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22.6.1901 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt.

151. Jahrgang.

Samstag 22. Jnni 1901

GietzenerAnieiger

w General-Anzeiger v

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzen

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wird natürlich, wie olle Forderungen für Mehrzwecke, ersten vtange» äu mu ucl ,

Abhandeln' zngeschnitten sein, aber wohl nicht allein I die der Herrscher an demBegründer der brandenburgischen

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Flotte", demersten Fürsten, der aus die Sce hinauswicS, rühmte, an dem großen Kurfürsten.

»er Kavallerie, besonders in den Grenzgaruisouen, dinglich bezeichnet.

Betreffs der von Kiel aus verbreiteten Meldung, mehrere Linienschiffe des 1. Geschwaders unter dem Befehl

resp. Gibraltar einlaufen soll, wird Prinz Heinrich mit entgegenfahrenden Schiffen zur Bereinigung innerhalb letzten Drittels des Monats Juli aufbrechen müssen.

Gestern wurde wieder von dem imponierenden Erfolg einer solchen gegen den Krieg gerichteten, kolossal besuchten Ver­sammlung gemeldet. Auf der anderen Seite liegt eine Nach­richt vor, die mit Zweifel darüber erfüllen kann, ob die Buren den bisher so geschickt geführten Kleinkrieg noch au längere Dauer fortzusetzen im Stande sind: die finan­ziellen Quellen der Burengenerale sollen fast erschöpft sein. Dieser Mangel an dem Wichtigsten im Kriege würde allerdings der verzweifelten Gegenwehr der Buren rasch ein Ziel setzen. Doch stammt die Meldung aus einer englischen Zeitung, demStandard", und ist daher mit einiger Vorsicht aufzunehmen, umsomehr, da die Reise der Frau Botha mit der Erlangung von Geldmitteln bei Krüger in Zusammenhang gebracht wird. Daß Krüger noch über Schätze zu gebieten hätte, über größere Fonds, ist kaum anzunehmen. Die neue Rede des deutschen Kaisers, bei der Enthüllung des der Marine ver­liehenen Denkmals des Großen Kurfürsten, dürfte die melancholische Auffaffung über die Weltmachtstellung Englands noch bestärken. Es geht auS der Ansprache hervor, daß es das Bestreben des Kaisers ist, eine deutsche Marine ersten Ranges zu schaffen, mit dereisernen Energie".

Infanterie, sondern auch Kavallerie betreffen. Gerade ür diese ist bei der letzten Militärvorlage am wenigsten be willigt worden. Sie wäre also, nach der Auffaffung mili­tärischer Kreise, zunächst an der Reihe. Auch haoe damals »er preußische Kriegsminister v. Goßler die Verstärkung

Prinzen Heinrich der auS China heimkehrenden Linienschiffs- divifion bis Gibraltar oder Eadixzur Begrüßung" ent­gegenfahren werden, schreibt man denBerl. Reuest. Rachr.", daß diese Darstellung durchaus nicht dem Zweck dieser Reise entspricht. Der Hauptgrund für die Entgegensendung eines Teils des 1. Geschwaders zur Bereinigung mit der Brandenburg-Division in den spanischen Gewässern ist viel mehr lediglich im dienstlichen Jntereffe zu suchen. Die heimkehrende Division soll nach festgesetzten Bestimmungen sofort nach erfolgter Heimkehr an den gegen Mitte August beginnenden großen Flottenhauptmanövern teilnehmen und zwar als zweite Division des 1. Geschwaders, dessen Chef Vize-Admiral Prinz Heinrich ist. Aus diesem Grunde soll möglichst das vollzählig formierte 1. Geschwader bereits in den spanischen Gewässern zusammengezogen werden, um auch dem letzten Teil der Heimreise der Brandenburg-Division be­reits Gelegenheit geben zu können, EoolutionS- und sonstige Uebungen im Geschwaderverbande abzuhalten, die als Bor­bereitungen für die Flottenhauptmanöver anzusehen sind. Gerade die Heranziehung der Brandenburg-Division zu den Herbstmanövern im unmittelbaren Anschluß an das schwere Dienstjahr der Offiziere, Mannschaften und Schiffe in Ost asien nach kaum beendeter Heimfahrt kann als ein Prüf­stein für die Schlagfertigkeit unserer Flotte an­gesehen werden, in der unermüdlich gearbeitet wird, um den denkbar größten Grad der Ausbildung des Personals zu er­reichen. Da die Brandenburg-Division auf der Heimfahrt nach der aufgestellten Segelordre bis zum 4. August in Cadix

