er angehörte, habe er nie nach Rosenthals Redensart ge-
heit näher kämmen.
Singer
/
4
(Rp.) eine Enquete über die Krebskrankheit zu veranstalten^ und in den Volkskalendern zu veröffentlichen.
Abg. Endemann (nl.) befünvvrtct diese Anregung.
Staatssekretär Graf Posadowsky erklärt, das; eine wissenschaftliche Vereinigung zur Erforschung der Krebs- krankheit sich gebildet habe. Man werde jetzt der Wahn-
nachtzewiesen ist, komme sicher ins Zuchthaus. Vor dem Zuchthaus bewahrte den Abg. Stöcker nur der Hofprediger! Es handelte sich uni eine Jntrigue, um den Reichskanzler Fürsten Bismarck beim Kaiser in Mißkredit zu bringen und zu stürzen. Ter Brief war in einer ganz niederträchtig gen Form gehalten. (Ter Präsident ruft den Redner zur Ordnung.) Bezüglich Stöckers Frage betreffs der Kaisererlasse könne er nur sagen, daß diese bis heute nichts anders seien, als ein Stück Papier. Die Staatsbetriebe, die Musteranstalten sein sollten, seien das gerade Gegenteil. Man habe die Arbeiter knechten wollen durch die Umsturz- und die Zuchthausvorlage. Diese Gesetzesvorlagen seien mit den Februarerlassen nicht in Einklang zu bringen. Die Aufsätze vom 18. Januar seien im „Vorwärts" nur veröffentlicht, um den byzantinischen Jraden der bürgerlichen Zeitungen bei der Jubiläumsfeier entgegenzutreten.
Abg. Schmidt Elberfeld (fr. Vp.) bestätigt dem Abg. Bebel, daß der Herr, der ihm die betreffenden Mitteil ungen machte, ein durchaus glaubwürdiger Mann ge-
Krieskasten der Redaktion.
W. 1 y bedeutet unausgebildete Plattfüßig leit.
JUttger Abonnent. 8 la, 1 F. 2. bedeutet: Allgemeine Körper« schwäche, ein Jahr zurück.
Ä. M. S, 5/5 bedeutet normale Sehschärfe. .
Alte Abonnentin. Die Löhnung eines Unteroffm-rs b-ttägt etwa 25.50 Ml. pro Monat, Alimente braucht er hiervon nicht zu Een.
W. 1 x bedeutet nach innen gebogene Knie (sogen. L Beme-.
lüg.
20 Wrz.
-LbMS°"°s
lä'l 1901.
Setten btt 'MiW b" „V* 8'64 l°8-r biefe ! ?« «--stall!» ' "'n R-- Ijufotnmen ver- Müberzrum jWMWten in T y neu zu ;!« Nty ge. 'e! Malka t pf. Mchw btu ib’um biefet «n= XW i*n kehrende und Belo glatt werden Siegen unb d eiftigeStkun- Recht die Ar- ^en als einzig hMschrnAinik, li den ländlichen wissermßen als die Universität, öq6 diese Anstalt "gegeben werden, bemüht hat, sich eld schildette in 'N bhftr alten 'btutung hin unb i vorigen Jahre, 16 zu errichten, j e» mit dieser ttttn sich bereit Kietzen gelommen .uSsetzung bei der Ob es aber dies- zweifelhaft. Redender Anstalt selbst, ig in ihrer Budgel- vor allmbikW nur solche /kraule Herstellung zu er- 116 vorübergehend e6 von höchstem atz das Sraulen. denMediziner durch Lorftihrnng len die Ausbildung gweigt der mebi« den, als daß ein- andluog zuliegen, erreiche W \at, bntz r» eines gen dem WiatcI t der Vergleich nut zrüudeu dieser Art itabt Gießen der ng wird mit einer künde herautMMN. T Stadt Grünberg SÄ Ls
'äs*?
