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erachtete den Entwurf für ungeeignet, da er den Gehilfen keinen wirklichen Schutz verleihen könne. Um eine gesunde Regelung herbeizuführen, sei ein Spezialgesetz erforderlich In einer längeren Resolution, die dem Reichstag und dem Bundesrat unterbreitet werden soll, wird um ein derartiges Gesetz für das Gastwirtsgewerbe petitioniert. — Die Frei« legung der Fundamente der römischen Thermen, auf die man im oberen Stadtteile hier vor einiger Zeit gestoßen, werden täglich interefsanter, sowohl was die Ausdehnung des Gc- bäudeS, als auch die Art des Mauerwerks betrifft. Ob eS ein öffentliches Gebäude war oder eine Billa mit großartiger Badeanlaqe ist, läßt sich vorerst noch nicht feststellen.
fc. Worms, 21. April. Der Groß Herzog hat zum 2. Hessisch-Pfälzischen Musikfest, das Pfingsten hier ab gehalten wird, sein Erscheinenzugesagt. Auch Staatsminister Rothe wird dem Feste beiwohnen.
Frankfurt, 21. April. Der Großherzg von Hessen kam heute Nachmittag hier an und fuhr mit dem planmäßigen Zuge nach Alsfeld (Jagdschloß Romrod) weiter.
Der in Frankfurt kürzlich verstorbene ehemalige Chirurg, Rentner Gering hat der Stadt Frankfurt zur Errichtung einer Heimstätte für alleinstehende Frauen 150 000 Mark vermacht.
fc. Gerstungen, 21. April. Im hiesigen Bahnhofe stieß gestern infolge falscher Weichenstelluna ein Rangierzug aus einen Güterzug. Tie beiden Maschinen und vier Güterwagen wurden zertrümmert. Ter B r e ni s e r S. von Neudietendorf wurde durch das Eindringen von Holzteilen in seine linke Körperseite sofort getötet. Tie Leiche mußte mit Aexten aus den Trümmern herausgehaucn werden. Das Lvtomotiopersonal wurde nicht lebensgefährlich verletzt. Der Materialschaden ist nach der „Hessischen Post" bedeutend.
•• Meine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. Die Firma Gebrüder Steinbach gibt die Restauration des Frankfurter Hauptbahnhofs im Juli dieses Jahres auf. idei den Submissionsangcboten blieb Hoftraiteur Feilbach von Wiesbaden mit 105000 Mk. Höchstbietender.
Vermischtes.
* Berlin, 21. April. Wegen schwerer Urkunden fälschungen, Betrugs und Veruntreuungen im Amt ist der Geheime expedierende Sekretär und Geheime Kalkulator im Ministerium des Innern, Robert Meder, verhaftet und in das Untersuchungsgefängnis eingeliefert worden. Meder hat im Laufe des letzten Vierteljahres wiederholt Kaffenanweisangen, die ihm in seiner Eigenschaft als Ministerialbeamter zugäng lich waren, mit den Unterschriften der obersten Beamten des Ministeriums des Innern gefälscht, die erschwindelten Summen an der Staatskasse abgehoben, sowie amtliche Gelder, die er )urch betrügerische Manipulationen an sich gebracht, unterschlagen. Insgesamt dürfte die Staatskasse um etwa 8000 Mk. durch Meder geschädigt sein. Derselbe hat alsbald nach seiner Verhaftung ein umfassendes Geständnis abgelegt. Meder führte einen wenig soliden Lebenswandel. Zuletzt bezog M., der als Geheimsekretär im Rang der Räte 5. Klaffe stand, ein JahreSgehalt von 5000 Mk., von denen er 1000 Mk. auf Wohnungsmiete verwandte. Im Ministerium genoß er den Ruf eines pflichteifrigen, völlig intakten Beamten. Im Ministerium hatte er vielfach mit Vertragsabschlüssen über Lieferungen und Sendungen, sowie mit dem DarlehnS- und Sparkaffenwesen zu thun. Bei der Abwicklung dieser Ge schäfte setzte seine verbrecherische Thätigkeit ein. Er fälschte Anweisungen zu Zahlungen an die Kaffen, indem er die An Weisungen mit den Unterschriften der höchsten Beamten im Ministerium versah. Andererseits behielt er angewiesene Zahlungen durch allerlei Schiebungen für sich zurück. In den meisten Fällen find seine Manipulationen mit großer Plumpheit auSgcführt worden. Die Betrügereien mußten zu Tage kommen, als die Abrechnungen zwischen den Kaffen und den anweisenden Behörden fällig wurden. Wenige Tage vor seiner Verhaftung wurde M. im Dienst nachlässig und blieb vom Bureau weg.
