..uldere Völker, es hiebt vor ollem für unSDeutsche Pflichten. H essen-Nassau, um zu beraten, wie am besten in dieser ,ßn den großen Kolonien des Südens leben mehr als Gegend der Bauarbeiterschutz auSgebaut werden könnte. AuS
Durchschnitt um etwa dreiviertel Grad,
um einhalb Grad wär m e r ist.
Ter Unterschied kann sich in einigen
weilen auch nur der männliche.
in Idiwedilchen Kliniken 30.000 Liier in einem 2cihre verbraucht und durch ßoflieferanten-Titel ausgezeichnet. . .
zu- als
dne halbe Million Deutsche, die im Gegensatz zu den Unter- I }hauen des Sternenbanners sorglich und treu ihre Na
lionalität bewährten, in Rio Grande allein ist ein Drittel
den Berichten der Delegierten war zu entnehmen, daß man nur au ganz wenigen Plätzen eine größere Thätigkeit entfaltet hatte. Einen erheblichen Erfolg hat Frankfurt a. M Ueber Agitation und Organisation für den Bauarbeiterschutz referierte der ReichStagSabgeordnete Hoch-Hanau a. M. Er begründete ausführlich folgende Resolution, die eiustimmig angenommen wurde:
Die Landeskonferenz für Heffen und Hessen-Nassau erklärt, daß weder vom Reich, noch von den einzelnen Bundesstaaten, noch von den Kommunal-Verwaltungen für die zum Schutze von Leben und Gesundheit der Bauarbeiter notwendigen Schutzmaßnahmen genügend gesorgt ist. Um so notwendiger erscheint e«, daß die Bauarbeiter mit allen Kräften für einen besseren Bauarbeiterschutz agitieren. Zu diesem Zweck müffen in allen Orten besondere Bauarbeiterschutz-Kommisfionen im Einverständnis mit den Bauarbeiter-Gewerkschaften die vorhandenen Mißstände ermitteln, sie der Oeffentlichkeit zur Kenntnis bringen und auf die zur Beseitigung der Mißsiände erforderlichen Maßnahmen Hinweisen Außerdem sind an den Reichstag, den Bundesrat, die Reichsregierung, an die einzelnen Landtage und Landesregierungen, an die Stadtverordneten-Bersammlungen und Magistrate Eingaben zu richten, in denen die Notwendigkeit eines besseren Bauarbeiterschutzes und die diesbezüglichen Forderungen der Bauarbeiter klargelegt werden.
Endlich empfahl der Referent dringend, schon in der nächsten Zeit mit einer Petition an den hessischen Landtag heranzutreten. In der Diskussion versprach LandtagS-Abg. Dr. David, die Petition im Landtag zu vertreten. Die weiteren Verhandlungen betrafen die Organisation für die Propaganda deS Bauarbeiterschutzes, die im allgemeinen so belaffen wurde.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Frantfnrl a« Ml, 19. Aug. Die Bank für industrielle Unternehmungen verteilt keine Dividende (t. B. 7 Prozent). Sie wird den Gewinn von 245,538 Mk auf neue Rechnung »ort' aaen.
Fällen noch weiter verringern, aber es ist kein einziges Beispiel gefunden worden, in bcm ein männlicher Körper wärmer gewesen wäre, als ein weiblicher. Es ist auch ganz sicher festgestellt, daß Kinder entschieden wärmer sind, als Erwachsene, und zwar betrügt der Unterschied etwa ein Grad, und ist um so größer, je jünger das Kind ist. In keinem einzigen Falle lvar die Wärme auf den beiden Seiten des Körpers völlig gleich. Tie linke Seite des Kopfes bis gegen den Hcukenansatz hin ist wesentlich roärmer als die rechte. Diese Beobachtungen sind von erheblichem Interesse für die Physiologie und Medizin, und es ist anzunehmen, daß der von Tr. Lombard erfundene Apparat der Untersuchung ein neues Feld eröffnen wird.