Man schreibt uns aus Berlin, 20. Juni:

eine Erhöhung der Friedeasprasenzstarke des deutschen Heeres ist neuerdings von verschiedenen Seiten singnalifiert worden. Hervorragende Parteiorgane, wie dieVoff. Ztg." und dieRat.-Ztg." setzten Zweifel in die Richtigkeit dieser Meldungen. Würde deren Auffassung zutreffen, dann hätte eine offiziöse Dementierung der Gerüchte schwerlich auf sich warten laffen. Doch dieRordd. Allg. Ztg." schweigt. Nach unseren Informationen liegt die Sache so, daß die Nachforderung der bei der letzten Militärvorlage vom Reichs­tag abgestrichenen 7000 Mann spätestens für das Etats ichr 1903 beabsichtigt ist. Es darf ebenso sehr angenommen werden, daß die Nachforderung sich nicht auf diese 7000 Mann beschränken wird, wie es übertrieben ist, wmn mau von einer Erhöhung der Friedenspräsenzstärke um 25000 Manu (41 Bataillone) spricht. Die nächste Militär Vorlage wird natürlich, wie olle Forderungen für Mehrzwecke.

funtenen Selbstbewußtseins in England, daß eine angesehene Londoner Zeitung, dieMorningpost", in einer Erläuterung der Kaiserrede in Cuxhaven, das preis- gibt, worauf alle Britten am meisten stolz sind: Die Be­hauptung von der Unerreichbarkeit und Unüberwindlichkeit der englischen Seemacht.Das Monopol der Seemacht", schreibt dieMorningpost" mit erstaunlicher Offenherzigkeit, ift ein Ding der Vergangenheit und kann niemals er­neuert werden." Deutschland wachse zur großen Seemacht empor; das erlege der britischen Regierung die Verpflichtung auf, die Entwicklung der Marie so zu sichern, um England lange in der Stellung der ersten Seemacht zu erhalten. Das ist freilich keine leichte Aufgabe, auch dafür zu sorgen, da doch alle Gedanken der brittischen Regierung sowie die militärische und finanzielle LeistungSkrast Englands durch den Krieg in Südafrika voll in Anspruch genommen sind. Die Befürchtung, daß wegen dieser größten Sorge vielleicht ein verhängnisvoller Stillstand ober Rückschritt in der Entwicklung der englischen Marine erfolgen könnte, liegt deutlich genug in der Mahnung an die englische Regierung ausgedrückt, das Wachstum der deutschen Marine aufmerksam zu beachten. Es ist bei dieser gedrückten Stimmung kein Wunder, daß die Demonstrationen für den Frieden und die Gewährung ehren voller Bedingungen, auf Der Grundlage der Unabhängigkeit der Burenrepubliken, in London immer mehr zunehmen.

Deutsches Reich-

Berlin, 20. Juni. Aus Kiel wird gemeldet: Im Parke der Marineakademie fand die Enthüllung des Denkmals des Großen Kurfürsten in Gegenwart

Politische Tagesschau.

