river bei Bereeutging ist er nach Docksburg (östlich von Johannesburg) weitergezogen, um sich mit Botha zu vereinigen. Man darf, ohne sich dabei einer Ucber- treibung schuldig zu machen, behaupten, daß Dewet mindestens 6000 Mann um sich hat. Nach einem unkonlrollier- Laren Gerücht erwartet man eine große Schlacht im Herzen der Transvaalrepublik. Die Versammlung größer englischer Streitkräfte darin könnte allerdings darauf deuten. — Wie jetzt auch bekannt wird, hat dem General Dewet ein glücklicher Zufall bei Kroonstad das wichtige Dokumente enthaltende Archiv Milners in die Hände gespielt, das dem Gouverneur auf seiner Reise von Johannesburg nach Bloemfontein nachgeschickt worden war. — D e l a r e y hat bei Kockernoer (an der Bahn Klerlsdorp—Johannesburg- 600 Engländer zu Gefangenen gemacht. — Aus dem Munde eines Mannes —- kein Burens reund —, der eben aus bcr Kapkolonie kommt, vernahm ich, daß die Lage für die Engländer dort höchst ungünstig, wenn nicht gar hoffnungslos ist.
Aus Stadt und Land.
Nachrichten non allgemeinem Interesse sind uns sletS willkommen und werden angemessen honoriert.
Gießen, 21. Dezember 1901.
Gedenket der hungernden Vögel!
** Cchristbescherung. Am nächsten Sonntag, nachm. halb 4 Uhr findet in der Johannestirche eine kirchliche Feier der Ehristbescherung unserer Kleinkinder- Bewahranstalt statt.
a. Watzenbvrn, 19. Dez. Gestern fand hier die Wahl eines Beigeordneten statt. Als Sieger ging der seitherige Beigeordnete Schäfer hier mit 146 Stimmen hervor. Herr Schäfer tritt nunmehr seine dritte Amtsperiode an. Ter "Gegenkandidat, Schuhmacher Pitz von Steinberg erhielt 75 Stimmen. Von ihrem Wahlrecht haben 60,5 Proz. der Wähler Gebrauch gemacht.
e. Bad-Nauheim, 30. Dez. Anfangs dieser Woche weilten die Herren Finanzminister Exzellenz G n a u t h, Ministerialrat Milbrand und Geh. Ober-Bergrat Prof. Tr. Levsius hier, um die in den letzten zwei Monaten an der 'Quelle VII, d.m b.kannten „großen Sprudel' vorgenommenen Verbesserungen zu besichtigen. Minister Gnauth, der sehr großes Interesse für den hiesigen Platz hegt, war von dem Ergebnis der Arbeiten sehr befriedigt. Auch die übrigen zur Besichtigung noch eingeladenen Herren aus der Stadt sprachen sich höchst anerkennend über den großen Erfolg der recht schwierigen Quellen-Verrohrung und der Aufräumungsarbeiten aus.
-h- Homberg a .d. Ohm, 20. Dez. Unsere Hoch- druckwasscrleitung, deren Buu im Jmi,begonnen wurde, ist vor einigen Tagen vollendet und in Betrieb gesetzt worden. Die Baujumme beträgt etwa 60 000 Mk. und ist infolge der günstigen Angebote und der inzwischen gesunkenen Eisenpreise um 10 000 Mk. hinter dem Voranschlag zurückgeblieben. Außerdem wurde der Gemeinde von dem Staat ein namhafter Beitrag zu dem Dau zuge
wiesen, sodaß bas Kapital, welches noch zu verzinsen ist,« ein verhältnismäßig geringes ist. Die Bauleitung lag in« den Händen der Firma Schmick in Frankfurt, während die Arbeiten selbst von BauunternehmWinn in Gießen auSges.chrt wurden. — Wenn nia.. nun erwägt, baß die erste Anregung zum Bau der Wa, ^rleiiung et|t im Frühjahr 1897 erfolgte und wir heute bereits uns der Vorteils dieses KulturwerleS erfreuen können, so muß man dem planvollen und umsichtigen Wirken unserer for schrittlich gesinnten Stadtleitung vollste Anerkennung zoli..i. Taß auch die Bürgerschaft selber der Verwirktichung oes Projektes niemals ernstlichen Widerstand entgegensetzte, oaß vielmehr die Zahl der Anschlüsse während des Baues sich von 90 auf 230 vermehrte, verdient lobend hervorgehoben zu werden. Bürger, wie „Zugvögel" haben nunmehr die Vorteile einer Wasserleitung kennen gelernt und freuen sich, daß die alten Zustände sich überlebt haben. Die Fertigstellung des Merkes selbst wurde am letzten Samstagabend durch einen einfachen Kommers im „Frankfurter Hof" gefeiert. Die Festrede hielt Pfarrer Port. Er wies darin besonders auf die Vorteile einer Wasserleitung hm und dankte allen denen, die sich um das nun vollendete Werk durch Rat und That verdient gemacht hatten.
s. Aus dem Vogelsberg, 20. Dez. Neulich trug sich hier ein bemerkenswertes Späßchen zu. Als die neue Bahnstrecke Grebenhain-Gedern von der Zweiten Ständekammer genehmigt war, schickte ein Abgeordneter einigen interessierten Gemeinden eme Depesche, in der er dies mitteilte. Nachdem man sich durch noa-ma^iges An- srageii von der Ria-ligkeit der Depesche überzeugt hatte, wurde diese, damit aLe Gäste davon Einsicht nehmen konnten, in einer Wirtschaft an die Wand geheftet. Es erschienen nun auch aus e.nem Nachbarorte einige Bürgersleute in dieser Wirtscha,t. Sie wurden sogleich von den anwesenden Gästen aus die Depesche und ihren Inhalt auf- merisam gemacht, bezweifelten aoer die Richtigkeit, weit der Inhalt sogar nicht mit ihren Hof, nun gen üoeremstimmte. Schließlich ließen sie sich boch bewegen, die Depesche näher anzusehen. Nachdem sie sich genugeno überzeugt hatten und an ihren Tisch zurückgekehrt waren, sprach einer dieser Zweifler zu den andern: „Aich hou's auch gleich gesaht, 's äis dem W. (Absender der 'Depesche) sei Ennerfchrift!"
