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22/11/1901 Drittes Blatt
 
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Nr. 275

Bekanntmachung.

Aber mit Raisonuements ist es im Augenblick nicht ne.

11 nn nrt cvtt» hrihnM r. -. ' ö .

Die erste Sitzung der wieder eröffneten Zweiten

in unseree

gar ein Arbeitermangel vorhanden.

KD

Kunst und Wissenschaft.

fremde» 4,0F/N Kinder vom

r: 2.-15. W

Sefr g)p,-rtrs » ^"ßen, 1^- November 1901. <>err.. Besoldimgsnoten.

Aas Museum -es Oberhesfischen Geschichtsvereius.

Ein Run-gang durch die »neu hergerichteten Räume im alten Rathause zu Gießen.

IV.

merft die ,,W',zeigt nur der von 'd^r'nätionalen Pro­duktion unterhaltene nationale Markt."

BdtW.

301.

O Äsrerbant<?1, ? <toar bins der größeren Kastelle des nördlichen Bogens der wetterauischen Limes

Schone Funde zeigt uns der nun folgende Wand­schrank mit gleicher Aufschrift. Irdene Geschirre, Töpse Schalen und Teller von gewöhnlichem Thon von grauer und ichwarzlicher Färbung, sowie Gefäße und Gefäßteile von korallen- oder siegellackroter Terra sigilata, Reste von Glasscherben und verschiedenfarbige Glasflüsse sind hier in reicher Auswahl. Zahlreiche Scherben von ver- zierten Gefäßen, die Blatt- mit Rantenornament oder leb­haft bewegte Jagdstücke aufweisen, sowie Bodenteile mit ^opferstempel und Scherben mit Einritzungen sind viel- sach vorhanden. Bon Metallfunden sind hervorzuheben- Reich verzierte frei hängende Franze von dem Panter einer bronzenen, lebensgroßen Kaiserstatue. Verschiedene Spangen und Fibeln, darunter emc Gewandspange mit noch erhaltener Vergoldung, Schlüssel, Ringe und Mün­zen aus der mittleren Kaiserzeit.

Die neben dem Schranke nach der Thüre zu sich befindenden Glaskasten mit derselben Aufschrift zeigen uns Ziegel mit und ohne Legions- oder Cohorten-Stemvel yausig findet sich der Stempel der 22. Legion. Waner- Atungsrohre, He.zkacheln, Fußbodenplatten, Reibsteine und Hälfe von großen Amphoren sind hier aufbewahrt . Wenden wir uns nun dem inneren Saale ni o ^blicken wir entsprechend bezeichnet die Kleinfunde aus verfchiedeiien Limeskastellen, wie Butzbach, Eapersbura Grumngen, Saalburg u. a.

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~ Wie aus London berichtet wird, hatlieber unfere ornson soeben im Royalty Theater einen großen Enolg gehabt. In T-Utschland haben das Werk biset übet zn.e,hnndert Buhnen zur Darstellung gebracht beim zur Au Mhrung angenommen, darunter bekanntlich auch das G ebener

In deni sich anschließenden Schaukasten mit Trieb- funden sind kleinere Gesamtausgrabungen und Gefäße untergebracht, während die großen Urnen auf dem Unter­gestell ihren Platz gefunden haben. Hallstndt und La Tenc- Zeit sind hier vertreten, sowie in einzelnen, in dem Behälter besonders bezeichneten Stücken (Gefäß, Gürtel­haken) auch die fränkische Zeit. Von den geschlossenen Funden, ausgegraben 1898 durch Professor Dr. Gunder­mann seien besonders hervorgehoben: 1. Bronzezängchen mit schöner, grüner Schicht überzogen, noch wie neu federnd (la Tene-Zeit); 2. Zeile eines Eisenschwertes, einer eisernen Scheide und Kettenwehrgehänges. Auf der Scheide sind noch flieste eines groben Gewebes vorhanden. (La Tene- Zvit); 3. Perle aus Glasschmelz mit glänzend weißer Grundfarbe und mit fünf erhabenen, dunkelblau und braunen Augen (la Tene-Zeit).

