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Nr. 274
Donnerstag 21. November 1901
Erstes Blatt
151. Jahrgang
Erscheint täglich mit Ausnahme des
Montags.
Die Gießener Familien, blätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit dem .Hess. Landwirt" und den „Blättern für hessische Volkskunde"
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ö "TSjT O Annahme von Anzeige«
GictzenerAnzelger
General-Anzeiger w mEö
Amts- Md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
________________ tr -*y 1 Ur zeigenteil: Hans Beck.
Valilische Tagesschau.
Muisterialpräsident Frhr. v. Crailsheim über den Eisenbahn- Direktions-Präsidenten Thomö.
Wir haben jüngst die unfreundliche Auslassung des Eisenbahn-Direktions-Präsidenten Thoms in Frankfurt a. M. gegenüber Bayern in Sachen der Eisenbahngemeinschaft mit- geteikt und dabei die Ansicht ausgesprochen, daß diese in Bayern böses Blut machen muffe. Ministerialpräsident Frei- herr v. Erailsheim, der von dem Präsidenten angegriffen wurde, äußerte sich in der Kammer der Abgeordneten darüber wie folgt:
„Der 2lbg._ Dr. Pichler hat von einer Aeußerung gesprochen, welche em preußischer Eisenbahnbeamter aus einem Festmahle ge- chan hat. Man darf der Aeußerung keine allzu große Bedeutung beilegen. Da aber die Aeußerung die Rücksicht immerhin außer Acht läßt, welche Bauern beanspruchen darf, so habe ich Veranlagung genommen, die zuständige Stelle in Berlin auf diese Aeußerung aufmerksam zu macheu. Das zuständige Ministerium hat seine Aufmerksamkeit auf diesen Vorgang bereits gelenkt, und ich habe Grund zur Annahme, daß die Beurteilung des Falles in Berlin mit der in München sich deckt."
Der Bremer Kriegerverein und General v. Spitz.
Die Angelegenheit der Resolution der Bremer Kriegervereinsvorstände gegen General v. Spitz, den Vorsitzenden des deutschen Kriegerbundes, ist nunmehr nach einer Mitteilung des Vorstandes des deutschen Kriegerbundes in einer für beide Telle befriedigenden Art erledigt. Die Bremer Vereine haben nachgegeben. Die Mehrzahl der beteiligten Vereinsvorstände hat eine vom Vorstande des deutschen Kriegerbundes geforderte Erklärung, mit einigen von ihnen gewünschten Aenderungen und einem längeren Zusatze, in dem sie die Motive ihres Vorgehens auseinandersetzen, angenommen. In dieser Erklärung nehmen die betreffenden Vereine alle ihre Ausstellungen und Bemerkungen über die Rede von Exz. v. Spitz zurück. Die beteiligten Vorstandsmitglieder von drei weiteren Vereinen, welche sich nicht dazu verstehen wollten, die Erklärung zu unterzeichnen, haben, der Forderung des Vorstandes des Deutschen Kriegerbundes gemäß, ihre Vorstandsämter niedergelegt. Zwei Vereine endlich, welche die Resolution gleichfalls mit beschloßen hatten, kamen für den Vorstand des deutschen Kriegerbundes deshalb nicht in Betracht, weil sie dem Bremer Landes-Kriegerverbande und damit dem deutschen Kriegerbunde nicht angehören.
Man kann darüber befriedigt sein, daß die Einigkeit innerhalb der deutschen Kriegervereine wicderhergestellt ist, und kann doch bedauern, daß die Organisation der Krieger- v er eine hier die Bremer gezwungen hat, wo sie durchaus im Rechte waren, schlankweg nachzugeben. Es wird das in ähnlichen Fallen immer wieder geschehen, da die Kriegervereine sich ihren Vorstand nicht wie alle anderen Vereine selbst wählen, sondern der Vorstand sich selbst durch Zuwahl ergänzt und der Vorsitzende vom Kaiser ernannt wird. Das formelle Nachgeben der Bremer ändert an der Thatsache nichts, daß die Kritik, die sie an der Aufbauschung des Bremer
„Attentats" durch General von Spitz übten, durchaus zutreffend war.
