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3(ub eint» brutschen Landtages für dieselbe Zeit bezieht. Die Be- dmgungen und Festsetzung zur Zahlung der Anwesenheitsgelder »nter- tiegcn den Bestimmungen deS Reichstagepräsidenten.
— Bor einigen Tagen Hal hier eine Versammlung von je drei Vertretern folgender zehn Bauernvereine statt' gefunden: Rheinischer, Nassauischer, Elsaß Lothringischer, Hessischer, Badischer, Trierer, Bayerischer, Schlesischer, Ost-Westpreußischer und Westfälischer Bauernverein. Es wurde der Beschluß gefaßt, eine eingehend begründete Petition an den Reichstag zu richten in Sachen des Zolltarifs. Weiler wurde beschlossen, in Zukunft in allen wichtigen Fragen geschloffen zusammenzugehen und gemeinsame Ver sammlungen abzuhalten. Zum DorortSverein für das nächste Jahr wurde der Rheinische Bauernverein unter dem Vorsitze des Grafen v. Spee bestimmt.
— In der heutigen Sitzung des Zentralausschusses der Reichsbank wurde der Verwaltungsbericht für das abgelaufene Jahr verlesen. Der Ausschuß äußerte sich dann gutachtlich über die Höhe des den Bankanteilseignern zu gewährenden und der Festsetzung des Reichskanzlers unter liegenden Dividende. Im Anschluß an die dann vorgetragene Wochenübersicht bemerkte der Präsident Dr. Koch, daß die Lage der Bank, wie gewöhnlich um diese Jahreszeit, sich ge bessert habe, wenngleich nicht völlig im Umfange der Vor jahre. Noch immer sei die Inanspruchnahme der Bankmittel sehr groß. Die Anlage mit 867 Millionen sei 95 Millionen größer als 1900. 233 Millionen größer als 1899 und 270 Millionen größer als 1898. Der Bedarf des Reiches, welches in großem Umfange Schatzanweisungen bei der Bank diskontierte, sei noch im Wachsen. Die steuerfreie Noten- reserve sei zwar anscheinend hoch, aber bei der bis zum Schluß des letzten Jahres geltenden Berechnungen noch um fast 20 Millionen kleiner als im Vorjahre. Der Zinssatz am offenen Markte entferne sich auffallend von dem offi ziellen Diskont, fei aber feit dem 12. d. Mts. in stetigem Steigen. Dazu kommt die Höhe der fremden Wechselkurse; der für London sei gestiegen und nicht mehr weit vom Goldpunkt. Es seien auch thatsächlich seit Beginn des Jahres und noch in letzter Zeit kleine Mengen Goldes ins Ausland abgefloffen, wenngleich sich der Goldbestand der Reichsbank seit dem 31. Dezember um fast 142 Millionen aus dem inneren Verkehr vermehrte. Derselbe betrug am Schluffe des Jahres an Gold, geprägt und in Barren, 500 610 000 Mk. und beträgt jetzt 642 277 000 Mk. Es entspreche der Vorsicht, mit einer Ermäßigung des Diskonts für jetzt noch nicht vorzugehen. Die Versammlung war hiermit widerspruchslos einverstanden. Schließlich wurden noch einige Stadtanleihen zur Beleihung im Lombardverkehr zugelaffen.
— In Posen wurde der verantwortliche Redakteur der ..Praca", Alfons KaniewSki, verhaftet. Gegen ihn ist wegen eines Schandartikels zum 200jährigen Krönung- jubiläum in Nr. 4 der „Praca" vom 27. Januar Anklage erhoben worden auf Grund § 131 des Str.-G. B. Kaniewskr ist der zehnte Redakteur der „Praca", gegen den eingeschritten wird; er ist, wie sein Vorgänger, ein Opfer des polnischen Radikalismus feines Verlegers, der den schönen deutschen Namen Biedermann führt. Insgesamt ist gegen die Redakteure der „Praca" bisher auf 38 Monate Gefängnis und 6238 Mk. Geldstrafe erkannt worden. Der Vorgänger des Verhafteten verbüßt mehrere Strafen (insgesamt 1 Jahr Gefängnis); ein Verfahren schwebt uoch. Verfaffer des jetzt beanstandeten Artikels ist der zurzeit in Lemberg lebende Schriftsteller Dr. Pakowski, der aus Preußen auSgewiefen worden ist.
Ausland.
London, 19. Febr. Der König wird Samstagabend von hier nach Deutschland abreisen.
