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21.8.1901 Erstes Blatt
 
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Darmstadl, 19. Aug. Zu der vom 7. bis 9. September hier stattfindenden allgemeinen Geflügel-Ausstellung des Vereins für Vozcl« und Geflügelzucht laufen die An Meldungen zahlreich ein. Da die Anzahl der AuSstellungS nummern durch die Zahl der vorhandenen Käfige beschränkt ist, so dürfte es im Jntereffe der Aussteller liegen, mit der Anmeldung nicht mehr allzu lange zu zögern. Mit dem Vertrieb der Lose ist jetzt begonnen worden. Wicdervcrkäufer können L se durch PH. Bro hm, Alic str. 20 Va, beziehen.

Mainz, 16. August. Heute feierte Divisionspfarrer Karl Forschner von St. Quintin sein 25jähriges Priester, jubiläum. Zu Ehren des TageS hatte das ganze Stadt viertel Flaggenschmuck angelegt. Zahlreiche Geschenke wurden dem Jubilar emgehändigt, darunter auch namhafte Geld spenden, die derselbe besonders für kirchliche Zwecke verwenden wird. Außer den zahlreich erschienenen Gc st'ichen hatten Oberbürgermeister Dr. Gaßner und viele hiesige und aus wärtige Bewohner dem Jubilar ihre Glückwünsche dargebracht.

Kassel, 18. August. Die Verlobung des Grafen Carl August von Schaumburg, jüngsten und jetzt einzigen Sohnes des Prinzen Philipp von Hanau, mit Frl. Anna von Trott zu Solz, Tochter des ObervorfteherS der hessischen Ritterschaft, Oberstleutnant a. D. Theodor von Trott zu Solz und besten Gemahlin Bertha, geb. Freiin von Oeynhausen, fand am 10 d. Mts. zu Oberurff statt.

Raffet 16. August. Ein niedliche Episode, die sich bei der gestern nachmittag erfolgten Ankunft des Kaiser- paare- zugetragen hat, wird derKaff. Allg. Ztg." erzählt: Am oberen Ende der WilhelmShöh^r Allee, am Kreuzwege vor dem Schlöffe, stand eine Anzahl junger Damen, von denen eine einen großen Blumenstrauß in der Hand hielt, um die Majestäten auf ihrer Fahrt vom Bahnhof nach dem Schloß zu erwarten. Schon von weitem winkten die Damen dem Kutscher des kaiserlichen Wagens zu und bebrüteten ihn, langsamer zu fahren. Dieser erfüllte ihren Wunsch und als die Equipage heraurollte, konnte die Dame der kleinen Prinzeß Viktoria, die ihr kaiserlicher Vater auf dem Schoße hielt, den Strauß überreichen. Mit kindliche^Hreude nahm ihn diese entgegen und dankte durch wiederholtes freundliches Nicken mit dem Köpfchen. Auch die Majestäten dankten durch freundlichen Gruß den Damen für die finnige Huldigung.

Koblenz, 19. Ang. Ueber den Brand des hiesigen Regierungsgebäudes meldet dieKobl. Ztg.-, daß bei den gestrigen AufräumuogSarbeiten, woran 200 Pioniere milwtrkten, noch vereinzelt glühende Balken aufflockerten. Das ganze Gebäude ist durch das Feuer und Löschwaffer beschä digt und deshalb unbrauchbar. Zwei Neubauten in der Laster Friedrich- und Marienbildchenstraße wurden zur Unter- driugung der RegterungSbureanx gemietet.

** Kleine Mitteilungen an* Hessen und den Nachbarstaaten. Georg Brandes, der frühere Baritonist, dann Theater» düektor in Breslau und Mainz, ist am 14. August in Frankfurt a. M. gestorben. Ec war zuletzt als Gesang- letzter thätig und bildete u. a. eine Tochter für die Bühne aus, die in Augsburg als erste dramatische Sängerin wirkt. E ire andere Tochter ist in Zürich als Schauspielerin engagiert. Zu dem Familieadrama in Wiesbaden, wird jetzt mit- geteilt, daß Maier, der zuletzt in Leipzig wohnte, erst vor einigen Tagen aus dem Untersuchungsgefängnis entlassen wurde, wo er sich unter dem Verdachte, mehrfache Be- ttii gereien verübt zu haben, befand. Wahrscheinlich befürchtete er eine Wiederverhaftung. Mau hofft, sowohl den Mann, der im Krankenhause polizeilich bewacht wird, als auch das Liid am Leben zu erhalten. Der Aussage Maiers, seine Frau habe die That ausgeführt, wird wenig Glauben ge schenkt.