«eichskoniniisf^ em »vor, at beEt wie
p-i-'S
lissarei"^
hanbelt. In dem Prozeß sei das durch Zeugen festgestellt, > und zwar von christlich-sozialen Arbeitern, daß er persönlich mit der ganzen Sache nichts zu thun habe, gehe daraus hervor, daß ein Redakteur einer Zeitung wegen Verleumdung zu 600 Mark Geldstrafe verurteilt worden sei. Wie sicher er sich fühle, gehe daraus hervor, daß er den Abg. Stöcker und ihn angreife. Stöcker habe sich niemals ent->l Abg Müller-Sagan ifr. Vp.) widerrät der Ver gehen lassen, eine als grobe Unwahrheit und Verleumdung! öfsentlichung in den Volkskalcndern. Dadurch werde der zurückgewiesene Thatsache unter dem Tcckmantel der Ob-1 Kurpfuscherei Vorschub geleistet.
jektivität wieder anzuführen, (lebhafter Beifall bei den Ein Antrag Tiedemann zum Extraordinarium, die Sozialdemokraten. Ter Vizepräsident ruft den Abg. Unterstützung der deutschen GeseUscl)aft für Erziehung und ,Singer zur Ordnung.) I Schulgeschichte auf 30 000 Mk. festzusetzen, wird abgelehnt.
Abg. Bebel : Ter Abg. Stöcker kommt zu spät, wenn Tamit ist der Etat des Reichsamts des Innern erledigt,
er verlangt, daß wir in unseren Ausführungen uns be- Beim Etat des Reichsheercs fragt Abg. Ku n c r t (Soz.)
schränken. Nachher kommt er vielleicht wochenlang später an, in wieweit Entschädigungen an diejenigen Soldaten auf die Dinge zurück. Tas ist ein anarchistisches Verfahren. I gezahlt seien, die im Tienste mißhandelt wurden. (Ordnungsruf des Vizepräsidenten. Großer Lärm links.)! Generalleutnant v. Vieh bahn erwidert, in Miß- Im weiteren Verlaufe der Ausführungen des Redners ruft Handlungsfällen, die zur Kenntnis des Kriegsministeriums Stöcker dazwischen: T-as ist nicht wahr! (Lebhafte Zurufe gekommen sind, sei sehr oft eine Rente gewährt worden, bei den Sozialdemokraten). I -Die Verdächtigungen Kunerts gegen die Heeresverwaltung
Der Vizepräsident klingelt wiederholt und fordert! seien hinfällig.
Stöcker auf, den Abg. Bebel nicht zu unterbrechen. Ter Präsident macht den General darauf aufmerksam,
Abg. Bebel (fortfahrend) verteidigt Singer; er habe Daß das Wort „Verdächtigungen" gegenüber einem Reichs-
fej
«V k»t
S&s&S etrr
&r* ai
Der Präsident ruft Stöcker zur Ordnung. etats eingetreten. T nm
. „ms »' •unb SU- Ää kS'Ä«« äw.
‘XÄj-fc SS MSKJ2 V.> werde abdanken müssen, wenn )te einen Präsidenten wähle. c sich einer unerhörten Preistreiberei schuldig ge- Das glaube er. Nehme Singer seme Partei zusammen, so 1^.^, ^tten. Er sei ferner von den beiden Werken auto- sei einer des andern wsrt! (Sehr richtig! rechts. Großer Astert, zu erklären, daß sie eine weitere Preisreduktion yäri"^_ , . . c,f. bewilligen könnten unter Voraussetzung größerer Abschlüsse.