Zweite hessische Ständekammer.
31. Landtag. 70. Sitzung. Dienstag den 19. Nov. 1901.
Beginn der Sitzung 10 Uhr 20 Min. Am Regierungstisch Staatsminister Rothe, Präsident des Finanzministeriums Gnauth, Geh. Rat Emmerling, Geh. Staatsrat Krug zu Nidda, Ministerialräte Dr. Breidert, Braun, Eisenhuth, Oberregiernngsräte Weber und Best.
Präsident Haas begrüßt die Abgeordneten und hofft, daß die neue Ausstattung des Hauses, die man der Regierung zu verdanken habe, auch den Beifall der Abgeordneten finde. Auch giebt er dem Wunsche Ausdruck, daß in dem neu ausgestatteten Hause stets ein guter parlamentarischer Geist herrsche, und daß man bestrebt sei, nur das Beste des Landes zu fördern. Der Präsident gedenkt sodann des verstorbenen Abg. Schubart, als eines liebenswürdigen und durchaus pflichtgetreuen und eifrigen Mitgliedes, zu dessen ehrendem Andenken sich die Anwesenden von ihren Sitzen erhoben.
Hierauf wird der an Stelle des Ma. Schubart gewählte Wg. Breimer (Beerfelden) vereidigt. Man tritt sodann in die Tagesordnung ein. Der erste auf der Tagesordnung stehende Antrag der Mgg. Leun und Wolf die Portofreiheit für Postpakete an M i - lit ärpersonen betr. wird auf Wunsch des Aba. Leun demnächst im Plenum zur Verhandlung kommen. Zu dem Anträge des Mg. Ulrich, die Regierung zu ersuchen, behufs Milderung der überall sich fühlbar machenden Ar- b eitslosigkeit alte irgend wie in Frage kommenden Staatsarbeiten in beschleunigter Weise in Angriff nehmen zu lassen, und eventuell den Ständen Vorlage über Notstandsarbeiten zugehen zu lassen, bemerkt
Staatsminister Rothe: Was bis jetzt in dieser Beziehung geschehen sei, könnte jetzt besprochen werden. Er würde es aber für geeigneter erachten, wenn zuvor der Referent die Kammer von den Schritten der Regierung' unterrichten würde.
Ministerialrat B r a u n: Schon seit mehreren Jahren seien die Kreisämter angewies t ia zum > Dezember jeden Jahres über die Lage der Industrie, des Handels und der Landwirtschaft Bericht zu erstatten. Im Laufe dieses Jahres habe schon zu Ende des Sommers kein Zweifel mehr bestehen können, daß man einer Krise entgegen gehe; namentlich hätten die Zahlen, die sich bei den Arbeitsnachweisstellen ergaben, eine deutliche Sprache geredet. Man hat aber nie den Stand der Dinge in den Städten erfahren. Anfangs Oktober sei der Regierung bekannt geworden, daß in Mainz, Offenbach- 'Darmstadt und Worms eine wesentliche Steigerung der Arbeitsangebote eingetreten sei. Während im vorigen Jahre auf drei offene Stellen vier Bewerber sich gemeldet hätten, hatten in diesem Jahre vier offene Stellen sieben Bewerber gefunden. Habe man auch gewußt, daß diese Steigerung zu einem erheblichen Teil aus den Auriick- kehrenden Arbeitern der Jndustriebezirke sich bilde, so habe es doch geboten geschienen, sestzustellen, welches der Standpunkt im ganzen Lande sei. Das Ministerium | habe daher vor Einbringung des Antrags Ulrich den Kreis
