Ausgabe 
23.5.1901 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

^Äbeati^* *9Uttt

901. - 2

>4 A' teS"' y£s«Ä. - Z> fit bie ?ft ?ÄÄ8 "lcht für ave ?un9 gefunden (ft ®2 **Ä5 4 «S* fa ?Ä9 BE- 7 i gr°im lallt «int tieifaOäJtttObft.

Jgtfcl b,r oen Landesverband der ausgenommen worden- Lauterbach, mit 27 Mit»

Bezirk Bingen, mit ^eder-Breidenbach, Bezirk legerverein Breungeshain. -DM, KriegN'BeteraueN' Emstadt, mit 32 Mit« ftn, Bezirk Slsfeld, mit

i Von den Kranken gestern der erfte Mann & ist ein Gefreiter von im Ostasiatijchen $elh* Tientsin. - Am Lams- dico-mechanischen Zander« en, die der Staat an den feiten des Teichhauses hak ndet. Jetzt können Mim Haus Platz finden, ine in Plätze am User des Teiches hr hübsch geworden und ieifall

ii, AuS dm Pensionat 14. d. M. ein 14Wiger >en. letWttWaif jen ti« Wchimz wn

@toS6»iog >ib du :n bin 8tfa4 d" Priu> , bie «auSchl-rtz-Wn ttotta tzmMmdu M» dn »taflltaWi»« in btt tofkOmg ehtfi'- ffin °°ch W ig befanb M di- W» bie bieffle MeM« m aal der «°r Magi te$«N findet °°rM eiten Jlantmer jtalf. - et.goloiie ^tettw

35 «bmVst WM

<säsz*

ÄfsflS* S* 7r»M°k wie a-fi- ' ib ip,elte2; 3i PrrsoM rvarkU DUl

ÜawtiCw !Ä» I.'* , tu »in Sri'

» * Ötmel *1* ei°-«°°"1 ge»* ge« f

«jfSi*** * 66

s9

1 * ,, Lao'

x-W »e«S«E rrb-U^g ! £'%$*; i Sinn« °°« w, «Ä'feS*;' 5 ft&tf;

'S'»»' j

VH

4

deren das Weite suchten.

Tie Marine - Ausstellung

Wetter

Mai

50 E.N.E. | 2

8*/i % Reichsanlehe .

Tendenz rege.

8% 8Vlc/o 8%

. 217 40 . 188 60 . 182.00 . 148.60 . 151.70 . 145.00 . 163.00 . 212.50 . 193 70

. 177 25

fternh. Himmel Sonnenschein Sonnenschein

756,9

756,6

754,7

Kreditaktien . . Dißkonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsgee. Oeeterr. Staatsbahn Gotthardbahn . . Lanrahütte . .

Bochum . . . . Harpen er . . . .

do Konsole do

Abteilung eine wesentliche Zunahme zu verzeichnen. Die Pfiagst- ferten beginnen am Fr-iiag den 24. Mai und dauern bt6 Donnerstag b-n 4 Juni, suSlchl-ßl<ch.

Gottesdienst in der Synagoge, Südanlage. Israelitische Keligionsgemcinde.

Areitag den 24., und Samttag den 25. Mat 1901: Wochevfest.

f. Tag. Vorabend 7" Uhr, morgens 880 Uhr, Predigt.

2. Tag. Borabend 7" Uhr, morgens 891 Uhr, n»<rmtU«gS r, FesteeauSg-na 9" Ubr.

8«/s% Hessen . . .

5 % Italien. Rente . .

4% Griech. Monop.-Anl

3 o/o Portugiesen . . R O/o Mexikaner . . .

<Vi % Chinesen . . .

Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Märkte. . _

fc. Frankfurt <u M., 21 Mat. (Heu« und Strohmark'.) Angefahren: 22 Wagcn mit Heu, 5 mit Stioh. Heu Mk. 4.30 biS Mk. 4 80, Slrvh (Roggenstroh) Mk. 3 50 bt8 Mk. 3.80. Alle« per 50 Kilo.

. 98.45

. 88 05

. 98 45

. 88.00

. 95.30

. 93.25

43.90

. 25.80

. 27.00

. 82.70

Universitäts-Nachrichten.