Abg. Bebel meint, schlimmer wie Stocker leitens der v
Rechten verurteilt sei, könne er nicht verurteiltwerdeu ^eia^u (ötr.) stellt fest, daß Kardorff
(Sehr richtig! links.) Die Äußerungen Stockers über das! die in der Kommission, noch die im Plenum ge-
Verhältnis Singers zu seinem Associe seien einfach unrichtig ^. .^bllungen auch nicht in einem Punkte wider- und unwahr. (Sehr richtig, bei den Sozialdemokraten.)! yabe T-Ür 20 Jahre sei der Bedarf von 150000 T. Wir haben auch Stöcker nicht für das Verbrechen 5)ammer- , , geschätzt es könnten ja auch 50 Jahre werden,
steins verantwortlich gemacht. Es sei das Unerhörteste, hoch ^Tanzerpla^ Aus-
was Stocker behauptete, wir machten einen Menschen zum I , -nirßt Svaren wir dabei Geld so können
Präsidenten, der Grundsätze anerkenne, wie Rosenthal jie tetr (Lebbatt r Beifall)
ausgesprochen habe. (Großer Lärm; Zuruf Stöckers: Tas wir dafu: ? r baraufbarTerftema£
holtes Glockenzeichen des Präsidenten. Ordnungsruf Abg. finger, ^rr v Kardorsf ist tWa“)lICJn {. 2Pa Präsidenten) Aba Bebel sfortfahrend): Was Agent aufgetreten; es fehlte nur noch, daß er sagte, (^täiter saat ist uns vollständia aleickailtia Die heutige Ich bekomme 4 pCt.! (Großer Lärm rechts. — Präsident Manblunä aeiiti bafi ©tMerntot tiefer finfen tann, a®« @raf Ballestrem ruft beu Rebner beshalb zur Drbnung^ Or iente geinten ift (GroßerUhr tichtig? links. Staatssekretär v. Tirpitz nimmt beit ^—auten Der Präsibent ruft ben Redner zürn zweiten M« l e der ,/yneifenau gegen einen Angriff des Al>g. Schstxirz- zur Ordnung und macht ihn auf die geschäftsordnungs- Lübeck (Soz.) in Schutz.
müßigen Folgen aufmerksam.) Abg. Bebel (s-rtfahrenh): Der Manneetat nnrb bewillig und■ gegeu 7 Uhr bie
Stöcker tfat einem Sozialbemokraten gesagt, er solle bas weitere Beratung bes Etats auf Donnerstag 11 Uhr erste Hoch auf den Kaiser ausbringen, damit er es dann vertagt.
dem Kaiser melden kann. Das bringe nur Stöcker fertig! — ■ ■ —
(Sehr richtig! links.) Nach diesen Ausführungen sei es HttÖ
seiner (des Redners) Meinung, daß man es hier mit einem UHV
Manne zu thun habe, der nicht mehr verantwortlich ist — Kurpfuscherei und«"««lerer Wettbewerb. In ärst« für das, was er sagt; der in unheilbarer moral insanity lichm Krttsen wird.erwogm od nicht von zur B^
I hnuhpff fß)rnüpr 5'nrm • fphfwiftp Beiiallruke ) der Kurpfuscherei des Gesetz gegen den unleuterm tvettvewerv aus-
yanoelt. Wrotzer r^arm, ievl)asle Deismiruse.) . genutzt werben könne. Mit dieser Fr.ge wird sich di« Aerztekammer Ter Präsident erklärt, das sei wieder em Wort, Berlin-Brrndenburg in ihrer nächsten Sitzung beschäftigen. Die welches gegen die Ordnung verstößt und fügt hinzu: Ich von der Äemmet eingesetzte Kommission zur Bekämpfung der Kur« rufe Sie zum dritten Male zur Ordnung: da Sie ofuscherei hat der Kammer den folgenden Antrag Dorßelegt: ^$)te aber bereits Ihre Rede geschlossen haben, brauche ich das Aerztekammer für die Provinz Brandenburg und den StadtrretS Ber« Haus nicht über die geschäftsordnungsmäßigen Folgen zu lin billigt die Stcklung von Strafanträgen wegen m' , *
