Nicht über eine Eisenbahngemeinschaft hoben Verhandlungen fiattgefunbcn, sondern über eine einheitliche Herabsetzung und Vereinfachung der P e r s o n e n t ar i fe. Auch diese Verhandlungen sind zur Zeit ins Stocken geraten, einerseits weil die gegenwärtigen finanziellen Verhältnisse es nicht sehr verlockend erscheinen lassen, auch nur momentan mit einem Ausfall von Millionen rechnen zu müssen, andrerseits wegen des im württembergischen Ministerium eingetretenen Wechsels, da doch der neue Meister erst die Zeit haben muß,' sich über den Stand der Angelegenheit zu orientieren. Eine solche einheitliche Regelung der Personentarife wäre aber himmelweit entfernt von einer Eisenbahngemeinschaft im Sinne der preußisch-hessischen, die eine vollständige Betriebsgemeinschaft unter preußischer Leitung darstellt. An eine Gemeinsamkeit des Betriebs der süddeutschen Staats- eisenbahnen ist noch niemals gedacht worden."
Engländer und Buren.
Reuter meldet aus Pretoria vom 19. Januar: Die Buren erbeuteten bei Balmoral einen mit Materialien beladenen Eisenbahn zug.
Das Freiwilligen-Regiment des Herzogs vonEdinburg, das in Kanstaot gebildet worden war und nach dem Griqualand abgesanot wurde, ist seit dem 5. Januar von den Buren cerniert. Man vernimmt andauernd Gewehrfeuer von dem Kampfplatz. Ter Kommandant der Buren hat die Engländer aufgefordert, sich zu ergeben, was diese indessen abgelehnt haben. Seither haben die Buren Angriffe auf mehrere Farmen in der Nähe von Beaufort- West gemacht, um dort die erforderlichen Unterhaltungsmittel zu requirieren.
Den kriegsgefangenen Buren in Lourenzo Marquez ist der Verschlag gemacht worden, nach Portugal transportiert zu werden. Sie haben aber diesen Vorschlag rundweg abgelehnt.
Ueber das Gefecht bei Lindley am 3. ds., wo Kitcheners Leibwache in eine Don Philipp Botha gelegte Falle ging und fast vollständig aufgerieben wurde, bringt Reuters Bureau folgende ausführliche Schilderung: Die Leibwache war für einige Monate dem Detachement des Obersten White zugeteilt, das sich unter dem Befehl des Generals Knox an der Verfolgung De Wets beteiligte. Am Morgen des 3. ds. befahl Oberst White dem Obersten Laing, dem Kommandeur der Leibwache, zu versuchen, mit 150 Mann nach der Stadt Reitz zu gelangen. Am Morgen dieses Tages hatte man rechts und links auf etwa 8 Kilometer keine Burenabteilungen gesehen, die sich, als die Leibwache in Sicht kam, plötzlich scheinbar zurückzogen. Als die Engländer in Schwadrons- kolonne in einem Thale ritten, fielen plötzlich auf der Rechten Schüsse und zwei daraufhin nach dem Gros zurückgeschickte Meldereiter wurden getroffen. Oberst Laing ließ sofort irrt Trab rechts schwenken. Die Buren eröffneten von einer vorzüglichen, etwa G00 Meter entfernten Stellung aus ein heftiges Feuer, das viele Leute der Leibwache aus dem Sattel brachte. Die Briten schwenkten nun nach links, um dort eine Stellung einzunehmen, wurden aber auch von dorther mit einem wahren Kugelregen empfangen. Es wurde dann versucht, sich angesichts oer ausgezeichneten Stellungen und der Stärke der Buren, die auf 1000 Mann geschätzt wurden, auf das Detachement des Obersten White zurückzuziehen, das nur 6 Kilometer rückwärts stand. Aber die Buren kamen dem zuvor und brachten 500 Mann zwischen beide Abteilungen. Die Leibwache sah die Hoffnungslosigkeit ihrer Lage ein und beschloß, das Leben so teues wie möglich zu üerfaujtn. Die Leute geloppierten nach einer Donga, wo einigermaßen Deckung vorhanden war, und kämpften erbittert. Jemand riet, sich zu ergeben, die andern aber weigern sich. Colonel Lamg, der Kommandeur der Leibwache, fiel, durch das Herz getroffen. Als die Buren die Feuerüberlegenheit erkämpft, rückten sie näher und näher heran. Die Briten unterhielten ein ununterbrochenes Feuer. Die Offiziere, die sich der Gewehre der gefallenen Soldaten bedienen, fielen zahlreich. Einem von ihnen gelang es, durch die Buren zu galoppieren und zum Obersten White zu entkommen, dem er die verzweifelte Lage der Leibwache meldete. Oberst Wbite sandte sofort eine Abteilung mit Geschützen zu Hilfe, diese kam jedoch erst 20 Minuten, nachdem die letzten Leute der Leibwache gefangen genommen waren, an und konnte den abziehenden Gegner nur noch mit Artilleriefeuer verfolgen.
