S.eisxA bdaMS
—Ivl ■gaSifc .1898 Jin
dkschästigung _ 2146
feffer
Platz ß.
öhner^
Md
Weitet
deschästigMtzm Ziehen. 8118 & Schneider.
MsM 1
Meister. 2007
N fucbt !l, «iublschreinerei. I
in v n) w11
< E
m»h lmrd auf HU baSKontor Sigarrenfabnf ein
w*»«
** ftliöj!>
b« ftfe ein »” „ iW” ÄmÄ
sth. 6(9.ü,flfce VI,11
ist besitzt und gute , it. lüdjt. AuLbstd. |
Lchristl Off u. 1 EM. d. Bl. lehrlmg uUenfttniffen und stift (twonugt ein nit ßgrunalub ebn erDbtrfehinba mit te) nehmen unter >en na* Citern an nn 4k Cie., \w MendeMmr^b SoWW Hessen, ilt gesucht für fofort eQiqenter 21« ittlehrltttg.
u braver Junge in die Lehre neten. tzarx, Ubnnecher^ üchtiges dchen, cbeit gründlich vw
,ot6tnjW^
Ml. Aprils- wiML. jTäTW"*' per W«rt«- * iwJ-
'Se*1"* >en, fu*1 a .A.meur C.
Nr. 68 Zweites Blatt.
151. Jahrgang.
Donnerstag 21. März 1901
Erlcheknt täglich mit Ausnahme deS Montags.
DK Gießener Familien« 0(21ter werden dem An« zckger im Wechsel mit „Hess, fwrtwut" und „Blätier ßbr Hess. Volkskunde" vier« »al wöchentlich bergelegt.
U«««h»r Don »nitlgen E*er n8*mtttofl6 far den cmben Dag erjchetnrnden »m«r »I» norm. 10 llbr BUcJteltangen tpflttftenB
•benM vorher
Medaktiov, tkxpedition und
Bruder«!• Zcholßraß« 7.
GietzenerAMiger
Genera!-Anzeiger v
Amts- und Anzetgeblatt für den Ureis Stehen
Bejugspreis vierteltähel.
Mk. 2.20, monatl. 75
mit Briugerlohn: durch 6k Abholestellen vierteljährl. Mk. 1.90, monatl. 65 M.
Bei Postbezug vierteljähel. Mk. 2.00 ohne Besitllg^»
Hüt Hnteigcn- Bennittleae» stellen deS §n» und HuOlanw nehmen Anzeiorn für bee Eiegencr «nzciaer cntgeeee. ZeUcupre.S lokal 11 WM.
auSȟrtS 10 Pfg.
Adresse für Depescho«! Anzeiger Stehe».
Fernsprechanschluß Nr.GS.
Die rusfifcheu Studentenunruhen
93 thaten;
dort und rauchten Zigaretten, obgleich dort Gottesdienst abgehalten wurde. Ms der oberste Geistliche die Manifestanten vergebens aufgefordert hatte, die Kirche zu verlassen, drang die Polizei ein und zwang die Manifestanten, die Kirche zu verlassen und ihr nach dem Polizeigebäude zu folgen. Im Ganzen wurden 339 Studenten und 377 Frauen, meistens Studentinnen, außerdem noch 44 andere Personen, verhaftet. Lei dem Zusammenstöße zwischen der Menge und dem Militär sowie der Polizei wurde außer dem erwähnten Kommandanten der Kosaken noch ein Polizeikommissar ziemlich schwer verwundet. Leichter- verwundet wurden 20 Polizisten, 4 Kosaken und 32 Männer und Frauen aus der Menge. Eine Untersuchung ist über den Vorfall eingeleitet worden.
Dragonern auseinandergetrieben; eine aus 400 Personen bestehende Gruppe wurde umzingelt und in die Manege abgeführt. Ms Anführer wurden 17 Studenten und ein Ar^t verhaftet. Am 11. März sammelten sich 150 Studenten und andere Personen auf dem Platze Ochotnyi Riad; 85 wurden in die Manege gedrängt und zwei von ihnen als Anführer verhaftet.' Am selben Tage erschienen auch in anderen Straßen lärmende Gruppen, wobei zwei Männer und eine Frau verhaftet wurden.
