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Neueste Meldungen.
Heule
in der
Gerichtssaat.
Frankfurt, den 20. März.
Reichsanloihe . . 98.00
Anl.
Tendenz fest.
88.40 98 15 87.90 94.40 95.80 43.90 25.50 25.70
81.45
Kreditaktien . . . Dißkonto-Kommandit Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oeaterr. Staatsbahn Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum . . . . Harpener . . .
12.3° C.
3.8° C.
5 7c Italien. Rente
4 o/o Griech. Monop.
3 7c Portugiesen
8 o/o Mexikaner , 4j/| d/q Chinesen .
18.-19.
18.—19.
do Konsole . do Hessen
. . 223.60 . . 186 50 . . 136.50 . . 151.70 . . 152.80 . . 166.70 . . 165.00 . . 207.00 . . 194 80
. . 171 50
Höchste Temperatur
Niedristge w
bitzengeschosses getötet. t „
Melbourne, 19. März. In Bpisbane und Perth kamen verschiedene P e st f ä l l e vor.
iRitroe, da nach dm Ergebnissen der Beweisaufnahme diese nur noch der einfachen Kuppelei verdächtig sein könnte. — Der Gerichtshof beschloß, dem Anträge des Staatsanw-ltS stattzugeben und die Sache zu vertagen; er entließ eher Fran Riewe aus der Untersuchungshaft.
Berlin, 19. März. Der Prozeß gegen den Bankier! August Sternberg und dieZimmerorrmteterinFrau Riewe wurve« gestern nachmittag, wie wir bereits mittettten, nach fast sechsstündiger I Verhandlung vertagt. Dem Vernehmen nach fielen die Aussagen der beiden als BelastungSzeuginnm auftretenden Mädchen im Gegensatz iu den Ergebnissen der Voruntersuchung zugunsten deS Sternberg aus. Beide Mädchm, die jetzt datz 16. Lebensjahr überschritten haben, find in der Voruntersuchung vereidigt worden, blieben aber dessenungeachtet 1 hei ihren jetzigen abweichenden Bekundungm. Die Aussagen des älteren Mädchens waren derartig, daß von einer Verführung im gesetz sichen Sinne nicht wohl die Rede sein konnte; da» jüngere Mädchen aber gab unter Thränen und der Verficherung, daß sie ihr Gewissen entlasten wolle, von ihrem Zusammentreffen mtt Sternberg, den sic in Gemeinschaft mtt threr Schwester tn der Wohnung der Frau Riewe getroffen, eine Darstellung, in der die wesentlichstm delastendenPunllL der Anklage völlig fehlten. Die Art und Wüst, wie die beiden Mädche^ jetzt ihr Zeugnis ablegten, soll nicht den Eindruck gemacht Haden, als ob sie von irgend einer Seite beeinflußt worden wärm. Staatsanwal' I Braut und der Vorsitzmde Landgerichtsdirrktor Voigt machten den oetden Zeuginnen die eindringlichsten und ernstestm Vorhaltungen, und es begann die eingehendste Befragung, ob außer den Kriminalbeamten jemand bei ihnen gewesen, ob ihnen Geschenke gemacht oder Vorteile für die Zukunft tn Auskunft gestellt worden seien usw. Die Mädchen verneinten alle diese Fragen und behaupteten, daß ihnen in der Voruntersuchung die Bedeutung der Vereidigung nicht ganz klar gewesen sei und daß sie bei der Beantwortung der ihnen vorgelegten oielcn Fragen verwirrt waren. Dieser Zwischenfall machte die schlew niete Vernehmung deS Untersuchungsrichters L.-G.-R. Brand und des Assessors Katz notwmdig, die über die Art berichteten, wie die beiden Zeuginnen ihre Aussage gemacht haben. Die Mädchm wtefm den Verdacht, daß sie jetzt beeinflußt worden sein könnten, weit von sich und blieben dabei, daß ihre heutige Aussage die wahrheitsgemäße sei. Die letztere wurde ausführlich protokolliert, und die Mädchen wteder- holten zu Protokoll, datz ihnen von niemand Geldgeschenke oder Versprechungen für die Zukunft gemacht seien, um ste zu einer für den Angeklagten Sternberg günstigm Aussage zu bewegen. Unter diesen Umständm beantragte Staatsanwalt Braut die Vertagung und Vorladung d-S Inhabers des Detektiv-JnstttutS „JuS" sowie anderer Zmgen, um die Frage weiter zu erörtern, ob ans die beiden Mädchen nicht doch eingewtrkt worden sei. Justizrat Dr. v Gordon und Rechtsanwalt Fuchs bekämpften diesen Antrag, da der damit ausgesprochene