Ueber dre Frauen- Emanzipation schreibt Tr. Möbius in seinem kürzlich von uns erwähnten Buche: Der physiologische Schwachsinn des Weibes u. a.: „Woher kommt dir, fragt man mich, der Zorn gegen „das neue Weib"? Sicher nicht aus persönlichen Erwägungen, denn ich stehe ganz allein und habe keine persönlichen Wünsche mehr, auch hat mir niemals ein neues Weib etwas zu Leide gethan. Taß ein wirklicher Zorn mich erfaßte, das war bei Gelegenheit von Ibsens Nora. In diesem Stücke handelt es sich darum, daß die Nora, die als kleines dummes Frauenzimmer geschildert wird, schließlich auf- und davongeht, weil ihr Mann sie ihrer Meinung nach als Puppe behandelt l)at. Was Ibsen sich eigentlich dabei gedacht hat, weiß ich nicht; man bekommt ja in der Regel nicht heraus, was der Apotsteker-Dichter will. Zu seiner Ehre möchte ich annehmen, daß er die Gesinnung, der Nora huldigt, mit grimmigem Hohne verspottet. Nun aber mußte ich sehen, daß die Leute in der entarteten, halbverrückten Person, die ihre Kinder im Stiche läßt, weil sie sich einbildet, sie müßte ihr erbärmliches Ich ausbilden, eine Heldin erblickten. Tas empörte mich, und je mehr ich darüber nachdachte, um so abscheulicher und widerwärtiger kam mir die Sache vor. In der That kann die tiefe Unsittlichkeit des Individualismus gar nicht treffender gezeichnet werden, als es durch Noras Fortgang geschieht." Nun sei Nora nur ein Theaier- gespenst, aber die Bewunderung, die sie gefunden, zeige, daß etwas faul sei im Staate Dänemark. Tie widernatürliche Denkart, die individuelle Ausbildung des weiblichen Geistes höher zu achten, als die Erfüllung des Naturzweckes, sei den geistigen Epidemieen zu vergleichen, ein Massenwahn, eine Suggestion. Und die Ursache dieser Suggestion sei der Liberalismus und die von ihm angestrebte Befreiung des Individuums. Aber die Freiheit an sich ßst nichts als eine Verneinung; wird nichts erstrebt als Freiheit, so muß die Souveränität das Individuum sein und die bollkommene Anarchie das Ende. Alles mußte befreit werden und schließlich auch das Weib. Befreit wovon? Natürlich von allen Banden, müßte es konsequenterweise heißen, Freiheit von Vorurteilen, Freiheit vom Manne,
ix-r Bevölkerung deutschen Stammes. Deutsche sind es, die überall die vornehmste Kulturarbeit leisteten, die blühende Kolonien schufen, wo finsterer Urwald sich' erstreckte, die ir harter Arbeit die Hilfsquellen des Bodens erschlossen und die Bewohner im Geiste des kulturellen Fortschritts erzogen. Soll auch hier wiederum das Teutschtum sich nur als „Völkerdünger" erweisen? Sollen wir abermals 'ivsehen, wie andere ernten, wo wir fäeten, und in den Scheuern bergen, was uns gehört? Hier, nicht aber in Äei-hai-wei und auf den dürftigen Klippen der Karolinen i|r ein „Platz an der Sonne" gegeben. . • .
Unter solchen Gesichtspunkten gewinnen auch die Händel, die gerade zwischen den Herren Easkro und Marroquin aus- -qefochteil werden, eine weitergreifende Bedeutung, die auch bereits in der Entsendung der „Vineta" nach dem Schauplatz der Unruhen einen deutlichen Ausdruck findet. Nach dem Schluß der Herbstmanöver soll auch die „Niobe" und fpäter der „Geier" die deutsche Flagge vertreten. Dagegen ivird man nichts einzuwenden haben.....
Meratur, Wissenschaft und Kunst.
Tie Wärme des menschlichen Körpers ist neuerdings von Dr. Lumbard in New-Aork mit einem neuerfundenen feinen Apparat sorgsam " an vielen Personen untersucht worden. Unter den Ergebnissen ist zunächst auffallend, daß der weibliche Körper im
UniversiMs Nachrichten.
