Ausgabe 
22.10.1901 Zweites Blatt
 
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Nr. 248 Zweites Blatt.

151. Jahrgang.

Dienstag 22. Oktober 1901

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Vrscheiut tLgNch mit Ausnahme deS Montags.

Die Gießener LamMen- blätter werden demAn- »eiger im Wechsel mit oemHess. Landwirt" und den .Blättern sür hessische Volkskunde" viermal wöchentlich bei- gelegt.

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v -*7 UnlversitatS - Druckerer

Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

_________________________________________ V _________________»_______________________________________ tJf zeigenteil: HanS Beck.

1899 wurde er als Hauptmann und Kompagniechef in das 81. Regt, einrangiert, und zugleich als Rittmeister a la suite des 1. Garde-Drag.-Regts. gestellt. Auch jetzt verbleibt er a la suite dieses Regiments und ist zugleich beim 81. Inf.-' Regt, a la suite gestellt worden.

DieNordd. Allg. Ztg." schreibt: Gegenüber den Gerüchten, daß die bei der Zulassungsstelle neuerdings angemeldeten 35 Mill. Mark 3pvoz. Reichsanleihe jetzt unter der Hand begeben worden oder zu begeben wären, sind wir in der Lage, die Unrichtigkeit einer derarti-- den Auffassung sestzustellen. Bon diesen 35 Mill. Marl, ivaren rund 17 Mill, bereits im Februar 1901 vor der Ende März 1901 stattgehabten Emission von 300 Mill. Mk. deutscher Reichsanleihe begeben, während die übrigen 18 Mlll. Mark noch jetzt zur Verfügung der Reichsverwaltung stehen, und es nicht ut der Absicht liegt, noch! im Lause dieses Jahres irgend welche Verkäufe hieraus vorzunehmen.

Der Stadtvervrdnetenausschuß zur Vorberatung des bekannten Erlasses des Obervräsidenten in Sachen der wiederholten Wahl des Stadtrats Kauffmann zum zweiten Bürgermeister von Berlin hat gestern eine dreistündige Sitzung abgehalten und einstimmig beschlossen, die Vornahme einer Neuwahl bis zum Eingänge einer Entscheidung des Königs über die Bestätigung ab-- u l e h n e n und den Magistrat zu ersuchen, beim Minister des Innern Beschwerde über den Oberpräsidenten zu führen.

Wie zuverlässig verlautet, schweben Unterhandlungen der preußischen Regierung mit den thüringischen Staaten zur Uebernahme sämtlicher thüringischen Privatbahnen in die preußische Verwaltung.

Dieser Tage trat das Kuratorium für den China- fvnds des Deutschen Flottenvereins in Berlin zu einer Sitzung zusammen, woran u. a. General Menges^ General Keim, Dr. Tenius, Wirll. Admiralitätsrat Dr. Fetisch teilnahmen. Nach Feststellung der Satzung und Geschäftsordnung wurde der Haushaltsplan entworfen mrd Beschluß über die Anlegung des Fonds, der inzwischen auf 155 339,40 Mk. angewachsen ist, zu welcher Summe noch die Kapitalzinsen hinzutreten, in mündelsicheren Papieren gefaßt. Anrech taufUnter st ützung aus diesem Fonds haben alle Angehörigen der Kaiserlichen Marine, die in den chinesischen Wirren dienst- oder erwerbsunfähig gewor­den sind, sowie deren Familienglieder und die .Hinter­bliebenen von Verstorbenen. Anträge auf Unterstützung sind an die Orts-, bezw. Landes- und Provinz-Verbände des' Deutschen Flotten-Vereins zu richten.

Der Gesellschaftsta g der deutschen Ge­sellschaft für ethisch e Kultur trat gestern in Ber­lin zusammen. Den Vorsitz führt Prof. Döring. Vertreten sind die Städte Berlin, Danzig, Magdeburg, Frankfurt a. M., München, Jena, Ulm und Wiesbaden. Außer den Berichten über den Fortgang der Bewegung in Deutschland und die Thätigkeit der Wanderredner wurden am ersten Tage vor­nehmlich grundsätzliche Fragen von allgemeiner Bedeutung diskutiert.

