Nr. 222 Zweites Blatt.
151. Jahrgang.
Samstag 21. September 1SV1
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Die Brücke im Zuge der Klinikstraße wird wegen Verlängerung der dortigen Ueberführung über die Bahngeleise vom 21. L Mts. ab biS auf weiteres für jeglichen Verkehr gesperrt.
Gießen, den 20. September 1901.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
I. V.: Roth.
Die Trinksprüche des Zaren und Loubets.
Man schreibt uns aus Berlin, 19. September:
Ter Trinkspruch, in dem der Zar das von Frankreich mit besonderer Vorliebe vernommene Motiv der „Waffen- brüderschaft" hat anklingen lassen, — diesmal galt das Kompliment dem „brüderlichen Zusammenstehen der Flotte in den Meeren des fernen Ostens" —1 enthält nichts, was den Berliner politischen Kreisen Grund zur Beunruhigung geben könnte. Cs ist ein Toast, der trotz der warmen und lcb- baften Ausdrucksweise eine behutsame und wohlüberlegte Wfassung ausweish, wie denn natürlich bei solchen hochpolitischen Gelegenheiten Improvisationen nicht erwartet werden können, umsoweniger, als Kaiser Nikolaus keine rhetorischen Gaben besitzt. Loubets Trinkspruch geht erheblich weiter, «als der des Zaren. Der Präsident legt Gewicht darauf, daß der neue Besuch vornehmlich der Armee und Marine Frankreichs gilt. Auf diese Wendung, die ein wenig an das berühmte „Sire, wir sind bereit!" erinnert, ist der Zar in seiner Antwort nicht eingegangen. Tie russische Politik wünscht eben alles zu vermeiden, was auch nur entfernt dazu dienen könnte, Ncvancheideen zu nähren. Ten nur auf die Verteidigung, nicht auf den Angriff gerichteten Charakter des Bündnisses zu betonen, ist den anderen Großmächten gegenüber, insbesondere Deutschland, nicht mehr erforderlich. Es wäre leicht und dankbar für die russische Politik gewesen, im Interesse der bekannten Anleihepläne, durch eine Bestätigung der Pointe Loubets die Hoffnungen Frankreichs ausflammen zu lassen. Daß dieses Zugeständnis nicht gemacht, lirorben ist, das beweist mehr als alles andere, daß Itußland Me Aufrechterhaltung des europäischen Friedens ernstlich wünscht. Abgesehen von dem Hinweis Loubets, daß der neue Besuch vornehmlich der Armee und der Marine gelte, enthalten die Trinksprüche nichts neues. „Alles andere", schreibt die „Boss. Ztg." mit Rechts „sind politische Selbstverständlichkeiten." Ter Zar sei, wie es sich für einen so großen Herrn geziemt, in der Häufung gefühlvoller Worte zurückhaltender gewesen als der Präsident. Tie außerhalb der Negierungsgefolgschaft stehenden Gruppen würden kein rechtes Verständnis dafür haben, weshalb der Besuch des Zaren gerade der Armee gelten soll. Tie „Nationalztg." vermißt ebenfalls das Neue in den Trinksprüchcn. Ta der geraume Zeit hindurch vergebens ersehnte Ausdruck von der „verbündeten" Nation früher bereits in offiziellen Trinksprüchen figuriert hat, handele es sich diesmal nicht mehr um eine neue Errungenschaft. Aus den heute vorliegenden Pariser Meldungen läßt sich auch nicht gerade eine gesteigerte Festesfreude erkennen. Tie nationalistischen Zeitungen fahren fort, den geringen Wert des Bündnisses darzuthun; andererseits begnügen sich die republikanischen Blatter mit der Würdigung des Bündnisses, während in früheren Zeiten die Aeußerungen des Enthusiasmus einander überboten. Ter Zarenbesuch in Frankreich trägt zur allmählichen Abkühlung bei, und inan wird nur wünschen können, Kaiser Nikolaus setzt noch recht häufig den Fuß auf französischen Boden. — Tie heutige B e r l i n e r B ö r s e interessierte sich weit weniger für den Zarenbesuch, als für die Wahrscheinlichkeit einer Ermäßigung der Kohlenpreise.
Der Besuch des Zarenpaares in Frankreich.
Am Donnerstag Morgen 8 Uhr ist das russische Kaiserpaar mit dem Präsidenten Loubet unter den Huldigungen der Menschenmassen nach Reims abgefahren. 9 einhalb Uhr traf der Zug auf der bei Reims eigens anläßlich des Besuches des Kaiserpaares erbauten Haltestelle Fresnois eilt. Loubet geleitete die Kaiserin nach dem Ehrenpavillon, welche mit ihrer Ehrendame den Wagen bestieg, während der Kaiser, der die Uniform der russischen Gardereiter angelegt hatte, mit Loubet im zweiten Wagen folgte. Die Fahrt ging nach dem Fort Vitry les Reims zur Besichtigung der Schlußübungen der großen Manöver der Ostarmce.
