Ausgabe 
23.10.1901 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt

Nr. 249

151. Jahrgang

Mittwoch 23. Oktober 1901

Erscheint täglich mit Ausnahme des

Montags.

Die Siebener Familien- blätter werden dem An­zeiger im Wechsel mit oem »Hess. Landwirt" vnd den .Blättern sür hessische Volkskunde"

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Anzeiger Gießen. FrrnsprechanschlußNr.51.

GietzenerAnzeiger

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Politische Tagesschall.

Dr. v. Siemens.

Aus Berlin wird heute derFrkf. Ztg." gemeldet: Die Krankheit des Reichstagsabg. Dr. Georg v. Siemens, des früheren Direktors der Deutschen Bank, hat sich ver- schliminert. Es ist kaum mehr Hoffnung auf Genesung.

Auf den ehemaligen Direktor der Deutschen Bank, Dr. v. Siemens sind große Hoffnungen gesetzt worden- Da­mals, als Herr v. Siemens in wiederholten kaiserlichen Audienzen empfangen wurde, als die Deutsche Bank das oielbcneidete, freilich mehr ehrenvolle als einträgliche, Geschäft der Uebernahme einer Reichsanleihe abschloß, da­mals glaubte man fast mit unfehlbarer Sicherheit in Siemens den kommenden Mann sür das Finanzportefeuille Preußens erblicken zu dürfen. Aber bei der Demission des Herrn v. Miquel blieb die Ernennung aus. Wie behauptet wurde, habe Dr. v. Siemens im entscheidenden Augenblicke keine Neigung gehabt, seine Unabhängigkeit sür eine Lauf­bahn hinzugeben, die möglicherweise eine Freude von kurzer Dauer war. Nach einer anderen Version fiel die Wahl nicht auf Dr. Siemens, eben weil mit solcher Be­stimmtheit damit gerechnet worden sei, was nicht den Intentionen an maßgebender Stelle entspricht. Am meisten hat die Börse bedauert, daß Herr v. Siemens nicht Oer Nachfolger Miquels wurde. Denn sie erwartete von seinen! Einfluß, daß er eme baldige Milderung der Börsen- gesetzgebung anbahnen werde. Auch sonst hatte die Börse von Siemens eine hohe Meinung; sie sah in ihm ein Finanz- und Organisationstalent allerersten Ranges, dessen Aussprüche jederzeit schwer in die Wagschale fielen. Eine geschickte organisatorische That war auch die Begründung oesHandelsvertragsvereins"". Die Aufgaben dieses Ver­eins, sowohl .nach der ausklärenden wie nach der agi­tatorischen Seite hin, nahmen das volle Interesse Siemens in Anspruch. Selbst noch im Beginn der schrecklichen Krankheit sie hat sich, wie wir imB. T." lesen, als Magertkrebs herausgestellt, wie beim verstorbenen Abg. Frhrn. v. Stumm setzte Herr v. Siemens seine Thätigkeit für denHandelsvertragsverein"" fort. Als Parlamentarier (Freis. Vereinig.) genoß Dr. v. Siemens biel persönliche Sympathien. Die Aufmerksamkeit des ganzen Hauses war ihm gewiß, wenn er sich.zu einer seiner fesselnden Reden über finanzielle und wirtschaftliche Fragen erhob.

Die amerikanische Gefahr.

Man schreibt uns aus Berlin, 21. Oktober:

Aus oer heutigen Hauptversammlung desBundes der Industriellen", der Konkurrenz-Gründung gegen den .^Zentral - Verband deutscher Industrieller", ist sehr be­merkenswert ein Vortrag des Generalsekretärs Dr. Wend­land über die amerikanische Gefahr. Verwunderlicherweise ist diese Gefahr, das ungeheure Anwachsen der amerikani­schen Einfuhr nach Deutschland einerseits, die Abnahme unseres Exports nach Amerika andererseits, von den hei­mischen Jnteressentenvereinigungen bisher kaum tragisch genommen worden. Ernster hat von vornherein die Prej'se Den amerikanischen Wettbewerb aufgefaßt. Selbst zu der Zeit, da der Glanz der Industrie zu verblassen begann, sprach der Leiter eines großen deutschen Eisenwerkes mit Ironie von dem amerikanischenSchreckgespenst". Dr. Wendland bewies durch seine heutigen Ausführungen, daß es sich hier um kein Phantom handelt, sondern um einen recht bedrohlich auftretenden Gegner. Durchschnittlich fünf Mal so hoch sind die amerikanischen gegenüber den deutschen Zollsätzen. Amerika unterhält Geheimpolizisten, welche deutsche Fabriken beobachten. Die Einfuhr ist in den Vereinigten Staaten den raffiniertesten Belästigungen ausgesetzt. Fakturenprüfung und ähnliche Maßregeln liefern die deutschen Geschäftsgeheimnisse an die Ameri­kaner aus usw. Als Mittel zur Abwehr brachte Dr. Wend­land die Anbahnung einer mitteleuropäischen Zollunion Deutschland, Oesterreich-Ungarn, Schweiz, Holland und vielleicht Belgien in Vorschlag, ferner die Errichtung einer Reichshandelsstelle. Vor allem solle man die Ameri­kaner bei den Handelsvertragsverhandlungen an uns heran- kommen lassen, und zunächst die Beseitigung der schreiendsten Ungerechtigkeiten fordern. Ein anderer Redner der Versammlung warnte jedoch vor einem Zollkrieg mit Amerika, weil dieses die deutschen Artikel auch anderweit beziehen könne, nicht aber Deutschland die amerikanischen Produkte.

Die Konkurrenz der amerikanischen Kohle macht sich immer mehr bemerkbar, und zwar erfolgt die Versorgung des deutschen Marktes mit diesem Produkt zumeist Anthracit und Koks in erster Reche von Hamburg aus. Die Wirkung dieses Wettbewerbes auf die Preis­bildung tritt bereits hier und da im Detailhandel zu Tage. Das Kohlensyndikat scheint dem Zwange der Verhältntsfe allerdings nur zögernd nachgeben zu wollen. Es wird aber zu einer erheblichen Herabsetzung der Preise wohl oder übel chreiten müssen, wenn die Amerikaner chre Abstcht, eine ganze Reihe von Kohlenschiffen nach Europa zu dir:- gieren verwirklichen. Den Newyorker Händlern scheint zur Zeit nicht die erforderliche Anzahl von Frachtdampfern zur Verfügung zu stehen, wenigstens nicht von solchen amerika­nischer Flagge, die beim Seetransport bevorzugt werden, weil deren Rheder die verhältnismäßig niedrigsten Fracht- sütze fordern. Jedenfalls hat sich die Vermutung, die Ozean­frachten würden den Bezug amerikanischer Kohle so ver­teuern, daß der Einkauf deutscher oder englischer vorzu­ziehen ist, als unzutreffend erwiesen. Von einer Kohlen­not wird also Deutschland im kommenden Winter voraus­sichtlich verschont bleiben. Die der Preisfestsetzung geltende Versammlung ber Mitglieder des. Kvhlensyndikats findet am 24. d. Mts.' statt.

Deutsches Mich.

Berlin, 21. Okt. Der Kaiser hörte heute den Vor­trag des Ehefs des Zivilkabinetts und später den des Staats­sekretärs des Reichspostamts.

An den Sohn des am Freitag verstorbenen F u r )t e n Lichnowsky richtete der Kaiser folgendes Telegramm:

Mit inniger Betrübnis habe Ich aus Deinem Tele­gramm ersehen müssen, daß alle Kunst der Aerzte das Schwerste von Dir und Deinem Hause nicht hat abwenden können. Mich bewegt jetzt nur das Mitgefühl mit Dir, an den Mich so liebe Erinnerungen an die gemeinsame Dienstzeit in Meinem Leibgardehusaren-Regiment knüpfen, sondern vornehmlich auch der Schmerz, daß leider ein so treues preußisches Herz zu schlagen aus­gehört hat. Nie werde Ich den Tahingeschiedenen ver­gessen, wie er in kritischer, schwerer Zeit Meinem in Gott ruhenden Herrn Großvater in patriotischer Hin- gebung die Treue gehalten und bethätigt hat. Ich habe Meinen Vetter, den Prinzen Friedrich Heinrich beauftragt, Mich bei der Beisetzung zu vertreten. Deine Frau Mutter, Deine Geschwister bitte Ich Meiner herzlichsten Anteil­nahme zu verschiern. Wilehlm.