ämtern empfohlen, schon bis zum 15. November ihre Berichte einzusenden. Es sei angeordnet worden, genau Erhebungen darüber anzustellen, ob Arbeiterentlassungen vorgekommen sind, ob ausreichende Arbeitsgelegenheit gegeben sei, und ob Notstandsarbeiten vorgesehen seien. Gleichzeitig habe man die Gewerbeinspektionen aufgefordert, ihre Beobachtungen den Kreisämtern zur Verfiigung zu stellen. Teilweise seien auch die Bürgermeistereien, die Ortskrankenkassen, die Arbeitsnachweisstellen und die Na- turalverpfle^ungsstationcn herangezogen worden. Es könne daher unbedenklich angenommen werden, wenn er nunmehr einen kurzen Ueberblick über die Lage gebe, daß das Material zuverlässig und vollständig sei. Was zunächst die Provinz Starkenburg angehe, so seien in den Kreisen Dieburg, Bensheim und Heppenheim keine Arbeiterentlassungen vorgekommen. 9hir vereinzelt habe es Arbeitseinstellung gegeben. Die Arbeiter könnten in der Land- und Forstwirtschaft Beschäftigung finden. Notstandsarbeiten seien nicht nötig. Es halte sich auch der Lohn auf der Höhe, was daraus hervorgehe, daß wegen zu hoher Löhne Wegebauten unterbleiben mußten. Im Kreise Erbach seien im Ganzen in drei Betrieben 90 bis 100 Arbeiter entlassen worden. Hier könnten auch die Arbeiter in der Land- und Forstwirtschaft Arbeit finden; es sollten sogar noch, Leute aus anderen Kreisen beschäftigt werden. Ungünstig lägen die Verhältnisse in Offenbach namentlich bei den Schuhfabriken und Eisenfabriken. Wegen Konkurs von Schuhwarenfabriken sei es zu vielen Arbeiterentlassungen gekommen. Ein weiterer Rückgang sei jedoch nickt zu erwarten. In den Metallwarenfabriken seien Arbeiterentlassungen nicht vorgekommen. Von den Landgemeinden des Kreises Offenbach sei es nur in Hainstadt zu Arbeiterentlassung (etwa 120) gekommen. Die Entlassenen könnten aber wieder Beschäftigung finden. In den Zigarren-, fabriken höre man keine Klagen; Maurer fänden in Frankftirt reichlich Arbeit. Zur Zeit würden 70 Arbeitslose von der Stadt beschäftigt. Besondere diotstandsarbeiten seien nicht vorgesehen. Doch werde durch Umbau von Straßen mit für Arbeit gesorgt. Ohne Weiteres erkennbar sei, daß die Zahl der wandernden Arbeiter zugenommen habe; im Oktober 1899 feien es noch 790 gewesen, jetzt schon 1632.
Im Kreis Darmstadt sei die Krisis auf dem Lande kaum bemerkbar; es herrsche Nachfrage nach land- und forstwirtschaftlichen Arbeitern, ebenso in der Holzbranche. Wie in allen Städten, so sei auch in 'Darinstadt das Ergebnis der Nachforschungen ungünstig. Nach dem Berichte sei in allen Zweigen ein Rückgang der Geschäfte bemerkbar; insbesondere bei den Maschinen- und Werkzeugfabriken. Kürzung der Arbeitszeit und des Lohnes, habe man eintreten lassen. Arbeiterentlassungen seien aber nur 20 zu verzeichnen. Ein charakteristisches Bild liefere auch die Arbeitsnachweisstelle, wo sich 7062 gegen 4078 Stellensucher im Vorjahre gemeldet hätten. Parallel laufe auch die Schilderung der Verpftegungsstation und die Angaben der Polizei über Obdachlose, die 1267 gegen 615 im Vorjahre betragen hätten. Gleichwohl wurde auch in Darmstadt angenommen, daß momentan kein Anlaß zu Befürchtungen bestehe. Eine günstige Einwirkung übe hier auch die Bauthätigkeit aus. Bezüglich Obor- h essens und Rheinhessens könne er sich kurz fassen:
Das Museum des Nberhesfisihe« Geschichtsvercius.