Die. Beratungen der Konferenz fit die Einheitlichkeit der deutschen Rechtschreibung, die bekanntlich seit dem 17. Juni im Reichsamt des Innern zu Berlin getagt hat und vom prenß. Kultusminister Dr. Studt geleitet worden ist, find zum Ab- schluffe gelangt. Wie dieKöln. Ztg." hört, find die Teil­nehmer der Konferenz durchweg darin einig gewesen, daß an der Puttkamer'schen Orthographie möglichst wenig geändert werden soll, um ihre endgiltige Annahme in allen deutschen Einzelfiaaten und in Oesterreich zu sichern. Nur ist man in der Weglassung des h in den Worten wie thor, thür (Die Ableitung aus dem Griechischen, die hier ein th vorschreibt, hat man also außer Acht gelaffen. D. Red.) noch einen Schritt weitergegangen, dagegen hat man sich (verwunder­licherweise. D. Red.) für die Beibehaltung deS ie in regieren, cedieren, sowie für Beibehaltung der großen Buchstaben in ihrer bisherigen Verwendung ausgesprochen. Unter den eigentlichen Sachverständigen der Konferenz haben sich be­sonders an den Erörterungen beteiligt der Geheimrat Prof. Dr. WilmannS ans Bonn, der Gymnasialdirektor Dr. Duden ans Hersfeld, sowie der UniverfitätSprofeffor Dr. Brenner aus Würzburg. Besonders sympathisch wirkte das Verhalten des KommiffarS der österreichischen Regierung, HosratS Dr. Hümer, der mit allem Nachdruck für die Einheitlichkeit der deutschen Rechtschreibung eintrat, und mit großer Zu­versicht den Anschluß seiner Regieruag in Aussicht stellte.

Zutreffend hat am Tage vorher dieKöln. Ztg." ge schrieben:

Mit Befremden und Bedauern ist fefizustellen, daß die Konferenz so einseitig bureaukrattsch zusammengesetzt ist. Von den 28 Mitgliedern der Konferenz sind zwar zwei Vertreter des Buchhandels, der überaus erfolgreich gerade auf diesem Gebiete wirkende allgemeine deutsche Sprachverein ist jedoch nicht vertreten, obwohl sein verdienstvoller Vor» fitzmder, Geh. OberregierungSrat O. Saraztn, ein hoher preußischer Ministerialbeamter ist. Von wirklichen Sachverständigen aus diesem Gebiet« in erster Linie wäre hier an die berufenen Lehrer der deutschen Sprache an unseren Universitäten und höheren Schulen zu denken sind nur sehr wenige zugezogen. Um so zahlreicher ist das Beamtentum vertreten, von dem man im allgemeinen nicht sagen kann, daß e- sich durch eine Beherrschung der Feinheiten der deutschen Spl ach« und der deutschen Rechtschreibung auSzeichne. Unverständlich ist auch, daß man zu dieser Konferenz auch nicht einen einzigen Vertreter der deutschen Presse zugezogm hat, obschon diese als eine der Meist- betelligten bei dieser wichtigen nationalen Frage ganz besonders hätte berücksichtigt werden müßen . . . Wenn wir unser Besremden darüber aussprechen, daß zu einer Beratung über die Einheitlichkeit der Recht­schreibung die Presse nicht zugezogrn wird, so wurzelt dieses Befremden nicht in dem Gefühl der Verweigerung einer Auszeichnung für die Presse und damit in dem Gefühl einer gewissen Kränkung, sondern vielmehr ausschließlich in dem Gedanken, daß der Bureaukrattimus im Reiche es unternehmen will, diese wichtige Frage ohne Zuziehung der deutschen Gelehrten und der Preffe, deren Beruf e8 ist, die Sprache zu handhaben, einer endlichen glücklichen Lösung entgegenzusühren. Der BureaukratiSmus hat schon einmal diese Sache schwer geschädigt, als er unter Puttkamer die Regelung der Frage in die Hand nahm . . . Der Wirrwar auf dem Gebiete der Rechtschreibung ist ärger als je. Die langjährige unansgesitzle Arbeit der Schule auf dem Boden der Puttkamer'schen Rechtschreibung ist vielfach an dem Widerstande der älteren Generation gescheitert, und viele Eltern wissen, daß sie Gefahr laufen, sich dte größten Blößen nach Puttkamer'scher Meinung zu geben, wenn sie ihren Kindern auf dem Gebiete der Rechtschreibung bestimmte Fragen beantworten sollen. Glaubt nun wirklich dte Bureaukralie, daß fie den Wirrwar mit einem Schlage lösen wird, wenn sie von oben herab neue Verordnungen darüber erläßt, wie in Zukunft die deutsche Sprache geschrieben werden soll? Auf keinem Gebiet «st die Hilfe der Prrffe so notwendig und unrntbtbrlich, wie gerade aus dem Gebiete der Rechtschreibung. Sie, dte srU Jahrzehnten unermüdlich gewesen ist in der Förderung der Reinheit der Sprache und der Vereinfachung der Rechtschreibung, fie, die gerade auf diesem Gebiete nicht nur be­sonders in Mitleidenschaft gezogen wird, sondern auch vielfach hei vor­ragend sachverständig ist, ft, die seinerzeit bet Einführung der Putt- kamer'schen Rechtschreibung kein Bedenken getragen bat, vielfache Rück schritte mttzumachen, um die erstrebte Einheitlichkeit der Rechtschreibung zu fördern, stelwtrd hier, wo dte Grundlagen festgelegt, wo die Grenzen gesteckt werden sollen, innerhalb deren Neuerungen durchzuführen oder abzulchnm find, von dec Büreaukratie einfach bei S-tle geschoben. Daß damit die Erreichung des Zieles, woran wir alle das iebba teste Interesse nehme.!, nicht erleichtert wird, bedarf keiner Ausführung. ES ist unverständlich, wie man gerade diejenige Macht, die neben der Schule in allererster Linie berufen und im Stande ist, auf diesem Gebiet« bahnbrechend zu wirken, in dem Augenblick ausschlteßen kann, wo es gilt, rechtzeitig mit zu raten und mit zu thaten.