einigt würde. — Die vom Biktoria-Melitta-Berein geplante ' unter Beihilfe des Staats zu erbauende Lungenheilanstalt für weibliche Personen soll dem Vernehmen nach in der Nähe von Winterkafteu (Kreis Bensheim) errichtet werden. — Pfarrer Rullmann, der feit dem Jahre 1882 in Lengfeld Seelsorger ist, feierte am Montag die 50. Wiederkehr des Tages seines Diensteiutritts. — Die Brandstiftungen n Michelstadt i. O. dauern trotz aller Sicherheitsmaßregeln in besorgniserregender Weise fort. Die Scheuer des Franz Stamm stand Sonntagnacht in Flammen, das Gebäude war in kurzer Zeit in Asche gelegt. Alle Bemühungen der Be Hörden, den oder die Thäter zu ermitteln, waren b,s jetzt erfolglos. — In der Wohnung des Zimmermannes Mathws Wiegand in Eppelheim bei Heidelberg fing am Montag während einer kurzen Abwesenheit der Frau das tn der Nahe des Herdes stehende Kinderwägelchen Feuer und stand tm Ru in Flammen. Das in dem Wägelchen liegende 10 Wochen alte Kind trug starke Brandwunden davon. — Am 20. März findet anf dem Bahnhose zu Homberg a. d. Ohm die Eröffnungsfeier der Nebenbahn Nieder-Gemünden— Homberg—Landesgrenze statt. — Peinliches Aufsehen er regt in Gernsheim die Verhaftung eines seither in gutem Rufe stehenden Bürgers wegen Sittlichkeitsvergehens. Der Betreffende, ein unverheirateter Mann im Alter von 45 Jahren, kompromittiert durch seine unselige That einen großen Kreis sehr angesehener Verwandten.
ihrer Verdünnung weit unter die Bestimmungen der Medizinal-Taxe | I inuntergehen, noch wirksam sein können. „ .
Mainz, 19. März. In der von dem Bischof von KSnrg-i grätz gegen die Redakteure der in Frankfurt erscheinenden »Kl. Preffe I und den „Freidenker" in Wiesbaden bei den hiesigen Gerichten wegen eines Artikels über den Mädchenmord in Polna angestrengten Beleidigungsklage hat da« Amtsgericht Mainz auf den Einwand der Zu^ ständigkeit des Mainzer Gerichtes seitens des Redakteurs der „RL Preffe olgenden Entscheid erlaffen: „Der Antrag vom 5. Februar 1901 — ge-! richtet auf Eröffnung des Hauptverfahrens — wird kostenfälllg abge-> lehnt, da weder die Angeschuldigten im Bezirke des unterzeichneten Ge richtes einen Wohnsitz haben, noch die strafbaren Handlungen tm diesseitigen Gerichtsbezirk begangen worden sind." Inzwischen hat in derselben Angelegenheit auch der Pfarrer Useck in Neversdorf (Böhmen) Klage wegen Beleidigung bei dem Amtsgericht Mainz erhoden. Auch hier wurden von dem Beklagten gegen die Zuständigkeit des Mainzer Gerichtes Einwend-
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Handel und Verkehr. Uolkswirtschast.
fc. Friedberg, 19. März. Der hiefigr Vorschuß- und Kreditverein verteilt 6'/, Prozent Dividende (wie im Vorjahre). Der Reingewinn beträgt 54 225 Mk. gegen 50 380 im Vorjahre.
fc. Frankfurt a.»M., 19.März. (Heu- und Strohmarkt.) Angefabren: 17 Wagm mit H-u, 2 mit Stroh. Heu Mk. 4.30 bis Mk. 4.70, Stroh (Roggenstroh) Mk. 2.80 bis Mk. 3.30. Alle, per 50 Kilo.
Meteorologische Beobachtungen
der Station Gießen.