• Ermordung zweier Deutschen in der Süd- fee. Aus Cooktown in Australien ist die Trauernachricht eingetroffen, daß der Gelehrte Menke, Leiter einer zur geographischen und naturwiffenschaftlichen Erforschung der Südsee-Jnseln ausgerüsteten Expedition sowie ein deutscher Kolonist namens Caro, bei Sankt Mathias auf den Mac- iuari-Jnseln (eine Inselgruppe südlich von Neuseeland) von Eingeborenen ermordet wurden. Der Schiffsarzt des Dampfers .Eberhardt", Dr. Heinrich, und Seemann Krebs wurden verwundet. Die bisher erfolgreiche Expedition wird über Brisbane nach Matupi weitergehen.
* Prag, 21. April. Der Stadtverordnete Paruzek wurde heute nachmittag von einem ehemaligen Angestellten auf offener Straße durch Revolverschüffe getötet. Der Mörder wurde verhaftet; er gestand, den Mord aus Rache wegen seiner Entlassung verübt zu haben.
Kunst und Wissenschaft.
Auf dem z. Z. in Berlin stattfindenden Kongreß für innere Medizin sprach Profefior Sommer aus Gießen über die Analyse Ler Bewegungsstörungen, bei Nerven- unb Geisteskrankheiten mit Demonstration an Apparaten.
— Der Lltefte lebende Dichter der Gegenwart ist wohl Adolf Katsch, der Verfasser des preisgekrönten Kommersliedes „Hundert Semester*. Er wurde am 21. April 1813 in Berlin geboren, feierte -ilfo gestern seinen 88. Geburtstag. Während des deussch-franzüsischen :Krieges war Katsch als Oberzollinspektor in Kehl stationiert und wählte :nach seiner Pensionierung seinen Wohnsitz in Oppenau in Baden. Er tdar s. Z. ein eifriger Mitarbeiter an der Dorfzeitung des Lahrer Hinken- ben Bolen und ist der Verfasser vieler hübscher Lieder und Gedichte — sschon im Jahre 1858 erschien eine Sammlung — und mehrerer Romane rund Erzählungen. Am meisten hat sich Katsch bekannt gemacht durch ssein oben genanntes im Lahrer Kommersbuch veröffenllichtes preisgekröntes :2ieb „Als ich schlummernd lag heut nacht", das auf allen Universitäten ;xnb überall gesungen wird, wo die Erinnerung an die Poesie des Stu- Identenlebens noch nicht erloschen ist
Kopenhagen, 20 April. Der schwedische Forscher Professor Mathorst veröffentlicht eine Aufforderung an alle Polarfahrer, welche ?im Sommer die Westküste Spitzbergens und König Karlsland besuchen :Serben, Nachforschungen nach den Ueberresten der AndrLeschen 'Lxpebition anzustellen.
Gerichtssaal.
Lod. Darmstadt, 19. April. Slrastammer. Der nahezu 80jäh rige frühere Bürgermeister und Oktsvorsteher Massing in Griesheim, sowie bet 46jahrige Lehrer G. Trautmann dort, geboren in Schafheim batten sich wegen Urkundenfälschung und Betrug zu verantworten. Dem Lehrer Trautmann wurde im H-rbst 1899 die Dienstwohnung durch die Bürgermeisterei per 1. Dezember 1899 gekündigt, da man diese anderwärts benötigte. Er hatte sich daher ein Haus gekauft, das er am 1. Januar 1900 anlreten sollte, er konnte wegen Krankheitsfällen in der Familie rc. bte Wohnung nicht vor bem 10. Februar 1900 verlassen, inzwischen war ihm aber sein Gehalt incl. der Wohnungsvergütung, obwohl er noch die Dienstwohnung innehatte, bis zum 10 Februar angewiesen und ausbezahlt. Aus Reklamation der vorgesetzten Behörde, mußte er aber fragt. Betrag von Mk. 47 91 wieder an die Gemeindekasse zurückzahlen. Dies schien ihn nun zu schmerzen; angeblich, weil er die Zinsen für sein gekauftes Haus schon ab 1. Januar zu zahlen hatte, hielt er sich für berechtigt, den Bettag zu empfangen, der Gemeinderat, wie auch der Kreis- ausschuß schlugen aber feine Gesuche in dieser Beziehung ab, ttotzdem gelang eS ihm, nach verschiedenen Manipulationen, indem er dem Gemeinderechner erzählte, die Entscheidung des Kreisamtes sei ein Irrtum, den 80jährigen Bürgermeister zur Ausfertigung einer Anweisung zu bestimmen und das Geld zu erlangen. Der Bürgermeister will die Anweisung unterschrieben haben, weil er glaubte, daß diese älteren Datums und in Ord> nung sei, er sei kränklich gewesen und habe die Angelegenheit nicht so genau verfolgt. Beide erhalten wegen obiger Delikte je einen Monat Gefängnis.