hefraaen sStürmiscbe Heiterkeit) bewerb- gegen nicht approbierte Personen, die da« Hcklgewerbe au»«
uefiagen. ^rurmi,cye ^eiierreir.) beauftragt ihren Vorstand, dem Vorsitzenden und de«
Abg. Stadthagen (Soz.) betritt die Tribüne undISchriftführer ihrer Kommission zur Bekämpfuog der Kurpfuscherei
Abg. Stöcker (wild), der den Saal betreten hat, führt aus, er konnte nicht früher erscheinen. Was er gehört habe, habe auf ihn nicht den geringsten Eindruck gemacht- Warum haben Sie sich nicht darauf beschränkt, worüber ich gestern sprach? (Zurufe bei den Sozialdemokraten und "große Unruhe. Der Vizepräsident bittet, den Redner nicht zu unterbrechen, und bittet Stöcker, sich auf das $u beschränken, was er selbst gehört habe, und sich nicht m Vermutungen zu ergehen über das, was gejagt worden sei.) Der Aba. Singer habe ihn in seiner Ehre angegriffen. Er habe seine Stelle als Hofprediger in dem Augenblick ver- taffen, wo seine amtliche Ehre angegriffen wurde, und zwar mit einem Amtsbruder zusammen. .Alles, wav die Abgeordneten gegen ihn vorbrachten, l^i vollkommen thoricht. (Der Vizepräsident rügt diesen Ausdruck.) Ich mochte Hinweisen auf die Aeußerung von Singers Astocie Rosenthal über die drähmädel. (Große Unruhe rechts.) Finger habe das Geschäft darum nicht verlassen. Redner fragt, ob ein solcher Mann das Recht habe, anderen Gewissenlosigkeit vorzuwerfen. Es sei eine Sünde gegenüber der ganzen sozialdemokratischen Partei, wenn ein Arbeitgeber von solcher Partei zum Präsidenten gemacht werde. ^>as , % „— . ....
fei ein Beweis daß die sozialdemokratische Partei das wird mit großem Hallo begrüßt. (Der Präsident bittet Pollmacht zur Stellung solcher Auttäge namens der Aerztekammer zu Reckt verwirkt habe von sozialen Reformen zu reden und um Ruhe und bemerkt, es sei sehr schwer, alles zu Horen, erteilen/ sich als rechtsckniffen und gewissenhaft zu bezeichnen, was er jetzt hören müsse. Schallende Hetterkett.) Abg.
de.fafeecht.) ® ‘ aHandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Abg. Wur rn (Soz^) befpricht m°^^r Meinew geschworen habe, wolle er nicht beurteilen; es sei ö Märtte.
arb^eitt^und^beÄrt sich^daß^man nicht mit den Fragen aber sicher § 56 anzuwenden, wonack) ein Beuge une^I^ x Ullendorf «. d.Lda., 20. März. Der heutige 9rflbie6r6$ “2 ' n£cl'Keiteroraan^%tionen herantrete. Im zu vernehmen i|t, wenn er von der Bedeutung des Eides erlitt zwar durch bte gleichzeitigen Märkte in Gießen unb
SJShanmf h»a Lnrfl immer der böse GeistI nicht die nötige Erkenntnis besitze. (Schallende Heiterkeit.! Homberg a. b. O., sowie durch die Ungunst der Witterung mettliche
t Sruno könne nur Große Unruhe ) Er habe gegen Stöcker nicht das Gefühl Luduhe, war ab« trotzdem mit Schafen unb Schweinen gut be« ber f,^btfe um. 9 ^er Entrüstung, sondern es komme ihm vor, als wenn Stöcker f«hren. Die Preise hielten sich hoch. Einjährige Lämmer kosteten
^tTgen^S^f Be^Ä ^nT^ e^^ r^f fb 21,1'
Staatssekretär Grcif Posadowsky führt aus, es seien kett' Sehr richtig links. Der Praf iden t ruft ben ^°r. fdion wiederholt Vertreter der Arbeiterorganisationen ge- Redner zur OrduungI r,f. 6.