Die AufschriftFunde vom Rodberg" führt uüs zu dem neuen Mrchhof bei Gießen, woselbst 1900 die vorliegenden, aus der la Tene-Zeit stammenden Gegen­stände gewonnen wurden. Besonders zu erwähnen sind außer den schüsselartigen Gefäßen, die fein gearbeiteten Bronzekettchen, eisernen und bronzenen Fibeln und Gürtelhaken, sowie der eiserne Kopfring und die vcr- .schiedensarbigen Glasflüsse. Außerhalb der Gefäße lag der am Ende pelschaftähnliche Teil des Buckelringes und der erhaltene Spiralarmring.

Wir kommen nun zu den r ö m i s ch e n E r w e r b - "UN gen des Museums. Im Anschluß an die Kirchhofsfunde birgt ein Behälter mit der AufschriftKastell Arns- R u r g und Toten f c ld M u s ch e n h e i m Nägel, Haken, Angeln, Charnicrbäni.. sowie eine Spitzhacke, alles zum

anhängcndcm Bronzeblcch, Et,'enteile von der Spitze eines Schwertes, sowie zwei Kuge n aus q brannten, Lehm Letztere sind hohl, mit Steinchen am «u (in «sch-nnen aus den ersten Blick jiindcrrasseln zu sein, der Befund spricht dagegen; es hängt vielleicht S 19 hi? ®0CftCx1U,19 zusammen? (Schutz geg?n vose ütetfter ?), baf} man dem erwachsenen Toten diese eigentümliche Beigabe mit ins Grab gab ^-?/^^'?^ßende Glaskasten mit Aufschrift:Jam- mmhp«b<ur-"-fU?be be 1 Lauggöns enthält neben den «^ Knöchernfaubcc bearbeitete Lanzcnspitzcn ti,,h^VUrn-.ei"8xn3 »nrück. Gleich rechts vorn letzteren smd Uebcrre,te einer großen Amphora mit Topfcrstempel il Henkel, zahlreiche Ziegel und Platten für Heiz- anlagen, Acib- und Mühlsteine mit der Aufschrift:(ich. ö "1 "u Verein mit zwei wohlerhaltenen römischen Wasser- leitungsrohren aus Thon ( in Langenhain gefunden) ou.ammengeitellt. In Fortsetzung findet sich ein römisches Grab uachgebilbet; es gewährt uns einen Anhalt über die Brandbestattung der Römer. '

nun zwei Kasten mit Klein funden von Echzell und Liangsdorf.

. J dem Lehrfache stattsinden könne.

Abg. Cramer empfiehlt den Ausschußantrag, dem

täglich MU Ausnahme des Montags.

Die Gießener Familie«' olatter werden dem An­zeiger im Wechsel mit dem »Hess. Landwirt" Ns)o denBlättern für hesstlche Voltskunde' viermal wöchentlich bei­gelegt.

Redaktion, Erpedttion und Druckerei:

Schulstratze 7.

Adresse für Depeschen: Anzeiger Gießen.

Fernsprechanschluß Nr.SI.

Hessen, die von der Regierung genau beobachtet wird. Die der Fall die oroneu *,uut

^Regierung fie^t eine Krise kommen, ein allgemeiner Notstand I Einzelstaates, schließlich des Reiches ' -----lUne'

aber besteht nach ihren Wahrnehmungen nicht, und es wird Hin: lautet ja das einfache Rezept:Uutu .dilen ' uno gelingen, den Schwierigkeiten der Lage ausreichend zu be- ^ch ist das Wort billiger als die That. Denn mit dev gegnen. Em besondere Notstandsvorlage ist nicht Bedürfnis. E^.'^llen Krisis ist zugleich eine Art von finanzpolitischer

- ... hu allen Seiten Geld wie Heu' haben we?de; jetzt' Men Li "L (Frr .

geben ?P; Ä fctfeÄt M°rk sch, 7««> E*1* dicht »ÄS"?