— (Unterhaus.) Dillon fragt an, ob es wahr fei, daß die Generale der Verbündeten beschlossen hätten, im Herzen Pek ingS eine ausgedehnte Festung zum Schutze der fremden Gesandtschaften zu errichten, und ob die britische Regierung dies billige. UnterstaatSsekretär Eranborne erwidert: Die Frage von Maßnahmen zum Schutze der Gesandtschaften werde gegenwärtig von den Vertretern der Mächte in Peking erwogen. Die britische Regierung sei noch zu keiner Entschließung gekommen, sei sich aber wohl bewußt, daß er geraten ist, derartige Einrichtungen in vernünftigen Grenzen zu halten. — HickS Beack: Ich erwäge, ob man die Zollerhöhungen nicht rückwirkend mache, um jenem Verfahren Einhalt zu thun. Der beste Weg wäre es vielleicht, daß diejenigen, die zollpflichtige Waren aus dem Zollverschluß genommen, sich die Mühe umsonst gemacht haben. And es ist keineswegs ausgeschlossen, daß dies eintreten kann. WaS die Vorlegung des Budgets betrifft, kann ich den Termin «och nicht angeben. Hicks Beack schließt: Ueber die Höhe der Kriegs steuer, die den Diamant- und Goldminen in Südafrika auferlegt werden soll, kann ich noch keine be- siimmten Angaben machen. Die Fortdauer des Krieges wird auch vielleicht den Zeitpunkt, wo ich in der Lage sein könnte. Ihnen ausführlichere Auskunft zu erteilen, noch hinauS- fchieben. — MSquith: Die Annektierung auf lange Zeit hinaus sei das einzig wirksame Hilfsmittel gegen die Wiederkehr solcher Gefahren, wie die letzte gewesen sei und sichere das Recht und die Freiheit für ganz Südafrika. — Krieg-Minister Bro drick entgegnet, alle Mitglieder des Parlaments sollten sich bemühen, die Beendigung deS Krieges za beschleunigen. Redner bestreitet, daß die Regierung in «ine Periode der Nnthätigkeit geraten sei. Den Wünschen KitchenerS find wir zuvorgekommen. Als Kitchener am 31. Dezember noch mehr Soldaten verlangte, versprach ich $m 2500 Mann Kavallerie und 1000 Mann berittene In fanteric. Wenige Tage später sind diese in See gegangen »nd nehmen schon jetzt an der Verfolgung De W e t s Teil. Binnen drei Wochen werden im Kaplande 110,000 Mann ausgehoben, von uns ausgerüstet «nb beritten gemacht. Dreißigtausend Pferde haben wii bll drei Monaten üder eine Strecke von 600 Meilen trans portiert. Kitchener hat Ende März alle Pferde, die verlangt »urden, zur Verfügung. Seine berittenen Mannschaften
werden um etwa 20000 Mann vermehrt werden. Es ist auch wünschenswert, daß Generale, welche nunmehr 15 Monate m Feld gestanden, nach Hau^e zurückkehren, um sich zu erholen. Wir werden dasür alle Generals hmschicken, die Kitchener wünscht.
Rew-Pork, 19. Febr. In Manila wurde der belgische Vizekonsul Haeltmann verhaftet wegen angeblicher Hilfe leistung, die er den Insurgenten gewährt hat.
Aus Stadt und Kaud.
Gießen, den 20 Februar 1901.