Am Sonntag, den 17. März nachmittags, wurde wieder versucht, Unruhe zu stiften, wos jedoch von der Polizei versucht, Unruhe zu stiften, was jedoch von der Polizei Männer und drei Frauen verhaftet.
Am 17. März vormittags sammelten sich in Petersburg vor der Kasanschen Kathedrale Gruppen an. Gegen Mittag wuchs die Mnge auf dem Platze vor der Kirche durch die Ankunft von Studenten und Studentinnen bald auf 3000 Personen an. Ter Aufforderung der Polizei, sich zu zerstreuen, wurde keine Folge geleistet. In der Menge zirkulierten .verschiedene Flugblätter. Ein Student verlas einen Auftuf, in welchem verschiedene Forderungen der Studenten enthalten waren. Es kam hierauf zu lärmenden Kunggeb- ungen, so daß Polizei und Kosaken herbeigerufen werden mußten, welche die Manifestanten von dem übrigen Publikum trennten. Die Manifestanten zogen hierauf nach der Kirche und bewarfen die Polizei und die Kosaken mit verschiedenen Gegenständen. Einige Studenten versuchten, rote und weiße Fahnen mit verschiedenen Aufschriften zu entfalten, die ihnen aber sofort von der Polizei abgenommen wurden. Aus der einen Seite der Kathedrale kam es zu einem heftigen Zusammenstoß zwischen der Menge und der Lolizei und Kosaken. Hierbei wurde ein Kommandant der Kosaken durch einen eisernen Hammer am Kopfe verwundet. Die Kosaken stiegen hierauf von ihren Pferden und umzingelten die Unruhestifter, von denen ein Teil verhaftet üZurde. Die anderen zogen sich in die Kirche zurück, lärmten
Parlamentarisches aus Heffe«.
Auf den vom Abg. Ulrich und Genossen gestellten Antrag betreffend das Selbstverwaltungsrecht der Gemeinden hat die Regierung erwidert, daß er den mit der Revision der Verwaltungsgesetze beauftragten Beamten überwiesen worden ist, sowie daß die Regierung mit Rücksicht auf die bereits im Gange befindliche Revisionsarbeit zurzeit nicht in der Lage ist, aus den Antrag selbst des Näheren einzugehen. Der 2. Ausschuß beantragt daher, den Antrag vorerst für erledigt zu erklären, ebenso den Antrag von derselben Seite, betreffend dieVereins-undVer- ammlungsfreiheit, sowie die Vorstellung der Bürgermeisterei Mainz, betreffend die Abänderung des Artikel 67 Absatz 1 der Kreis- und Provinzial-Ordnung, und den Anttag des Abg. Häusel, betreffend die Ergänzung des Artikel 22 des Gesetzes über den Bau und die Unterhaltung der Kunsfftraßen vom 12. August 1896.
Aus der Zweiten Kammer.
-ck- Darmstadt, 19. März 1901.
Daß ein Staat, wie Hessen mit seiner 1 Million Einwohner sich den „Luxus" einer Universität und einer technischen Hochschule gestattet, wollte heute manchen Abgeordneten, besonders Vertretern ländlicher Kreise nicht gefallen. Der Neubau einer Universitätsbibliothek in Gießen ist ja glücklich unter Dach und Fach gekommen, nachdem die 54 000 Mk., die schon im Hauptvoranschlag 1897/1900 für den Anbau der Bibliothek bewilligt worden waren, nicht verbraucht worden sind, und jetzt hierfür verwendet werden können. Jetzt werden wir in Gießen wieder um einen stattlichen Bau reicher werden. Auch die Neubauten der chirurgischen und der ophthalmologischen Klinik haben bei der Kammer Genehmigung gefunden, nachdem von Seiten der Kammer mit Freuden von dem Entgegenkommen der Stadt Gießen in dieser Angelegenheit Kenntnis genommen worden war.