Arbeiterbewegung.
fo. Frankfurt a. M., 19. März. Die Lohnbewegung der hiesigen Scbuhmachergehilfen nimmt einen friedlichen Verlauf. Die Meister si-d bereit, 25—30 Prozent Lohnerhöhung zu bewilligen.
Landwirtschaft.
Berlin, 19. März. Das kaiserl. Gesundheitsamt teilt mit: Der Ausbruch der Maut- und Klauenseuche unter Ueberstände-Rindern ftt gemeldet vom Zentral-Vtehhofe zu Berlin am 19. März 1901.
dem Thäter fehlt, wie man hört, noch jede Spnr.
G. Darmstadt, 20. März, 1 Uhr 45 Min. (Tel.-Meld. d. „Gieß. Anz.") Die Zweite Kammer setzte heute morgen nie Beratung des Finanzbudgets fort, bewilligte für die Herstellung einer Grundwasserleitung für die Irrenanstalt !zu Heppenheim 132 000 Mk. Hebet die Errichtung einer 3. Irrenanstalt zu Gießen entspinnt sich eine lebhafte Debatte, da sich auch die Stadt Grünberg um den Besitz dieser Anstalt beworben hat. Für Grünberg treten in warmer Weise die Abgg. Schönseld, Wolff, Frenay ein, während der Staatsminister Rothe für die Errichtung der Anstalt m Gießen plaidiert. Die Kammer beschließt, die angeforderten 150 000 Mark für Geländeerwerb in Rheinhessen und Oberhessen zu bewilligen und die Wahl des Bauplatzes in diesen Landesteilen zu verschieben. Für die Wein- und ^bstbauschulezu Oppenheim werden von der Regierungsfordermtg 58 OOO^vtt. gestrichen und nur der Betrag von 33 500 JRt. bewilligt. Eine längere Debatte entspinnt sich über den Bauplatz d^ neu zu erbauenden Amtsgerichtsgebäudes zu Oppenheim. D Regierungsvertreter, Justizminister Dittmar, tritt für Dee alten Bauplatz ein, während nur ein geringer Teil der Av- geordneten für einen neuen Bauplatz eintntt. Die Verhandlungen werden um 1 Uhr geschloffen. Fortsetzung morgen Donnerstag 9 Uhr.
Darmstadt, 20. März. Die diesjährigen H erbst- Imanöver der hessischen Division werden ui dem «Teil von Alzey, mit Einbeziehung eines Stuckes des Jucd
-o- Friedberg, 20. März. (Tel. d. G. A.) nacht wurde durch rohe Hand ein Wagenrad auf die Eisenbahnschienen der Sir cke Gietzen — Frankfurt a. M. in der Gemarkung Schwalheim gelegt um den Nacht-Sch uellzug Nr. 78 zum Entgleisen zu bringen. Der Lokomotivführer sah jedoch auf kurze Entfernung das Rad liegen; er versuchte den Zug zu stellen, was ihm auch, nachdem die Maschine da8 l Wagenrad bereits überfahren und etwa 100 Meter w.it mit sich fortgeschleppt hatte, gelang. Glücklicher Weise ist der Zug nicht entgleist, wohl aber an der Maschine und an dem Bahngeleise ein nicht unbedeutender Materialschaden entstanden. Von
Vermischtes. ♦
. * Braunschweig, 17. März. Heute früh erschoß sich hier der Leutnant Frhr. v. Knobelsdorfs vom Braunschw. Jnf.-Reat. Nr. 92 hier. Ein Beweggrund für die That ist nicht bekannt.
* Metz, 19. März. Gutem Vernehmen nach dürfte die Verhandlung des Oberkriegsgerichts gegen den Oberleutnant Rüger aus Mörchingen erst in der Woche vor Ostern stattfinden. Rüger ist auf Antrag der Verteidigung im Arresthause einer sechswöchigen Beobachtung seines Geisteszustandes unterworfen; auch werden ausgedehnte Erhebungen über das Vorleben des Angeklagten und über sein früheres Verhältnis zu dem erschossenen Hawptniann Adams angestellt.
Verträgt Aaöy immer die Mitch?
Ein Wort an Mütter und Wöchnerinnen.