Auf der Fahrt wurde das russische Kaiserpaar von General Brugere und seinem Stabe begrüßt. Der Kaiser richtete einige huldvolle Worte an den General, verließ den Wagen, bestieg ein bereitgehaltencs Pferd und ritt in scharfem Galopp in die Richtung auf die Vorposten, während der Kriegsminister und die Loubet begleitenden Offiziere ihm folgten. Bei den Truppen angelangt, ritt der Kaiser von einem Regiment zum anoern, wobei er seine Anerkennung über die gute Haltung der Truppen ausdrückte. Tas auf dem Manöverfelde nicht zahlreich ver- ßammelte Publikum brachte lebhafte .Hochrufe auf den Kaiser, Rußland und die Republik aus.
Tarauf kehrte der Zar zu dem Wagen zurück, in dem die Kaiserin und Loubet sich befanden. Alle drei be- «gaben sich sodann nach dem Fort, wo sie den Manövern ton der höchsten Schanze bis zum Schlüsse beiwohnten.
Fort war ein großes Zelt errichtet und mit den russischen und französischen Farben geschmückt. Ter Schluß des Kampfes gewährte ein prächtiges Bild. Tas Geschützfeuer arreichte seinen Höhepunkt, die Trompeten schmetterten, Lie Trommeln rasselten, die Infanterie erstürmte mit dem
Bajonett, Geschütze und Kavallerie jagten heran, Säbel, Kürasse und Helme blitzten in der Sonne. Jetzt wurde dem Angriff Halt geboten. Die Truppen zo^en nach Reims ab. Der Kaiser stteg wieder zu Pferde; ine Kaiserin und Loubet, sowie die Gefolge begaben sich zu Wagen nach Berru. Mittags 1 Uhr trafen die Wagen hier wieder ein. Bei dem Frühstück, das Loubet dem Kaiserpaar gab, nahm die Kaiserin den Ehrenplatz ein. Zur Rechten saßen der Kaiser und der französische Minister des Aeußeren, Delcasse, zur Linken Loubet und der russische Minister des Aeußeren Graf Lambsdorff. Der französische Ministerpräsident Waldeck-Rousseau saß gegenüber. — Loubet brachte folgenden Trinksprucy aus:
„Ich bin glücklich. Eurer Majestät die Grüße und Dankesbezeugungen der französischen Armee zu übermitteln, welche Eurer Majestät für das soeben bezeugte Interesse dankbar ist. Alle einen Herzens, sind Frankreich und die Vertretung Frankreichs bemüht, die Armee mit allem zu versehen, was ihre Stärke auf den höchsten Punkt bringen kann. Die Armee ihrerseits legte ihre ganze Seele darein, jeden Mämentdem Rufe Frankreich ssol- gen zu können. Die Anwesenheit Eurer Majestät bei den Manövern bildet für sie zugleich eine sehr hohe Belohnung und stärkste Ermutigung. Die Führer wissen und die Truppen empfinden cs. Ich mache mich mit Freuden zu ihrem Dolmetscher, indem ich mein Glas zu Ehren Eurer Majestät und der Kaiserin erhebe, es auf den Ruhm der russischen Armee leere, welche, wie Eure Majestät in Chalons sagten, mit der unsrigen durch ein tiefes Gefühl' der Waffenbrüderschaft verbunden ist."
Hierauf spielte die Musik die russische Hymne. Der Kaiser von Rußland antwortete:
„Tie Manöver, denen wir soeben beigewohnt haben, gestatteten mir persönlich, den Grad der Vollkomm en- heit der glänzenden französischen Armee zu würdigen, welche mir das Herz erfreut als Gegenstand des gerechten Stolzes für das befreundete Frankreich. Ich trinke auf die große französische Armee, auf ihren Ruhm und ihre Wohlfahrt. Ich betrachte fie gerne als eine m ä ch-- tige Stütze der Grundsätze der Billigkeit, auf denen die allgemeine Ordnung, der Friede und das Wohl- eirgehen der Nationen beruhen."
Hierauf wurde die Marseillaise gespielt. Nach dem Bankett begaben sich das Kaiserpaar und Loubet zu Wagen nach Reims.
In Reims, wo sie um 5 Uhr ankamen, fand kein offizieller Empfang statt, da der Kardinal Lange- nteux sich weigerte, den Wortlaut der Ansprache, die er in der Kathedrale an das russische Kaiserpaar halten wollte, vorher vvrzulegen.
