7613
Mityeä ttymü tu kt-W- et Ät.7M au btt t\<& Wtes.
•Neri 26. NovemöeG ^>°rn eil«
ins
tz-Methode
in Zirkeln erteilt
r. Finn,
•Strafe 29, IMt.
mitte nimmt junge - Lehranstalten oe- *n. «®'"M j unb SDhiltf. Leite MkZ yiW qetrcunt, ioiort LhekauöBetheu Ä 3- «L 0. —■ ct in jeder M E
-SM DD
SerleitzÄ^7
WIW
’« üöln. unter -S" ' 7609
Nr. 275
Erscheint täglich tnü Ausnahme des
Montags.
Di^e Siebener Familien, blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dem „Hess. Landwirt" und den .Blättern für hessische Volkskunde" viermal wöchentlich beigelegt.
Redaktion, Expedition und Druckerei:
Schulstratze 7.
Adresse für Depeschen: Anzeiger Gieße«.
Erstes Blatt.
151. Jahrgang.
Freitag 22. November 1901
GietzenerAnzeiger
** General-Anzeiger ** '**'
Amts- unb Anreiaeblatt für den Kreis Ziehen
Annahme von Anzeigen au der für den folgenden Tag erscheinenden Nr. bis vormittags 10 Uhr. Alle Anzeigcn-Vermitt- lungsstetlen des In- und Auslandes nehmen Anzeigen entgegen.
Zeilenpreis: lokal 12Pfq auswärts 20 Pfg.
Rotationsdruck u. Verlag der B r ü h l'schen Universitäts - Druckerei (Pietsch Erben).
Verantwortlich für den allgemeinen Teil: P. Witt ko: für den Anzeigenteil: Hans Beck.
Kreis Watt für den Kreis Gießen.
Eichener Anzeiger.
Nr. 20. 21. November. 1901.
Bekanntmachung.
Be 1 r.: Schießübtingen.
Es wirb hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß das Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm Nr. '116 am 5., 6., 7., 9., 10., 11. und 12. Dezember l. Js., von 9 Uhr vornlittags bis 3J/a Uhr nachmittags, Schießübungen mit scharfen Patronen im Gelände zwischen Alten-Buseck—Großen- Bllseck—Beuern—Climbach —Treis a. d. Lda.—Mainzlar— Daubringen abhalten und dasselbe zu diesem Zwecke mit Posten absperren wird.
Die Schußrichtung läuft von der Straße Alten-Buseck— Daubriilgen in östlicher Achtung.
Die Straßen Treis a. d. Lda.—Mainzlar—Daubringen— Alten - Buseck—Großen - Buseck—Beuern—Allertshausen sind ungefährdet.
Bor Betreten des bemerkten Schicßgeländes an den genannten Tagen wird gewarnt. Auch dürfen sich an den betreffenden Tagen keine Holzarbeiter und Holzsammler in den gefährdeten Waldungen aufhalten.
Gießen, 19. November 1901.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Bechtold.
Gießen, 19. November 1901 Betr.: Wie oben.
Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzogl. Bürgermeistereien Alten-Buseck, Grosten-Buseck, Climaach, Treis a. d. Lda, Mainzlar und Daubringen.
' Die vorstehende Bekanntmachung wollen Sie alsbald auf ortsübliche Weise veröffentlichen.
v. Bechtold.
Bekanntmachung.
Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die nach § 6 des Reichsgesetzes vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Aufschlags von Fünf vom Hundert pro Monat Oktober 1901 für den Licferungsverband Gießen pro 100 Kg. betragen: Hafer Mk. 16,10, Heu Mk. 10,40, Stroh Mk. 7,35.
Gießen, den 19. November 1901.
Großherzogliches Kreis amt Gießen, v. Bechtold.
tzanptversaminlnng des landw. Vereins der Provinz Oberhesien.
Zur diesjährigen ordentlichen Hauptversammlung beehre ich mich, die Vereinsmitglieder hierdurch auf:
Samstag, 30. November d. I., nachmittags 2 Uhr, aus „Lonys Bierkeller" in Gießen ergcbenst einzuladen. Gegenstände der Verhandlung werden sein: 1. Erstattung des Jahresberichtes ; 2. Ueber Jungviehaufzucht und Winterfütterung des Milchviehes, (Referent: Herr Geheime Rcgierungsrat Professor Dr. Werner-Berlin).
Hardthof, 15. November 1901.
Ter Präsident hes landw. Vereins für die Provinz Oberhessen. .Schl en ke.
Gießen, 18. November 1901.
Betr.: Den Schul; junger Obstbäumc gegen Hasenfraß.
Bekanntmachung.