Hadersleben, 20. Okt. Aus dem nahe an der dänischen Grenze gelegenen Dorfe Kjöbenhoved sind gestern fünf Personen ausgewiesen worden, weill sie an einer Hochzeit teilgenommen hatten, auf! der verbotene Lieder gesungen wurden, in denen der Wunsch nach Wiederver­einigung Schleswigs mit Dänemark ausgedrückt wurde. Auf der Hochzeit war ferner eine Rede gehalten worden, in der hervorgehoben wurde, daß das eben getraute Paar an dem Ziele der VereinigungSüd-Jütlands" mitNord- Jütland" Mitarbeiten möge.

Hannover, 20. Okt. Die Vertrauensmännerversamm­lung der konservativen Vereinigung der Provinz Hannover nahm einstimmig eine Resolution an, in der es heißt: Die Vereinigung giebt ihrer Ueberzeugung Ausdruck, daß es im Interesse der deutschen Landwirt­schaft liegt, zu einem Freihaudelssystem zurück- zu kehren- falls ein durchaus gesicherter und vollkommen ausreichender Zollschutz bei den bevorstehenden Zolltarif- Verhandlungen nicht zu erreichen ist.

Breslau, 20. Okt. Die Nr. 30 desSimplzissi- m us" mit dem TitelbildDer kleine Willy" wurde gestern hier konfisziert

München, 19. Okt. Der Chef des Generalstabes der bayerischen Armee, Generalleutnant v. Lobenhoffer, ist infolge eines Schlaganfalles gestorben.

Im Auftrage des Prinzregenten überreichte Staats­minister Graf Crailsheim dem Nuntius Monsignore Sam- bucetti, der aus Gesundheitsrücksichten seine Abberufung erbeten hat, die Insignien des Großkreuzes des Ordens der bayerischen Krone.

5>er Kongreß der Aucllgegucr in Leipzig.

Die Beratungen der vom Fürsten Karl zu Löwenstein angeregten Konferenz von Gegnern des Zweikampfs sind zu Ende geführt. Ihr Hauptergebnis ist die Einsetzung eines Aktionskomitees, das im Sinne der Teil­nehmer an den Besprechungen die jetzt erst angebahnte Bewegung ständig unterhalten und zu einer allgemeinen ausgestalten soll.

Der erste Redner, Handelskammersyndikus Freiherr von Bönin g k-Halberstadt, sprach überEhre und Wahrung der Ehre". Seine Grundauffassung ist: Der Zweikampf ist die Verbindung zweier Menschen zur Vernichtung von Ver­nunft, Gewissen und Ehre. Die Rede des Oberbürgermeisters Dr. Antoni behandelte den Gedanken, daß die jetzige Bestrafung der Beleidigung nicht genüge. Der dritte Redner Dr. v. Ruetz führte aus, daß staatlich anerkannte Ehren­gerichte gebildet werden müßten, mit weitgehendsten Macht- befugnissen und daß eine ehrengerichtliche Berufungsinstanz einzusetzen sei. Rechtsanwalt Dr. Rumpf-München hält die Ausrottung des Duells durch Aufrechterhaltung eines edlen, menschenfreundlichen Verkehrs für möglich, und for­dert die Heranziehung der Jugend zur Bewegung gegen das Duell und somit den Fall der studentischen Mensur. In eine Kommission zur Beratung dieser Fragen wurden gewählt: Oberbürgermeister Dr. Antoni-Fulda (kctthol.), von Buing (evang.), Reichsgericktsrat Horten-Leipzig (evang.). In das Aktionskomitee mürben berufen: Dr. Antoni, Adal­bert GrafvonE rbach, Karl Fürst zu Löwenstein, Juftiz- rat Trirnborn-Köln, v. Ruetz, ,Frhr. Louis v. d. Oelsnitz, Major z. D., Friedrich Graf zu Stollberg, Land- gerichtsdirektor Dr. Wulff in Hamburg, v. Boeningk- Reichs- tagsabg. Dr. Bachem teilte noch mit, daß man bei der bevorstehenden Revidierung des Strafgesetzbuchs eine allge­meine Erörterung der Duellfrage im deutschen Reichstage vornehmen werde. Resolutionen wurden nicht gefaßt, da die weiteren Vorarbeiten dem Aktionskomitee übertragen bleiben.