Vermischtes.
* Berlin, 20. Dez. Ter aus dem Harmlosenprozeß bekannte Reserveleutnant v. Kr ö ch er wurde laut „Militärwochenblatt" aus jedem Militärverhältnis entlassen.
* K ö l n, 20. Dez. Auf dem bei Waldöreitbacy belegenen Mahlberg erfolgte gestern abend ein Erdstürz. Der ganze Mahlberg senkte sich 25 Meter. Kurze Zeit vorher in der Nähe des Berges beschäftigt gewesene Arbeiten konnten sich in Sicherheit bringen.
* Braunschweig, 20. Dez. Heute früh halb neun Uhr wurde der 19 jährige Arbeiter Rühmann, der am 13. August d- I. die Schaffnersfrau Nebelung in Neu- Oelsburg ermordet und beraubt hatte, tm hiesigen Stras- gefängnis durch Scharfrichter Reindl hingerichtet.
♦ Chemnitz, 20. Dez- Wie die „Allg- Ztg." meldet, ist der Inhaber der hiesigen Eisengießern Hempel mch Hinterlassung einer Wechselschuld von 140 000 2JIL, 9 6 f *Ü2Bien, 20. Dez. Das Juwelier-Geschäft von E Wein wurde nachts von unbekannten Thiuern aus geraubt, denen Juwelen im Werte von 20 000 Kronen m
die Hände fielen. ~
2 Andreas Gaxlehn er rm Duell schwer verletzt. Aus Budapest wird berichtet: Der bekannte Besitz« von Bitterwafserquellen Andreas Saxlehner, duellierte sich in S^uhtwcißenburg mit dem Journalisten Ladislaus Fenyes. Saxiehncr erlitt im Säoeldueil schwere Verletzungen tm Gesicht, auf der Brust und dem Arm. Dor dem Duell- hätte'Fenyes crtlcLt, er habe seinen Gegner nicht beletdtgQi wollen.. Dieser verlangte jedoch eine bedingungslose Abbitte, was Fenyes' Sekundanten nicht zugaben. Die Ur^ fache des Zweikampfes war eine Zeitungspolemik. Herr: Saxlehner wurde nach Budapest transportiert.
Gerichtsläal.
f. Gieße«, 20. Dez. (Schöffengericht.) Auf heute waren 20 Lachen anberaumt. 4 Einsprüche gegen Strafbefehle wurden zurückgenommen und kamen daher nicht zur Verhandlung. Ter Bauunternehmer Z. hatte einen Strafbefehl ei hatten, weil ec eine Straße zum Teil zur Lagerung von Material benutzt hatte^ ohne die Erlaubnis hierzu eingeholt zu haben. -Ltc ^ache wurde vertagt. — Tie schon mehrmals vorbestrafte 2ui|e F. von Gleiberg erhalt wegen Obdachlosigkeit eine Haftstrafe von 6 Wochen und wird der 2andespolizeibehörde überwiejen. Die seit dem 13. -Le- zcinber laufende Untersuchungshaft wird ihr angercchnct. — ilus- der Untersuchungshaft wird vorgeführt, das Dienstmädchen Marien H von Alsfeld. Es hat einem anderen Dienstmädchen em Hleto entwendet. Tie Angeklagte schützt ihre Notlage vor. Sie erhaiL 14 Tage Gefängnis, die durch die Uiltersuchungshaft verbirgt smd. — Theodor K. aus Obererlenbach wird wegen Unterschlagung von 1,56 Alk. zu 9 Monaten 14 Tagen Gefängnis verurteilt, wobei ine kürzlich ihm vou der Strafkammer wegen Betrugs zudütierte- Strafe von 9 Atonalen eirrgerechnet wird. — Dachdecker Emu Je. von Gießen hatte Einspruch gegen einen Strafbefehl erhoben, ut dem ihm zur Last gelegt wurde, bei einer Reparatur nicht die erforderlichen Vorkehrungen getrosten zu haben, sodaß L>chmutzi von einem Dache auf das Bankett fiel. ->-tc eidliche Aussage eines Gehilfen widerspricht der Aussage zweier Schutzleute. Der Angeklagte wird freigesprochen. — Es wird- das Urteil gegen den hiesigen Tierarzt Dr. K., der der Ueber» lretung des Reichsjeuchengejetzes beschuldigt war, verkündet.
selbe lautet auf „Freisprechung" und fetzt der ^Staatskasse die nopen' zur Last. — Die Strafsache gegen den Bäcker L. zu Giefzen wegen Vergehens gegen die Gelverbeordnuiig wird zwecks Vernehniung weiterer Zeugen vertagt. — Die Prtvatklage des R. gegen den Lehrer F. endigt mit der Freisprechung des Angeklagten und legt dem Privackläger die Kosten auf. — Den Schlug bildet die Privatklage Z. gegen Frau L. Die Aiigeklagte erhält wegen Beleidigung eine Geldstrafe von 15 Mk. event. 3 Tage Gefängnis und die Kosten. ,
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