Tie Gäste besuchten das Rathaus, wo der Bürgermeister eine Ansprache hielt. Der Zar und Loubet begnügten sich mit kurzenDankesworten. Daraus wurde die Kathedrale besichtigt, in der der Erzbischof die Gäste ohne Ansprache empfing. Um 6 Uhr erfolgte die Rückreise nach Compiegne.
Der Untergang eines tnglifdjtn TorxedMstöms.
Es ist kaum mehr als eine Woche verstrichen, seitdem die deutsche Marine einen schweren Verlust zu verzeichnen hatte, den Untergang der „Wacht", und schon wieder kommt die Nachricht von einem Schiffsuntergang. Diesmal ist es die englische Kriegsmarine, die von einem furchtbaren Unglück betroffen worden ist. Wie uns telegraphisch gemeldet wird, ist gestern der englische Torpedozerstörer „Cobra" in die Luft geflogen. Die „Cobra", die das schnellste Schiff der Welt sein sollte, ist auf der Werst von Armstrong erbaut worden. Sie befand sich unterwegs von Newcastle nach Portsmouth, wo sie von der Admiralität übernommen werden sollte. Sie hatte 60 Mann an Bord, unter ihnen Vertreter und Arbeiter von Armstrong und von Parsons Turbine Company. — Ein ähnliches Schicksal hatte auch vor noch nicht langer Zeit das Schwesterschiff der „Cobra", die „Viper", die unlängst während der englischen Marinemanöver bei Alderney unterging. Beide hatten 4 Schornsteine, 4 Turbinen und 8 Schrauben. „Cobra" hatte 34 bis 35 Knoten Geschwindigkeit.
Bis jetzt liegen über den Untergang folgende Telegramme vor:
Grimsby, 19. Sept. Es ist Grund zu der Annahme vorhanden, daß der Torpedozerstörer „Cobra" mit der gesamtcu Bcsanuny in die Lust geflogen ist, während er einer Kcsselprooe in der Nordsee bei Yarmouth unterzogen wurde. Ein Fischdampfer, der heute früh hier cintraf, brachte sechs Leichen mit, die er auf dem Wasser treibend in der Nähe der Stelle antraf, wo die ,,Cobra" zuletzt gestern früh 7 Uhr durch das Feuerschiff bei Towsing-Sands in Rauch gehüllt gesehen wurde. Gestern Abend 5 Uhr bemerkte das Feuerschiff die auf dem Wasser treibeudcn Leichen und signalisierte dies dem Fifchboot, durch das die Leichen geborgen wurden.
Grimsby, 19. Sept. lieber die „Cobra" liegen bisher nur die Meldungen vom Kapitän des Fischdampfers vor, der die Leichen nach Grimsby brachte und von dem Wächter des Feuerschiffes von Towsiug-Sauds. Ersterer sagt, er habe die Leichen, die alle Rettungsgürtcl trugen, gestern Nachmittag aufgelesen. Vier derselben waren Seeleute, die zur Kriegsmarine gehörten. Auch habe er ein aus dem Wasser ragendes Schiff gefehcn, das von Dampf umgeben war, aber kein Zeichen von Leben dabei entdecken können. Der Wächter des Feuerschiffes erklärt, gestern früh um 7 Uhr sei offenbar ein Schiff
mit vier Schornsteinen in zwei Teile gebrochen. Er habe niemanden das Schiff verlaßen sehen. Die Rettungsringe mit dem Namen „Cobra" seien später anfgcfischt worden. — Die „Cobra" ist ein neues Turbinenschiff, ein Schwesterschiff des „Viper", und noch nicht von der Admiralität abgcnommcn. An Bord befanden sich 60 Mann, deren Schicksal mit Ausnahme der sechs als Leichen aufgcfundenen nnbckannt ist.
Grimsby, 19. Sept. Nach stürmischer Fahrt strandete die „Cobra" Mittwochmorgen halb 8 Uhr an der Küste von' Lincolnshire, brach in zwei Stücke und sank sehr schnell. 9iur ein Boot mit 12 Mann, an welches sich noch andere geklammert hatten, die aber bald erschöpft abfielen, wurde flott und wurde gestern abend vom Dampfer „Harlington" der Peninsular Oriental-Gesellschast entdeckt. Die Insassen desselben wurden in sehr erschöpftem Zustand gerettet und heute nach Middlesbrough gebracht. Ein Pannouther Dampfer brachte heute die Leichen von sechs Matrosen der „Cobra" nach Grimsby, sie hatten Rettungsgürtel um. Ein leeres Boot der „Cobra" wurde ebenfalls gefunden.