Ein Rundgang durch die neu hergerichteten Räume im alten Rathause zu Gießen.
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Verlassen wir die Kapelle, so betreten wir Abteilung II, der vorrömischen und römischen Zeit angehörend.
Wenn auch diese Mteilung an äußerem Glanze hinter der Sammlung im alten Rathaussaale zurücksteht, so ist der innere Werl derselben ein um so größerer, führt sie uns doch in das Kulturleben unserer ältesten Besiedelungen ein. So viel als angängig sind alle Funde in sich vereinigt, diejenigen bei denen der Fundort unbekannt oder nicht sicher ist, wurden der Art und Gattung nach geordnet.
Beginnen wir mit den ältesten Funden, welche an der Straßenseite vom Eingänge aus links ausgestellt sind.
Aufschrift: „Pfahlbauten aus dem Bodensee". Die Funde, welche überwiegend aus der neolithischen, jüngeren Steinzeit, stammen, mögen ein Alter !von 4000 bis 6000 Jahre haben. 'Diese menschlichen Ansiedelungen, die in Seen oder Sümpfe, seltener in Flüsse Hineingebaut waren, ruhten in der Regel auf Pfählen. -Einfache Töpferware, darunter Tongeschirre, Kochtöpfe, Teller, sind im oberen Aufsätze des Schrankes zugleich mit Geweihstücken und Hornteilen untergebracht. Stein- meißel, Hacken und anbere Werkzeuge noch in Hirschhorn steckend, Hämmer, Axthämmer, Schaber, Messer, sowie eine große Anzahl von sauber gearbeiteten Pfeilspitzen -verschiedener Form sind ausgelegt und zeigen die Ge- chicklichkeit, mit dem einfachsten Material sich die viel- - achsten Geräte für den Bedarf des täglichen Lebens zu schaffen. Die Spinnwirbel, Weberwerkzeuge, Stricke und ^Schnüre, Gewebereste, Amulette und Schmuck, Netzbeschwerer und Netzschwimmer gewähren uns einen Einblick in die Beschäftigung und das Kulturleben btejer Pfahlbauern. ...
Rückwärts dieser Pfahlbaufunde mit der Aufschrift -,Steinzeit" befindet sich die Sammlung aus der Steinzeit des L a n d e s. (4000 bis 2000 v. Ehr Mit besonderem Vergnügen ersehen wir aus den Beze-rgimgen, daß 'ein
großer Teil der seltenen Funde aus Oberhessen stammt. Die Steinzeit umfaßt außerordentlich lange Zeiträume. Man unterscheidet eine ältere (paläolithische Periode), in der Waffen und Geräte in einfachster Weise durch Ao- splittern von geeigneten Steinstückeii hergestellt wurden und eine jüngere Steinzeit (neolithische Periode), in der die Gegenstände durch Polieren und Durchbohren eine gefällige Gestaltung erhielten.
Der letzteren Periode gehören mit verschwindender Ausnahme unsere Funde an.
Besondere Erwähnung verdienen die mit einem Werkzeuge angeschnittenen Hirschgeweihenben, die in Rockenberg i. d. W. gefunden wurden, und die große Anzahl Steinteile, Meißeln, Schleifsteine ans Oberhessen. Die anscheinend als Amulette oder Schmuck verarbeiteten, durchlochten Zähne des Höhlenbären, die beiden Zähne des Rhinoeeros (Fundort Nidda), sowie die Zapfen des Auerochsen, bieten uns einen gewissen Anhalt für die damalige Fauna.