Von Aufklärung und Sicherheitsdienst in einem so gefährlichen Gelände erwähnt der Bericht nicht ein Wort, obwohl sich Burenpatrouillen in der Nähe gezeigt hatten.
Die Deutsche Buren-Zentrale bittet uns, Nachrichten zu veröffentlichen: Auf die zahlreichen Anfragen, wie das bei der Deutschen Buren-Zentrale, München, Wil- helmstraße 2/II, eingehende Geld verwendet wird, teilen wir mit, baj3 das Geld sofort auf der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank, München, auf Check-Conto deponiert wird. Durch dieses Institut wird es auf vollkommen sicherem Wege einem unserer Vertrauensmänner überwiesen und zwar einem der zehn Geistlichen holländisch-reformierter Kirche der Kapkolonie, die dort ein Hilfskomiee gebildet haben, und dem Vertrauensmanne des Alldeutschen Verbandes. Dies sind Männer, die wohl über allen Zweifel erhaben sind, zumal sie die Erlaubnis haben, die Gefangenen zu besuchen und ihnen Pflegemittel zu bringen.
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Telegramme des Gießen, r Anzeigers.
Loudon, 21. Jan. „Daily Mail" meldet aus Kapstadt, daß der Einfall der Buren in die Kapkolonie sich neuerdings wieder mehr bemerkbar mache. 200 Buren sind in der Umgebung von Rhenofier eingetroffen, wo sie von der Bevölkerung mit Sympathie-Beweisen empfangen wurden. Die Buren werden überhaupt von den Afrikandern überall aufs freundlichste ausgenommen. Stellenweise werden ihnen sogar unentgeltlich Lebensmittel zur Verfügung ge stellt. — Aus Kapstadt wird gemeldet: Drei neue Afrikander- Zeitungen sind unterdrückt worden. Eine Versammlung der Stadtbehörden ist einberufen worden, um die Mittel und Wege zur Verteidigung der St^dt zu prüfen. Eine öffentliche Versammlung, der etwa 800 Personen beiwohnten, beschloß, die Bürgerwehr mit den Truppen in ein Verteidigungs- KorPS zu verschmelzen. Rouxville und Smithfield sind von den Engländern gestern geräumt worden. Sämtliche Einwohner wurden nach Aliwal North gebracht.
Southampton, 21. Jan. Der Dampler Canada ist mit 1600 Mann Offizieren, Soldaten und Polizeitruppen nach Südafrika abgegangen.
China.
Die „Berl. N. N." schreiben: In englischen Blättern tauchen neuerdings Schanghaier Berichte auf, die die Be° wuptung wiederholen, daß die vom Obersten Grafen ^)ork zu Wartenburg gefühlte Expedition nach Kalgan eine Niederlage erlitten und Graf Jork infolgedessen Selbstmord verübt habe oder im Kampfe gefallen sei. Gegenüber solchen Ausstreuungen über den dem Kaiser und dem Vaterlande treu ergebenen Offizier sei festgestellt, daß die über den betrübenden Vorfall geführten denkbar genauesten amtlichen Ermittelungen mit voller Sicherheit ihre Grund- osigkeit ergeben haben. ES steht fest, daß der Tod des Grasen Jork infolge deS Einatmens kohlenoxydhaltiger Gase, die den zu Heizungszwecken dienenden Kohlenbecken entströmt waren, herbeigeführt worden ist.
Dem Deutschen Hilfskomitee für Ostasien sind von dem Prinzen Heinrich von Preußen 16324,75 Mk., von den Deutschen in Hongkong gesammelt, überwiesen worden. Das Komitee bittet um fernere Ueberweisung von Beiträgen. Alle Mitteilungen sind zu richten an den Generalsekretär Emil Selbera, Berlin, WilhelmÜraße 68.
Deutsches Reich.