Grimsby, 19. Sept. Der Dampfer „Harlington" mit 12 Ueberlebenden der „Cobra" ist in Dttddlesbrough ein» getroffen. Es scheint, das Schiff ist auf Felsen aufgelaufen und in zwei Stücke geborsten. Die Zahl der Opfer ist noch ungewiß.
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Zu dem Untergang wird uns aus Fachkreisen ge« schrieben:
Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß der in den Schiffslisten der englischen Flotte als Torpedobootszerstörer bezeichneten „Cobra" infolge zu hohen Dampfdrucks die Kessel geplatzt sind. Das Fahrzeug gehört zu den sog. „Turbinenschiffen", ein Typ, dem sich neuerdings besonders die englische Marineleitung zugewendet hat, weil ihre Ingenieure als den „Typ der Zukunft" bezeichnen. Das Charakteristische dieser Schiffsgattung ist, daß zur Fortbewegung nicht eine Schraube, sondern eine Turbine dient, die eine enorme Anzahl von Umdrehungen leistet und wenn Alles gut geht, das Schiff mit rasender Schnelligkeit durch das Wasser treibt. 40 Knoten in der Stunde werden von den britischen Ingenieuren als das Mindestmaß an Fahrtleistung bezeichnet. In der Theorie, in Plänen und Berech- nungen nimmt sich Alles prächtig aus, in der Praxis zeigen sich Unvollkommenheiten, die bereits zum Untergang des Turbinenschiffes „Viper" und jetzt wieder zur folgenschweren Explosion auf der „Cobra" geführt haben. Beide Schiffe waren erst vor Kurzem von Armstrong in Newcastle gebaut. Es ist staglich, ob die britische Admiralität nach diesen traurigen Erfahrungen noch weitere Turbinenschiffe in Bestellung geben wird. Die deutsche Marine hat sich mit dem Bau solcher Fahrzeuge bisher ebensowenig befaßt, wie mit dem der von Frankreich als Spezialität betriebenen — gleichfalls noch unvollkommenen — Unterseeboote. Die deutschen Hochseetorpedoboote genügen durchaus den Ansprüchen an Schnelligkeit, soweit diese Ansprüche sich mit der Rücksicht auf die Sicherheit des Lebens der Bemannung vereinen lassen.
Engländer und Buren.
Lord Kitchener scheint völlig Fiasko in Südafrika zu machen. Seine Proklamation hat, wie wir bereits verschiedentlich betont haben, nicht den geringsten Eindruck hinterlassen. Von allen möglichen Seiten laufen Nachrichten ein, die die Wirkungslosigkeit der Proklamation immer von neuem bestätigen. Nirgends habe sich eine größere Abteilung von Buren ergeben, wie man es ganz bestimmt erwartete. Nur einige einzelne Leute hätten sich unterworfen. Natürlich fehlen auch die Stimmen nicht, die diese Thatsache zu bemänteln und zu begründen suchen. So greift man zu der Ausflucht, volle 50 Prozent der Buren im Freistaat wollten Frieden, der Einfluß Tewets und Steiins sei aber so groß, daß sie nicht wagten, ihre Ansichten offen auszusprechen. Man sei sogar algemein der Ansicht, daß selbst, wenn Botha sich ergeben sollte, Steijn und Tewet den Kampf ruhig fortsetzen würden. Es ist das alte Märchen, das in neuem Gewände immer wieder erscheint.
Was will aber das alles bedeuten im Verhältnis zu der letzten Nachricht, die Kitchener aus Prätoria nach London gelangen ließ, und in der er nicht nur von einer Schlappe, sondern von zwei völligen Niederlagen der Briten melden muß. Der Draht berichtet uns darüber folgendes:
London, 19. Sept. Lord Kitchener meldet aus Pretoria: General Botha lockte südlich von Utrecht drei Kompagnien berittene Infanterie in einen Hinterhalt. 16 wurden getödtet, 30 verwundet und 155 gefangen genommen, die drei englischen Geschütze wurden erbeutet. Ter Burenführer Smuls überfiel westlich von Tarkastad eine Ulanenschwadron. 23 Mann wurden getödtet und 31 verwundet.
London, 15. Sept. Lord Kitchener meldet aus Pretoria vom 19. September: Drei Kompagnien berittener Infanterie mit drei Geschützen, unter Major Gough, südlich von Utrecht aufklärend, gewahrten vor Dejagersdrist etwa 300 Buren, welche abfattelten. Sie eilten einem Höhenzuge zu, welchen die feindliche Stellung beherrschte. Die Vuren- bewcgung erwies sich als eine Falle. Gough wurde plötzlich in der Front und der rechten Flanke von einer beträchtlichen Burenstreitmacht, welche gedeckt stand, angegriffen. Die