Jm einzelnen sind noch einige interessante Detalls her­vorzuheben. Dr. Antoni stellte für den gesetzlichen Schutz der Ehre und Bestrafung der Duelle folgende Leitsätze auf: 1. Der Schutz des Strafgesetzes ist kein genügender, insbe­sondere kann Geld-, Haft- und Gefängnisstrafe keine ge- nügende Sühne für angethane Beleidigung gewähren. 2. Des­halb ist die Aufnahme einer Bestimmung in das Strafgesetz­buch notwendig, welche den Richter berechtigt oder anweist, an Stelle oder neben der Strafe sestzustellen, daß der Beleidigte sich selbst an seiner Ehre geschädigt hat. 3. Die unbeschränkte Zulassung des Wahrheitsbeweises ist zu ver­werfen, uUd nur insoweit zuzulässen, als sie mit den be­haupteten konkreten Thatsachen im Zusammenhang steht und sofort zur Sprache kommt. 4. Die Schutzbestimmungen, soweit sie sich auf die Famllienehre beziehen, sind einer Re­vision zu unterziehen (Ehebruch u. Verführung sind Momente der Familienehre, die nicht genügend zum Ausdruck in unserem Strafgesetzbuch gebracht sind). 5. Die Behandlung des Zweikampfes als eines besonderen Delikts ist zu ver­werfen, vielmehr nach den allgemeinen Strafbestimmungen und nach Maßgabe der eingetretenen Folgen als Vergehen wider das Leben und Körperverletzung zu bestrafen, v. B ö - ningk-Halberstadt verlangt, daß auch der Ehebruch für solche Fälle strafbar sein müsse, in denen eine Scheidung -nicht erfolge. Dann würden auch die Duelle wegen Ver­letzung der Famllienehre bedeutend abnehmen. Dr. Drucker- Leipzig empfiehlt eine scharfe Bestrafung der Beleidigung. -Eine Ehrenerllärung Pflege heute meist wenig Eindruck zu machen. Ein Graf von der Schul en bürg teilte mit: Eine Persönlichkeit am Berliner Hofe sei wegen ihrer Zweikampf-Gegnerschaft für nicht hof­fähig erklärt worden. Fürst Löwenstein empfahl fol- gerrde Punkte zur allgemeinen Beachtung: 1. Es darf nie­mand sich selbst Recht verschaffen. 2. Es ist entschiedene Pflicht eines jeden Ehremnannes, Irrtümer einzugestehen, Beleidigungen zuzugestehen und zurückzunehmen. Ebenso ist es bie Pflicht des Beleidigten, die Entschuldigung des Beleidigers anzunehmen. 3. Die Richtigstellung des kon­ventionellen Ehrbegriffes. 4. Es müssen Schiedsgerichte ge- b-lldet werden; durch deren Entscheidung ist ein vollgiltiger Ersatz des Duells auf friedlichem Wege ins Auge zu fassen.

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Fürst Karl, das zu Kleinheubach am Main residierende derzeitige Haupt derFamilie Löwen st ein-Wertheim- Rvchefort oder -Rosenberg des seit 1711 beziehungsweise 1803 fürstlichen Gesamthauses Löwenstein-Wertheim, wurde geboren am 21. Mai 1834 zu Haid in Böhmen als Sohn des Erbprinzen Konstantin und dessen Gemahlin Agnes, einer geborenen Prinzeß zu Hohenlohe-Langenburg. Fürst Karl folgte 1849 seinem Großvater, dem Fürsten gleichen Namens: er vermählte sich zweimal: mit Adelheid, Prinzeß zu Isenburg (f 1-361) und mit Sophie, Prinzeß von und zu Liechtenstein (f 1899). Der letzteren Ehe sind zwei Prinzen und fünf Prinzessinnen entsprossen. Die einzige Schwester des Fürsten, Prinzeß Adelheid, Witwe des Prinzen Michael von Braganza, hat 1897 den Schleier genommen und lebt jetzt in der Benediktinerinnen-Abtei zu Solesmes.