(Der verstorbene Fürst war ein jüngerer Bruder des im Jahre 1848 von dem Frankfurter Pöbel ermordeten Fürsten Felix Lichnowsky, an dessen Sarge der damalige Demi- urgos-Sänger Wilh. Jordan eine tief ergreifende Leichen­rede hielt. D. Red. desGieß. Anz")

Der Kaiser hat, wie nachträglich bekannt wird, gelegentlich seines jüngsten Jagdaufenthaltes in Rominten und des hierbei dem dortigen Kinderheim ab gestatteten Besuches bet in diesem Heim angestellten Schwester sein Bild in Kabinettsform überreichen lassen, dem der Monarch folgende eigenhändige Widmung hinzufügte:In An­erkennung der vortrefflichen Erfolge in der Erziehung und Pflege unserer Dorfjugend. Wilhelm."

Die Kaiserin ist immer noch gezwungen, das Zimmer zu hüten, und wird morgen, an ihrem 43. Geburts­tage, daraus verzichten müssen, einen größeren Kreis von Glückwünschenden persönlich zu empfangen. Die Feier wird somit aus die Familie und die nächststehende Umgebung beschränkt bleiben.

Ein Besuch des deutschen Kronprinzen in New-York aus Anlaß des Stapellaufs der für Kaiser Wilhelm gebauten Nacht wird sür nächsten April in Aussicht gestellt.

Beim Reichskanzler Grafen Bülow fand heute ein Diner statt, zu dem u. a. Generaloberst v. Loe, der deutsche Botschafter in Rom, Graf Wedel und der Ehef des Militär­kabinetts, Graf Hülsen-Häseler, Einladungen erhalten hatten.

Der Kaiser hat drei Generalärzten, darunter bem Forscher Prof. Ko ch, den Rang als GeneralmajÄv verliehen. Den Rang als Oberst hat Prof. Koch seit dem 21. April 1892; Prof. Koch wird nur a la suite des Sani- tätskorps geführt. Mit Prof. Koch wurden Dr. Schaper, ebenfalls a la suite des Sanitäts^orps und der Korpsarzt des 9. Armeekorps Dr. Meisner durch die Verleihung des Ranges als Generalmajor ausgezeichnet.

Zu dem Beschluß des Berliner Stadtverordneten­ausschusses, die Nichtbestätigung des Stadtrats Kauffmann nicht als zu recht bestehend anzuerkennen und eine Entscheidung des Königs zu verlangen, bemerkt dieKöln. Ztg.": Als seinerzeit der Oberpräsident von Brandenburg es ablehnte, die zweite Wahl Kauffmanns dem Könige zu unterbreiten, handelte er selbstverständlich im Einvernehmen mit seinem Vorgesetzten. Nur politische Kinder können in allem Ernst daran glauben, daß diese Entscheidung ohne vorhergehende ausführliche Besprechung mit dem Minister des Innern erfolgt sei, und daß man keine solche Entscheidung gefaßt hätte, wenn man nicht wüßte, daß sie auch der Willen sm einun g des Kaisers entspricht.

Wie dieBerl. N. Nachr." aus bester Quelle erfahren, werden die Unfallverhütungsvorschriften der Soeberufs- genossenschaft zur Zeit völlig umgearbeitet. Im Reichsamt des Innern sollen die Arbeiten so gefördert werden, daß die neuen Vorschriften schon im Januar 1902 in Kraft treten können. Demselben Blatte wird die Blättermeldung, daß zwischen Preußen und den thüringischen Verwaltungen Verhandlungen wegen Uebernahme der thüringischen Privat­bahnen durch Preußen gepflogen würden, auf eingezogene Erkundigung als der Begründung entbehrend bezeichnet.