Engländer und Bnren.

Reuters Bureau meld-et aus Cradock: Malans Kom­mando, das auf 150 Mann angewarlffen ist, plünderte am Sonntag ein Warenlager bei der Roodehoogte Station, und zog dann weiter in oer Richitung aus Richmond. Tas: Kommando Kruitzingers hat die Bahnlinie bei Baroda überschritten und zieht jetzt nach Westen.

Ter Berichterstatter der Morning Poft in Pretoria meldet, daß die jetzt dort stehenden Truppen erkennen ließen, wie schwere Zeiten hinter ihnen lägen; die letzten Monate besonders seien außergewöhnliel)! anstrengend zewescn. Tie Leute sagten, daß es überaus sckMierig sei, ne kleinen Abteilungen der Buren ausfindig zu mack)en, besonders in der zerrissenen Gegend nördlich von Pre­toria. Tie Buren seien dort, meist mit ihren Familien, ihrem Vieh und all ihrer Habe in Höhlen und dergleichen Plätzen versteckt. Tie Verfolgung bestehe in einem sort^ gesetzten Suchen und Jagen nach solchen kleinen Abteil­ungen, die den ungeheuren Vorteil frischer Pferde hätten, und leicht entkommen könnten, wenn sie wirklich aufge­funden würden. Gleichwohl schließt der Berichterstatter mit einer Beruhigungspille, indem er behauptet, daß die Zahl der sich freiwillig Ergebenden nock; immer ziemlich groß sei.