Posen, 20. April. Wegen Zeugnisverweigerung in dem Geheimbündeleiprozesse gegen polnische Gymnasiasten wurden einige polnische Sekundaner des Schrimmer Gymnasiums zu je Mk 300 ober 6 Wochen Hast verurteilt.
Arbeiterbewegung.
Genu«, 21. April. Als der Dampfer Perco ankam, gingen die Heizer an Land und schlossen sich den Aussiändischen an. Auch fünfzig spamschc Heizer, die zum Ersatz der ausständigen Heizer engagiert waren, weigerten sich bei der Landung an Stelle der ausständigen Heizer zu treten. — Der Bürgermeister hatte auf heute eine Versammlung der Rheder und der Vertreter der Kommission der Schiffspersonalverbände einberufen, um eine Einigung herbeizuführen. Die Rheder lehnten die Einladung indessen ab, da sie nur direkt mit Vertretern ihres Personals verhandel» wollen. — Bei der heutigen Versammlung der Ausständigen in der Arbeiterkammer sprachen die Deputierten Chiesa und Cabrini; sie rieten zur Ruhe. Es wurde beschlossen, den Ausstand fortzusetzen.
Livorno, 20. April. Infolge von Meinungsverschiedenheiten mit der Verwaltung der Eisenbahnen sind die Arbeiter am Hafenbahnhof in den Ausstand getreten.
Pari-, 20. April. Der Minister Leygues gab dem Präfekten des Saone et Loire-Departements bekannt, daß sich für die von der Bergwerksgesellschaft in Montceau-les-Mines entlassenen Arbeiter in verschiedenen Departements Frankreichs Arbeit gefunden habe. Gleichzeitig traf die Regierung Maßnahmen, um diesen Arbeitern die liebet; siedelung zu erleichtern. Das Streikkomitee in Montceau les-Mines wird die Vorschläge des Ministers den ausständigen Bergarbeitern vorlegen.
Marseille, 20. April. Die Marseiller Dockkompagnie teilte dem Handelsminister auf dessen Anfrage mit, daß ihr aus der Bewilligung der Forderungen der Hafenarbeiter eine jährliche Mehrausgabe von 750 000 Franks erwachsen würde, von welcher Summe sie 150 000 FrkS. tragen wolle; den Rest müsse sie durch Erhöhung der Tarifsätze herausbring.n
Jagd und Spott.
— Der Gießener «adfahrerverein 1885 beschloß tn seiner am Samstag abgehaltenen Generalversammlung, neben den in diesem Jahre überaus eifrig aufgenommenen Vereinstouren und Ausflügen eine größere Festlichkeit in dem hiesigen „Schützenhause" zu veran- ftalten. Als Tag der Abhaltung des Festes ist der 7. und 8. Juli 'n Aussicht genommen und an diesen Tagen tollen u. a größere Straßen-Wettfahrten, sowie ein PreiSkorfo abgehalten werden, auch ist eine Aufführung der in neuerer Zeit so beliebten Radspiele (Polo- ip'el) aevlant
Sptrlplso der verewigten Zrsvkfllrtrr Stßdttheater.
Opernhaus.