Berlin, 20. Ian. Der Kaiser hat durch Kabinettsordre vom 18. Januar den Marinestationen der Ostsee und Nordsee je 50000 Mk. überwiesen, deren Zinsen zu Gunsten der Hinterbliebenen von Seeoffizieren, die den Stationen angehören, verwendet werden sollen.
— Ueber die Investitur beim Kapitel des Schwarzen Adler-OrdenS wird nachträglich bekannt, daß gleichzeitig mit dem Prinzen Georg von Sachsen und dem Prinzen Rupprecht von Bayern derErzherzogFranzFerdinand von Oesterreich investiert worden ist.
— Der Lloyddampfer „H. H. Meier" ist mit den Er atztruppen für das ostasiatische Geschwader von Wilhelmshaven aus in See gegangen.
— Der „Vorwärts" veröffentlicht ein Schreiben des Generalsekretärs des Zentralverbandes deutscher Industrieller Bueck an den verstorbenen bayerischen Reichsrat v. Haßler vom 7. Juli 1896, also kurz nach dem Rücktritt des Preußischen Handelsministers Frhr. v. Berlepsch. In diesem Schreiben gibt Bueck seiner Befriedigung über die Entlassung Berlepschs und über die Ernennung Brefelds zum Nach- olger Ausdruck und erklärt, der neue Minister habe ihn sehr reundlich empfangen. Brefeld sei von der Ueberzeugung mrchdrungen, daß sich die Lage der arbeitenden Klassen gegen rüher ganz außerordentlich gebessert habe, daß sie als voll- ommen befriedigend bezeichnet werden müsse, und daß die von gewisser Seite ausgehenden Klagenüberdietraurige Lage der Arbeiter ein Unfug sei. Daher sei er dafür, etzt in dem Lause der sozialpolitischenGesetzgebung mehr Ruhe eintreten zu laffen, und das sei auch die Ansicht des Kaisers.
— Minister Dr. v. Miquel hat sich erneut eine tarke Erkältung zugezogen und muß das Zimmer hüten.
— Der Abgeordnete Dr. Lieber ist seit einigen Tagen erkrankt, befindet sich aber auf dem Wege der Besserung.
— Der Bundesrat stimmte dem Entwurf des Ge- etzes wegen Versorgung der Teilnehmer an der istasiatischen Expedition und ihrer Hinterbliebenen zu und überwies die Vorlage betr. Abändernng der vom Bundesrat vom 29. November 1894 erlassenen Vorschriften über den Handel mit Giften, Aufhebung des Verbots arsenikhaltigen Fliegenpapiers, sowie den Entwurf deS Gesetzes zur Abänderung der Strandungsordnung den zuständigen Ausschüssen.
— Der Zolltarifentwurf steht in seinen Zollätzen fest. Offiziös wird mitgeteilt:
In einigen Blättern findet sich die Behauptung, daß die Ausarbeitung des neuen Zolltarifentwurfs im Reichsschatzamte hauptsächlich deshalb große Schwierigkeiten mache, weil über die Höhe der bei den einzelnen Positionen einzustellenden Zollsätze noch keine Einigkeit erzielt sei. Die Behauptung beruht auf einem Irrtum. Es wäre selbstverständlich nicht möglich, eingehende und zuverlässige Begründungen zu den einzelnen Tarifpositionen abzufafsen, wenn man ihnen nicht ganz bestimmte Zollsätze zugrunde legen könnte. Es braucht doch nur daran erinnert zu werden, daß bei der Beurteilung der Frage von der Zweckmäßigkeit eines Zollschutzes das Wertverhältnis der betreffenden Ware zu dem Zoll eine große Rolle spielt. Dies aber festzustellen ist doch nur möglich, wenn die in Aussicht zu nehmende Zollhöhe vorher feststeht. Schon aus diesem Grunde ist ersichtlich, daß es sich bei den jetzigen Arbeiten bes Reichsschatzamts kaum noch im wesentlichen um Erwägungen über die in Vorschlag zu bringenden Zollsätze handeln kann. Es dürfte denn auch jetzt nur noch die Ausarbeitung der Begründung zu den einzelnen Positionen in Frage stehen. Daß diese zeitraubend ist, kann nicht bezweifelt werden. Indessen hofft man, mit dem Rest der Arbeit in einer verhältnismäßig kurzen Zeit fertig zu werden, sodaß dann die weiteren Instanzen sich mit der Angelegenheit zu befassen in die Lage gebracht werden können.
