Ausgabe 
23.5.1901 Zweites Blatt
 
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Nr 119 Zweites Blatt.

151. Jahrgang.

Donnerstag 23. Mai 1901

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Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

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Amtlicher Teil.

Bekanntmachung.

Die Ostaulage zwischen Wallthorstraße und Wiesenstraße wird neu eingedeckt und eingewalzt und deshalb für die Zeit vom 23. bis 25., und 28. und 29. l. Mts. für den Fuhr- wrrkSverkehr gesperrt.

Gießen, hen 22. Mai 1901.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Hechler.

Ualitische Tagesschau.

Die beiden verhaftete« Direktoren der Pommerschen HypothrkeN'Nktienbank, Kommerzienrat Schultz und Romeick, werden fich wegen Vergehens gegen das Aktiengesetz zu verantworten haben. Trotz der in Höhe von 100 000 Mk. angebotenen Kaution ist die Ent­lastung der Direktoren aus der Untersuchungshaft abgelehnt worden. Im Untersuchungsgefängnis befindet sich jetzt eine, stattliche Reihe von Bankiers, da schon früher bekanntlich Generalkonsul Schmidt (Inhaber der Bankstrma Anhalt und Wagener Nachf.), sowie die Herren Sanden, Puchmüller und Warstnski verhaftet wurden. Bon den beiden neu htnzugekommenen ist Schulz in letzter Zeit noch zum Kommerzienrat ernannt worden. Er hatte ebenso wie Romeick viel Geld für Wohlthätig- keitszwecke ausgegeben, lebte auf großem Fuße und bewohnte eine eigene, [e9 schöne Villa zu Charlottenburg. Sein Schicksalsgefährte Romeick hatte eine Villa in Wilmersdorf und in der Nähe auch große Grund- Mcke. Die Pommersche Hypothekenbank 'hatte vor längerer Zeit den T t-l .Hofbank Ihrer Majestät der Kaiserin" erhalten, wie es heißt, nur fttr diejenige Zeit, in der die jetzt Verhafteten die Leitung führten. Die beiden Herren erfreuten sich aber des Vertrauens sehr hochstehender Personen. Am Dienstag fand im Auftrage der Staatsanwaltschaft eine umfassende Haussuchung bei den Verhafteten statt, wobei eine große Anzahl Papiere beschlagnahmt wurden.

Die Verhaftung der Direktoren Romeick und Schultz steht, wie der ^Deutsch. Tgztg." versichert wird, mit der Beleihung des bekannten großen Tietzschen Warenhauses in Berlin in direktem Zusammenhang. Als Tietz eine Hypothek von 7 Mill, bewilligt wurde, stellte man ihm von der Direktion die Bedingung, daß er ein Terrain zum Preise nahezu einer Million mit in den Kauf nehmen sollte. Tietz mußte diese Bedingung erfüllen, wenngleich et selbstverständlich nach dem Terrain dui chau« kein Verlangen hatte. Es wird ferner versichert, daß bei dieser Transaktion persönliche Interessen in Frage kamen, deren Verfolgung mit der amtlichen Thätigkeit gesetzlich unvereinbar ist. Doraussichrlich wird die Untersuchung noch verschiedene andere Unregelmäßigkeiten zu Tage fördern. Auch eine politische Seite hat die Katastrophe bei der Pommer­schen Hypothekenbank. Als der Krach der sogen. Spielhagenbanken herein- brach, habe die Preußische CentralgenossenschaftSkaffe der Pommerschen Hypothekenbank größere Posten Geld dargeliehen, die diese Bank offen, sichtlich zu dem Zwecke brauchte, um ihre an der Börse zum Verkauf kommenden Pfandbriefe aufzunehmen. Die Freunde der CentralLenoffen- schaftk kaffe machten gewissermaßen entschuldigend darauf aufmerksam, daß der Präsident der Preußischen Genoffenschaftskaffe zugleich Treuhänder bei der Pommerschen Hypothekenbank sei. Das würde freilich nur eine sehr dürftige Entschuldigung für das behauptete Verfahren sein.