Morden, 1DDb |e nur derselben

L ? «st eine bei dnß fie

'"'d Beeten der Schaden hierdurch ,^ng ist jedoch

Seite init^teilt '* her Sfiinne wiler derartig,,, !°her dringend ge- i die Hunde nicht

eits in 9h; 273 dieWehl.

gegen 11 Uhr Mn,ML ny

' Hanfe ju be- $ 'Straf;f go wie Don bL'fet mgetrunfenen Szene gefefit, rs dem einen ibrsiaü dessen id)te üsm zwei . in den Arm, en zusammen- fommen, nach

Ein Gefährt mitte. Tic zu den Tod kan- mit seinem reits in der iters Heinrich aus dem Bett in das hiesige e vormittag die engen stattfand, t und ech vor in morden sein.

Ein Kasten m.t dem Vermerk römisch enthält Gegen- stände unbekannter Fundorte.

Aus der vor römischen Zeit heben wir aus den aufgelegten Bronzefunden unbekannter Fundorte beson­ders hervor: Flugelartig ausgeschweiftes Unterortband ornev Bronzefchwertes, sowie verschiedenartige wohl er­haltene Zelte.

Die aus der la Tene-Zeit stammenden bronzenen Gurtelhaten zeigen sehr schöne Arbeit. Die benachbarten Kunde^aus Oäerwetz bei Wetzlar (audgegrabr-i durch Pros- Gundermann) der jüngeren HallstaUzeit zu- gehorend, zeigen uns einen Heldring, eine sehr schone

en Teil in gii.'.

an Arbeitskraft Eintritt?wirb toi?b^V?ie Italffcai? I »L^Ä^beit verstehen DieDtsche.

im flriÄ b°ei'de°?i,w'Li»u 7 d-s"un^ Belitzes, eine bessere Besitzverteilung sowie eine Ät^ s^brsorgung der Kleineren möglich ist, und organi- I c"". v* 7*'*'* «4*öcuuuu niajj ge= i orst Darauf hin eine von Lasten beschwerte allaemein^

ac-ntinHff b ^Iöatc Wohlth.atigkeit, so gut sie auch und staatliche Hilfe gegen die industrielle Arbeitslosigkeit nn uns L«a m L ormnern an die Zusendung von 15Mk. unter Zuhilfenahme der Industrie selbst, die von der ^och- - unserem Leserkreise und würden gern die l knmnttur und dem Arbeitszustrom den Hauptvortesi batte

aefftv9tBa^m ®^,tcn der Arbeitslosen ins Werk Aonst wird di^ Arbeitslosen-Fürsorgehypertrophisch'" «ra ^b.nn wir uns einen wesentlichen immerhin em Gedanke, der nicht so ganz von der

, f(,A , - - v Erfolg davon versprachen - nicht alle Wunden öu weisen ist. ganz von oer Hand

hessischen Kammer brachte alsWichtigstes eine Verhand- kann, zumal da das Almosen gerade für den cfii - ____

lang über den Antrag des sozialdemokratischen Abg. Ulrich ^"den Arbeiter keinen Ersatz bietet für den wohlver-

fi5cr die Milderung der herrschenden Arbeitslosigkeit. Ministe- Lohn, da auch mancher Industriezweig, will er! Awölte Hesstsche StilNdeKummer.

nalrat Braun gab eine sehr ausführliche und ei^öpfenbc K in Lage ist, noch! weiter 31- Landtag. 71. Sitzung. Mittwoch den 20 Nov 1901

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t $GSnubmtanbnl S'? bet Vorstcllmig des Lehrers u 45. «aumann fortgefahren.

W Dr. Schmitt beantragt, die Reaieruno ru

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Hahn

04729

'S U6®"ÄnD^^ R°"mb-r, nachmittags I I ft

TOOJU idj jebermann freundlichst einlade. , nugenbe Beschäftigung hat, bann gehen zahlreiche Arbeiter- ^ussbUpump schreiten. Ja, die herrlichen Ziele, denen wir

Gießen, den 20. November 1901 famiüen fernem freundlichen Winter entgegen. entgegengefuhrt worden sind, kosten viel Geld, sie kosten

Der Direktor des landwirtschaftlichen Bezirksoereins L. ®3e(^ die Gründe für den Niedergang in der deutschen £[eX£ bescheidenen Ziele, denen wir durch