<- Die Arbeiterentlassungen und Arbeits-Ein­schränkungen bei der Berlin-Potsdamer Eisenbahnver­waltung nehmen jetzt einen größeren Umfang an. Bis zum 1. April n. I. soll alle 14 Tage in sämtlichen Betriebs­werkstätten ein Arbeitstag ausfallen. Auch im Außendienst macht sich das Sparsamkeitsprinziv der Eisenbahnverwalt­ung geltend. Hilfsarbeitern wurde mehrfach gekündigt.

Die Sitzungen der Anarchistenklubs werden von jetzt ab ständig durch uniformierte Beamte überwacht, und sind infolgedessen sehr schlecht besucht. Der Rixdorfer Anar­chistenklub zählt nur noch 9 Mitglieder. Das in Süd­deutschland erscheinende AnarchistenblattDie Freiheit"" hat wegen Geldmangels und weil der Verleger des Blattes sich im Gefängnis befindet, sein Erscheinen abermals ein­gestellt.

Hamburg, 21. Okt. Die Hamburg - Ameribw - Linie erweitert vom 1. Januar 1902 den ostasiatischen Küstendienst durch eine Linie zwischen Hongkong und Wladiwostock. Die Vertretung in Wladiwostock ist der Firma Kunst il Albers übertragen worden.

Bremen, 21. Okt. Das Kadettenschulschiff desNord­deutschen Lloyd",Herzogin Sophie Charlotte" ist am 20. Oktober in Rio de Janeiro angekommen. Das Schiff wird nach kurzem Aufenthalt in diesem Hasen seine Reise nach Adelaide kortsetzew

Düsseldorf, 21. Okt. Die heutige Versammlung der rheinisch-westfälischen Buchdruckerprinzipale beschloß, dem neuen Lohntarif fürBuchdrucker zuzustimmen und für dessen Einführung zu wirken, damit die allgemeine deutsche Buchdrucker-Tarifgemeinschaft Thatsache gewor­den sei.

Ausland.

B a st i a (Eorsika), 21. Okt. Bei den gestern stattgehabten Wahlen zum Munizipalrat in Linguizzetta kam es zu Aus­schreitungen. Ein Wähler erhielt einen Pistolenschuß und vier Dolchstiche. Zwei Mitglieder des Bureaus wurden getötet; noch sechs Personen wurden verwundet und zwar die Mehrzahl tätlich.

Budapest, 21. Okt. Die Polizei fahndet eifrigst auf den gefährlichen Anarchisten, Väckergehilfen Nedzoideri, der aus Fiume verschwunden ist und sich hierher begeben haben soll. Da die Polizei befürchtet, daß er ein Attentat plant, so wurden die Vorsichtsmaßregeln zum Schutze des Kaisers verdoppelt.