— Ueber Judentaufen verhandelte am Donnerstag abend eine stark besuchte Versammlung des Zentralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Prof. Philipp sohn geißelte unter wiederholtem Beifall die unlauteren Be w.ggründe, die in den allermeisten Fällen zum Religionswechsel führen. Dazu komme die Geringschätzung der jüdischen Religion, der man selbst in jüdischen Kreisen be gegne, die Theorie von der überwundenen Sittenlehre und nicht zum wenigsten der Mangel an Organisation im Judentum selbst. DaS Motiv der Selbstsucht und der Eitelkeit spiele bei den Judentaufen eine so erhebliche Rolle, daß man ohne Uebertreibung annehmen könne, mehr als 99 Prozent aller Uebertrittc geschähen aus äußerlichen Gründen ohne innere Notwendigkeit. Das sei eine Feigheit, die nicht schar genug gebrandmarkt werden könne. Ebenso energisch müsse das Taufen der Judenkinder bekämpft werden. Als Mittel sollen dienen: 1. das Wecken deS jüdischen Geistes durch geordneten Religionsunterricht, 2. die Bildung von Vereinen zum Studium der jüdischen Geschichte und Litteratur und 3. die Zusammenfassung aller jüdischen Organisationen in dem geplanten deutschen Judentag.
Cronberg, 20. Jan. Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen, sowie Prinz Karl von Hessen und die Erbprinzessin von Sachsen-Meiningen sind heute mittag aus Berlin auf Schloß Friedrichshof eingetroffen.
München, 20. Jan. Die Annahme, daß das D e m i s si o n S- qesuch deS Prinzen Alfons durch einen Konflikt bei Gelegenheit der Vertretung des Prinzregenten durch den Prinzen bei der Weimarer Leichenfeier veranlaßt worden sei, ist irrig. Der Prinz war seit einem Jahr Kommandeur der 1. Kavalleriebrigade, und seine Truppenführung bei den vor- ährigen Herbftmanövern soll zu Kritik Anlaß gegeben haben. j)te Sache spielte sich dann mehrere Monate durch die ver- chiedenen kompetenten Stellen, und endigte damit, daß dem Zrinzen zu verstehen gegeben wurde, er werde auf eine l öhere Stellung in der Armee nicht zu rechnen haben. Der iZrinz zog daraus die Konsequenzen und bat um Enthebung von seinem Kommando. Diese ist nun auffallend schnell, fast umgehend erfolgt; dem Prinzen kam die rasche Lösung wohl elbst sehr unerwartet. Prinz AlsonS ist ein schneidiger Reiter, bei den Soldaten sehr beliebt. Bei öffentlichen Ge- egenheiten bekam er stets aus diesen Kreisen, Die Sozialdemokraten mit eingeschlossen, fast demonstrative Ovationen. Er war persönlich ein strammer Soldat, scheint aber die Zügel der Disziplin locker gehalten zu haben, und galt nie- mals als ein strategisches Talent. Prinz Alfons ist 33 Jahre alt. Die bayerischen Prinzen erhalten keine militärischen Bezüge mehr, wenn sie den akt'ven Militärdienst verlassen.
Ausland.
Paris, 20. Jan. Ter Herzog von Broglie ist! gestern abend 9 Uhr gestorben. H^Mg Jaques Viktor? Albert von Broglie erblickte 1821 zu Paris das Licht beH Welt. 1873 war er Minister des Aeußeru, dann des Innern. Schon 1874 mußte er demissionieren. 1877 kam er an die Spitze eines Koalitions-Kabinetts, demissionierte aber schon nach wenigen Monaten. Seit dieser Zeit blieb der Herzog dem politischen Leben fern.
— Ter Kriegsminister Andre hat den General Ces- lin de Bourgogne infolge einer reaktiären Rede iw Cannes zur Disposition gestellt. Man erinnert sich, daß der General die Jesuiten verherrlicht und die Einwohner der Bretagne beglückwünschte, den republikanischen Truppen anläßlich der ersten Revolution Stand gehalten zu haben.
Petersburg, 19. Jan. Wegen nihilistischer Umtriebe wurden hier in der letzten Zeit 80, in Kiew 150. Studenten verhaftet.
Aus Stadt und Sand.
Gießen, den 21. Januar 1901.
•• Ernennung. Der Großherzog hat den Tierarzt Dr. Franz Preuße in Wittlich zum außeretatsmäßigen ordentlichen Professor der Tierheilkunde in der vereinigten medizinischen Fakultät der LandeSuniverfität und zum Direktor der veterinärmedizinischen Poliklinik bei dieser mit Wirkung vom 7. Januar 1901 ernannt.