.v Bechtold -rsoerems. Industrie mi allgemeinen sind, womit natürlich die Klein- S Sm I. entgc0enflcful)rt wurbra. l;nt eg beim --------------------- - Industrie allerorten Hand in Hand geht, ist männiolich be- u7ebr^^ ,ö" neuen grasten Arbeiten Die «E Meü« MMWeL-W WiLZ ZGSWZZ au Vie Schulvorstände und Grokb Mi mh s'b um die mdustrielle Blüte zu knicken, schwärmen, Wenns nicht an ihren .Vhragen geht, das Hemd

des USfei Bürgermeistereien und dw Reaktion muy um so stärker empfunden werden, als der Nock, dahin gewirkt werden/ daß, Hie bet

Diejenigen von cw 77 f die bisherige, stetig steigende Entwickelung, sowenig sie gesund Ulic, ch ganz richtig und ganz unsozialistisch sagte,

22. Oktober^d t?^e unserer Auflage vom war und Dauer verhieß, doch noch eine ganze Reihe von als Lohndrücker benutzt werden Wenn,

sind roerhen /, s' r* ??r 12) noch nicht nachgekommen guten ^agen zu versprechen schien. Die Festlegung aroüer Nachr." erzählen, der Vorsitzende

te M-MLWRUWMWLZ nur 80 Einheimische, int übrigen aber Ä?1 J Italiener beschäftigt, so ist das geradezu hiunSrnMt« 'sn- ^a6-Cr't bod) nicht für jene

wundervolle Mensthenraisc zu >orgen, die über unsere Gren- zen an das Land hereinströmi, sondern unsere Sorge must SJ®*n' d°,b der deutsche Arbeiter nicht fortzieht über den Ozean, weil ihm das Vaterland die Nahrung versagt. Und Ware es Nicht auch etn gerechtes, wenn audyHeine»" Mittel zu streben, daß die UiUfualifizierten Arbiter, d ie m riesigen Scharen aus dem Osten Deutsch- lanb§ m die westlichen Jndustriebezirke geströmt sind.

Großh. Staatsanwaltschaft beim Landgericht der Provinz Oberheffen. Dr. Güngerich.

Kein Notstand.

Lekmnämasiiin^ bi3S des inneren Marktes durch die Notlage' der Land.

Mir UrMINNIMallfUNg, "'Schaft- der Bankdiskont, der angeschwollen ist wie Fausts

& dUC ^^ntlichen Kenntnis, daß P"del alle diese Faktoren treten, als Ursache ober Folge

9Jnrnfi bcu 2». November 1901 zusammen, um uns in eine Krise hineinzutreiben, die nirgends

Königlichen Hoheiten brS I geleugnet wird und deren Wirkungen heute noch nicht erkenn- Großyerzogs und der Großherzogin die Geschäftsräume der b« smd. 1

- "SÄÄÄt»

Großherzogliches Hauptsteueramt. I ^lor sie den Ueberblick über den Bedarf und die Krisen

---Weißenbruch. Je9annei! in geometrischer Progression zu verstärken.!

Kekanntmachung. ä

§ ^rd hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Wandel der ^arftt)el^^ä^tnUTf:^^rtunb 81^6^^0x066^^ ^^^Oern befinden sich, ja ohne-

Todesuckerl heute vormittag um 7'/, Uhr im Hofe des Großh.

Provlnzialarrefthauses dahier vollstreckt worden ist.

Gießen, den 21. November 1901.

sowie eine Spitzhacke, alles zum

w Zustande. Kastell Arnsburg bei

Lich in Oberhesse:! gc : ljat vermutlich seine Erstehung -her Regierung Domitians (8196) nach dem Ehattenkrieg j

SdjatÜpiÄ Ä

gegeben werben fod Tae vielbesprochene Stück .Der Lei»nmn- der ÄÄÄ M Q'd) w°hrsch'einlich°°LL Herm a n7/e °ye r 'm an n'?".'Ärchdie^Meb^Ä" Tooneelvereinigung" in Amsterdam ,studiert. "^'ebeUanbyche

Erstes Blatt. 151. Jahrgang. Freitag 22. November 1901

GictzknerAnzcigkr

General-Ameiaer ® ** ÄS.

lag der Brühl'schen

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

-r-7. ,.lli||lll|__ ___________" zeigentei'l: Hans Beck.