— Der Plivatdozent für Kunstgeschichte en der Technischen Hoch» schule in Berlin, Dr. OSker Bie, ist zum Professor ernannt worden. — Zum Nachfglger deS kürzlich verstorbenen Wenzel Broztk in der Leitung der Prager Kunstakademie ist Hans Schwaiger aul= erschien. Schwaiger, der originelle Märchenmaler, stammt auS der Stadt NeuhauS in Südböhmen.
Gerichtssaal.
Darmstadt, 18. Aug. (Ferien-Strafkammer) Wegen einer verhältnismäßig bedeutenden Unterschlagung im Amt (Vergehen gegen S 350 des St -G.-B.) stand gestern der 45jährige frühere Gemeinde- rechner Friedrich Feick von Wersau vor Gericht und war im roefent- licken geständig. Ungünstige Vermögensverhältnisse hatten ihn in Der. bindung mit mangelhafter Buchführung zu fortgesetzten Eingriffen in die seit 15 Jahren seiner Verwaltung anoertraute Gemeindekasse gebracht. Nach seinem Geständnis hatte er jene Kaste und sein eigenes Geld niemals getrennt, beides vielmehr vermischt (l), so daß ihm eine fortlaufende Selbstkontrolle fehlte. Bei der vorletzten, vor Jahren vorgenommenen behördlichen Kaffenrevision hatten sich bereits so erhebliche Anstände vorgefunden, daß im Dlsztplinarweg auf eine erhebliche Geldstrafe gegen ihn erkannt wurde. F. ließ sich jedoch hierdurch nicht warnen. Als im vorigen Sommer abermals revidiert wurde, zeigte sich ein Defekt von etwas über 2400 Mk. Während dieser Revision hatte F. versucht, den Fehlbetrag zu verdecken, entweder aber selbst dessen Höhe nicht genau gekannt oder nicht genügend Geld flüssig machen können. Er brachte nämlich in der Nacht vom ersten zum zweiten Reoisionstag, nachdem er selbstverständlich den Schlüffe! zu der für Aufbewahrung der Kaffe dienenden Kommode alsbald hatte abliefern müffen, heimlich 1200 Mk. zu dem Kastegeld. Er hatte zu diesem Zwecke angeblich mit einem zweiten, nicht abgelieferten Schlüffel die Kommode geöffnet. Man vermutete anfänglich, daß er die Rückwand jenes Möbelstücks teilroeife losgelöst und so das Geld hineingelegt habe. Die Manipulation wurde bemerkt und F. deckte auch die noch weiter fehlenden 1200 Mk. Er entging damals dem Strafverfahren, da man den Defekt nur einer Nachlässigkeit zuschrieb. Nach jener Revision nahm alsbald F. die zuerst erwähnten 1200 Mk. wieder an sich und hantierte in der früheren Weise weiter, so daß sich im Frühjahr bei Abgabe des Amtes an seinen Nachfolger ein Defekt von über 2900 Mk. herausstellte. Der Angeklagte hat diesen Schaden größtenteils bald gedeckt. Zu seiner nachlässigen Dienstführung soll der Tod seines einzigen Sohnes und dadurch hervorgerufene Neigung zum Trunk beigetragen haben. Das Urteil lautete auf 8 Monate Gefängnis.
Freiheit vorn Kinde. So konsequent war man freilich' nichts es hieß zunächst: Menschenrechte. Llber das natürliche Weib will gar keine Freiheit, sein Glück hängt geradezu von der Gebundenheit ab. Tas hängt mit der Verschiedenartigkeit: der Zwecke zusammen. Weitere Ursachen, welckie die Frauen für die Suggestion der Freiheit empfänglich machen, findet Dr. M. in der modernen Nervosität — und verweist dabei mit Vergnügen auf das Buch der Laura Marholnt: „Zur Psychologie der Frau", in dem neben Uebcrtreibungcn sehr vieles Vortreffliche gesagt sei: bann in der sozialen Not — ater dieser tarnt die Freilteit nicht abhelfen, sondern hier brauchen wir Gerechtigkeit und Liebe: und schließlich in der freiwilligen, absichtlichen Ehelosigkeit, die ihm ebenso wie die Beschräntung der .'di überzahl ein Zeichen von krankhafter Entartung ist.