§* Zum Kloppenheim er Raubmord wird uns aus Frankfurt a. M. folgendes berichtet: Vor einigen Tagen wurde hier ein Arbeiter Eichhammer verhaftet, da er verdächtig schien, mit dem im Untersuchungsgefängnis zu Gießen befindlichen Taglöhner Georg Errner aus Schirrnitz in Bayern den am 14. August v. I. bei dem Kloppenheirner Walde verübten Raubmord an dem Christian Möller vollführt zu haben. Das UntersuchuugSgericht stellte die beiden Verdächtigen gegenüber. Obgleich Eichhammer schon längere Zeit mit Ermer gewandert war, konnte er doch sein Alibi nachweisen. Ermer wollte mit Eich Hammer beweisen, daß er die bei dem Fuhrmann Zeitz in Seckbach bei seinem Eintritt in dessen Dienst zur Legitimation vorgezeigten Papiere des Ermordeten von einem Handwerksburschen erkauft habe. Diesen Beweis konnte er m i t E i ch h a m m e r »i ch i erbringe n. Ermer trat auch bei Zeitz als Knecht ein, verließ aber schon nach zwei Tagen, nachdem der Mord entdeckt war, seinen Dienst und hin ter - l i e ß unter anderem ein mit Blut durchtränktes blaugestreiftes Hemd, das, wie sich später herausgestellt hat, dem Ermordeten gehört haben soll. Das Auffinden dieses Hemdes und das spätere Bekanntwerden des Namens des Ermordeten, auf den die von Ermer vorgezeigten Papiere paßten, veranlaßte Zeitz, von den ihm verdächtigen Wahrnehmungen Anzeige zu erstatten. Es gelang nun Ermer, bis nach Würzburg zu kommen. Dort verübte er etwa vier Tage nach dem entdeckten Raubmord, an einer vom Würzburger Jahrmarkt kommenden Frau einen Straßenraub. Ermer lauerte dieser im Walde auf, und als sie an ihm vorübergegangen war, schlich er sich von hinten an diese heran und versetzte ihr mit einem in ein Taschentuch gewickelten Stein einen Schlag auf den Kopf, daß sie zusammenstürzte. Sodann raubte er ihre Geldtasche und verschwand im Walde. Einige Tage später wurde Ermer bei Fürth verhaftet und von dem Schwurgericht Würzburg zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt. Da dieser Raub dem Raubmord bei Kloppenheim sehr ähnlich ist, so glaubt man den Raubmörder in der Person des Ermer ermittelt zu haben.
—0— S e l b ft m o r b. Am Montagabend kam der Dachdecker Martin Wagner von hier in die Wirtschaft „Wiener Hof", um dort zu übernachten. Gegen 1 Uhr hörte der Wirt m dem Zimmer, in dem Wagner sich befand, zwei Schüsse fallen. Er eilte an dessen Thür, fand diese aber verschlossen, und trotz heftigen Pochens wurde nicht geöffnet. Man ließ nun die Thür polizeilich öffnen und fand W. auf einem Stuhle sitzend und in seiner rechten Hand einen Revolver haltend, t o t vor. Er hatte sich beide Schüsse in die rechten Schläfe gefeuert. Wagner lebte mit seiner Familie nicht glücklich; dies soll die Ursache seines Selbstmordes, wie er auf einem hinterlassenen Zettel niedergeschrieben hat, gewesen sein.
** Verhaftung. Gestern wurde der Arbeiter Heinrich Hansel von Wallenrod wegen eines Uhrendieb- st a h l s verhaftet. ,
** Personalnachricht. Der Großherzog hat am 9. d. Mts. dem Großh. Hess, vortragenden Rat im Königl. Preuß. Ministerium der öffentlichen Arbeiten, Geh. Oberbaurat W e tz zu Berlin, die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem Kaiser verliehenen Roten Adlerordens 3. Klasse erteilt
**Die Meldungen zu der im Sommersemester 1901 stattfindenden juristischen Fakultätsprüfung sind mit den vorgeschriebenen Belegen bis spätestens zum 17. April bei dem Dekan der Juristenfakultät in Gießen, Dr. Leist, einzureichen. Die schriftliche Prüfung beginnt am 23. April, morgens 8 einhalb Uhr; eine besondere Ladung hierzu ergeht nichjü.
*• Fastnachtsttubel. So viel Menschen giebts nur am Fastnachts-Dienstag. Ist dieser Tag vorüber, dann verschwinden rasch alle die Menschen, als seien sie nur für Fastnacht auf die Welt gekommen. Auf dem Seltersweg und auf der MäuSburg herrschte gestern nachmittag zwischen 2 und 6 Uhr ein Leben und Treiben, daß eS Mühe kostete, vorwärts zu kommen. Die Studentenaufzüge in Schlitten, Leiterwagen und alle übrigen möglichen und unmöglichen Vehikel erregten große Heterkeit. Da sah man u. a. ein ländliches Gesährt, in dem ein Bauernpärchen auf dem Schoße ein Lämmlein hütete. In einem Schlitten sah man auf dem Bock einen sommerlich gekleideten Dandy und im Fonds zwei als elegante Dämchen mit langen blonden Locken verkleidete Herren. Usw. usw. Ein als Gendarm verkleideter Herr führte als Arrestanten ein lockeres Pärchen, das ihm fortwährend entwischte, aber bald wieder eingefangen wurde. Kühne Jünglinge und schämige Jungfrauen, würdige Familien oäter, züchtige Hausfrauen, liebliche Kinder wimmelten in stattlicher Zahl in den bunten Gewändern deS Harlekins oder sonstwie karnevalistisch geschmückt, mit falschen Nasen, falschen Brillen, falschen Bärten oder falschen Haaren herum, johlend, pfeifend, flötend ober anderes mehr ober minber angenehmes Geräusch machenb, meist harmlose Scherze treibenb. Manch°r rosige Mäbchenmunb würbe in stürmischem Ueberfall schallenb geküßt unb nur geringer Wiberstanb geleistet. Hier warben mit vollen Händen Apfelsinen in die Menge geworfen, dort sausten Papierschlangen durch die Luft, von Fenster zu Fenster vis-ä-vis, hinauf unb hinunter, hastig unb munter. Einzelne junge Damen hatten ihr besondere- Vergnügen, ganze Waggonladungen von Confetti vorüberwandelnden Herren in die schönen Augen zu werfen. Als gegen Abend die Kälte zunahm, legte sich der Verkehr unb verteilte sich mehr auf die Restaurationen, in denen bis zum frühen Morgen die Gäste karnevalistisch sich unterhielten. Im Allgemeinen scheint dabei harmlose Fröhlichkeit geherrscht zu haben, so weit uns bekannt geworben ist. Ein längerer Brief aus stubentischen
Kreise« belehrt uns, baß es iu einem Lokal zu unerquicklichen Auftritten kam, die ein junger Munn in Schlafrock, der cheblich über btn Durst getrunken haben soll, veranlaßte.