Wir machen die Landwirte unseres Kreises darauf aufmerksam, ihre jungen Obstbäume in gehöriger Weise gegen Hasenfraß 311 schützen. Das Umwickeln der Bäume mit Stroh oder Ginstern, tüie es vielfach üblich ist, ist nicht genügend, da der Hase diese beiden Schutzmittel leicht durchnagt; auch nisten sich im Stroh gern Obstbaumschädlinge ein. Einen ivirklichen Schutz gewährt vielmehr nur ein dichtes Untbinden der Bäume mit Dornen. Bei der großen Bedeutung, welche der Obstbau zurzeit hat, liegt es im dringenden Interesse der Landwirte, ihren Bäumen diesen leicht und. billig 511 beschaffenden Schutz angedeihen zu lassen.
Besonders bemerken wir hierzu noch, daß nach Art. 2 des Gesetzes vom 1. Juni 1895, den Ersatz des Wildschadens betreffend, Wildschaden nicht ersetzt wird, wenn derselbe sich ereignet an Obstbäumen, deren Eigentümer unterlassen hat, dieselben mit den unter gewöhnlichen Umständen ausreichenden Schutzvorrichtungen zu versehen.
I. V.: Dr. Wagner.
Bekanntmachung.
Betreffend: Tic Lotterie der Künstler-Kolonie Darmstadt im Jahre 1901.
Im Anschluß an unsere frühere Bekanntmachung bringen wir zur öffentlichen Kenntnis, daß mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern, der Ziehungstermin der obengenannten Lotterie auf den 20. Dezember ds. Fs. verlegt worden ist.
Gießen, den 18. November 1901.
Großherzogliches Kreisamt Gießen. __________________.v Bechtold.____________________
Gießen, 16. November 1901.
Betr.: Landwirtschaftliche Bodenbenutzung im Jahre 1901. Das GroßherMliche Kreisamt Gießen an die Großh. Bürgermeistereien des Kreises.
Unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 15. Mai l. Js. — Gießener Anzeiger Nr. 116 — erwarten wir die alsbaldige Einsendung des entsprechend ausgefüllten Formulars 2b insoweit dies noch nicht geschehen ist.
v. B e d) t 0 I iV
Polizei-Verordunng,
das Legen von Gift betreffend.
Auf Grund des Artikels 78 der Kreis- und Provinzialordnung wird mit Zustimmung des Kreisausschusses und mit Genehmigung des Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 22. Oktober 1901 zu Nr. M. d. I. 31178 für den Kreis Gießen verordnet.
§ 1.
Das Auslegen von Gift außerhalb der Hofraiten ist nur mit Genehmigung des unterzeichneten Kreisamtes gestattet. Das verdeckte Auslegen von Gift zwecks Vertilgung der Mäuse und Hanrster wird von diesen: Verbote nicht getroffen.
§ 2.
Zuwiderhandlungen gegen das vorstehende Verbot oder die seitens des Kreisamtes in dem Erlaubnisscheine geletzt-m
;es weg, sie werden demnächst durch noch übertroffen werden, jetzt tragen 1 Steuerlasten und im Reiche wird rkung zu verdecken, zu einem neuen / Ja, die herrlichen Ziele, denen wir •en sind, kosten viel Geld, sie kosten ♦ic bescheidenen Ziele, denen wir durch 'gengeführt wurden- Da hat es denn alsbald zu neuen großen Arbeiten t wohlberechtigt, zunächst an „kleine h stets der Landwirtschaft empfohlen 1 erster Linie müßte. Da jedem, auch
die sonst für die Internationale >t an ihren Kragen geht, das Hemd dahin gewirkt werden, daß, wie der chtig und ganz unsozialistisch sagte, Lohndrücker benutzt werden. Wenn, . Nachr." erzählen, der Vorsitzende sanstalt Berlin feststellen muß, daß cowkanals, also vor den Thoren der wei beteiligten Firmen in der Mehr- schäftigt werden, daß die eine Firma ur 80 Einheimische, im übrigen aber atiener beschäftigt, so ist das geradezu aben doch schließlich nicht für jene ässe zu sorgen, die über unsere Gren- inströmt, sondern unsere Sorge muß 'che Arbeiter nicht fortzieht über den Saterland die Nahrung versagt. Und gerechtes, wenn auch „kleines" Mittel, zu streben, daß die unqualifizierten en Scharen aus dem Osten Deutscb- )eit Jndustriebezirke geströmt sind, luten und sich der Landarbeit Hinachsengängern befinden sich ja ohne- ■( von Leuten, die auf dem Lande die Landarbeit verstehen. Die „Dtsche- ,t eine agrarische Kultivation des l, bei der eine Sanierung des unge- bessere Besitzverteilung sowie eine r Kleineren möglich ist, und organi- äne von Lasten beschwerte, allgemeine 'gen die industrielle Arbeitslosigkeit 'X Industrie selbst, die von der Hoch-- rbeitszustrvm den Hauptvorteil hatte. leitslosen-Fürsorge hypertrophisch!" e, der nicht so ganz von der Hanb
flsche Ständekammer.