Darmstadt, 21. Mat. Dee Frequenz der Technischen Hochschule beträgt im lausenden Sommersemester ca. 1600 Stu« dterende und Hospitanten, gegen 1563 tm Sommersemester 1900 und 1683 tm Wintersemester 19001901. Der Besuch der einzelnen Ab­teilungen ist nahezu derselbe geblieben, blos hat die Bau Ingenieur

Neueste Meldungen.

Berlin, 22. Mai. Zu den Preße, örterungen in der FrageHerstellung des Mittelland.Kanals im Wege des Aktien-UnternehmenS" erinnern dieBeil. Pol. Nachr." an den im Jahre 1894 an Interessenten für Er. richtung einer Verbindung des Dortmund-EmS-Kanals im Zuge der Süd-EmSchen Ltn.e mit o.m Ahern e.gangeren Staatsbescheid, nach welchem die Regierung bei derartigen Unternehmungen keinesfalls auf die Tarifhoheit des Staat« S verzichten könne.

Berlin, 22. Mai. Die Bank für Handel und In­dustrie bietet den Realobligationären der Deutschen Grundschuldbank an, ihre Realobligationen mit Coupon« per 1. Januar oder 1. April 1901 derart umzutauschen, daß für je 4000 Mk. Realobligationen gewährt werden 1000 Mk. Aktien und 1000 Mk. Schuldverschreibungen der neuen Bcr- liner Baugesellschaft, sowie 60 Mk. bar.

Aachen, 22. Mai. Ein in der hiesigen Sternberg- Affaire verhafteter Offizier beging in feiner Zelle S e l b st m 0 r d.

Greifswald, 22. Mai. Bei der gestrigen Reichstags, wähl im Wahlkreise Greifswald-Grimmen sind bisher gezählt für Behr (kons.) 6142, Gatheim (frs. Vg.) 5435, Knappe (Soz.) 1796 Hundert Bezirke stehen noch aus. Stichwahl wahrscheinlich.

Hamburg, 22. Mai. DaS SchiffSavoia" lief, durch Unwetter schwer beschädigt, den Hafen von Montevideo ai>, der Kapitän und drei Mann sind im Unwetter um ge­kommen.

Culmsee, 22. Mai. Der Gutsbesitzer Jesinowskt, der mit seiner Frau vom Bahnhof kam, wurde von zwei Unbc kannten niedergeschlagen, so schwer verletzt, daß er alsbald v e r st a r v.

Höchste Temperatur tm 20. bis 21. Mai 2(Xß0 C.

Niedrigste , 20. 21. <5° C.

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gieheu.

in Cassel, die mit einer Ausstellung des Alldeutschen Perbandes verbunden ist, ist am 18. ds. Mts. von dem Reichstagsabgeordneten Professor Dr. Scaffe mit einer kurzen Ansprache eröffnet worden. Eine Sachsen Häuser Obstfrau lag auf dem Totenbett, und schied sehr ungern von der Welt, wo sie so viele Früchte an den Mann ge­bracht hatte. Ihr Mann tröstete sie mit den Worten: Gräm Dich net do driwwer, daß De sterbe mußt; des sind't sich alles nun es werd schun geh. Guck emol, amol müsse m'r all in uftserin Lewe fterwe."Schafskopp!" lispelte die Rastlose, und richtete sich mit Mühe ein wenig empor,das is 's ebe! Wann m'r zehe- odder zwölfmal sterwe müßt, do dät ich m'r aus dem anemal nix mache!" Dienstag morgen brannte in Kirchhain die große Festhalle, in der im vorigen Jahre die landwirtschaftliche Ausstellung war, ab. Das mit etwa 9000 Mark versicherte vebäude siel in der Zeit einer halben Stunde den rasenden Flammen zum Opfer. Alle Löschversuche waren umsonst. Man vermutet B r a n d st i f t u n g.

Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt, den 21. Mai

Gerichtssaal.