Er mußte schließlich, nachdem er die Gäste in aufdringlichner Weise belästigt hatte, von Wirt unb Kellner zur Thür hin» aaS in die bittere kalte Winterluft besörbert werben. — Der heutige Aschermittwoch bürste über manchen ein graues Elend ahne Gleichen gebracht haben.
wird voraussichtlich nicht vor Mitte März zusammentreten. DaS Ober Konsistorium hat alle erforderlichen Vorlagen gemacht: Voranschlag des Zenttalkirchcnfonds für 1901/05, Inkrafttreten der Gesetze, bett die Gehalte der Geistlick)en usw. am 1. ApriF 1901. Die Drucklegung, die Fertigstellung des Ausschußberichts usw. wird einige Zeit in Anspruch nehmen. War aber mehr ist, die erwähnten Vorlagen hängen mehr oder weniger ab von vorausgehender staatlicher Gesetzgebung, bezw. Mittvirkung der Landstände, insbesondere bezüglich des neuen Kirchensteuergesetzes (die allgemeine Kirchensteuer soll in Zukunft ein prozentualer Zuschlag zur Staatsstener sein) und des Staatszuschusses. Wann diese Voraussetz- ungen aber geschlossen vorliegen werden, läßt sich z. Z. noch nicht mit Bestimmtheit voraussehen
** Zur Steuerung des Unwesens der Gesinde v e r m i e t e r und Stellen ver mittler hat da- Ministerium eine Verordnung erlassen, durch die das Vermittelungswesen geregelt wird. Für die Folge dürfen Gesindevermieter oder Stellenvermittler bei Minderjährigen keine Vermittlerdienste leisten, wenn sie nicht die Ermächtigung des gesetzlichen Vertreters der Minderjährigen oder des Vormundschaftsgerichts erhalten haben. Die Ausbeutung des stellesuchenden Personals, über die schon so viele Klagen erhoben worden sind, soll dadurch gemildert werden, daß für die Folge die Höhe der Vermittlungsgebühr nach 75 a der Gewerbeordnung aufgestellt wird. Die Gebührentaxe muß alljährlich durch die Behörde in den Lokalblättern veröffentlicht werden und ständig in dem Geschäftslokal des Vermittlers, an augenfälliger Stelle, aufgehängt werden. Die Polizeiorgane haben jederzeit das Recht, die (Geschäfte der Stellenvermittler zu kontrollieren, und diese find verpflichtet, die von der Behörde vorgefchriebenen Geschäftsbücher zu führen.
** Gambach, 20. Febr. Herr Heinrich Karl HaaS aus Steinbach hat das hiesige Gasthaus zur „schönen Aussicht" gekauft, das'er'am 1. April zu übernehmen gedenkt.
fc. Grebenhain, 18. Febr. Der Schnee liegt infolge der letzten starken Schneefälle durchschnittlich einen halben Meter hoch. Die gestern morgen hier um 4 Uhr abgegangene Schlittenpost nach Gedern fiel untenvegs zweimal um und kam mit 2 Stunden Verspätung an ihrem Bestimmungsorte an.
fc. Bad Salzhausen, 19. Febr. Die Bohrarbeiten Aur Erbohrung einer neuen Quelle hier sind unter Leitung des Prof. Lepsins-Darmstadt jetzt bis 250 Meter gediehen. Man hofft, daß bei 300 Meter die Quelle erbohrt ist.
fc. Erbach, 19. Febr. Kreisrat FeY in Erbach, der für den verstorbenen Abg. Brunner als Landtagskandidat genannt wurde, kann nach Artikel 15 Abs. 2 des Wahlgesetze- nicht aufgestellt werden, weil der Wahlbezirk ganz zu seinem Dienstbezirke gehört. An seiner Stelle wird Fabrikant Seior als Kandidat vorgeschlagen.