Zu den Vorgängen in Ser b ie n wird aus Wien geschrieben: Durch die letzten Ereignisse hat offenbar auch, der bisher herrschende russische Einfluß in Belgrad einen argen Stoß erlitten. Denn von dem schiefen Licht, das nun auf die Königin Traga gefallen ist, wird and) das Vorgehen des früheren russischen diplomatischen VertretersManssurow einigermaßen beleuchtet; aber es nimmt sich in dieser Beleuchtung nicht sehr gut aus. Es ist bekannt, daß Königin Dragavollkommen unter dem Einflüsse Manssurows stand, und daß sie es vornehmlich ihm zu verdanken hat, wenn sie über­haupt Königin geworden ist. Einige Details aus der Vor­geschichte der Ehe, die jetzt bekannt werden, können dies; bekräftigen. Ehe Milan im Juni vorigen Jahres nach Karlsbad abreiste, ohne eine Ahnung von den Heirats­plänen seines Sohnes zu haben, hatte er die Verhandlungen mit einem deutschen Fürstenhause bereits abgeschlossen, die dahin führen sollten» daß König Alexander eine Prinzessin vvn Schaumburg-Lippe heiraten sollte. Tie Zustimmung des Schaumburg-Lippeschen Hauses und der Prinzessin war bereits erfolgt, und nach Milans Rückkehr sollte die Verlobung offiziell stattfinden. Tiefe Absichten wurden aber durch Manssurow durch­kreuzt. Er mochte vielleicht von einer deutschen Königin in Serbien befürchten, daß sie ein starkes Gegengewicht gegen den russischen Einfluß bilden werde, und außerdem fdieint ihm, einem sehr frommen, orthodoxen Russen und intimen Freunde Pobjedonosszews, daran gelegen gewesen zu sein, daß der König eine orthodoxe Tame heirate. Man benützte nun Milans Abwesenheit und die Schwäche des Zungen Königs, um den Heiratsplan mit Frau Traga Maschin ins Werk zu setzen, und schon damals benützte inan es als eine Art von Pressionsmittel, daß sich Frau Traga in anderen Umständen befinde Tie Verlobung wurde rasch.proklamiert, und alle mußten sich der vollzogenen Thatsache fügen. Nun zeigte sich aber schon vor Monaten, öaö die Sach« nicht so gut ausgefallen war, wie man gehofft hatte, und Manssurow soll auch in Petersburg in Ungnade gefallen sein. Er wurde jedenfalls durch Tscharykow ersetzt, und nun fügte es sich so, daß gerade das Eingreifen des Zaren zu der Enthüllung des wahren Sachverhalts in der letzten Geschichte beitrug. In Wien iteht man den Ereignissen vollkommen ruhig gegenüber ob man kümmert sich nicht sehr um das», was im Paläste u ergeht. In der That ist es viel weniger wichtig, wer im Serbien regiert, als wie regiert wird.

Ueber die Stimmung in Serbien wird noch folgendes gemeldet: Der serbische Ministerpräsident Wuitsch befragte im Auftrage seines Königs den serbischen Gesandten in Petersburg, Novakovitsch, ob es nicht zweckmäßig wäre, daß er nach Belgrad komme, oder eine Vertrauens­person nach Petersburg abgehe, um etwa irrige Ansichten beim Hofe in Petersburg richtig zu stellen. Novakovitsch antwortete lakonisch: Nein! Gleichzeitig bat er um Ur­laub nach dem Kaukasus. Aus diesem telegraphischen Ur­laubsgesuche folgert man, daß dem Gesandten der Boden an der Newa allzu heiß geworden sei. Man erwartet von der Königin Traga, die 12 Jahre älter ist, als ihr Gemahl, nicht mehr einen thronberechtigten Sprossen des Hauses Obrenowitsd). Alldas läßt gerade bei den hoch- gesteNten Persönlichkeiten lebhafte Beunruhigung Platz greifen, die so thun, als ob es sich um einen harmlosen Zwischenfall handele. Im Volke aber bricht sich die un­umstößliche Ueberzeugung Bahn, daß auf dem serbischen Königsthrone nicht aNes beim alten bleiben könne noch dürfe.

Durch die offiziösen Telegraphenbureaus wird folgendes aus Belgrad gemeldet: Tie bisherige Hofdame der Königin, Petrowitsch, ist anläßlich ihrer bevorstehenden Verheiratung aus dem Hofdienste geschieden. (Ei ei! Wenn eine solche Lappalie auf halbamtlichem Wege aller Welt verkündet wird, dann sagt sich! alle Welt: Dahinter steckt etwas! D. Red.) Tie Königin nahm wieder an der Hoftafel teil. Auf das Glückwunschtelegramm des Königspaares zum Geburtstage des Zaren übermittelte dieser telegra­phisch seinen tiefen Dank für den liebenswürdigen Glück­wunsch

Die Lage in China.

Generalfeldmarschall Graf Waldersee meldet aus Peking: Boxerbewegungen im Süden von Paotingfu schei­nen durch Eingreifen des Generals Bailloud schnell unter­drückt zu werden. Bei Explosion in Kalgan sind 200 Chinesen verunglückt. Rücktransport unserer Verwundeten im Gange.

Die Vertreter Chinas haben die von den Gesandten der Mächte vorgeschlagene Abgrenzung der Gesandtschafts-Terri­torien in Peking anerkannt.