UMische Tagesschau.

Zum Zolltarifentwnrf.

In einem Artikel zu den Zolltarifarbeiten schreibt die Köln.-Ztg." u. A.: Zn Regierungskreisen macht sich viel­fach die Auffassung geltend, daß die Festlegung eines Mindest- zolltarifs für einige der wichtigsten Getreidesorten die neuen Verhandlungen nicht erschweren, sondern im Gegenteil erleichtern wird. Wenn bie auswärtigen Staaten wissen, daß deutscher­

seits die Mindestzollgrenze den festen Preis bildet, der in der Verhandlungen nicht weiter unterboten werden kann, so würdt das von vornherein dazu beitragen, den Boden der gegenseitig möglichen Zugeständnisse aufzuklären. Betreffs der Behcncp- tungen, Rußland könne sich unmöglich eine Erhöhung be£ Roggenzolles von 35 auf 50 Mk. gefallen lasten, weist ba5 genannte Blatt darauf hin, daß gerade zu der Zeit, als bei 50 Mark-Zoll in Deutschland in vollem Umfange in Kraf. war, bie Roggeneinfuhr aus Rußland nach Deutschland grö­ßer war, als in der späteren Zeit, wo der 35 Mark-Zol. erhoben wurde. Das Blatt warnt alsdann davor, im Reichs­tage Obstruktion zu treiben und schließt mit einem Appell ar bie Reichstagsabgeorbneten besonders an bie süddeutscher Mitglieder des Centrums, zu den Verhandlungen im Reichs­tage recht zahlreich zu erscheinen.

Deutsche Juristen in Frankreich.

Bislang haben deutsche Studenten der Rechtswissen­schaft wohl auf fremdländischen Universlläten studieren dürfen, aber die dort zugebrachten Semester wurden ihner nicht angerechnet. Selbstverständlich war infolgedessen dir Zahl deutscher Studierender der Rechtswissenschaft am fremdländischen Universitäten immer nur sehr gering, dc das juristische Studium mit Hinzurechnung der Referendar­zeit ohnedies sehr kostspielig und langwierig ist. Nun­mehr ist eine Aenderung getroffen worden, und zwar was die Angelegenhell eben auch vom politischen Stand­punkt aus interessant macht, hinsichtlich einer französischer Universität. An der Universität Grenoble bestanden schor seit längerer Zell besondere Kurse für Ausländer zur Er­lernung der französischen Sprache. Nunmehr hat diese Uni­versität, wie die ZeitschriftDas Recht" mitteilt, von nächsten Wintersemester ab die Vorlesungen über das rö­mische Recht vollkommen den Lehrplänen der deutscher Hochschulen angepaßt. Zum Dank für dieses Entgegen kommen hat die preußische Verwaltung die Bestimmunc getroffen, daß ein von der Univ ers ität Grenoblc einem preußischen Studenten testiertes Se­mester ebenso giltig ist, als wenn der Stu­dierende dieses Semester an einer deutscher Uni versität zugebracbt hatte; es tritt somit keinerle Zeitverlust für den Studierenden ein. Bei den anderer Bundesstaaten, also auch bei uns, ist zur Anrechnung de« Semesters allerdings eine Eingabe an das Justizministe­rium erforderlich, doch wlld die Genehmigung sicherlick immer erteilt werden.

Deutsches Reich.

Berlin, 20. Okt. Der Kaiser hörte gestern Vorträge des Staatssekretärs des Reichsmarineamts uni des Stellvertreters des Chefs des Marinekabinetts.