Uernischie».

Mainz, 18. Aug. Eine ernste Rüge wurde einer g-mzen Anzahl von Landbürgermeistern in unserer Provinz von der Verwaltungsbehörde ertheilt. Mittelst LuSschretbenS wurde den Bürgermeistern mitgetheilt, daß es nicht selten vorkomme, daß die Erledigung von Verfügungen der Verwaltungsbehörde, des Kreisamtes rc. Verzögerungen erleidet, die sachlich nicht gerechtfertigt seien. In dem Aus­schreiben heißt es, daß in Rücksicht auf die aus alledem für die Bürgermeister erwachsende Verantwortlichkeit dieselben ans gefordert werden, dafür besorgt zu sein, daß alle erlassenen Verfügungen möglichst rasch erledigt werden; wenn dies aber im einzelnen Falle einmal nicht möglich sein könne, dann müsse unter Angabe des Grundes darüber amtlich berichtet derben. Sollten aber für die Folge ungerechtfertigte Ver- jSgerungen eintreten, dann würden zunächst die Erinnerungs­schreiben unfrankirt an die betreffenden Bürgermeistereien abgehen, und nöthigenfalls werden alsdann ohne Weiteres Strafverfügungen erfolgen.

Coblenz, 18. Aug. Der Brand des RegierungS- gebäudeS dauert im Innern an. Das ganze Pionier­bataillon ist feit 2 Uhr nachmittags auf der Brandstätte mit IlufräumungSarbeiten beschäftigt. Die Bureaus find in Neu­bauten untergebracht. Unversehrt sind bis jetzt die Zolldepots im Keller.

* Köln, 19. Aug. In einem Bruch bei Worringen tnrbe am Freitag die Leiche eines etwa 19jährigeu ua- kannten Radfahrers aufgefunden. Der Aufgefundene »rr erdrosselt und seiner Habe beraubt. Der Verdacht Mt auf eine Zigeunerbaude, die am Abend vorher auf der Landstraße Halt gemacht und wegen Schadens an einem Vagen in einem Holzschuppen übernachtet hatte.

* Düsseldorf, 18. Aug. Pastor DueSberg, der her als evangelischer Pfarrer wirkt und gesellschaftlich eine hervorragende Stelle einnahm, befindet sich schon seit längerer -Stil auf Urlaub, von dem er in sein Amt nicht zurückkehren «ird. Inwieweit die über ihn umlaufenden Gerüchte auf Wahrheit beruhen, läßt sich heute schwer feststellen. Pastor larSberg, der verheirathet und Vater erwachsener Töchter ift- soll in sittlicher Beziehung keinen tadellosen Lebenswandel geführt haben. Jedenfalls ist das Vertrauen zu ihm er- "füttert; zum 1. Oktober ist er von seinem Amt unter Be­willigung der ihm zustehenden Pension entbunden worden.

e München, 17. Aug. Bei Brannenburg nahe Rosen- chiw wurde der wandernde Handwerksbursche Schober in «üer Jagdhütte halb verhungert aufgefunden. Gr starb -auf dem Transport zum Krankenhaus.

Hamburg, 17. Aug. Die Altonaer Polizeibehörde verhaftete zwei internationale Juwelendiebe, die Gold ''achen zum Verkauf anboten. Bei einer Haussuchung wurden Juwelen und Goldsachen im Werthe von 20000 Mk. vor gefunden. Die Polizei glaubt, die Verhafteten seien identisch mit den Verbrechern, die daS grüne Gewölbe in Dresden beraubten.

Görlitz, 17. Aug. Die Abfall-Spinnerei in Firma Kreibisch und Sohn, Warnsdorf in Böhmen, ist total nieder- gebrannt.

* Paris, 19. Aug. DemGauloiS" zufolge wird nach Berichren der Präfekten die Weinernte in Frankreich ruf 135 Millionen Hektoliter geschätzt. (Tie vorjährige Ernte, )ie doch auch schon reich war, betrug 67 Millionen. Red) Wie daSJournal- meldet, beschloß der Minister für die Kolonien, in den Kolonien drahtlose Tcldgraphie zur Anwendung zu bringen.

* Graz, 18. Aug. Der Redakteur Dr. Sima Paic, warf sich in einem Anfall von Irrsinn bei Laibach unter die Maschine eines Personcnzuges.