D. Gießen, 21. Mai. (Strafkammer.) Die mehrfach vor­bestrafte Johannes Ernrtch Ehefrau in Gießen ist angeklagt, auch geständig, am 14 April 1901 oder um diele Zeit, dem Schreiner Jean Sann von hier eine Schürze voll Kartoffeln, einige Roterüben und ungefähr vier Pfund eingemachte Bohnen in rechtswidriger Absicht au» einem oerschloffenen Keller entwendet zu haben. Die Angeklagte behauptet, aus Not gehandelt zu haben. Die erfolgte Beweisaufnahme aber entrollt ein für die strafrechtliche Beurteilung der Thai der An­geklagten wenig günstiges Bild; denn sie beweist, daß die Angeklagte, der ausreichende Geldmittel immer zur Verfügung standen, t ur zur Befriedigung ihrer diebischen Gelüste das zur Verhandlung stehende Eigentumsdelikt beging. Die Staatsanwaltschaft beanttagt deshalb, auf «in Jahr Gefängnis gegen die Angeklagte zu erkennen, unter An­rechnung eines Monats der erlittenen Untersuchungshaft. Das Gericht beschlicht zunächst Aussetzung der Verhandlung auf eine Viertelstunde, um durch den zu sistierenden Jean Sann, dem Bestohlenen, feststrllen zu lassen, ob, falls sich das Delikt als Mundraub qualifirirrm sollte, der erforderliche Strafantrag gestrllt werde. Es wird inzwischrn gegen den mehrfach vorbestraften Adam Pfeffer von Niederasphe verhandelt, dem die Anklageschrift zur Last legt, im Januar d. I. den Landwirt Kinkel in Miltelgründau um den Betrag von 1,20 Mk., den Wilhelm Euler daselbst um den von 1 Mk., den Heinrich Jöckck dort gleichfalls um den von 1 Mk., durch die Vorspiegelung der falschen Thatsache, er wolle bei ihnen in Dienst treten, es fehle ihm aber daS zur Herbeischaffung seiner Papiere erforderliche Reisegeld, in rechts­widriger Weise geschädigt, außerdem im selben Monat durch fälschliche Anfertigung einer Privaturkunde in Büdingen einer Urkundenfälschung sich schuldig gemacht zu haben. Der Angeklagte ist in vollem Umfange geständig. Dem Antrag der Staatsanwaltschaft gemäß erkennt daS Gericht gegen ihn unter Anrechnung einer gegen ihn kürzlich durch U teil der Strafkammer erkannten Gefängnisstrafe von neun Monaten auf eine solche von insgesamt einem Jahr« sechs Monat«. Es wird darauf fortgefahren in der Strafsache gegen die Johannes Emrich Ehefrau in Gießen. Der unterb-strn erschienene I «n Sann stellt formellen Strafantrag gegm die Angeklagte. DaS Urieil lauf t gegm die Angeklagte unter Aufrechnung eine» Monats

beim Publikum großen Heiterkeitserfolg erzielten." Der Wormser Generalanz." meint, der nationalliberale Vorstand habe sich in allen Punkten mit Reinhart solidarisch erklärt, und jede MeinungSdifferenz in Abrede gestellt." Die Wormser Zig." bemerkt, daß es nicht zulässig sei,interne nationalliberale Parteiangelegenheiten" in einer Versammlung zu behandeln,wo die Todfeinde unserer Partei Stimmung zu machen versuchen."

* Kleine Mitteilungen an! Hessen und den Nachbarstaaten. In Friedberg findet am 12. und 13. Juni die 37. Jahres­versammlung der Südwestdeutschen Konferenz für Innere Mission statt. Am Vormittage des ersten Versammlungs­tages spricht Oberkonsistorialrat a. D. Waas-Gießen über: Wie schärfen wir unserm Volk das Gewissen für seine Er­ziehungspflicht?" Die kirchliche Wald- und Maifeier, die an Christi Himmelfahrt auch dies Jahr wieder am Melita- turm bei Seeheim gehalten wurde, hatte sich einer über­aus zahlreichen Beteiligung aus fern und nah zu erfreuen. Die Hauptpredigt hielt Pfarrer Tr. Naumann aus Gießen.