Sehr schwierig gestaltete sich die Situation, als man 850 000 Mk. für die Darmstädter technische Hochschule begehrte. Ein Entgegenkommen gegenüber dem Staat von Seiten der Stadt Darmstadt, in der Art wie von Seiten der Stadt Gießen für die Universitätsneubauten berichtet werden konnte, lag nicht vor. Zwar wurde vom Abg. Morneweg in seiner Landtagsjungfernrede bestimmt eine Unterstützung in Aussicht gestellt, aber verfassungsmäßig dar an eine Abstimmung nicht eine Bedingung geknüpft werden. Wenn nicht die Regierung die bestimmte Versicherung abgegeben hätte, dies soll die letzte Forderung für die Technische Hochschule sein, wäre der Würfel über diese Frage vielleicht anders gefallen. Mit Recht wurde ein Kapitel angeschnitten, da» der Regierung zu denken geben muß.
Es ist die „Auslanderfrage" an unserer Hochschule. Von 1600 Studierenden 400 Ausländer ist ein starkes Miß Verhältnis. Soll sich der hessische Staat deshalb, weil es einem ober dem anderen Dozenten gefällt und der es sich zur Ehre anrechnet, unter seinen Herren Japaner, Polacken und Rumänen zu haben, ein so teures Institut halten und fortwährend wegen deS kolossalen Besuchs aus beängstigender Form Erweiterungsbauten vornehmen? Durch die jetzt von der Regierung in Aussicht gestellte höhere Besteuerung wird auch nicht der erwünschte Erfolg herbeigeführt werden. Daß der Ausländer statt 10 Mk. jetzt 20 Mk. Eintrittsgeld be zahlen soll und daß er an Unterrichtsgeldern statt 3 Mk. für die Vorlesungsstunde und 2 2ftf. für die Uebungsstunde 4 Mk. bezw. 3 Mk. bezahlen soll, wird ihn auch nicht ab halten, wenn er einmal hierher gekommen ist, wieder das Feld zu verlassen. Aber es sind doch noch andere Gesichts punkte, die man hier gelten lassen muß. Sind es nicht deutscher Geist und deutsche Wissenschaft, die unserem Lande durch diese Leute entzogen werden? Im Ausland bringt nachher der Ausländer zum Schaden unserer Technik das an, roafl er auf Kosten unserer Steuerzahler sich erworben hat. Wäre es nicht richtiger, unsere deutsche Technik gegenüber dem AuSlande dadurch konkurrenzfähiger zu machen, daß man alles Nichtdeutsche von unseren wissenschaftlichen Sammelpunkten, den Hochschulen, fernhält? Dagegen wird man den wirtschaftlichen Nutzen einwenden, den die unmittelbar beteiligte Stadt hat. Dem Einzelnen zu helfen, der Gesamtheit aber zu schaden, ist einer der gröbsten Fehler, die begangen werden können.
Engländer und Buren.
Ueber die Friedensverhandlungen zwischen Botha und Kitchener hat jetzt Chamberlain im englischen Unterhause die längst erwartete die Engländer schwer enttäuschende Auskunft gegeben. Chamberlain erklärte, Botha habe Lord Kitchener brieflich mitgeteilt, er sei nicht bereit die Bedingungen, die Kitchener ihm mitzuteilen den Auftrag hatte, der ernsten Erwägung seiner Regierung zu empfehlen. Botha bemerkte dazu, seine Negierung und seine obersten Offiziere stimmten mit seinen Ansichten überein. Der Feldzug nimmt also seine Fortsetzung. Uebrigens ist der Waffenstillstand in den letzten Tagen durchaus nicht allgemein gewesen. Allerdings befindet sich French zur Zeit in Unthätigkeit, aber nur unter dem Zwange des seit vier Wochen herrschenden Unwetters, das die ganze Gegend unwegsam gemacht hat. Er steht zwischen Paulpietersburg und Utrecht und bat seine liebe Not, die Verproviantierung aufrecht zu erhalten, die auf großen Umwegen von Dundee über