London, 17. Aug. Einem bei Lloyds eingegangenen Telegramm zufolge ist der deutsche DampferHarburg" auf der Fahrt von Australien nach Hamburg auf der Schelde mit dem schwedischen DampferAntwerpen" zusamm en- gestoßen. Beide Schiffe sind ernstlich beschädigt, die .Harburg" am Bug.

Sandefjord, 17. Aug. Die Expedition des Kapitäns Stökken ist nach Untersuchung der Südküste von Franz Josefsland heute Vormittag hier eingetroffen Von den drei Verunglückten der Expedition des Herzogs der Abruzzen wurde keine Spur gefunden. Das vom Herzog gestiftete Denkmal wurde auf Kap Flora errichtet.

* Victoria (Britisch Columbia), 19. Aug. Der Alaska- sompferIsländer" der kanadischen Pacific Gesellschaft stieß am Freitag früh in der Nähe von Juneau (Alaska) mit einem Eisberge zusammen und sank sofort. 65 Personen ertranken, 107 wurden gerettet und in der letzten Nacht hierher gebracht.

Dewet- Anekdoten. EinTommy", der von Dewet gefangen genommen war, beklagte sich über die Nahrung, die fast einzig und allein aus Mehlspeisen bestand. Dewet sagte ihm, daß er nichts BeffereS hätte.Aber-, fuhr er fort,warten Sie einige Tage, ich werde einen Zug wegnehmen und kann Sie alsdann befriedigen". Einige Tage später nahm Dewet, wie er gesagt hatte, einen Zug und der englische Soldat erhielt die beste englische Nahrung. Ein andermal, als Dewet wieder einen Zug genommen hatte, fanden sich unter den Nahrungsmitteln zwei Tonnen Rum. Dewet verbot seinen Leuten, daran zu rühren, und schickte den Rum in ein englisches Krankenhaus, das in der Nähe war.

Fürstliche Leichenbegängnisse.

Tie Beisetzung der Kaiserin Friedrich ist auf besonderen Wunsch der hohen Entschlafenen in möglichst einfacher Forrn erfolgt. Immerhin ist es selbstverständlich, daß, fürstliche Persönlichkeiten auch noch im Tode ganz besondere, ihrem Range entsprechende Ehren empfangen.

In früherer Zeit wurde bei -ftirstlicl-en Leichenbegäng­nissen oft ein ganz enormer Prunk entfaltet. Tie Begräbnis­feierlichkeit für Sophie Charlotte, Preußens erste Königin, kostete an 200 000 Thaler. Als Kaiser Siegismund starb, richtete ihm die Stadt Nürnberg ein Begräbnis aus, an dein sich hundert Geistliche beteiligten. Vierhundert Wachs- ekrzen erleuchteten den Raum in der Kirche, wo der Katafalk aufgerichtet war; allein der Nürnberger Rat hatte 44 Kerzen gestiftet. Auch sonst that sich die städtische Obrigkeit gern durch Kerzenspenden hervor und suchte dadurch ihre Teilnahme für einen verstorbenen Reichs- fürsden zu bekunden. So wurden, z. B. beim Tode Albrechts II. 52 und beim Begräbnis für Friedrich III. 20 Kerzen ge­stiftet. Bei den Leichenfeierlichckeiten für einen deutschen König zog der ganze Rat in Prozession zur Pfarrkirche und wohnte dort der Seelenmesse bei. Gelegentlich, wie bei der Feier für Friedrich III. im Jahre 1493, ging auch die Bürgerschaft mit im Zuge, wohlgeordnet nach den einzelnen Innungen und Zünften. Eines der berühmtesten Leichen­begängnisse ist das 1486 für den Kurfürsten Albrecht Achilles veranstaltete. In der Frankfurter Tominikaner- kirche, wo er während einer Andacht verschieden war, wurde der Kurfürst aufgebahrt. Das Licht von 36 brennenden Kerzen fiel auf das schwarze, mit einem weiften Kreuz gezierte Leichentuch. Sämtliche, wegen der Königswahl Maximilians I. gerade in Frankfurt anwesende Fürsten nahmen an der Trauerfeier teil. Auf der rechten Chor­seite standen Kaiser Friedrich, König Maximilian, die Knr- fürsten von Mainz, Sachsen, Pfalz; dann folgte Herzog Albrecht von Sachsen, dem sich die Bischöfe von Bamberg, Eichstädt, Straßburg. Speyer, Worms und Meißen an­schlossen. Linker Hand sah man den Graner Erzbischof, die badischen Markgrafen Christoph und Albrecht, die sächsi­schen Herzöge Friedrich und Johann, den Bayernherzog! Caspar, den Landgrafen Wilhelm von Hessen und eine An­zahl mit der Vertretung ihrer Herrn beauftragter Abge­sandten. Nach der Messe wurde die irdische Hülle des Entschlafenen von Grafen und Edelleuten an den Main in ein Schiff getragen, und es erfolgte die Ueberführung in das fränkische Erbbegräbnis. In der Reihenfolge ihres Ranges waren bei diesem Geleit an den Main ebenfalls wieder die weltlichen und geistlichen Fürsten beteiligt; Barfüßer-, Karmeliter- und Tominikanermönche schritten dem Sarge voran, während nebenher die Tiener des Ver­storbenen zogen, alle mit Wachskerzen in der Hand.