Im englischen Unterhause erklärte auf eine Anfrage Unterstaatssekretär des Aeußern, Lord Cranborne, der bri­tische Generalkonsul in Tientsin habe berichtet, daß am 4. Mai ein Schlepp- und Leichterschiff, das die eng­lische Flagge trug, eine deutsche Pontonbrücke angefahren habe. Tie deutschen Soldaten hätten Feuer auf den Schlepper gegeben und zwei Chinesen ver­wundet; später seien sie an Bord gekommen und hätten die Mannschaft an Land gebracht. Tie Angelegenheit sei durchs den in Tientsin kommandierenden britischen General dem deutschen General mitgeteilt worden und der letztere habe in seiner Antwort das Bedauern über den Vorfall ausgedrückt und versprochen, Maßregeln zu treffen, um! der Wiederkehr eines ähnlichen Vorge^ns für die Zukunft vorzubeugen.

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Telegramm des Gießener Anzeigers.

Peking, 21. Mai. Am 19, ds. stießen vor dem chine fischen General Liu flüchtende Boxer auf zwei Kompagnien des 3. deutschen Regiments. Ueber 100 Chinesen wurden getötet.

Die Nachrichten ans Südafrika

lauten für die Engländer immer trüber. Jetzt hat sogar der Höchstkommandierende, Lord Kitchener, nicht übel Lust, die Flinte ins Korn zu werfen. Er soll dem« Kriegsamt gedrahtet haben, daß er das Kommando niederlegen werde, wenn die Regierung nicht größere Verstärkungen schicke. Mit anderen Worten: Kitchener will sich einen guten Abgangs sichern, da es ihm zur absoluten Gewiß­heit geworden ist, daß der bevorstehende Winterfeldzug, die Chancen der englischen Waffen auch nicht um Haares­breite verbessern wird. Lord Roberts hatte seinerzeit, als die Tinge nicht mehr nach Wunsch gehen wollten, zufällig das Unglück, mit dem Pferde zu stürzen, und sich einen komplizierten Armbruch zuzuziehen, was ihn zur alsbaldi­gen Niederlegung des Oberbefehls veranlaßte. Im Grunde ist sich doch auch Lord Kitchener darüber klar, daß die Ver­stärkungen, die ihm das Mutterland jetzt nachsenden kann, zum wenigsten aus brauchbaren Elementen bestehen werden. Was England davor besaß, hat es längst an die Front gesandt. Als ob überhaupt der Guerillakrieg, um den es sich jetzt allein noch handelt, durch ein Massenaufgebot bri­tischer Truppen beendigt werden könnte! Nein, die eng­lischen Heerführer sind samt und sonders ratlos, ver­zweifelt, und wünschen nichts sehnlicher, als aus Süd­afrika herauszukommen, Kitchener obenan. Ob Lord Salis­bury auch dieser Erscheinung eine günstige Seite abge­winnen wird?

Die meisten englischen Blätter enthalten unausgesetzt Berichte, aus denen Ungeduld, Mißmut und üble Launen sprechen. 9hir derDaily-Mail"-Berichterstatter sieht die Lage nicht ganz so ungünstig an. Jeder urteilsfähige Eng­länder aber sieht nachgerade ein, daß die Lage in Trans­vaal keineswegs rosig ist Der Winter mit seinen furcht­bar falten Nachten ist wieder da und zehrt an den des Klimas ungewohnten Engländern und ihren Tieren. Die

Burenhaufen, die sich teils in dem Buschfeld halten, teils schon wieder herausgetreten und auf dem Zkriegspfade be­griffen sind, verfügen nock) immer über Menschen, Tiere und Kriegsvvrrat. Auch ihr Gottesglauben wird nicht ge­litten haben, und sie werden das Auftreten der Pest aus eine Strafe Gottes zurückführen. Aus englischen Quelle« geht hervor, daß Mitte Mai die Buren et nm folgender­maßen verteil! waren: 1. JnderKapkolonie: Schee­tz e r mit 800 Mann und mehreren kleinen Kommandos bei Murraysburg, Richmond und Middelburg. Latega « mit 100 Mann bei Colesberg. Kruitzinger soll mit 700 Mann den Oranjefluß wieder nach Norden überschritte, haben. Schließlich sei noch erwähnt, daß De Wet tief in derKapkolonie bei Grahamstown in den Zuurbergen vermutet wird. 2. Im Oranjestaat: Steijn wurde bei Vrede östlich von Kroonstad bemerkt. Er soll sich von den Truppen des Generals Elliot zurückgezogen haben. Hertzog und Brand'im Südwesten des Freistaats. Bei Abrahamskracch im Westen des Freistaats wurden Eng­länder gefangen genommen; es ist unbekannt, welches Burenkommando dort weilte. Vielleicht waren es Leute von T e l a r e y, dessen Abmarsch von den Magaliesbergen und der Klerksdorper Gegend nach Süden gemeldet wurden 3. In Transvaal: Beyer mit 400 Mann bei Nyl- stroom. Im Bezirk Zoutpansberg mehrere Kom­mandos. Louis Botha und Christia n B ot h a stehen bei Ermelo und Carolina, und zwar scheint die Vorhut unter Joubert mit 200 Mann bei Carolina und ein Teil unter Christian Botha bei Ermelo, die Hauptmasse unter Louis Botha zwischen beiden Orten zu stehen. Im ganzen sind das nock) recht ansehnliche Haufen, wenn aud) jeder einzelne die Zahl von 1000 nicht erreichen mag.