Ein Urteil Emanuel Geibels über Franz Dingelstedt findet sich in einem bisher unbekannten. Briefe Geibels vom 1. Januar 1844 an seinen Freund und Gönner Freiherrn Mari von der Malsburg, den jüngst die Halbmonatsschrift „Hessenland" (Verlag von Fr. Scheel in Kassel) veröffentlicht hat. Tie Stelle lautet: „Taß ich eine Menge neuer Bekanntschaften machen mußte, werden Sie leicht denken. Doch fand ich wenig Leute, au die ich mich inniger hätte anschließen mögen. Selbst zwischen Tingel- stedt und mir, so häufig wir uns sahen und so gut wir miteinander stehen, konnte ein freundschaftlick-es Verhältnis nicht gedeihen. Unsere Naturen, unsere Richtungen sind zu verschieden. Er ist ein Mensch von glänzenden Gaben, geistreich, leicht beweglich, voll feinen Sinnes für die schöne. Form, dabei, wenn ihn die böse Laune nicht plagt, angenehm und liebenswürdig in der Unterhaltung. Aber selten weiß ich, wie weit es ihm eigentlich ernst ist; er spielt mit allem und glaubt an seine eigene Poesie nicht."
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4- Dom obere» Vogelsberg, 18. Aug. Die Preise des Rindviehes sind in letzter Zeit tu hiesiger Gegend sehr herunter- aegangen, jedenfalls infolge der sehr hohen Heupreise, die die Vieh- baltung nicht rentabel machen. Kürzlich hatte ein Heuhändler au« Bad Nauheim in Herchenhatn und HartmannShain zwei Waggons gutes Wtesenheu gekauft, daS an der Bahnstation Gedern verladen wurde. Der Zentner kostete frei Station Gedern 4 Mk ! Ein solcher Preis hat in unserer Gegend noch nie existiert. Jeder Landwirt, der nur etwas Heu entbehren kann, verkauft es, denn der Wert dafür ist unmöglich am Vieh wieder herauSzubrtngen. Auch sind die Landwirte gezwungen, ihren Viehbestand zu verringern, zumal auch die Aussichten auf die Grummeternte sehr schlecht sind.
Litterarische Neuerscheinungen.
Großer Volkskalender deS Lahrer hinkenden Boten für 1902. (160 S.) Lahr, I. H. Geiger.
Müller-Herfurth, I. B., Nüchterne Briefe über die Darmstädter Kunstausstellung. (39 S.) Frankfurt, Verlag der -Sonne'. (Ein niedriges Pamphlet ohne Sinn und Verstand. D. Red.)
Platen, M-, Die neue Heilmethode Heft 23/24. (5. 1793 bi« 1952, Schluß des Werkes.) Berlin, Bong u. Eo. h Heft 50 Pf-
Schmidt, Dr. F. C Tb-, Die Tuberkulose. Ihre Ursache, ihre Verbreitung und ihre Verhütung. (64 S.) Braunschweig, Friedr. Vteweg u. Sohn. 80 Pfg. _
Hessenland, 15. Jahrg., Nr. 16. Kassel, Friedr. Scheel. Vierteljährl. Mk. 1.50. (Enthält u. a. einen Aufsatz von Dr. Bergör in Gießen: „Zum Kriegsjabr 1759“.)
Nord und Süd. Bd. 98, Heft 293. BreSlau, Schles. Ver- lagSanstalt. 2 Mk.
Bering er, H., Notizen und Zahlen. Statistisches Nachschlage- büchletn- (31 S.) Berlin, 8W. 46, Dtschr. Verlag. 30 Pfg.
Björnson, Björnstjeroe, Absalons Haar. München, Albert Langen. 1 Mk.
Sturm, Dr. C-, Die natürliche Heilwetfe. Lfg. 1. Stuttgart, Dtsche. Verlagsanstalt. 30 Pfg.