- Neble Folgen hatte für einen Schreiner in Geiß-Nidda die Gewohnheit, während der Arbeit Nägel in den Mund zu nehmen, um sie dadurch anzufcuchten. Ein Nagel tarn ihm durch einen unglücklichen Zufall in den Hals. Unter den größten Schmerzen wurde der Unglückliche zum Arzte transportiert, der ihm dann bald den Nagel aus dem Halse hervorzog. Dienstag Nachmittag drangen fünf Schulbuben in Wetzlar in den Laden des Kaufmanns Lau, um die Kasse zu plündern. Es gelang den Spitzbuben auch in Wirklichkeit, einen Geldbetrag von ca. 8 Mark, sowie 10 Tafeln Ehokolade zu entwenden. Drei von den Jungen wurden jedoch im letzten Augenblicke gefaßt und geschlossen zur Polizei gebracht, während die beiden an-

UntrrfuchungShaft auf eine Gefängnisstrafe von einem Jahre, mit der Begründung, daß nicht Mundraub, sondern schwerer Diebstahl *18 vorliegend anzusehen fei. In der Strafsache gegm den Ernst Müller in Oppenrod und dm Heinrich W i ß n e r in Dannmrod wird die Berufung deS erstgenannten Angeklagten gegen daS Urteil Großh. Schöffengerichts Homberg vom 26. März 1901 wegen Nichterscheinens kostmfällig verworfen. Die Verhandlung gegen den Angeklagten Wißner wird, da die Anwesenheit dcS ander.n An­geklagten notwendig erscheint, ausgesetzt und besten Labung zum Termin, der auf den 14. Juni d. I. anberaumt wird, durch Gerichtsbeschluß angeordnet. ES sei bemerkt, daß beide Angeklagt n vom Gerichte erster Instanz in eine Geldstrafe von 932 Mk. verurteilt worden warm. Der beschäftigungslose August Seipel in Lißberg, der sich einer sehr umfangreichen Vorstrafliste erfreut, ist beschuldigt, im April d. I. dem Lehrer Hermann Schneider in Gießen einen Hut, dem Lederhändler Konrad Ohler dort eine Weckeruhr und einem unbekannten Eigentümer einen Ebenholzstock in rechtswidriger Absicht entwendet zu haben. Da der Angeklagte geständig ist, wird er, allerdings unter Berücksichtigung seiner vielen Vorstrafen, dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprechend, in eine Gefängnisstrafe von 2 Jahren verurteilt; außerdem wegen Bettelns in mehreren Fällen in eine Haftstrafe von 4 Wochen verurteilt. Die Kosten des Verfahrens fallen dem Angeklagten zur Last. Der An> geklagte wird überdies der Landespolizeibehörde überwiesen. Die Metzgergesellen Karl Herth in Eckartsborn und Otto Nanz in Düdels­heim sind angeklagt, zu Nidda im Jahre 1901 einen Geldbetrag von 500 Mk. ihrem Meister, Metzgermeister Otto Kratz dort, entwendet, den Diebstahl auch durch Anwendung von zur ordnungsmäßigen Eröffnung nicht bestimmtm Schlüffeln verübt zu haben. Die Angeklagten sind teil= weise geständig. Die Staatsanwalffchaft beantragt gegen den Angeklagten Herth eine Gefängnisstrafe von 1 Jahr, gegen dm Angeklagten Nanz eine solche von 8 Monaten, unter Zubilligung mildernder Um« stände und Aufrechnung von je einem Monat der erlittenen Untersuchungs­haft. Das Urteil der Strafkammer lautet demgemäß. Verschiedene Berufungssachen kamen nicht zur Verhandlung, da die eingelegten Rechts­mittel vor dem Termine zurückgenommen worden waren. Sämtliche An­geklagte erkannten die sofortige Rechtskraft der gefällten Urteile als­bald an.