hört worden. Die Aeußerung über den bösen Geist sei ern Nach kurzer Erwiderung des Abg. Stocker schließt
Irrtum. könne versichern, daß der Chef des Ressorts! die ^isknuion. I
Saä ttae, was er selbst für richtig halte. Unrichtig fer, Es folgen persontiche ^merh1n8en ber Abgg. Arenbt! bat Woebtke in bet Sozialreform ber böse Geist sei. Er unb Lebebur, bei denen ber Prchibent wreberholt emschrentet^
fiX kick, große Verdienste um die Svzialreform erworben Eine Reihe von Titeln wird angenommen, ebenso die
Sebr ricktttl' rechts), unb das wird Luch vom Haus all- Resolution Schmidt-Elberfelb betrefsenb den Tetailverkauf gemein anerkannt. von Kohlen nach Gewicht.
u Mg. Singer (Soz.) führt ans, in ber Firma, welcher> Beim Etat bes Reichsgesunbheitsamts bittet Abg. Gamp
wesen ist
Abg. Arendt (Rp.) führt aus, es hätte im Interesse des Abg. Bebel gelegen, wenn er früher bereits zugegeben hätte, daß er mit dem Tuckerbrief hineingefallen sei. Trotz Leichtfer?igkeit^ zu^zeihen' tPenn e^ teilte^bem^Rei^tag, alsI für bie Sache der Sozialbemokratie mehr geopfert 'alsI^säbgeorbneten seitens" ber Mitglieber des Bundesrats hfefe Dinae rur Svracke brackte nickt mit daß er sie Stöcker je geopfert haben wurde. Er sei em Ehrenmann, nicht üblich )ci.
voi? einem Gewährsmann habe, sondern er stellte sie als Wenn Singer dieselben Eigenschaften besäße, wie Stocker, Mg. Eickhof f (fr. Vp.) bringt nochmals die Ange-
felbsterforfchte Thatsacke hin. Bei dem Llbgeordneten Bebel hätten wir ihn langst ans der Partei lnnan^geworfen. (Leb- fegenheit eines Kaufmanns und Referveoffiziers zur
und ipin?r 'Kartei fei ein berartiaes Verfahren zum Hafter Beifall bet ben Woztalbemotralen.) Sprache, ber wegen Duellverweigerung seitens des Be.
Phftem nemorben S ' " Der V iz ep ra 11 b e n t ruft Bebel zur Ordnung. ztrkskornmandos tu Verruf gethan wurde.
Aba Ledebour (Sos) fuhrt aus seine Partei gehe «ach Ausführungen ber Abgg. Sachse (Soz.) und von $cr striegsminister erklärt, ber Fall liege aufjerorbent- in der Aufdeckung der Schäden allerdings rücksichtslos S ch e l e (Ztr.) erklärt Staatsfekretär Graf P o s a d o W s Y, stch schwierig. Er werde darauf zuruckkommen, sobald da» vor Bei den vielen Thatiachen die ihr in dieser Be- er habe die Regierungen ersucht, Erhebungen. anzustellM Ehrengericht erkannt habe.
iiefmno unterbreitet werden müßten Irrtümer mit in über die Steinbrucharbeiter. Die Antworten seien einae- Abg. Wie Mer (fr. Vp.) bemängelt, daß vielfach aktive <touf flenömmen «rb^n Der Wa Bebe habe seinen gangen. Die Bunbesratsverordnung fei entworfen, lieber Soldaten zu Malerarbeiten in den Kasernen herangezogen Irrtum ^?n?önalfterWeise eina^estanden^ Der Abg. Stöcker dieselbe würden demnächst im Reichsamt des Innern die! würden.
sti^nach Ausstoßung der unerhörtesten Beschuldigungen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gehört. Generalmajor v. 5pe er Ingen weist darauf hm, daß
einfach, verduftet" Ties zeuge von einem unglaublichen Abg Stöcker (christlich-sozial): Es fei eben das grenz- die Leute nicht um persönlichen ^Vorteil "rbb'-ten, sondern Tiefstand feiner Moral (Ter Präsident rüst den Redner los Gemeine in unserem öffentlichen Leben, daß man ihn um das Safernemcnt künstlerischer auszugeftalten, als es mr Ordnung ) mit Hammerstem zusammenband, mit dem er nicht das Ge- mit den durch den Etat bewilligten Mitteln möglich ist.