Tas Verhältnis zwischen den Gefechts- und den Krankheitsverlnsten der Engländer verschiebt sich immer rascher zu Gunsten der ersteren. Bis zum 1. Juni waren nämlich, die cingeklammerten Ziffern geben die in der 5)auptzahl mitenthaltenen Offiziere an gefallen 4188 (369) und an ihren Wunden gestorben 1404 (116). Turch Gefechtsverlust gingen also 5592 (485) Menschenleben verloren. Dagegen starben bis zum gleichen Zeitpunkt an Krankheiten in Südafrika 9764 (245), wovon 97 (4) in der Gefangenschaft, und von den Zurückgesandten daheim 348 (5). Ferner büßten auf dem Kriegsschauplätze 357 (9) ihr Leben durch Unfälle ein. Die Gesamtopfer durch Krank­heit und Unglücksfälle betrugen also 10 469 (259) und machten am 1. Jurn bereits 65,18 vom Hundert der Gesamt­verluste an Menschenleben [16 061 (744)] aus. Für diel Mannschaften allein stellen sie sich sogar auf 66,65 vom Hundert, während für die Offrziere allein das umge­kehrte Verhältnis Platz greift: einem Gefechtsverlust von 65,19 Prozent steht hier ein Verlust durch Krankheiten usw>. von 34,81 Prozent gegenüber. Die gegenwärtige Winter­zeit mit ihren schroffen Temperaturwechseln zwischen Tag und Nacht dürfte ein weiteres Anschwellen der Krankheits­verluste nach sich ziehen.

China.

Die Truppenteile der Ostasiatischen Besatzungs-Brigade werden folgende Standorte erhalten: Shanghai: Stab, 1. und 2. Bataillon 1. Ostasiatischen Infanterie-Regiments, 3. (Gebirgs-)Batterie; Shanhaikwan: 3. Bataillon 1. Ostasiatischen Infanterie-Regiments, 1 Pionier-Detache­ment ; Tientsin: Brigade-Kommando nebst Behörden und Anstalten, Stab, 1. und 2. Bataillon 2. Ostasiatffck)en Infanterie-Regiments, Stab und 3. Bataillon 3. Ostasia- tischen Infanterie-Regiments, Eskadron Jäger ni Pferde, Stab, 1. und 2. Batterie der Ostasiatischen Feldartillerie- Abteilung ohne den nach Peking detachierten Teil, Pionier- Kompagnie ohne die nach Shanhaikwan, Yantsun, Langfang und Peking detachierten Teile, Trainkompagnie; Pekina: 3. Bataillon 2. Ostasiatischen Infanterie-Regiments, 1 Feld­artillerie-Detachement, 1 Pionier-Detachement; Yantsun: 1. Bataillon 3. Ostasiatischen Infanterie-Regiments, 1 Pi­onier-Detachement; Langfang: 2. Bataillon 3. Ostasi- atifchcn Infanterie-Regiments, 1. Pionier-Detachement.

Aus Tientsin meldet Reuter: Chinesische Truppen besetzten mit Erlaubnis der Befehlshaber der verbün­deten Truppen mehrere kleine Plätze in der Nähe von Jantsun, wovon die fremden Truppen zurückgezogen sind. General Lorne-Campbell erklärt, die Zwistigkeiten, die kürzlich zwisck>en fremden Soldaten und Polizeimann-? schäften in der hiesigen britischen Konzession vorkamen, würden sich wahrscheinlich nicht wiederholen, nachdem die Betreffenden, die des Vergehens schuldig gemacht sind, streng bestraft seien. General Voyron sagte in dieser Hinsicht seine volle Unterstützung zu und hat ausdrücklich erklärt, daß, soweit es auf die ftanzösischen Truppen an- komme, die Ordnung aufrecht erhalten werden solle.

Im englischen Unterhause ftagte Trllon an, ob sich die verbündeten Mächte geeinigt hätten, bezüglich des Be­trages der von China zu zahlenden Entschädigung, be­zügliche der Art und Weise, wie die Entschädigungssumme aufgebracht werden soll, und bezüglich der Mittel, wodurch die Zahlung der Raten der Entschädigungssumme sicher­gestellt «verden soll. Cranborne erwidert, daß in der von den Gesandten an die chinesischeri Bevollmächtigten ge­richteten gemeinsamen Note die Entschädigungssumme auf 450 Millionen festgesetzt wurde, lieber die gnderen Fragen werde noch beraten.