Zuweilen vertragen Säuglinge und Kinder die Milch nicht, weil sie im Magen zu schnell gerinnt. Mondamin dagegen besitzt den kostbaren Vorzug dies zu verhindern. Man koche nur einige Minuten eine Obertasse Milch nut einem T.heelöffel Mondamin gut durch. In größeren Mengen ist Mondamin mit Milch gekocht eine gesunde, leicht verdauliche Speise für die Kleinen, allerdings erst nach dem Zahnen, 014
PrämiierurrgS Resultate.
P. Gießen, 20. März 1901.
Prämiiert wurden: Einjährige Fohlen. 1. Preis: Wilh. Viand, Münchholzhausen, Kreis Wetzlar; 3. Preis: Phil. Becker, Treis a. L.
Warmblütige zweijährige Fohlen. 1. Preis: Ludw. Rinn 14., Heuchelheim; 2. Preis: Wilh. Vogel, Bellers-1 heim; 3. Preis: Phil. Müller, Oberhörgern.
Kaltblütige zweijährige Fohlen. 1. Preis: Jakob Reuter, Nieder-Weisel; 2. Preis: R. Weiß, Hof-Graß I b. Hungen; 3. Preis: Wilh. Becker, Stangenrod.
Dreijährige Fohlen. 1. Preis: Konrad Wagner, Kirchgöns; 2. Preis: R. Weiß, Hof-Graß; 3. Preis: Heinrich Messerschmied, Münzenberg; 4. Preis: Heinr. Lang, Kestrich.
Brauereibesitzer Bichler, Gießen, 3 Ehrenpreise für zwei- und dreijährige Fohlen.
Schwere Arbeitsschläge. 1. Preis für 1 Paar Füchse: S. Michel, Gießen; 2. Preis für 2 braune Wallache: Simon Kaufmann, Nieder-Weisel; 3. Preis für 2 schwere Füchse: August Frensdorf, Gießen.
Leichte Arbeitspferde. 1. Preis, Schimmel: Aug. Frensdorf, Gießen; 2. Preis, 2 Füchse: S. Michel, Gießen; 3. Preis: H. Hinkel, Reichelsheim; 4. Preis H. Binz, Lich. Anerkennung hat S. Michel, Gießen, für Rotschimmel (verkauft für 1600 Mk., erregte Aufsehen als Einspänner).
Arbeitsschläge, einzeln prämiiert, im Besitze von> Landwirten. 1. Preis für 4 jähr. belg. Stute: Herrn. Wilh. Straßheim, Griedel; 2. Preis für 4 jähr. Oldbg. Stute: Herm. Wilh. Straßheim, Griedel; 2. Preis für Rotschimmel- stute: Jacob Reuter V, Nieder-Weisel; 3. Preis für 6 jähr. Fuchsstute: Joh. Langsdorf VI, Lechgestern; 4. und 5. Preis für tragende Schimmelstute und 5 jährige belgische Stute: R. Weiß, .Hof-Graß; 6. Preis für 4 jähr. belg. Stute: Heinr. Gottfr. Marställer, Grüningen.
Reitpferde unter dem Reiter. 2. Preis: Alb. Nathan, Ober-Ingelheim; 2. Preis: Isenburger u. Co., Friedberg.
Kutschpferde. 1. Preis für 2 gallizische Füchse: Alb. Nathan, Ober-Ingelheim; 2. Preis für 2 hannöversche Füchse: Gebr. Löwenthal, Friedberg; 3. Preis für 2 Rappen: Isenburger u. Co., Friedberg; 4. Preis für 2 braune Pferde: Isenburger u. Co., Friedberg.