Abg Singer (Soz.) schließt sich den Urteilen feiner ringle zu thun hatte. Singer habe sich durch die Aus- An der weiteren Debatte beteiligen sich Abg. Grobei, Freunde über Stöcker an. Wenn derselbe Anstand besitze, lassungen seines Sozius Rosenthal nicht hindern lassen, noch Kriegsminister v. Goßler.und Abg1 SUnert hätte er sich heute eingestellt, nm die Antwort zu hören, eine Weile im Ge chaft zu bleiben, ohne gegen des en Grund- Auf etne Anfrage Thieles (Soz.) erwidert ber Sttiegs d"e er verbient habe sDer Vizepräsident erklärt, satze zu protestieren. Daß Singer seiner Partei Geldmittel Minister v. Goßler, betreffs ber Religion der neu nnge- Redner dürfe auch bedingter Weise keinem Abgeordneten zur Verfügung stellte, glaube er, aus daß er zum Prast- stellten Rekruten bleibe es den -feldprobsten- überlassen, den Anstanb absprechen. Das verstoße gegen die Ordnung Deuten der Partei gewählt wurde. (Wutende Zurufe links, ob sie nicht Getaufte taufen lassen. Er billige das vou
des Hauses unb er mse deshalb den Abgeordneten Singer Glocke des Präsidenten.) Aus fozialdemoktatischen Grünen ständig. . . . .
<ut Ordnun a.) Der Abg. Stöcker warf mir vor, ich heraus können Sie ihn doch nicht zum Pra,identen gewählt Rach weiterer Debatte wird die Generaldebatte beendet
hätte behauptet, bei vielen Konservativen sei die Religion haben. Sie haben an Ihrer Spitze einen Mann, der in und eine große Reihe von Titeln angenommen.
Geschäftssache. Diese Auffassung entspringe einer orienta- schamlosester Weise Grundsätze aufstellte — (Unterbrechung Um 6 Uhr, nachdem die Sitzung bereits sieben Stunden lischen Auffassung der Dinge. Die Beweise für diese Be- durch laute Rufe links. Stadthagen ruft: Meineidspfaffe!)gedauert hat, wird noch in die Beratung des Marrne- hauptting entnehme er streng christlichen Kreisen, er erinn'ere nur an Stöckers guten Freund v. Hammerstein, ferner nenüe er Kommerzienrat Sanden, dessen ganze geschäftliche Thätig- feit darauf aufgebaut war, daß er sich als eifriger Frommer aufspielte, sowie an den Generalkonsul Schmidt von der Firma Anhalt und Wagner. Wollen Sie befreiten, daß dies aus konservativen Kreisen kommt? (Zurufe: „Ja!") Jetzt wollen Sie diese Leute abschütteln, und doch sind Sie mit dem Klingelbeutel zu ihnen gegangen. In unserer Partei ist die Religion Privatsache, Sie wollen aber unter dem Teckmantel der Frömmigkeit und Religion Ihre Geschäftsinteressen wahrnehmen. Der Abg. Stöcker sagte, so vertrauliche Briefe, wie den Stöckerbrief zu veröffentlicheu, sei unanständig, ich sage, daß anständige Menschen solche, Briefe nicht schreiben. In dem Brief wurde die Politik des Verrates gefordert an dem König, den die Rechte immerzu so hoch stelle. Ich möchte von dem Abg. Stöcker mit Homer sagen: Nichts Hünderisches giebt es auf Erden, als Menschen, deren Zungen zwiespältig sind! (Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) Vizepräsident v. Fr ege ruft den Redner zumzweitenMale zur Ordnung.
Abg. v. Levetzow (kons.) bemerkt, er habe den Namen Sanden zum ersten Male bei dem Zusammenbruch der Bank gehört, ebensowenig kennen seine Freunde Sunvmr oder dessen Gemahlin. Die Brandmarkung des Artikels im „Vorwärts" habe der großen Mehrheit im Haus sehr