Nicht selten kam es vor, daß für einen Heimgegangenen Fürsten im Laufe der Jahre noch einige nachträgliche Begängnisse veranstaltet wurden. Tie Söhne des genann­ten Albrecht Achilles, Friedrich und Siegmund ehrten z. B. acht Jahre nach dem Tode ihres Vaters dessen Andenken durch Veranstaltung einer erneuten großen Feier in der Frankfurter Tominikanerkirche. Im Chor dieses Gottes-i Hauses war unterdessen Herz und Eingeweide des Ver­storbenen beigesetzt worden. Tas Dominikanerkloster schloß mit den Söhnen des Verblichenen einen Vertrag, wonach für den Kurfürsten auf ewige Zeiten alljährlich Seelen­messen und Vigilien aögel)alten werden sollten. Als Ent­gelt hierfür wurden dem Kloster zwei Grundstücke zuge­sprochen, eines au Xanten und ein anderes zu Breitentoch.

Ganz besonders glanzvoll sollen u. a. die Begängnisse für Kaiser Maximilian II. (am 22. März 1577 zu Prag) und für Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen (1656) ge­wesen fein. S.

Gerichtssaat.

... . Gieße», 16. Aug. (G ewe r b e g e r i ch t.) Dm Vorsitz mhrt Beigeordneter Wolff. AlS Beisitzer fungieren Schretnermeist« Emll Heinrich Müller und Glaser Heinrich Baum. Der Fuhr« knecht Jakob Z1 o n e ck verlangt von dem Oekonomen Friedrich E o st hier 9 Mk. 60 Pfg. rückständigen Lohn. ES kommt Vergleich dahin zu Stand-, diß Kläger bet dem Beklagten noch 14 Tage bi« Arbeit aufntmmt und daß Beklagter an Kläger auf die etngrklagte Forderung 8 Mk. zahlt und zwar 4 Mk. alSbald und 4 Mk. in acht Tagen. In den Klagsachen der Erdarbeiter Eberhard M ö b u S von Garbentcich und Peter Knebel von Ltndenstruth gegen daS Braun- ^etnbergwerk hier, über die wir in Nr. 191 berichteten, findet £eU0mDerne6mun9 ES kommt schließlich Veraleich zu Stande. Der Vertreter deS Beklagtm behält sich jedoch eine WtderrusSsrtst von acht Tagen vor. Wird der Vergleich widerrufen, so findet noch wettere Beweisaufnahme statt. Die Klagen der Fuhrknechte Heinrich L 1 ch, Heinrich O p p e r, Christian Werner und Jost Naumann gegen Vrauereibefitzer Denntnghoff hat das Gewerdegericht kosten- talltg abgewtesen, weil aus der Beweisaufnahme und den Erklärungm der Parteien sestgestrllt worden ist, daß di- Kläger die Arbeit ver­lassen haben. Der Kellner Max Wehner klagt gegen den Hotel'er Mund hier auf Entschädigung wegen verfrühter Entlassung. ES kommt ein Vergleich zu Stande. In der Sache deS Sp.-nglt'S Otto K r e t s ch m a n n gegen den Spenalermetfier Christian Arnold Beklagte nicht erschienen war, auf Antrag deS

Klägers VersSumniSurtetl erlassen werden.

19 au8' Der ehemalige Kassierer deS landwirt­schaftlichen Kreditvrreins für Mittelirankm, Schröppel, wurde wegen Untreue und B.trugeS vom hiesigen Landgericht zu drei J.hrm Gefänonis verurteilt.

Universitäts-Nachrichten.

Der o. Professor an der Freiburger Universität für Anglistik, Schröeer, hat eine Berufung an die Handelshochschule in Köln anaenommen.