D. Gtetze«, 20.März. Ltraskammerfitzung. Ein unerquickliches Nachspiel hat in Gestalt der heutigen Strafkammer-Verhandlung eine Trauer- ' feierlichkeit, die in Rodheim v. d. H. der Kliegerveretn einem verstorbenen Kameraden veranstaltete. Zum Salutschießm wurdm Mausergewehre verwendet, deren Handhabung der Angeklagte Philipp Kleemann in der Rullmann'schen Wirtschaft einem Zuhörerkceise erläuterte. Unseliger Weise befand sich unter den Patronenhülsen, die dieser in einer seiner Taschen mit sich führte, eine durch Zufall hineingeratene Patrone, die, weil ihr der Verschlußdeckel fehlte und ihr Inhalt zusammengevrückt war, den äußeren Anschein einer harmlosen Hülse bot, in der That aber ihren ge- fährlichen Inhalt noch bewahrte. Mit dieser Patrone lud der Angeklagte Georg Metzger sein Gewehr, zielte auf den Zeugen Welter und verletzte ihn durch den losgehenden Schuß derartig, daß der Getroffene auf dem rechten Augen unwiederbringlich die Sehkraft verlor. Nach kurzer Be raiung wird Kleemann der fahrlässigen Körperverletzung für nicht schuldig erklärt und freigesprochen, Metzger in eine Gefängnisstrafe von 3 Monaten verurtellt. — Der Karl Wetzstein von Gettenau, der vom Schöffengericht zu Nidda für nichtschuldig eines Diebstahls erklärt worden war, wird auch in der zweiten Instanz freigesprochen. — Als letzte Strafsache stand zur Verhandlung die Anklage gegen Wilhelm Julius Schneider von Maibach und sechs Genoffen wegen Vergehens gegen SS 223, 223a, 57, 74 St.G.B. Wilhelm Julius Schneider, Heinrich Mrckel, Heinrich Wissig, Konrad Roth, Wilhelm Möser, Konrad Saltenberger VIII., alle von Maibach, und Karl Lewalter von Wernborn sind angeklagt, in der Nacht vom 7. auf den 8. Oktober 1900 in Maibach Körperverletzungen verübt zu haben. Das Gericht kommt bezüglich der Angeklagten Mickel, Wissig und Möser zu einem freisprechenden Erkenntnis und reduziert auch bezüglich der übrigen Angeklagten den Thalbestand der Anklage auf ein geringeres Maß. Das Urteil lautet auf eine Gefängnisstrafe von 1 Woche gegen den Angeklagten Lewalter, gegen Schneider auf eine solche von 5 Monaten als den Hauptbelasteten und auf eine Gefängnisstrafe von 1 Woche gegen Saltenberger. Gegen die Angeklagten Saltenberger, Roth und Schneider wird außerdem wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung auf eine Geldstrafe von 20 Mk., eventuell 4 Tage Gefängnis, erkannt.
Darmstadt, 19. März. Der Strafprozeß gegen den Kurpfuscher Schuhmacher und Genossen bietet sehr intereffante Einzelheiten. Besonders bemerkenswert war die Vernehmung deS Angeklagten Dr. med. Lang, dem von seinem Studieugenossen, dem Landtagsabg. Dr. Gäbe-Deggendorf, da» Zeugnis ausgestellt wird, da« er stets sehr exzentrisch gewesen sei und möglicherweise bei seiner Sffoztterung mit Schuhmacher tn gutem Glauben gehandelt habe. Seine Studien des Paraccksus hätten ihn zur „Elektro Homöopathte" geführt. Der Präsident hält dem Dr. Lang einen Briefkopf vor, der folgenden Wortlaut hat: „Heilanstalt „Isis", Kombiniertes medizinisches Naturheilverfahren, Maffage, Mechano-Elektto- und Hybro- theraphie, Hell-Gymnastik, Kneipp'sche Kuren rc. rc." Im Anschluß daran fiagi er den Angeklagten: Ste hatten doch gar keine Mittel tn der Anstalt, um z. B. die Kneippkur durchzusuhren Angekl.: O doch. GS war ja eine Gießkanne da. (Heiterkeit) Präs.: Na schließlich wuchs vielleicht auf der Straße vor dem Haufe noch etwas Gras, dann könnten Sie auch sagen, daß eine Wiese zum Barfußlauf en da war. (Große Heiterkell.) Auch der Zeuge Arzt Dr. Setbold- Frankfurt a. M. kennt den Angeklagten von der Universität und aus der Praxi« her. Auch ihm ist bekannt, daß Dr. Lang ftüh allerlei Reformtdeen gepredigt habe. Die Patienten in den verschiedenen bayerischen Städten, tn denen Dr. Lang vor feiner Uebersiedelung nach Darmstadt praktiziert habe, hätten sich sehr günstig über seine Kurmethode, die in einer Verquickung von Naturhellmethode und Homöopathie bestand, geäußert. Er halte Dr. Lang für durchaus ehrenhast und glaube, daß Schuhmacher seine Gutmütigkeit und sein Vertrauen tn schnödester Weise mißbraucht habe. Rechtsanw. Wolff: Ist Ihnen bekannt, daß von einem bekannten bayerischen Bezirksarzt die Rede geht, er schreibe schon in der Unterhose 6 bis 8 Rezepte.