K o n st a n t i n o p e l, 21. Okt. PrinzAdalbertvvk Preußen ist heute früh hier angekommen. Der Marine­minister Hassan Pascha begab sich an Bord derCharlotte", um den Prinzen im Namen des Sultans zu begrüßen, ebenso der deutsche Botschafter Frhr. Marschall von Bieber- stein mit den Mitgliedern der Botschaft. Als dieChar­lotte"" in den Hafen einfuhr, salutierten die türkischen Stationsschiffe. Gestern wurde der Prinz auf der Fahrt durch die Dardanellen von dem türkischen Geschwader und den Forts mit Salutschüssen begrüßt. Marschall Schakii Pascha, der dem Prinzen im Namen des Sultans ent­gegengefahren war, sowie Admiral Hassan Ramy Pascha, der Kommandant des türkischen Geschwaders und die Kom­mandanten der Forts der Dardanellen hatten sich zur Be­grüßung des Prinzen an Bord derCharlotte" begeben. Das Galadiner im Yildizkiosk zu Ehren des Prinzen nahm einen glänzenden Verlauf. Vorher empfing der Sultan den Prinzen und kurz darauf erwiderte er den Besuch im Meraszimkiosk. Beim Diner saß der Prinz zur Rechten des Sultans. Der Sultan, der sichtbares Wohl­gefallen an dem heiteren unbefangenen Wesen des jugend­lichen Prinzen empfand, konversierte in herzlichster Weift mit ihm. Beim Diner wurde das berühmte goldene Tafel­service verwandt. Der Sultan heftete eigenhändig dem Prinzen den Jftiharorden in Brillanten an die Brust. Im Nebensaale war für sämtliche Kadetten des Schulschiffes Charlotte"" gedeckt, die vor dem Sultan Aufstellung nahmen. Namens des Sultans richtete Baron Marschall eine Ansprache an die Kadetten, in der er mitteilte, daß der Sultan erfreut fei, die Kadetten, die das Kriegsschiff, auf dem der Sohn seines teuern Freundes Kaiser Wilhelm sich befinde, begleiteten, zu begrüßen. Zur Erinnerung an diesen freudigen Tag verleihe er jedem die goldene Liakatmedaille. Der Sultan übergab hierauf 56 Kadetten persönlich die Medaille, wobei er jedem einzelnen warm die Hand schüttelte. Dem Galadiner folgte eine Vorstellung im kaiserlichen Theater. Man führteGran via"" auf, das durch denSana an Aegir"" eingeleitet wurde. Beim Ab­schiede geleitete oer Sultan den Gast bis zum Wagen.

Warschau, 21. Okt. Wie gemeldet wird, kam es kürzlich auf dem Mokotauer Felde, dem Uebungsplatze der Warschauer Garnison, zu einer offenen Revolte. Die Soldaten eines ganzen Regiments versagten den Ge­horsam, weil sie zu schlecht beköstigt würden. Der Oberst, bei dem Beschwerde erhoben worden war, schob alle Schuld den Unteroffizieren zu, die sich an der Menage- Lieferung bereicherten, doch scheint es, daß der Komman­deur seinerseits sich auch unrechtmäßige Vorteile verschaffte und nur einen Teil des Bedarfs liefern ließ. Die Offiziere gingen gegen die meuternden Soldaten vor, mußten sich aber zurückziehen, da sie beschossen wurden. Ein schwer verletzter Offizier ist bereits ge- storben. Die Rädelsführer wurden nach der Citadelle ge- schafft. Etwa 300 Soldaten dürften vor ein besonderes Kriegsgericht gestellt werden. x

New-York, 21. Okt. Aus Kingston (Jamaika) ist nachfolgendes Telegramm hier eingegangen. Nach Meld­ungen aus Panama haben die ko lum bisch en Auf­ständischen schwere Verluste in einer Schlacht am 15. d. M- in der Nähe von Panama gehabt. Die Auf- ständischen konzentrieren sich in der Umgegend. Bewt Parteren rüsten zu einem neuen Kampfe.

"Mom^südaftiKanischeu Kriegsschauplätze liegen heute zwei Nachrichten von neuen kleinen Buren, erfolgen vor. Aus Kapstadt meldet das Reutersche Bu­reau- Eine kleine Ab teilung der englischeu Trup» v e n des East Somerset-Distrikts wurde nach einem kurzen Gefechte bei Doornbusch in der Nahe von Zwazeglslwek von Smuthg c fang en genommen. Ferner wird aus Lourenzo-Marques gemeldet: Die Buren haben verschiedene englische Posten in Swaziland überrumpelt und einige hundert Kriegsge- fang en e dabei gemacht. Nachdem die Engländer dann ihrer Waffen, Munition und eines großen Teiles ihrer Lebensrnittel entledigt worden waren, wurde ihnen die Freiheit zurückgegeben. Das Haus des englischen Konsuls ist mit portugiesischen Schildwachen und nachts auch mit Ü evalleriepatrouillen umgeben worden, da man fürchtet, daß etwas gegen sein Leben geplant fei Die Buren-Delegation im Haag hat keine Nach­richt erhalten, welche die Meldung über den To d De- wets als begründet erscheinen lassen könnte. Die De­legierten schenken der betreffenden Meldung keinen Glauben und schreiben dis Unthätigkeit Dewots einer Lanz 'anderen Ursache zu.