Lürssen, Heinr., Das Lahnthal von der Lahnquelle bis zur Mündung nebst den Seitenthälern in ihren unteren und mittleren Stuf«. (XIV, 228 S. mit ca. 100 Jllustr., 5 Plänen, 4 Kärtchen und einer großen Ueberstchtskarte). Gießen, Emil Roth. Geb. 2 Mk.
Aus Htadt und Fand.
(Der Abdruck der unter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist itttt unter genauer Quellenangabe: „Gieß. Sltti.* gestattet.)
Gießen, den 21. August 1901.
•• Zur Frage der Krankenversicherung der Handlnngs- Gehilfen erhalten wir vom Stadtv. Ed. Krumm, z. Zt. in Gedern, folgende Zuschrift: „Meiner Auffasiung nach ent- l ehrte der Gedanke, daß bei der Krankenversicherung der Handlungsgehilfen das StandeSbewußtfein dieGründung einer eigenen Kasie für BerufSgeoosien empfehle, der Bs- ßründuug. Wenn man durch derartige, rein äußerlichen Vorgänge das StandeSbewußtfein heben will, kann man darüber nur lächeln. Nachdem schon bei der Alters- und Invalidenversicherung unsere Kollegen mit den übrigen Arbeitern zusammen versichert sind, ohne daß dies ihrem An- s hen auch nur im Geringsten geschadet hätte, wüßte ich nicht, was für die Krankenversicherung einen anderen Modus empfehlen könnte. Grade durch derartige Zersplitterungen leidet die Leistungsfähigkeit aller Kassen, wie auch Ver- waltungSkosten (Gehälter, Lokalmiete, Erheben der Beiträge, Beleuchtung rc.) mit der Zersplitterung prozentual höher werden. Für die Handlungsgehilfen kommt nur in Frage: Äo erhalten wir die größte Gegenleistung für unsere Beiträge? Bei welchem Modus fahren wir am besten? Alles oitd-ere kann erst in zweiter Linie in Frage kommen. Nur reb-enbei will ich erwähnen, daß leider in vielen Fällen der Gehalt der Kollegen so niedrig ist, daß qualifizierte gewerb- htfyz Arbeiter dafür nicht arbeiten könnten. Hier ist eher dis Feld, dem StandeSbewußtfein der Kaufleute Rechnung za tragen und dasselbe nicht in der Versicherungsfrage in len Vordergrund zu stellen, wo dazu jeder berechtigte Grund fihlrt. Auch die Angabe, daß die Vorstände deS Kauf» rnainischen- und Detaillistenvereins in dieser Frage demnächst birdende Beschlüsse fassen würden, kann so nicht stimmen. Hierüber hat die Gesamtheit der Mitglieder in beiden Vereinen zu beschließen, und in den dazu ein- zuberufenden Versammlungen dürfte die Frage doch erst noch gründlich zu erörtern sein." Wir haben der letzten Bemerkung deS Herrn Krumm hinzuzufügen, daß eine vorbereitende Versammlung sich nur aus den Vorständen der gMLNnten Vereine zusammensetzte und daß demnächst eine Sowmission zur weiteren Behandlung der Frage gebildet »erben wird.
•* Langsam essen! Wer gesund bleiben will, esse langsam, d. h. er kaue alles ganz klein! Denn schon im Munde siüfijcn die Speisen den ersten Grad der Verarbeitung und Berähnlichung zu Blut und Säften erleiden. Die« geschieht Ünrch das gehörige Zerkauen und die Vermischung mit Tprichel. Nach unseren Untersuchungen hatten alle sehr alt @ereorbenen die Gewohnheit, langsam zu esien. ES kommt hierbei sehr viel auf gute Zähne an. Daher zählt man die Erhaltung der Zähne mit Recht unter die Leben verlängernden Mittel.
Grünberg, 19. Aug. In Kürze werden die Gemeinde- MiSneu- und Ersatzwahlen für 5 GemeinderatSfitze vollzogen. Äie Liste der Stimmberechtigten liegt feit heute auf dem Sürgermeifteceibureau zur Einsicht der Wähler offen. — Stn verflossenen SamStag stürzte das vierjährige Söhnchen tot Eheleute Ludwig Hofmann 4, das bis auf kurze Zeit Mein gelasien war, in einen Eimer mit kochendem Wasser ®b verbrühte sich in lebensgefährlicher Weise.