-' (Große Hetterkett.) Zeuge: Ja. In Bayern sieht oft der Arzt den Kranken garntcht. Er fchreibt auf Grund der Klagen, die meist von Mittelspersonen überbracht werden, seine Rezepte nieder. Natürlich wird er keine drastischen, sondern meist unwirksame Mittel oerschretbm Präs.: Und den Bauern helfen sie schließlich doch? Zeuge: Das kommt schon vor! (Heiterkeit.) Sachverständiger Dr. med. Klein-Frankfurt a. M. hält die Mittel der Anstalt .Isis" für total wertlos. Auch der Großh. Kreisarzt Geh. Med.-Rat Dr. Lehr - Darmstadt bezeichnet die therapeutisch- dtätettschm Vorschriften wie auch die von Dr. Lang verordneten Medikamente als völlig nutzlos. Dagegen macht der Sachverständige für Homöopathie Dr. Sellenthin-Franksurt a. M. geltend, daß die Verordnungen Dr. Langs, soweit ste sich gegen die Queck- filberkurrn der Mopathrn richteten und die Folgeerscheinungen solcher Kuren zu bffeitigen suchten, als zweckmäßig anzusehen seien. Da auch der als Sachverständiger vernommene Allopath Dr. Srtbold-Frank- surt a. M. die vom Angeklagten tn homöopathischen Dosen verordneten Medikamente Dr. Langs in manchen Fällen als wirksam bezeichne!, so entspinnt fich schließlich ein ergötzlicher Streit zwischen den Sach verständigen über die Frage, in welcher Weise Medikamente, die in
abgehalten werden. _
New - York, 19. März. In einem Bergwerke in Lansing (Kansas) meuterten 284 dort arbeitende Sträflinge. Dieselben hielten 15 Auffeher in der Mme fest und verhinderten sie ins Freie zu gelangen, bis ihre Forderungen bezl. besserer Nahrungsmittel ihnen bewriligt anwul» yuu#u uttumpiim uitjm wmuuh, v* vm I waren. Die Sträflinge töteten die Maultiere, die sich im
SÄfi-BÄÄiielsHÄr- -»*> •*!
Bombay, 19. März. Sieben Artilleristen würben Sekunckrabad heute durch die Explosion eines Hau-
ist zu haben in Paketen ä 60, 30 und 15 Pfg.
Toilette Angelegenheit.
Mit dem chemisch reinen „Kaiser-Borax" wird der Damenwelk ein Hilfsmittel von weittragendster Bedeutung an die Hand gegeben. Schon die Wichtigkeit des „Kaiser-Borax" als zuverläffiges Mittel zur Verschönerung des Teints macht chn äußerst wertvoll. In hygienischer Beziehung kommt der Kaiser-Borax für die Wundbehandlung, fitr's warme Bad, für kalte Körperabwaschungen, zur Pflege des MundeS, der Zähne und Haare, als sicherstes Mittel gegen Fußschweiß, wie auch zur Desinfektion in Betracht. Unbegrenzt ist jedoch seine Verwendbarkeit als Reinigungsmittel im Haushalt. Infolge seiner reinigenden, bleichenden und desinfizierenden Eigenschaften verdient er als das vollkommenste Waschmittel gepriesen zu werden; unglaublich mühelos imo vorteilhaft ist gegenüber anderen Waschmethoden die Behandlung ver Wäsche mit Kaiser-Borax. Beim Einkauf verlange man auSdrücklrch ve« °cht°» Kaiser-Borax in raten Tartans unb 6=gnüg= M V„'*‘ losem Borax, welcher leider manchmal als -Karser-Barax aerad- | folgt wird.
März ti
Barometer auf Oo reduziert
3 ä §
der Luft
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Relative Feuchtigkeit
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19.
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728,7
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729,7
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beb. Himmel
20.
2«
730,8
5,4
5,3
78
N.E.
6
stürm. Wetter