Dienstag, 23. April *) Tell (Oper). Mittwoch, 24. April. Konzert des Theater-Orchesters zum Besten feiner Wittwen» und Waisenkasse, unter Mitwirkung des Herrn Carl Friedberg und unter Mitwirkung des Herrn Kapellmeisters Carl Wolfram. Donnerstag, 25. April. Morma. Freitag, 26. April. Der Bettelstudent. Samstag, 27. April. Rigoletto. Hierauf: Der Kurmärker und die Picard e. Sonntag, 28. Apnl. Robert der Teufel. Montag, 29. Apnl. Der Troubadour. Dienstag, 30. April. Das Nachtlager in Granada. Hierauf: Tanzbilder. Mittwoch, 1. Mai. Carmen.
Schauspielhaus.
Dienstag,23.April. Frauen von heute. Mittwoch, 24. April Gebildete Menschen. Donnerstag, 25. April. Die rote Robe Freitag, 26. April. s'N ullerl". Samstag, 27. April. Die rote Robe. Sonntag. 28. April. 3*.2 Uhr. „S'Nullerl" 7 Uhr. Die rote Robe.
♦) Wenn nicht anders bemerkt, Anfang 7 Uhr.
Auszug aus den Standesamlsreglstem der Stadt Gießen.
Aufgebote.
April. 12. Jakob Groß, Etsenbahn-StationSgehilfe in Haiger, mit Johanna Louise Karoline Kraikei dahier. 13. Ludwig Jung, Postbote dahier, mit Anna Eltfabtth Niederhöfer Hierselbst. 13. Adam Weber, Former dahier, mit Marie Schneider Hierselbst. 13. Eduard Edwin Becker, Repetent an der theologischen Fakultät dahier, mit Mathilde Eugenie Mtna Sofi: Gros tn Darmstadt. 16. Kail Storck, Lokomotivführer dahier, mit Marie Luise Michel Hierselbst. 17. Lormz Michael Wilhelm Martin Hotz, Psarroerwalter in Ober- Gleen, mit Frieda Susanne Katharine Luise Albach dahier. 19. Heinrich Wölflng, Sattler und Tapezier dahier, mit Marie Katharine Mildner tn Heddernheim.
Eheschließungen.
April. 13. August Friedrich Louis Eisenttäger, Schreiner tn Lollar, mit Juliane Jung dahier. 17. Rudolf Köhler, Haboist dahier, mit Ernestine Friederike Charlotte Werner Hierselbst.
Geburleu.
Aprll. 10. Dem Weißbinder Heinrich Stühler H. eine Tochter, Katharine. 11. Dem Steinmetzen LouiS Schmidt ein Sohn. 12. Dem Taglöhner Friedrich Schupp eine Tochter, Helene. 12. Dem Taglöhner Christoph Henß ein Sohn. 13. Dem Bäcker Heinrich Steglinger eine Tochter, Elfte Marie. 14. Dem HauSdurschen Johann Konrad Heck- roth ein Sohn, Georg Heinrich. 14. Dem Schachtmeister Heinrich Weimer ein Sohn, August EmU.
Gestorbene.
Aprll. 15. Johann Heinrich Feußer, 52 Jahre alt, Fleischbeschauer dahier. 17. Libelle Bauer, geb. Bömberg, 48 Jahre alt, Ehefrau von Hermann Bauer dahier. 18. Jakob Rühl, 50 Jahre alt, Taglöhner dahier. 19. Elise Minna Johanna Ehrifttane Antonte Leo, 4 Jahre alt, Tochter des Kaufmann? Friedrich Leo dahier.
Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
R. ReichSbant. Der Diskontsatz der ReichSbank ist von
<*/»•/o aus *°/o herabgesetzt worden. — Lombard 5 /c«
ro. Arankftrrta.M., 22.April. (Telegr. Orig.-Bericht des Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarktpreise. Zum Berkaus
standen 414 Ochsen, darunter 120 aus Oesterreich, 45 Bullen, darunter 4 aus Oesterreich, 717 Kühe, Färsen und Rinder, darunter & auS Oesterreich, 2 Ziegen, 10 Ziegenlämmer, 20 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfd. Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual. 67—69 Mk., 2. Qual. 62-64 Mk., 3 Qual. 58-60 Mk- , Bullen 1. Qual. 58-55 Mk-, 2. Qual. 49-50 Mk.; Kühe und Färsen 1. Qual. 60—62 511, 2. Qual. 55-57 Mk., 3. Qual. 43—45 Mk., 4.Qual. 32—33 Mk., 5.Dual. 30—31 Mk. Bezahlt wurden für 1 Pfd. Schlachtgewicht Kälber 1. Qual. 78—80 Pfg., Lebendgewicht 46—49 Psg., 2. Qual. 70—73 Pfg., Lebendgewicht 42—44 Pfg., 3. Qual. 60—63 Pfg.; Schafe i. Qual. 58—60 Pfg., 2. Qual. 54—56 Pfg. , Schweine 1. Qual. 59 Pfg., Lebendgewicht 46 Psg., 2. Qual. 57—58 Pfg., Lebendgewicht 45 Pfg., 3. Qual. 50 Pfg. Geschäft gut, Markt geräumt.