Auf ein geftern von dem Oberbürgermeister vori Aachen Veltmann, an den Kaiser abgesandtes Tele­gramm ist nachfolgende Antwort eingegangen:

Ich danke Ihnen vielmals für die Meldung von der erfolgten Enthüllung des Denkmals Meines hochseligen Herrn Großvaters, Kaiser Wilhelms des Großen Majestät, Auch mein Sohn, des Kronprinzen Kaiserliche und König­liche Hoheit hat mir mitgeteilt, wie würdig und schön du Feier verlausen ist. Es hat Mich schmerzlich bewegt, der Feier nicht haben beiwohnen zu können, aber Ich hoffe zuversichtlich, im nächsten Jahre unter glücklicheren Umständen die schöne Krönungsstadt Aachen besuchen zu können. Daß bei der heutigen Feier zugleich der Beschluß gefaßt ist, ein Denkmal für Meinen in Gott ruhenden Herrn Vater, Kaiser Friedrich III. Majestät, in dortiger Stadt zu errichten, hat Mich hocherfreut, und Ich spreche Allen, welche diesem pietätvollen Unternehmen ihre Förderung widmen. Meinen Königlichen Dank aus vollem Herzen aus. Wilhelm.

Zu der Zeituugsmeldung, daß der Fürst Reu ä. L. eine Aenderung der Thronsolgung vorgenommen habe', geht derMünch. Ztg." von maßgebender Seite folgende Mitteilung aus Greiz zu:Ich ersuche Sie, die tenden­ziöse Mitteilung über die Er b fol g eän d e run g seitens des Fürsten Heinrich XXII. ä. L. zu dementieren. Die Testamentsänderung betrifft lediglich eine private Aender­ung. Durchlaucht ist ke in e s w e g s er kr an kt."'Da- gegen geht denL. N. N." folgende Nachricht aus Greiz zu: Die plötzlich eingetretene Erkrankung des Fürsten nimmtanBedenklichkeitzu. Von einzelnen Stellen wird angenommen, sie sei die Folge einer Erkältung, während von anderer Seite versichert wird, daß die Ner­ven d es Fürsten durch die H<erab toürbigun g feiner Person vollständig zerstört seien. Es besteht nicht viel Hoffnung, daß er wieder ge­nesen werde.

Prinh Friedrich Karl von Hessen, der Ge­mahl der Prinzessin Margarethe von Preußen, jüngsten Schwester des Kaisers, ist, tote bereits gemeldet, zum Major befördert und zur Tienstleisttmg beim Gen.-Kom- maudo des 18. Armeekorps in Frankfurt a. M. kommandiert worden, nachdem er dort bisher Kompagniechef im 81. Jns.-- Regt. gewesen war. Der Prinz, der im 34. Lebensjahre steht, ist am 30. Juli 1885 als Lt. a la suite des I.Garoe- Dragoner-Regts. angefteHt worden. Von 1888 bis 1891 war er diesem Regiment zur Tienstleisttlng überwiesen, und wurde dann zu den Offizieren a la suite der Armee ver­setzt. Er that dann bis 1899 in der Armee keine Dienste, rückte aber während dieser Zeit 1893 zum Oberleutnant und 1896 zum charakteris. Rittmeister auf und erhielt 1897 ein Patent seines Dienstgrades. Am 24. September 1899 wurde er a la suite des 81. Inf.-Reg?. gestellt u.n.o oiesem Regiment zur Dienstleistung überwiesen. Am 17. Oktober

Ausland.

Budapest, 20. Okt. Anläßlich des Sieges der Libe­ralen im Doroger Wahlbezirk griffen die Klerikalen die heimkehrenden Liberalen, darunter auch den neugewählten Abg. Saezellary, an., Sieben Personen wurden durch Stein­würfe schwer, zahlreiche leicht verletzt. Die Verbitterung in dem Bezirk hat außerordentliche Dimensionen ange­nommen.

Belgrad, 20. Okt. Heute fand eine gemeinsame Sitz­ung des Senats und der Skupschttna statt. Der König verlas die Thronrede und legte sodann den Eid auf die neue Verfassung ab. In der Thronrede werden besonders die freundschaftlichen Beziehungen Serbiens zu Rußland, Oesterreich-Ungarn, der Türkei und Montenegro hervvr- gehoben.

Konstantinopel, 19. Okt. Es wird hier das Ge­rücht verbreitet, daß die gefangene Amerikanerin Missio­narin Stone mit dem macedonischon Komitee,