Der daneben stehende kleine Schaukasten mit entsprechender Aufschrift, zeigt uns hochinteressante Funde aus der Steedener Dolomithöhle. (Steeden, Dorf an der Lahn im Regierungsbezirk Wiesbaden). Knochen vorweltlicher Tiere, wie Hyäne, Lux, Bär, Löwe, sowie Teil eines menschlichen Unterkiefers, und eine sauber gearbeitete Lanzenspitze von Stein, sind hier ansgelegt. Aus der gleichen Periode mögen wohl die B i r k la r e r Knochen- f u n d e in nebenstehendem Kasten stammen. (Birklar, Ort im Kreis Gießen).
Wenden wir uns nun nach der Straßenseite zurück, so erblicken wir einen Behälter mit der Aufschrift: Fund e von Oftheim i. d. W. Zum größten Teil sind die Funde vom Lberhessischen Geschichtsverein im Jahre 1900 unter Leitung des Privatdozenten Dr. Kornemann ausgegraben worden, sie gehören überwiegend der Bronzezeit (2000 bis 1000 v. Ehr.) an, einer Zeit, in der die Bronze (Legierung von Kupfer und Zinn) zur Bearbeitung von Waffen und anderen Gegenständen noch vorherrschend war, während das Eisen noch unbekannt, oder seine Herstellung noch nicht erfunden war.
Die unter dem Glaskasten stehenden großen Urnen, zum Teil mit einfacher Verzierung aus der Oberfläche aus- gestattet, dienten zur Aufnahme der im Schaukasten aus
gelegten menschlichen und tierischen verbrannten Knochen, teile, der Gesäße und Metallgegenftände, letztere vom Feuer vielfach verletzt. Fein gearbeitete Nadeln und Zier- fcheiben von Bronze sind beachtenswert.
Von demselben Begräbnisplatz stammen der in dem Behälter näher bezeichnete Warzentopf und die Feuersteingeräte, darunnter eine Steinsäge. (Neolithische Zeit.)
Es folgen jetzt die Funde des Hallstädter Typus (1000 bis 400 v. Ehr.) , in dem neben getriebenen Bronzegeräten auch immer häufiger Eisengeräte und Waffen Vorkommen. Der bedeutendste Fundort, von dem der Name herrührt, ist Hallstadt im Salzkammergut.
Der Glaskasten mit AufschriftLindener Mark birgt eine Fülle von schönen Bronzesachen. Kopf- und gewundene Halsringe mit wechselnden Windungen sog. Wen- delring (Torques), Spiralarmbänder, Zierscheiben, Kopf- und Radnadeln, sowie Wulstenringe, zeigen eine hohe Kunstfertigkeit des Bronzegusses.
Ter daneben sich befinbenbe Behälter mit gleicher Aufschrift, enthält die mannigfachsten Thongefäße, wie Urnen, Schalen, -schüsseln, außen glatt oder mit einfachen Verzierungen versehen. Einzelne Gegenstände zeigen bereits den Uebergang zur La Teue-Zeit (400 v. Ehr. bis 100 v. Ehr.) an, die nach dem hervorragendsten Fundort, dem Pfahlbau von La Tene bei Marin am Neuf- chateller See benannt ist.
Die auf dem Tisch mit Glasbedeckung und der Aufschrift „Trieb bei Gießen" versehenen Funde gehören überwiegend der Hallstadtzeit an.
Der gesamte in der Mitte aufgebaute Fund wurde 1899 auf dem Exerzierplatz bei Gießen (Trieb) unter Leitung des damaligen Hauptmanns von Schlemmer ausgegraben. Von großer Bedeutung ist der schöne Bronzegürtel und der Schmuck aus Bronzescheiben, Perlen, von Bernstein und Bronze bestehend. Sehr schöne Kopf- und Radnadeln, Arm-, Bein- und Kopfringe, die letzteren zum Teil mit Gußzapfen, Spiralarmbänder und Rippenringe vervollständigen den eigenartigen Fund.
Um diesen Hanptfunb liegen Bronzen mannigfacher Form, die verschiedenen Zeitperioden angehören. Schilfblattähnliche Dolchklingen'zeigen in ihrer Bearbeitung eine feine Technik.