P. Gießnr, 22. Mai. Gewerbegericht. Unter dem Vorsitz des Beigeordneten Wolff beginnt um IO1/« Uhr dic Sitzung des Ge- werbegerichlS. A!s Beisitzer fungieren die Herren I. Kirch und Aug Bock. Zuerst tcmmt die Klage deS Schlossergesillen Eckart gegen den Schlosserme'fter Leierzapf zur Verhandlung. Der Kläger verlangt von seinem Meister einen Lohnrest von 5.80 Mk., wogegen der Be­klagte «irc Gegenforderung einreicht. Durch die Bemühungen deS Vorsitzenden kam ein V-rgleich zu Stande, wonach der Bekiaate dem Kläger 3 Mk. bezahlt. Eine intereffanle Verhandlung bildet die Klage des Arbeiters Franz Jur acic und 36 anderen Leuten, von denen nur 10 deS Schreibens und nur 3 der deutschen Sprache kundig sind, gegen den Unternehmer Ludw. Weimer. DerGi.ß. Anz." brachte vor einiger Zeit die Notiz, daß ein bei den BahrhosSumbauten beschäftigt gewesener Schachtmeister, ein Oesterreicher. mit der Löhnung für etwa 40 Arbeiter im Betrage von c«. 1250 Mk. durchbrannte. Da Jbte Arbeiter dadurch ihres 14tägigen Lohnes verlu'.ig gingen, waren sie mitt.llos. Der Unternehmer Weimer versprach »hnen als Entschädigung für diesm Verlust zweimal 5 Mark zu gewähren und zwar an d<n Lohntagen. Die Leute arbeiteten unter der Versprechung weiter. Am ersten Lohntage bekamen sie 5 Maik extra ausbezahlt. Nach einigen Tagen verlangten sie aber, entgegen der Abmachung die »weite Rate von 5 Mark, die erst nach 14 Tagen fällig war. Um -hnen noch einmal entgegen zu kommen, zahlte der Unternehmer durch 'einen neuen Schachtmeister Brauer 3 Mark an die Arbeiter, womit diese sich jedoch nicht einverstandm erklärten, sondern wie auf Kommando die Arbeit niederlegten, und sogar tellweise mit Schaufeln und Messer auf ihren Arbeitgeber los stürmten, der notgedrungen flüchten mußte. Die Leute, die aus Kroatien, Böhmen und Mähren stammen, legten die Arbeit nieder und klagten beim Gewerbegericht auf Zahlung der refiierenden 5 Mk. und eines 7stündigen Lohnes von Mk. 2.10 In der Verhandlung ging es recht lebhaft zu. Das Gericht konnte sich jedoch nicht von dem Rechte eines Anspruches der Arbeiter überzeugen, vielmehr hätten diese durch die ungerechtfertigte Arbeitsniederlegung die Rechte verwirkt, eS verwarf deshalb die Klage und verurteilte die Kläger in die Kosten der Verhandlung. Zuletzt kam die Klage des Arbeiters Joh. 'N a k a r a d a h gegen den Unternehmer Weimer zur Verhandlung. Der Kläger forderte vom Beklagten einen Lohn von rund 30 Mk. Der Vor­sitzende schlug einen Vergleich vor, der denn auch durch Zahlung von 15 Mk. an den Kläger zustande kam.

fc. Frarerfirrt M», 21. Mai. DaS ^chöffengrrlcht ver­urteilte den Taglöhner Jakob Li mb ach aus Oderhöchstadt wegen BetrogSversuchs zu zwei Wochen Gefängnis. Er hatte versucht, alS angeblich bei dem Griesheimer Unglück zu Schaden ge­kommen, zu fechten.

Würzburg, 20. Mai. Die Strafkammer verurteilte den hiesigen Justizrat und Notar Alzheimer wegen Amtsvergehens ($ 348 Absatz 2) zu fünf Wochen, seinen Buchhalter Sandkühler zu drei Wochen Gefängnis.

RÜruberg, 21. Mai. Das Kriegsgericht verurteUte den Rechts. Praktikanten und Reserveleutnant Emil Rot Her aus Bayreuth wegen des Pistolenduells, daS er mit dem Forstassistenten Karl Weber auf dem Bayreuther Schießplatz ausgefochten hat, zu einem Vierteljahr Festungs­haft. Die Ursache des Zweikampfs war eine thätliche Beleidigung bei der Prinzregentenfeier am 13. März. Rottler wurde im Duell verwundet

N.E. | 4

Bekanntmachung»

Das Halte» der Fachselochseu für die Gemeinde Gießen soll vom 1. August 1901 ab auf weitere drei Jahre im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden.

Die Bedingungen liegen auf unserem Sekretariate Zimmer Nr. 15 offen. Interessenten wollen ihre Forder­ungen biS spätestens 1. Juni, vormittags 11 Uhr, verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen, bei der unterzeichneten Behörde einreichen.

Gießen, den 21. Mai 1901. 3733

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

_____Mecum.__

ZT 15 «" Treffer ZZ muß jeder einzelne Teilnehmer schon bis 30. Zmri ds. Is. erzielen. Nur eiumatige Zahlung. Man verlange sofort kostenlosen Prospekt. Friedrich Ksser, Bank-Kommission, Frankfurt a. M. 3"!

