Schluß folgt.

Das Museum des GberheUchcu SelWtsvmivs.

Ein Nundgang durch die neu hergerichteten Räume im alten Rathaufe zu Gießen.

V.

Schluß,

Rückwärts gewendet stehen wir vor einem großen Aus­bau von römischen und einigen wenigen fränkisch en Gegenständen, die Aufschrift zeigt, daß leider der Fundort unbekannt ist. Römische Münzen aus der republikanischen und der Kaiserzeit, chronologisch geordnet, um gürten den Glaskasten. Wir erwähnen vorn Inhalt des Behälters besonders:

Spiegel aus Metall hergestellt, Gewandnadeln mit Bügeln, Rundfibeln, Arm- und Fingerringe. Eine Wage, Schreib griffe!, ärztliche Instrumente, wie,Solchen, Löf felchen, Pinzetten, ferner Schlüssel, etrurische Schnebelkanne von Brwnze und Sieb vom gleichen Metall.

Thonfiguren, zum Teil Mattonen darstellend, mögen als Schutz- und Hausgötter verehrt worden sein, die aus Thon au gefertigten Tiere dienten wohl als Kinderspielzeug.

' Sehr reichlich sind die Thonlämpchen vorhanden, tue oft als Grabbeilage gefunden wurden. Verzierungen, bild­liche Darstellungen, sowie Stempel des Anfertigers sind viel­fach angebracht. Eine Lampe von Bronze ist noch mit Haken für den Docht versehen. Die wenigen Funde, Aufschrift: Fränkische Zeit" bestehen in der Hauptsache aus Schmuckstücken, wie Adler-Fibeln mit Almendinen (Gra­naten, besetzt, buntfarbiger Halsschnur aus Thonperlen u. a.' Au Waffen ist ein Scramasax (Hiebkurzschwert) und ein Speereisen ans gelegt; auch sind die Gefäße und Gttiser beachtenswert.

Drei Schränke bezeichnet: Sandgrube an der

Straße Gießen Rödgen, nehmen unser Interesse besonders in Anspruch. Der jahrelangen, rastlosen, um- sichttgen Leitung des Professors 'Dr. Gundermann ver­danken wir diese hervorragenden Funde. 'Die Fundstätte selbst zeigt uns ein germanisches Urnenfeld ans der zweiten Hälfte der römischen Kaiserzeit. (2. bis 4. Jahrhundert n. Ehr.) Die Gefäße unterscheiden sich auffallend von den gleichalterigen der Rheinlande und zeigen entweder den rein germanischen oder römischen Typus, sowie den des germanischen, unter römischem Einfluß. Zwei sehr schöne, wohl erhaltene Urnen von terra sigillata sind be­sonders erwähnenswert. Die Außenseite der einen ziert eine bewegte laufende Jagd, während die andere kleinere Figuren, wie Bogenschützen (? Amor) u. a. auf weist; letztere trägt die Inschrift: Cerealis f(ecit) und Constantini. Erstere wird den Töpfer benennen, letztere den Künstler, der den Entwurf M den Darstellungen lieferte. Das bronzene Unterortband einer Scheide, sowie die Spitze eines Eisen­schwertes bezeugen, daß die (Germanen ihre Toten mit Waffen begrüben. Bei einer der letzten Ausgrabungen wurde eine große, rote Urne gefunden, die vielleicht der vorchristlichen Zeit augehört, und die beweist, daß sich! hier zwei verschiedene Gräberfelder untereinander befinden.

Eine römische Käisermünze Vespasians (6979), ist wohl die erste römische Münze gewesen, die auf Gießens Gemarkung gefunden worden ist. Reiche Bronzebeigaben, dem Scheiter­haufen einverleibt, haben leider durch Feuer sehr gelitten, darunter Rund-, Bogen-, Scheiben-, Armbrustfibeln, Spangen, Nägel, Knopfe, Durchschläge (Siebe) und andere Gegenstände, die noch nicht bestimmt werden konnten. Reste von Elfenbein-Schmuckstücken zeigen eine solch feine, zarte Ausführung, daß sie noch heute jeder Schnitzerei zu Ehren gereichen würde.

Es ist zu hoffen, daß bei weiterem Verlauf der Aus­

grabungen noch mancher Fund von historischer Bedeutung zu Tage gefordert wird, der über Leben und Einrichtung der Deutschen, insbesondere des chattischen Stammes, ge­nauere Kunde bringt; denn bisher wissen wir über das Privatleben der Deutschen in den ersten Jahrhunderten unserer Zeittechnung außerordentlich wenig, wie man fiä) überzeugen kann aus der soeben erschienenen Darstellung des bekannten Göttinger Germanisten Moritz Heyne.

Ein Wandschrank mit der Bezeichnung:N achbild - u u g römischer Gefäß e" zeigt eine in Schlesien aus­geführte, kunstvolle Arbeit, die über die Formverschieden­heit der römischen Glasware einen gewissen Ueverblick giebt. Zu Füßen des Schrankes befindet sich eine r ö- m ischeAs ch e n f i ft e unbekannten Fundorts aus Marmor angefertigt, mit Inschrift. Letztere besagt, daß die sterb­lichen Neste der Trebonia Verecunda in derselben ihre Ruhe gefunden haben, und daß der Gatte Lueius Coelius, Surus dieses Denkmal hat anfertigen lassen.

Teile römischer Skulpturen, Fußbodenbeläge u. a. sind hier untergebracht.

Nach der Straßenseite folgt nun ein Behältnis mir der Aufschrift:R o m i s ch", Fundort unbekannt. Schlanke und weitbauchige Topfe, becherartige Gefäße, oft mit Verzierung, bildlicher Darstellung oder Inschrift ver­sehen, Schüsseln und Schalen aus terra sigillata und terra nigra, sowie zwei große Glasurnen, davon eine mit Henkel, sind hier vereinigt.

Eigenartige, hübsche dünnwandige Glasgefäße, zum Teil mit einer wunderbar schönen OxydschrchE (Iris) belegt, sehr fein gearbeitet, zeigen uns die große Geschicklichkeit der Römer in der Anfertigung von Glasware. Die form» sca -en Salbenfläschchen sind sehr beachtenswert.

Wir tir1' nun am Schluß unseres Rundganges an-