tzung. Mittwoch den 20. Nov. 1901. ig 9 Uhr 20 Min. Am Regierungs- Rothe, Justizminister Dssttmar, Geh. oa, Geh. Rat Emmerling, Ministerial- ckel, v. Biegeleben, Eisenhuth, Ober- . Lorbacher und Best.
chatte zu der Vorstellung des Lehrers rtgefahren.
-t beantragt, die Regierung zu er- lende Prüfung der Frage einzutreten, uch des Baumann seine Wiederver- irfache stattfinden könne.
mpfiehlt den Ausschußantrag, dem
rgendem Bronzeblech, Eisenteile von lertes, sowie zwei Kugeln aus ge- ztere sind hohl, mit Steinchen an» n auf den ersten Blick Kinderrasseln 'pricht dagegen; es hängt vielleicht Vorstellung zusammen. (Schutz gegen nan dem erwachsenen Toten diese
mit ins Grab gab.
Glaskasten mit Auftchrist: „Jam» bei Langgöns enthält neben den jei sauber bearbeitete Lanzenspitzen
zurück. Gleich rechts vom letzteren großen Amphora mit Töpferstempel eiche Ziegel und Platten für Heiz- Mhlsteine mit der Auftchrist: „Echoei wohlerhaltenen römischen Wasser- hon (in Langenhain gesunden-) .Fortsetzung findet sich ein römisches j gewährt uns einen Anhalt über *r Römer.
stände gewonnen wuroen. Ve,onoers zu erwähnen sind außer den schüsselartigen Gefäßen, die fein gearbeiteten Bronzekettchen, eisernen und bronzenen Fibeln und Gürtelhaken, sowie der eiserne Kopfring und die verschiedenfarbigen Glasflüsse. Außerhalb der Gefäße lag der am Ende petschaftähnliche Teil des Buckelringes und der wohl erhaltene Spiralarmring.
Wir kommen nun' zu den römischen Erwerbungen des Museums. Im Anschluß an die Kirchhofsfunde birgt ein Behälter mit der Aufschrift „Kastell Arnsburg u n d To t e n f c l d M u s ch e n h e i m Nägel, Haken, Angeln, Chaniierbäni. sowie eine Spitzhacke, alles zum größten Teil in gu.c Zustande. Kastell Arnsburg bei Lich in Oberhessen gc . . u, hat vermutlich seine Erstehung her Regierung Domitians (81—96) nach dem Ehattenkrieg
so erblicken wir entsprechend bezeichnet die Kleinfunde aus verschiedenen Limeskastellen, wie Butzbach, Eupersburg, Grüningen, Saalburg u. a.
Ein Kasten mit dem Vermerk römisch enthält Gegenstände unbekannter Fundorte.
Aus der vor römischen Zeit heben wir aus den ausgelegten Bronzesunde?: unbekannter Fundorte besonders hervor: Flügelartig ausgeschweiftes Unterortband eines Bronzeschwertes, sowie verschiedenartige wohl erhaltene Zelte.
Die aus der la Tene-Zeit stammenden bronzenen Gürtelhaken zeigen sehr schöne Arbeit. Die benachbarten Funde aus Oberwetz bei Wetzlar (ausgegraben durch Pros. Dr. Gundermann) der jüngeren Hallstattzeir zugehörend, zeigen uns einen Heldring, eine sehr schöne
ei Kasten mit Kleinfunden von s d 0 r f.
u und Wissenschaft.
Wie aus London berichtet wird, hat „lieber unsere Kraj " von Björns on soeben im Royalty Theater einen große, Erfolg gehabt. In Deutschland haben das Werk bis jetzt über z ^hundert Bühnen zur Darstellung gebracht bezw. zur Aüf- fübrun angenommen, Darunter bekanntlich auch das Gießener Theatc
- Graf L e 0 T 0 l st 0 i arbeitet gegenwärtig an einen: neuen Schaus—el, über dessen -titel und Inhalt vorläufig nichts bekannt aegebei ^verden soll. Tas vielbesprochene Stück „Der Leichnam" hat To^n nicht vollendet; es wird auch wahrscheinlich niemals der Oes^itlichkeit übergeben werden.
— De Pantier" („Ter Panzer), ein neues Stück von Herrn. nn Hey ermann s jr. ivrD durch die „Niederländische Tooneel Reinigung" in Amsterdam 1 studiert.