^1 Kostenkases K-chschlagen sämtlicher Prämienlose.

liiilmlitllr oii(l Ilgrw-InMt

A Aug. Gabriel jr. A

Giessen-Abendstern,

Auf Ziegelpresse hergestellte, im Ringofen gebrannte prima Ziegelsteine H können täglich abgefahren werden. 3605

Versteigerung.

Donnerstag den 23. Mai d. I. nachmittags 27s Uhr, werden im Bnker'schen Saale Aengadl 55 versteigert:

1 Ladenschrank mit Untersatz, 1 Palme mit Ständer, 2 Sophas, 1 Sekretär, 1 Kleiderschrank, 1 Konsol, 1 ov und 1 runder Tisch, 1 Spiegel, 1 Nähmaschine, 3 Kasten­wagen, 2 Hobelbänke, 2 schwere Zugpferde, 1 große PartieKonserven, Weine, Kognak, Rum, Arrak, Thee und Kolonialwaren, 1 goldene Herrenuhr mit Kette u. a. m.

Die Versteigerung wird voraus sichtlich teilweise bestimmt statlfinden. 3728] S«ißler, Gerichtsvollzieher

Die Versteigerung der in meiner obigen Bekanntmachung erwähnten ausgezeichneten Zugpferde findet destimmt statt.

Geitzter, Gerichtsvollzieher.

Versteigerung.

Donnerstag den 23. d. SR., nachmittags 2 Uhr, versteigere ick Marktplatz 6 eine Erker- einrichtnng zwangsweise gegen bar. Versteigerung bestimmt.

Gießen, den 22. Mai 1901. 3742 Veiprl, Gerichtsvollzieher.

Versteigerung.

Donnerstag de« 23. d. M>, nachmittags 3 Uhr, versteigere ich dahier Neustadt 55: Haus' und Küchengeräte aller Art, sowie eine Ladeneinrichtung zwangsweise gegen Barzahlung. 3743

Gießen, den 22. Mai 1901.

Seipel, Gerichtsvollzieher

Vorzüglicher deutscher u. franz. Kognak ärztlich empfohlen die Flasche von Mk. 1.50 an in gut gelagerter Qualität stets vorrätig bei 413

A. & G. Wallenfels, W einhandlung Telephon46. Marktöl. Für Hotels u. Restaurants Vor­zugspreise. Prompter Versand nach auswärts.

ISonnenschirme!

Nilkigster Einkauf. 01872 Aeparatureu u. Aeöerzieye« sof.

I. Zufall, Kreuzplotz 4.

fiuokntnlfldifarbe - große Patentbüchse zu 1.80 Mk. empfiehlt die »dler-Drogerie äetterswkg 39. Otto Schoss

Bahnhofstr. 64 ist eine schöne 56-Zimmerwohnung mit Bleich- platz u. Zubehör p. 1. Juli zu verm. Näh. Bahnhofstr. 8t im Laben.

01994] Mansardenwohnung neu hergerichtet, an ruhige Leure zu vermieten Dchukstraße 10. ^amrüenwohnung mit Zubehör 1) m vermieten. Schützenstraße 19. Ower-Zlmmer-Wohnung mit Zu- Q behör zu verm. Weserstr. 15. Cfcxemrbl. möbl. Zimmer v. 1. Ium

an zu verm. Schillerstraße 23.

Möbl. Zimmer mrt Kabinett so­fort zu vermieten. Ederstraße 1. »INövliertes Zimmer zu ver MV mieten. Bahnhofstr. St,IV

Stöbt. Schlachthaus. Areikauk. 37 u

«WflkW 50 M Schwemtflkilch 45 Pfz. frisch und gesalzen

Wie haben Sie eS nur fertig ge­bracht, daß dieseSmal die Fußböden so prachtvoll geworden sind? Mit

FritzeS Bernstein Lei Lack farbe^ ist es weiter kein Kunst­stück, dieselbe übertrifft an Halt­barkeit, schnellem Trocknen und elegantem Aussehen alle anderen Fußbodenlacke. 2929

Niederlage bei:

Aug.No«,Sahch"fstr.51

MvniiptnngM