Mainz, 19. Febr. Der Historische Verein für Hessen, das Römisch-germanische Zentralmuseum und der Mainzer Altertumsverein haben an den Reichsmilitärfiskus und an den Reichstag die Bitte gerichtet, den Eisernen Turm mit den Anbauten dem Mainzer Altertumsverein unent- gcitTidj in volles, unbeschränktes Eigentum zu überweisen. Tie preußische Militärverwalttmg will das alte Bauwerk auf den Abbruch verkaufen, falls der Altertumsverei« das angeblich baufällig gewordene Gebäude nicht wieder in Stand setzen läßt. Nun hat der Turm hohen archäologischen, seine romanische Thorfahrt auch großen ftunftroert Er erinnert an die Hohenstaufenzeit uno den Rheinischen Städtebund. Die elf Schill'schen Offiziere waren 1809 darin gefangen, bevor sie in Wesel erschossen wurden. Der Verein ist darum gern erbötig, weiteren Aufwand für die Erhaltung des Baues %u treffen, aber nur wenn das Anwesen freies Eigentum des Vereins wird. Für den Militärfiskus ist der Turm wertlos, und niedergelegt kann er auch nicht werden, weil dazu die Erlaubnis des Großherzogs nötig ist, die voraussichtlich in Anbetracht des historischen und architektonischen Wertes nicht zu erlangen wäre. Daher wendet sich der Verein nun an den Reichstag unb an den Fiskus, um die Frage zu einer guten Lösung zu bringen.
Mainz, 19. Febr. Der Rosenmontag verlief, trotzdem offiziell feine besondere Veranstaltung arrangiert war, in althergebrachter Weise. Ter Verkehr auf den Straßen war besonders in den Nachmittagsstunden sehr lebhaft und in den Restaurants und Hotels nnitete die Konfettischlacht so ausgiebig, daß der Fußboden hoch bedeckt war. Der „Holländische Hof" war, wie gewöhnlich, das Hauptquartier der Wiesbadener Gäste, die sich zahlreich, jedoch lange nicht so zahlreich wie in früheren Jahren, eingefunden hatten. Jedenfalls sollten wir Mainzer dafür sorgen, daß unsere» (Säften das „Heimkommen" nicht so sehr erschwert Wirch, die Züge fahren in den Stunden, in welchen die Mehrzahl der Wiesbadener Gäste nach Haus wollen, mit zu wenig Wagen, besonders der letzte Zug ist immer total überfüllt. Warum läßt man nicht während der Karnevalzeit einige Sonderzüge verkehren?
fc. Alzey, 19. Febr. In der hiesigen Gegend ist durch den Krach derGernsheimerZuckerfabrik eine ganze Menge Existenzen ruiniert worden. Viele Leute, die nur Rübenbau für die Gernsheimer Fabrik getrieben haben, sind geradezu an den Bettelstab gekommen. In Framersheim, das neben den Gemeinden Hangenweisheim unb Bechtolsheim am meisten in Mitleidenschaft gezogen ist, verliert ein einziger Mann 15 000 Mark.
fc. Frankfurt a. M., 20. Febr. In der gesttigen Sitzung der Stadtverordneten teilte Oberbürgermeister Adickes mit, daß der hiesige Bankier Georg Speyer eine Million Mark zur Förderung wissenschaftlicher Unternehmungen, speziell zur Begründung von Lehrstühlen, wissenschaftlichen Arbeitsstätten und Laboratorien im Anschluß an die hiesigen wissenschaftlichen Institute gestiftet habe.
fc. Homburg v. d. H., 19. Febr. Die Ankunft des Königs Eduard VII. auf Schloß Friedrichs Hof iL auf Montag den 25. Febr. festgesetzt. Der König nimmt tue Reiseroute über Flushing.
** Kleine Mitteilungen a«8 Hessen und den Nachbarstaaten Der Großherzog hat dem Maurerpolier Johann Joseph