Grünberg, 20. April. Fruchtmarkt. Durchschnittspreis pro 100 Kilo. Weizen 17,92 Mk., Korn 16,60 Mk., Gerste 15,50 Mk., Hafte '5,30 Mk., Erbsen 17,00 Mk., Linsen 00,00 Mk., Samen 00,00 Mk., Kartoffeln 6,00 Mk.
UnioersiMs^lachrichtrn.
— Am 9. Februar 1901 ist laut einer an diesem Tage an die „Burschensch. Blätte " abgeschickten Nachricht in Peking eine Bereinigung alter Burschenschafter gegründet worden. Vorstand ist der Armee-Auditeur Dr. Gelpke, Zivilpräfekt von Peking (Frankondr- Heidelberg).
Neueste Meldungen.
Sch. Darmstadt, 22 April. (Tel.-Meld. d. „Gieß. Anz.-) Heute nacht brannte die Malzfabrik GeruSheim a. Rhein nieder. Die Maschine« sind vernichtet. Ein Teil der Bureau- räume steht noch. Ueber die Ursache ist noch nicht- bekannt.
W. M a n n h e i m, 22. April. (Telephon-Meld. d „Giest. Anz.") HentSb morgen 7 Uhr schlug in der Nähe der Neckarspitze ein Boot msst 9 Insassen um. 4Personen ertranken und 5 Peiftonen sind gerettet.
London, 22. April. Der Kriegssekretär ernannte eine Kommission, die über die Frage der Erziehung von Kandidaten für die Offiziersstellen sowie über das System der Ausbildung in den Ausbildungskollegien beraten und Bericht erstatten soll, ob in der gegenwärtigen Methode des Eintritts in das Heer Aenderungen wünschenswert seien.
Wien, 22. April. Der Umzug anläßlich des Papst- lubiläumS, gegen den der Abg. Etsenkolb in der letzte» Sitzung des Abgeordnetenhauses Stellung genommen hatte, fand ohne Zwischenfall heute statt. Sämtliche katholische vereine, ungefähr 10,000 Personen, nahmen daran Teil.
Syduei, 22. April. Eingeborene ermordeten zwei englische Missionare am Fly-River auf Neu Guinea.
Frankfurt, den 22. April.
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Kreditaktien ..... 217.90
Diskonto-Kommandit . . 187 70
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Dresdener Bank . . . 148 70
Berliner Handelsges. . . 153 20
Oesterr. ötaatsbahn . . 148 66
Gotthardbahn . . . . 164 20
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Bekanntmachung,
betreffend: Die Bertilguug der Raupeuoester.
Die Garten- und Feldbesitzer der Gemarkung Gießm werden hiermit aufgefordert, bis zum 15. Mat 1901 ihre Baume, Sträucher und Hecken von den Raupmnestem zu reinigen. Diejenigen, welche dieser Aufforderung nicht Folge leisten, verfallen in die in § 368 des Reichsstrafgesetzbuche« bestimmte Geld- oder Haflstrafe. Außerdem wird die Ver- tllgung der vorhandenen Raupennester auf Kosten der Säumigen angeordnet werden.
Gießen, den 22. April 1901. 3080
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Mecum.
Bekanntmachung,
betreffend: Da» Einhalten der Taubm während der Saatzeit.
Die Besitzer von Tauben werden unter Hinweis auf Art. 79 des Feldstrafgesetzes aufgefordert, ihre Tauben vom 28. April bis 5. Mai 1901 in den Schlägen einzuhalte« Nebertretungen dieser Vorschrift müffen nach Maßgabe des Feldstrafgesetzes zur Anzeige und Bestrafung gebracht wnd«t.
Gießen, den 22. April 1901. 3081
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Mecnm.