Vrijheid bewerkstelligt werden muß. Von den Burenabteilungen, die er vor und, wie man weiß, auch hinter sich hat, verlautet nichts. Dagegen heißt es in einer Meldung aus Lourenco Marquez vom 16. ds. Mts., einer Quelle, die wenig Vertrauen erweckt, daß sich in Swasiland beträchtliche Scharen Buren täglich der Besatzung von Bremersdorp (Swasiland) ergeben, die aus Mannschaften von Steinackers Korps unter Hauptmann Halgate besteht. Ferner ist an der Bahnlinie Volksrust-Johannesburg eine Burenabteilung von 2:50 Mann noch immer thätig. Am Morgen des 16. versuchte sie einen Zug bei Vlaklaagte in die Lust zu sprengen; indessen flog nur der als Patrouille vorauffahrende Zug i» die Luft, der nachfolgende Hauptzug übersprang das durch die Explosion zerrissene Loch und entkam. Bei dem Erscheinen einer englischen Abteilung aus Vlaklaagte machten sich die Buren mit leeren Wagen und Karren nach einigen Salven auf das Stationsgebäude von Vlaklaagte davon. Im Freistaat setzt De We t seinen Marsch nach Norden fort; er hat Senekal nordöstlich von Winburg schon hinter sich und marschiert nach neueren Meldungen wieder in getrennter Abteilungen. Eine Abteilung von 800 Mann unter dem gestern erwähnten Fourie ist der Umzingelung durch >ie Engländer entgangen. Fourie soll sich nach Angabe gefangener Buren mit De Wet entzweit und erklärt haben, nicht länger unter dessen Kommando fechten zu wollen. In der Kapkolonie steht Scheepers in der Nähe von. Graff Reinet, und Scobells und Colenbranders Freiwillige rilgen ihm, werden indessen durch den strömenden Regen am energischen Vorgehen gehindert. Kritzinger steht 22 Kilometer vom Fort Beaufort und hat den Telegraphendraht zwischen diesem Ort und King Williamstown zerschnitten. Er besindet sich mit einem Pompom vor dem verfolgenden Obersten Gorringe auf dem Rückzüge nach Blinkwater über Adelaide. Ein drittes Kommando, das Mararsburg g - nommen hatte, zieht sich auf Kamasrone du™“- r.,
Mit welchen Nachrichten das englische Volk täglich ge-
Abg. M ö l l i n g e r beantragt: Die Kammer wolle die Regierung ersuchen, den Nachweis der Bedürfnisfrage bei der Erteilung von Wirtschaftserlaub nissew aufzuheben.
Der Vorstand des Victoria Melita-Vereins» bittet um Getvährung einer jährlichen Subvention von 6000 Mark zur Unterstützung der Bestrebungen des Vereins, der bekanntlich die Errichtung billiger Wohnungen bezweckt.
Der Abg. Köhler-Langsdorf wünscht die Bekanntgabe von Untersuchungsergebnissen hinsichtlich Getreide- und Vieh v e r käufen, sowie Brot- und Futter z u käufen in der Gemeinde Langsdorf. Diese Ergebnisse sollen die Notwendig Feit der Erhöhung der Schutzzölle erweisen.
Der Abg. Weidner beantragt, die Kammer wolle beschließen, die Regierung zu ersuchen, die Ausschreiben, betreffend Landwirtschaft, vom 30. November 1900, 3. und 29. Januar d. I. drucken und an die Mitglieder der Kamnrer verteilen zu lassen, den Antrag auch für dringlich zu erklären.
Abg. Dr. Heidenreich beantragt: die Kammer möchte ihre Zustimmung dazu geben, daß der der Regierung für die laufende Budgetperiode 1900/1901 zur Verfügung stehende Betrag zur Unterstützung bei Beschickung der landwirtschaftlichen Ausstellung der deutschen Landwirtschaftsgesellschaft von 1000 0 M k., der int Jahre 1900 eine Verwendung nicht gefunden hat, für die im Jahre 1900 stattgehabte landwirtschaftliche Landesaus st ellung verwendet werde.