** Wohlth'ätigkeits - Konzert des Kronbaner'schen Onartett- Bereins. Man schreibt uns: DaS gestrige Konzert im Klubsaal war nach jeder Richtung hin wohlgelungen. Musica und Charitas kamen beide vollauf zu ihrem Recht, sie haben beide Anteil an dem schönen Erfolg. DaS Programm ist durch Inserate und Vorbesprechungen vollauf bekannt, die Mitglieder deS Quartetts verzichten von vornherein auf jedes Lob, so bleiben uns denn für unfern Urteilsspruch nur die übrig, welche die Musik zu ihrem Lebensberuf wählten. In erster Linie nennen wir Frau Mimi Balser-Land- mann, die fast in letzter Minute für das plötzlich erkrankte Fräulein Elisabeth Schmidt eintrat. Daß die erfahrene und hier längst geschätzte Künstlerin ihren Part vorzüglich ausführte, bedarf wohl keiner weiteren Versicherung; stimmlich chönstenS begabt, ist ihr Vortrag nobel und warmblütig. Auch Herr Hahn, ein jugendlicher Pianist, der sich kürzlich hier in seiner Vaterstadt als Musiklehrer niedergelassen hat, zeigte alle Vorzüge eines ernsten Studiums. Seine vorgeschrittene Technik erlaubt ihm, sich hohe Aufgaben zu stellen und sein Geschmack zeugt von musikalischer Reife. Ganz besonders wollen wir noch des kunstsinnigen Dirigenten des Quartetts, Herrn Leopold Geller, gedenken und ihm Dank sagen für die musikalischen Genüße, die er uns geboten hat.
fc. Die diesjährige Hauptversammlung des Hessischen Landeslehrervereins findet am 10. und 11. April in Jugenheim a. d. B. statt.
*<- Warnung vor einer Schwindlerin. Eine Frauensperson aus Rödgen, Namens Balser, treibt sich seit geraumer Zeit hier herum. Unter dem Namen Klee hat sie sich bei verschiedene Herrschaften vermietet, das Mi et gelb eingesteckt und nichts weiter von sich hören lassen.
• * Schlägereien. In der Nacht von Sonntag auf Montag kamen verschiedene Schlägereien vor. Auf dem SelterS- weg wurden zwei Thäter verhaftet, die sich wegen Körperverletzung zu verantworten haben werden.
• * tziu Bombenrausch. Am SamStag Mittag wurde von Passanten in der Südanlage ein Mann bewegungslos aufgefunden. Man hielt ihn für tot und glaubte, daß er bei dieser Kälte erfroren sei. Nach einigen Belebungsversuchen stellte sich heraus, daß der Mann total betrunken war. Er wurde zur Wache gebracht.
* • Silberne Hochzeit. Der Bäckermeister Heinr. Faß von hier feiert am Mittwoch mit seiner Gattin das Fest der silbernen Hochzeit. Gleichzeitig begeht er sein 25jährigeS Meister-Jubiläum.
♦ * Die Störche kommen! Heute soll, wie man uns erzählt, ein Storch über unsere Stadt geflogen sein. (Wenn nur der Storch keine Ente war. D. Red.)
• * Kohlenverkanf. Von Mittwoch ab wird die Verkaufsstelle der Kohlen in dem Gerätemagazin auf Oswalds- narten fein. Es gelangen nur Nußkohlen II zum Preise von 1,15 Mk. pro Zentner zum Verkauf. Die Abgabe findet, wie bisher, Montags, Mittwochs und Freitags von 11 bis 1 Uhr statt.
* * Maskenball. Der vom Fechtverband Gießen- Lahr gestern Abend im Safe Leib veranstaltete große Maskenball, der erste in diesem Jahre, war sehr gut besucht- Unter den vielen und zum Teil recht hübschen MaSken war
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t Nidda, 19. Jan. barten llnter-Schmitl
nnglück im April v. I sorderte, der die Auch Hügel, den die Bahnver und derart geebnet, daß Straße aus genügend t der abschüssigen Straß füllten, im lebten UJlomt ist. Ts ist nur bet aög gefährlichen llcberfahrt de ein Gleiches geschehen mi daß dort nicht schon F llebrigenS läßt grgrnwär motive außer dem Läute Dampspfeife ertönen.
fc- Burkhards, 19, < dS gegen den Kaufrnan 'n Untersuchungshaft ges aus entlasten wurde, ifi toNgen Seigeort «rost Ludwig Kaiser ge!
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