O Ridda, 20. August. Der Tag von Gravelotte »Hebe auch hier festlich begangen durch den Veteranenverband ton Nidda und Umgegend, der an diesem Tage seine JahreS- «csammlung hielt. Der Vorsitzende Vetzberger begrüßte zahlreich Erschienenen und ehrte die im Laufe deS Jahres ^ttflorbenen (2 aktive und 2 passive Mitglieder) durch einen tmrmen Nachruf. Hierauf gedachte er, anknüpfend an die Deutung des TageS, des Kaisers und des Großherzogs und brachte beiden ein begeistert aufgenommenes Hoch. Dem 6:oßherzog wurde ein Begrüßungstelegramm gesandt. AuS ben Jahresbericht geht hervor, daß der Verband fett 1892 bisleht und jetzt 115 aktive und 58 passive Mitglieder zählt. Ssin Vermögen beträgt 720,14 Mk. An Sterbegeldern zthlte er im Jahre 1900 80 Mk. aus. Der Vorstand wurde Mdergewählt. Zum Vertreter der passiven Mitglieder wurde Pi. Werner in Nidda bestimmt. An die Versammlung im .SambrinuS" schloß sich ein Konzert der Feuerwehrkapelle ri Garten deS KarlShofs, wo noch in manchen Worten der wflvsienen großen Zeit gedacht wurde.
△ Ruppertenrod, 20. August. Ein hiesiger Landwirt fanb gestern beim Schneiden eines Gerstenackers eine Lnft- bullornpost in Gestalt einer Ansichtspostkarte. Sie war mit Me einer leichten roten Schnur an vier Luftballons, wie flh auf den Märkten und Festen feilgeboten werden, befestigt. Die Karte war in Offenbach a. M. während des 25. Mittel- chin.ifchen Jubiläums-Kreis Turnfestes im Juli aufgegeben ■ib völlig unversehrt.
Mainz, 20. August. Einern Aufruf des Landeskomitees |ir Kessen und Hessen Nassau" folgend, versammelten sich in Maimz die Vertreter der Bauarbeiter von Hessen und
Sport.
— Internationale Ausstellung von Hunden aller Raffe« zu Berlin 1001« Am 7. und 8. September veranstaltet die kyoo- logische Veleivtgung „Hektor, Gesellschaft der Hundefreunde", in Berlin eine Internationale Ausstellung von Hunden aller Rassen im Sport« vark Friedenau. DaS Programm berückstchtigt in 557 Klassen alttz in Deutschland wie im Ausland zu jeglichen Zwecken und zum Luxu» gehaltenen Hunderaffen, auch Schäferhunde und sogen. Kriegs- und Sanitätshunde. Für alle Raffen find erhebliche Geld- und zahlreiche wertvolle Ehrenpreise gestistet. Meldeschluß für Aussteller ist am 25. August.
Der Fortschritt der deutschen Industrie bekundet sich u. A. auch m der Menge der in den letzten Jahren auf den Markt gekommenen Toilette» seifen, deren teilweise starker Export unseren westlichen Nachbarn und englischen Vettern gerade nicht angenehm ist, lag früher doch die Fabrckatton wirklich guter Tolletteseifen fast ausschließlich in den Händen dieser berden Nationen. Selbst heute noch, wo alle Welt die gewaltigen ^ortschrrtte der deutschen chemischen Industrie während der beiden letzten Jahrzehnte zugiebt, verfügen sie in Deutschland noch immer über emen starken Abnehmerkreis, nicht weil die ausländischen Toiletteserfen bester sind, sondern well sich Viele nicht der Mühe unterziehen, Vergleiche anzustellen. Speziell sei hier auf die ^«alutariS.Seif--' von E. «aumann t« Offen- bad) a. 3Ä» aufmerksam gemacht, welche allen Anforderungen einer gesunden Teintpflege gerecht wird. Dabei kostet per Stück nur 25 Pfg.
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