Tie für die Finanzperiode 1894/1897 bewilligten, in die Finanzperiode 1897/1900 übertragenen Kredite und zwar: 1. für den Neubau eines Museums 1 500 000 Mk., 2. für die Erweiterung des Landeshospitals .Hofheim, 3. für beit Dom in Worms, Rest 20000 Mk., Titel 12 bewilligten 75 000 Mk., 4. für Wiederherstellung des Kurfürst!. Schloffes in Mainz, 1. Rate 75 000 Mk., sonne 5. der mit laudstänvi- scher Genehmigung in die Finanzperiode 1897/1900 übertragene Kreditrest von 759 640 Mk. aus der 1. Rate für die Erweiterungsbauteir in Dochheim können nur teilweise in der Finanzperiode 1897/1900 zur Verrechnung gelangen, weil die Verwendung dieser Mittel noch nicht vollständig ftattgefunden hat. Das Ministerium des Innern bittet die Kammer, die Zustimmung dazu zu erteilen, daß die erwähnten Kredite, soweit sie nicht noch in der Finanzperiode 1897/1900 zur Verrechnung gelangen, in das Rechnungswesen der Etatsjahre 1900/01 bezw. 1901/02 über- tragen werden dürfen.
Amtlicher Heil.
Gießen, den 15. März 1901. Betr.: Die Förderung von Volksbiblioth-cken.
Die Großh. Kreisschulkommisfion Gießen
an die Ortsfchnlvorftände des Kreises.
Diejenigen von Ihnen, welche mit der Erledigung un- SerooCrfÜ9Un.9 öom 121 Februar 1901 (Gießener Anzeiger Jcr. 38) noch im Rückstände find, werden an deren sofortige Erledigung erinnert.
v. Bechtold.
_ . Petersburg, 19. März.
Der „Regierungsbote" bringt über Straßenunruhen, welche in der letzten Zeit in verschiedenen Städten stattgefunden haben, folgende Mitteilungen: Am 4. März sammelten sich in Petersburg bei der Kasanschen Kathedrale Studenten an, und zogen von dort zum Newski. Die Polizei drängte sie zum Rauthause, in dessen Hof dann die Namen von 244 Personen, darunter 71 Studenten und 128 Studentinnen festgestellt wurden, worauf alle wieder entlassen wurden; verletzt worden war niemand. - An demselben Tage begaben sich in Charkow nach der Trauer- feter für Kaiser Alexander II. über 100 Studenten im Zuge zur Universität und weigerten sich^ der Aufforderung der Polizei zum Auseinandergehen nachzukommen. Nachdem -eine Sotnie Kosaken die Studenten umzingelt hatte, wurden einige Aufrührer verhaftet. Am Abend desselben Tages wollte eine Gruppe von Studenten vor der Redaktion der Zeitung „Juschni Kraj" eine Katzenmusik veranstalten, wurde aber von Polizei und Soldaten in das Polizeihaus gedrängt, wo die Namen der Beteiligten festgestellt wurden. Eine andere Gruppe, welche sich beim Theater versammelt hatte, wurde ebenfalls von der Polizei auseinander getrieben. Im ganzen wurden 136 Verhaftungen vorgenommen, von denen 24 aufrecht erhalten wurden. — Am 8* März sammelte sich in Moskau vor dem UuiversitätsgebäudA eine große Menge Studenten und Studentinnen an; der Aufforderung der Polizei, auseinanderzugehen, wurde keine Folge geleistet. Gegen 300 Personen drangen in den Aktensaal, wo aufreizende Rufe ausgestoßen und Ansprachen gehalten wurden. Als wiederholte Aufforderungen zum Auseinandergehen erfolglos blieben, drängte die Polizei die Menge, unter der sich 517 Studenten und 101 Frauen befanden, in die naheliegende Manege; abends wurde den Frauen anheimgestellt, sich nach Hause zu begeben, was 93 thaten; während 8 es vorzogen, die Nacht mit den übrigen Verhafteten in der Manege zu verbringen. Am folgenden Tage wurden 53 Verhaftete unter Bedeckung in da- Gefängnis geschickt; am 10. März wurden 21 Schüler des Topographischen Instituts der Lehrobrigkeit übergeben und weitere 463 Verhaftete ins Gefängnis äbgeführt. Am 9. März sammelten sich ungefähr 700 Personen vor der Manege an, die mit den Verhafteten durch die Fenster zu sprechen versuchten, von Polizei und Kosaken aber verdrängt wurden. Um Mitternacht des 9. März erschienen wieder ungefähr 100 Studenten und Studentinnen singend auf der Straße, wurden aber von der Polizei zerstreut. Am 10. März abends schlug die Menge in mehreren Straßen die Fenster ein, wurde aber von Kosaken und