Aus Middelburg meldet Reuters Bureau: Eine bedeutende Konzentrierung der Buren geht in den Zuurbergen vor sich. Viele neue Burentrupptz überschreiten den Oranjefluß, um dorthin zu kommen; auch Kommandant Fouche stieß zu denselben, deren Stärke auf 1000 bis 1500 Mann geschätzt wird. De Wet soll über sie das Kommando haben; doch ist dies noch nicht bekannt. *

Telegramm- des Gießener Anzeiger-.

London, 22. Mai. Reuter meldet aus Middelburg: Bei dem vom Oberst Scobell in der Nacht zum 19. d. M. unternommenen Angriffe verlor Kommandant Malan alle Reservepferde, da 38 erbeutet waren. Zahlreiche Buren mußten ohne Sattel zu Pferde steigen, da sie die Sättel bei der Flucht zurückgelaffen hatten. Die Engländer nähme» die Verfolgung gestern wieder auf und stießen auf eine Burenabteckuvg in starker Stellung, woraus einige Geschoffe geworfen wurden. Eine Aeomanry Patrouille griff den Feind im Rücken an und machte 6 kampfunfähig. Aus den Kämpfen der beiden letzten Tage geht hervor, daß die Truppe Malan's, vollständig desorganisiert ist. Unter 80 Manu, die unter dem Befehl Lategan'S stehen, befinden fich nur drei, welche nicht zu den Aufständischen aus der Kapkolonie gehören.

London, 22. Mai. Nach der Verlustliste find im Gefecht bei Grobelaarrcchte am 5. Mai aus den Reihen der Westaustralier ein Offizier und 5 Manu getötet, ein Offizier und 8 Mann verwundet, ein Mann vermißt.

Deutsches Keich.

Berlin, 21. Mai. Der Besuch des Kaisers in Danzig aus Anlaß des Stapellaufes des großen Schlacht­schiffesT" aus der dortigen Schichauwerft wird nach de« vorläufigen Bestimmungen in der Zeit vom 6. bis 10. Juni erfolgen. Außer dem Kaiser wird auch ein Vertreter des sächsischen Königshauses dort anwesend sein, da das Schiff voraussichtlich den Stammnamen dieses HausesWeltin" erhalten wird.

Ueber das in Bremen verübte Attentat aus den Kaiser hat sich in Osnabrück auf einem Kriegertage der Vorsitzende des deutschen Kriegerbundes, General der In­fanterie v. Spitz aus Berlin, in höchst bemerkenswerter Weise geäußert .Der General führte in seinem Kaisertoast u. a. folgendes aus:

Wenn da erzählt wird, daß nur eine kleine Be- schüdigung der Allerhöchsten Person stattgesunde« habe, so ist das nicht wahr. Wir selber haben gesehen, wie diese Narbe auf dem Knochen festsitzt, die unser Kaiser und König für fein Leben tragen wird. Sei« Leibarzt, Professor Dr. v. Leuthold, sowie andere Herren sagten: Es hätte eines Viertelzolles Breite nur bedurft, und dem Kaiser wäre rettungslos der Schädel zer­trümmert worden. Tas sind authentische Nachrichten. Tas Instrument, mit welchem geworfen worden ist, wurde mit solch unerflärlidjer Gewalt geschleudert, daß, wie mir Tr. Leuthold sagte, ein Herr, der weit davon stand und einen dicken Winterpelz anhatte, noch eine bedeutende Kontusion an dem Arm davongetragen hat. Wir könne« also der Wahrheit gemäß und ohne irgendwie etwas bemänteln zu wollen, sagen, daß Gott der Herr unfern Kaiser aus wirklicher Lebensgefahr gerettet hat!"" (Bewegung.) . , ,

Nach derKöln. Volksztg." erzählt man in hoch­gestellten Kreisen von einer außerordentlich scharfe« Antwort, die der Kaiser dem Pastor v. Bodel'chwingh