Handel und Verkehr. Uolkswirtin alt.

Rew-Bork, 18. August. Die Verhaftung Terlindens wurde durch den Konsularagenten Moritz Baumbach in Milwaukee verursacht, in dessen Wechselstube Terlinden zwanzig Tausendmarkschein in amerikanisches Geld umzusetzen versuchte, worauf Boumbach Verdacht schöpfte. Terlinden wird gegen die Auslieferung ankämpfen, obgleich er zugiebt, daß seine Ge- iellschaft eine Unterbilanz von acht Millionen Mark habe. Das Verhör erfolgt am 9. September.

Der flüchtige Gerhard Terlinden aus Oberhausen ist, wie wir bereits meldeten, in Milwaukee verhaftet worden. Er ist geständig, deutsche sanken um anderthalb Millionen Mark betrogen zu haben, macht aber mildernde Umstände geltend. Er hat in Newyorker Banken 25OCO Dollars, auf die die deutsche Regierung Anspruch erhebt. Terlinden wird nach Deutschland geschafft werden, um sich gegen die Anklage der Aus­gabe wertloser Aktien, der Urkundenfälschung und der Fälschung von Aktienstempeln zu verantworten.

Arbetterbewegung.

Washinglo«, 19. August. Die Buchdruckerunion verpflichtete sich, den ausständigen Stahlarbeitern finanzielle und moralische Unterstützung zu gewähren. _____

Sport.

Paris, 18. Aug. In der Radfernfahrt ParisBrest- Paris ist um 9 Uhr 4 Mtn. als Erster Garin im Prinzen-Park- Velodrom angekammen. Er hat 1200 Kilometer in 52 Stunden und 11 Minuten und den letzten KUometer in 2 Minuten und 10 Sekunden zurückgelegt.

Zürich, 18. Aug. Die Konferenz der internationalen Vereinigung der Rudergefellfchaften übertrug die Metsterfchaftskom« Mission für 1902 dem Ruderverband von Elsaß Lothringen, der daS nächste Metsterschastssahren KehlStraßburg übernehmen soll.

Eisenbahn-Zeitung.

Neustadt (Schwarzwald), 19. August Di« Bahnlinie Neustadt- Donaueschingen wurde heute unter Teilnahme des GroßherzogS, deS Fürsten Fürstenberg, des Staatsministers v. Brauer, deS Generaldirektors Eisenlohr, der Präsidenten der Handelskammern Freiburg und Villingen und mehrerer Reichstags- und Landtagsabgeordneten eröffnet. Der Groß- Herzog und die geladenen Gäste fuhren mit Extrazug von Donaueschingen bis Neustadt. An dem Festesten in Neustadt und den abendlichen Fest­lichkeiten in Donaueschingen nahm aber der Großherzog entgegen den ur­sprünglichen Bestimmungen nicht teil, sondern fuhr nach einer Rundfahrt durch das festlich dekorierte Neustadt direkt nach Schloß Mainau zurück.

Humoristisches.

* Durchfall. Professor.Herr Kandidat, können Sie mir einige Drastica nennen? Cand. med.: (schweigt). Professor: Nun, wisten Sie denn nicht «in einziges?" Cand. med. (nach langem Besinnen, mit einem jähen Aufschrei der Freude):Krotonvl i (DaS Krotonöl ist eines der «llerschärfffen Mittel und wirkt schon in den geringsten Dosen sehr hestig.) Professor:Aaah, Krotonölk Sehr wohl. Und, Herr Kandidat, welche Dosis würden Eie davon verschreiben?" Kandidat:Einen Eßlöffel voll." Proseffor: Einen Eßlöffel voll, so. Und Sie meinen, daS würbe wirken?" Kandidat:O ja." Proseffor:Nun ja, bei Ihnen hatS schon gewirkt!" (Jugend.)

* Im GoelhehairS. Proseffor (zu seinem Freunde):Die« hier ist die berühmte Juno Ludovist." Führer:Entschuldigen Eie, meine Herren, daS ist die Frau von ZeuS, GoetheS Geliebte tn Rom!" _

Irr höheren Regionen. Dienstmädchen:Herr Proseffor, der Storch hat ein kleines Bübchen gebracht." Proseffor (arbeitend): Geben Sie ihm ein Trinkgeld und stellen Sie ihn vorläufig dort in die Ecke."

Philosopherrttebcherr. Dozent der Phllosophie:Du bist mir doch treu, Geliebte?"

Fräulein (pathetisch):Ich denke, also bin ich."

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